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Die Dürre in Zusammenhang mit der Bodenerosion (auf Grund der Rodung leidet 80% des mexikanischen Territoriums unter Bodenerosion) und die Kälte (in manche Regionen des Norden werden bis zu -25°C registriert) verursachen eine schwierige soziale und wirtschaftliche Situation in Mexiko. Die momentane Trockenheitsperiode ist die längste der vergangenen 70 Jahre. Von diesem historischen Phänomen sind jetzt circa 3,5 Millionen Bauern und circa 7000000 Hektar der Anbaufläche betroffen. Die Trockenheit bedroht circa 20 Millionen Tonen der Ernten der Grundnahrungsmittel der Mexikaner und 10 Millionen Viehfutter. Die ersten Opfer wurde die Raramuris. Das ist die Urbevölkerung im Norden des Landes. Die gesamte Region der Raramuris leidet unter einer Hungersnot. Auf diese katastrophale Situation hat die zivile Gesellschaft mit verschiedenen Benefizaktionen reagiert und die Regierung hat einen milliardenschweren Notfallplan eingeschaltet damit sich die gigantischen Auswirkungen reduzieren lassen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).
Zum ersten Mal in der Geschichte Lateinamerikas könnte ein ehemaliger Staatschef wegen Genozids und weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden. Konkret werden dem guatemaltekischen Ex-General Efraín Rios Montt, der nach einem Putsch im März 1982 17 Monate lang amtierte, elf Massaker an Mitgliedern der Maya-Ixiles in der Provinz Quiché zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft hat u.a. die Ermordung von 1.771 Menschen, die Vergewaltigung von 1.485 Frauen und Mädchen sowie die Vertreibung von 29.000 Menschen dokumentiert. Richterin Patricia Flores urteilte nach einer Anhörung am vergangenen Donnerstag, es seien ausreichend Beweismittel für eine Anklage vorgelegt worden. Rios Montts Anwälte erwägen nun ihrerseits ein Verfahren gegen die Richterin anzustrengen. Opferorganisationen versuchen seit Jahren unter großen Risiken und ständiger Bedrohung, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, scheiterten aber immer wieder am System der Straflosigkeit und im Falle Rios Montts an dessen 12jähriger Immunität als Kongressabgeordneter, die erst am 14.Januar dieses Jahres endete. Der 85jährige schwieg am Donnerstag zu den Anschuldigungen. Medienberichten zufolge verließ er den Gerichtssaal nach der ganztägigen Anhörung mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Richterin hatte ihm Hausarrest gewährt. Während die Staatsanwaltschaft, die nun bis zum 27.März die Anklageschrift vorlegen muss, von einer staatlich gesteuerten Genozid-Politik ausgeht, die unter anderem durch die verschiedenen militärischen Kampagnenpläne belegt ist, argumentieren Rios Montts Anwälte, ihr Mandant sei selbst „nicht auf dem Schlachtfeld“ gewesen und habe keine Kontrolle über die Vorgänge gehabt. Es sei aber möglich, dass einzelne Offiziere vor Ort ohne sein Wissen Exzesse begangen hätten. Internationale Beobachter sehen dies als versteckten Seitenhieb gegen den neuen Präsidenten Guatemalas, den Ex-General und ehemaligen Chef des militärischen Geheimdienstes, Otto Pérez Molina. Er leugnet, dass es in Guatemala einen Genozid gegeben habe und konnte bisher jeglicher juristischer Verfolgung u.a. wegen seiner mutmaßlichen eigenen Beteiligung an Menschenrechtsverbrechen, speziell in der Ixil-Region, wo er als Kommandeur des Sondereinsatzkommandos „Gumarcaj“ stationiert war, ausweichen. Pérez Molina galt als Vertrauter von Rios Montts Vorgänger, General Lucas García, dem Staatschef in der „blutigsten Epoche“ der neueren Geschichte Guatemalas (1978-1982), in der das Militär über 500 Massaker beging und zahlreiche Oppositionelle ermordete. Pérez Molina gehörte zur Gruppe der „jungen Offiziere“, die sich damals Rios Montts Putsch gegen Lucas García widersetzten und daraufhin kaltgestellt wurden. (Bildquelle: Jaime Rodriguez, MiMundo.org)
