lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

10. Dezember | Kolumbien: „Ein Lied für Kolumbien“ gegen die Regierung

Noticias_Kolumbien_Bild_Quetzal-Redaktion_gcAm Sonntag machten die Kolumbianer klar, dass die Protestwelle, die das Land seit dem 21. November erschüttert, nicht abreißen wird. Unter dem Motto „Ein Lied für Kolumbien“ fand in Bogotá ein großes Konzert mit zahlreichen Künstlern statt, das die Carrera Séptima, eine der wichtigsten Magistralen der Hauptstadt, blockierte. Ziel der Veranstaltung war es nicht zuletzt, Druck auszuüben, um Ergebnisse bei den Verhandlungen zwischen Regierung und Streikkomitee zu erzielen. Die Demonstranten fordern von der Regierung Duque eine grundlegende Änderung der Wirtschaftspolitik. Die Einheitsgewerkschaft CUT wirft dem Präsidenten vor, nicht gesprächsbereit zu sein. Im Vorfeld des IV. Gipfels des sozialen Dialogs, der am Montag in Cartagena stattfand, forderte Fernando Carillo (Procurador General de la Nación) den Präsidenten auf, sich mit den Forderungen der Demonstranten ins Einvernehmen zu setzen. Er warf Duque vor, gravierende Probleme in der sozialen Führung des Landes zu haben. Unter der kolumbianischen Bevölkerung ist die Zustimmung zum Präsidenten so schlecht wie nie zuvor. Befragungen ergaben, dass 70 Prozent mit seiner Politik unzufrieden sind. Indes ist die Zustimmung zu den nationalen Streiks und Protesten sehr hoch: 71 Prozent haben die Hoffnung, dass die Streiks die Regierung zu einer Politikänderung zwingen können. (Bild: Quetzal-Redaktion_gc).

04. Dezember | Uruguay: Uruguay hat einen neuen Präsidenten

Uruguay_Flagge_Bild_PublicDomainVergangenen Samstag wurde der neu gewählte Präsident Uruguays, Luis Lacalle Pou, bestimmt. Beim ersten Wahlgang am 27. Oktober entfielen auf die Kandidaten des regierenden Parteienbündnisses (Frente Amplio – FA), Daniel Martínez Villamil und Graciela Villar, 39 Prozent der Stimmen, während an die Kandidaten des Bündnisses Compromiso por el País, Luis Lacalle Pou und Beatríz Arguimón, 28,6 Prozent der Stimmen gingen. Aufgrund dieses unentschiedenen Ergebnisses gab es am 24. November einen zweiten Wahlgang. Diesen gewannen Lacalle Pou-Arguimón mit einem Stimmenanteil von 48,8 Prozent knapp vor Martínez Villamil-Villar, auf die 47,3 Prozent entfielen. Neben den Präsidentschaftswahlen fanden auch die Wahlen der Mitglieder von Senat und Abgeordnetenhaus statt. Auch wenn es der Frente Amplio dabei gelang, in beiden Kammern die Mehrheit der Sitze zu behalten, lässt die Unterstützung anderer konservativen Parteien für Lacalle Pou die Bildung einer konservativen Koalition vermuten, um sich gegen das Bündnis Frente Amplio auch in der Legislative durchzusetzen. Nach 15 Jahren eher fortschrittlicher Politik ändert Uruguay somit den Kurs. In welchem Umfang und durch welche Maßnahmen damit zur neuen Welle konservativer Regierungen des Südkegels beigetragen wird, wird im kommenden Lustrum ins Gewicht fallen. (Bild: PublicDomain).

