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Honduras

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    Mexiko /Honduras: Gefängnisschlägerei und -brand (20. Februar 2012)

    Brasilien: Gefängnis in Brasilien - Foto: Agencia Brasil, Antonio Cruz

    Innerhalb weniger Tage haben sich sowohl in einem mexikanischen als auch in einem honduranischen Gefängnis Zwischenfälle ereignet, bei dem Menschen zu Tode gekommen sind. Nachdem bei dem Brand im honduranischen Comayagua letzte Woche Mittwoch etwa 350 Menschen starben und damit weltweites Aufsehen entfacht wurde, ereignete sich gestern in einem mexikanischen Gefängnis in der Stadt Monterrey eine Schlägerei, bei der nach offiziellen Angaben 44 Menschen zu Tode kamen. Auslöser für die Schlägerei soll die Verlegung mehrerer Inhaftierter gewesen sein, bei der nach Angaben des nationalen Sicherheitsbeauftragten „nur“ Steine, Messer und andere scharfe Gegenstände als Waffen eingesetzt worden seien – gleichwohl Augenzeugen berichteten, dass aus dem Gefängnis Schüsse und Explosionen zu hören gewesen seien. Mutmaßungen und Gerüchte halten sich auch im honduranischen Fall des Gefängnisbrandes: Demzufolge wird in den letzten Tagen verstärkt berichtet, dass mit Hilfe des Brandes etwa 20 Gefängnisinsassen fliehen konnten und darüber hinaus Gefängniswärter auf Insassen schossen, die versuchten, während des Brandes aus ihren Zellen zu fliehen. Auch über Gründe für den Brand wird indes weiter spekuliert. Anscheinend ist die offiziell verlautbarte Ursache des Brandes – aufgrund eines Streits zwischen zwei Insassen um eine Matratze soll das Feuer ausgebrochen sein – nicht vollends überzeugend. Auch wenn die genauen Umstände für die beiden Vorfälle in den Gefängnissen wohl nie exakt aufgeklärt werden, so wird in der Berichterstattung einstimmig auf die immense Überbelegung der Gefängnisse verwiesen. Gleichwohl dies nur eine Seite der Medaille ist; denn nur durch die hochgradige Ineffizienz der Justiz bzw. Strafverfolgung sind die Gefängnisse so massiv überbelegt – oftmals warten Inhaftierte lange Zeit einfach nur auf ihren Prozess. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)

    Honduras ist erstmals größter zentralamerikanischer Kaffeeproduzent (29. Juli 2011)

    Honduaranische Kaffeeproduktion ( Foto: Andreas Boueke)Die honduranische Kaffeewirtschaft hat diese Saison erstmals den guatemaltekischen Konkurrenten vom zentralamerikanischen Kaffeethron gestoßen und die Spitzenposition in der Region eingenommen. Honduras produzierte etwa 3,8 Millionen Säcke à 60 Kilo Kaffee, Guatemala etwa 3,5 Millionen Säcke. In der zentralamerikanischen Region wird weltweit der meiste Kaffee der Sorte Arabica angebaut. Neben der v. a. in Lateinamerika angebauten Kaffeesorte Arabica wird in Brasilien v. a. Robusta angebaut. Gewaschene Kaffeebohnen erzielen gegenüber getrockneten auf dem Weltmarkt einen höheren Preis, haben aber den Nachteil einer geringeren Haltbarkeit. Zwar erreicht Honduras in der Kaffeeproduktion der Arabica-Sorte nicht die absolute Spitzenposition des südamerikanischen Kolumbien, doch ist der Anstieg der Kaffeeproduktion auch auf eine Veränderung der Agrarexportpolitik in dem zentralamerikanischen Land zurückzuführen. In den Jahren zuvor gab es einen erheblichen Kaffeebohnenschmuggel zwischen Guatemala und Honduras. Ein höherer Kaffeepreis in Guatemala als in Honduras versprach den Schmugglern und Finqueros aus Honduras höhere Erträge als der Verkauf in Honduras selbst. Erst durch die Einführung von Exportsteuern und der konsequenten Förderung der Kaffeeproduktion (Erhöhung der Qualität durch Verbesserung der Anbau- und Verarbeitungsmethoden) konnte der Kaffeepreis in Honduras sukzessive dem des guatemaltekischen angeglichen werden und damit die Kaffeeproduktion im Land erhöht werden. Für das kleine zentralamerikanische Land bildet der Kaffeeexportsektor einen wichtigen Devisen- und Wirtschaftszweig, auch wenn durch die bloße Erhöhung der Kaffeeproduktion keine allzu hohen Wachstumseffekte für die gesamte Ökonomie zu erwarten sind. (Bildquelle: Andreas Boueke_)


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