lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

21. Januar | Mesoamerika: Weltweit die gefährlichste Region

Noticias_Mexiko-Stadt_Foto Quetzal-Redaktion_pablo arocaZentralamerika führt seit Jahren die globale Statistik der Gewalt an. Obwohl der Isthmus nicht zu den Kriegsgebieten gehört, sind dort in den letzten zwanzig Jahren fast 300.000 Menschen gewaltsam getötet worden. Mit 51 Morden je 100.000 Einwohner lag El Salvador 2018 an der Spitze, gefolgt von Honduras mit 40, Belize mit 35,9 und Guatemala mit 22,4. Während die Tötungsrate in den genannten Ländern seit 2016 fällt, ist sie in Mexiko, das zusammen mit seinen südlichen Nachbarn zu Mesoamerika zählt, angestiegen. Mit 34.582 Morden war dort 2019 das gewalttätigste Jahr seit dem Beginn der statistischen Erfassung 1997. 2018 lag die entsprechende Zahl noch bei 33.369, was einer Mordrate von 25,8 Prozent entspricht. Damit hat Mexiko den zentralamerikanischen Durchschnitt von 23,7 übertroffen. Ähnliche Werte weisen auch Brasilien und Kolumbien mit jeweils 25 Tötungen je 100.000 Einwohner auf. Vor El Salvador, das im lateinamerikanischen Vergleich der Mordraten 2018 auf Platz zwei kam, liegt nur noch Venezuela mit einem Wert von 81,4. Hinter dieser Zahl verbergen sich 24.047 Menschen, die gewaltsam ums Leben gekommen sind. (Bild: Quetzalredaktion_pabloaroca).

08. Januar | Bolivien: Neuer Wahltermin steht fest

La Paz_Regierungspalast_Foto_Quetzal-Redaktion_gcDer Vorsitzende der Obersten Wahlbehörde Boliviens (TSE), Salvador Romero, hat am Wochenende den 3. Mai 2020 als neuen Termin für die allgemeinen Wahlen bekannt gegeben. Falls bei den Präsidentschaftswahlen eine zweite Runde erforderlich sein sollte, dann wird dies nicht vor dem 15. Juni der Fall sein. Laut einer Umfrage von Unitel, deren ergebnisse am 2. Januar veröffentlicht worden sind, liegt der MAS, die Partei von Evo Morales, mit 20,7 Prozent vorn, gefolgt von Jeanine Áñez, die als Interimspräsidentin fungiert, mit 15,6 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt Carlos Mesa mit 13,8 Prozent. Luis Fernando Camacho und Marco Pumari, die auf der Liste des MNR (Movimiento Nacionalista Revolucionario) für das Amt der Präsidenten bzw. Vizepräsidenten kandidieren werden, können auf eine Zustimmung von 6,9 bzw. 8,2 Prozent verweisen. Chi Hyun Chung, der bei den Wahlen im Oktober 2019 für den PDC (Partido Demócrata Cristiano) angetreten war, erhielt 8,1 Prozent. Der MAS wird seine Kandidaten am 19. Januar auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires vorstellen. Neben Diego Pary, der seit 2018 das Amt des bolivianischen Außenministers innehatte und nun nach Bolivien zurückkehren will, gelten David Choquehuanca, Luis Arce und Andrónico Rodríguez als die aussichtsreichsten Anwärter. Die beiden Erstgenannten waren unter Evo Morales ebenfalls als Minister tätig – Choquehuanca als Außenmister (2006-2017) und Arce als Wirtschaftsminister (2006-2017; erneut 2019). Der 30jährige Rodríguez ist Politikwissenschaftler (Abschluss 2012) und übt derzeit die Funktion des Vizepräsidenten der Coordinadora de las Seis Federaciones de Cocaleros del Trópico de Cochabamba aus. Laut bolivianischer Verfassung müsste am 22. Januar 2020 eine neue Regierung unter Führung der Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs, María Cristina Díaz, die Amtsgeschäfte übernehmen, was Jeanine Áñez, die sich am 12. November 2019 selbst zur Präsidentin des Landes ernannt hatte, jedoch ablehnt. Bislang steht auch die formelle Annahme des Rücktritts von Evo Morales durch die Plurinationale Legislative Versammlung noch aus. Nach Meinung von Eugenio Raúl Zaffaroni, ehemaliger Vorsitzender des Obersten Gerichtshofes Argentiniens und Richter am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, sei dieser deshalb noch bis zum 22. Januar 2020 rechtmäßiger Präsident Boliviens. (Bild: Quetzalredaktion_gc).

