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Noticias Venezuela

06. Juli 2017 | Venezuela: Blockade des Parlaments nach neun Stunden beendet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaNach neun Stunden wurde die Blockade des Parlaments in Caracas beendet. Oppositionsabgeordnete, Journalisten und Angestellte durften das Gebäude verlassen. Sie wurden zuvor von mutmaßlichen Regierungsanhängern dort festgehalten. Die Unterstützer von Präsident Nicolás Maduro waren zunächst in die Gärten des Parlaments eingedrungen und zündeten einige Feuerwerkskörper. Als sie ins Gebäude vorstießen, prügelten sie auf die anwesenden Abgeordneten der Opposition ein. Dabei wurden fünf von ihnen verletzt. Dutzende Demonstranten blockierten den Eingang zum Sitz der Nationalversammlung und schimpften mit Parolen gegen die oppositionellen Politiker. Diese hatten sich anlässlich des Nationalfeiertags im Parlament eingefunden. Abends zogen sich die Demonstrierenden schließlich zurück. Der Oppositionsführer Henrique Capriles macht Maduro für den Angriff verantwortlich. Dieser hingegen verurteilte die Gewalttaten und forderte zu Ermittlungen auf. Während die konservative Opposition den Staatschef seines Amtes entheben will, beschuldigt dieser seine Gegner, sie planten in Zusammenarbeit mit den USA einen Staatsstreich. Seit Anfang April finden in Venezuela beinahe täglich Proteste gegen Maduro statt, bei denen bereits 91 Menschen getötet und mehr als tausend verletzt wurden. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela).


09. März 2017 | Lateinamerika: Der Fall “Odebrecht” zieht immer weitere Kreise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Lateinamerika, Noticias Peru, Noticias Venezuela

Lateinamerika: Korruptionsskandal Odebrecht - Foto: Quetzal-Redaktion, csNach und nach weitet sich der Korruptionsskandal um das brasilianische Bauunternehmen Odebrecht in Lateinamerika aus. Der Skandal nahm seinen Lauf, als Mitte Juni 2015 Marcelo Odebrecht wegen Bestechung und Geldwäsche festgenommen und später zu 19 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Firmenchef und Hauptplaner des Korruptionsnetzwerks kooperierte mit der Staatsanwaltschaft – wohl um seine Haftstrafe zu mindern –, so dass die Behörden zahlreiche beteiligte Personen identifizieren konnten. Weitere 77 Ex-ManagerInnen des Bauriesen taten es Odebrecht gleich, und mittlerweile konnten die Staatsanwaltschaften aus 15 verschiedenen Ländern die systematische Korruption auf großen Teilen des lateinamerikanischen Kontinents und ein paar afrikanischen Ländern aufdecken. Offenbar zahlte das Unternehmen seit 2001 Schmiergeld an PolitikerInnen jedweder Couleur, um später bei der Vergabe von Aufträgen bevorzugt zu werden. Unter Betrachtung der Höhe der Schmiergeldzahlungen stechen Brasilien (349 Mio. USD), Venezuela (98 Mio. USD) und die Dominikanische Republik (92 Mio. USD) hervor. Am spektakulärsten ist bisher aber der Fall Peru, da dort wohl die letzten vier Präsidenten des Landes persönlich in die Korruption involviert sind. Gegen Expräsident Alejandro Toledo (2001-2006) ist bereits ein internationaler Haftbefehl erlassen worden, weil er Schmiergeldzahlungen in Höhe von 20 Mio. UDS erhalten haben soll. Gegen die Ex-Präsidenten Alan García (2006-2011) und Ollanta Humala (2011-2016) wird seit kurzem auch wegen Korruptionsfällen während ihrer Amtszeiten ermittelt. Schließlich gibt es auch erste Indizien gegen den amtierenden Präsidenten Pablo Kuczynski, der als damaliger Wirtschafts- und Finanzminister sowie späterer Premierminister im Kabinett von Toledo ebenfalls Schmiergeldzahlungen erhalten haben soll. Auch wenn noch unklar ist, wie groß dieses kriminelle Netzwerk insgesamt war, so zeigt der Skandal doch jetzt schon, wie stark die lateinamerikanischen Demokratien von finanzstarken Privatinteressen ausgehöhlt worden sind (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, cs).


16. Februar 2017 | Venezuela: Vizepräsident El Aissami von USA des Drogenhandels beschuldigt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Tareck El Aissami, Venezuela - Bild: CorresponsalesTVAm vergangenen Montag veröffentlichte das US-amerikanische Finanzministerium eine Pressemitteilung, in der Venezuelas Vizepräsidenten Tareck El Aissami sowie seinem mutmaßlichen Partner, dem Unternehmer Samark José López Bello, eine bedeutende Rolle im internationalen Drogenhandel vorgeworfen wird. Diese Anschuldigungen sind laut US-Finanzministerium das Ergebnis jahrelanger Ermittlungen. El Aissami, seit Januar 2017 Vizepräsident Venezuelas, soll in Verbindung mit Drogenlieferungen an Los Zetas, eines der bekanntesten mexikanischen Drogenkartelle, stehen und auch andere Drogenhändler unterstützt und koordiniert haben. Des Weiteren wird er beschuldigt, dem kolumbianischen Drogenboss Daniel Barrera Barrera wie auch dem venezolanischen Drogenhändler Hermágoras González Polanco Schutz gewährt zu haben. El Aissamis Partner, López Bello, soll den Politiker bei jenen Aktivitäten finanziell und materiell unterstützt und als Strohmann El Aissamis gedient haben. Auf seinem Twitter-Account bezeichnete El Aissami die Vorwürfe als eine „imperialistische Aggression“, welche ihn nicht davon abhalten würde, Präsident Maduro auf seinem Weg zur wirtschaftlichen Genesung des Landes zu unterstützen. Wie erwartet zeigte sich auch Venezuelas Präsident Maduro verärgert über die Mitteilung des US-Finanzministeriums und bezeichnete sie als illegal, niederträchtig und als eine Aggression gegen Venezuela. Während er sich jedoch deutlich gegen die US-amerikanischen Beamten äußerte, hielt er sich mit direkter Kritik gegen Präsident Donald Trump zurück und sieht die Entscheidung des Finanzministeriums eher als ein Relikt der Regierung unter Ex-Präsident Obama an. (Bildquelle: CorresponsalesTV_)


