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27. Februar | Haiti: Gewalttätige Proteste gegen die Dominikanische Republik

Haiti: Frau - Foto: Thalles GomesEine Gruppe von einigen tausend Demonstranten hat das dominikanische Konsulat in Port-au-Prince angegriffen. Der Protest richtete sich gegen den Rassismus und die Xenophobie gegenüber Haitianern in der Dominikanischen Republik. Während der Kundgebung kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen das Konsulat, in dessen Verlauf die Nationalflagge des Nachbarstaates abgenommen und verbrannt wurde. Daraufhin hissten Demonstranten gar die haitianische Flagge. Das Personal des Konsulates wurde nicht verletzt. Die Manifestation ist eine Reaktion auf eine Reihe von gewaltsamen Toden von Haitianern in der Dominikanischen Republik. Viele Haitianer kritisieren die passive Haltung ihres Präsidenten gegenüber diesen Ereignissen sowie gegenüber der Situation haitianischer Auswanderer im Nachbarland, die meist ohne Aufenthaltsgenehmigung dort leben. Die Regierung des Nachbarlandes kritisierte die Ausschreitungen und Vorwürfe. Des Weiteren bestellte sie den haitianischen Botschafter ein. Die Dominikanische Republik und Haiti sind Nachbarstaaten auf der Insel La Española. Seit gut einem Jahrhundert wandern Haitianer ins Nachbarland aus, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Dominikanischen Republik leben schätzungsweise über eine halbe Million Haitianer, die vorwiegend in geringqualifizierten und schlecht bezahlten Jobs tätig sind, z.B. auf Zuckerrohrplantagen. Der Großteil der Nachkommen der illegal in Haiti lebenden Einwanderer hat laut einem Urteil von 2013 keinen Anspruch auf die dominikanische Staatsbürgerschaft und ist damit staatenlos (Bildquelle: Thalles Gomes_).

26. Februar | El Salvador: Vorbereitungen für Seligsprechung von Monsignore Óscar Romero haben begonnen

El Salvador: Die Kathedrale des Erzbistums San Salvador - Foto: Public DomainVertreter der salvadorianischen Regierung und der katholischen Kirche haben sich versammelt, um Einzelheiten zu den Feierlichkeiten der Seligsprechung zu Ehren von Monsignore Óscar Romero, der Anfang des Monats von Papst Franziskus zum Märtyrer ernannt wurde, zu besprechen. Die Zeremonie wird auf dem Platz Divino Salvador del Mundo in der Hauptstadt des Landes stattfinden, wo sich auch das gleichnamige Wahrzeichen des Landes befindet. Wann genau der feierliche Akt realisiert werden wird, wurde vom Vatikan noch nicht bekannt gegeben. Der Todestag von Romero, der 24. März, bietet sich für solch eine Feier an, aber aufgrund seiner zeitlichen Nähe ist die Umsetzung schwierig und daher eher unwahrscheinlich. Die Regierung des Landes hat versprochen, den Tag der Seligsprechung zu einem Feiertag auf nationaler Ebene zu erklären, damit die Bürger an den Festlichkeiten teilnehmen können. Der ehemalige Erzbischof von San Salvador wurde am 24. März 1980 während einer Messe von einem Scharfschützen der Todesschwadronen ermordet. Romero engagierte sich für die Armen und den Frieden im Land und nutze seine Stellung, um auf Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund wurde und wird er immer noch von der Bevölkerung geschätzt und verehrt. Die katholische Kirche kategorisiert den Mord an dem Monsignore als Tötung aufgrund von Hass auf den Glauben. Der nächste Schritt könnte eine Heiligsprechung sein, die die salvadorianische Regierung seit 1994 anstrebt und Romero damit in den ersten Heiligen El Salvadors verwandeln könnte (Bildquelle: Public Domain).

23. Februar | Ecuador: Bergbau-Ministerium gegründet

Ecuador: Neues Bergbau-Ministerium gegründet - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie ecuadorianischen Regierung unter Rafael Correa hat ein neues Ministerium gegründet: Das Ministerio de Minería soll von nun an verantwortlich sein für die Förderung des Bergbaus im Land. Hier gibt es ein großes Potential, das bisher allerdings noch wenig genutzt wird. Der neue Erdbau-Minister heißt Javier Córdova und war früher Vize-Innenminister und Minister für Nicht-Erneuerbare Natürliche Ressourcen. Die Schaffung des Ministeriums geht aus den Bergbaugesetzen von September 2014 hervor, die die Rahmenbedingungen für die Extraktion von Bodenschätzen in Ecuador festlegen und den Investoren Sicherheit und Stabilität signalisieren sollen. Es gibt bereits einige größere Bergbauprojekte im Land, bei denen hauptsächlich Kupfer, Silber und Gold gefördert werden. Die fünf größten Mienen Ecuadors werden von der chinesischen Firma Junefield und den beiden kanadischen Unternehmen Lundin und INV Metals betrieben. Dabei sticht das Projekt „Fruta del Norte“ hervor, das von Lundin betrieben werden soll. Die Region im Süden des Landes soll einen der größten Goldvorräte der Welt bergen. Es ist zu erwarten, dass mit diesen Bemühungen für den Ausbau des Bergbausektors des Landes auch verstärkt soziale Fragen berührt werden. Kritiker, wie beispielsweise die Gegner des Projektes „Mirador“ im Süden des Landes, sehen Luftverschmutzung, Bedrohung der Biodiversität und entscheidende Einschnitte in der Lebensqualität als Folgen der Tagebauminen auf die Bewohner der Region zukommen. Zudem beanstanden verschiedene Politiker, dass das neue Ministerium nicht den Bedürfnissen des ecuadorianischen Arbeitsmarkts entspreche, da der Bergbau bisher lediglich 1% der Stellen im Land schaffe (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).

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Dossier: 40 Jahre Putsch in Chile


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