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Noticias

27. April | Brasilien: Awá-Indigene nicht mehr sicher

Brasilien: Abholzung des Amazonas-Regenwaldes - Foto: Agencia Brasil, Antonio CruzDie Führerin einer Gruppe von Awá-Indigenen im Nordosten des brasilianischen Amazonasgebietes ist schwer an Grippe erkrankt. Die Gruppe der Awá lebt zum Teil sesshaft, zum Teil noch zurückgezogen im Wald, wobei die sesshaften Mitglieder bereits Kontakt zur brasilianischen Mehrheitsgesellschaft haben, während die zurückgezogen lebende Gruppe bisher den Kontakt gemieden hat. Die an Grippe und Atemwegsbeschwerden erkrankte Jakarewyj ist Führerin der unkontaktierten Gruppe, welche etwa 100 Mitglieder hat. Im Januar diesen Jahres stellte sie zusammen mit einer weiteren Frau un einem Mann den Kontakt mit ihren sesshaften Verwandten her, aus Gründen, die bisher unbekannt sind. Gegenüber dem Indiginen Missionsrat Brasiliens (CIMI) erläuterte ein Mitglied der kontaktieren Awá, dass die Gruppe um Jakarewyj in eine Situation geraten war, in welcher sie sich von Holzfällern umzingelt sahen. Diese dringen schon seit Jahren in das eigentlich staatlich geschützte Gebiet ein. Im Januar 2014 hatte die brasilianische Regierung nach internationalem Druck die Siedler, Holzfäller und Viehzüchter zwar aus dem Gebiet ausgewiesen. Die Erschließung des Gebietes und damit die Bedrohung von unkontaktierten Gruppen wird jedoch nicht enden, wenn die Behörden nicht nachdrücklicher das Recht der Awá-Gruppen auf ihr Territorium verteidigen.

24. April | Chile: Überraschender und spektakulärer Ausbruch des Calbuco

Chile: Ausbruch des Calbuco im April 2015 - Foto: AeveraalNach mehr als 42 Jahren Inaktivität und ohne vorherige Anzeichen ist am Mittwoch der Vulkan Calbuco in der Nähe der Stadt Puerto Montt im Süden Chiles zweifach ausgebrochen. Die Eruptionen hatten eine rund 20 Kilometer hohe Asche- und Lavawolke zur Folge. Da sich auch Gase in dem Gemisch befanden, konnten BeobachterInnen spektakuläre Explosionen bestaunen. Die von dem Ereignis am stärksten betroffene Ortschaft Ensenada ist unter einer bis zu 35 cm hohen Asche- und Lavaschicht begraben. Die Aschewolke war noch aus 100 km Entfernung zu sehen und hat bereits ihren Weg über die Anden nach Argentinien gefunden. Gestern bildete sich zudem ein neuer Krater in der Nähe der Ausbruchstelle. Die Behörden evakuierten rund 4.500 Menschen in einem Umkreis von 20 Km, während Präsidentin Bachelet in der Region den Ausnahmezustand ausrief. Da ein Großteil der Bevölkerung vor Ort von der Landwirtschaft lebt, verloren zahlreiche Betroffene ihre Ernten und teils ihr Vieh. Die Polizei ist neben der Evakuierung damit beschäftigt, Menschen aus unzugänglichen Regionen zu bergen. Der Flughafen von Puerto Montt wurde komplett geschlossen. Weiterhin treten Gase aus, und es bleibt abzuwarten, ob es nicht noch zu einer weiteren – und stärkeren Eruption kommt. In Chile gibt es 90 aktive Vulkane, von denen der Calbuco zu den drei gefährlichsten zählt (Bildquelle: Aeveraal).

