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29. November | Venezuela: Elf Soldaten wegen Mordverdacht festgenommen

Venezuela_Armee_Foto cc_IntiNachdem am 25. und 26. November 2016 im Bundesstaat Miranda die Leichen von zwölf vermissten Personen entdeckt wurden, leitete die venezolanische Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen elf Mitglieder des Militärs ein. Ihnen wird vorgeworfen, an der Tötung der gefundenen Personen beteiligt gewesen zu sein. Innen- und Justizminister Reverol ließ bereits verlauten, dass alle nötigen Schritte eingeleitet würden, um ihnen die Höchststrafen zu erteilen. Bei den Toten handelt es sich um eine Gruppe junger Menschen, die Mitte Oktober während eines Einsatzes der Operación de Liberación del Pueblo (dt. Operation zur Befreiung des Volkes) festgenommen und ohne jedwede gerichtliche Verordnung festgehalten wurde. Das Ziel der OLP, einem gemeinsamen Einsatzkommando von Militär und Polizei, besteht darin, die Gewalt krimineller Banden in Venezuela zu bekämpfen. Doch gibt es auch harte Kritik. So bemängeln Menschenrechtsorganisationen, dass es im Rahmen der OLP immer wieder zu Hinrichtungen und willkürlichen Festnahmen komme, während die hohe Kriminalitätsrate dennoch nicht gesenkt werde. Seit dem Beginn der Operation im Juli 2015 gab es bereits mehr als 750 Todesopfer zu beklagen. (Bildquelle: cc_Inti)

26. November | Kuba: „Wenn ich wirklich sterbe, wird es niemand glauben“

Kuba_Fidel Castro_Foto Quetzal-Redaktion_pgDie Kubaner trauern: Fidel Castro ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Dies teilte Raúl Castro, Präsident Kubas und Bruder des Verstorbenen, am Freitagabend im staatlichen Fernsehen der kubanischen Bevölkerung und der Weltöffentlichkeit mit. Auf eigenen Wunsch soll seine Leiche verbrannt werden. Seit 1959 hatte Fidel Castro die Geschicke Kubas gelenkt. Vor zehn Jahren übergab er nach schwerer Krankheit die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder. Trotz seines Rückzugs aus der Öffentlichkeit kam der Tod des Revolutionsführers für die Kubaner unverhofft. Es liegt in der Natur des Lebenswerkes von Fidel Castro, dass seine charismatische Persönlichkeit polarisiert hat: In Washington, Miami und anderswo wurde er dafür gehasst, dass er den einfachen Kubanern ihre Menschenwürde zurückgegeben und die Insel dem Zugriff der USA entzogen hat. Aus demselben Grund wird er von der Mehrheit seines Volkes verehrt. In der internationalen Arena hatten jene Völker und Staatsmänner, die sich gegen Kolonialismus, Ausplünderung und Willkür zur Wehr setzen mussten, in Fidel Castro einen verlässlichen Verbündeten. Dieser wird nun fehlen. Auch wenn das Ableben einer solchen historischen Persönlichkeit immer eine tiefe Lücke hinterlässt, bleibt Fidel Castros revolutionäres Erbe eine Quelle der Zuversicht, dass eine andere Welt möglich ist. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, pg)

