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26. März | Argentinien: Armut nimmt zu seit 2014

Argentinien: Gebäude der Univeresidad Católica Argentina - Foto: Public DomainLaut einer neuen Studie der UCA-Universität („Universidad Católica Argentina“) hat die Armutsrate in Argentinien zwischen 2017 und 2018 um beinahe 5% zugenommen. Seit 2012 sei zudem der Index der mehrdimensionalen Armut in Argentinien um 6,9% gestiegen. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung im Großraum Buenos Aires. Dabei wurden die folgenden Faktoren untersucht: Ernährung, inklusive Ernährungssicherheit, Krankenversicherung und Zugang zu medizinischer Versorgung; Grundversorgung im täglichen Leben mit Zugang zu fließendem Wasser, zum Abwassersystem und zum Stromnetz; angemessener Wohnraum inklusive Grad der Überbelegung von Wohnraum, prekäre Wohnsituation und schlechte sanitäre Einrichtungen; das natürliche Lebensumfeld, inklusive Parametern wie Müllentsorgung oder Umweltverschmutzung durch anliegende Fabriken; Zugang zu Bildung, gemessen an den Raten an Fernbleiben vom Unterricht und Abbrecherquoten in der Grund- und Mittelschule; sowie Arbeit und Sozialversicherung, gemessen an den Faktoren Nichteingebettetsein im sozialen Sicherungssystem und Langzeitarbeitslosigkeit. Journalisten des Nachrichtenportals Infonews machen die neoliberale Politik des amtierenden Präsidenten Macri für die Verschlechterung der Lebensumstände der Argentinier verantwortlich.

20. März | Guatemala: Internationale Gemeinschaft warnt vor Amnestiegesetz

Guatemala: Landkarte - Karte: University of Texas at AustinDie internationale Gemeinschaft verstärkt ihre Bemühungen, die endgültige Annahme eines Gesetzes zu verhindern, welches eine Amnestie für Militärs und Ex-Guerilleros vorsieht, die für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich sind. Dieses Gesetz, initiiert von Manuel Conde und Fernando Linares vom ultrakonservativen PAN (Partido de Avanzada Nacional), unterläuft die Bestimmungen des Friedensabkommens aus dem Jahr 1996. Damals einigten sich die Konfliktparteien nach fast vier Jahrzehnten Bürgerkrieg auf die Einrichtung einer Wahrheitskommission und eine Generalamnestie, von welcher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord aber ausgenommen waren. Die angestrebte Amnestie, deren Annahme im Kongress noch aussteht, würde 42 hohen Offizieren und einem Ex-Guerillero zugutekommen, die bereits einschlägig verurteilt wurden. Weitere 4.000 Angehörige der Sicherheitskräfte und 87 Guerillakämpfer, die noch auf ihre Prozesse warten, würden ebenfalls amnestiert. Das, so Kommentatoren, sei nicht nur „ein Schlag für alle Opfer des bewaffneten Konflikts“, sondern verstoße auch gegen die guatemaltekische Verfassung und internationale Menschenrechtsabkommen. Der Entwurf des sogenannten Versöhnungsgesetzes reiht sich ein in eine Politik zur Durchsetzung von Straflosigkeit sowohl von schwersten Verbrechen während des Bürgerkriegs als auch von Korruption im Land. So leitete der Kongress im Januar Vorverfahren gegen drei Richter des Obersten Gerichtshofs ein, die für ihren Kampf gegen die Korruption bekannt sind, und Präsident Morales versucht nach wie vor, die Internationale Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) aus dem Land zu treiben (Bildquelle: University of Texas at Austin).

13. März | Venezuela: Krisensituation durch Stromausfall verschärft

Noticias_Stromausfall_Bild_Quetzal-Redaktion_solebiasattiSeit dem 07. März 2019 hat die venezolanische Bevölkerung unter den tragischen Folgen eines verheerenden Stromausfalls zu leiden. Hervorgerufen wurde die Katastrophe durch Schäden am größten Stromkraftwerk des Landes, der Central Hidroeléctrica Simón Bolívar („El Guri“). Achtzig Prozent der landesweiten Energie werden dort normalerweise produziert. Mit dem Versagen des Stromnetzwerks können mehrere Krankenhäuser ihre Patienten nicht mehr versorgen, Lebensmittel verfallen, da Kühlschränke nicht mehr funktionieren und die Wasserversorgung wird immer eingeschränkter, weshalb einige Einwohner sogar auf verschmutztes Wasser zurückgreifen müssen. Noch dazu ist die Metro als wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel lahmgelegt. Festnetz wie Handy sind nicht mehr zu gebrauchen. Die zwei politischen Lager schreiben sich gegenseitig die Schuld an der Krise zu (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).

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Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


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