23. April | Argentinien: Indigene Frauen für die Rechte des guten Lebens

Argentinien: Comunidad Mapuche - Foto: Quetzal-Redaktion,gcDer Dienstag war ein historischer Tag für die argentinische Bevölkerung. Vertreterinnen der 36 indigenen Völker kamen aus dem ganzen Land nach Buenos Aires, um dem Nationalkongress einen Gesetzentwurf vorzulegen. Es war das erste Mal seit der Gründung des Staats, dass die Stimme der Indigenen im Kongress gehört wurde. Der Gesetzestext mit dem Namen „Gesetz für das gute Leben“ vereint die Beschlüsse der zahlreichen Versammlungen, die seit langer Zeit mit Blick auf diesen Tag in Argentinien stattfanden. Obwohl die Gleichberechtigung der Indigenen sogar in der argentinischen Hymne besungen wird, bekämpfte der Staat die indigene Bevölkerung zunächst mit Waffen und danach durch Diskriminierung, Ausgrenzung, Verarmung und Verseuchung. Zurzeit stammt der größte Teil der Schwarzarbeiter und Gefängnisinsassen aus der indigenen Bevölkerung. Das Ziel der Mobilisierung, die im Nationalkongress endete, war, so die Sprecherinnen, nicht bloß zu protestieren, sondern auch Vorschläge zu machen, um einen multikulturellen Staat zu schaffen. Denn im vorgelegten Gesetzestext geht es um Multikulturalität im Gesundheits- und Schulwesen, den Wohnungsbau, den Verkehr und die Strafvollzugspolitik u.v.a. Wie bereits bei den Müttern der Plaza de Mayo sind es auch hier wieder die Frauen, die gegen die Ungerechtigkeit aktiv werden. Indigene Frauen sind dreifach benachteiligt: Sie sind weiblich, arm und indigen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc)

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


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Balaguer, Joaquín (1906-2002): B. wurde am 1. September 1906 in Villa Bisonó (Provinz Santiago) geboren und starb am 14. Juli 2002 in Santo Domingo. In der Zeit von 1960 bis 1996 amtiert er sieben Mal als Präsident der Dominikanischen Republik. Der Beginn seiner politischen Karriere ist aufs engste mit der Diktatur von Rafael Trujillo verbunden, unter dem er verschieden Botschafter- und Ministerposten sowie die Ämter des Vizepräsidenten und 1960 kurzzeitig auch formell das des Präsidenten innehat. Nach der Flucht des Trujillo-Clans und einem Generalstreik (28. November bis 8. Dezember 1961) stellt er sich …

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Dialogando - Páginas Ortiz - Foto: Quetzal-Redaktion, gtEl corazón de un amante cuarentón 1
Mi corazón es un globo
en cuyo interior las pasiones
y los odios (con ojos locos,
suma de contradiciones
de afectos y desafectos
múltiples y paradójicos,
y con cuencas sin coloridos,
vacías, sin fantasmas feos

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Uruguay Filmposter der Dokumentation "Pepe Mujica - Der Präsident" - Foto: pepe-mujica.deDer kleine, runde Mann bezeichnet sich selbst als „Erdklumpen mit Füßen“ und wohnt mit seiner Frau auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Montevideo. Seine Vergangenheit als Tupamaro-Guerrillero und die Formalisierung der Bewegung als Kongresspartei in der uruguayischen Haupstadt hat die Regisseurin bereits 1995 in einem Dokumentarfilm beleuchtet. 2015, 20 Jahre danach, tritt Pepe Mujica als Präsident des 3,3-Millionen-Einwohnerlandes ab. In der Dokumentation „Pepe Mujica – Der Präsident“ setzt Heidi Specogna dem Ex-Guerrillero ein weiteres ein filmisches Denkmal. Drei Sprecher führen durch den Film: zu Beginn seine Frau Lucía …

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Washingtons zentralamerikanisches Dilemma
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Guatemala: US-Botschaft in Guatemala, Besucherpass - Foto: Quetzal-Redaktion,tpDas Jahr 2014 stellt ohne Zweifel eine globale geopolitische Zäsur dar. Die dramatischen Ereignisse in der und um die Ukraine haben schlaglichtartig klar gemacht, dass die „neuen Gestaltungsmächte“, repräsentiert vor alle durch die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), nicht länger gewillt sind, sich dem unipolaren Dominanzanspruch der USA zu unterwerfen. Auch die Beziehungen Washingtons gegenüber Lateinamerika sind von den weltpolitischen Auseinandersetzungen …

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“Pensar con el sonido”: Entrevista con Walter Hernández de Vokaribe (Colombia)
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