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17. April | Kolumbien, Lateinamerika: Gabriel García Márquez ist gestorben

Gabriel García Márquez - Foto: Jose LaraDer kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez ist heute im Alter von 87 Jahren in Mexiko-Stadt gestorben. Noch vor wenigen Tagen konnte er aus einer Klinik entlassen werden, nachdem er dort Anfang April aufgrund einer Lungenentzündung eingeliefert worden war. „Hundert Jahre Einsamkeit“, „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ und „Chronik eines angekündigten Todes“ sind die Werke, die ihn weltweit berühmt gemacht hatten. Allein sein Buch „Hundert Jahre Einsamkeit“ wurde in 37 Sprachen übersetzt und 25 Millionen mal verkauft. 1982 erhielt er den Literaturnobelpreis. Er hat nicht nur den Magischen Realismus zur Blüte gebracht, sondern war auch stets sehr engagiert, wenn es um politische Fragen in Lateinamerika ging. Die Welt hat einen großen Schriftsteller verloren (Bildquelle: Jose Lara_).

11. April | Chile: Fischer nehmen nach Tsunami-Katastrophe die Arbeit wieder auf

Chile: Fischereischiffe, Foto: Cristián Becerra AbarcaDie Präsidentin Michelle Bachelet rief als Folge des Erdbebens und des davon ausgelösten Tsunamis vom vergangenen Dienstag die Minister zusammen. Innerhalb von 24 Stunden verabschiedete der Kongress eine Übergangsregelung, die der Fischerei in den betroffenen Regionen Arica, Parinacota und Tarapacá eine schnelle Wiederaufnahme des Fischfangs ermöglichen soll. Gesetzliche Richtlinien für die Fischerei sollen dafür gelockert sowie Unterstützung bei der Reparatur oder Ersetzung beschädigter Boote zugesichert werden, so Luis Felipe Céspedes, Minister für Wirtschaft, Entwicklung und Tourismus im chilenischen Parlament. Die Fischerei in Iquique beklagte dabei einen immensen Schaden ihrer Flotte. Die Mehrzahl der Schiffe sei verschwunden oder zerstört. Das Bild gleiche einem Meer von schwimmendem Holz. Die Lebensgrundlage der Fischer sei dadurch zerstört, und sie wären auf die Hilfe der Regierung angewiesen. Bereits im Jahr 2010 erfasste ein Erdbeben die zentrale Region Chile und löste einen Tsunami aus. Dabei starben ca. 500 Menschen, und es entstand ein erheblicher Sachschaden. Die freigesetzte Energie des Bebens war so stark, dass sogar die Rotation der Erde beeinflusst wurde und jener Tag um einen Bruchteil einer Sekunde verkürzte. Das weltweit stärkste Beben mit der Größe 9,5 ereignete sich ebenfalls in Chile im Jahr 1960. Mehr als 5.000 Menschen wurden damals getötet. (Bildquelle: Cristián Becerra Abarca)

