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15. Februar | Kuba: Die internationale Buchmesse auf Kuba – ein Rückblick

Kuba_Buchmesse_Bild_filcuba.cultAm 11. Februar 2018 schloss die 27. Internationale Buchmesse auf Kuba in der Hauptstadt mit einem aussagekräftigen und erfolgreichen Fazit. Nach dem Auftakt am 1. Februar in der Festung San Carlos de la Cabaña und weiteren Standorten in Havanna wird das Großereignis nun durch 15 Provinzen weitergetragen. Am 13. Mai 2018 wird die Messe in Santiago de Cuba ihren krönenden Abschluss finden. Auch diesmal zeichnete sich das Event durch seinen international hervorragenden Ruf aus: Insgesamt 41 Länder zelebrierten den kulturellen Höhepunkt; von 22 Ländern beteiligten sich 120 Messemitglieder mit Ausstellungen. Das Gastland China stellte außerdem 200 Teilnehmer. Im August nächsten Jahres wird Kuba auf der Buchmesse in Peking anwesend sein. Insgesamt nennt die offizielle Website der kubanischen Buchmesse eine beeindruckende Besucherzahl von 445000 bei einer reichen Bandbreite an 2690 Veranstaltungen. Das Angebot umfasste 100 Vorträge, 50 Talkshows, zahlreiche Lesungen, vielseitige Kolloquien (u.a. zum Thema Umwelt) und Präsentationen. Das Kulturprogramm umfasste außerdem Bühnenkunst und Konzerte. Unter dem Motto „Lesen ist Wachsen“ wurde auch auf den Kinder-und Jugendbuchverlag Cubaliteraria aufmerksam gemacht, dessen Projekt Cuba Digital das kostenlose Herunterladen von (Hör)büchern vorsieht. Cuba Digital findet zweifellos großen Anklang. Das beweisen zum einen die 353 erworbenen Exemplare auf der Buchmesse und zum anderen das Interesse der Technologiebranchen an einer Zusammenarbeit mit dem Verlag. Das Unternehmen ISOLTEC wies auf die erweiterte Leserschaft bei digitalisierter Literatur hin und auf Kubas Potential, attraktive und zugleich lehrreiche Produkte zu entwickeln. Im Bezug auf schriftstellerisches Schaffen wurden die Premios Dinosaurios verliehen. Den ersten Preis im internationalen Autorenwettbewerb erlangte die Künstlerin Lisandra Leyé del Toro. Sie hatte Inhalt, Emotion und große metaphorische Ausdruckskraft mit nur einem Satz auf den Punkt gebracht. (Bildquelle: Autores FIL_Cuba).

02. Februar | Kuba: 27. Internationale Buchmesse in Havanna ehrt Eusebio Leal Spengler

notica_kuba_Eusebio_Leal_Foto_Yanet_ToiracEr ist der „Mann, der Havanna retten würde“, wie die Washington Post einmal schrieb. Eusebio Leal Spengler, Jahrgang 1942, ist Historiker und als Stadthistoriker von Havanna für die Restaurierung der Altstadt der kubanischen Metropole verantwortlich. Diese Aufgabe hat er seit 1981 und er erweist sich als sehr einfallsreich bei ihrer Umsetzung. Im Januar 1994 gründete das Büro des Stadthistorikers die Firma Habanaguenex S.A., die den Tourismus in der Altstadt mit organisiert. Zu dieser Firma gehören zurzeit mehr als 300 Hotels, Geschäfte, Restaurants, Einkaufsmärkte und Coffeeshops. Und ihre Zahl wächst weiter. Der Großteil dieser Einrichtungen liegt in Alt-Havanna, aber das Unternehmen hat seine Aktivitäten mittlerweile auch auf benachbarte Stadtteile ausgedehnt. Habanaguenex bietet einerseits mit seiner Kenntnis der kulturellen Stätten der Altstadt ein historisch-kulturelles Produkt für den Tourismus, andererseits werden die Einnahmen aus den Hotels und Restaurants auch für die Restaurierung weiterer historischer Gebäude genutzt. Auf der 27. Internationalen Buchmesse, die heute in Havanna beginnt, werden drei neu aufgelegte Bücher Leals vorgestellt. Die Messe selbst ist 2018 diesem „Historiker der Stadt Havanna und in ganz Iberoamerika hochgeachteten Forscher“ gewidmet. (Bildquelle: Yanet Toirac/ Delegación de la UE en Cuba_).

