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28. April | Chile: Auswärtiges Amt gibt Archive über „Colonia Dignidad“ frei

Chile: Ehemaliger Lebensmittelladen "Kaffee Morgentau" der Colonia Dignidad in Santiago - Foto: Quetzal-Redaktion, csIm Rahmen der Vorführung des Films „Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück“ über die gleichnamige chilenische Sektensiedlung verkündete Außenminister Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Dienstag die Öffnung eines Teils der Archive zu diesem Thema. Die rund vier Hundert Aktenbände aus den Jahren 1986 bis 1996 dokumentieren die Rolle der damaligen westdeutschen Diplomatie bei den diversen Verbrechen der Colonia Diginidad. Damit verkürzte Steinmeier die Sperrfrist der Akten um 10 Jahre, während die Frist der übrigen Unterlagen bis 1986 bereits abgelaufen ist. Nachdem die deutsche Regierung bisher eher passiv und intransparent mit dem Thema umgegangen ist, kann dieser Schritt als ein Kurswechsel angesehen werden. Opfer und MenschenrechtlerInnen beklagen allerdings, dass das Auswärtige Amt nicht auch die Archive nach 1996 zugänglich gemacht hat und dass dieser hauptsächlich symbolische Schritt nur auf die Unterlagen des Auswärtigen Amts beschränkt bleibt. Immerhin hat die westdeutsche Botschaft nicht nur weggeschaut und kaum etwas für den Schutz ihrer StaatsbürgerInnen unternommen – sie hat sogar geflohene Sektenopfer wieder an die Kolonie ausgeliefert. Bis heute hat der deutsche Staat zugelassen, dass einerseits viele der TäterInnen aus der Colonia unbehelligt in Deutschland leben, während er andererseits den Opfern bisher keine substantielle Hilfe zukommen ließ (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).

25. April | Kuba: Genehmigungen aus La Habana

Kuba_Kreuzfahrt_Foto Quetzal Redaktion-Soledad Biasatti (2)Einen Monat nach dem historischen Besuch Barack Obamas auf Kuba und nur wenige Tage nach dem Auftritt Fidel Castros in der Öffentlichkeit wurde im Rahmen der Ende 2014 eingeleiteten Normalisierung der Beziehungen zwischen Kuba und den USA angekündigt, dass kubanische BürgerInnen ab morgen auf dem Seeweg frei ins Ausland reisen dürfen. Laut Präsident Raúl Castro wird künftig der gewerbliche Luftverkehr mit den USA wieder aufgenommen. Während jetzt einerseits mit einem Anstieg der Zahl von AuswanderInnen nach Nordamerika gerechnet wird, ist andererseits eine Steigerung der Einnahmen aus dem Tourismus zu erwarten. Außerdem verkündete das nordamerikanische Kreuzfahrtunternehmen Carnival, dass seine neue einwöchige Strecke Miami-Cienfuegos-Santiago-La Habana gerade am 1. Mai, dem „Internationalen Tag der Arbeiter“, starten wird. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Soledad Biasatti)

21. April | Lateinamerika: OECD fordert bessere Bildung an

Argentinien_Indigene SchülerInnen_Foto: Quetzal Redaktion_Soledad BiasattiDie lateinamerikanischen Länder hatten in der PISA-Studie des Jahres 2012 sehr schlecht abgeschnitten; die Länder der Region rangierten ausnahmslos im letzten Drittel, Peru war das Schlusslicht. Ein halbes Jahr vor Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Erhebung vom Frühjahr 2012 mahnte gestern Andreas Schleicher, OECD-Direktor für Bildung und Qualifikation, die Länder Lateinamerikas an, mehr Ressourcen für die Bildung zur Verfügung zu stellen. Eine Ursache für das schlechte Abschneiden sei insbesondere die starke Segregation der Bildung. Diese sei sowohl in sozialer als auch in räumlicher Hinsicht stark ausgeprägt. In den lateinamerikanischen Ländern besteht ein enger Zusammenhang zwischen sozialem Status und Schulerfolg. Hinzu kommen auffällige regionale Unterschiede: Schulen in städtischen Zentren seien in der Regel besser als die im ländlichen Raum. Schüler aus armen Familien und im ländlichen Raum besuchten Schulen, denen es an der notwendigen Ausstattung fehle. Der Bildungswissenschaftler bezeichnete Lateinamerika als „Opfer von starken räumlichen Ungleichheiten“. Am stärksten sei Peru von diesen Unterschieden betroffen, gefolgt von Kolumbien, Mexiko und Argentinien. Liliana Miranda vom peruanischen Bildungsministerium betonte, man habe erkannt, dass man im Land der Ungleichheit infolge Behinderung oder ethnischer Herkunft, z.B. bei Afroperuanern, mehr Aufmerksamkeit widme müsse. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Soledad Biasatti)

