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Seit Mittwoch, den 16.05., kommt es in der Hauptstadt von Chile zu massiven Protesten von Studenten und Schülern, die seit Mai 2011 eine Bildungsreform und mehr finanzielle Mittel für den Bildungssektor fordern. Mit ihren Forderungen folgen sie vor allem dem Aufruf der Studentenorganisation Confech und der Schülerorganisation Aces. Im Zentrum der Proteste steht vor allem die Steuerreform zur Finanzierung einer kostenlosen Bildung. Es beteiligten sich bisher mehr als 20.000 Demonstranten an den Protesten, wobei sich zahlreiche Zusammenstöße mit der Polizei ereigneten und es auch zum Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern kam. Bisher reagiert die Regierung unter Präsident Sebastián Piñera nur mit Steueränderungen, von denen insbesondere die Reichen profitieren können. Es folgten zahlreiche unbefriedigende Vorschläge seitens der Regierung. Die Proteste gehen weiter, und das Zentrum Santiagos wird lahm gelegt. Um die Situation im Bildungsbereich zu verbessern, werden Schüler, Studenten, Eltern, Lehrer und Professoren weiterhin auf die Straße gehen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).
Es gibt noch Städte auf der Welt, in denen mit dem Weltkulturerbe gearbeitet wird und nicht dagegen. Quito ist so ein Beispiel; hier ist die historische Altstadt seit 1978 mit diesem UNESCO-Prädikat ausgezeichnet. In diesem historischen Zentrum ist nun seit 10 Jahren die Non-Profit-Organisation Quito Eterno aktiv, die mit künstlerischen und pädagogischen Mitteln das Interesse an der ecuadorianischen Kultur und den Gemeinschaftssinn und die Identitätsfindung der Bevölkerung fördern will. Auf ihrer Internetseite kann man sich gut über die Aktivitäten informieren. Eines der Aushängeschilder sind die Rutas de Leyenda, bei denen vorrangig Schülern die Geschichte verschiedener Örtlichkeiten Quitos nahegebracht wird. Diese Führungen werden durch theatral geschulte Menschen durchgeführt, die eine historische Persönlichkeit darstellen. Bisher haben an den morgens stattfindenden Veranstaltungen bereits über 100.000 Schüler teilgenommen. Aber es gibt auch nächtliche Varianten für Erwachsene, und es werden auch ausländische Gruppen unterstützt.Quito Eterno kooperiert mit der Stadtverwaltung und vielen Institutionen in der Altstadt, mit Historikern und Wissenschaftlern. Dies ist die Grundlage für weitere Programme, wie z. B. die Noches Patrimonales (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, am).
Am Sonntag, den 6.5.2012, bestätigte die FARC in einem Videoband offiziell die Entführung des französischen Journalisten Roméo Langlois. Seit neun Tagen wird Langlois bereits vermisst. Der Auslöser dieser Festnahme war ein Anti-Drogen-Einsatz am 28. April 2012 im Verwaltungbezirk Caquetá, wobei mehrere Labore zur Herstellung von Kokain zerstört wurden. Romé Langlois befand sich unter dem kolumbianischen Militär, um diesen Einsatz zu filmen. Während der Auseinandersetzungen wurde der 35-Jährige Roméo Langlois als Kriegsgefangener von der FARC entführt. Langlois wurde dabei an der linken Schulter durch einen Schuss verletzt. Über Twitter bestätigte die FARC, dass der Journalist außer Lebensgefahr ist und verkündigt eine baldige Freilassung. Weiterhin klagt die Organisation die kolumbianische Regierung an, dass diese leichtsinnig mit dem Leben von Langlois umgeht. Der Reporter lebt seit 10 Jahren in Kolumbien und ist als Fachmann der FARC und erfahrener Journalist bekannt. Er arbeitet unter anderem für den französischen Nachrichtensender “France 24” (Bildquelle: Public Domain).

Novedades
| Domitila, eine Frau der Minen Autor: Víctor Montoya Kategorie(n): Bolivien, Gesellschaft & Soziales, Gewalt & Menschenrechte Persönliche Chronik über Domitila ChungaraDoña Domi, wie sie liebevoll von den Nachbarn genannt wurde, kannte ich von jeher. Seit sie in der Minensiedlung Siglo XX lebte und aus einem Korb frische Salteñas verkaufte, die sie mit Hilfe ihrer kleinen Töchter, welche die Kartoffeln und Erbsen schälten, bevor sie sich auf den Weg zur Schule machten, zubereitet hatte. Damals war sie noch keine palliri*, sondern Leiterin des Hausfrauenkomitees (Comité de Amas de Casa). Es waren die 70er Jahre und das Land durchlebte eine der düstersten Phasen seiner Geschichte. |
Microcuentos (9) Autor: Luis Bocaz et al. Kategorie(n): Chile, Literatur
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| Interview mit Andrea Roggon. Regisseurin des Films Soy Libre Autor: Javier Santos Kategorie(n): Gesehen, Interviewt, Kuba
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Tomás Borge – unsterblich widersprüchlich Autor: Peter Gärtner Kategorie(n): Nicaragua, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht
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| Birdwatchers: Das Land der roten Menschen Autor: Julia Thier Vogelgezwitscher. Das ist das erste Geräusch, das man zu hören bekommt, noch bevor das Bild erscheint und die Kamera langsam beginnt, über den Amazonas hinwegzuschweben. Dem Zuschauer bietet sich ein beeindruckender Anblick des nicht enden wollenden Flusses, der sich durch den dichten Regenwald schlängelt. Doch nach ein paar Sekunden voll unberührter Natur stört Motorbootlärm die Idylle. Nicht mehr von oben, sondern nun aus der … Zum Artikel |
HidroAysén das Wasser abgraben! Autor: Christine Schnichels Am 4. April genehmigte der Oberste Gerichtshof Chiles den Bau von fünf Staudämmen in Patagonien. Der Oberste Gerichtshof wurde in der Sache aktiv, nachdem das Berufungsgericht im südlichen … Zum Artikel |





Ein unvollendeter Artikel über Andrés Bello ließ mich keinen Schlaf finden.
Soy Libre mit seinen langen Sequenzen, die in den Alltag der Einwohner Havannas eindringen, lässt sich weder der Gattung Dokumentarfilm noch der des Spielfilms eindeutig zuordnen. In einigen Momenten hat der Zuschauer das Gefühl, ein unsichtbarer Zeuge zu sein, der in einem Winkel der Stadt sitzt und das Leben der Einwohner beobachtet. In anderen Kadragen jedoch richten sich die Hauptdarsteller direkt an die Kamera. Hinter …
Neun der zehn ersten Führer der Frente Sandinista de Liberación Nacional waren vor Somozas Sturz umgekommen. Ihre riesengroßen Gesichter, in den sandinistischen Farben Schwarz und Rot gemalt, starrten auf die Plaza de la Revolución herab. Carlos Fonseca (der die Frente, die Befreiungsfront, 1956 begründet hatte und im November 1976, zweieinhalb Jahre vor dem Sieg der Sandinisten, gefallen war), Silvio Mayorga, Germán Pomares: Namen, die sich …




