lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Fernsehtipps Lateinamerika - Arte

Fernsehtipps Peru
Mittwoch (6.04.11), 9:15 Uhr | Arte

Länder – Menschen – Abenteuer. Einmal im Jahr strömen Tausende Menschen zum “Berg der Wünsche” in den peruanischen Anden. Hier am Gletscher von Qoyllur Rity wurden schon im Inkareich die Götter der Berge verehrt. Vor mehr als 200 Jahren vereinnahmte die katholische Kirche den Gletscher als Wallfahrtsziel: Heute ist das Fest des Schneesterns die größte Pilgerfahrt der indianischen Einwohner Amerikas. Auch immer mehr “moderne” Menschen nehmen an der Zeremonie teil. Der Film begleitet einen Architekten, einen Musiker, einen Lebensmittelgroßhändler und einen Chemieingenieur zum heiligen Gletscher. Bereits der Aufstieg auf knapp 5.000 Höhenmeter stellt sie vor Herausforderungen. Aber ankommen ist das Wichtigste, sonst gehen die Pilgerwünsche nicht in Erfüllung. Am Heiligtum von Qoyllur Rity unterhalb der Eisgrenze versammeln sich die Gläubigen, um drei Tage und Nächte zu beten, zu tanzen und zu singen. (Bild: Phoenix)

Fernsehtipps Chile
Dienstag (5.04.11), 9:15 Uhr | Arte

Chiles wilder Süden (2/2). Zahllose Vulkane prägen die Landschaft Chiles. Auch im Süden des Landes finden sich noch aktive Feuerberge. Sie haben noch heute Einfluss auf die Lebensweise der Ureinwohner, der Mapuches. Aufgereiht wie an einer Perlenkette, prägen unzählige Vulkane die Landschaft Chiles. Die Ureinwohner des Landes, die Mapuches, suchen auch heute noch mit Hilfe uralter ritueller Handlungen die Geister in den Vulkanen zu beschwören. Denn die Vulkane sind noch immer aktiv. Filmemacherin Diana Seiler ist es gelungen, die scheuen Ureinwohner in ihrem alltäglichen Leben und bei ihren Ritualen zu begleiten.

Fernsehtipps Argentinien
Dienstag (5.04.11), 4:00 Uhr | Arte

Die Riesen aus Patagonien. Der Paläontologe Professor Correia ist für Ausgrabungen in Patagonien verantwortlich. Er hat sich auf die Spuren der ausgestorbenen Giganten begeben und gibt nun anhand spektakulärer 3D-Animationen Einblick in das Leben der Dinosaurier. Wie soll man sich eine Erde vorstellen, die noch in Entstehung begriffen ist und nur aus einem einzigen Kontinent (Pangäa) und einem einzigen Ozean (Panthalassa) besteht, und wo die tropische Hitze eines Pols die instabile Nord-Süd-Polarität des Planeten immer wieder umkehrt?

Fernsehtipps Sonstiges
Montag (4.04.11), 17:30 Uhr | Arte

Treibstoff aus Raps, Mais, Zuckerrohr oder Ölpalmen soll die Umwelt schonen und uns von Erdölimporten unabhängig machen. Auch Deutschland und Frankreich erleben einen grünen Ölrausch: Auf einem Sechstel der Anbaufläche werden inzwischen Energiepflanzen angebaut. Doch der Sprit vom Acker muss immer mehr Kritik einstecken: Bei der Produktion entstehen Treibhausgase, in Asien und Südamerika verdrängt der Anbau von Zuckerrohr und Ölpalmen den Regenwald. Zudem soll die steigende Biospritproduktion schuld sein an hohen Lebensmittelpreisen, Hungersnöten und Artensterben. Wie “bio” sind die Biotreibstoffe also?

Fernsehtipps Chile
Montag (4.04.11), 5:10 Uhr | Arte

Chile, das war für viele Europäer jahrzehntelang das Land von Pinochet mit den dunklen Seiten seiner Diktatur. Umso mehr überrascht das südamerikanische Land den Reisenden: Chile präsentiert sich heiter, die Menschen sind freundlich und weltoffen und die Landschaft ist voller Wunder.

