lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

17. November | Brasilien: Runder Tisch zum (Post-)Wachstum

Brasilien: Abholzung des Amazonas-Regenwaldes - Foto: Agencia BrasilAm kommenden Wochenende findet von Samstag bis Sonntag (21.-22.11.) in Naunhof bei Leipzig der Runde Tisch Brasilien statt. Der diesjährige Runde Tisch befasst sich mit dem Thema “(Post-)Wachstum: Abschied vom Wachstumszwang. (Post-)Wachstum in Brasilien und Deutschland”. Welche Zukunft steht beiden Ländern offen? Wie kann sie gestaltet werden? Welche Rolle können Jugendbewegungen spielen? Wie könnte nachhaltige Entwicklung aussehen? Zu diesen Themen geben ReferentInnen aus Brasilien und Deutschland fachliche Impulse. Es wird Gelegenheit für Diskussionen, Vernetzung und Austausch geben. Die Tagung findet sowohl auf Deutsch als auch auf Portugiesisch statt und wird simultan übersetzt. QUETZAL wird an der Tagung teilnehmen und davon berichten (Bildquelle: Agencia Brasil).

12. November | Lateinamerika: Die Gewalt ist das größte Problem

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainWährend Lateinamerika im letzten Jahrzehnt beachtliche wirtschaftliche Wachstumsraten und einen Rückgang der Armut zu verzeichnen hat, können im Kampf gegen Gewalt und Kriminalität keine vergleichbaren Erfolge konstatiert werden. Ganz im Gegenteil: Im Zeitraum von 2000 bis 2010 starben eine Million Menschen durch kriminelle Gewalt, die Rate von Tötungsdelikten stieg um elf Prozent. Betroffen sind vor allem Jugendliche; ihr Risiko, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen, ist mehr als doppelt so hoch wie in anderen Altersgruppen. Zudem beeinträchtigt die Gewaltkriminalität alle Bereiche der Gesellschaft: Der Tourismus geht zurück, die Investitionen nehmen ab, und auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Entwicklungsniveau kann das BIP infolge der Gewalt um bis zu zehn Prozent sinken. Darüber hinaus bedroht die Gewaltkriminalität die Festigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Angst und Misstrauen beeinträchtigen das Zusammenleben der Menschen. Da staatlichen Stellen eine wirksame Bekämpfung der Gewalt oft nicht mehr zugetraut wird, wächst die Akzeptanz von Selbstjustiz. Vor allem in der Bekämpfung des Drogenhandels, einer der Hauptquellen der Gewalt, wird heute nach alternativen Szenarien gesucht. Denn der „Krieg gegen die Drogen“, wie er bisher praktiziert wurde, hat zu einem Anstieg der Tötungsdelikte geführt. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)

10. November | Paraguay: Ein Viertel der Richter korrupt

Lateinamerika: Justitia - Foto: Hans Braxmeier, Public DomainDass ein paar Scheinchen in Paraguay oft helfen, ein gefälliges Gerichtsurteil zu erhalten, galt bislang als weithin anerkanntes Charakteristikum des Rechtsystems in dem südamerikanischen Land. Allerdings fehlte es an Beweisen. Nun hat der Präsident des Richterrates von Paraguay (Consejo de la Magistratura de Paraguay), Enrique Riera Escudero, bestätigt, dass 25 Prozent der Richter korrupt sind und sanktioniert werden müssten. Allerdings würden sich viele der Beschuldigten durch ein positives Votum des Schwurgerichts zur Verurteilung (Tribunal del Jurado de Enjuiciamiento) retten. Doch nicht nur Richter gelten als bestechlich. Von den 1300 Justizmitarbeitern in Paraguay (Richter, Staatsanwälte, Verteidiger) wurden 500 wegen Korruption, Drogenhandel oder anderen Delikten angeklagt. In Konsequenz stellt Enrique Riera Escudero fest, dass das Justizsystem des Landes nicht mehr funktioniere. Meist liegt der Ursprung in einer engen Verquickung zwischen Justiz und Regierung. Demnach hätten sowohl die lange Zeit regierende Partei der Colorados als auch die Liberalen die Posten gemäß einem Pfründen-Mechanismus verteilt. Der Richterrat möchte nun 1000 Mitarbeiter im Justizapparat neu anstellen. Das wäre der erste Schritt einer de facto- und nicht nur de jure-Trennung von Exekutive und Judikative. In dessen Folge könnte auch maßgeblich die Korruption im Land gesenkt werden. Derzeit weist Paraguay einen GINI-Wert von 24 auf dem Korruptionswahrnehmung-Index (Corruption Perception Index, CPI) von Transparency International auf. Ein Wert von 100 bedeutet keine Korruption. Und davon ist der südamerikanische Staat meilenweit entfernt (Foto: Hans Braxmeier, Public Domain).

