lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

16. Februar | Venezuela: Vizepräsident El Aissami von USA des Drogenhandels beschuldigt

Venezuele_Vizepräsident_El Aissami_Foto_CorresponsalesTVAm vergangenen Montag veröffentlichte das US-amerikanische Finanzministerium eine Pressemitteilung, in der Venezuelas Vizepräsident Tareck El Aissami sowie seinem mutmaßlichen Partner, dem Unternehmer Samark José López Bello, eine bedeutende Rolle im internationalen Drogenhandel vorgeworfen wird. Diese Anschuldigungen sind laut US-Finanzministerium das Ergebnis jahrelanger Ermittlungen. El Aissami, seit Januar 2017 Vizepräsident Venezuelas, soll in Verbindung mit Drogenlieferungen an Los Zetas, eines der bekanntesten mexikanischen Drogenkartelle, stehen und auch andere Drogenhändler unterstützt und koordiniert haben. Des Weiteren wird er beschuldigt, dem kolumbianischen Drogenboss Daniel Barrera Barrera wie auch dem venezolanischen Drogenhändler Hermágoras González Polanco Schutz gewährt zu haben. El Aissamis Partner, López Bello, soll den Politiker bei jenen Aktivitäten finanziell und materiell unterstützt und als Strohmann El Aissamis gedient haben. Auf seinem Twitter-Account bezeichnete El Aissami die Vorwürfe als eine „imperialistische Aggression“, welche ihn nicht davon abhalten würde, Präsident Maduro auf seinem Weg zur wirtschaftlichen Genesung des Landes zu unterstützen. Wie erwartet zeigte sich auch Venezuelas Präsident Maduro verärgert über die Mitteilung des US-Finanzministeriums und bezeichnete sie als illegal, niederträchtig und als eine Aggression gegen Venezuela. Während er sich jedoch deutlich gegen die US-amerikanischen Beamten äußerte, hielt er sich mit direkter Kritik gegen Präsident Donald Trump zurück und sieht die Entscheidung des Finanzministeriums eher als ein Relikt der Regierung unter Ex-Präsident Obama an. (Bildquelle: CorresponsalesTV)

09. Februar | Mexikanischer Außenminister in Washington

Mexiko, Videgaray - Foto: Ryan Rayburn/IMF PhotoEs sei bekannt, dass die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sehr schwierig sind, aber man wolle die Kommunikationskanäle offen halten, betonte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson. Videgarays Kurzbesuch in Washington war bereits das zweite Treffen der beiden Minister. Das erste endete abrupt, nachdem Mexikos Präsident Peña Nieto das geplante Treffen mit US-Präsident Trump abgesagt hatte. Auch beim gestrigen Treffen der Außenminister war der geplante Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA ein Thema, und Mexiko machte abermals deutlich, dass es die geforderte Finanzierung des Projekts kategorisch ablehnt. Im Zusammenhang mit der von US-Präsident Trump geforderten Neuverhandlung des Freihandelsabkommens NAFTA wies Videgaray darauf hin, das Mexiko einen 90-tägigenen internen Konsultationsprozess eingeleitet habe, um die Situation im Land und die Meinung der für NAFTA wichtigen Akteure zu sondieren. Vor Ablauf dieser Frist seien keine Verhandlungen zu den Handelsbeziehungen möglich. Es sei zudem geplant, Gespräche mit seinem kanadischen Amtskollegen zu führen. Als Ergebnis der Visite von Videgaray in Washington wurde für die nächsten Wochen ein Besuch seines Amtskollegen Tillerson in Mexiko angekündigt. (Bildquelle: Ryan Rayburn/ IMF Photo_).

02. Februar | Chile: Südlich der Hauptstadt wüten die schlimmsten Brände in der Geschichte des Landes

Chile: "Brigaden" der CONAF und Freiweillige warten an der Kommandostelle in Pirque auf Anweisungen - Foto: Quetzal-Redaktion, Fernando Codoceo HernándezSeit Mitte Januar wird Chile von unberechenbaren Bränden heimgesucht, die hauptsächlich Wälder der Forstunternehmen (57%), aber auch natives Buschland (22%), native Wälder (18%) und Ackerland (3%) verwüsten. Von der Region Coquimbo bis zur Region Araucanía haben bisher mehr als zwei Hundert Brandherde knapp 400.000 Hektar Land zerstört – seit Anfang der Saison (1. Juli 2016) sind es bereits mehr als 576.000 Hektar, die den Flammen zum Opfer gefallen sind. Das entspricht in etwa einem Viertel der Fläche Mecklenburg-Vorpommerns. Bisher sind 11 Menschen im Kampf gegen das Feuer gestorben, 6.162 Einwohner sind von den Bränden betroffen und 1.551 Häuser wurden zerstört. Der Ort Santa Olga bei Constitución wurde komplett vernichtet, wird aber bereits mit Hilfe des Staates wieder aufgebaut. Die Löscharbeiten mit rund 20.500 Einsatzkräften leitet die Forstbehörde CONAF, welche vom Militär, freiwilligen Feuerwehrleuten, weiteren staatlichen Behörden sowie Freiwilligen aus Chile und anderen Ländern unterstützt werden. Mehrere Dutzend Helikopter und Löschflugzeuge erleichtern die Löscharbeiten, während parallel dazu Brandschneisen von bereits 382 km mit schwerem Gerät geschlagen worden sind, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen. Da das extrem trockene Klima sowie die wechselnden Winde die Löscharbeiten erschweren, konnten bisher erst neun Brände vollkommen gelöscht werden, während jedoch noch 148 Feuer weiterhin aktiv, 64 unter Kontrolle sind und 75 zurzeit bekämpft werden. So kann von Entwarnung noch keine Rede sein, wenngleich die Einsatzkräfte auch dank der internationalen Hilfe erste Erfolge erzielt haben. Als Hauptursachen werden von den Behörden neben der anhaltenden Dürre auch Brandstiftung und unachtsames Verhalten angegeben (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Fernando Codoceo Hernández).

