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04. Juni | Mexiko: Präsidentschaftswahlkampf bleibt spannend

Mexiko: Andrés Manuel López Obrador - Foto: ANDES, Micaela Ayala VIn Mexiko beginnt der entscheidende Monat für die Präsidentschaftswahl im Juli 2018. Laut Wahlprognose stehen die Kandidaten der linkskonservativen Koalition „Coalición Juntos Haremos Historia“, der Parteien MORENA- Arbeiterpartei (PT) sowie der Partei Soziale Begegnung (PES) mit einem deutlichem Vorsprung vor den anderen Kandidaten. Nach der letzten Wahlprognose könnte sich Mexiko auf eine neue Regierungsphase vorbereiten. Allerdings nutzen die anderen politischen und wirtschaftlichen Kräfte des Landes alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um die Bevölkerung in ihrer Entscheidung zu beeinflussen und die „richtige“ Wahl zu treffen. Zum Beispiel üben die Unternehmen mit unterschiedlichsten Drohungen starken Druck auf ihre Mitarbeiter aus, damit sie sich gegen den Kandidaten der linkskonservativen Koalition, Andrés Manuel López Obrador (AMLO), entscheiden. Die Präsidentschaftswahl bleibt spannend. Nicht weil die Wahlprognosen unklar sind, sondern, weil noch unklar ist, wie und ob die traditionellen regierenden Kräfte des Landes verhindern werden, dass der Kandidat Andrés Manuel López Obrador (von der „Coalición Juntos Haremos Historia“) die Wahl am 1. Juli 2018 gewinnt (Bildquelle: ANDES, Micaela Ayala V).

24. Mai | Argentinien: G20-Vorbereitungstreffen fand in Buenos Aires statt

G20_Logo_Bild_g20_PressAnfang dieser Woche endete ein Treffen der Mitgliedstaaten der Gruppe der 20 in Buenos Aires. Die Zusammenkunft diente als Vorbereitung für den nächsten G20-Gipfel, der im kommenden November in der argentinischen Hauptstadt stattfindet wird. In der G20, welche aus dem Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäische Union besteht, sind die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vertreten. Unter den Themen, die die AußenministerInnen der Mitgliedstaaten in Buenos Aires diskutierten, ragten die am Sonntag stattgefundenen Präsidentschaftswahlen in Venezuela besonders heraus. Bei den Wahlen wurde Präsident Maduro mit mehr als 67 Prozent der Stimmen als Präsident bis 2025 wiedergewählt; Oppositionsführers Falcón kam auf ca. 21 Prozent. Das Wahlergebnis wird jedoch von sechs Ländern (Argentinien, Australien, Chile, Kanada, Mexiko und die USA) als unrechtmäßig bezeichnet, weshalb Sanktionen gegen die Regierung von Nicolás Maduro vorgeschlagen wurden. Allerdings kritisierten mehrere Länder stark die protektionistische Politik der USA. Es bestand ein weitgehendes Einvernehmen darüber, dass sich die Maßnahmen der US-Regierung gegen den Multilateralismus richten, welcher einen bedeutenden Weg für die Entwicklung darstelle. Für den G20-Gipfel im November sind, nach der Erfahrung des Hamburger Gipfels, abermals heftige Massenproteste zu erwarten (Bildquelle: G20_Argentinien_Press).

15. Mai | Nicaragua: Nationaler Dialog für Mittwoch angekündigt

noticia_nicaragua_Menschen_Dietlind von Poblozki_amDie katholische Kirche kündigte für Mittwoch, 16.Mai 2018, einen nationalen Dialog an. Das Treffen wird im Seminar Nuestra Señora de Fátima in Managua stattfinden. Die Ankündigung erfolgte, nachdem die nicaraguanische Regierung Vertreter der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte nach Nicaragua eingeladen hat, um die Gewaltakte gegen die von der geplanten Rentenreform ausgelösten Proteste zu untersuchen. Bei den seit dem 18. April anhaltenden Auseinandersetzungen wurden mehr als 50 Menschen getötet. Kardinal Brenes betonte, dass die Bedingungen für den Dialog nicht die besten seien. Ziel des Dialogs muss es sein, institutionelle Veränderungen im Land anzustoßen, um den Weg für die Demokratie zu ebnen. Dafür seien grundlegende Vereinbarungen nötig, die in konkrete Entscheidungen münden müssten. Unbedingte Voraussetzung des Dialogs, so heißt es in der Erklärung, sei die Aussetzung der Gewaltakte und Plünderungen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Dietlind von Poblozki / am).