29. November 2016 | Venezuela: Elf Soldaten wegen Mordverdachts festgenommen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela_Armee_Foto cc_IntiNachdem am 25. und 26. November 2016 im Bundesstaat Miranda die Leichen von zwölf vermissten Personen entdeckt wurden, leitete die venezolanische Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen elf Mitglieder des Militärs ein. Ihnen wird vorgeworfen, an der Tötung der gefundenen Personen beteiligt gewesen zu sein. Innen- und Justizminister Reverol ließ bereits verlauten, dass alle nötigen Schritte eingeleitet würden, um ihnen die Höchststrafen zu erteilen. Bei den Toten handelt es sich um eine Gruppe junger Menschen, die Mitte Oktober während eines Einsatzes der Operación de Liberación del Pueblo (dt. Operation zur Befreiung des Volkes) festgenommen und ohne jedwede gerichtliche Verordnung festgehalten wurde. Das Ziel der OLP, einem gemeinsamen Einsatzkommando von Militär und Polizei, besteht darin, die Gewalt krimineller Banden in Venezuela zu bekämpfen. Doch gibt es auch harte Kritik. So bemängeln Menschenrechtsorganisationen, dass es im Rahmen der OLP immer wieder zu Hinrichtungen und willkürlichen Festnahmen komme, während die hohe Kriminalitätsrate dennoch nicht gesenkt werde. Seit dem Beginn der Operation im Juli 2015 gab es bereits mehr als 750 Todesopfer zu beklagen. (Bildquelle: cc_Inti)


17. Mai 2016 | Venezuela: Ausnahmezustand verlängert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: FlaggeÄhnlich wie der große Nachbar Brasilien erlebt Venezuela derzeit stürmische politische Zeiten. Der amtierende Präsident Nicolás Maduro hat nun den Ausnahmezustand im Land verlängert, und es wurde bekannt, dass dieser sich nicht, wie ursprünglich angenommen, allein auf wirtschaftliche Vollmachten für den Präsidenten bezieht, sondern dessen Entscheidungsmacht auch in Umwelt-, sozialen und politischen Fragen stärkt. Im Dekret, das die Verlängerung des Ausnahmezustands bekräftigt, der  “Gaceta Oficial número 40.903″, heißt es, der Präsident könne die Maßnahmen anordnen, welche er für  geeignet halte, um die Stabilität des venezolanischen Volkes zu garantieren. Als besonders kritisch ist dabei die mögliche Beschneidung der Kommunikations- und Versammlungsfreiheit zu betrachten. Oppositionsführer des “Runden Tisches für demokratische Einheit” sehen in dieser Maßnahme einen entscheidenden Schritt, der die Regierung befähigt, Demonstrationen und Versammlungen zu verbieten. In einer breiten Mobilisierung sieht die Opposition jedoch ihre einzige Chance, ihr Ziel, die Amtszeit Maduros von sechs auf vier Jahre zu verkürzen, zu erreichen.


07. Dezember 2015 | Venezuela: Ende des Sozialismus? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela_Maduro_Foto_Presidencia de la RepúblicaGestern wählte Venezuela das neue Parlament des Landes. Die Wahlbeteiligung lag mit 74,25% so hoch wie schon lange nicht mehr. Nach aktuellen Auszählungen gewinnt die Opposition MUD „Mesa de la Unidad Democrática“ (Mitte-Rechts) mit einer deutlichen Mehrheit. Damit scheint der vor 16 Jahren durch Hugo Chávez eingeleiteten Ära des Sozialismus, die derzeit vom amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro vertreten wird, ein Ende gesetzt. Die Opposition erhält ab dem 1. Januar 2016 mindestens 99 Parlamentsplätze, neben den 46 der regierenden sozialistischen Partei PSUV. Die fehlenden 22 Plätze werden noch ausgezählt. Maduro akzeptierte das Wahlergebnis als demokratische Entscheidung und eine Art Kontrarevolution. Seine Politik wurde bei den Venezolanern durch den Mangel an Lebensmitteln, Medizin und der hohen Inflation zunehmend unpopulär. Die Wahlen wurden von vielen Lateinamerikanischen Nachbarländern für ihre Transparenz und Professionalität gelobt. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


23. Oktober 2015 | Venezuela: Hilfe durch internationale Organisationen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: FlaggeEs scheint, dass die Regierung von Venezuela die finanzielle Unterstützung multilateraler Organisationen benötigen wird, um die Wirtschaftskrise zu überwinden. Für das kommende Jahr erwartet die Regierung eine Inflationsrate von 60 Prozent. José Guerra schätzt, dass das Haushaltsdefizit Venezuelas in der Größenordnung von 15% bis 20% des BIP liegt. Ein Defizit, welches nicht mit dem Ölexport ausgeglichen werden kann, auch wenn dieser 96% aller Exporterlöse und damit mehr als die Hälfte der Einnahmen des Landes ausmacht. Schuld ist der drastische Rückgang der Ölpreise. Die weitere Kreditaufnahme von fünf Milliarden Dollar aus China und der Verkauf von Vermögenswerten (Ölraffinerien) reichen nicht aus, um der Wirtschaftsmisere zu entfliehen. Der Anleihenmarkt verdeutlicht, in welch schwerer Wirtschaftskrise sich das Land befindet. Der derzeitige Handelskurs der im Februar auslaufenden Anleihe liegt bei 77 Prozent des ursprünglichen Preises. Das bedeutet, dass Anleger aktuell ca. 41,5%, inklusive der Zinsen als Risikoprämie, verlangen, um in diese Papiere zu investieren, was ein offensichtliches Zeichen für einen drohenden Zahlungsausfall darstellt. Nur der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank könnten das Regime noch vor dem finanziellen Untergang bewahren. Unter der Präsidentschaft von Hugo Chávez (1999-2013) hatte Venezuela allerdings kaum Kontakte zu beiden Organisationen. Im Mai 2007 kündigte er sogar den Austritt seines Landes aus dem IWF und der Weltbank an, da er ihnen die Schuld der andauernden Armut vorwarf und sie als „Instrument des amerikanischen Imperialismus“ darstellte, die seinem Land „eine wilde und ausbeutende Sozial- und Wirtschaftspolitik aufzuzwingen“ versuchten.


