lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

15. Dezember | Kolumbien: Demonstrationen gegen Straffreiheit von FARC-Rebellen

Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainAm Mittwoch wurden die Friedensverhandlungen in Havanna zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC wieder aufgenommen. Jetzt steht noch aus, die schwierigsten Fragen zu klären, etwa die Niederlegung der Waffen der linken Rebellen und ob die Kommandeure wegen Menschenrechtsverletzungen und Drogenhandel unter Anklage gestellt werden. FARC-Kommandant Pablo Catatumbo, Delegierter bei den Friedensgesprächen, sagte in der Presseerklärung vom 13. Dezember, dass die FARC ein Friedensabkommen ablehnt, das die alleinige Inhaftierung der Rebellenführer erzwingt, während Oligarchie, Politik und Militär nicht belangt werden. Außerdem missbrauche Kolumbiens Regierung den Rechtsrahmen, indem es soziale Forderungen von der kolumbianischen Bevölkerung als Terrorakte und nicht legitime politische Prozesse und Maßnahmen verzerre. Des Weiteren beklagt Catatumbo die Beugung des Rechtsbegriffs eines politischen Verbrechens für eine Rebellion, was zur Folge habe, dass Angehörige der FARC als Terroristen eingestuft würden. Tausende Menschen traten vergangenes Wochenende auf die Straßen, um gegen eine mögliche Amnestie oder Begnadigung für Angehörige der Guerillaorganisation FARC zu demonstrieren. Viele der Demonstranten waren Anhänger des ehemaligen Präsidenten Alvaro Uribe, der seinem Nachfolger Juan Manuel Santos vorwirft, eine Kultur der Straflosigkeit zu schaffen. Die Proteste richteten sich damit gegen einen Frieden, der auf der Straflosigkeit der Rebellen aufgebaut wird. Die FARC soll sich für die in der Vergangenheit vollzogenen Gräueltaten verantworten (Bildquelle: Public Domain).

26. November | Mexiko: Demonstration in Leipzig für Ayotzinapa

Mexiko: Demo in Leipzig für Ayotzinapa, Foto: Quetzal-Redaktion, glAm Samstag, den 15. November, fand in Leipzig eine Demonstration mit mehr als 100 Personen statt. Die Demonstranten wollten sich mit den Familien der 43 verschwundenen mexikanischen Studenten solidarisieren und gegen die Politik der mexikanischen Regierung protestieren. Die friedliche Demonstration lief unter dem Motto „Es war der Staat“ durch das Zentrum der Stadt Leipzig. Die verschwundenen mexikanischen Studenten kommen aus einer Fachhochschule für Lehramt des Bundesstaates Guerrero in Mexiko. Sie wollten am 26. September 2014 nach Mexiko-Stadt fahren und am 2. Oktober an der traditionellen Demonstration zur Erinnerung an das Studentenmassaker von 1968 in Tlatelolco, Mexiko, teilnehmen. Als die Studenten am Busbahnhof von Iguala ankamen, wurden sie von der mexikanischen Polizei angegriffen. Bei diesem Einsatz hat die Polizei acht Personen getötet, und 43 Studenten wurden festgenommen. Man brachte sie jedoch nicht ins Gefängnis, sondern an einen unbekannten Ort. Bis heute sind sie spurlos verschwunden. Die Proteste im Land und von Seiten der internationalen Gemeinschaft haben sich intensiviert. Trotz der Erklärungsversuche der mexikanischen Regierung befindet sich das Land in einer politischen Krise, und es zeigt sich, wie schlecht es um die Einhaltung der Menschenrechte im Land steht. Schuld daran hat die Verschmelzung von Politik und illegalen Organisationen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).

24. November | Kolumbien: Einigung im Friedensprozess durch Geiselnahme gestört

Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainDie Entführung des Armee-Generals Rubén Darío Alzate sowie vier weiterer Personen am 16.11.2014 durch kolumbianische FARC-Rebellen sorgte für ein vorläufiges Ende der Friedensverhandlungen zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC-Guerilla. Die Friedensgespräche, die vor zwei Jahren in Oslo begannen und später in Havanna (Kuba) fortgeführt wurden, zeigten weit mehr Fortschritte als die drei vorherigen Bemühungen. Beide Seiten trafen Vereinbarungen über die Landreform, erreichten eine politische Partizipation für entwaffnete Rebellen und sprachen sich für eine Beendigung des Drogenhandels aus. Präsident Juan Manuel Santos sprach davon, nach erfolgreicher Freilassung der Geisel den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Damit könnte die Unterzeichnung eines endgültigen Abkommens im nächsten Jahr erfolgen (Bildquelle: Public Domain).

