lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Fernsehtipps Lateinamerika - EinsExtra

Fernsehtipps Brasilien
Montag (13.06.11), 6:45 Uhr | EinsExtra

In einer Sambaschule in Rio de Janeiro. Sex, Samba und leichtbekleidete Schönheiten – das sind die Markenzeichen des weltberühmten Karnevals von Rio de Janeiro. Doch um diesen lebensfrohen Eindruck zu vermitteln, arbeiten Tausende von Mitgliedern jeder der zwölf traditionellen Sambaschulen ein Jahr lang mit höchster Konzentration. Kaum jemand in Europa ahnt, wie streng die Vorgaben sind, wie gnadenlos die Punktrichter, wie übermenschlich der Druck. Jeder Fehler wird geahndet, und nur ein vollkommen perfekter Auftritt bietet die Chance, unter die ersten drei zu kommen. Die “Weltreisen” begleiten den Vorjahressieger “Unidos da Tijuca” ein Jahr lang bis zum Auftritt im Karneval 2011 im berühmten Sambodrom von Rio.

Fernsehtipps Haiti
Montag (18.04.11), 6:00 Uhr | EinsExtra

Zehn Milliarden Dollar, so viel sollte Haiti von anderen Staaten zum Wiederaufbau des Landes erhalten. Zusätzlich wurde eine Milliarde Dollar an Privatspenden gesammelt. Das ist ein Jahr her. Allein in Deutschland sammelten die Hilfsorganisationen 42 Millionen Euro, und die Bundesregierung sagte zusätzlich 85 Millionen zu. Doch bisher wurden von den Hilfsgeldern aus Deutschland gerade mal 30 Millionen Euro ausgezahlt. Wie kann das sein? Gibt es nicht genügend Projekte in Haiti?

Fernsehtipps Kuba
Sonntag (17.04.11), 21:30 Uhr | EinsExtra

Anhand der Kuba-Krise als einem Höhepunkt in der Geschichte des Kalten Krieges, kann exemplarisch die Beziehung der beiden Machtblöcke in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert nachgezeichnet werden. Anfang des 21. Jahrhunderts ist Kuba das einzige sozialistische Land in der westlichen Hemisphäre. Als sich nach dem Kalten Krieg fast alle sozialistischen Länder in kapitalistische Demokratien verwandeln, macht der Inselstaat nicht mit und ist damit isolierter denn je. Und bis heute ist Castros Kuba den USA ein Dorn im Auge, auch wenn die UdSSR, als dessen kommunistischer Vorposten Kuba galt, längst aufgehört hat zu existieren.

Fernsehtipps Kuba
Sonntag (17.04.11), 20:15 Uhr | EinsExtra

Fidel Castro hat Generationen amerikanischer Präsidenten überlebt, sowjetische Generalsekretäre, CIA- Direktoren, Attentäter. Der kubanische Revolutionär ist seit 1959 an der Macht, länger als jeder andere Staats- oder Regierungschef. Fidel Castro hat Generationen amerikanischer Präsidenten überlebt, sowjetische Generalsekretäre, CIA-Direktoren, Attentäter. Der kubanische Revolutionär ist seit 1959 an der Macht, länger als jeder andere Staats- oder Regierungschef. Er wird bewundert und gehasst, eine lebende Legende. Doch der Mensch hinter der Fassade des Revolutionsführers ist ein großer Unbekannter. Wer ist Fidel Castro wirklich? Wie ist seine Willenskraft zu erklären? Worin besteht sein Stolz? Was macht seinen Sexappeal aus? Wie äußert sich seine Härte, seine Skrupellosigkeit?

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (10.04.11), 21:30 Uhr | EinsExtra

1950 setzt sich Eichmann wie viele Nazis nach Argentinien ab und holt 1952 seine Frau und drei Söhne nach. Auch Lothar Hermann, KZ-Überlebender, hat sich 1942 dort in Sicherheit gebracht. Seine Tochter verliebt sich in Eichmanns Sohn … Eichmann hatte in Buenos Aires Willem Sassen kennengelernt, einen niederländischen SS-Mann, ehemaligen Kriegsberichterstatter und überzeugten Nationalsozialisten. Sassen interessiert sich für das, was Eichmann zu erzählen hat, und gewinnt ihn für umfangreiche Tonbandinterviews.