31. August 2015 | Venezuela: Eskalation und Massenflucht im Grenzgebiet zu Kolumbien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien, Noticias Venezuela

Kolumbien: Paramilitär Salvatore Mancuso - Foto: Public Domain Nachdem es in kolumbianischer Grenznähe zu einer Schießerei zwischen venezolanischen Soldaten und Drogenschmugglern gekommen war, bei der drei Soldaten und ein Zivilist verletzt worden waren, ließ der venezolanische Präsident Maduro die 2.200 km lange Grenze auf unbestimmte Zeit schließen. Nicolás Maduro, der rechte Paramilitärs aus Kolumbien für den Zwischenfall verantwortlich macht, rief zudem in sechs Grenzbezirken im westlichen Bundesstaat Táchira den Ausnahmezustand aus und entsandte ca. 3.000 Soldaten in die Region. Ziel der genannten Maßnahmen sei der Kampf gegen den stark verbreiteten Schmuggel. In dem Gebiet hatten sich vor einiger Zeit zahlreiche rechte Paramilitärs und linke Guerilleros sowie die Drogenmafia und Schmuggler ausgebreitet, da die anhaltende Wirtschafts- und Versorgungskrise in Venezuela den Schmuggel zu einem sehr lukrativen Geschäft gemacht hat: die stark subventionierten und damit extrem billigen venezolanischen Nahrungsmittel, Hygieneprodukte und Benzin werden nach Kolumbien geschmuggelt und dort deutlich teurer verkauft. Nach Regierungsangaben führe dies zu der Warenknappheit in Venezuela. Die Situation verschärfte sich noch, als venezolanische Behörden damit begannen, mehr als tausend illegal eingewanderte KolumbianerInnen abrupt auszuweisen, da sie gemäß Staatschef Maduro am Schmuggel beteiligt seien. Daraufhin flohen mehrere Tausend weitere ImmigrantInnen freiweillig, um ihrer Abschiebung zu entgehen. Aufgrund dieser Vorkommnisse hat sich das ohnehin schon gereizte Verhältnis beider Karibikstaaten noch verschlechtert. Kolumbien kritisierte neben der Abschiebung der kolumbianischen StaatsbürgerInnen auch die Grenzschließung scharf (Bildquelle: Public Domain).


19. Dezember 2013 | Paraguay: Venezuelas Eintritt in den Mercosur genehmigt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Paraguay, Noticias Venezuela

Mercosul, Logo: Public Domain Nach dem temporären Ausschluss Paraguays aus dem Wirtschaftsbund Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas) aufgrund des parlamentarischen Putsches im Juni 2012 gegen den damaligen Staatspräsidenten Fernando Lugo schaffte Venezuela die Aufnahme in den Staatenbund durch die Zustimmung der übrigen Mitgliedsländer Brasilien, Argentinien und Uruguay. Mit dem Ende der Suspendierung im August 2013 stimmte der paraguayische Senat am vergangenen Dienstag nun ebenfalls der Vollmitgliedschaft Venezuelas im Mercosur mit einer Mehrheit von 29 Stimmen der Colorado-Partei (ANR) zu. Der Kurswechsel überrascht, hatte sich der Präsident Horacio Cartes doch vor seiner Präsidentschaftswahl im April 2013 eher ablehnend zum Beitritt Venezuelas geäußert. Senatspräsident Julio César Velazquez erklärte, dass die Anerkennung Venezuelas wichtig für die Rückkehr Paraguays in den Staatenbund sei, denn Paraguay wird Mercosur bei den anstehenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der EU im Januar 2014 vertreten (Bildquelle: Public Domain).


21. November 2013 | Venezuela: Mit neuen Vollmachten gegen die Inflation | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

venezuela_geld_foto_quetzal_redaktion_glDie Regierung von Präsident Nicolás Maduro will den Kampf gegen die Spekulation und Korruption in der venezolanischen Wirtschaft verstärken. Das Parlament billigte am Dienstag in zweiter Lesung ein Gesetz (Ley Habilitante), dass der Regierung dafür besondere Vollmachten erteilt. Das Gesetz erlaubt es dem Präsidenten für zwölf Monate, Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen. Maduro kündigte an, neue Rechtsvorschriften gegen Preisspekulationen zu schaffen und damit überhöhte Gewinne der Unternehmen zu beschneiden. Zudem sollen fremde Währungen stärker kontrolliert werden, insbesondere der Dollar-Schwarzmarkt. Das südamerikanische Land kämpft mit einer hohen Inflation, die Inflationsrate erreichte im November knapp 50 Prozent. Die Regierung spricht von einem Wirtschaftskrieg, in dem Preise künstlich in die Höhe getrieben und Waren gehortet würden. Wie Maduro vor der Parlamentsdebatte betonte, habe das Gesetz fünf Ziele: die Kontrolle der Kosten, die Unterstützung der Produktion, den Schutz der Löhne, die Überwachung und Regelung der Preise sowie die Begrenzung der Unternehmensgewinne. Venezuela, so Finanzminister Merentes, sei ein Land, das Spekulation ebenso bestrafe wie die Personen, die Hamsterkäufe tätigten. Tausende Venezolaner hatten vor dem Parlament für das Gesetz demonstriert und seine Annahme gefeiert.(Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl)