» » mehr Noticias « «



Dossier - Brasilien Zikapiade


Novedades

Dieses schöne Scheißleben: Ein Film von Doris Dörrie über weibliche Mariachis
Autor:
Kategorie(n): Film, Gesehen, Kunst & Kultur, Mexiko, WDR

Rezensionen_dieses_schoene_scheissleben_snapshot

Der Filmtitel klingt irgendwie sehr gewollt. Aber was soll‘s, „Dieses schöne Scheißleben“ ist einem dieser schwer sentimentalen und pathetischen Lieder entlehnt, wie sie die mexikanischen Mariachikapellen zu spielen pflegen. Die Plaza Garibaldi ist das Zentrum dieser Kapellen in der mexikanischen Hauptstadt.

Zum Artikel

Von der Herausforderung Borges zu lesen
Autor:
Kategorie(n): Argentinien, Kunst & Kultur, Literatur

Argentinien_Borges_Foto_Quetzal Redaktion_ceniza

Der argentinische Autor, dessen Todestag sich dieses Jahr zum dreißigsten Mal jährt [Stand Juni 2016], ist einer der großen Vertreter der Weltliteratur. Sein Werk ist eine Einladung an den Leser, seine Komfortzone auch einmal zu verlassen.

Zwei Dinge haben sich nie von Jorge Luis Borges getrennt: seine fortschreitende Erblindung und sein außergewöhnlicher Beitrag zur lateinamerikanischen und zur Weltliteratur.

Zum Artikel

Die honduranische Oligarchie – ein zentralamerikanischer Sonderfall
Autor:
Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Geschichte & Archäologie, Honduras, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht, Wirtschaft & Entwicklung

honduras_Miguel_Facusse_foto_publicDomain
Seit dem Ende des Zentralamerika-Konflikts und der Unterzeichnung der Friedensverträge in El Salvador (1992) und Guatemala (1996) vollzieht sich in der Region ein mehrfacher Transitionsprozess. Formales demokratisches Procedere hat die Diktatur der Militärs abgelöst. Nach dem Scheitern der importsubstituierenden Industrialisierung begann sich ein Wirtschaftsmodell zu etablieren, das nach den Regeln…

Zum Artikel

Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 7
Autor:
Kategorie(n): Chile, Kunst & Kultur, Literatur

kultur_montoya_maerchen-7i_quetzalredaktion_gtQUETZAL veröffentlicht exklusiv die deutsche Übersetzung einer weiteren Reihe von “Microcuentos” des chilenischen Schriftstellers Víctor Montoya.

Rede-Wendungen

Im Mund des Toren ist viel Gelächter zu Hause, sagte der Vater.

Und der Mund des Gescheiten? fragte der Sohn.

Lässt keine Fliegen rein.

Zum Artikel

Ronsino, Hernán: Lumbre
Autor:
Aus der Perspektive der Hauptstadt Buenos Aires wäre man wahrscheinlich versucht, Lumbre als ein neues Exemplar des magischen Realismus zu betrachten. Die Tatsache, in einem der zahlreichen Dörfer der sogenannten argentinischen Pampa aufzuwachsen, veranlasst mich jedoch zu der Feststellung, dass die Erzählung von Hernán Ronsino ohne Übertreibung die Normalität des Lebens in der Provinz widerspiegelt. Denn es handelt sich um eine …
Zum Artikel
Warum Santos der Präsident war, der letztendlich den Frieden besiegelte
Autor:
Ein Mann mit dem Image eines Falken hat das geschafft, woran viele seiner Vorgänger mit Berufung zur Friedenstaube gescheitert sind. Ein Porträt des ersten Mannes im Staate. Mehrere Präsidenten hatten alles dafür gegeben, den Krieg mit der FARC zu beenden. Betancur, Gaviria und Pastrana kamen mithilfe dieses Versprechens an die Macht und – obwohl sie wie dafür …
Zum Artikel
» » weiter zu den letzten Beiträgen

top