21. Dezember | Bolivien: Ärzte wehren sich gegen neues Gesetz

Sthetoskop - Foto: Adrian ClarkIn der bolivianischen Ärzteschaft liegen die Nerven blank. Seit fast einem Monat befinden sich die Mediziner im Streik, um eine Änderung des Strafgesetzbuchs zu verhindern; diese wurde heute mit deutlicher Mehrheit gebilligt. Stein des Anstoßes ist insbesondere Artikel 205, der darauf abzielt, ärztliches Fehlverhalten zu sanktionieren. Konkret sieht das neue Gesetz drei verschiedene Strafen für diejenigen vor, die „in Ausübung ihres Berufs die Gesundheit oder körperliche Unversehrtheit einer anderen Person verletzen“: Freiheitsentzug von drei bis sechs Jahren, Berufsverbote und finanzielle Entschädigungsleistungen. Die Ärzte werfen der Regierung vor, dieses Gesetz behindere die freie Berufsausübung der Ärzte und könne bei hohen Entschädigungszahlungen außerdem zu ihrem Ruin führen. Ihre Patienten könnten das indes anders sehen. Schätzungen zufolge gab es in Bolivien in den letzten Jahren ca. 5.000 Fälle von ärztlichem Fehlverhalten, bei denen Patienten schwer geschädigt wurden oder starben. Opfervertretern zufolge führte keiner der Fälle zu einem Gerichtsurteil, die Ärzte entzögen sich den gesetzlichen Regelungen. Präsident Evo Morales hatte die Mediziner kürzlich aufgefordert, sich um ihre Patienten zu kümmern und die Medizin nicht mit einer Ware zu verwechseln. Die Regierung droht inzwischen mit Entlassungen und organisiert „unentgeltliche Gesundheitsmessen“ mit kubanischen Ärzten. Die Streikenden kündigten nach dem Senatsentscheid härtere Maßnahmen an. (Bildquelle: Adrian Clark_)

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Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


Novedades

Artenvielfalt: Eine goldene Chance
Autor:
Kategorie(n): Kolumbien, Länder, Landwirtschaft & Agrarreform, Ressourcen & Umwelt

Kolumbien_Artenvielfält_Bild_Quetzal-Redaktion_gcKolumbien verfügt mit seiner vielfältigen Flora und Fauna über die Chance ein neues Wirtschaftsmodell zu entwickeln, das durch die Prinzipien von Nachhaltigkeit und menschlichem Wohlbefinden der kolumbianischen Bevölkerung zugutekommen würde. Im zentralgelegenen Gebirge von Boyacá befindet sich Mongüa, eine Ortschaft nahe Sogamoso mit knapp 5.000 Einwohnern, die meist im Kartoffelanbau tätig sind. Diese Beschäftigung, die für viele Jahre ihr Lebensunterhalt gewesen war …

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Qué puedo yo cantarte comandante* – Che Guevara in der Musik II
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Kategorie(n): Kunst & Kultur, Lateinamerika, Musik

Kultur_Che_Lieder_Hiba_Tawaji_Foto_Ely64Es wäre doch einmal interessant, eine möglichst vollständige Liste der 30 oder so Lieder zusammenzustellen, die Ernesto Che Guevara gewidmet sind, über ihn berichten oder explizit auf ihn Bezug nehmen. So ähnlich müssen unsere Überlegungen gewesen sein, als wir zu dem Schluss kamen, dass wir Che auch aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten sollten, nämlich dem des Widerhalls seines Wirkens in der populären Musik. Was waren wir doch naiv! Mittlerweile umfasst unsere Liste 116 Titel, und wir wissen nur zu gut, dass sie wohl niemals vollständig sein wird …

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Lateinamerika im Schatten der Tillerson-Doktrin – Wende oder Kontinuität?
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Kategorie(n): Handel & Finanzen, Interamerikanische Beziehungen, Wirtschaft & Entwicklung

USA_Venezuela_Bild_Redaktion_gcUS-Außenminister Rex Tillerson besuchte vom 1. bis 7. Februar 2018 fünf Länder Lateinamerikas. Seine Visite begann in Mexiko, wo er mit Präsident Enrique Peña Nieto und seinem mexikanischen Amtskollegen Luis Videgaray Gespräche über die künftigen Beziehungen der beiden Nachbarländer führte. Weitere Stationen waren Argentinien, Peru, Kolumbien und Jamaika. Unmittelbar bevor Tillerson seine Reise antrat …

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Qué puedo yo cantarte comandante* – Che Guevara in der Musik I
Autor:
Kategorie(n): Kunst & Kultur, Lateinamerika, Musik

Kultur_Che_Lieder_Silvio_Rodriguez_Foto_Mario García JoyaEs wäre doch einmal interessant, eine möglichst vollständige Liste der 30 oder so Lieder zusammenzustellen, die Ernesto Che Guevara gewidmet sind, über ihn berichten oder explizit auf ihn Bezug nehmen. So ähnlich müssen unsere Überlegungen gewesen sein, als wir zu dem Schluss kamen, dass wir Che auch aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten sollten, nämlich dem des Widerhalls seines Wirkens in der populären Musik. Was waren wir doch naiv! Mittlerweile umfasst unsere Liste 116 Titel, und wir wissen nur zu gut, dass sie wohl niemals vollständig sein wird …

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Ché im Kongo: Afrikanischer Traum oder Geschichte eines Scheiterns? – Teil II
Autor:
Als Ernesto Che Guevara mit dem ersten Kontingent der kubanischen Freiwilligen in der Nacht von 23. zum 24. April 1965 den Tanganjikasee überquerte, um in die Kämpfe im Osten des Kongo einzugreifen, befanden sich die revolutionären Kräfte bereits in der Defensive. Der Auftrag der Kubaner bestand darin, die Aufständischen militärisch soweit auszubilden, dass sie …
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Caparrós, Martín: Der Hunger
Autor:
Stellt die Tatsache, dass täglich auf dieser Welt 25.000 Menschen an Ursachen, die mit dem Hunger zusammenhängen, sterben, einen Fehler oder vielmehr den Erfolg des Weltsystems dar? Der argentinische Schriftsteller und Journalist Martín Caparrós stellt den Lesern, deren Beantwortung ihn in sieben Länder (Niger, Indien, Bangladesch, USA, Argentinien, Südsudan und Madagaskar) …
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