31. Oktober 2013 | Venezuela: Hitzige Debatte um das neue „Vizeministerium der Glückseligkeit“ | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaNachdem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro letzten Donnerstag die Gründung des „Vizeministeriums für die oberste soziale Glückseligkeit des venezolanischen Volkes“ bekannt gegeben hatte, wurde eine hitzige Debatte um dessen Sinnhaftigkeit geführt. Während die Regierung das Ministerium als Instanz zur Restrukturierung und Verstärkung der Sozialpolitik sieht, bezeichnet es die Opposition als eine weitere Irreführung der Bevölkerung. Diese neue Initiative sei purer Populismus und lenkte von der Regierungskrise seit Chávez Tod und den wirklichen Problemen im Land ab. Tatsächlich gibt es nach fünfzehn Jahren Chavismus immer noch gravierende Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der extremen Inflation, der hohen Kriminalität, der regelmäßigen Versorgungsengpässe und der weit verbreiteten Armut. Aber es ist auch wahr, dass die mehr als 30 „Missionen“, die sozialen Programme der sozialistischen Regierung, bereits vielen armen Menschen geholfen haben. Viele Kinder, Senioren, Behinderte und Obdachlose bekamen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Nahrungsmitteln. Das neue Vizeministerium, welches in Erinnerung an den ehemaligen Präsidenten Hugo Chávez und den Nationalhelden Simón Bolívar gegründet wurde, hat nun die Aufgabe, diese Programme zu optimieren und zentral zu verwalten. Es bleibt abzuwarten, ob diese neue Institution ihrem Namen gerecht wird und die soziale Sicherheit und Inklusion aller Venezolaner gewährleisten kann (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información de Venezuela).


15. April 2013 | Venezuela: Knapper Wahlsieg für Maduro | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Wie der Wahlrat CNE gestern 23:20 Uhr Ortszeit in Caracas bekanntgab, hat Interimspräsident Nicolás Maduro die Wahl mit 50,66 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden können. Für ihn stimmten 7.505.338 Venezolaner. Der Einheitskandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski erhielt 49,07 Prozent. Mit einer Differenz von 235.000 Stimmen fiel das Ergebnis unerwartet knapp aus. Im Vergleich zu den Wahlen im Oktober des Vorjahres, die noch von Hugo Chávez bestritten worden waren und mit dessen eindeutigen Sieg endeten, konnte das anti-chavistische Lager zusätzlich 600.000 Wähler für sich gewinnen. Die Wahlbeteiligung lag mit 78,71 Prozent knapp unter der von 2012. Die Wahl war von zahlreichen Hackerattacken gegen den CNE und Websites der Regierungsparteien begleitet. Capriles hat bereits eine Neuauszählung der Wahlergebnisse gefordert, während Maduro vor Anhängern erklärte, dass das Volk entschieden habe und er deshalb eine Überprüfung nicht fürchte. Die Amtszeit des neugewählten Präsidenten ist bis 2019 datiert und soll am kommenden Freitag beginnen. Mit Maduro beginnt die neue Ära des Chavismo ohne Chávez. In den nächsten sechs Jahren werden seine Nachfolger beweisen müssen, dass die Bolivarische Revolution auch ohne ihren charismatischen Führer Bestand hat und wie sie unter schwierigeren Bedingungen fortgesetzt werden kann. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


08. April 2013 | Venezuela: Aktuelles eine Woche vor der Wahl | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Vicepräsident Nicolás Madura auf Kuba - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Der Wahlkampf in Venezuela befindet sich eine Woche vor der Abstimmung am 14. April in der heißen Phase. Erneut zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die politische Stimmung im Land ist zwar nicht erst seit dem Tod von Hugo Chávez angespannt, doch bedienen sich derzeit vor allem die beiden größten politischen Lager anscheinend aller verfügbaren Mittel, um die Stimmen noch unentschlossener Wähler für sich zu gewinnen. Einige prominente Beispiele: Übergangspräsident Maduro sprach in den vergangenen Tagen von Mordkomplotten der ‘Imperialisten’ sowie ‘rechtsgerichteter Kräfte aus El Salvador’ gegen ihn, weiterhin beschuldigte er die Opposition unter Herausforderer Capriles, für mehrere Sabotageakte, beispielsweise des Stromnetzes, verantwortlich zu sein, welche das Land destabilisieren sollen. Zu guter Letzt soll ihm außerdem der Geist von Chávez in Gestalt eines Vogels erschienen sein und ihm seinen Segen für den Wahlkampf erteilt haben. Die Opposition weist die Vorwürfe natürlich strikt zurück und fürchtet Wahlmanipulationen durch die Regierung sowie die Einmischung des Militärs. Als Reaktion auf Maduros spirituelle Begegnung mit Chávez bezeichnete ihn Capriles mehrfach als ‘nicht ernstzunehmend’. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


25. März 2013 | Venezuela: Kriminalität offenbar Wahlkampfthema für 14. April | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Vicepräsident Nicolás Madura - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaKnapp drei Wochen vor der ersten Wahl nach der venezolanisch-bolivarischen Zeitenwende hat der Nachfolger von Chavez und Kandidat der PSUV, Nicolas Maduro, ein Thema auf die Wahlkampfagenda gehoben, das in den bisherigen Wahlkämpfen eine geringere Rolle gespielt hat: Die exorbitant hohe Homizidrate in Venezuela. Die Statistik aus dem 2012 Jahr reicht verschiedenen Schätzungen zufolge von 54,1 (Quelle: El Pais, 25.03.2013) bis 73 (Quelle: Observatorio Venezolano de Violencia) Morde pro 100.000 Einwohner. Damit belegt Venezuela mittlerweile einen der drei Spitzenplätze unter den weltweit gewalttätigsten Ländern der Welt (neben Honduras mit über 80 Morden pro 100.000 Einwohner und El Salvador, bei dem die Mordrate im letzten Jahr vermutlich durch einen Waffenstillstand zwischen den Mara-Jugendbanden gesenkt werden konnte). Lag die Homzidrate in Venezuela Anfang der 1990er Jahre bei 10 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner, stieg diese sukzessive bis zum Ende des Jahrzehnts auf etwa 20 Morde pro 100.000 Einwohner an. Erst in den letzten 13 Jahren erhöhte sich die Homizidrate überproportional. An dem oftmals für Tötungsdelikte vorgebrachten Erklärungszusammenhang zwischen Armut und Gewalt kann es auf den ersten Blick nicht liegen, profitierten doch besonders die ärmeren Schichten der venezolanischen Gesellschaft von der chavistischen Umverteilungspolitik. Die hohe Homizidrate und die wachsende Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung werden nun von dem bolivarischen Präsidentschaftskandidaten Maduro offenbar stärker im Wahlkampf aufgegriffen, allerdings ohne konkretere Strategien zur Eindämmung zu nennen. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