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Liebeszauber am Ende der Welt (Teil 1)
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Kategorie(n): Argentinien, Chile, Gelesen, Kunst & Kultur

Ernst Loehndorff: Ultima EsperanzaIn der hispanoamerikanischen Literatur nehmen das Thema Prostitution und die Darstellung von Bordellen und Prostituierten eine wichtige Rolle ein und können auf eine lange Tradition zurückschauen. Die ersten Romane, die sich dieser Thematik annahmen, waren Vida y hechos del famoso caballero don Catrín de la Fachenda (1832) des Mexikaners José Joaquín Fernández de Lizardi, Música Sentimental (1884) des Argentiniers Eugenio Cambaceres und El conspirador (1892) der Peruanerin Mercedes Cabello de Carbonera. Die ersten Freudenmädchen als Protagonistinnen waren Juana Lucero und Santa aus den gleichnamigen Romanen des Chilenen Augusto D’Halmar (1902) und des Mexikaners Federico Gamboa (1903).

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Koka – Fluch oder Segen?
Autor:
Kategorie(n): Bolivien, Drogen & Schattenwirtschaft, Gepflanzt, Gesellschaft & Soziales, Landwirtschaft & Agrarreform

 Landwirtschaft, Coca Pflanze, Markt - Foto: Oriana Elicabe
Wenn wir im westlichen Kulturkreis das Wort Koka hören, denken wir sofort an das berüchtigte illegale Kokain, für dessen Herstellung Koka die Grundlage bildet. Koka wird hier häufig sogar als Synonym für Kokain (Kokainhydrochlorid) verwendet und damit als Teil der international organisierten Drogenkriminalität verstanden. In den Koka anbauenden Ländern und hier besonders in Bolivien wird die Kokapflanze strikt von den Kokaindrogen getrennt und der Slogan „Koka ist nicht gleich Kokain“ wird öffentlich propagiert, weil die Kokapflanze in der Andenregion seit tausenden von Jahren als vielseitige und wertvolle Heil- und Kulturpflanze verwendet und…

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Sé que estás ahí, detrás de las pupilas
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Kategorie(n): Dialogando, Literatur

Katze - Bild: Quetzal-Redaktion, gtAhora que la veo, me parece abismal que haya podido encerrar tanto en tan pocos ojos. Con un movimiento de cejas podía reproducir un cielo apaciguado y al segundo instante la tormenta que desvencijaría el barco. Tiernos son sus ojos en esta suspensión, señorita Paz. Pero, qué es lo que usted escondía allí, allí detrás de las pupilas. Muchos la llamaron mezquina, otros enferma, loca. Creo que nunca podré saber qué mismo fue usted, señorita Paz. Su tienda era mágica, tenía de todo: desde un tornillo para las aspiradoras que aun no venían del primer mundo, hasta chalinas voladoras que en otros sitios se utilizaban como alfombras. Durante mucho tiempo dejé el dinero de todos los domingos en aquella …

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Hoill, Edgar: Day of the Dead. Tattoo Artwork Collection
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Kategorie(n): Gelesen, Kunst & Kultur, Lebensart, Mexiko

Edgar Hoill 'Day of the Dead' – Ein Ausflug zum mexikanischen Dia de los Muertos und gegenwärtiger mexikanischer Tätowier-KunstIch möchte im Folgenden die Artcollection ‘Day of the Dead. Tattoo Artwork Collection. ‘Skulls, Catrinas and Culture of the Dead von Edgar Hoill vorstellen. In diesem Bildband geben sich Tattoo-Künstler der ganzen Welt die Ehre und tragen eigene Interpretationen zum mexikanischen Fest Dia de los Muertos (Tag der Toten) bei. Hoill stellt dabei die verschiedenen Interpretationen der beteiligten Künstler in diesem Bildband zusammen und beleuchtet den „Tag der Toten“ in Mexiko aus verschiedenen Perspektiven. Insgesamt leisten 144 lateinamerikanische, amerikanische, japanische und europäische Künstler einen …

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Vortrag in Leipzig über den Widerstand der Mapuche in Chile
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Der Saal des Leipziger Instituts für Ethnologie war mit mehr als 100 Interessierten fast überfüllt, als Manuel Chocori und José Catrilao, zwei werken (gewählte Sprecher) der Mapuche ihre Stimme erhoben, um über die Situation ihres Volkes in Chile zu berichten. Beide waren auf Einladung der Regionalgruppe Köln der Gesellschaft für bedrohte …
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Dilma schafft es, Tabaré muss noch warten Zu den Wahlen am 26. Oktober 2014 in Brasilien und Uruguay
Autor:
Am Sonntag wurde nicht nur in der Ukraine und in Tunesien gewählt. In Lateinamerika fanden ebenfalls zwei wichtige Wahlen statt. In Brasilien ging es im zweiten Wahlgang darum, wer das Land weiter regieren wird, in Uruguay brachte die erste Runde der Präsidentenwahl noch keine Entscheidung. Nach den bisher vorliegenden Informationen wurde Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei Brasiliens …
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