Im Dezember 2011 hat das Abgeordnetenhaus (Ausschuss für Menschenrechte und Minderheiten) ein Projekt verabschiedet, das erlauben soll, auf dem brasilianischen Personalausweis auch die afrikanische oder indigene Abstammung der Ahnen zu führen. Der ursprüngliche Vorschlag beinhaltete zunächst nur afrikanische Nachnamen; der Abgeordnete Márcio Marinho erweiterte diesen um indigene Nachnamen. Mit dieser Maßnahme soll versucht werden, die kulturelle Identität der betroffenen Familien besser zu schützen. Bisher war es Personen lediglich erlaubt, im Alter von 18 Jahren eine Änderung des Namens vorzunehmen. Zukünftig kann die ethnische Herkunft bereits mit der Geburt im Nachnamen vermerkt werden. Zudem dürfen die Namen angefügt werden, da juristisch gesehen der bisherige Nachname nicht benachteiligt werden kann. Für die Verwirklichung des Projekts muss als nächstes der Ausschuss für Verfassung, Justiz und Bürgerrechte – ebenfalls des Abgeordnetenhauses – zustimmen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Rodrigues Pozzebom)

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| Guatemala im Visier der Zetas Autor: Marco Antonio Martínez García Kategorie(n): Drogen & Schattenwirtschaft, Gewalt & Menschenrechte, Guatemala
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| Einmal quer durch den Amazonas Strom von Wasserkraftwerken in Peru nach Brasilien Autor: Sven Schaller Angesichts des globalen Klimawandels und der unverbindlichen Ergebnisse der internationalen Klimapolitik wie zuletzt in Durban sieht die mittelbare Zukunft des Planeten nicht rosig aus, eher stürmisch grau-düster bis salztrocken ocker. Zwar betonen die meisten Länder, dass die Kohlendioxidemissionen verringert werden müssen, doch zugleich geben sie wirtschaftlichen Überlegungen... Zum Artikel | Die Maya Eine antike Hochkultur im Dschungel Mesoamerikas. Autor: Mario Krygier Am 21. Dezember 2012 geht die Welt unter. So haben es die alten Maya prophezeit, wie mittlerweile jedes Schulkind weiß. Oder fällt diese Katastrophe laut Mayainschrift doch erst auf den 23. Dezember? Für eine todsichere Vorhersage ist diese Ungenauigkeit im Datum doch etwas verwirrend. Wie verhält man sich denn, wenn man am 21.12. bestens auf ... Zum Artikel |




Dies ist der zweite Teil über das Vorrücken der mexikanischen Kartelle nach Mittelamerika, in diesem Fall Guatemala, und die Umstände, die ihnen dies ermöglicht haben. Der spanische Jurist Carlos Castresana stand als Präsident der durch die UN ins Leben gerufenen Kommission gegen die Straffreiheit in Guatemala (CICIG) vor. 2008 warnte er davor, dass, sollte nichts gegen die Ausbreitung der mexikanischen Drogenkartelle …
Medardo geht weiter und weiß, dass er nun den Ort seines Unheils betritt. Er musste in die Salzwüste – diesmal nicht zum Schuften –, er hat sich mit einem Maultier auf den Weg gemacht, nur mit dem Allernötigsten für einen Tag versehen, mit Wasser, schützender Kleidung und der Tasche, er geht den wenigen Bewohnern der letzten Dörfer am Rande der Provinz und jenseits der Grenze aus dem Weg, auf gar keinen Fall will er diesen in die Arme laufen und auffallen, das Schicksal…
„Es ist unglaublich! Schau, wie sehr diese Maispflanzen in nur drei Wochen gewachsen sind!”, erklärt der Unternehmer Olivier Combastet von der Firma Pergam Finance begeistert, während er eines der vier Felder, die er in Uruguay besitzt und die etwa 25.000 Hektar umfassen, entlang läuft. Die Investitionen in uruguayischen Grund …
Der Mord an der Anwältin Digna Ochoa wirkt, von heute aus gesehen, wie ein Vorbote der Entwicklung in Mexiko. Wahrscheinlich ist es utopisch, nahezu ungehörig oder vielleicht nur noch tautologisch zu sagen: Hätte das Verbrechen zügig aufgeklärt, hätten Täter und Hintermänner verurteilt werden können, sähe die Bilanz der außergerichtlichen Hinrichtungen, des Verschwindenlassens, der Folter und weiterer straflos bleibender …