06. März 2013 | Venezuela: Hugo Chávez ist tot | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Hugo Chávez - Foto: Presidencia de la República del EcuadorHugo Rafael Chávez Frías ist gestern 16:47 Uhr Ortszeit im Alter von 58 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Am 18. Februar war er aus Kuba, wo er insgesamt vier mal operiert worden war, in sein Heimatland zurückgekehrt. In seiner 14jährigen Amtszeit als Präsident Venezuelas hat er eine Politik für die Armen und mit den Armen gemacht. Aus dem Llano stammend machte der Sohn eines Dorfschullehrers Karriere in der Armee. Als er 1992 die Verantwortung für eine gescheiterte Militärrevolte gegen die korrupte Elite übernahm und dafür ins Gefängnis ging, legte er zugleich den Grundstein für sein Wirken als volksverbundener Politiker. Von seinen Anhängern wurde Hugo Chávez, der durch die Wahlen am 7. Oktober 2012 klar im Amt bestätigt worden war, nicht nur verehrt, sondern auch aktiv gegen Putschversuche – wie der vom April 2002 – verteidigt. Inner- und außerhalb Venezuelas polarisierte seine Politik, was seiner großen Popularität als Symbol- und Leitfigur der lateinamerikanischen Linken aber keinen Abbruch tat. Der von ihm eingeleitete Transformationsprozess galt ebenso wie die regionale Integration der Umsetzung des nach wie vor nicht abgegoltenen Vermächtnisses von Simón Bolívar, der vor 200 Jahren den kontinentalen Befreiungskampf gegen die spanische Kolonialherrschaft angeführt hatte. So trat Hugo Chávez energisch für die Eigenständigkeit Lateinamerikas gegenüber den USA ein und zog sich auch deshalb die Feindschaft Washingtons zu. Mit seinem Tod tritt das Ringen um die Zukunft Venezuelas und der ganzen Region in eine neue Etappe. Sein Nachfolger, Vizepräsident Nicolás Maduro, steht bei den Neuwahlen, die innerhalb von 30 Tagen erfolgen müssen, vor einer ersten Bewährungsprobe. Eines ist jedoch klar: Um die Lücke zu füllen, die der Tod von Hugo Chávez reißt, bedarf es mehr als der Verwaltung des von ihm hinterlassenen, unvollendeten Gesellschaftsprojektes (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


07. Januar 2013 | Venezuela: Die Amtseinführung rückt näher und kein klares Bild vorhanden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Vicepräsident Nicolás Madura auf Kuba - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaNur drei Tage vor der geplanten offiziellen Amtseinführung des wiedergewählten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ist nicht klar, wie die chavistische Vertretung unter Vizepräsident Maduro die Amtseinführung durchführen wird, wo und ob überhaupt am Donnerstag. Sicher ist nur, dass sich die Opposition – hier insbesondere die in der letzten Präsidentschaftswahl und Regionalwahlen (16.12.2012) gescheiterte MUD unter Capriles – für alle politischen Eventualitäten wappnet. Neben der Kritik an der weiterhin geplanten Amtseinführung von Chavez am Donnerstag, scheint sich Capriles mit einem neuen Partner für eine etwaige Neuwahl in Position zu bringen. Wie es scheint, ist bei einer Neuauflage der Präsidentschaftswahlen mit einer Kooperation zwischen Capriles und Henri Falcon – Gouverneur und ehemaliges Mitglied der Partido Socialista Unido de Venezuela, PSUV – zu rechnen. Auf der anderen Seite, der Chavez-Regierung, wird allerdings fest an der Amtseinführung festgehalten, trotz unveränderter Nachrichtenlage aus Havanna über den Gesundheitszustand von Chavez. Obgleich anscheinend sogar Einladungen für die Teilnahme an der Amtseinführung in Caracas an lateinamerikanische Präsidenten verschickt wurden, würde eine Verschiebung der Amtseinführung um einige Zeit mehr Sinn machen. Durch den Zeitgewinn könnte man den Gesundheitsprozess von Chavez abwarten, gleichzeitig die Differenzen in den eigenen Reihen schließen und womöglich auch eine Strategie für die Zeit nach Chavez entwerfen.(Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


10. Dezember 2012 | Venezuela: Der Krebs kommt wieder und diesmal auch ein Nachfolger | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Hugo Chávez - Foto: Presidencia de la República del Ecuador

Hugo Chavez hat den Krebs anscheinend doch nicht ganz besiegt. Der venezolanische Präsident muss sich erneut einem chirurgischen Eingriff in Havanna unterziehen lassen, weil neue bösartige Metastasen aufgetaucht sind. Wie lange die Operation, inkl. Erholungszeit und anschließender Therapie dauern wird, ist nicht ganz abzusehen. Deshalb hat er zunächst einen Antrag bei der Nationalversammlung Venezuelas auf verlängerte Auslandsreise gestellt. Für längere Abwesenheit als fünf Tage, muss der Präsident im venezolanischen Parlament einen Antrag stellen, der heute genehmigt wurde. Weiterhin deutete Chavez erstmalig einen Nachfolger für seine bolivarische Revolution an. Wie bereits in den deutschen, europäischen und venezolanischen Medien berichtet, handelt es sich dabei um den amtierenden Vizepräsidenten Nicolas Maduro, ein getreuer Gefährte von Chavez und Mitbegründer der Movimiento Quinta República 1997. Maduro hatte in den letzten Jahren verschiedene politische Ämter inne, so fungierte er beispielsweise als Sprecher der Nationalversammlung und zuletzt als Außenminister. Jedoch sind die Nachfolgespiele zunächst rein hypothetischer Art, nur für den Fall gedacht, dass Chavez aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ins Präsidentenamt zurückkehren kann. Sollte dies nämlich der Fall sein, schreibt die venezolanische Verfassung für die ersten vier Jahre einer Amtszeit innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen des Präsidenten vor, womit nun Maduro als Kandidat des Chavismo feststehen würde. Für die letzten zwei Jahre einer Amtszeit könnte der Vizepräsident die Geschäfte übernehmen. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