17. November | Argentinien: Regierung geht gegen Biberplage vor

Feuerland_Biber Foto Quetzal Redaktion-Soledad BiasattiArgentiniens Umweltministerium und die Provinz Tierra del Fuego (Dt. Feuerland) haben beschlossen, ca. 100.000 Biber im Süden Argentiniens zu beseitigen. Der Grund für dieses Vorgehen ist die Bedrohung des heimischen Ökosystems, welches seit der Einführung des Tieres im Jahr 1946 stark gelitten hat. Durch das Erbauen von Dämmen verwandeln die Biber eine Vielzahl von Flüssen und Bächen in stehende Gewässer, wodurch sich andere Wasserbewohner nicht mehr fortbewegen können. Darüber hinaus wachsen die auf Feuerland heimischen Bäume – im Gegensatz zu ihren kanadischen Vettern – nicht wieder nach, wenn sie von den Bibern gefällt worden sind, was eine großflächige Rodung des Waldes nach sich zieht. Seit die Tiere vor 70 Jahren aufgrund ihres Pelzes in Südargentinien eingeführt wurden, haben sie bereits eine Fläche doppelt so groß wie Buenos Aires gerodet. Begünstigt wird ihre Ausbreitung durch den Umstand, dass Biber auf Feuerland keinerlei natürliche Feinde besitzen und sich so ohne Probleme verbreiten können. Neben ökologischen Problemen entstehen jedoch auch Belastungen für die ansässige Bevölkerung. So zerstören die Biber Holzbrücken, verstopfen Abwasserkanäle und können durch ihre Ausscheidungen Parasiten und Krankheitserreger im Wasser verbreiten. Um die Tiere effektiv zu beseitigen, wird ein speziell ausgebildetes Team aus 10 Personen gebildet, welches im Laufe der Pilotphase bereits zwischen 5.000 und 10.000 Exemplare erlegen soll. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Soledad Biasatti)

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NAFTA und die Folgen (II): NAFTAmerika – Was hat Mexiko mit Nordamerika zu tun?
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Landkarte USA und Mexiko - Karte: University of Texas at AustinVor 1994 verband sich mit der Bezeichnung „Nordamerika“ die Vorstellung eines Kontinents, der von der Südgrenze der USA, dem Rio Grande (in Mexiko: Rio Bravo del Norte) bis nach Alaska im arktischen Norden reicht. Mit dem Inkrafttreten der Nordamerikanischen Freihandelszone am 1. Januar 1994, die von Anfang an Mexiko…

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Rezensionen_el_viaje_macha_snapshotEs ist schon ein wenig wie bei Pawlows Hunden. Als ich las, dass Rodrigo González von den Ärzten eine Reise nach Chile unternommen hat, um dort der Musik seiner Kindheit auf die Spur zu kommen und ein Album mit den Sängern der Nueva Canción Chilena und ihren musikalischen Erben aufzunehmen, waren sofort Namen gegenwärtig: Violeta Parra, Víctor Jara, Inti-Illimani, Quilapayún, Isabel und Ángel Parra, Patricio Manns… Und dazu natürlich auch Melodien.

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Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainMaría Jimena Duzán berichtet über den Weg, den die Delegationen genommen haben seit sie sich das erste Mal in Havanna im Jahr 2014 trafen, bis hin zur historischen Unterzeichnung des Friedensvertrags. Über den Friedensprozess mit den Farc könnte auf viele unterschiedliche Arten berichtet werden. Nach vier Jahren, die durch zahlreiche An- und Abreisen aus Havanna gekennzeichnet waren …

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El encuentro
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Jaramillo: Die Begegnung, Foto: Quetzal-Redaktion, Edwin EschweilerLo que estoy escribiendo y leyendo en estos momentos sucedió hace un par de años en el país donde nací. Había regresado de Europa hacía poco y un amigo me invitó a dar un recital en un café literario llamado el Péndulo. Acepté gustoso el reto y fui al sitio que ya había conocido antes bajo el nombre de Cronos, que a mí personalmente siempre me sonó a marca de reloj chiviado. Fueron alrededor de las ocho de la noche y antes de que el acto empiece necesité tomarme un par de cubas libres para poder aplacar esos ataques de nervios que me atrapan cada vez que debo enfrentarme a un público. Ya más calmado me senté en la mesa central…

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Von der kubanischen Küche und Bevölkerung
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NAFTA und die Folgen (I): Fünf Aspekte der Regionalisierung Nordamerikas
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Am 17. September 2016 protestierten in sieben Städten Deutschlands insgesamt 320.000 Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA, darunter auch 15.000 in Leipzig. Zwei Tage später folgte der Parteikonvent der SPD der Position von Dietmar Gabriel und gab für die Unterzeichnung von CETA grünes Licht. Auch auf der anderen Seite des Atlantik stoßen beide Abkommen bei der Bevölkerung auf heftigen Widerstand, während …
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