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Aus Sorge um die Entwicklung in ihrem Heimatland rufen in Halle an der Saale lebende Nicaraguaner für den 19.5.2018 ab 14 Uhr zu einer Demonstration auf dem Marktplatz der Stadt auf.

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Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


Novedades

Theoriegerüste auf einer realpolitischen Baustelle Ein Essay zu Ernesto Che Guevaras Wirtschaftspolitik als Industrieminister – Teil 2
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Kuba: Herstellung der Havano-Zigarre durch eine torcedera - Foto: Sven WerkDie Frage nach der Vorbildrolle anderer sozialistischer Staaten ist natürlich nur oberflächlich. Entscheidend ist vielmehr die zu etablierende Wirtschaftsstruktur, die konkrete Wirtschaftsplanung und -politik. Einen wichtigen Punkt schien Che Guevara von Anfang an richtig erkannt zu haben. Denn für ihn bestand der beste Weg zur Industrialisierung Kubas …

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Theoriegerüste auf einer realpolitischen Baustelle Ein Essay zu Ernesto Che Guevaras Wirtschaftspolitik als Industrieminister – Teil 1
Autor:
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Kuba_Havanna_Bild_Redaktion_pgErnesto Che Guevara war nicht nur Arzt, Revolutionär und Guerillaführer. Er war auch für eine kurze Zeit kubanischer Industrieminister. Vom 23. Februar 1961 bis April 1965 lenkte er die wirtschaftlichen Geschicke des Karibikstaates. Was waren die Leitlinien seiner Wirtschaftspolitik? Wie sah sein sozialistisches Wirtschaftsmodell aus? Was waren seine Ideale? …

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Guevara, Ernesto Che: Episoden aus dem Revolutionskrieg
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Gelesen_Che_Revolutionskreig_CoverZu Beginn ist eine grundlegende Feststellung vonnöten: Das ist kein Tagebuch! Auch wenn das Buch inzwischen, in erweiterter Fassung, bei Kiepenhauer & Witsch als „Kubanisches Tagebuch“ verkauft wird. Vor mir liegt die Erstausgabe von Reclam Leipzig aus dem Jahre 1978, die allerdings die zweite Ausgabe in deutscher Sprache war. Bereits 1969 erschienen bei Rowohlt die „Aufzeichnungen aus dem kubanischen Befreiungskrieg 1956-1959“ …

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NAFTA und die Folgen (III) Wer hat ein Interesse an der „Mesoamerikanisierung“ Zentralamerikas?
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Kategorie(n): Globale Beziehungen, Globalisierung & Regionalisierung, Handel & Finanzen, Intraregionale Beziehungen, Wirtschaft & Entwicklung

Guatemala_Bild_Redaktion_pgDas Konzept von Mesoamerika geht auf Paul Kirchhoff zurück (Kirchhoff 1960). In einem 1943 publizierten Artikel begründete er seine Auffassung, dass zum Zeitpunkt des Kontaktes mit den Spaniern das Gebiet zwischen den Reichen der Azteken und Tarasken im Norden und den Stadtstaaten der Maya im Süden Teil eines einheitlichen Kulturraum bildete, dem er den Namen „Mesoamerika“ gab. Dazu zählte er auch die südöstliche Peripherie …

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Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 10
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Er lebte und starb unter schallendem Gelächter. Tiefenstrukturen der Sprache. Es war einmal ein Wurm. Der Wurm war im Apfel, der Apfel war in der Obstschale, die Obstschale war auf dem Tisch, der Tisch war im Esszimmer, das Esszimmer war in dem Haus, das Haus war in der Straße, die Straße war in dem Viertel, das Viertel war in der Ortschaft, … Jäger …
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Impromptus
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Eres el hombre que amo. Este amor hacia ti es terreno: no es el hijo indeseado del capricho,
tampoco el substituto forzoso o inevitable a la soledad personal o la desidia.
Preciso, requiero, urjo, exijo, pido de ti. Y, no dependo de ti.
Me faltas, si no estás junto a mí —y, confieso, a veces me faltas muchísimo,
si estás ausente del espacio en cuyo interior sucedo …
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