08. Oktober 2012 | Venezuela: Hugo Chavez hat es wieder geschafft | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Hugo Chávez - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Venezuela hat gestern abgestimmt und das Ergebnis ist mehr als eindeutig: Mit 54 % der abgegebenen Wählerstimmen kann sich Hugo Chavez der Unterstützung seiner Politik für die nächste Amtszeit sicher sein. Nicht nur die hohe Wahlbeteiligung (etwa 81 %) sondern auch die Eindeutigkeit des Wahlsieges von Chavez waren in dieser Form nicht erwartet worden. Der „bolivarische“ (und typisch lateinamerikanische) Weg der massiven Ressourcenextraktion und Finanzierung des Staatshaushaltes kann somit weitergeführt werden. Gerade für die Mehrheit der Armen in Venezuela bedeutet dies eine Fortsetzung und wahrscheinliche Ausweitung der Sozialprogramme, die durch die staatliche Allokation der Öleinkünfte finanziert wird. Die Ergebnisse des bisherigen Weges erscheinen auf den ersten Blick in einem glänzenden Licht: beispielsweise die kostenlose Gesundheitsversorgung oder die Halbierung der Armutsrate. Die Schatten des bisherigen bolivianischen Systems sind allerdings auch nicht zu übersehen: extreme Abhängigkeit der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens vom Ölpreis und die mit der Ölproduktion und der Importquote zusammenhängenden Inflationssteigerungen und die Nahrungsmittelabhängigkeit vom Ausland. Ein viel größeres und längerfristiges Projekt für die „bolivarische Revolution“ ist weniger die Lösung der wirtschaftspolitischen Fragen, als das der „Entpersonalisierung“ des Chavismo. Bisher hat Chavez keinen ernstzunehmenden Nachfolger in Stellung gebracht, der die Politik „des neuen Sozialismus“ weiterführen kann. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


11. September 2012 | Venezuela: Die Strategie des Hugo Chávez | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Hugo Chávez vor den Wahlen 2012 - Foto: Efraín Gonzales, Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaVenezuela stimmt am 7. Oktober dieses Jahres über seinen Präsidenten ab. Amtsinhaber Hugo Chávez, selbsternannter ‚bolivarischer Führer’, warnte nun vor einer Destabilisierung des Landes im Falle eines Wahlsieges seines konservativen Herausforderers Henrique Capriles. In allen Umfragen zeigt sich, dass ein großer Teil der ca. 19 Millionen Wahlberechtigten (in manchen Umfragen bis zu 30 Prozent) noch unentschlossen ist. Diese versucht Chávez mit einer Stimmung der Angst für sich zu gewinnen. Seiner Meinung nach würde eine Regierung unter Capriles alle sozialen Programme zurücknehmen, was zu einer massiven sozialen Destabilisierung und dadurch möglicherweise sogar zu einem Bürgerkrieg führen würde. Henrique Capriles wiederum entschied sich dazu, eine am 9. September geplante Wahlkampfveranstaltung wegen Morddrohungen abzusagen. Währenddessen bescheinigt das World Economic Forum Venezuela, eine der am wenigsten wettbewerbsfähigen Volkswirtschaften in der Welt zu besitzen. Von 144 untersuchten Staaten belegt Venezuela den 126. Platz, und wird in Lateinamerika nur noch von Haiti (Platz 142) ‚übertroffen’. Nach einer Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Consultores 21 vom 24. August würden 47,7 Prozent der Befragten Capriles wählen und 45,9 Prozent ihre Stimme für Chávez abgeben. Andere Institute, wie beispielsweise Datanálisis, sagen einen deutlichen Vorsprung für Chávez voraus (Bildquelle: Efraín Gonzáles, Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela).


11. Juni 2012 | Venezuela: Die „Qual“ der Wahl?! Chávez oder Capriles? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Hugo Chávez - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información VenezuelaDer Vorkampf der Präsidentschaftswahlen in Venezuela am 07. Oktober dieses Jahres geht in eine weitere Runde. Nun stehen zumindest zwei Kandidaten für die Präsidentschaft fest. Der Oppositionskandidat des Wahlbündnisses Mesa de la Unidad Democrática (MUD), Henrique Capriles Radonski, reichte gestern, begleitet von etwa 100.000 Menschen, seine Kandidatur in der Nationalen Wahlkommission (CNE) in Caracas ein. Daneben wird für heute erwartet, dass Hugo Chávez den Beweis seiner vollständigen Genesung mit einem „Fußmarsch“ zur Registrierung seiner Kandidatur antreten wird. Mitte Mai von seiner Krebsbehandlung zurückgekehrt, versucht Chávez seitdem, das Feuer seines Chávismo (wieder) zu entfachen, indem er seinen ungebrochenen Willen für eine dritte Amtszeit demonstriert. Gerade wirtschaftlich scheint der bisherige Zauber des Chávismo etwas verflogen: Wenn man den allgemeinen Wirtschaftsdaten Glauben schenken mag, hat Venezuela im Vergleich zu Argentinien und Brasilien in den letzten zwei Jahren viel weniger am lateinamerikanischen Boom teilgenommen – trotz oder gerade wegen des Ressourcenreichtums. Die wirtschaftliche Abhängigkeit Venezuelas vom Ölpreis, die damit verbundenen volatilen Einnahmen und die allgemeine, zunächst auf Befriedigung der eigenen (chavistischen) Klientel ausgerichtete Verwendung der Öleinnahmen scheinen die wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zu den prosperierenden Nachbarn zu hemmen. Ob allerdings der Oppositionskandidat Capriles – seiner Ankündigung folgend – einen anderen, eher am brasilianischen Wirtschaftsmodell ausgerichteten Weg im Falle eines Erfolges beschreiten wird, bleibt angesichts des Ressourcenreichtums gleichsam offen. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