Fernsehtipps Brasilien
Dienstag (29.03.11), 14:55 Uhr | Arte

Spielfilm – Brasilien – 2007. “Nie wieder Sehnsucht” heißt der Tanzsaal im brasilianischen São Paolo, in dem reifere Paare die Nacht zum Tag machen. Die Wellen von Liebe, Begehren, Eifersucht, Melancholie und Enttäuschung schlagen hoch zu den betörenden Melodien von Salsa, Tango und Samba. Innerhalb einer Nacht wird ein legendäres Ballhaus in São Paulo in Brasilien zu einem pulsierenden Mikrokosmos des Tanzes. Die Stammgäste haben die ganze Woche darauf gewartet, endlich die Tanzfläche wiedererobern zu können. Nun erinnern sie sich hier an die Vergangenheit, malen sich ihre Zukunft aus, ziehen einander auf, flirten, streiten und tanzen. Ihre Leidenschaft und ihr Begehren sind in jedem Blick zu spüren.

Fernsehtipps Kolumbien
Dienstag (29.03.11), 5:00 Uhr | Arte

Der 27jähige Kolumbianer Emiliano Gómez alias El Hijo de la Cumbia ist einer der hippsten DJ-Produzenten der Nueva Cumbia. Diese neue Musik, ein Mix aus traditionellen Rhythmen Südamerikas, Hip-Hop, Dancehall und Dubstep, elektrisiert seit einigen Jahren die Dancefloors der argentinischen Hauptstadt. El Hijo de la Cumbia beherrscht seine Schalthebel ebenso sicher wie das Akkordeon und kreiert dabei ein ganz neues Genre, das seine afrikanischen Wurzeln nie vergisst: die New-Roots-Cumbia.

Fernsehtipps Kolumbien
Samstag (8.01.11), 8:50 Uhr | Arte

Zu diesem neuen Abenteuer geht es nach Südamerika, in ein Land, das Kolumbien heißt. Im Nordosten von Kolumbien liegt die “Sierra Nevada de Santa Marta”. Sie erhebt sich 5.800 Meter hoch und ist nur 45 Kilometer vom Karibischen Meer entfernt. Es ist die höchste Bergkette der Welt, die so nah am Meer liegt. In diesem unzugänglichen, von Wolken verhangenen Gebiet, leben die Kogi-Indianer. Seit mehr als 500 Jahren bewahren sich die Kogis etwas von unschätzbarem Wert: die Natur.

Fernsehtipps Sonstiges
Samstag (25.12.10), 0:15 Uhr | Arte

Die Salsa-Revolution. 1971 organisiert eine kleine New Yorker Plattenfirma einen Clubauftritt ihrer besten Künstler, die als die Fania All-Stars nur zwei Jahre später vor über 40.000 Menschen auftreten sollten. Ende der 70er Jahre hatte ihr Label “Fania Records” Millionen Schallplatten auf der ganzen Welt verkauft und ganz nebenbei noch eine musikalische Revolution angeführt: Der Salsa wurde geboren. Die Revolution beginnt mit einer Abkehr von den Latin-Big-Bands der 50er, mit ihren Orchester- und Rüschenhemden. Die jüngere Generation von “El Barrio” kann sich mit dieser Musik nicht mehr identifizieren. Sie ist wie der Rest des Landes dem Rock’n’Roll verfallen. Es dauert nicht lange, bis die Musiker aus dem Barrio ihren eignen Rock’n’Roll erfinden: den Latin Boogaloo.

Fernsehtipps Brasilien
Freitag (24.12.10), 11:20 Uhr | Arte

Filmemacher Mika Kaurismäki entdeckt den Choro, den ersten eigenen brasilianischen Musikstil. Heute ist der Vorläufer des Sambas und Bossa Novas wieder salonfähig. Durch den Film und die Geschichte des Choro führt das “Trio Madeira Brasil”. “Choro ist die Essenz und die Seele der brasilianischen Musik”, stellte der brasilianische Komponist Villa-Lobos fest. In dem Film “Brasileirinho” – was übrigens der kleine Brasilianer bedeutet – wird diese faszinierende Form modernen städtischen Klangs genauer unter die Lupe genommen. Melodischer Reichtum, ein mittleres bis schnelles Tempo, sowie harmonische Vielfalt sind das Besondere an diesem Musikstil.

Fernsehtipps Costa Rica
Freitag (24.12.10), 1:55 Uhr | Arte

Vor über 20 Jahren beschloss eine schwedische Schule, ihren Beitrag zum Schutz des Regenwaldes zu leisten. Die Schüler sammelten Geld und kauften damit ein Stück Regenwald. Doch was ist aus diesem Land und den Bäumen geworden? Jacob Andrén hatte einen Traum: Er wollte den Regenwald retten. Und nicht nur er, sondern 400.000 Kinder in ganz Schweden. Mit Geld, das sie auf Basaren mit Basteleien verdient hatten, kauften die Kinder seiner Schule ein Stück Regenwald. Ein eigenes Stück Regenwald – so stand es zumindest auf dem Zertifikat, das ihnen zugesandt worden war. Doch was ist heute – mehr als 20 Jahre nach dem Kauf – aus dem Land und den Bäumen geworden? Angesichts der weltweiten Abholzung riesiger Teile des Regenwalds ist sich Jacob Andrén bei weitem nicht mehr so sicher wie damals, dass “sein Regenwald” heute noch existiert. Hat es überhaupt jemals eine reelle Chance gegeben, dass er und seine Schulkameraden mit ihren Anstrengungen Bäume schützen konnten?

