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09. Oktober | Argentinien: Feministinnen gegen „Women 20“

Argentinien_Ni_una_menos_Bild_Quetzal-Redaktion_solebiasattiDas neulich initiierte Programm Women 20 als Teil des G20 stößt bei argentinischen Feministinnen auf Widerstand. Ende des Jahres sollen sich Mitglieder des G20 in Buenos Aires treffen. Bis dahin wird im Kulturzentrum „Néstor Kirchner“ an einer Agenda der Frauen gearbeitet, die dann den Staatsoberhäuptern präsentiert wird. Dabei werden international Stimmen laut, die bezweifeln, dass Women 20 wirklich repräsentativ wäre. Starke Kritik wurde vor allem vonseiten feministischer Organisationen geübt, wie z.B. des Foro Feminista contra el G20 (dt.: Feministisches Forum gegen die G20). Ihre Proteste stehen unter der Überschrift „No en nuestro nombre“ (dt.: Nicht in unserem Namen). Damit wird deutlich gemacht, dass durch Women 20 keineswegs alle Frauen ihre Interessen vertreten wissen. Das Hauptargument, was gegen die Agenda vorgebracht wird, ist deren Fokus auf Wirtschaftswachstum. Im internationalen Rahmen beurteilen Feministinnen die W20 Debatten als elitär. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Mittelpunkt der Agenda die Business-Frau und ihre finanzielle Absicherung steht. Es werde weder umfassend auf sozial ausgegrenzte Frauen aus benachteiligten Arbeitsverhältnissen eingegangen, noch die Wurzel der mangelnden Gleichstellung diskutiert. Argentinische Feministinnen können sich auch mit den Teilnehmerinnen der W20-Debatten nicht identifizieren. Sie prangern an, dass es sich vor allem um Repräsentantinnen der wirtschaftlich privilegierten Schicht handelt, nicht aber um ein breites Spektrum an Frauen aus unterschiedlichen Bereichen mit verschiedenen Realitäten (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).

04. Oktober | Peru: Oberster Gerichtshof schickt Fujimori zurück ins Gefängnis

Noticias_Peru_Flagge_Bild_Quetzal-Redaktion_gcDer Oberste Gerichtshof Perus hob gestern die im Dezember des letzten Jahres vom damaligen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski ausgesprochene Begnadigung von Ex-Diktator Alberto Fujimori auf. Fujimori muss jetzt zurück ins Gefängnis und seine 25-jährige Haftstrafe absitzen. Nach dem Fall von Präsident Kuczynski, der wegen Korruptionsvorwürfen im März zurücktreten musste, war es in Peru keine Überraschung, dass auch sein umstrittener Gnadenakt für Fujimori noch einmal geprüft wird. Richter Hugo Núñez wies in seiner Begründung darauf hin, dass die Begnadigung Fujimoris verfassungswidrig und nicht mit der Amerikanischen Menschenrechtskonvention vereinbar sei. Des Weiteren verwies er auf Unregelmäßigkeiten in dem Verwaltungsverfahren, das zur Begnadigung führte. Präsident Kuczynski hatte diese nach einem ungewöhnlich kurzen Verfahren ausgesprochen, dabei, so Núñez, wurde gegen den Grundsatz der Unparteilichkeit und Objektivität verstoßen. Zudem wurden Unklarheiten in den medizinischen Protokollen genannt, die seinerzeit als Begründung für die „humanitäre Begnadigung“ dienten. Fujimori, so betonte das Gericht gestern, leide nicht an einer tödlichen Krankheit, weshalb es nicht das vorherrschende Bedürfnis sein könne, ihn freizulassen. Das Gericht ordnete die sofortige Verhaftung Fujimoris an (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_gc).

