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25. März | Brasilien: Indigene Proteste gegen „PEC 215/2000“

Brasilien: Das Kongress-Gebäude in Brasília - Foto: Quetzal-Redaktion, lwDer Präsident des brasilianischen Kongresses, Eduardo Cunha vom PMDB (Partido do Movimento Democrático do Brasil/ Partei der demokratischen Bewegung Brasiliens), hat am 20. März 1015 erneut einen Änderungsentwurf der Verfassung auf die Tagesordnung gebracht. Er betrifft den rechtlichen Status der Gebiete der indigenen Bevölkerung und traditionellen Gruppen Brasiliens. Die „Proposição de Emenda Constitucional“/ (PEC) sieht vor, den Kongress mit der Verwaltung und Gemarkung der Territorien zu betrauen, und nicht mehr, wie bisher, die zuständigen nationalen Behörden wie etwa die Behörde FUNAI. Der aus dem Jahr 2000 stammende Entwurf wurde nun von Cunha, einem Vertreter der Agrarlobby, wieder in den Kongress gebracht. Am 23.3.2015 beschloss der Kongress jedoch, die Entscheidung über PEC215/2000 erst in 60 Tagen zu fällen. Grund dafür sind die heftigen Proteste von Seiten der Zivilbevölkerung. Regenwaldschützer und die betroffenen indigenen Gruppen befürchten entscheidende Einschnitte im Regenwaldschutz, sollte der Veränderungsentwurf im Kongress die Mehrheit bekommen. Bereits im November des vergangenen Jahres und im Februar diesen Jahres kam es in Brasília zu Widerständen gegen den Entwurf, wobei die brasilianische Polizei die Proteste unter Einsatz von Pfefferspray unterband. Derzeit sind 1,13 Millionen Quadratkilometer des brasilianischen Territoriums Schutzgebiet für brasilianische Indigene. Sie stellen noch eine wichtige Institution zum Schutz des Regenwalds vor Abholzung dar. In einem Internetblog werfen indigene Führer den Politikern vor, zwar über die Bewahrung des Waldes zu diskutieren, gleichzeitig aber den Agrarunternehmern die Invasion der Gebiete zu ermöglichen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, lw).

23. März | Ecuador: Die Gemeinde Chibuleo erste Hüterin der Kichwa-Sprache

ecuador-indigen-junge-foto1-quetzal-redaktion-amMit der Eröffnung der ersten Bildungseinheit des Jahrtausends (Unidad Educativa del Milenio) in Chibuleo setzt Ecuador seinen Plan „Hüterinnen der Sprache“ (Guardianas de la Lengua) in die Tat um. Die Gemeinde Chibuleo, in der Provinz Tungurahua im Herzen Ecuadors gelegen, wurde gestern offiziell als Hüterin der Kichwa-Sprache ernannt. Dieses erste von geplanten 14 Zentren hat sich neben der Konservierung und Förderung der Ureinwohnersprache auch der Bewahrung des altertümlichen Wissens und der Gebräuche verschrieben. 12 bilinguale Lehrer und 4 Kichwa-Meister unterrichten in der Schule. Insgesamt sind 806 Schüler eingeschrieben. Neben dem Unterricht in beiden Sprachen gibt es eine bilinguale Bibliothek mit 1500 Texten und Zugang zum Internet. Bis 2017 sollen weitere 13 Zentren als Hüterinnen der Sprache errichtet werden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, am).

19. März | Chile: Der Vulkan Villarrica zeigt neue Aktivität

Chile: Vulkan Villarrica - Foto: OgwenDie chilenische Vulkan Villarrica, der sich an der Grenze zu den Regionen Araucanía und Los Ríos befindet, gehört zu den aktivsten Vulkanen im Land. Bereits Anfang dieses Monats spuckte der fast 3000 m hohe Koloss Lava und Aschewolken in die Luft aus. Die Oberseite des Villarrica wird von einer etwa 40 Quadratkilometer langen Gletscherkappe bedeckt. Droht diese abzuschmelzen, wären Tausende von Menschen in Gefahr, da Überschwemmungen und Schlammlawinen die Folgen wären. Nach Aussage des Nationalen Dienstes für Geologie und Bergbau Chiles (SERNAGEOMIN) zeigt der Vulkan jetzt wieder eine erhöhte Aktivität, die Explosionen und Asche-Emissionen erzeugen können. Es wurde die Alarmstufe orange ausgerufen, was bedeutet, dass der Vulkan eine Phase erhöhter Erregung erreicht hat, die zu einer Phase größerer Instabilität fortschreiten kann. Ähnlich wie am 3. März könnte wieder die eruptive Phase erreicht werden. Aus diesem Grund wurde eine Sperrzone von 5 Kilometern um den Krater verfügt, in der jeglicher Aufenthalt verboten ist (Bildrechte: Ogwen).

