lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Radiotipps Lateinamerika

Radiotipps Lateinamerika
Sie haben uns das Paradies versprochen
Sonntag (14.08.11), 11:30 Uhr | HR2

Die Kehrseite des Biosprit-Booms in Guatemala. Von Andreas Boueke.

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Der Brasilholzbaum und der Geigenbogen
Freitag (29.07.11), 8:30 Uhr | HR2

Ein Baum stand Pate für den Namen des Landes, in dem er zu finden war: der Brasilholzbaum aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Er wächst nur in Brasilien und steht seit neuestem auf der CITES-Artenschutzliste der Vereinten Nationen. Doch das ist eine gute Nachricht: Denn das rötliche Brasilholz war von der Kolonialmacht Portugal in solch ungeheuren Mengen nach Europa exportiert worden, dass der Baum zeitweise als komplett ausgestorben galt. Dann aber entdeckten Botaniker einige Exemplare in Pernambuco im Nordosten Brasiliens und später auch im Bundesstaat Rio de Janeiro. Erfreut über das Fortbestehen des Brasilholzbaumes sind vor allem Geigenbogenbauer: Für einen optimalen Klang sind Geigenbögen aus Brasilholz unerlässlich.

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Nach der Schule nach Argentinien
Freitag (24.06.11), 8:30 Uhr | HR2

Erfahrungen in einem fremden Land Nach dem Abi nach Argentinien? „Kulturweit“ nennt sich ein Programm des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, eine Art freiwilliger „Kulturdienst“. Abiturienten bekommen die Gelegenheit, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen. Ihre Fähigkeiten dürfen sie an Schulen, in kulturellen Einrichtungen und Projekten erproben. Drei Abiturientinnen verbrachten ein halbes Jahr in der Hauptstadt Buenos Aires und in Posadas im Norden Argentiniens. Sie arbeiteten an Schulen, brachten Argentiniern Deutsch bei, tanzten Tango. Die drei Schülerinnen berichten von ihren Eindrücken, Begegnungen und ihren Erfahrungen im zu Beginn fremden Land Argentinien – und davon, dass sie immer wieder auf „deutschstämmige“ Argentinier trafen.

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Konzert aus Madrid mit lateinamerikanischer Musik
Montag (18.10.10), 20:05 Uhr | HR2

(Aufnahme vom 15. Oktober 2010 aus dem Teatro Monumental) Das dritte Konzert des vierteiligen EURORADIO-Saisonschwerpunkts „Einfluss der Musik Lateinamerikas“ aus Madrid lädt zu einer musikalischen und zum Teil sehr temperamentvollen Begegnung mit dem spanisch-sprachigen Teil Süd- und Mittelamerikas ein. Aus Argentinien, Venezuela, Mexiko und Kuba kommen die Komponisten, von denen heute Tanzstücke zu hören sind. Alberto Ginastera (1916-1983) aus Argentinien mag hierzulande der bekannteste unter den Fünfen sein. Vier Tänze aus dem Ballett „Estanzia“, in dem die Welt der Gauchos gefeiert wird, eröffnen den Konzertabend.

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Großmacht im Dschungel – Brasilien und der scheidende Präsident
Montag (4.10.10), 18:05 Uhr | HR2

Der brasilianische Präsident Lula geht, seine Amtszeit ist abgelaufen. In Lateinamerika stand Lula für Aufbruch und Fortschritt: Brasiliens Wachstumsraten werden gern mit denen Chinas verglichen, das rohstoffreiche Land steht an der Schwelle zur Atommacht. Brasilien ist sogar einigermaßen unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gekommen. Nun aber, nach acht Jahren Präsidentschaft, werden die Schwachstellen deutlich: Die Infrastruktur ist löcherig, der Staat hat zuviel Geld ausgegeben. Droht das Ende des verheißungsvollen Anfangs. Und wer hat wirklich den Zuckerhut auf in Brasilien?