21. Januar 2012 | Venezuela: ohne Konsulat in Miami | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezolanische Botschaft - Foto: Quetzal-Redaktion, jsWie die Webseite des venezolanischen Konsulats informiert, ist die diplomatische Behörde in Miami seit dem 16. Januar 2012 geschlossen. Nach Angaben der Internetzeitung eluniversal.com, hatte die US-amerikanische Regierung am 09. Januar diesen Jahres die venzolanische Konsulin Livia Acosta Noguera zur ‘Persona non gratta’ erklärt, nachdem es wegen eines, vom spanischsprachigen US- Fernsehsenders Univision veröffentlichten Dokumentarfilms, zu Auseinandersetzungen gekommen war. Der Film ‘Die iranische Bedrohung’ zeigt Acostas mutmaßliche Verwicklungen in einer großangelegten Verschwörung gegen die USA, bei der Angriffe auf die Computersysteme verschiedener US-amerikanischer Behörden (FBI, CIA, NSA) sowie dem Weißen Haus und dem Pentagon geplant gewesen sein sollen. Am 13. Januar gab Venezuelas Präsident Hugo Chavez an, keine diplomatischen Gegenmaßnahmen einzuleiten und dementierte eine Ausweisung des US-amerikanischen Konsuls aus Caracas. Weiterhin wies Chavez die Anschuldigungen gegen Acosta scharf zurück, wie die venezolanische Onlinezeitung el-nacional.com berichtet. Die etwa 200.000, im Amtsbereich des Konsulats lebenden Venezolaner haben seit dem 16. Januar keinerlei Möglichkeiten Formalitäten wie die Beantragung bzw. Erneueung des Reisepasses vor Ort zu handhaben. Informationen zur Dauer der Schließung gibt es nicht. Laut notitarde.com ist für den 21. Januar eine Demonstration vor dem geschlossenen Konsulat in Miami, welches für die Bundesstaaten Florida, Georgia sowie Nord-und Südkarolina verantwortlich ist, vorhergesehen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, js)


23. September 2011 | Venezuela: Hugo Chávez zurück aus Kuba | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist am gestrigen Abend in seine Heimat zurückgekehrt. Nach einem einwöchigen Krankenhausaufenthalt in Kuba erreichte er um 23:10 Ortszeit den Internationalen Flughafen Simón Bolivar de Maiquetía (Caracas), wo er von Kabinettsmitgliedern in Empfang genommen wurde. Nach Beendigung der vierten und letzten Runde der Chemotherapie, für die sich der Staatschef Venezuelas nach Kuba begeben hatte, solle nun die komplette Genesung im Vordergrund stehen. Im Juni diesen Jahres reiste Hugo Chávez das erste Mal nach Kuba, um sich einer Operation zu unterziehen, bei der ein bösartiger Tumor im Beckenbereich entfernt wurde.  Nach seiner Rückkehr  bekannte sich Chávez am 1. Juli öffentlich zu seiner Krankheit.


27. Juli 2011 | Venezuela: Caracas wird 444 Jahre alt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Blick auf Caracas. Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ksMontag endeten die Feierlichkeiten anlässlich des 444-jährigen Bestehens der 1567 von Diego de Losada gegründeten Hauptstadt Venezuelas. Das kulturelle Programm in Caracas war eine Woche lang geprägt von Lesungen, Tanz, Konzerten und anderen Veranstaltungen. Im Rahmen des Jahrestages betreibt die Stadt, die Alcaldía Metropolitana de Caracas, eine Initiative, um für eine höhere Lebensqualität in Caracas zu sorgen. Sie nutzte das Jubiläum als Gelegenheit, um den Plan Caracas 2020 zu präsentieren. Laut Alcaldía Metropolitana ist das Ziel des Planes, „Pluralität, Toleranz, Bürgersinn und Hoffnung der Caraqueños zu stärken”. Die lokale Zeitung, El Nacional, berichtete Montag über die Pressekonferenz von Ariana Tarhan, Direktorin für Planung und Umsetzung des Instituto Metropolitano de Infraestructuras y Transporte. Tarhan erklärte, dass Mobilität, Sicherheit, Umwelt sowie eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Politikern, Bürgern und Behörden Schwachpunkte sind, deren Verbesserung Caracas 2020 in den nächsten neun Jahren in Angriff nehmen will. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ks)


18. Juli 2011 | Venezuela: Energiekonsum muss erneut eingeschränkt werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Energie (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Seit 2009 leidet Venezuela unter einer verschärften Energiekrise, welche die Bevölkerung zu Einschränkungen zwingt. Der Hauptgrund dafür liegt an den mangelnden Investitionen im Energiesektor, welcher sich hauptsächlich auf Wasserkraftwerke stützt. Spärliche Niederschläge und der niedrige Wasserstand einiger Flüsse haben dazu beigetragen, dass 2010 der Präsident Hugo Chávez den Notzustand ausrief und einen humorvollen Apell an die Bevölkerung richtete, kürzer zu duschen. Dazu kamen noch verkürzte Ladensöffnungs- und Arbeitszeiten. Seit letztem Donnerstag (14.07.2011) gab die Regierung bekannt, die Energiesparmaßnahmen zu verstärken. Die Bevölkerung muss durchschnittlich 10% bis 20% ihres Energiekonsums einsparen, ansonsten drohen Sanktionen von 75% bis 200% des Rechnungsendbetrags. Die Konsumenten, welche die Einsparungen einhalten, sollen hingegen mit einem Rabatt von 25% bis 50% belohnt werden. Als Bemessungsgrundlage wird der Konsum zwischen 11 bis 16 Uhr und 18 bis 22 Uhr genommen. Neben diesen kurzfristigen Lösungsversuchen wurden langfristige Maßnahmen nicht erläutert. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)


30. Juni 2011 | Venezuela, Lateinamerika: Verzögerte Integration | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

Venezuela, Lateinamerika: Verzörgerte Integration - Bild: NASA Venezuela hat kurzfristig das 3. Treffen des CALC (Cumbre de América Latina y el Caribe sobre Desarrollo e Integración) abgesagt, das am 5. bis 6. Juli auf der Isla de Margarita stattfinden sollte. Begründet wird dieser Schritt mit der andauernden Rekonvaleszenz des venezolanischen Präsidenten. Chávez befindet sich nach einer Operation in Kuba nach wie vor auf der Karibikinsel. Die Zusammenkunft auf höchster Ebene sollte die Arbeit der CELAC (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) in die Wege leiten. Die CELAC wurde im Februar 2010 als Verband amerikanischer und karibischer Staaten als Gegenpol zur OAS gegründet, ihr gehören alle Staaten des Doppelkontinents mit Ausnahme der USA und Kanadas an. In einer Pressemitteilung dankte der venezolanische Außenminister allen lateinamerikanischen und karibischen Regierungen, die eine Teilnahme auf höchster Ebene zugesagt hatten, und kündigte an, dass ein neuer Termin für das Treffen noch im nächsten halben Jahr gefunden werde. Bereits das gestern beendete zweitägige Treffen der Regierungschefs des Mercosur in Paraguay hatte im kleinen Rahmen stattgefunden; neben Chávez fehlten auch Evo Morales und Cristina Kirchner. Kirchner hatte ebenfalls ihr Kommen beim CALC aus gesundheitlichen Gründen abgesagt (Bildquelle: NASA_ ).


