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13. August | Argentinien: Börse reagiert panisch

Noticias_Argentinien_Macri_Bild_Quetzal-Redaktion_solebiasattiKaum hatte die Börse in Buenos Aires gestern ihr Geschäft begonnen, brach der Peso ein. Für einen Dollar musste man gut 60 Pesos zahlen, am Freitag waren es noch weniger als 45. Die argentinische Zentralbank verkaufte mehr als 100 Millionen Dollar aus ihren Rücklagen, um den Abwärtstrend zu stoppen. Der argentinische Aktienindex MERVAL schloss den Montag mit einem Rückgang von 37 Prozent ab, einem der höchsten täglichen Rückgänge in seiner Geschichte. Kommentatoren sprachen dann auch von einem „schwarzen Montag“. Auch an der Wallstreet brachen argentinische Aktien ein, vor allem solche von Energieunternehmen und Banken. Grund für das Beben an den Börsen waren die Vorwahlen im Land. In den PASO genannten Wahlen wurden am Sonntag die Kandidaten für den Präsidenten und Vizepräsidenten sowie die für die Abgeordnetenkammer und den Senat gewählt. Und diese Wahlen haben die Peronisten deutlich gewonnen. In den Prognosen war von einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Rede. Dass aber Regierungschef Mauricio Macri 15 Prozent hinter dem peronistischen Präsidentschaftskandidaten Alberto Fernández bleiben wird, hat wohl niemand erwartet. Und auch bei den Wahlen zur Abgeordnetenkammer und zum Senat ließen die Peronisten vom Bündnis „Frente para todos“ Präsident Macris „Juntos por el cambio“ deutlich hinter sich. Während Macri das Gespenst einer Rückkehr des „Kirchnerismus“ an die Wand malte, kündigte Fernández an, nicht zu der Wirtschaftspolitik der letzten Kirchner-Regierung zurückkehren zu wollen. Aber Argentiniens Wirtschaftspolitik müsse grundlegend geändert werden, denn das Land steckt in einer tiefen Krise – die Inflation liegt im mittleren zweistelligen Bereich und ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die Ergebnisse der Vorwahlen zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung einen Wandel will (Bild: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).

30. Juli | Guatemala: Anwalt will Migrationsabkommen mit USA stoppen

Noticias_Guatemala_Jimmy_Morales_Public_DomainDer guatemaltekische Menschenrechtsanwalt Jordán Rodas hat beim Verfassungsgericht eine Beschwerde gegen die zwischen Donald Trump und Jimmy Morales am vergangenen Freitag unterzeichnete Migrationsvereinbarung eingereicht. Die Beschwerde wird von der Acción Ciudadana, der guatemaltekischen Abteilung von Amnesty International, unterstützt. In dem Abkommen, das unter erpresserischen Drohungen der USA zustande kam, wird Guatemala als sicheres Drittland eingestuft. Das ermöglicht es den USA, lateinamerikanische Flüchtlinge, die auf ihrem Weg in die USA durch Guatemala kommen, in das mittelamerikanische Land zurückzuführen. Staatsanwalt Rodas betonte, dass das unter Drohungen unterzeichnete Abkommen „keine rechtlichen Folgen“ haben wird. Die gleiche Auffassung vertritt auch Helen Mack, die Präsidentin der Mirna-Mack-Stiftung. Sie verweist zudem darauf, dass Abgeordnete des US-Kongresses dieses Abkommen als Verstoß gegen US-Gesetze bezeichnen. Rodas, der in seine Beschwerde auch die Forderung nach einem Rücktritt des Außenministers Enrique Degenhart einschloss, zeigt sich zuversichtlich, dass der Migrationspakt vor dem guatemaltekischen Verfassungsgericht scheitern wird. Andere Experten weisen allerdings darauf hin, dass Bestrebungen gegen das Gesetz in dem wirtschaftlich und politisch schwachen Guatemala keine Chance haben werden. Dem Druck der US-Botschaft haben die Institutionen des Landes nichts entgegenzusetzen (Bild: PublicDomain).

24. Juli | Uruguay: Erinnerung an Daniel Viglietti (1939-2017)

Viglietti_Canciones_para_el_hombre_nuevo_CoverScanDer uruguayische Komponist, Sänger und Gitarrist Daniel Viglietti wäre heute 80 Jahre alt geworden. Am 24. Juli 1939 in der Hauptstadt Uruguays, Montevideo, geboren, erhielt der Sohn einer Pianistin und eines (verfassungstreuen) Obersten und (vorzüglichen) Gitarristen eine musikalische Ausbildung als Konzertgitarrist – zugleich den Sinn für Gerechtigkeit. In seiner 60 Jahre währenden Laufbahn gelang es dem Musiker, nicht nur 16 Studio- und mehrere Live-Alben vorzulegen und den sogenannten „Canto Popular Uruguayo“ mit zu gründen, sondern auch, mit seiner Musik mehrere Generationen politisch engagierter Menschen auf der ganzen Welt zu prägen. 1972, als die ideologische Verfolgung in Uruguay intensiviert wurde, kam Viglietti ins Gefängnis. Der Putsch 1973 zwang ihn schließlich ins Exil, zuerst nach Buenos Aires und anschließend nach Paris. Während der elf langen Exil-Jahre bereiste er die Welt und engagierte sich für den Widerstand gegen die Diktaturen und für die Rückkehr zur Demokratie, sowohl in seiner Heimat als auch in vielen anderen Ländern. Erst 1984, als sich die Diktatur in seiner Heimat dem Ende näherte, konnte Daniel Viglietti nach Uruguay zurückkehren und dort seine sozialpolitische Tätigkeit fortsetzen. Bis zu seinem überraschenden Tod am 30. Oktober 2017 blieb er ein engagierter Mensch, welcher mit seiner Gitarre in Lateinamerika überall dort zu Gast war, wo es galt, eine gerechte Sache zu unterstützen (Bild: ScanCover).

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Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


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Intentos
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Josesita trabaja en la sección acabados de una camisería. Corta los hilos que quedan de más en las prendas confeccionadas, las plancha y fInalmente las guarda en fundas verdes con el logotipo de la empresa. Ella también corta el bigote y los pelos de la naríz a Pepe Lucho. En aquellos momentos …

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Am 15. Juni 2019 verstarb Marta Harnecker in Vancouver. In ihrer letzten Mail vom 24. April 2019 verabschiedete sie sich von ihren Freunden, darunter von mir, mit einer „Umarmung, wie immer, voller Träume und Hoffnungen“. Persönlich habe ich sie nicht gekannt. Doch nachdem ich sie einmal „über den Ozean hinweg“ für den Quetzal interviewt hatte …

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Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 12
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Guatemala: Wahlen im Schatten des „Paktes der Korrupten“
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In Guatemala fanden am 16. Juni 2019 allgemeine Wahlen statt, aus denen die Unidad Nacional de la Esperanza (UNE) als stärkste Kraft hervorgegangen ist. Sandra Torres, die Spitzenkandidatin der UNE, lag bei der Entscheidung über das Amt des Staatspräsidenten mit 25,54 Prozent der Stimmen klar vor Alejandro Giammattei von VAMOS, der lediglich …
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