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Argentinische Ansichten (5)
Freitag (1.10.10), 8:30 Uhr | HR2

In Lateinamerika angekommen – die Folgen von Staatsbankrott und Wirtschaftskrise. In Buenos Aires stößt man auf Viertel wie Palermo Viejo, die Paris an Pracht übertreffen. Richtung Süden, schon in San Telmo, verfallen die Häuser. Abends kommen die Altpapiersammler und schlitzen die Plastiksäcke auf. Der Müll liegt durchwühlt quer über den Bürgersteigen. Die Argentinier hatten früher den Ruf, europäisch und arrogant zu sein. Heute ist Argentinien in Lateinamerika angekommen. Durch den Staatsbankrott von 2001 verlor die Mittelklasse in Argentinien einen Großteil der Ersparnisse und Pensionen.

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Von Atahualpa bis Zamba
Donnerstag (30.09.10), 21:30 Uhr | HR2

Streifzüge durch die Musik Argentiniens. Die Feierlichkeiten Argentiniens aus Anlass seines 200. Unabhängigkeitstages erreichen auch unsere Breiten. Zahlreiche deutsche Festivals und Events, z.B. die Frankfurter Buchmesse, räumen dem zweitgrößten Land Lateinamerikas und achtgrößten der Erde in diesem Jahr einen besonderen Platz ein. Ein intensiverer Blick auf die aktuelle Musikszene der südamerikanischen Republik zeigt, dass sie weitaus mehr zu bieten hat als den Tango, die markanteste Musikkultur ihrer Hauptstadt, mit der man Argentinien bisweilen ausschließlich assoziiert.

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Argentinische Ansichten (4)
Donnerstag (30.09.10), 8:30 Uhr | HR2

Einwanderungsland Argentinien: Zuflucht für Opfer und Täter des NS-Staates Eines der Länder, in das in den 30er Jahren jüdische Deutsche vor dem nationalsozialistischen Terror flohen, war Argentinien. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches mussten sie mit ansehen, wie auch ihre Peiniger in dem südamerikanischen Land Zuflucht fanden, darunter Adolf Eichmann und der KZ-Arzt Josef Mengele. Die argentinische Regierung duldete dies ebenso wie die dort ansässigen deutschen Firmen, die frühere NS-Funktionäre beschäftigten. Die jüdischen Einwanderer wiederum wollten im Gastland nicht auffallen und verhielten sich ruhig.

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Musikreise – Brasilien
Mittwoch (1.09.10), 13:30 Uhr | HR2

Kakadu. Wer Brasilien hört, der denkt wahrscheinlich als erstes an die Samba-Musik und den Karneval von Rio, wo sich jedes Jahr die berühmtesten Sambaschulen Brasiliens präsentieren. Musikalisch hat Brasilien jedoch noch sehr viel mehr zu bieten. Im Nordosten des Landes ist zum Beispiel der Forró zuhause. In diesem Musikstil spielen drei Instrumente die Hauptrolle: die Zabumba (eine große Trommel), die Sanfona (ein kleines Akkordeon) und die Triangel. Dazu kommen viele verschiedene Rasseln, die der schwungvollen Musik ihre besondere Note verleihen. In den Städten des brasilianischen Nordostens gibt es Forró-Feste, die die ganze Nacht dauern. Die Menschen kommen nicht nur um zuzuhören, sondern vor allen Dingen, um zu den verschiedenen Rhythmen des Forró zu tanzen.

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Die Verschütteten von San José
Montag (30.08.10), 18:05 Uhr | HR2

Seit mehr als 3 Wochen sitzen 33 Männer 700 Meter unter der Erde fest, im tiefsten Teil der Kupfer- und Goldmine San José in Chile. Rettung ist nicht ausgeschlossen, in vier Monaten könnten sie geborgen werden. Vier Monate. 122 Tage. 1464 Stunden. Ungefähr bis Weihnachten. Das ist eine Ewigkeit. Aber manchmal eben auch nicht: Wenn kleine Kinder wachsen, sagt man. Oder wenn man älter wird. Eine Sendung über das Zeitgefühl, über den Verlust von Raum und Zeit, über Relativität, über lange und kurze Weile Und: Glück auf, ihr Kumpel.