Fernsehtipps Haiti
Sonntag (10.04.11), 0:20 Uhr | EinsExtra

Es klingt, als ob das Schicksal Haiti mit immer neuen Plagen heimsuchen wolle. Das Erdbeben kostete Hunderttausenden das Leben, die Gesundheit und das Obdach. Aber einigen brachte es die Freiheit. Ausgerechnet denen, die Haiti für eine bessere Zukunft am wenigsten brauchen kann. Als die Erde bebte, öffneten sich Mauern und Tore des berüchtigten Nationalgefängnisses und 4500 Gefangene stürmten in die Freiheit. Darunter Schwerstkriminelle, Kidnapper, Gangsterbosse – alle jene, die Haiti über viele Jahre hin im Griff hatten, aber schließlich von Polizei und UN-Friedenstruppen überwältigt werden konnten. Doch das Erdbeben zerstörte auch die Gefängnisse und brachte den Gangstern so wieder die Freiheit, die sie sofort nutzten, um die Slums und Zeltstätte in ihre Gewalt zu bekommen. Morde und Vergewaltigungen tragen nun ihre Handschrift.

Fernsehtipps Chile
Samstag (27.11.10), 11:30 Uhr | EinsExtra

70 Tage in der chilenischen Mine. Die Rettung der 33 chilenischen Minenarbeiter am 13. Oktober war das Ereignis des Jahres, das weltweit die Menschen bewegt hat. Wie konnten die Männer diese lange Zeit überleben? Was geschah wirklich unter Tage? Carlos Bugueño, der 23., der gerettet wurde und sein Freund Pedro Cortez, Nr. 31, sprechen offen über die Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch über die Hoffnung vor allem in den ersten 17 Tagen, als sie unten nicht wussten, ob sie gefunden werden und überleben können, und als die Retter oben nicht wussten, ob sie unten noch leben. Auch der Chef-Psychologe Alberto Iturra erzählt, wie es ihm gelang, die Männer bei positiver Stimmung zu halten, nachdem sie entdeckt wurden. Und: Wie geht es nun weiter für 33 Männer, die als einfache Minenarbeiter in den Berg gingen und als weltbekannte Helden wieder hochkamen?

Fernsehtipps Guatemala
Dienstag (2.11.10), 0:30 Uhr | EinsExtra

Pablo aus Guatemala ist neun. Statt zur Schue zu gehen, muss er den ganzen Tag über auf der Plantage schuften: Zuerst Kaffeekirschen ernten, dann wird der Sack über viele Hundert Meter auf unwegsamen Pfaden bis zur Sammelstelle geschleppt. Der Durchschnittsdeutsche trinkt mit fast 150 Litern pro Jahr mehr Kaffee als Wasser oder Bier. Trotz der verbotenen Preisabsprachen bekannter Röster kostet eine Tasse selbst gebrühter Kaffee oft nur etwa fünf Cent. Auf vielen Plantagen können die Arbeiter vom Lohn nicht menschenwürdig leben. Guatemala ist eine der ärmsten Kaffeeregionen, obwohl dort besonders hochwertige Bohnen angebaut werden. Die Reportage zeigt, wie Kinder auch für deutsche Röster auf Plantagen schuften statt zur Schule zu gehen. Wie ganze Familien mit umgerechnet drei Euro am Tag zurechtkommen müssen. Und wie Kirche und Gewerkschaft in Guatemala einen schier aussichtslosen Kampf kämpfen.

Fernsehtipps Haiti
Freitag (22.10.10), 23:00 Uhr | EinsExtra

Hilfe für die Amputierten in Haiti. Wenige Wochen nach der Katastrophe haben die Johanniter Deutschland in Leogane ihre mobile Prothesenwerkstatt aufgestellt. Sie wollen für viele der rund 4000 Amputierten in Haiti professionelle Prothesen herstellen. Der sieben Jahre alte Choute war ein fröhlicher Junge, bis in Haiti Anfang des Jahres die Erde bebte. Er wurde unter den Trümmern eines Hauses verschüttet. Es dauerte zwei Tage, bis Choute geborgen werden konnte. Er hat überlebt, aber sein rechtes Bein musste amputiert werden. Der Junge lebt bei seiner Großmutter in Leogan, einer kleinen Stadt mit 130.000 Einwohnern – dem Zentrum des schweren Erdbebens in Haiti. Hunderte Tote wurden hier aus den Trümmern gezogen und in Massengräbern bestattet.