14. September | Chile: 45 Jahre nach der Ermordung Víctor Jaras

Jara_Cover_Amiga-Single 1974_Peter PorschVor 45. Jahren wurde der Chilene Víctor Jara von Armeeoffizieren seines eigenen Landes ermordet. Der Musiker, Komponist, Dramaturg und Dozent war unmittelbar nach dem Staatsstreich, der am 11. September 1973 die Regierung der Unidad Popular von Salvador Allendes stürzte, entführt und ins Stadion der Hauptstadt gebracht worden. Das Stadion, das seit 2003 den Namen Víctor Jaras trägt, wurde in ein KZ umgewandelt, wo tausende Anhänger Allendes in Gefangenschaft gehalten wurden. Aufgrund seines politischen Engagements wurde Jara besonders gequält und schließlich erschossen. Seine sterbliche Überreste wurden unmittelbar nach der Ermordung aufgefunden und identifiziert. Víctor Lidio Jara Martínez, der aus bescheidenen Verhältnissen kam, wurde 1932 geboren. Als Musiker hinterließ er ein umfassendes Werk darunter acht Studio- und sechs Liveaufnahmen, sowie mehrere posthum erschienene Alben, das Generationen politisch engagierter Menschen auf der ganzen Welt prägte. Als Künstler, Mitglied der Kommunistischen Partei Chiles und Kulturbotschafter der Regierung Allendes engagierte er sich für eine gerechtere Welt. Ein chilenisches Gericht befand im vergangenen Juli acht ehemalige Militäroffizieren, die an seiner Ermordung beteiligt waren, für schuldig und verurteilte sie zu achtzehnjähriger Gefängnisstrafe. 2013 war ein anderer ehemaliger, in den USA geflüchteter Offizier der Streitkräfte von einem US-Gericht zur Zahlung einer Entschädigung an der Familia Jara verurteilt worden. Nach offiziellen Angaben wurden während der Diktatur von General Pinochet (1973-1990) ca. 40.000 Menschen entführt, von denen über 3.000 umgebracht wurden. Die meisten von ihnen gelten bislang als verschwunden (Bildquelle: Cover_Amiga Single 1974_peter porsch).

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Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


Novedades

Töchter des Wassers
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Kategorie(n): Ethnien & Kulturen, Gesellschaft & Soziales, Kolumbien

La_vida_de_una_Misak_Snapshot

Eine Kunstausstellung über Frauen aus vier kolumbianischen Gemeinden ist der Ausgangspunkt für eine journalistische Forschungsreise, um den Geschichten hinter den Portrait auf den Grund zu gehen. Ein Zwiegespräch zwischen Kunst und Journalismus, mit der indigenen Realität im Mittelpunkt …

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Magnus, Ariel: Die Schachspieler von Buenos Aires
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Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Argentinien, Gelesen, Literatur

Ariel Magnus_Die Schachspieler von Buenos Aires_DeckblattScan1939 ist Buenos Aires Gastgeber der Internationalen Schacholympiade. Unter den Gästen und Delegationen aus verschiedenen Ländern reist der Schachweltmeister Mirko Czentovic an. Bekanntlich ist Czentovic eine der fiktiven Romanfiguren aus Stefan Zweigs Schachnovelle. Der Großvater vom Autor-Erzähler Ariel Magnus, der Jude Heinz Magnus, ist ein Zweig-Bewunderer und teilt mit ihm …

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Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 12
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Kategorie(n): Chile, Kunst & Kultur, Literatur

kultur_montoya_märchen12-2_quetzalredaktion_edwin_eschweiler_gtAls er dahinterkam, dass seine Frau ihn mit einem anderen betrog, riss er sie an den Zöpfen und drohte: Immer wenn dein Verstand ruht, werde ich das Ungeheuer sein, das dich bis in deine Alpträume verfolgt. Nicht nötig, erwiderte sie. Du bist bereits das Scheusal meines Lebens, ob ich wache oder schlafe …

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Che. Der private Blick: Ein Film von Jana von Rautenberg
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Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Film, Geschichte & Archäologie, Gesehen, Kunst & Kultur

Rezensionen_che_der-private_Blick_Quetzal-Redaktion,gtIch mag Filme (oder auch Bücher) nicht, in denen von jemandem gesagt wird, er behaupte etwas, ohne dass belegt wird, warum er nur behauptet und nicht etwas sagt oder erklärt. Meine Erfahrung ist, dass es sich in diesen Fällen ihrerseits meist um bloße Behauptungen handelt, die von den Autoren nur schwerlich belegt werden können. Aber das ist wohl auch gar nicht …

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Víctor Montoya – Microcuentos – Teil 11
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Ich träumte, mit einer Frau im Bett zu sein, die, ohne mir ihr Gesicht zu zeigen oder ihren Namen zu verraten, bereit war, mich in die Geheimnisse ihres Körpers einzuweihen.
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Cierra los ojos, pálpame
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- Veo en ti la fuerza de la felicidad. No te envidio. Toma este libro, te lo mereces.- Me puso el libro contra el pecho y se marchó.
¿Por qué no habría de estar feliz? Era un día soleado, acababa de ganar una semana de vacaciones pagadas para dos personas en la playa y a quien invité acepto ir. ¡Por qué no …
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