lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


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24. November | Kolumbien: Einigung im Friedensprozess durch Geiselnahme gestört

Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainDie Entführung des Armee Generals Rubén Darío Alzate sowie vier weiterer Personen am 16.11.2014 durch kolumbianische FARC-Rebellen, sorgte für ein vorläufiges Ende der Friedensverhandlungen zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC-Guerilla. Die Friedensgespräche, die vor zwei Jahren in Oslo begannen und später in Havanna (Kuba) fortgeführt wurden, zeigten weit mehr Fortschritte als die drei vorherigen Bemühungen. Beide Seiten trafen Vereinbarungen über die Landreform, erreichten eine politische Partizipation für entwaffnete Rebellen und sprachen sich für eine Beendigung des Drogenhandels aus. Präsident Juan Manuel Santos sprach davon, nach erfolgreicher Freilassung der Geiseln den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Damit könnte die Unterzeichnung eines endgültigen Abkommens im nächsten Jahr erfolgen (Bildquelle: Public Domain).

17. November | Brasilien: Runder Tisch zum (Post-)Wachstum

Brasilien: Abholzung des Amazonas-Regenwaldes - Foto: Agencia BrasilAm kommenden Wochenende findet von Samstag bis Sonntag (21.-22.11.) in Naunhof bei Leipzig der Runde Tisch Brasilien statt. Der diesjährige Runde Tisch befasst sich mit dem Thema “(Post-)Wachstum: Abschied vom Wachstumszwang. (Post-)Wachstum in Brasilien und Deutschland”. Welche Zukunft steht beiden Ländern offen? Wie kann sie gestaltet werden? Welche Rolle können Jugendbewegungen spielen? Wie könnte nachhaltige Entwicklung aussehen? Zu diesen Themen geben ReferentInnen aus Brasilien und Deutschland fachliche Impulse. Es wird Gelegenheit für Diskussionen, Vernetzung und Austausch geben. Die Tagung findet sowohl auf Deutsch als auch auf Portugiesisch statt und wird simultan übersetzt. QUETZAL wird an der Tagung teilnehmen und davon berichten (Bildquelle: Agencia Brasil).

12. November | Lateinamerika: Die Gewalt ist das größte Problem

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainWährend Lateinamerika im letzten Jahrzehnt beachtliche wirtschaftliche Wachstumsraten und einen Rückgang der Armut zu verzeichnen hat, können im Kampf gegen Gewalt und Kriminalität keine vergleichbaren Erfolge konstatiert werden. Ganz im Gegenteil: Im Zeitraum von 2000 bis 2010 starben eine Million Menschen durch kriminelle Gewalt, die Rate von Tötungsdelikten stieg um elf Prozent. Betroffen sind vor allem Jugendliche; ihr Risiko, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen, ist mehr als doppelt so hoch wie in anderen Altersgruppen. Zudem beeinträchtigt die Gewaltkriminalität alle Bereiche der Gesellschaft: Der Tourismus geht zurück, die Investitionen nehmen ab, und auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Entwicklungsniveau kann das BIP infolge der Gewalt um bis zu zehn Prozent sinken. Darüber hinaus bedroht die Gewaltkriminalität die Festigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Angst und Misstrauen beeinträchtigen das Zusammenleben der Menschen. Da staatlichen Stellen eine wirksame Bekämpfung der Gewalt oft nicht mehr zugetraut wird, wächst die Akzeptanz von Selbstjustiz. Vor allem in der Bekämpfung des Drogenhandels, einer der Hauptquellen der Gewalt, wird heute nach alternativen Szenarien gesucht. Denn der „Krieg gegen die Drogen“, wie er bisher praktiziert wurde, hat zu einem Anstieg der Tötungsdelikte geführt. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Klein, fein und rein? Costa Ricas Mythos von der „weißen“ Nation
Autor:
Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Costa Rica, Entdeckungen & Kolonialzeit, Geschichte & Archäologie, Gesellschaft & Soziales, Unabhängigkeit & 19. Jh.