Fernsehtipps Brasilien
Sonntag (17.10.10), 23:20 Uhr | EinsExtra

Die Kamayurá sind ein traditionsbewusster Indio-Stamm. Ihr Lebensgebiet ist der Rio Xingu, ein Zufluss zum Amazonas. Über Jahrhunderte haben sie gelernt, sich gegen andere Stämme zu wehren – und auch gegen das Vordringen der modernen Lebensweise. Noch immer kommt es bei ihnen, wie auch bei einigen anderen Indio-Gemeinschaften vor, dass Neugeborene getötet werden, wenn sie etwa körperlich behindert auf die Welt kommen oder der Vater sich weigert, das Kind anzuerkennen. Aus der Sicht der Indios ist das Tradition, aus der Sicht vieler Menschenrechtler ist es Mord. Schätzungen zufolge kommt es im Amazonas-Dschungel jährlich bis zu 600 solcher Kindstötungen. Darüber ist in Brasilien nun eine gesellschaftliche Debatte entbrannt.

Fernsehtipps Chile
Freitag (3.09.10), 23:05 Uhr | EinsExtra

Auslandsreporter. Auswanderer-Familien suchen ihre Wurzeln in Tirol. Am Llanquihue-See, 1.000 km südlich von Chiles Hauptstadt Santiago, leben rund 600 Nachkommen von Einwanderern aus dem Tiroler Zillertal. Wegen ihres protestantischen Glaubens waren sie im 19. Jahrhundert aus ihrer Heimat vertrieben worden.

Fernsehtipps Mexiko
Sonntag (29.08.10), 0:20 Uhr | EinsExtra

Velia ist in Mexiko geboren – ihr Vater ist irischstämmiger Kanadier, ihre Mutter ist Chinesin. Sie ist in verschiedenen Ländern Lateinamerikas aufgewachsen. Zum Studium zog es sie nach Europa und sie begann in London ihr Medizinstudium. In der Notfallabteilung des Royal Free Hospitals lernte sie einen Arzt aus Deutschland kennen. Die beiden verliebten sich und heirateten. Sie haben vier Kinder miteinander und in der Nähe von Nürnberg eröffneten sie eine gemeinsame Praxis.

Fernsehtipps Mexiko
Donnerstag (15.07.10), 7:15 Uhr | EinsExtra

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Über viele Jahrtausende schon zogen Menschen über die Handelsstraßen Mesoamerikas, dem heutigen Gebiet Mexikos und Zentralamerikas. Der Knotenpunkt dieser Handelsstraßen war das Tal von Oaxaca. Ein dichtes Netz von Handelsbeziehungen war hier entstanden, das dem Einflussbereich der jeweiligen Stammesgötter unterlag. Um die Götter positiv zu stimmen, brauchten die Fürsten im Tal einen besonderen Ort. Zu ihrer Kultstätte erkoren sie den Monte Alban, den “weißen Berg”, der an Stelle einer Bergspitze mit einem natürlichen Plateau geschmückt war. So entstand um das Jahr 500 v. Christus ein Zeremonialzentrum, das sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Warenumschlagplätze Mittelamerikas entwickeln sollte. Als die Spanier fast 2.000 Jahre später die Menschen im Tal von Oaxaca unterwarfen, diente der Monte Alban nur noch als Begräbnisstätte. Seine Hochkultur war längst zu Ende gegangen. Die Spanier errichteten am Fuße des Monte Albans die Stadt Oaxaca, die auch wegen ihrer in ganz Mittelamerika bewunderten Iglesia Santo Domingo berühmt wurde.