Fernsehtipps Brasilien
Donnerstag (23.12.10), 6:00 Uhr | Arte

Der Bossa Nova feiert 2008 seinen 50.Geburtstag. Als musikalischer Vorreiter eines selbstbewussten, modernen Brasilien trat der Bossa Nova mit dem Song “Chega de Saudade” 1958 seinen Siegeszug um die Welt an. Alte Haudegen und aktuelle Spitzenmusiker des Bossa Nova gaben kürzlich ein einmaliges Konzert in einem kleinen Club an der Copa Cabana. Mit den Pianisten Marcos Valle und João Donato hatte die All Star Band gleich zwei stilprägende Musiker der frühen Jahre an Bord. Hinzu kommen Jacques und Paula Morelenbaum, die seit vielen Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Interpreten dieser Musik gehören.

Fernsehtipps Bolivien
Mittwoch (22.12.10), 9:15 Uhr | Arte

Auf dem Königsweg durch die Anden. 4.000 Kilometer durch das Reich der Inkas per Staffellauf! Die in diesem Film dokumentierte außergewöhnliche Expedition hat einen historischen Hintergrund: Vor 600 Jahren bauten die Inkas ein beispielloses Nachrichtensystem auf. Die Strecke, die sie dabei zurücklegten, ist spektakulär. Es ging in Chile durch die trockenste Wüste der Welt, in Bolivien vorbei am Titicacasee und über die peruanischen Andenpässe weiter Richtung Ecuador. Die Tour war nicht nur ein großes Abenteuer und eine gnadenlose Schinderei, sie diente auch wissenschaftlichen Zwecken. Es gibt Hinweise darauf, dass der menschliche Körper unter extremer Belastung große Mengen des Hormons EPO produziert. Möglicherweise sogar so viel, dass sie bei Dopingtests auffallen.

Fernsehtipps Mexiko
Mittwoch (22.12.10), 6:45 Uhr | Arte

Mit offenen Karten. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist zugleich eine wirtschaftliche, soziale und sprachliche Bruchlinie. Dafür stehen die “Maquiladoras”, die Drogenkartelle, die illegale Immigration und die wachsende “Hispanisierung” der Gesellschaft.

Fernsehtipps Sonstiges
Mittwoch (22.12.10), 4:00 Uhr | Arte

Das Amazonasgebiet stellt den ausgedehntesten Regenwald der Erde dar und bietet mehr Arten Raum zum Leben als irgendein anderes Gebiet. Trotz des vorhandenen Überflusses ist der Kampf ums Überleben im Dschungel extrem hart. Manche Blätter und Samen enthalten Gifte wie Strychnin, Morphin und Kokain, um nicht gefressen zu werden. Die Tiere haben aber ihre eigenen Strategien entwickelt, um mit diesen Giften umzugehen. Zum Beispiel ist das Verdauungssystem der Weißkopfsakis – sehr seltener und scheuer Primaten – in der Lage, diese Gifte zu verarbeiten, während andere Tiere zum Schutz vor Pflanzengiften Schlamm fressen. Lehm wirkt als Gegengift bei einigen dieser Pflanzen. Deshalb versammeln sich zahlreiche Tiere an den Lehmlecken des Amazonas, dem südamerikanischen Pendant zu den afrikanischen Wasserlöchern, die außerdem Salz und andere wichtige Mineralien enthalten.

Fernsehtipps El Salvador
Montag (20.12.10), 7:00 Uhr | Arte

Unweigerlich trifft man im Fernsehen von El Salvador auf die höchst populäre Figur El Cipitío. Seit 25 Jahren unterhält er das junge Publikum des Landes. Als selbst ernannter Sohn des Sonnengottes und Enkel des Regen- und Berggottes leitet er seine Autorität von präkolumbischen Mythen her. Vor allem den Schutzbedürftigen des Landes eilt El Cipitío zu Hilfe, denn Gewalt ist in El Salvador allgegenwärtig. Und die spiegelt sich sogar in Kindersendungen wider! Die Bilder der Fernsehnachrichten lassen an Bürgerkriegszeiten denken, die eigentlich 1992 zu Ende gingen. Immerhin hat die Regierung inzwischen gesetzlich verboten, dass Bilder der berühmt-berüchtigten Maras – der tätowierten Mitglieder von Jugendgangs, die in Drogenkriminalität und Bandenkriege verwickelt sind – im Fernsehen erscheinen.