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


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La flecha de Orión
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Kolumbien_Cuentos_AnaMariaCaro_Foto_Luis_Teodoro_SanzAquella noche, casi la mitad de los astrónomos del mundo estaban mirando al cielo. Los demás no, porque en sus países era de día y ellos aprovechaban para dormir, o porque en sus sitios el cielo estaba nublado, y entonces pasaban el rato tomando café y conversando. Los que estaban atentos se sorprendieron de ver que los astros, de repente, cambiaron de rumbo…

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Entrevista a Ana María Caro Cuentera de Colombia
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Kolumbien_CuentosyCuenteros_AnaMariaCaro_Foto_Luis_Teodoro_SanzAna María Caro es cuentera: redacta cuentos cortos para presentarlos entre una audiencia que se queda fascinada con los imágenes que la nativa colombiana consigue crear mediante las palabras. Es nacida en Bogotá, tiene 51 años, y lleva 15 años viviendo en Madrid, donde tiene una consulta como médica especializada en sexología. De aquí en adelante, Quetzal va a publicar tres cuentos de ella. Sigue una entrevista con la cuentera en la que describe cuál rol juegan los …

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Lateinamerikanische Biergeschichte(n) in drei Teilen Teil3: Zentralamerikas Bieroligarchen unter Globalisierungsdruck
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Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Globale Beziehungen, Globalisierung & Regionalisierung, Handel & Finanzen, Interamerikanische Beziehungen, Lateinamerika, Wirtschaft & Entwicklung

lateinamerika_bier_coors_foto_manfred_hoehnAuch in Zentralamerika stehen sich die beiden globalen Brauerei-Giganten gegenüber. Die dortigen Bieroligarchen, die bis 2000 auf den kleinen nationalen Biermärkten des Isthmus ein Mono- oder Duopol innehatten, sehen sich nun unter starkem Globalisierungsdruck, der sie zur Entscheidung zwingt. Zwar steht mit Heineken ein dritter Partner (oder Gegner) zur Auswahl, was die Lage aber nur bedingt …

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Geiger, Margot: Umkämpftes Territorium
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Kategorie(n): Argentinien, Gelesen, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht

Rezension_Geiger_Umkämpftes Territorium_DeckblattIn «Umkämpftes Territorium. Markt, Staat und soziale Bewegungen in Argentinien» wird nicht nur ein empfindlicher Bereich – die argentinischen Politik – beleuchtet, sondern auch ein besonderer Zeitraum in der Geschichte Argentiniens, dessen Wurzel 70 Jahren zurückreichen. Ziel des Buches der Politikwissenschaftlerin Margot Geiger ist nämlich die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der neoliberalen Umstrukturierung des Staats und den Organisations- und Protestformen der sozialen Bewegungen der Armen am Beispiel von der ersten Amtszeit Néstor Kirchners (2003-2007).

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BANANAS!* – ein Nachtrag oder: In Kalifornien besteht kein Interesse, ein inländisches Unternehmen zu bestrafen
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Was wurde eigentlich aus BANANAS!*? Also, der Film des Schweden Frederik Gertten wird weiterhin weltweit gezeigt – Ende letzten Jahres z.B. auf einem Filmfestival in Simbabwe. Die Geschichte des Kampfes nicaraguanischer Bananenarbeiter gegen den Multi Dole ist leider nach wie vor hoch aktuell. Sie erinnern sich? In einem Schadenersatzprozess gegen den Bananenmulti Dole wegen des Einsatzes des gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmittels Dibromochloropropan …
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Lateinamerikanische Biergeschichte(n) in drei Teilen Teil 2: SABMiller vs. AB Inbev – Die Schlacht um Lateinamerika
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Dass sich die beiden Weltmarktführer ausgerechnet in Lateinamerika im entscheidenden Duell gegenüber stehen, ist kein Zufall. Noch bevor 2004 aus AmBev und Interbrew die InBev entstanden war, hatte SAB 2001 begonnen, seine Fühler nach dem lukrativen Markt auszustrecken. Der AmBev-Herausforderer SABMiller hat vor allem südafrikanische Wurzeln. Die South African Breweries (SAB) wurden 1895 gegründet und erwarben 1955 …
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