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23. Januar | Uruguay: Große Pläne am Atlantik

Uruguay: Containerhafen in Montevideo (01.01.2010) - Foto: Quetzal-Redaktion, ecmUruguay will die Kapazität seiner Häfen ausbauen und so zu einem der wichtigsten logistischen Zentren im südlichen Atlantik werden. Gladis Genua, die uruguayische Vertreterin der Andinen Entwicklungsorganisation CAF betonte, als kleines Land mit einem kleinen Binnenmarkt müsse Urugauay seinen Dienstleistungssektor ausbauen, um unabhängiger von Rohstoffen zu werden. In der traditionellen Konkurrenz der Häfen am Río de La Plata, der große Konkurrent des Hafens von Montevideo ist der von Buenos Aires, gedenkt Uruguay gewichtige Trümpfe auszuspielen. Zum einen ist die Steuerbelastung der uruguayischen Häfen geringer, zum anderen ist Montevideo der zweiteffektivste Hafen in Lateinamerika. Das Land setzt insbesondere auf die Binnenländer Bolivien und Paraguay, für die die uruguayischen Häfen eine wachsende Rolle spielen sollen. Seit einigen Jahren schon bietet Uruguay Schiffen aus beiden Ländern einen Zugang zum Atlantik, wobei diese, wenn sie sich in uruguayischen Gewässern befinden, wie einheimische Schiffe behandelt werden. Im Februar wird im Hafen von Montevideo ein neuer Pier eingeweiht, weitere Arbeiten an der Industriezone von Sayago sind geplant. Das ehrgeizigste Projekt ist aber der ca. 300 km nördlich von Montevideo geplante Tiefseehafen von Rocha, auf den sich der uruguayische Seeverkehr im südlichen Atlantik einmal konzentrieren soll. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)

15. Dezember | Kolumbien: Demonstrationen gegen Straffreiheit von FARC-Rebellen

Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainAm Mittwoch wurden die Friedensverhandlungen in Havanna zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC wieder aufgenommen. Jetzt steht noch aus, die schwierigsten Fragen zu klären, etwa die Niederlegung der Waffen der linken Rebellen und ob die Kommandeure wegen Menschenrechtsverletzungen und Drogenhandel unter Anklage gestellt werden. FARC-Kommandant Pablo Catatumbo, Delegierter bei den Friedensgesprächen, sagte in der Presseerklärung vom 13. Dezember, dass die FARC ein Friedensabkommen ablehnt, das die alleinige Inhaftierung der Rebellenführer erzwingt, während Oligarchie, Politik und Militär nicht belangt werden. Außerdem missbrauche Kolumbiens Regierung den Rechtsrahmen, indem es soziale Forderungen von der kolumbianischen Bevölkerung als Terrorakte und nicht legitime politische Prozesse und Maßnahmen verzerre. Des Weiteren beklagt Catatumbo die Beugung des Rechtsbegriffs eines politischen Verbrechens für eine Rebellion, was zur Folge habe, dass Angehörige der FARC als Terroristen eingestuft würden. Tausende Menschen traten vergangenes Wochenende auf die Straßen, um gegen eine mögliche Amnestie oder Begnadigung für Angehörige der Guerillaorganisation FARC zu demonstrieren. Viele der Demonstranten waren Anhänger des ehemaligen Präsidenten Alvaro Uribe, der seinem Nachfolger Juan Manuel Santos vorwirft, eine Kultur der Straflosigkeit zu schaffen. Die Proteste richteten sich damit gegen einen Frieden, der auf der Straflosigkeit der Rebellen aufgebaut wird. Die FARC soll sich für die in der Vergangenheit vollzogenen Gräueltaten verantworten (Bildquelle: Public Domain).

26. November | Mexiko: Demonstration in Leipzig für Ayotzinapa

Mexiko: Demo in Leipzig für Ayotzinapa, Foto: Quetzal-Redaktion, glAm Samstag, den 15. November, fand in Leipzig eine Demonstration mit mehr als 100 Personen statt. Die Demonstranten wollten sich mit den Familien der 43 verschwundenen mexikanischen Studenten solidarisieren und gegen die Politik der mexikanischen Regierung protestieren. Die friedliche Demonstration lief unter dem Motto „Es war der Staat“ durch das Zentrum der Stadt Leipzig. Die verschwundenen mexikanischen Studenten kommen aus einer Fachhochschule für Lehramt des Bundesstaates Guerrero in Mexiko. Sie wollten am 26. September 2014 nach Mexiko-Stadt fahren und am 2. Oktober an der traditionellen Demonstration zur Erinnerung an das Studentenmassaker von 1968 in Tlatelolco, Mexiko, teilnehmen. Als die Studenten am Busbahnhof von Iguala ankamen, wurden sie von der mexikanischen Polizei angegriffen. Bei diesem Einsatz hat die Polizei acht Personen getötet, und 43 Studenten wurden festgenommen. Man brachte sie jedoch nicht ins Gefängnis, sondern an einen unbekannten Ort. Bis heute sind sie spurlos verschwunden. Die Proteste im Land und von Seiten der internationalen Gemeinschaft haben sich intensiviert. Trotz der Erklärungsversuche der mexikanischen Regierung befindet sich das Land in einer politischen Krise, und es zeigt sich, wie schlecht es um die Einhaltung der Menschenrechte im Land steht. Schuld daran hat die Verschmelzung von Politik und illegalen Organisationen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


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