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Honduras: Protestmarsch begonnen (28. Februar 2013)

Honduras: Protestmarsch begonnen - Foto: COPINHZu Beginn dieser Woche starteten in verschiedenen Teilen von Honduras zahlreiche Organisationen, in denen sich Menschenrechtsaktivisten, Kleinbauern, Gewerkschaften, indigene Völker und andere Gruppen der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen haben, einen Protestmarsch, der am 8. März, dem Internationalen Frauentag, in der Hauptstadt Tegucigalpa in einer gemeinsamen Demonstration gipfeln soll. Dort wollen die Teilnehmer anschließend ein unbefristetes Camp aufschlagen. Unter dem Motto „Schritt für Schritt für Würde und Souveränität“ wenden sich die Protestierenden gegen den Ausverkauf des Landes und die anhaltende Gewalt. Auffällig viele Anwälte, Journalisten und Aktivisten der sozialen Bewegungen sind unter den zahlreichen Mordopfern der letzten Jahre zu finden. Mit etwa 20 Morden pro Tag liegt das kleine zentralamerikanische Land inzwischen an der Spitze der weltweit gezählten Fälle. Ähnlich wie in Mexiko werden im Schatten der steigende Drogengewalt Aktivisten des zivilen Widerstandes gegen das regierende Regime und gegen Landraub kriminalisiert oder umgebracht. Allein in der Region Bajo Aguán wurden seit 2009, dem Jahr des Putsches gegen Präsident „Mel“ Zelaya, über 80 Kleinbauern ermordet. Isabel Morales “Chavelo”, eine Symbolfigur des bäuerlichen Widerstandes, sitzt wie zahlreiche andere Aktivisten im Gefängnis, während die täglich begangenen Morde zu 95 Prozent unaufgeklärt bleiben. Da 2013 ein entscheidendes Wahljahr ist, steht zu befürchten, dass die Repression gegen die sozialen Bewegungen und die politische Opposition um die neu gegründete Partei LIBRE noch zunehmen wird. Schon deshalb ist es angebracht, die weitere Entwicklung in Honduras genauer zu verfolgen (Bildquelle: COPINH_).

Zentralamerika: Mexikanischer Drogenbaron in Guatemala erschossen? (25. Februar 2013)

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainGuatemaltekische Behörden können den Tod von Joaquín ‘El Chapo‘ Guzmán nicht bestätigen. Medien hatten zuvor darüber spekuliert, dass in einem Gefecht mit dem Militär der sogenannte Kopf des Sinaloa Kartells in der guatemaltekischen Provinz Petén getötet worden sei. Dieses Gerücht wurde besonders dadurch angeheizt, weil vermutet wird, dass ‚El Chapo‘ Zuflucht in der guatemaltekischen Grenzregion zu Mexiko gesucht hat. Nach dem 2006 begonnenen mexikanischen war on drugs gewinnt Zentralamerika in der öffentlichen Wahrnehmung des Drogenhandelproblems zunehmend an Bedeutung, so dass sich die politische Debatte in und über Zentralamerika vor allem darauf konzentriert: Mexikanische Drogenkartelle expandieren oder flüchten nach Guatemala und Honduras, um dort ihr Geschäft fortzuführen, was allerorts mit den Begriffen des Ballon- oder Kakerlaken-Effektes umschrieben wird. Zentralamerikanische maras und pandillas werden mit der organisierten Kriminalität bzw. konkret mit mexikanischen Kartellen – beispielsweise den Zetas – in Verbindung gebracht. Das hohe Gewaltniveau wird, besonders in den drei nördlichen zentralamerikanischen Ländern – tríangular norte: Guatemala, Honduras und El Salvador –, mit der Ausweitung des Drogenhandels und dem damit verbundenen Vordringen der mexikanischen Kartelle begründet. Gleichzeitig weisen zentralamerikanische Präsidenten – jüngst insbesondere der guatemaltekische Präsident Otto Perez Molina – darauf hin, dass Zentralamerika von der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Drogenhandel – trotz gegebener Vereinbarungen (beispielsweise im Rahmen der Central American Security Initiative oder der Grupo de Amigos de Centroamérica) – bisher nur sehr wenig unterstützt wurde. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)


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