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Der uruguayische Rat für Grundschulbildung (CEIP) verbietet den Verkauf von ungesunden Lebensmitteln an den öffentlichen und privaten Schulen des Landes. Er stützt sich dabei auf ein Programm zur Ernährung an Schulen (EPA), das eine Liste mit empfehlenswerten und nicht empfehlenswerten Lebensmitteln erstellt hat. Wenn die uruguayischen Grundschüler nach den Ferien in die Schulen zurückkehren, werden sie dort keine salz- und fettreichen Produkte mehr kaufen können, auch Lebensmittel mit künstlichen Farbstoffen stehen auf der Verbotsliste. Der Vorstoß der CEIP korrespondiert mit einer Reihe von Aktionen im Interesse der öffentlichen Gesundheit, so gibt es z.B. eine Kampagne gegen das Rauchen. Laut einer Untersuchung des Ministeriums für Öffentliche Gesundheit (MSP) vom letzten Jahr leiden 26% der Kinder an Übergewicht oder Adipositas. Diese gehören zu den Risikofaktoren für chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck. Mit dem Verbot von Pommes & Co. wollen die Behörden offensichtlich den Anfängen wehren – ein Fünftel der Uruguayer gilt als fettsüchtig, unter den über 50-Jährigen betrifft das sogar ca. Hälfte (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gt).
Die Dürre, die zunehmende Bodenerosion (auf Grund der Rodung leidet 80% des mexikanischen Territoriums darunter) und die Kälte (in manchen Regionen des Nordens werden bis zu -25°C registriert) verursachen derzeit eine schwierige soziale und wirtschaftliche Situation in Mexiko. Die jetzige Trockenperiode ist die längste der vergangenen 70 Jahre. Von diesem historischen Phänomen sind jetzt circa 3,5 Millionen Bauern und circa 7.000.000 Hektar Anbaufläche betroffen. Die Dürre bedroht circa 20 Millionen Tonnen der Lebensmittelernten und 10 Millionen Tonnen Viehfutter. Die Raramuris, ein Ureinwohnervolk im Norden des Landes, haben bereits die ersten Opfer zu beklagen. Die gesamte Region der Raramuris leidet unter einer Hungersnot. Auf diese katastrophale Situation hat die Zivilgesellschaft mit verschiedenen Hilfsaktionen reagiert, und die Regierung hat einen milliardenschweren Notfallplan verabschiedet, um die negativen Auswirkungen der Trockenheit zu reduzieren (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).
Zum ersten Mal in der Geschichte Lateinamerikas könnte ein ehemaliger Staatschef wegen Genozids und weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden. Konkret werden dem guatemaltekischen Ex-General Efraín Rios Montt, der nach einem Putsch im März 1982 17 Monate lang amtierte, elf Massaker an Mitgliedern der Maya-Ixiles in der Provinz Quiché zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft hat u.a. die Ermordung von 1.771 Menschen, die Vergewaltigung von 1.485 Frauen und Mädchen sowie die Vertreibung von 29.000 Menschen dokumentiert. Richterin Patricia Flores urteilte nach einer Anhörung am vergangenen Donnerstag, es seien ausreichend Beweismittel für eine Anklage vorgelegt worden. Rios Montts Anwälte erwägen nun ihrerseits ein Verfahren gegen die Richterin anzustrengen. Opferorganisationen versuchen seit Jahren unter großen Risiken und ständiger Bedrohung, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, scheiterten aber immer wieder am System der Straflosigkeit und im Falle Rios Montts an dessen 12jähriger Immunität als Kongressabgeordneter, die erst am 14.Januar dieses Jahres endete. Der 85jährige schwieg am Donnerstag zu den Anschuldigungen. Medienberichten zufolge verließ er den Gerichtssaal nach der ganztägigen Anhörung mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Richterin hatte ihm Hausarrest gewährt. Während die Staatsanwaltschaft, die nun bis zum 27.März die Anklageschrift vorlegen muss, von einer staatlich gesteuerten Genozid-Politik ausgeht, die unter anderem durch die verschiedenen militärischen Kampagnenpläne belegt ist, argumentieren Rios Montts Anwälte, ihr Mandant sei selbst „nicht auf dem Schlachtfeld“ gewesen und habe keine Kontrolle über die Vorgänge gehabt. Es sei aber möglich, dass einzelne Offiziere vor Ort ohne sein Wissen Exzesse begangen hätten. Internationale Beobachter sehen dies als versteckten Seitenhieb gegen den neuen Präsidenten Guatemalas, den Ex-General und ehemaligen Chef des militärischen Geheimdienstes, Otto Pérez Molina. Er leugnet, dass es in Guatemala einen Genozid gegeben habe und konnte bisher jeglicher juristischer Verfolgung u.a. wegen seiner mutmaßlichen eigenen Beteiligung an Menschenrechtsverbrechen, speziell in der Ixil-Region, wo er als Kommandeur des Sondereinsatzkommandos „Gumarcaj“ stationiert war, ausweichen. Pérez Molina galt als Vertrauter von Rios Montts Vorgänger, General Lucas García, dem Staatschef in der „blutigsten Epoche“ der neueren Geschichte Guatemalas (1978-1982), in der das Militär über 500 Massaker beging und zahlreiche Oppositionelle ermordete. Pérez Molina gehörte zur Gruppe der „jungen Offiziere“, die sich damals Rios Montts Putsch gegen Lucas García widersetzten und daraufhin kaltgestellt wurden. (Bildquelle: Jaime Rodriguez, MiMundo.org)

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Dies ist der zweite Teil über das Vorrücken der mexikanischen Kartelle nach Mittelamerika, in diesem Fall Guatemala, und die Umstände, die ihnen dies ermöglicht haben. Der spanische Jurist Carlos Castresana stand als Präsident der durch die UN ins Leben gerufenen Kommission gegen die Straffreiheit in Guatemala (CICIG) vor. 2008 warnte er davor, dass, sollte nichts gegen die Ausbreitung der mexikanischen Drogenkartelle …
Medardo geht weiter und weiß, dass er nun den Ort seines Unheils betritt. Er musste in die Salzwüste – diesmal nicht zum Schuften –, er hat sich mit einem Maultier auf den Weg gemacht, nur mit dem Allernötigsten für einen Tag versehen, mit Wasser, schützender Kleidung und der Tasche, er geht den wenigen Bewohnern der letzten Dörfer am Rande der Provinz und jenseits der Grenze aus dem Weg, auf gar keinen Fall will er diesen in die Arme laufen und auffallen, das Schicksal…
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