Fernsehtipps Chile
Mittwoch (5.05.10), 7:00 Uhr | EinsExtra

WELTWEIT über Umweltsünden und Umweltretter. Unsere Gletscher schwinden und wo Mensch und Technik machtlos sind, da hilft nur noch beten. Wirklich? In der Schweiz glaubt man fest daran- und es soll schon geholfen haben. So weit sind sie in China noch nicht. Hier verpesten Industrie und riesige Müllverbrennung die Luft, den Menschen fehlt die Luft zum Atmen, sie sterben. Aber endlich auch im Reich der Mitte entsteht langsam eine Umweltbewegung und vor allem ein Bewusstsein für das, was dort den Menschen und unserer Welt angetan wird. Das Okavango-Delta in Botswana, eines der schönsten Naturwunder Afrikas, vertrocknet – Folge der Erderwärmung. Damit überhaupt ein Umweltbewusstsein entsteht, haben sich Umweltfreunde aus der ganzen Welt mit ihren Hunden in Chile zu einer spektakulären Protestaktion gegen Umweltzerstörung entschlossen. Sie überqueren die Anden mit Huskies und Schlitten. Das hat vorher noch nie jemand gemacht.

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (2.05.10), 12:15 Uhr | EinsExtra

Auslandsreporter. “Mit dem richtigen Partner tanzen” – davon träumen viele, von den schönen Milonga-Salons in Buenos Aires, von Männern mit Tango-Leidenschaft. Katja Speck aus Karlsruhe erfüllt sich diesen Traum. Die Marketingleiterin ist 36 Jahre alt, erfolgreich im Beruf, vogelfrei: ohne Kinder, ohne Partner. Es ist leicht für sie: Abheben vom Frankfurter Flughafen, ankommen in Buenos Aires und einen “Milonguero” mieten, einen “Tango-Taxi-Dancer”. “Milongueros” sind Männer, die sich von Touristinnen engagieren lassen, um mit ihnen Tango zu tanzen und sie durch die Tanzwelt von Buenos Aires zu führen.

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (25.04.10), 18:00 Uhr | EinsExtra

Eng umschlungen – entrückt wiegen sich die Paare auf der Tanzfläche. Wir sind im Tango Club Grisel – einer klassischen Milonga in Buenos Aires. Auch Ofelia Rosito kommt gerne ins Grisel. Die 80jährige ist eine begnadete Tänzerin – in den Tango Clubs reißen sich die Männer darum mit ihr zu tanzen. Aber mehr als zweimal die Woche geht sie nicht aus, schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste! Die quirlige Millionenstadt Buenos Aires ist Kontrastprogramm zu den Weiten und der Einsamkeit des Hinterlandes. Auch wenn die goldenen Zeiten lange vorbei sind – hier schlägt noch immer das Herz von Argentinien. Unsere Reise führt uns weiter in den äußersten Nordosten des Landes an die Grenze zu Brasilien. Auf einem Gebiet von drei Kilometern Länge stürzen Wassermassen aus 300 Fällen in die Tiefe. Ein grandioses Naturschauspiel, das Iguazú den Titel “UNESCO-Weltnaturerbe” einbrachte.

Fernsehtipps Mexiko
Samstag (3.04.10), 23:45 Uhr | EinsExtra

Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Die Casa Luis Barragán, gebaut 1948, in einem Vorort von Mexico City repräsentiert die Synthese eines ganzen Architektenleben. Luis Barragán – 1902 in Guadalajara geboren wird oft als “Vater der mexikanischen Moderne” bezeichnet und fasziniert vor allem durch seine scheinbaren Widersprüche. Weltoffen und introvertiert zugleich war er Asket und Dandy, Geschäftsmann und Künstler. Als langjähriger Vertreter einer spanischen Retroarchitektur, änderte er seinen Stil nach einer Europareise radikal. In wenigen Jahren gelang es ihm die traditionellen Stilelemente seiner Heimat mit der Formensprache der europäischen Moderne zu verbinden.

Fernsehtipps Haiti
Freitag (19.02.10), 0:30 Uhr | EinsExtra

Wie deutsche Ärzte helfen. Schon zwei Tage nach der verheerenden Naturkatastrophe in Haiti war ein Ärzte-Team aus Deutschland vor Ort, geschickt von der Hilfsorganisation Humedica. Im Minutentakt werden seither schwerste Operationen auf Gartentischen und einfachen Holzplatten gemeistert, etwas anderes hat das furchtbare Erdbeben nicht übriggelassen. Inzwischen sind Verstärkung und neue Hilfsgüter eingetroffen. Dr. Wolfgang Riske aus Meinersen bei Hannover ist der “Katastrophenprofi” der medizinischen Helfer. Der Allgemeinmediziner war schon in nahezu allen Krisengebieten dieser Welt. Doch Haiti ist auch für den erfahrenen Mann eine neue, dramatische Erfahrung und die bisher größte Herausforderung.

