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02. Juli | 2.Juli Uruguay Staatsunternehmen ANCAP will Defizit abbauen

Uruguay, Notica, Ancap raffinerie, Jimmy BalkoviciusDie uruguayische Ministerin für Industrie, Energie und Bergbau, Carolina Cosse, hat versichert, dass das staatliche Unternehmen ANCAP (Administración Nacional de Combustibles, Alcoholes y Portland) im Jahr 2015 sein Defizit entscheidend reduzieren werde. Bei einer Anhörung im Parlament betonte sie gestern, für ANCAP bestehe das Ziel, im laufenden Jahr den Fehlbetrag auf 50 Millionen Dollar zu reduzieren. Das bedeutet, dass das Unternehmen das Defizit um 273 Millionen Dollar abbauen will, denn das Jahr 2014 hatte ANCAP mit einem Minus von 323 US-Dollar abgeschlossen. Als einen wesentlichen Grund für die negative Bilanz nannte Cosse die Veränderungen im Wechselkurs des Dollars, die nicht ausgeglichen werden konnten. Die Ministerin führte aus, dass die Maßnahmen zum Umbau von ANCAP bereits greifen, auch wenn es nicht gelingen werde, dieses Jahr mit einer positiven Bilanz abzuschließen. Zu den in Angriff genommenen Maßnahmen gehöre auch die Erarbeitung eines Handbuchs mit Handlungsanweisungen für Energieunternehmen, welches u.a. einen besseren Umgang mit den Lagerbeständen behandelt. Inzwischen prüft die uruguayische Regierung auch die Erhöhung der Brennstoffpreise.

25. Juni | Chile: Die Hauptstadtregion ruft vorübergehend den Umwelt-Notstand aus

Chile: Smog erreicht die Vororte von Santiago - Foto: Quetzal-Redaktion, csNachdem die Smogwolke über Santiago de Chile immer größer geworden ist, rufen die Behörden seit vergangenem Donnerstag verschiedene Umwelt-Warnstufen aus: nach mehreren Tagen des Alarms und des Vornotstands gipfelte die Smogbelastung am vergangenen Montag im ersten Umweltnotstand seit sechzehn Jahren. Seit gestern geben die Behörden eine vorsichtige Entwarnung und rufen wieder die niedrigste Warnstufe (Alarm) aus. Je nach Warnstufe werden verschiedene Maßnahmen durchgesetzt: Neben Fahrverboten für Autos, Verboten der Nutzung der weitverbreiteten Heizöfen und landwirtschaftlicher Feuer, dem kompletten Abschalten umweltbelastender Betriebe, empfehlen die Behörden das Aussetzen vom Sportunterricht an den Schulen und das Vermeiden von sportlichen Aktivitäten im Freien. Zudem bietet das Umweltministerium eine Smog-App an, welche die BürgerInnen über die aktuelle Warnstufe, die Maßnahmen und die Luftqualität informiert. Langfristig können diese akuten Maßnahmen jedoch kaum das hauptsächlich im Winter auftretende Smog-Problem lösen. In der Hauptstadtregion leiden viele Menschen aufgrund der schlechten Luftqualität an Herz-Lungen-Erkrankungen, Asthma, Bronchitis sowie an Halsschmerzen und Hauterkrankungen. Aktuell wird die Luftverschmutzung durch den anhaltenden Regenmangel, die unzureichende Luftzirkulation im Santiago-Becken und die relativ milden Temperaturen verstärkt. Der Smog vermag jedoch kaum die euphorische Stimmung der ChilenInnen zu trüben; denn die SüdamerikanerInnen tragen dieses Jahr nicht nur die Fußball-Südamerikameisterschaft der Männer aus, sondern haben sich gestern auch in einem intensiven Spiel gegen eine starke uruguayische Mannschaft als erstes Team für das Halbfinale qualifiziert – und träumen nun vom ersten Copa-Amércia-Sieg (Quetzal-Redaktion, cs).

22. Juni | Kolumbien: Der kolumbianische Kongress stimmt für das Freihandelsabkommen mit Costa Rica

Kolumbien_Bogota_KongressAm 16. Juni 2015 wurde das Freihandelsabkommen (FTA) zwischen Kolumbien und Costa Rica, das bereits im Frühjahr 2013 unterzeichnet wurde, vom Plenum des Repräsentantenhauses in Bogotá mit 85 Ja- und 11 Gegenstimmen genehmigt. Wirtschaftsministerin Cecilia Alvarez-Correa äußerte ihre Zufriedenheit über die Annahme dieser Initiative und verweist auf die Wichtigkeit des Abkommens, da die Exporte in Zukunft diversifiziert werden sollen, um die wirtschaftliche Abhängigkeit von mineralischen Energieprodukten zu reduzieren, da Rohstoffe aus dem Energie- und Bergbausektor derzeit etwa 70 % der Gesamtexporte Kolumbiens ausmachen. Insgesamt sind gegenwärtig über 90 % der Exporte von Kolumbien nach Costa Rica Industriegüter wie Chemikalien, Bekleidung und Textilien, Autos/Autoteile, Seifen, Medikamente, Kosmetika, Spielzeuge aber auch agro-industrielle Güter. Laut Alvarez-Correa werden zunächst 74% der Industriegüter zollfrei gestellt, während der Rest in den kommenden 5 bis 15 Jahren folgen soll. Dadurch erhält Kolumbien einen einfachen Zugang zu dem importorientierten Markt Costa Ricas. Mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens rückt Costa Rica auch seinem Ziel näher, Mitgliedsland der Pazifischen Allianz zu werden. Das Abkommen enthält auch ein Kapitel zum Investitionsschutz. Hierzu gehört unter anderem die Gleichbehandlung ausländischer Investoren sowie zeitnahe verbindliche Streitbeilegungsverfahren durch Schiedsgerichte. Beide Länder erhoffen sich dadurch, gegenseitig von höheren Investitionen zu profitieren. Aktuell betragen die Direktinvestitionen von Kolumbien in Costa Rica 448 Millionen Dollar, die sich in den letzten 11 Jahren intensiviert haben.