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João Bosco und die NDR Bigband
Dienstag (27.07.10), 23:30 Uhr | HR2

ARD Radiofestival 2010. Er hatte schon immer auf Jazz gesetzt – João Bosco, einer der Protagonisten der „Musica Popular“ in Brasilien, ließ sich gern von Jazzmusikern unterstützen; mit Trompeten, Posaunen und Saxofonen war Boscos Ensemble selbst schon eine kleine Bigband. So war es auch beim ersten Treffen von Bosco und den Musikern der NDR Bigband vor drei Jahren nicht schwer, einen Zusammenklang zu finden – die ersten gemeinsamen Auftritte in Rio des Janeiro, São Paulo und Salvador de Bahia wurden zum Fest für den Sänger und die Band. Michael Laages berichtet im ARD Radiofestival von der anhaltenden Zusammenarbeit – beim Schleswig-Holstein Musik-Festival 2008 oder beim Jazzfest in Krakau 2009.

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Naturschutz am Amazonas
Freitag (23.07.10), 8:30 Uhr | HR2

Noch immer herrscht im Amazonasgebiet viel Gewalt. Illegale Holzfirmen bedrohen die ortsansässigen Menschen und versuchen, sich Landnutzungsrechte zu erschwindeln. Eine Lehre daraus lautet: Diese Holzmafia bekämpft man dann am sichersten, wenn die lokale Bevölkerung nicht mehr käuflich ist, wenn sie im Urwald ein gutes eigenes Einkommen erzielt. Daher werden inzwischen „Sammelwälder“ von der brasilianischen Regierung ausgewiesen.

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Sinfoniekonzert aus Paris
Freitag (16.07.10), 20:05 Uhr | HR2

Zwei Orchester, ein junger Dirigent – unter der Schirmherrschaft der UNESCO veranstaltete das Orchestre Philharmonique de Radio France und das Simón-Bolivar-Jugendorchester aus Venezuela unter der Leitung des erst 28-jährigen Gustavo Dudamel zwei Konzerte im Pariser Salle Pleyel. hr2-kultur sendet die Aufnahme vom 23. Oktober 2009. Während Maurice Ravels Suite „Daphnis et Chloe“ und die Symphonie fantastique von Hector Berlioz in Europa zum bekannten Konzert-Repertoire gehören, überraschte das Simón-Bolivar-Jugendorchester das Publikum mit südamerikanischen Klängen, der sinfonischen Suite „Santa Cruz de Pacairigua“ des venezolanischen Komponisten Evencio Castellanos (1915-1984).

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Der brasilianische Musiker Egberto Gismonti
Freitag (16.07.10), 19:51 Uhr | HR2

ARD Radiofestival 2010. 1947 kam Egberto Gismonti in Carmo/Brasilien als Sohn eines Libanesen und einer Sizilianerin zur Welt, mit fünf Jahren lernte er Klavier spielen. Sein phänomenales Können als Gitarrist mit einer breiten Palette neuer Spieltechniken eignete er sich als Autodidakt an. Seine Kompositionen, die oft in lange improvisierte Suiten münden, gleichen klanglichen Fresken über seine Heimat und ihre vielfältige Kultur. Im ARD Radiofestival stellt Karl Lippegaus einen Musiker vor, der seine Diskografie als tönende Autobiografien begreift. Zudem spielt er Stücke aus Alben wie „Danca das Cabecas“, für das Gismonti 1977 den „Großen Deutschen Schallplattenpreis“ bekam.

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Zum sozialen Jahr in ein Entwicklungsland
Sonntag (4.07.10), 11:30 Uhr | HR2

Camino. Den Horizont weiten. Sie gehen nach Chile, Ghana oder in palästinensische Gebiete, um Menschen zu helfen, die es bitter nötig haben. Abiturienten, aufgewachsen in der Sicherheit des deutschen Wohlstands, suchen die Erfahrung des „ganz anderen“. Ein Jahr lang leben sie in sehr einfachen Verhältnissen in einem Land, dessen Sprache sie oft nur unzureichend beherrschen, und kümmern sich dort um diejenigen, die allein gelassen sind. Sie engagieren sich für Behinderte und Straßenkinder, arbeiten in Altenpflegeheimen und Kindergärten. Das Elend rückt hautnah. „Weltwärts“ heißt das Freiwilligenprogramm der Bundesregierung, die damit meist kirchliche Organisationen, Stiftungen, Friedensinitiativen unterstützt. Mechthild Müser stellt es vor.

