lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias

28. Januar | IV. Treffen der Celac vom 26. bis 27. Januar in Quito

Lateinamerika_Celac_Foto presidencia de la republica mexicanaDer derzeit in Brasilien grassierende Zika-Virus gehörte ebenso zu den Diskussionsthemen beim IV. Treffen der Celac (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) wie der Friedensprozess in Kolumbien. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff mahnte eine schnelle Zusammenarbeit der Organisation im Kampf gegen das Zika-Virus an, das bald die gesamte Region betreffen dürfte. Sie vereinbarte eine Zusammenkunft zu diesem Thema im Rahmen des Mercosur am kommenden Dienstag in Montevideo. Das Kolumbianische Staatsoberhaupt Santos erklärte, der Krieg in Kolumbien sei der einzige Konflikt der Welt der im Dialog beendet wird. Der UNO-Sicherheitsrat werde jetzt die Beobachter für die vereinbarte Waffenübergabe der FARC-Rebellen auswählen wird, deren Mission von der Celac einmütig unterstützt wird. Die Verhandlungen mit dem ELN bezeichnete er, ohne weitere Details zu nennen, als vertrauensvoll und er zeigte sich zuversichtlich, dass auch hier schnelle Fortschritte zu verzeichnen sein werden. Der dominikanische Präsident Danilo Medina, der von seinem ecuadorianischen Amtskollegen die Präsidentschaft der Celac übernahm, verwies darauf, dass der Kampf gegen Armut und Ungleichheit weiterhin wesentlich Aufgaben in der Region sein werden: „Lateinamerika ist nach Asien die Region mit dem größten Wachstum der Mittelschicht, aber mit den afrikanischen Ländern südlich der Sahara die Region mit der größten Ungleichheit.“ (Bildquelle: Presidencia de la República Mexicana)

25. Januar | Haiti: Stichwahl erneut verschoben

Stichwahl_Haiti_Bild Public DomainIn Haiti hat der Provisorische Wahlrat (CEP) die noch ausstehende zweite Runde der Präsidentschaftswahlen, die am vergangenen Sonntag, dem 24. Januar 2016, stattfinden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor hatte der Oppositionskandidat Jude Célestin zum Boykott des Urnengangs aufgerufen, woraufhin es am Freitag in der Hauptstadt Port-au-Prince zu schweren Ausschreitungen gekommen war. Die Abstimmung in dem karibischen Inselstaat wird seit Wochen von Betrugsvorwürfen überschattet. Bei den Protesten, auf denen auch der Rücktritt von Präsident Michel Martelly gefordert worden war, kam nach Medienberichten ein Mensch ums Leben. Célestin hatte bereits die Ergebnisse des ersten Wahlgangs nicht anerkannt, der am 25. Oktober 2015 durchgeführt worden war. Damals soll der als Regierungskandidat angetretene Unternehmer Jovenel Moïse 32,6 Prozent der Stimmen erhalten haben, während sein Kontrahent sich mit 25, 2 Prozent zufrieden geben musste. Der Termin der Stichwahl, die für den 27. Dezember 2015 geplant war, mußte schon einmal verschoben werden. Im Januar hatte eine unabhängige Untersuchungskommission gravierende Mängel beim ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl dokumentiert. Neben Wahlmanipulationen ging es auch um Stimmenkauf und massive Einschüchterung von Wählern. Wann die Stichwahl nun nachgeholt werden kann, ist unklar. Präsident Martelly scheidet nach fünf Jahren offiziell am 7. Februar 2016 aus seinem Amt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini äußerte sich besorgt über die Lage in Haiti. Es sei nun entscheidend, die Gewalt zu stoppen, um den Wahlprozess erfolgreich abschließen zu können. (Bildquelle: Public Domain)

21. Januar | Mexiko: Film über “El Chapos” Flucht in den mexikanischen Kino

Mexiko_Filmplakat_ELChapoElEscapedelSiglo_Bild: DragonfilmsAm 15.1.2016 wurde in den mexikanischen Kinos “Capo – El escape del siglo” (dt.: “Capo – die Flucht des Jahrhunderts”) ausgestrahlt. Der Film zeichnet die Flucht des Drogenbosses Joaquín Loera “El Chapo Guzmán” aus dem Gefängnis Altiplano in Mexiko-Stadt im Jahr 2015 nach und ist der erste professional gedrehte Film über das Leben des “Chapo”. Die Drehzeit betrug acht Wochen und fand im Geheimen statt, um Einflussnahme von außen zu vermeiden. Regisseur ist Axel Uriegas. Im Interview mit der mexikanischen Wochenzeitschrift Proceso betont er, dass sein Film “die Korruption, in der wir leben” anklagen soll, “ohne dabei irgendjemanden zu glorifizieren”. Ziel des Filmes sei es, die Person zu zeigen, die hinter “El Chapo” steckt, so, “wie er seine Geschäfte erledigt, und wie er mit den Menschen lebt, die er liebt.” Zusätzliche Publicity erhielt der Film am 8. Januar durch die erneute Verhaftung Joaquín Loeras im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa durch das mexikanische Militär. Im Juli 2015 flüchtete Gúzman bereits auf spektakuläre Weise aus einem Hochsicherheitsgefängnis, indem er einen Tunnel nutzte, der unterhalb seiner Zelle von einem Wohnhaus ausgehend gegraben worden war. Die Verleiherfirma “Dragon Films” möchte nicht sagen, wer den Film in Auftrag gegeben hat und erklärt vorsorglich: “Die verleihende Firma ist nicht verantwortlich für den Inhalt des Filmes”. Die Geschäftsführerin des Unternehmens begründet die Entscheidung, den Film dennoch zu zeigen, so: “Mexiko ist gerade dabei aufzuwachen. Dieser Film ist eine weitere Stimme, zwischen all den anderen Stimmen, die noch Erklärungen suchen.” Dem Twitter-Accounts von “Dragon Films” zufolge sahen am 18.1. bereits 18.000 Mexikaner den Film. Über einen Export in die USA werde nachgedacht. (Bildquelle: Dragon Films)