Fernsehtipps Mexiko
Samstag (27.11.10), 23:15 Uhr | Arte

Metropolis. In Mexiko entsteht das größte Unterwassermuseum der Welt: Am Strand von Cancún hat sich eine Gruppe schweigender Gestalten versammelt, deren Mitglieder nach und nach im Meer versenkt werden. Es sind die lebensgroßen Skulpturen des Künstlers Jason de Caires Taylor. Der 35-jährige Brite leitet hier ein Aufsehen erregendes Projekt: “Underwatersculptures” wird das weltweit größte Museum unter Wasser sein. Ein Skulpturengarten in acht Meter Tiefe, den die Besucher tauchend, schnorchelnd oder per Glasbodenboot erkunden können. Die tonnenschweren Figuren sind aus einem speziellen Zement geformt. Korallen und Algen sollen sie mit der Zeit überwuchern. Fische werden sich hier einnisten. Allmählich wird ein künstliches Riff entstehen.

Fernsehtipps Chile
Samstag (27.11.10), 1:40 Uhr | Arte

Es gibt sie wirklich: unberührte Orte, die noch nicht vom Massentourismus heimgesucht sind. Sie sind landschaftlich einmalig, bergen außerordentliche Naturschätze und regen die Menschen zu kreativem und umweltbewusstem Handeln an. Die einzigartige Schönheit der Hochgebirgswüste Atacama im Norden Chiles lockt Touristen aus aller Welt an. Um den Charakter der Region zu erhalten, übergab die chilenische Regierung den einheimischen Indiovölkern ausgedehnte unberührte Flächen und setzte sie als Hüter des zerbrechlichen Ökosystems ein. Unter der Obhut der Indios entstanden aus der Wildnis Naturparks.

Fernsehtipps Bolivien
Donnerstag (25.11.10), 8:00 Uhr | Arte

360 – Geo-Reportage. Urubichá ist ein staubiges Dorf mit 4.000 Einwohnern im bolivianischen Amazonasgebiet. Hier gibt es nur einfache Lehmhütten, giftige Schlangen, Esel, Schweine und Hühner, ein Telefon, drei Kramläden, keine Autos – aber ein Barock-Orchester. Bis tief in die Nacht bereitet sich der 15-jährige Simon auf das wichtigste Konzert seines Lebens vor. Nun wird Simon auf einer Tournee durch Peru die erste Geige spielen. Spontan verwandeln er und seine Begleiter unterwegs Flughäfen und Eisenbahnzüge in Konzertsäle, bis Simon in der alten Inka-Hauptstadt Cuzco sein großes Solo gibt.

Fernsehtipps Mexiko
Mittwoch (24.11.10), 22:00 Uhr | Arte

Spielfilm – Mexico/Frankreich/Niederlande – 2007. Johan, ein gottesfürchtiger Bauer, lebt mit seiner Frau Esther und seinen sechs Kindern in einer mennonitischen Gemeinde im Norden Mexikos, in der Plauderdietsch gesprochen wird. Doch Johan hat ein existenzielles Problem: Er liebt eine andere Frau – Marianne. Damit begeht er eine unverzeihliche Sünde. Als er mit seinem Vater und Zacarias, einem Mitglied der Gemeinde, über sein Dilemma redet, wird ihm geraten, die Affäre so schnell wie möglich zu beenden. Zwar liebt Johan seine Frau und die Familie über alles, doch weder er noch Marianne können ihrem Verhältnis ein Ende setzen. Am meisten aber leidet Esther, die schließlich an einer Herzkrankheit stirbt. Auf ihrer Trauerfeier wird sie von Marianne geküsst und erwacht wieder zum Leben. Die beiden Frauen unterhalten sich zum ersten Mal …

Fernsehtipps Mexiko
Sonntag (21.11.10), 23:50 Uhr | Arte

Ein ehemaliger Auftragskiller des mexikanischen Drogenkartells berichtet über die letzten 20 Jahre seines Lebens. Jetzt ist er auf der Flucht, auf seinen Kopf sind 250.000 Dollar ausgesetzt. Ein Motel in der Nähe von Juárez, einer Stadt im Norden des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua. Zimmer 164. Der Dokumentarfilmer Gianfranco Rosi und Autor Charles Bowden treffen sich hier mit einem ehemaligen Auftragskiller des mexikanischen Drogenkartells. Ein Mann, der Hunderte von Menschen getötet hat, ein wahrer Experte im Foltern und Kidnappen. Und der – in einem früheren Leben – Polizist war. Jetzt bekennt er vor der Kamera. Er ist selbst auf der Flucht.