Costa Rica: Währung Costa Ricas Colonos - Foto: Quetzal-Redaktion, tpVor 20 Jahre erklärte sich Costa Rica per Gesetz zur plurinationalen Gesellschaft. Am „Tag der Kulturen“, dem 12. Oktober, sollte von nun an der indigenen, europäischen, afrikanischen und asiatischen Werte gedacht werden, die das zentralamerikanische Land prägen. Im Zensus von 2000 wurde erstmals seit 1950 wieder nach der ethnischen Zugehörigkeit gefragt, wobei vier Kategorien (indigene Ethnien, Afro-Costa-Ricaner, Chinesen sowie Andere) zur Auswahl standen. Im letzten Zensus von 2011 wurde das Spektrum noch erweitert. Nun konnten sich…

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Liebeszauber am Ende der Welt (Teil 1)
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Kategorie(n): Argentinien, Chile, Gelesen, Kunst & Kultur

Ernst Loehndorff: Ultima EsperanzaIn der hispanoamerikanischen Literatur nehmen das Thema Prostitution und die Darstellung von Bordellen und Prostituierten eine wichtige Rolle ein und können auf eine lange Tradition zurückschauen. Die ersten Romane, die sich dieser Thematik annahmen, waren Vida y hechos del famoso caballero don Catrín de la Fachenda (1832) des Mexikaners José Joaquín Fernández de Lizardi, Música Sentimental (1884) des Argentiniers Eugenio Cambaceres und El conspirador (1892) der Peruanerin Mercedes Cabello de Carbonera. Die ersten Freudenmädchen als Protagonistinnen waren Juana Lucero und Santa aus den gleichnamigen Romanen des Chilenen Augusto D’Halmar (1902) und des Mexikaners Federico Gamboa (1903).

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Koka – Fluch oder Segen?
Autor:
Kategorie(n): Bolivien, Drogen & Schattenwirtschaft, Gepflanzt, Gesellschaft & Soziales, Landwirtschaft & Agrarreform

 Landwirtschaft, Coca Pflanze, Markt - Foto: Oriana Elicabe
Wenn wir im westlichen Kulturkreis das Wort Koka hören, denken wir sofort an das berüchtigte illegale Kokain, für dessen Herstellung Koka die Grundlage bildet. Koka wird hier häufig sogar als Synonym für Kokain (Kokainhydrochlorid) verwendet und damit als Teil der international organisierten Drogenkriminalität verstanden. In den Koka anbauenden Ländern und hier besonders in Bolivien wird die Kokapflanze strikt von den Kokaindrogen getrennt und der Slogan „Koka ist nicht gleich Kokain“ wird öffentlich propagiert, weil die Kokapflanze in der Andenregion seit tausenden von Jahren als vielseitige und wertvolle Heil- und Kulturpflanze verwendet und…

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Sé que estás ahí, detrás de las pupilas
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Kategorie(n): Dialogando, Literatur

Katze - Bild: Quetzal-Redaktion, gtAhora que la veo, me parece abismal que haya podido encerrar tanto en tan pocos ojos. Con un movimiento de cejas podía reproducir un cielo apaciguado y al segundo instante la tormenta que desvencijaría el barco. Tiernos son sus ojos en esta suspensión, señorita Paz. Pero, qué es lo que usted escondía allí, allí detrás de las pupilas. Muchos la llamaron mezquina, otros enferma, loca. Creo que nunca podré saber qué mismo fue usted, señorita Paz. Su tienda era mágica, tenía de todo: desde un tornillo para las aspiradoras que aun no venían del primer mundo, hasta chalinas voladoras que en otros sitios se utilizaban como alfombras. Durante mucho tiempo dejé el dinero de todos los domingos en aquella …

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Hoill, Edgar: Day of the Dead. Tattoo Artwork Collection
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Ich möchte im Folgenden die Artcollection ‘Day of the Dead. Tattoo Artwork Collection. ‘Skulls, Catrinas and Culture of the Dead’ von Edgar Hoill vorstellen. In diesem Bildband geben sich Tattoo-Künstler der ganzen Welt die Ehre und tragen eigene Interpretationen zum mexikanischen Fest Dia de los …
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Vortrag in Leipzig über den Widerstand der Mapuche in Chile
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Der Saal des Leipziger Instituts für Ethnologie war mit mehr als 100 Interessierten fast überfüllt, als Manuel Chocori und José Catrilao, zwei werken (gewählte Sprecher) der Mapuche ihre Stimme erhoben, um über die Situation ihres Volkes in Chile zu berichten. Beide waren auf Einladung der Regionalgruppe Köln der Gesellschaft für bedrohte …
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