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Ohne Regen in die Traufe
Autor:
Kategorie(n): Bolivien, Chile, Gesellschaft & Soziales, Landwirtschaft & Agrarreform, Peru, Ressourcen & Umwelt

Peru: Bau einer Qocha - Foto:  Quetzal-Redaktion, sscDer Klimawandel ist da. In Europa, in Lateinamerika, weltweit. Er wird voranschreiten und nicht mehr aufzuhalten sein. Den betroffenen Regionen und vor allem den Menschen bleibt deshalb nichts anderes übrig, als sich an diese neue sich abzeichnende Realität anzupassen. Doch anpassen an was? In der politisch-medialen Debatte dreht sich fast alles ausschließlich um die höhere Durchschnittstemperatur: zwei Grad, vier Grad, sechs Grad. Aber welche direkten und indirekten Folgen wird der Klimawandel insgesamt haben? Diese Frage ist für die Betroffenen viel wichtiger als die Fokussierung auf die Temperatur. Auf jeweils über tausend Seiten …

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Hilse, Ina/ Büttner, Kirstin (Hrsg.): Engagiert – Resistent – Bedroht. Soziale Bewegungen in Mittelamerika
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Kategorie(n): Costa Rica, El Salvador, Gelesen, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama

Gelesen: Hilse Büttner Soziale Bewegungen in Zentralamerika - Foto: BuchcoverUm es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch füllt nicht nur eine Lücke, sondern bietet auch einen sehr kompetenten, breit gefächerten und gut lesbaren Überblick über die sozialen Bewegungen einer Region, der hierzulande selbst von der linken Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. 15 Autoren haben sich zusammen getan, um dieses Defizit zu beheben. Auf „nur“ 210 Seiten findet der Leser prägnante Porträts aller sieben Länder Mittelamerikas (Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama), dazwischen eingestreut Beiträge …

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Microcuentos – Märchen
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Kategorie(n): Literatur

kultur_montoya_märchen1_quetzalredaktion_edwin_eschweilerAmmenmärchen
An dem Tag, an dem der Schwan sich in ein hässliches Entlein und das hässliche Entlein sich in eine haarige Kröte verwandelt, werden die Kinder die Fantasie bezweifeln und aufhören, an Ammenmärchen zu glauben.

 
 

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Medios y democracia en Argentina: “Hasta la autoestima crece cuando uno tiene medios de comunicación propios”
Autor:
Kategorie(n): Dialogando

Argentinien_Radiosender_FMLaTribu-foto-Bruno_Iglesias.jpgDamos seguimiento a la entrevista con Ernesto de Lamas de la radio comunitaria “La Tribu” en Argentina. Durante 20 años ha luchado por cambiar la ley de medios en su país que fue un relicto de la dictadura militar. Hoy en día, cuando las radios comunitarias por ley tienen garantizadas un 33 % del espectro radioeléctrico, los desafíos son otros. Nos cuenta de su trabajo como defensor del interés público en cuanto a medios de comunicación, de los retos de la nueva tecnología y del cambio que ve que se está realizando en América Latina…

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Rosario Castellanos
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Sie war eine vornehme Señorita, das entband sie von all den schwierigen und gefährlichen Pflichten, denen die anderen nachkommen mussten, die in den Vorstädten und am Fluss lebten. Diese Privilegien müssen ihr wie ein Käfig vorgekommen sein. Rosario Castellanos (1925-1974) war die Tochter einer Familie von Großgrundbesitzern aus Chiapas, die lieber einen …
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Seligsprechung von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero
Autor:
Weitgehend ignoriert von den offiziellen Medien feiern soziale Bewegungen, katholische Basisgemeinden, Gewerkschaften, Jugend- und Menschenrechtsorganisationen dieser Tage ihren Heiligen Oscar Arnulfo Romero. Sie verweigern sich dem kommerziellen Rummel und dem offiziellen Staats- und Kirchenakt zur Seligsprechung des ehemaligen Erzbischofs der Metropolregion San Salvador am 23. Mai 2015 – oder wurden erst gar nicht dazu eingeladen. Die …
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