Fernsehtipps Sonstiges
Freitag (19.11.10), 11:30 Uhr | Arte

Die Glaubensgemeinschaft der Mennoniten, benannt nach ihrem Gründer Menno Simons, stammt aus Norddeutschland. Vor Jahrhunderten wanderten die ersten Mitglieder aus und gelangten nach Nordamerika. Sie haben extreme Temperaturen ebenso in Kauf genommen wie unwirtliches Land. Das Einzige, was für sie zählte, war die Möglichkeit, nach ihren Vorstellungen leben zu können. Und wenn eine Regierung ihre Lebensweise beschnitt, zogen sie eben weiter. Von hier aus zogen sie über Mexiko bis nach Paraguay. Auch im mittelamerikanischen Staat Belize gibt es eine große Gemeinde.

Fernsehtipps Argentinien
Donnerstag (18.11.10), 13:00 Uhr | Arte

Die Dokumentation erzählt die Geschichte einer Schmalspurbahn im Süden Argentiniens anhand einer Reise, die im Herbst 2003 auf den verbliebenen Streckenresten von El Maitén und Esquel stattfand. Neben einem Porträt der “Estación Retiro”, des Hauptbahnhofs der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, besucht die Dokumentation das Bahnbetriebswerk in El Maitén und seine Werkstatt, beobachtet ein Tangopaar im Hafenviertel von Buenos Aires und stellt einen Modelleisenbahner in der argentinischen Kapitale vor.

Fernsehtipps Kuba
Dienstag (16.11.10), 10:55 Uhr | Arte

Fidel Castro, der fast 50 Jahre lang als kubanischer Regierungschef den USA die Stirn bot, gilt noch heute Vielen als Vorbild, auch südamerikanischen Staatsmännern. In der satirischen Dokumentation des französischen Komikers Karl Zéro schildert die letzte Hass- und Heldenfigur des Kalten Krieges im zwanglosen Plauderton ihre Sicht der Dinge, so als säße man gerade bei einem Mojito und einer Cohiba zusammen. Mit bissigem Humor schildert Castro, wie er sich als unehelicher Sohn eines galizischen Einwanderers in der strengen Jesuitenschule – von seinen Klassenkameraden wegen seines überschäumenden Temperaments “El Loco” (“der Verrückte”) genannt – zum “Máximo Líder” wandelte. Mit logischen Argumenten erklärt er, was der Gründer des Jesuitenordens, Ignacio de Loyola, und der führende Theoretiker des Kommunismus, Karl Marx, gemein haben: ihren Kampf um Gerechtigkeit.

Fernsehtipps Paraguay
Dienstag (16.11.10), 8:00 Uhr | Arte

360° – Geo Reportage. Die Pflanze Luffa soll in Paraguay für den Bau von Häusern eingesetzt werden. Das einst von dichtem Wald überzogene Land ist heute in weiten Teilen komplett abgeholzt. Viele Menschen haben praktisch keinen Zugang mehr zu bezahlbarem Baumaterial. Die Umweltaktivistin Elsa Zaldivar hat eine große Vision. Die Gurken-Pflanze Luffa soll helfen, in Paraguay die Armut zu bekämpfen. 1995 gründete Elsa Zaldivar eine Kooperative, in der mittellose Frauen durch Luffa die Chance für ein Einkommen erhalten. Die Frauen fertigen alles in Eigenregie, vom Anbau der Pflanze bis zur Herstellung von Luffa-Badeschwämmen. Sie erzielen damit Einkünfte, die doppelt so hoch sind wie der gesetzliche Mindestlohn in Paraguay.

Fernsehtipps Argentinien
Samstag (13.11.10), 6:00 Uhr | Arte

ARTE Reportage. seit 15 Jahren kämpfen die Mapuche wieder um ihr verlorenes Land. Die Ureinwohner Patagoniens gründen neue Gemeinschaften, um ihr Landrecht einzulösen.