26. November | Bolivien: Parlament beschließt Gesetz zu erneuter Abstimmung

Noticias_Bolivien_Bild_Quetzal-Redaktion_pgAm Sonnabend (23. November 2019) haben beide Kammern des Parlaments ein Gesetz über die Durchführung von Neuwahlen angenommen. Damit wurden die Wahlen vom 20. Oktober für ungültig erklärt. Das Gesetz war möglich geworden, nachdem sich die Abgeordneten und Senatoren des MAS (Movimiento al Socialismo), der Partei des gestürzten Präsidenten Evo Morales, mit zwei Oppositionsparteien – der Unidad Demócrata und dem Partido Demócrata Cristiano – darüber verständigt hatte. Die Vermittlung einer entsprechenden Vereinbarung war durch Vertreter der UNO und der EU vermittelt worden. In den nächsten 20 Tagen muss das Parlament das Oberste Wahlgericht (TSE) bestellen. Die Wahlen sollen voraussichtlich im Februar 2020 stattfinden. Das Gesetz schließt die Kandidatur von Evo Morales sowie von allen Amtsträgern, die bereits zwei Wahlperioden hintereinander absolviert haben aus. Ciro Zabala, der als Senator des MAS den Gesetzesentwurf vorgestellt hatte, betonte dessen „Ausnahme- und Übergangscharakter“. Am Sonntag unterzeichnete Jeanette Áñez, die sich selbst zur Interimspräsidentin ernannt hatte, das Gesetz. Es dürfte jedoch nicht im Interesse einer Verhandlungslösung sein, dass der Innenminister der De-facto-Regierung, Arturo Murillo, am Freitag Strafantrag gegen Evo Morales gestellt hat. Er begründete dies mit dem Vorwurf der Rebellion und des Terrorismus. (Bild: Quetzal-Redaktion_pg).

» » mehr Noticias « «



Ernesto Che Guevara – Das QUETZAL-Dossier (Oktober 2017 – Juni 2018)


Novedades

Las Hermanas Caronni: Santa Plástica
Autor:
Kategorie(n): Argentinien, Kunst & Kultur, Musik

Santa Plástica_Bild_CoverScan

Das Duo Las Hermanas Caronni, welches aus der Cellistin Laura Caronni und der Klarinettistin Gianna Caronni besteht, legte kürzlich das Album Santa Plástica auf. Die Zwillingsschwestern, die in der argentinischen Messi-Stadt Rosario aufwuchsen und sich dort als professionelle Musikerinnen ausbildeten, schlossen sich bereits in frühem Alter …

Zum Artikel

José María Arguedas – zum 50. Todestag Yactaypiñan kachkani*
Autor:
Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Gelesen, Geschichte & Archäologie, Literatur, Peru

Peru_Arguedas-Denkmal_Santiago  Stucchi_CC

Man möchte in Anlehnung an so manche Biografie über den Autor betonen, dass er gar kein Indigener war. Nein, möchte man nicht! Wofür sollte das wichtig sein? Da schreibt ein „weißer“ Peruaner – ja, in Biografien wird das nicht selten betont – Geschichten über Indigene, über Quechua. Das war nicht unbedingt neu in seiner Heimat Peru, denn der sogenannte …

Zum Artikel

Putsch, Staatsstreich oder was? Fallbeispiel Bolivien 2019
Autor:
Kategorie(n): Bolivien, Gewalt & Menschenrechte, Militär & Sicherheit, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht

Bolivien_Regierungspalast_Bild_Quetzal-Redaktion_pg

Seit dem Rücktritt von Evo Morales überstürzen sich die Ereignisse in Bolivien. Nachdem zuvor die Opposition auf die Straße gegangen war, sind es inzwischen die Anhänger des gestürzten Präsidenten, die mit ihren Protesten das Bild bestimmen. In diesem Zusammenhang ist auch die politische Debatte …

Zum Artikel

Bolivien von den Anden aus gesehen
Autor:
Kategorie(n): Bolivien, Gewalt & Menschenrechte, Militär & Sicherheit, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht

Bolivien_Garde_Bild_Quetzal-Redaktion_pg

In Bolivien folgt auf die politische Destabilisierung die wirtschaftliche und es gibt bereits Hinweise auf eine monetäre Destabilisierung. Bolivien, das in den letzten 13 Jahren Stabilität genoss, ist heute eines der instabilsten Länder der Welt. Eine rassistische, faschistische und neokolonialistische Putschregierung ersetzte am 12. November …

Zum Artikel

Lateinamerikanisten im Porträt (4)
Autor:
Ist es Ihnen auch schon einmal so ergangen? Sie kennen einen bekannten Autor über seine Schriften. Sonst verbindet sie mit ihm nichts – denken sie zumindest. Aber dann kommt es ganz anders… So war es bei mir mit dem renommierten Mexiko-Historiker Friedrich Katz, dessen Porträt sie hier lesen können …
Zum Artikel
Die Konterrevolution ernst nehmen. Überlegungen zum Putsch in Bolivien und seinen Folgen
Autor:
Der 10. November 2019, der Tag, an dem Evo Morales seinen Rücktritt erklärte, markiert eine ähnlich tiefe Zäsur in der Geschichte Boliviens wie seine Wahl zum ersten indigenen Präsidenten Ende 2005 – diesmal jedoch …
Zum Artikel
» » weiter zu den letzten Beiträgen

top