» » mehr Noticias « «




Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Maria weint Wie Mensch und Natur unter der Goldsuche in Madre de Dios (Peru) leiden [Teil 2]
Autor:
Kategorie(n): Gesellschaft & Soziales, Militär & Sicherheit, Parteien & Soziale Bewegungen, Peru, Ressourcen & Umwelt, Wirtschaft & Entwicklung

Peru: Abgeholzte Flächen entlang der Interozeanica in Madre de Dios - Foto: Quetzal-Redaktion, sscWie konnte es zu diesen grundlegenden Veränderungen in der Region kommen? Ein wichtiger Faktor ist sicherlich die Fertigstellung der Interoceánica im Jahr 2010. Brauchte man vor 10 Jahren noch drei bis sieben Tage, um auf einer unbefestigten Straße von Cusco nach Puerto Maldonado zu gelangen, schaffen es Busse auf der asphaltierten Straße heute in acht Stunden. Entsprechend leistet diese neue Verbindungsstrecke der Migration aus den rückständigen Gebieten der Sierra Vorschub.

Zum Artikel

Maria weint Wie Mensch und Natur unter der Goldsuche in Madre de Dios (Peru) leiden [Teil 1]
Autor:
Kategorie(n): Gesellschaft & Soziales, Militär & Sicherheit, Peru, Ressourcen & Umwelt, Wirtschaft & Entwicklung

Peru: Der noch unberührte Amazonas-Regenwald - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDas Departement Madre de Dios, am südwestlichen Rand des Amazonasbeckens gelegen, gilt als die „Hauptstadt der Biodiversität“. Die Region beherbergt einen Artenreichtum, den es sonst nirgendwo auf der Welt auf so engem Raum gibt. Allein im Manu-Nationalpark finden sich beispielsweise 222 Säugetierarten und 1005 Vogelspezies. Garant für diese Vielfalt sind die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen des Amazonasbeckens. Doch wie lange noch? Denn das zerstörerische Wesen der kapitalistischen Expansion hat auch diesen entlegenen Winkel

Zum Artikel

Mexiko – Justiz am Pranger. Gemeindepolizei und alternative Justiz in Mexiko
Autor:
Kategorie(n): Drogen & Schattenwirtschaft, Gesehen, Gewalt & Menschenrechte, Mexiko, Militär & Sicherheit

Gesehen: Mexiko Justiz am Pranger - Foto: Snapshot
Sie patrouillieren durch die Dörfer und sorgen für Ordnung und Sicherheit. Sie führen Straßenkontrollen durch, durchsuchen die Autos nach Drogen und anderem Schmuggelgut. Drogenschmuggler und andere Kriminelle werden festgenommen und vor ein Gericht gestellt. Kurzum, sie nehmen hoheitliche Rechte des Staates wahr, erfüllen Aufgaben der Polizei. Allerdings sind sie keine Polizisten und staatliche Stellen haben sie zu ihrem Tun nicht beauftragt. Die Rede ist von Gemeindepolizisten, Selbstverteidigungsbrigaden, Bürgerwehren. Egal wie sie sich nennen, diese aus der Bevölkerung heraus…

Zum Artikel

Liebeszauber am Ende der Welt (Teil 2)
Autor:
Kategorie(n): Argentinien, Chile, Gelesen, Literatur

Mansfield Taber, Sara: Dusk on the CampoWie die Unnatürlichkeit der Inbesitznahme des Landes sich in bizarren Praktiken spiegelt, ist öfter Gegenstand von Texten. In Coloanes Erzählung Der Paramo erwidert der junge Ich-Erzähler die spöttische Bemerkung seines schottischen Kollegen schlagfertig damit, dass dieser aus Geiz an einem Guanako Bestialismus begehe, um so den Ritt nach Río Grande und die Kosten für den Bordellbesuch zu sparen. Auch in Isabel Allendes Erzählung Krötenmaul aus den Geschichten der Eva Luna (1989) heißt es, dass die Landarbeiter Schafen und Robben beilagen: „Der Mangel an Liebe drückte so hart, obwohl der Koch Feuerstein ins Essen gab, um …

Zum Artikel

Klein, fein und rein? Costa Ricas Mythos von der „weißen“ Nation
Autor:
Vor 20 Jahre erklärte sich Costa Rica per Gesetz zur plurinationalen Gesellschaft. Am „Tag der Kulturen“, dem 12. Oktober, sollte von nun an der indigenen, europäischen, afrikanischen und asiatischen Werte gedacht werden, die das zentralamerikanische Land prägen. Im Zensus von 2000 wurde erstmals seit 1950 wieder nach der ethnischen Zugehörigkeit gefragt, wobei vier Kategorien (indigene …
Zum Artikel
Liebeszauber am Ende der Welt (Teil 1)
Autor:
In der hispanoamerikanischen Literatur nehmen das Thema Prostitution und die Darstellung von Bordellen und Prostituierten eine wichtige Rolle ein und können auf eine lange Tradition zurückschauen. Die ersten Romane, die sich dieser Thematik annahmen, waren Vida y hechos del famoso caballero don Catrín de la Fachenda (1832) des Mexikaners José Joaquín Fernández de Lizardi, Música Sentimental (1884) des Argentiniers Eugenio …
Zum Artikel
» » weiter zu den letzten Beiträgen

top