Fernsehtipps Brasilien
Mittwoch (23.12.09), 21:30 Uhr | EinsExtra

Eine Auslandsadoption – Wissen und mehr. Vor sechs Jahren adoptierte ein kinderloses Berliner Paar die damals sechsjährige Thais aus São Paulo – aus einem SOS-Kinderdorf. Thais war anschmiegsam und freute sich, ein Zuhause zu bekommen. Zugleich misstraute sie den neuen Eltern, testete ihre Zuneigung, schrie herum, schlug um sich. Inzwischen sind die drei eine richtige Familie geworden. Trotzdem fühlt sich Thais manchmal allein, fragt nach ihren Wurzeln und sehnt sich nach einer Schwester. Nun besteht die Chance, Elisama zu adoptieren, wie Thais eine Vollwaise aus Brasilien. Alle drei reisen nach Brasilien, um Elisama kennen zu lernen und vielleicht mit nach Deutschland nehmen zu dürfen.

Fernsehtipps Sonstiges
Samstag (31.10.09), 19:45 Uhr | EinsExtra

Mit dem Tag der Entdeckung begann für die Ureinwohner Amerikas die Sklaverei: Bereits Kolumbus verschleppte von Guanani und anderen Inseln die ersten Eingeborenen. 50 Jahre später gab es auf den karibischen Inseln keinen einzigen Ureinwohner mehr. Die neuen Herren perfektionierten den Menschenhandel: Mehrere Millionen Afrikaner wurden als Schiffsladung auf die Plantagen Amerikas verschleppt. Die mit dem Leid dieser Menschen gewonnenen Kolonialwaren – Kakao, Zucker, Baumwolle – wurden in die leeren Frachter geladen und nach Europa geschafft. Von dort ging es über Afrika mit neuen Sklaven zurück in die “neue Welt”. Auf Kosten Afrikas, Brasiliens und der Karibik begründete Europa seinen wirtschaftlichen Reichtum.

Fernsehtipps Mexiko
Freitag (17.07.09), 0:30 Uhr | EinsExtra

Rafita aus Mexico ist Kindertorero, ein Star mit 10 Jahren. Der Knirps kämpft gegen wilde Stiere, das ist kein Kinderspiel. Hasna aus Marokko musste als Haushaltssklavin arbeiten und wurde aus ihrer Hölle befreit. Den kleinen Faiz aus Afghanistan traf es noch schlimmer: Er sollte als Selbstmordattentäter den Taliban dienen. Sanjeev aus Indien ist ein Straßenkind mit neuer Perspektive. Er bekommt einen Kinderkredit, um sich selbst eine Zukunft aufzubauen. Alex Silva aus Brasilien ist Kinderprediger. Seine Spezialität ist der Exorzismus. WELTWEIT aus der Welt der Kinder, aus dem knallharten und bitteren Teil davon.

Fernsehtipps Haiti
Sonntag (5.04.09), 19:30 Uhr | EinsExtra

WELTWEIT zur Hungerkrise. Adeline Antoine lebt auf Haiti, einem der ärmsten Länder der Erde. Brot und Reis sind für sie – wie für viele andere – mittlerweile nahezu unerschwinglich. Deshalb stillt sie ihren Hunger mit Lehmkeksen, einem Gemisch aus Margarine, Salz und Dreck. Eine Lösung für die Hungerkrise sucht der Deutsche Achim Dobermann. Die Menschen nennen ihn schlicht “Dr. Rice”. Er forscht am internationalen Reisinstitut auf den Philippinen an der Entwicklung neuer Reissorten. Genetisch veränderte Reispflanzen könnten einen höheren Ertrag bringen und dabei doch einfacher anzubauen sein. Schon einmal, bei der “Grünen Revolution” in den 70er Jahren, hat das Reisforschungsinstitut mit einer neuen Sorte den Welthunger maßgeblich eindämmen können. “Dr. Rice” hofft nun auf eine zweite Revolution.