Fernsehtipps Peru
Freitag (12.11.10), 3:00 Uhr | Arte

Filmreihe “Viva América Latina!”. Peru / Spanien – 2005. Ein peruanisches Dorf bereitet sich auf das Fest der “Heiligen Zeit” vor, das Ende der Karwoche, als Salvador, ein Reisender aus Lima auftaucht. Er wird vom Bürgermeister des Dorfes aufgenommen und fasziniert sofort dessen Tochter Madeinusa. Madeinusa lebt mit ihrer Schwester Chale und ihrem Vater in einem kleinen Dorf in den peruanischen Anden. Ihr Alltag ist trostlos, ihr Vater Cayo macht keinen Hehl daraus, in der “Heiligen Zeit”, die immer näher rückt, mit ihr schlafen zu wollen. Denn in den Tagen zwischen Kreuzigung und Auferstehung ist Gott nach Auffassung der Dorfbewohner tot und sieht keine Sünde.

Fernsehtipps Kuba
Donnerstag (11.11.10), 21:45 Uhr | Arte

Der DokumentarFilm – Berlinale – Deutschland/Kuba – 1999. Wim Wenders begleitet den Musiker Ry Cooder – er schrieb u. a. die Musik zu Wenders’ Meisterwerk “Paris, Texas” – nach Kuba, wo dieser Anfang 1998 mit Ibrahim Ferrer eine Platte einspielte. Cooder und Ferrer hatten zuvor bereits gemeinsam mit anderen alten, legendären kubanischen Musikern das überaus erfolgreiche Album “Buena Vista Social Club” aufgenommen. Wenders beobachtet die Arbeit der Musiker im Studio und spürt ihrem Leben in Havanna nach. Schließlich begleitet er das betagte Ensemble zu Auftritten in Amsterdam und dem triumphalen Abschlusskonzert ihrer Tour in der ehrwürdigen New Yorker Carnegie Hall.

Fernsehtipps Costa Rica
Donnerstag (11.11.10), 18:15 Uhr | Arte

360° – Geo Reportage. Zwischen der Karibikküste und den Hängen des Talamanca-Gebirges wächst einer der letzten großen Urwälder der Erde. Seine Baumriesen ragen 40 bis 70 Meter hoch in den Himmel. Hier, im Südosten Costa Ricas, baut der Ingenieur Peter Gascar zusammen mit seinem Freund Orlando Hernandez, einem Indio vom Volk der Teribe, das höchste Baumhaus der Welt. “360° – GEO Reportage” begleitet die Bauarbeiten am Kletterseil in Schwindel erregender Höhe.

Fernsehtipps Chile
Freitag (5.11.10), 8:00 Uhr | Arte

“360º – Geo Reportage” hat den Lotsen Erich Guital eine Woche begleitet und dabei Menschen kennengelernt, die versuchen, ihr Leben abseits der Zivilisation in einer der unwirtlichsten Gegenden der Erde zu meistern. Der Chilene Erich Guital führt als Lotse durch die Magellanstraße, jene Meerenge, die Feuerland vom südamerikanischen Festland trennt. Die Gegend ist berüchtigt für ein unbarmherziges Wetter mit plötzlichen Umschwüngen und tosenden Stürmen. Seeleute fürchten die Passage. Starke Strömungen, unberechenbare Orkane, tückische Fallwinde, zahlreiche Untiefen und ein Labyrinth aus zahllosen kleinen Inseln machen jede Fahrt zu einer Herausforderung. (Bild: Arte)

Fernsehtipps Puerto Rico
Donnerstag (4.11.10), 16:10 Uhr | Arte

Zapping International. Der größte Fernsehstar – und das größte Lästermaul – Puerto Ricos ist eine Marionette: In der Talkshow “SuperXclusivo” weidet sich “La Comay” mit ihrem menschlichen Komoderator Hector Travieso an den neuesten Lästereien und Gerüchten der Insel. Da bleibt keiner verschont, die gesamte Inselprominenz aus Showbusiness und Politik bekommt ihr Fett ab. Die in der Geschichte zweimal kolonisierte Karibikinsel Puerto Rico gehört heute als assoziierter Freistaat zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Fernsehen hier ist eine gelungene Mischung aus American Dream und lateinamerikanischen Einflüssen. Wer einen der vier Sender einschaltet, stößt mit großer Wahrscheinlichkeit auf “American Idol” und auch auf die puertoricanische Variante der US-Sendung “Fat Camp”, in dem sich stark übergewichtige Mädchen in T-Shirts, die Namen und Gewicht der Trägerin zur Schau stellen, der Kritik einer unerbittlichen Jury aussetzen, die ihre Abmagerungsbemühungen beurteilt.