07. April | Costa Rica: Erwartetes Resultat bei der Stichwahl um das Präsidentenamt

Costa Rica: Luis G. Solís ist Sieger bei den Präsidentschaftswahlen - Foto: Quetzal-Redaktion, sscBei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Costa Rica am Sonntag, 06.04.2014, gab es das erwartete Ergebnis: Luis G. Solís setzte sich mit 77,9 Prozent der Stimmen klar gegen Johnny Araya, der 22,1 Prozent erhielt, durch. Nur knapp 1,6 Millionen Wähler gingen zu den Wahlurnen. Die Wahlbeteiligung lag damit bei lediglich 56,8 Prozent. Allerdings war diese schlechte Wahlbeteiligung bereits im Vorfeld der Stichwahl erwartet worden. Denn Johnny Araya, Kandidat der bislang regierenden Partei der Nationalen Befreiung (Partido Liberación Nacional, PLN), hatte bereits Anfang März angekündigt, seine Wahlkampagne einzustellen, da schon damals die Umfragen Solís weit vorn sahen. Um kein Geld zu verschwenden, wollte Araya gar von der Stichwahl zurücktreten. Das ist aber laut costa-riguanischer Verfassung verboten. Und so wurde die Stichwahl zur Farce. Araya gestand seine Niederlage bereits ein und gratulierte dem neuen Präsidenten. Der Universitätsprofessor Luis G. Solís erhielt im Gegensatz zum ersten Wahlgang nun in allen Provinzen eine klare Zustimmung. Allerdings wird seine Regierungszeit nicht einfach. Denn im Parlament verfügt seine Partei der Bürgerlichen Aktion (Partido Acción Ciudadana, PAC) über gerade ein Viertel der Sitze. Koalitionen sind also notwendig, wobei auch Araya eine Zusammenarbeit angeboten hat. Mit Blick auf Solís’ Hauptprogrammpunkt, die Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung, wird dies eine schwierige Aufgabe. Laura Chinchilla, Präsidentin des Landes von 2010 bis 2014, durfte sich laut Verfassung nicht zur Wiederwahl stellen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


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Chile: Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral - Foto: Public Domain Zu jener Zeit kam nach Temuco eine hochgewachsene Dame in langen Kleidern und Schuhen mit niederen Absätzen. Sie war die neue Direktorin der Mädchenschule. Sie kam aus unserer australen Stadt, von den Schneefeldern an der Magallanes-Straße. Sie hieß Gabriela Mistral. Ich sah sie in ihren Priestergewändern durch die Gassen meines Dorfes gehen und hatte Angst vor ihr. Der ängstliche Knabe sollte seine Meinung bald ändern, denn die hochgewachsene Dame erwies sich als sehr freundlich und sie weckte seine Liebe zur russischen Literatur. Zudem …

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Der große interozeanische Kanal Nicaraguas (Teil 2)
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Nicaragua: Plakat der sandinistischen Regierung - Foto: Quetzal Redaktion, achBei ihrer Entscheidung für den Bau des Kanals hat die nicaraguanische Regierung sicherlich an die Einnahmen aus dem Panamakanal gedacht. Im Augenblick, also noch vor der Kanalerweiterung, fließen in Panama aus den Kanalgebühren jährlich rund eine Milliarde US-Dollar in den Staatshaushalt. Für nicaraguanische Verhältnisse wäre dies ein enormer Betrag. Er entspricht ungefähr zwei Drittel des gesamten Haushalts und die Regierung könnte damit das Land total verändern. Aber im Gesetz 840 ist nur festgelegt, dass…

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Nicaragua: Landkarte - Karte: University of Texas at AustinIm Juni 2013 vergab die nicaraguanische Regierung an das chinesische Unternehmen Hong Kong Nicaragua Canal Development Investment Co (HKND) die Konzession zum Bau des großen interozeanischen Kanals1 zwischen Atlantik und Pazifik. Für die Regierung scheint damit ein Traum in Erfüllung zu gehen, für viele andere ist es der Beginn eines Albtraums. Den Traum, einen Kanal quer durch das Land zu bauen, gibt es seit der Zeit der spanischen Conquista. Seither haben sich in- und ausländische Eliten aus Wirtschaft und Politik immer wieder damit …

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Grünes Licht für rote Liste
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Peru: Präkolumbische Kultur - Foto: Quetzal-Redaktion, sscPeru ist weltbekannt für seinen ausgesprochenen Reichtum an archäologischen Stätten – und für sein Kulturerbe. Weitgehend unbekannt hingegen ist der florierende illegale Handel, der mit Kulturgütern getrieben wird. Der Zoll konfisziert pro Jahr über 1000 Objekte, die skrupellose Geschäftemacher gesetzeswidrig außer Landes bringen wollten. Hinzu kommt die Dunkelziffer an illegal exportierten Keramiken, Qipusen, Masken, Münzen oder Geweben, die nicht entdeckt werden. Doch Peru hat bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die illegale Ausfuhr von antiken Artefakten erzielt. Deshalb lobte die UNESCO Ende März das Andenland für …

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