Fernsehtipps Kolumbien
Sonntag (22.03.09), 21:20 Uhr | EinsExtra

Weltspiegel. Jeden Samstagmorgen sattelt Luis Soriano die Esel und bepackt sie mit schweren Bücherkisten. Dann macht sich der Lehrer mit seiner mobilen Bücherei auf den Weg in die Dörfer. Dort, im armen kriegsmüden Hinterland Kolumbiens leben die Menschen abgeschieden: kaum Strom, keine Zeitung, kein Internet.

Fernsehtipps Kuba
Sonntag (15.02.09), 18:45 Uhr | EinsExtra

Meine Geschichte. Im Jahr der Kubakrise, 1962, war Robert McNamara Verteidigungsminister der USA. Mit der Distanz von 40 Jahren erzählt er erstaunlich offen und kritisch über die damalige US-Politik. So äußert er Verständnis dafür, dass Chruschtschow und Fidel Castro 1962 mit einer amerikanischen Invasion auf Kuba rechneten, und deshalb begannen, russische Raketen auf der Insel zu stationieren. McNamara, der in der damaligen Krise neben Kennedy maßgeblich die Politik der USA prägte, gibt auch zu, dass ein neuer Weltkrieg damals nur durch Glück verhindert wurde – und nicht durch politisches Geschick.

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (25.01.09), 12:15 Uhr | EinsExtra

Sie ist ein Mythos, die Rallye Paris-Dakar. Die berühmteste Wüstenrallye der Welt, eine unglaubliche Herausforderung für die Motorsportler. Seither kämpfen sich jedes Jahr mehr und mehr Motorräder, Autos und Trucks mit dem gleichen Ziel durch Nordafrika. Dieses Mal aber nicht, denn die Rallye führt durch Argentinien und Chile. Die klassische Dakar war 2008 nach Terrordrohungen kurz vor dem Start in Lissabon abgesagt und jetzt nach Lateinamerika verlegt worden. 9574 Kilometer durch die argentinische Pampa, die Hochebenen Patagoniens, die chilenische Atacama-Wüste und über die Anden. Garniert mit 14 zusätzlichen sportlichen Prüfungen. Um die wird es im “Auslandsreporter” nur am Rande gehen, vielmehr interessiert sich die Reportage für das Randgeschehen, die Bedeutung des Spektakels in Lateinamerika in einer grandiosen Gegend und die Geschichten, die sich neben der Rennpiste abspielen.

Fernsehtipps Bolivien
Sonntag (21.09.08), 21:20 Uhr | EinsExtra

Weltspiegel. Themen u. a.: Endkampf um die Macht? Der Aufstand gegen die Indios. Sie wollen eine Autonomie für die reichen Provinzen, sie hassen Präsident Morales und sein Projekt der Umverteilung des Reichtums, sie halten sich für besser als die Hochland-Indios. Geht es nach der Unión Juvenil Cruceñista, der Jugendunion aus der Provinz Santa Cruz, soll Bolivien in zwei Teile zerfallen, damit die Weißen unter sich bleiben. Schon lange unterhalten diese Rechtsextremisten vermummte Schläger-
trupps, um ihre Ziele durchzusetzen.

Montag (16.06.08), 17:05 Uhr | Arte

Argentinien: Streit zwischen Bauern und Regierung nimmt kein Ende (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Vor knapp einer Woche verkündeten die argentinischen Bauernverbände das Ende des Streiks, nun wird seit heute 0 Uhr bis Mittwoch erneut (zum vierten Mal) der Export von Soja- und Getreidprodukten verhindert. Als Bauern und Produzenten die Autbahnen sowie Überlandstraßen blockierten, ordnete Justizministers Anibal Fernández die Räumung der Straßen an. Teilweise kam es zu schweren Zusammenstößen, 19 Demonstranten wurden festgenommen. Die Regierung verkündete, dass sie nur an den Verhandlungstisch zurückkehren wird, wenn seitens der Bauern keine Forderungen gestellt werden. Durch diesen Streik wird auch der Export von bis zu 1 Million Tonnen Weizen weiter verzögert. Dieser war seit Anfang März für den Export bestimmt, allein 50% zur Lieferung nach Brasilien. Argentiniens Weizenernte betrug 2007/2008 16 Millionen Tonnen. Davon sind 6 Millionen für den Binnenmarkt und der Rest für den Export bestimmt. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)

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