» » mehr Noticias « «




Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


Novedades

Festnahmen von historischer Bedeutung in Guatemala
Autor:
Kategorie(n): 20. Jahrhundert, Geschichte & Archäologie, Gesellschaft & Soziales, Gewalt & Menschenrechte, Guatemala, Militär & Sicherheit, Parteien & Soziale Bewegungen, Politik & Recht

Guatemala: Museo Comuntario in Rabinal - Foto: Andreas JäckelAm 06. Januar 2016 nahm die guatemaltekische Staatsanwaltschaft überraschend 18 hochrangige Ex-Militärs fest. Etliche sind Absolventen der „Escuela de las Américas“, einer vom US-Militär geleiteten Ausbildungsstätte für lateinamerikanische Militärs. 14 von ihnen werden Verbrechen im Fall CREOMPAZ, vier im Fall des Jugendlichen Molina Theissen vorgeworfen, die meist während der Militärdiktaturen von Fernando Romeo Lucas García (1978 bis 1982) und Efraín Ríos Montt (März 1982 bis August 1983) begangen worden waren.Die Festgenommenen werden beschuldigt, von …

Zum Artikel

“Die Indianer kommen”: Ein Film von Carola Wedel
Autor:
Kategorie(n): Brasilien, Film, Gesehen, Kolumbien, Venezuela

Gesehen: Die Indianer kommen_Carola Wedel_Kogi_maske_snapshotDer Filmtitel klingt wie eine Warnung aus einem alten Western, auf jeden Fall schwingt irgendwie ein „Achtung!“ mit. Dabei erzählt der Film nur eine kleine Geschichte, die wie es scheint, weite Kreise ziehen und sich zu einer richtig großen Geschichte auswachsen könnte. Sie könnte sogar eine Lawine auslösen. Und diese Geschichte geht so: Wie im Nutzungskonzept für das Projekt „Berliner Schloss – Humboldt-Forum“ vorgesehen lud Stiftungspräsident Hermann Parzinger …

Zum Artikel

Fünf Testfälle für die Zukunft – Lateinamerika im Jahresrückblick 2015
Autor:
Kategorie(n): 21. Jahrhundert, Brasilien, Gesellschaft & Soziales, Globale Beziehungen, Globalisierung & Regionalisierung, Interamerikanische Beziehungen, Intraregionale Beziehungen, Kolumbien, Kuba, Lateinamerika, Mexiko, Venezuela

Cuba: Barack Obama trifft Raúl Castro - Foto: Public DomainBlickt man auf das Jahr 2015 zurück, dann war es für Lateinamerika eine Zeit des angekündigten Wandels, dessen Ausgang noch unbestimmt ist. Einerseits scheint der Sieg rechter Wahlbündnisse in Argentinien und Venezuela den Anfang vom Ende der 1998 begonnenen Linkswende einzuläuten, andererseits signalisiert die einsetzende Normalisierung der Beziehungen zwischen Kuba und den USA das Scheitern der seit 1960 …

Zum Artikel

Victor Montoya – Microcuentos – Teil 3
Autor:
Kategorie(n): Kunst & Kultur, Literatur

Kultur: Microcuentos von Victor Montoya - Foto: Quetzal-Redaktion, gt, Edwin Eschweiler

Correvolando

Er tauchte auf und stahl sich flugs davon.

Christoph Kolumbus

Der Seefahrer aus Genua, gierig nach Reichtümern und Ruhm, lebte und starb ohne zu verstehen, dass seine Reise gen Westen ihn, den Piraten der Weltmeere ähnlich, zu einem Kontinent geführt hatte, der, einstmals das Paradies auf Erden, während des Kolonialismus zur Hölle wurde.

Mutter Erde

Mutter Erde, öffne dich, befahl der Bergmann. Sie tat sich nicht auf. Sie blieb hermetisch verschlossen. Mach mir auf! Seine Stimme wurde tiefer. Mutter Erde fühlte sich…

Zum Artikel

Mexiko zwischen Gewalt, Unzufriedenheit und kollektiver Aktion
Autor:
Seit Jahren bringt das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn, junge Nachwuchsführungskräfte aus verschiedenen Schwellenländern zusammen, um über unterschiedliche Themen von globaler Reichweite zu diskutieren und neue Perspektiven kennen zu lernen. Neben der Entwicklung gemeinsamen Wissens tauschen sich die Eingeladenen auch über aktuelle Entwicklungen in ihren Ländern aus. An dem Programm in Bonn nahmen …
Zum Artikel
Klima paradox: Das Pariser Abkommen und der Klimawandel in Zentralamerika (Teil 2)
Autor:
Obwohl der Raubbau an den Wäldern etwa 20 Prozent zu den globalen Emissionen beiträgt, war deren Schutz bislang nicht Teil von Klimaabkommen. Das hat sich nunmehr geändert: Das Pariser Abkommen verpflichtet alle Länder zur Bewahrung und Erweiterung von Senken und Reservoiren, womit jene Ökosysteme gemeint sind, die der Atmosphäre CO2 entziehen. Zu diesen zählen neben …
Zum Artikel
» » weiter zu den letzten Beiträgen

top