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Guatemala: Unglück mit Ankündigung? (05. Oktober 2015)

Guatemala: Landkarte, University of Texas at AustinNach der verheerenden Schlammlawine nahe der Hauptstadt Guatemala-Stadt wird das Ausmaß des Unglücks sichtbar. Das betroffene Dorf El Cambray ll beklagt zum jetzigen Zeitpunkt 131 Tote und vermisst weitere 300 Menschen. Mehrere Tage nach der Katastrophe wurden viele der bereits geborgenen Opfer beigesetzt, während die Hoffnung schwindet, die Vermissten noch lebend zu bergen. Die Bergungskräfte erhalten Unterstützung von Kollegen aus Mexiko. Tage mit starken Regenfällen führten am späten Abend des 01.10.2015 zu einer Schlammlawine und Überschwemmungen. Viele der Betroffenen leben in ärmlichen Verhältnissen in einfachen Barracken. Viele Bewohner der Zone waren sich der gefährlichen Lage ihrer Häuser bewusst, hatten aber nicht die finanziellen Mittel, um wegzuziehen. In einer schriftlichen Einschätzung warnte die Coordinadora Nacional para la Reducción de Desastres (Conred) im November letzten Jahres den Gemeinderat von Santa Catarina Pinula vor den Gefahren, die für die Bewohner des Gemeindeteils El Cambray ll bestehen, u.a. durch vereinzelte Erdrutsche, die den Flusslauf beeinflussen können. In dem Bericht wird eine Umsiedlung der betroffenen Bewohner an geeignetere Orte vorgeschlagen oder durch Bauarbeiten einzugreifen, die die Umgebung sicher machen. Ein Sprecher des Gemeinderates erklärte, man habe die Bewohner über die festgestellten Gefahren informiert. Allerdings stellt sich die Frage, wohin die zumeist armen Bewohner hätten ziehen sollen. El Cambray ll befindet sich in einem schmalen Tal, das an hohen und geneigten Hängen grenzt und durch das der Fluss Pinula fließt. (Bildquelle: University of Texas at Austin)

Guatemala: Tochter von Ex-Diktator darf sich nicht um Präsidentschaft des Landes bewerben (06. Juli 2015)

Guatemala: Rios Montt in der Gerichtsverhandlung des Genozids - Foto: MiMundo.org, James RodríguezDer Oberste Wahlgerichtshof hat die Aufstellung von Zury Ríos, Tochter von Guatemalas Ex-Diktator Efraín Ríos Montt, als Kandidatin der Partei Visión con Valores für die Präsidentschaftswahl am 06. September dieses Jahres verboten. Das Gericht erachtet die Kandidatur für verfassungswidrig und beruft sich auf Artikel 186 der Verfassung des Landes, der definiert, welche Personen sich nicht um das Amt des Präsidenten oder Vizepräsidenten bewerben dürfen. So ist es u.a. Verwandten von Putschisten verboten, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Zury Ríos will die Entscheidung anfechten und beruft sich auf Expertenmeinungen sowie eine Entscheidung des Verfassungsgerichtes von 1989, die ihre Bewerbung juristisch unterstützen sollen. Kritische Stimmen zur Entscheidung des Gerichts argumentieren, dass sie unrechtmäßig sei, da Zury Ríos selbst nicht am Putsch beteiligt gewesen war und die strafrechtliche Verantwortung einer Tat nicht an Verwandte übertragen werden darf. Efraín Ríos Montt war im März 1982 durch einen Putsch an die Macht gekommen, aber schon im August 1983 abgesetzt worden. Sein Regime war für seine Brutalität und Menschenrechtsverletzungen berüchtigt. Für den Genozid an 1.771 Indigenen der Ixiles steht Ríos Montt in den nächsten Wochen erneut vor Gericht, nachdem ein früheres Urteil aufgrund von Prozessfehlern annulliert worden war (Bildrechte: MiMundo.org, James Rodríguez).


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