03. Januar | Mexiko: Haben Archäologen Reste der Flotte von Hernán Cortés gefunden?

Noticias_Mexiko_Quetzalredaktion_tzDer spanische Konquistador Hernán Cortés, der Anfang des 16. Jahrhunderts das Reich der Mexica (Azteken) eroberte, soll die elf Schiffe seiner Flotte 1519 versenkt haben. Er wollte nicht nur Eroberer, sondern auch Besitzer des Landes sein. Mit seinen Männern wollte er in Mexiko siedeln und sich damit von Diego Velázquez, dem Gouverneur von Kuba, unabhängig machen. Als Siedler und Gründer von Ortschaften war er nur noch dem König untergeordnet. Etwas Genaues weiß man von der Vernichtung der Flotte bis heute nicht, aber das könnte sich jetzt ändern. Archäologen fanden vor der Küste von Villa Rica in Veracruz drei Anker, deren spanischer Ursprung inzwischen außer Frage steht. Seit zwei Jahren untersuchen die Archäologen aus Mexiko und den USA den Meeresgrund vor Villa Rica. Insgesamt durchkämmen die Forscher inzwischen eine Fläche von 10 km2. Schon zu Beginn der Untersuchungen fand sich ein erster Anker, nur wenige hundert Meter von dem neuesten Fund von zwei weiteren Ankern. Damals fand sich auch ein Stück Holz, dessen Untersuchung bereits eine Zuordnung der Funde erlaubte. Der mexikanische Archäologe Roberto Junco erhofft sich mit den Funden weitere Aufschlüsse über Technologie und Kultur der frühen spanischen Siedler. Allerdings halten sich die Experten zurück, was die genaue Herkunft ihrer Funde betrifft: Es könnte sich durchaus um Cortés‘ versenkte Schiffe handeln, aber ebenso gut auch um Überreste des zu Zeiten der Konquista bedeutenden Hafens von Villa Rica. (Bild: Quetzalredaktion_tz).

» » mehr Noticias « «



Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


Novedades

Onetti, Juan Carlos: Die Werft
Autor:
Kategorie(n): Gelesen, Literatur, Uruguay

gelesen_Onetti_Die Werft

Zu guter Letzt ist das Scheitern vollkommen: Larsen, der Held des abschließenden Bandes von Juan Carlos Onettis Santa-María-Trilogie stirbt, ohne seine ehrgeizigen Ziele auch nur ansatzweise umgesetzt zu haben. Doch selbst dieses Scheitern scheint dem Autor nicht ausreichend zu sein, lässt er seinen Protagonisten …

Zum Artikel

Immer noch Streit aufgrund ökotouristischer Ausschreibung des Tayrona-Nationalparks
Autor:
Kategorie(n): Kolumbien, Ressourcen & Umwelt

Kolumbien_Tayrona_Tourismus_Quetzalredaktion_gt

Während Parques Nacionales Naturales1 vorsieht, am 22. November nächsten Jahres das Konzessionsverfahren für die Nationalparks Tayrona und den Vía Parque Isla de Salamanca abzuschließen, ersuchen indigene Gemeinschaften die Aufhebung der Ausschreibung. In den Gebirgsausläufern der Sierra Nevada …

Zum Artikel

Las Hermanas Caronni: Santa Plástica
Autor:
Kategorie(n): Argentinien, Kunst & Kultur, Musik

Santa Plástica_Bild_CoverScan

Das Duo Las Hermanas Caronni, welches aus der Cellistin Laura Caronni und der Klarinettistin Gianna Caronni besteht, legte kürzlich das Album Santa Plástica auf. Die Zwillingsschwestern, die in der argentinischen Messi-Stadt Rosario aufwuchsen und sich dort als professionelle Musikerinnen ausbildeten, schlossen sich bereits in frühem Alter …

Zum Artikel

José María Arguedas – zum 50. Todestag Yactaypiñan kachkani*
Autor:
Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Gelesen, Geschichte & Archäologie, Literatur, Peru

Peru_Arguedas-Denkmal_Santiago  Stucchi_CC

Man möchte in Anlehnung an so manche Biografie über den Autor betonen, dass er gar kein Indigener war. Nein, möchte man nicht! Wofür sollte das wichtig sein? Da schreibt ein „weißer“ Peruaner – ja, in Biografien wird das nicht selten betont – Geschichten über Indigene, über Quechua. Das war nicht unbedingt neu in seiner Heimat Peru, denn der sogenannte …

Zum Artikel

Putsch, Staatsstreich oder was? Fallbeispiel Bolivien 2019
Autor:
Seit dem Rücktritt von Evo Morales überstürzen sich die Ereignisse in Bolivien. Nachdem zuvor die Opposition auf die Straße gegangen war, sind es inzwischen die Anhänger des gestürzten Präsidenten, die mit ihren Protesten das Bild bestimmen. In diesem Zusammenhang ist auch die politische Debatte …
Zum Artikel
Bolivien von den Anden aus gesehen
Autor:
In Bolivien folgt auf die politische Destabilisierung die wirtschaftliche und es gibt bereits Hinweise auf eine monetäre Destabilisierung. Bolivien, das in den letzten 13 Jahren Stabilität genoss, ist heute eines der instabilsten Länder der Welt. Eine rassistische, faschistische und neokolonialistische Putschregierung ersetzte am 12. November …
Zum Artikel
» » weiter zu den letzten Beiträgen

top