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Interview mit Rulli Aguirre (span.) – Teil 2 Mitglied der indigenen Gemeinschaft El Infierno (Peru)
Autor: und:
Kategorie(n): Ethnien & Kulturen, Gesellschaft & Soziales, Interviewt, Peru, Politik & Recht, Ressourcen & Umwelt

Peru: Schamane der indigenen Comunidad Nativa El Infierno beim Angeln - Foto: Quetzal-Redaktion, ssc¿Cuáles son las condiciones para que uno sea miembro de esta comunidad?
Si uno quiere ser miembro de la comunidad nativa Infierno tiene que ser hijo de comuneros nativos – pero a veces pueden ser asimilados también. Cuando una persona busca una pareja dentro de la comunidad ésta persona se presenta ante la asamblea comunal – primero por un período de prueba por cinco años. Durante estos cinco años puede asistir a todas las reuniones y faenas que convoque la junta directiva, …

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Interview mit Rulli Aguirre (span.) – Teil 1 Mitglied der indigenen Gemeinschaft El Infierno (Peru)
Autor: und:
Kategorie(n): Ethnien & Kulturen, Gesellschaft & Soziales, Interviewt, Peru, Ressourcen & Umwelt

Peru: Ruli Aguirre von der indigenen Comunidad Nativa El Infierno - Foto: Quetzal-Redaktion, sscEn Octubre 2014, QUETZAL obtuvo la oportunidad de realizar una entrevista con Rulli Aguirre, miembro de la Comunidad Indígena El Infierno (Madre de Dios/Peru) y Gerente General de la empresa “Responsible Bawaaja Expeditions”. Aquí presentamos la entrevista, que por motivos de edición fue ligeramente abreviada.
Su comunidad indígena tiene el nombre El Infierno. ¿cómo llegaron a ponerle ese nombre?
Existen varias teorías, una de las teoría es que antes, …

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Microcuentos (12)
Autor:
Kategorie(n): Chile, Kunst & Kultur, Literatur

Microcuentos: Uhr - Quetzal-Redaktion,nic
Um vier Uhr in der Frühe säumen geschickte Spinnen die Augenlider wie unheilvolle Brunnenränder. Ohne das Wachs des Odysseus zur Hilfe zu haben, steigt das betrübte Brunnenwasser hinauf bis zu den Ahnungen des Großvaters. Das Buch murmelt: Es gibt keine Sirenen, lediglich einen wilden Tanz der Spinnen auf der Oberfläche deiner Haut. Warten darauf, dass der Schlaf alles zugibt? Das Morgengrauen lässt dich kalt. Ein garstiges Gör oder Penelope – gewoben aus dem Stoff der Müdigkeit – belauert dich verstohlen, entfernt sich von deinem Eiland aus Spitzenborte, entwischt über die Zimmerdecke …

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Mythische Geschichten aus Lateinamerika
Autor:
Kategorie(n): Gelesen, Lateinamerika

rezensionen_mythische_geschichten_aus_lateinamerika
Mythen und Legenden sind so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Viele von ihnen hat die Zeit verschlungen und sie sind für immer verloren gegangen. Jene aber, die uns erhalten geblieben sind, besitzen einen unschätzbaren Wert, denn sie erinnern an schicksalshafte Ereignisse. Sie erzählen von Göttern, guten und bösen Geistern, machen Naturerscheinungen und Übernatürliches begreiflich und erklären den Ursprung der Dinge und des Seins. Folglich spiegeln sie ein Spektrum an Wissen vergangener Kulturen wieder, welches häufig als Glaubensgerüst für Weltbild und und Religion dient. Mythen sind in der Regel mit der Lebenswelt jener…

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Makedonski Valdeavellano, Paul Maquet et al. (Hg.): Caminos de transición Alternativas al extractivismo y propuestas para otros desarrollos en el Perú
Autor:
Viel wurde bereits über den (Neo-)Extraktivismus geschrieben. Die negativen Auswirkungen sind vielfältig. Das betrifft zunächst die Umwelt z.B. durch riesige Tagebaue, Öllecks, Abholzung, Gewässerverschmutzung oder Schwermetallverunreinigungen. Doch nicht nur die Natur leidet unter der Ausbeutung der nicht-erneuerbaren Rohstoffe, sondern regelmäßig auch die im Umfeld der Abbaugebiete wohnenden indigenen Gemeinden …
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Dino Saluzzi Group: „El valle de la infancia“
Autor:
Während ich die CD El valle de la infancia in der Hand halte, frage ich mich, in welcher Abteilung sollte dieses Album stehen? Unter Tango? Folklore? Kammermusik? Weltmusik? Jazz? Oder vielleicht unter Jupitermusik? Doch bereits nach den ersten Takten wird der überraschte Zuhörer merken, dass der argentinische Bandoneonist und Komponist Dino Saluzzi nicht so einfach in …
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