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Terrorismus in Lateinamerika: Umgang mit einem Kampfbegriff
Mittwoch (19.05.10), 8:30 Uhr | HR2

Wissenswert. Das Thema „Terroristen und Terrorismus in Lateinamerika“ lässt sich nicht erörtern, ohne die Rolle der USA zu beleuchten. Der nördliche Nachbar hat nicht nur auf die Politik lange entscheidenden Einfluss ausgeübt, sondern auch das Freund-Feind-Schema auf dem Subkontinent nachhaltig geprägt. Feinde hatten vor den Anschlägen am 11. September 2001 einen anderen Namen. Heute spricht man von Terrorismus, früher war von Kommunismus die Rede. Mit dem Schlagwort „Terrorismus“ wird gezielt operiert: Morde, organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Anschläge von Guerilleros werden für politische Interessen instrumentalisiert, ob in Brasilien, Uruguay oder Kolumbien. Gesteuert durch Medienkonzerne ist aus dem Begriff Terrorismus ein Kampfmittel geworden.

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Wassersparen in Bolivien
Donnerstag (8.04.10), 13:30 Uhr | Deutschlandradio Kultur

Kakadu. Bei uns in Deutschland regnet es öfter, als manch einem lieb ist. Zwar wird es im Sommer mit dem Wasser schon manchmal etwas knapper, aber das ist nichts im Vergleich zu der Wasserknappheit, die in anderen Ländern herrscht. In Bolivien wird das Thema Wassersparen sogar in der Schule behandelt. Kakadu-Reporterin Katharina Nickoleit hat in dem südamerikanischen Land eine ganz besondere Unterrichtsstunde miterlebt.

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Atención Colombia
Donnerstag (25.03.10), 22:00 Uhr | HR2

Die vielen musikalischen Gesichter Kolumbiens. Die im Norden Südamerikas gelegene Republik Kolumbien landet zumeist durch ungute Nachrichten der Gewalt und der Drogenkriminalität in der Weltpresse. Dabei vergisst man oft, über welch großen kulturellen Reichtum das Land verfügt. Um die Arbeit der Künstler und der mit Musik und Tanz befassten Institutionen zu bündeln, besser zu organisieren und so auch für einen größeren Markt flott zu machen, wurde 2008 der „Mercado cultural del Caribe“ ins Leben gerufen. Diese Kombination aus Messe, Konferenzen, Workshops und Festival versammelte in diesem Jahr zum zweiten Mal in der schmucken Karibikstadt Cartagena de Indias Musikschaffende diverser Regionen und Genres: Vertreter der sogenannten urbanen Folklore, junge Musiker, die Jazz, Elektronik oder HipHop mit lokalen Folk-Stilen verkuppeln.

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Rio-Sorbonne
Mittwoch (17.03.10), 21:30 Uhr | HR2

„Rio-Sorbonne“ gehört in eine Reihe von Monologen Hubert Fichtes, in denen er existenzielle Grenzerfahrungen zwischen fremden Kulturen thematisiert. In Gisèle Cossard, der Ich-Erzählerin, verdichten sich Aussagen von zwei afroamerikanischen und einer aus Frankreich stammenden Frau, die Fichte zu einem brasilianischen Besessenheitskult interviewt hatte. Gisèle, Frau eines französischen Diplomaten im Rio de Janeiro der siebziger Jahre, nimmt an einem Fest der Eingeborenen teil und erlebt eine erste Trance. Sie bereist Afrika, wird ihrer afrikanischen Kenntnisse wegen in Rio besonders gefeiert und findet an der Sorbonne Interesse für ihre Thesen über den „Candomblé de Angola“ in Rio de Janeiro. Als Priesterin eines eigenen Tempels einerseits und als französische Botschafterin andererseits führt sie fortan ein Doppelleben.

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