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22. Mai | Mexiko: Hohe Luftverschmutzung führt zu Einschränkungen in Mexiko-Stadt

Noticias_Mexiko-Stadt_Foto Quetzal-Redaktion_sole biasattiMexikos Hauptstadt weist in diesen Tagen eine verstärkte Luftverschmutzung durch einen erhöhten Ozongehalt in der Luft auf. Ausgelöst wird dieser Umstand u.a. durch das starke Verkehrsaufkommen und hohe Temperaturen. Hinzu kommt, dass die Schmutzpartikel durch den nur schwach wehenden Wind nicht aus der Stadt herausgetragen werden können. Um der starken Luftverschmutzung entgegenzuwirken, kommt es nun seitens der Behörden zu deutlichen Einschränkungen im Straßenverkehr. Diese beinhalten, dass die Nutzung bestimmter Kraftfahrzeuge momentan nicht erlaubt ist. Zu dieser Gruppe gehören einerseits Fahrzeuge mit hohen Schadstoffemissionen, andererseits entscheidet auch die letzte Ziffer des Autokennzeichens (gerade oder ungerade) darüber, ob die Nutzung eines bestimmten Fahrzeug erlaubt ist. Auf diese Weise ist die Anzahl der in Mexiko-Stadt und Umgebung zirkulierenden Fahrzeuge um 1,5 Millionen gesenkt worden, was ca. 30% des gesamten Verkehrs der Region entspricht. Der Umweltausschuss Mexiko-Stadts (CAME) rät der Bevölkerung außerdem, sich nicht länger als zwingend notwendig an der freien Luft aufzuhalten und unnötige Erledigungen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Mundschutzes wird empfohlen. Besonders hoch sei die Belastung zwischen 13:00 und 19:00 Uhr. Ein zu hoher Ozongehalt in der Luft kann zu Irritationen von Nase, Hals und Augen führen, sowie kardiovaskuläre Probleme hervorrufen. In besonderem Maße sind Personen mit Asthma oder Atemwegserkrankungen betroffen. Aufgrund der generell sehr hohen Luftverschmutzung in Mexiko-Stadt und Umgebung müssen Maßnahmen wie diese immer wieder ergriffen werden; im Jahr 2016 insgesamt achtmal. Der derzeitige Ausnahmezustand könnte noch bis zum Ende der Woche andauern. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_sole biasatti).

04. Mai | Ecuador: Anklage gegen Offizier wegen Rassenhasses

noticia_ecuador_esmil_Presidencia_de_la_República_del_Ecuador„In meiner Armee wird kein Schwarzer Offizier!“ Diese Aussage eines Ausbilders ist nur ein Beispiel für die Diskriminierung, die der junge Rekrut Michael Arce in der ecuadorianischen Armee zu erdulden hatte. Beschimpfungen, Erniedrigungen, körperliche Gewalt waren für ihn ab dem 2. Oktober 2011, seinem ersten Tag in den Streitkräften, an der Tagesordnung. Der Capitán Fernando E., der Hauptverantwortliche für die Attacken gegen Arce, ist jetzt in Ecuador zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, am 5. Juli soll die endgültige Entscheidung über das Urteil erfolgen. Der Fall ist in dem Andenstaat insofern bedeutsam, als hier zum ersten Mal eine Anklage wegen eines Hassverbrechens erfolgte. Dabei ist Rassismus auch in Ecuador alltäglich. Etwa acht Prozent der Bevölkerung haben afrokubanische Wurzeln. Ebenso wie die Indigenen sind Afroecuadorianer ärmer, schlechter ausgebildet und haben schlechtere Jobs. Michael Arce blieb nur knapp zwei Monate an der Escuela Superior Militar Eloy Alfaro (Esmil), dann verließ er die Streitkräfte. Eine Untersuchung, die nach einer Beschwerde im Dezember 2011 eingeleitet wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Diskriminierung bei der Kadettenausbildung an der Esmil systematisch stattfinde, nicht nur aufgrund der Hautfarbe, sondern auch aus homophoben und machistischen Gründen. Michael Arce hatte sich übrigens für die militärische Laufbahn entschieden, weil er der erste schwarze General Ecuadors werden wollte. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).

21. April | Kuba: Festival „Habana Clásica“ in der kubanischen Hauptstadt

noticias_kuba_Havanna_Quetzal-Redaktion_pgMan könne nicht über das musikalische Erbe reden, ohne die Musik erklingen zu lassen, ist die kubanische Musikwissenschaftlerin Mariam Escudero überzeugt. Also hat sie gemeinsam mit dem Taller Internacional de Patrimonio Histórico-Documental Música en Hispanoamérica und dem Amt des Stadthistorikers von Havanna namhafte Musiker nach Kuba eingeladen, um zum ersten Mal „Habana Clásica“ zu feiern. Das Festival für internationale Kammermusik präsentiert vom 18. bis 23 April 30 junge Solisten aus sieben Ländern sowie zwei Kammerorchester. Veranstaltungsorte sind u.a. das Theater José Martí, die Basilika des Klosters San Francisco de Asís und die Große Aula des Colegio San Gerónimo. Zu den namhaften Künstlern, die zum Festival kommen, gehören der deutsche Geiger David Nebel, der Kontrabassist Michel Taddei aus den USA, die russische Pianistin Marina Seltenreich und der Gitarrist Josué Tacoronte aus Kuba. Neben den zahlreichen Konzerten stehen auch Tanzvorführungen, Vorträge und Diskussionen auf dem Programm des Festivals. Und da die Musik für alle da sein soll, wird es auch Freiluftkonzerte auf Plätzen im historischen Zentrum der kubanischen Hauptstadt geben, darunter je eins für Senioren und für Kinder. Gewidmet ist die erste Ausgabe von „Habana Clásica“ übrigens dem italienischen Bassbuffo Paolo Montarsolo (1925-2006). (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, pg)

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