Fernsehtipps Venezuela
Donnerstag (4.11.10), 9:15 Uhr | Arte

Auf dem Hochplateau der Gran Sabana im Süden Venezuelas thront der Acopan Teupui. Ein Team von Extrembergsteigern, zu dem der Profikletterer Stefan Glowacz, die Kletterlegende Kurt Albert, sein Kletterpartner Holger Heuber und der venezolanische Kletterstar Ivan Caldéron gehören, hat sich zum Ziel gesetzt, die 700 Meter aus dem Urwald aufragende Nordostwand des Acopan Tepui zu bezwingen. Dessen Hauptgipfel wurde noch nie zuvor bestiegen. Um den Berg zu erreichen, folgen die Männer zunächst in drei Faltbooten über 100 Kilometer lang dem gewundenen Flusslauf des Rio Karuai in das entlegene Territorium der Pemon-Indianer in den Dschungel hinein.

Fernsehtipps Peru
Donnerstag (4.11.10), 8:00 Uhr | Arte

360° – Geo Reportage. Die Salinen von Maras liegen im Hochland der peruanischen Anden. Sie bilden ein weit verzweigtes Salzlabyrinth. Tausende terrassenförmig angelegte Becken fangen das warme Salzwasser des Berges auf. Während das Wasser in der Sonne verdunstet, bleibt an den Rändern und am Wannenboden eine kostbare weiße Kruste zurück: das Maras-Salz. Noch heute gewinnen die Nachfahren der Inka auf diese traditionelle Weise das “Weiße Gold” der Anden. “360º – Geo Reportage” zeigt den harten Alltag der Salineros. Anfang Mai endet in Perus Hochland die Regenzeit. Sieben Monate lang lagen die Salinen brach. Nun kann die Familie von Emilia Atapaucar endlich damit beginnen, ihre acht Salinenbecken zu reinigen. Sie benötigt die Einnahmen aus dem Salzverkauf dringend. Denn die 23-jährige Tochter Mariella steht kurz vor der Entbindung, und ein Aufenthalt im Krankenhaus ist teuer.

Fernsehtipps Brasilien
Mittwoch (27.10.10), 3:00 Uhr | Arte

“Viva América Latina!”. Brasilien – 2005. Im Jahr 1942 reist der deutsche Johann mit einem alten Lieferwagen durch Brasilien, möglichst weit weg von dem Krieg, der in Europa tobt, und an dem er sich nicht beteiligen will. Auf seinem Weg verkauft Johann das neu eingeführte Medikament Aspirin, das er mit Hilfe von Filmen bewirbt. Die Filmvorführungen in den kleinen Dörfern begeistern die Menschen, die bis dahin weder Kino noch Aspirin kannten. Eines Tages begegnet Johann dem Brasilianer Ranulpho, den er als Anhalter mitnimmt und schließlich zu seinem Gehilfen macht. Auch Ranulpho ist wie Johann auf der Flucht. Allerdings nicht vor dem Krieg, sondern vor der Einöde des Sertão, der ausgetrockneten Gegend im Nordosten des Landes, die keinerlei Perspektive bietet. Er träumt von einem Neuanfang in der Großstadt.

Fernsehtipps Brasilien
Freitag (22.10.10), 3:00 Uhr | Arte

Spielfilm – Brasilien /Deutschland – 2006 (O Céu de Suely). Hermila kehrt in der Hoffnung auf ein besseres Leben mit ihrem Sohn Mateus in ihre Heimat zurück. Nachdem der Vater des Kindes nicht nachkommt, versucht sie, durch eine pfiffige, wenn auch nicht harmlose Idee der ländlichen Enge zu entfliehen. Als der jungen Hermila in São Paulo das Geld ausgeht, kehrt sie mit Sohn Mateus in ihre Heimat im Nordosten Brasiliens zurück. Von Tante Maria und Großmutter Zezita behütet und in dem Glauben, dass ihre große Liebe, der Vater des kleinen Mateus ihr folgt, hofft sie, hier ein besseres Leben führen zu können. Bald wird Hermila jedoch klar, dass ihr Ehemann sie sitzengelassen hat und sie alleine für sich und ihren Sohn sorgen muss.

