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Honduras: Fluch und Segen der illegalen Migration (16. Februar 2015)

Migration ins Nirgendwo - Foto: Quetzal-Redaktion,glHonduras ist ein Land, das sich aufgrund seiner geostrategischen Lage mit Problemen des Drogen- und Menschenhandels sowie der illegalen Migration auseinandersetzen muss. Die Sicherheit im südlichen Grenzgebiet Honduras ist besonders ungenügend, da die Anzahl der Beamten der Nationalen Polizei vor Ort zu gering ist, um ständige Patrouillen gewährleisten zu können. In den letzten Jahrzehnten hat Honduras eine große Welle der Abwanderung erfahren, hauptsächlich wanderten die Menschen in die USA ohne jeglichen Rechtsstatus oder Aufenthaltserlaubnis aus. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) stellt u.a. die Einkommensungleichheit einen wesentlichen Faktor dar, warum die Menschen ihre Heimat verlassen. Die wachsende Kluft innerhalb der Lebensstandards und der Löhne in den einzelnen Ländern wirkt wie ein “Push-Faktor”. Ein weiterer Faktor für die Abwanderung stellt die Organisation sozialer und kultureller Netzwerke von Verwandten in den jeweiligen Zielländern dar. Die honduranische Wirtschaft wiederum hängt stark von dem Geld ab, welches die Migranten nach Hause schicken. Im Jahr 2012 machten Geldüberweisungen aus dem Ausland 15,7% des Bruttoinlandsprodukts von Honduras (3 Milliarden Euro) aus. Nach dem Pew Research Center kam die überwiegende Mehrheit der Zahlungen aus den USA. Die Aufzeichnungen des National Institute of Migration in Choluteca zeigen, dass im vergangenen Jahr 5.500 Menschen Honduras legal als Brücke nach Amerika nutzten. Die Dunkelziffer illegaler Migranten geht hingegen vermutlich in die Zehntausende. Vor allem die Anzahl an minderjährigen Migranten ist drastisch gestiegen. Für Hunduras ergibt sich die Herausforderung, die Aufnahme und Wiedereingliederung tausender honduranischen Migranten, welche aus Amerika und Mexiko abgeschoben werden, zu organisieren. Dies ist wirtschaftlich ein schmaler Grat für das auf die Zahlungen seiner Exilbewohner angewiesene Land (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).

Honduras: Der Wahlausgang ist wohl entschieden… (27. November 2013)

Präsidentschaftwahl in Honduras 2013 - Foto: Quetzal-Redaktion, ssc

Obwohl noch kein Endergebnis des honduranischen Wahlsonntags vorliegt, sehen etwa 80% der Auszählungen die Partido Nacional mit dem Kandidaten Juan Orlando Hernández mit 35,45% vor der Kandidatin der Partido Libre, Xiomara Castro, mit 29,30% vorn. Das nationale Wahlgremium Tribunal Supremo Electoral (TSE) hatte zwar bereits das Zwischenergebnis am Montag als „unumkehrbar“ angesehen, es aber „versäumt”, einen Wahlsieger auszurufen. Auch bis jetzt wurde dies nicht offiziell vollzogen. Die bisherige Aufteilung der Wählerstimmen nach den Provinzen suggeriert ein ähnliches Bild. Die Partido Libre – in der der ehemalige Präsident von 2009 Manuel Zelaya Vizeparteichef ist – konnte demnach nur 5 Provinzen, vor allem im Nordosten an der eher dünn besiedelten karibischen Küste, für sich entscheiden. Die konservative Partei entschied demnach vor allem in den südlichen Provinzen die Sache für sich (insgesamt 11 Provinzen). Viel entscheidender und interessanter als die graphische Darstellung scheint aber auch ein anderes Wahlergebnis vom Sonntag in Honduras zu sein, welches in der hiesigen Berichterstattung auch weniger Beachtung gefunden hat. Gleichzeitig mit den Präsidentschaftswahlen und Kongresswahlen wurden auch Municipalwahlen durchgeführt. Hierin wird der Unterschied zur Partei von Zelaya und dessen Frau besonders deutlich. Demnach konnte die nationale Partei etwa 176 Municpios für sich gewinnen (etwa 59%), und die linke Kraft in Honduras kommt sogar nur auf den dritten Rang (12%) noch hinter der liberalen Partei (26%). Hier scheint also die Klientelpolitik der nationalen Partei effektiver funktioniert zu haben als die der anderen. Gleichzeitig ist es ein Indikator, das die Themen, Personen und Klientelpolitik der linken Partido Libre auf Municipalebene noch weniger verankert sind als die der liberalen Partei. (Bidlquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)


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