Fernsehtipps Mexiko
Donnerstag (14.10.10), 9:15 Uhr | Arte

Der VW-Käfer: Das Kind einer ganzen Automobilära, eines der populärsten deutschen Autos überhaupt ist zu einem mexikanischen Erkennungssymbol geworden – auch wenn die Regierung Mexikos sich dieses Käfers auf Rädern gerne entledigen würde. Käfer in Deutschland, Beetle in England, Vocho in Mexiko. Die große Liebe zwischen Mexiko und dem Kleinwagen aus Wolfsburg reicht in die Mitte des letzten Jahrhunderts zurück, und in den 1980er Jahren liefen in Mexiko sogar weltweit die meisten Käfer vom Band. Doch heute macht die mexikanische Regierung den Wagen für alle möglichen Übel verantwortlich, vor allem natürlich für die Luftverschmutzung.

Fernsehtipps Mexiko
Donnerstag (14.10.10), 0:40 Uhr | Arte

Jährlich versuchen Tausende lateinamerikanische Männer und Frauen, die Grenze zu den USA zu überwinden. Dort hoffen diese Flüchtlinge, die auch “los ilegales” und “los indocumentados” genannt werden, Arbeit zu finden, um ihre Familie in der Heimat zu ernähren. In den letzten fünf Jahren bezahlten 3.000 Menschen ihren Traum von einer besseren Zukunft mit dem Leben. Monatelang hat die Filmemacherin Stéphanie Lamorre eine Familie aus Ecuador bei ihren Versuchen begleitet, ins gelobte Land USA zu kommen. Am Ende des an Strapazen und Gefahren reichen Weges steht die bittere Erkenntnis, dass dieser scheinbar endgültige, nicht rückgängig zu machende Schritt vielen Flüchtlingen einen viel zu hohen Preis abverlangt. Die einen bleiben trotz alledem im gelobten Land, denn die Schande der Rückkehr wiegt schwer: Wer zurückkehrt, gibt sich als Gescheiterter zu erkennen.

Fernsehtipps Kuba
Dienstag (12.10.10), 14:45 Uhr | Arte

“Viva América Latina!”. Spielfilm – Kuba – 1992. Als der homosexuelle Revolutionskritiker Diego versucht, den überzeugten Kommunisten David zu verführen, ist dieser so wütend, dass er ihn bei einem Parteigenossen anschwärzt. Zudem willigt er ein, Diego zu bespitzeln. Kurz nachdem ihn seine erste Liebe Vivian für einen reicheren Mann verlassen hat, wird der junge Politikstudent David von dem homosexuellen Künstler Diego angemacht. Der schlagfertige Systemkritiker Diego versucht mit allen Mitteln, den überzeugten aber naiven Kommunisten David zu verführen. Dieser flüchtet wütend und erzählt seinem Freund und Parteigenossen Miguel von dem “verdächtigen” Künstler. David willigt ein, Diego zu bespitzeln.

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (10.10.10), 17:45 Uhr | Arte

Metropolis. Man denkt unweigerlich an das charismatische Lächeln von Eva Perón, den heroischen Blick von Che Guevara oder an die geschickte Hand von Diego Maradona, wenn man an Argentinien denkt – und natürlich an die großen Autoren wie Jorge Luis Borges und Julio Cortázar. Doch, wie tickt, wie schreibt, welche Kunst produziert dieses Land heute – drei Jahrzehnte nach dem Ende der grausamen Militärdiktatur und nach der katastrophalen Finanzkrise von 2001? “Metropolis” erkundet, geführt und begleitet von der großen Schriftstellerin Claudia Piñeiro, das Herz Argentiniens. 24 Stunden Buenos Aires: Orte, Plätze, Stimmungen und Menschen, die uns das gegenwärtige Argentinien nahe bringen.

Fernsehtipps Argentinien
Sonntag (10.10.10), 17:45 Uhr | Arte

Metropolis. Knapp drei Jahrzehnte ist sie vorbei, eine der grausamsten Militärdiktaturen (1976-1983), in der Oppositionelle einfach “verschwanden”, gefoltert und ermordet wurden. Nach vielen Jahren, in denen die Opfer anklagten, Aufklärung und Gerechtigkeit forderten, bewegt sich etwas in der argentinischen Öffentlichkeit. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beginnt in Politik und Justiz zu greifen. Und mit Wucht drängt die jüngere Generation argentinischer Schriftsteller und Autorinnen in die Öffentlichkeit, dieses Trauma literarisch aufzuarbeiten. “Metropolis” spricht mit dem herausragenden Autor Alan Pauls, mit Laura Alcoba, die als Zehnjährige ihren Eltern ins Pariser Exil folgen musste und mit Victoria Donda, der jüngsten Abgeordneten des argentinischen Parlaments, die erst vor fünf Jahren erfuhr, dass ihre leiblichen Eltern ermordet und sie als Baby zwangsadoptiert wurde.

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