20. Juni 2011 | Venezuela: Blutige Aufstände in venezolanischen Gefängnissen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Gefängnis (Foto: Agencia Brasil)Die Lage in den venezolanischen Gefängnissen scheint zu eskalieren. Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden in den beiden gefährlichsten Gefängnissen Venezuelas, El Rodeo I und II, wurden durch die Intervention der Nationalgarde am Freitag neu entfacht und dauerten über das Wochenende an. Die Regierung Chavez schickte als Reaktion auf die anhaltenden Konflikte zwischen den Insassen etwa 5.000 Soldaten zur Niederschlagung der Aufstände in die betreffenden Haftanstalten. Jedoch brachen darauf erbitterte Kämpfe zwischen den Insassen und der Armee aus. Es wurden dabei unzählige Waffen wie Gewehre, Handgranaten und Pistolen unter den Gefängnisinsassen sichergestellt. Hinein gekommen sind diese wohl über Kanäle einer korrumpierten Beamtenschaft in Kreisen der Nationalgarde sowie des Ministeriums für Inneres und Justiz. Für ein halbautomatisches Gewehr werden beispielsweise umgerechnet 7.000 US-Dollar verlangt. Die dafür nötigen finanziellen Mittel werden beispielsweise durch eine Form von Zwangsabgabe unter den Gefängnisinsassen gewonnen. Als Grund für die ausufernde Gewalt und Auseinandersetzungen in den Gefängnissen Venezuelas wird – wie in anderen lateinamerikanischen Ländern auch – die ineffiziente Justiz genannt, die zu einer erhöhten Straflosigkeit führe. Ein weiterer wesentlicher Grund ist – wie bereits letztes Jahr in Chile wahrzunehmen war – die maßlose Überlastung der Gefängniskapazitäten. Die 34 Haftanstalten Venezuelas sind für 14.000 Delinquenten konzipiert. Zurzeit sind jedoch etwa 44.000 Menschen in ihnen untergebracht.(Bildquelle: Agencia Brasil)


07. April 2011 | Venezuela: Bildung und Politik in den Universitäten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Straße von Caracas (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_ks)Nach Angaben der Ministerin für Hochschulwesen in Venezuela, Yadira Córdova, gibt es bestimmte Teile der Opposition, welche die Studentenbewegungen innerhalb der venezolanischen Hochschulen kontrollieren. Gestern räumte die Ministerin bei einem Interview auf dem offiziellen Fernsehsender Venezolana de Televisión (VTV) ein, dass es einige Schwierigkeiten im Universitätsbereich gibt. Sie betonte aber, dass es an Gesprächsbereitschaft seitens der Studentenbewegungen mangeln würde, wenn es um die Bildungsansprüche geht, die sich mit der politischen Opposition vermischen und sich gegen die Regierung richten. Die Hauptbeschwerde bestimmter Studentengruppen ist der Mangel an finanziellen Mitteln und die damit verbundene Verschlechterung der Infrastruktur und der Qualität der Bildung. Jedoch bleibt die politische Kontrolle der Hochschulen immer noch das grundlegende Problem. Durch ein Gesetz sollte das Modell der universitären Selbstverwaltung abgelöst und durch eine Ausrichtung der Hochschulen an den politischen Werten, sprich: der Regierung, ersetzt werden. Nach der Verabschiedung dieses Gesetzes durch die Volksversammlung am 23. Dezember des vergangenen Jahres erschienen zahlreiche kritische Berichte von Juristen und Kommentare auf Twitter. Daraufhin entschied sich Chávez im Januar, das polemische Gesetz nicht zu unterzeichnen. Die Ministerin Córdova hob jedoch gestern bei ihrem Interview auf VTV hervor, dass sich seit Chávez Amtsantritt durch die Schaffung neuer Universitäten und Hochschulen die Anzahl der Studenten von einer halben Million auf zwei Millionen erhöht habe. Die Opposition begrüßt den Zuwachs an Studenten, allerdings dürfen die Hochschulen dabei nicht an Qualität verlieren. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ks)


05. April 2011 | Lateinamerika: Wachsende Besorgnis über nukleare Gefahren | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Venezuela

Brasilien - Atomkraftwerk Angra 1 und 2 (Foto: Quetzal-Redaktion, mcm)Obwohl in Lateinamerika der Anteil der Kernenergie an der gesamten Energieerzeugung nur bei zwei Prozent liegt und die sechs Reaktoren, die von Argentinien, Brasilien und Mexiko betrieben werden, lediglich 1,1 Prozent des weltweit erzeugten Atomstroms produzieren, sorgt die nukleare Katastrophe in Fukushima auch dort für wachsende Besorgnis. Während in Mexiko vor allem die möglichen Auswirkungen von Erdbeben diskutiert werden, verweisen Kritiker in den beiden südamerikanischen Ländern auf die mangelhaften Planungen und Infrastrukturen im Fall von Störungen oder Unfällen. Bislang beabsichtigen aber weder die argentinische Präsidentin Cristiana Fernández de Kirchner noch ihre brasilianische Amtskollegin Dilma Rousseff, den Bau von weiteren Atommeilern, die Ende 2011 bzw. 2015 ans Netz gehen sollen, zu stoppen. Dies verwundert umso mehr, als die Kernkraftwerke Atucha 1 und Embalse (Argentinien; seit 1974 bzw. 1983 in Betrieb) sowie die beiden Anlagen in Angra do Reis (Brasilien; seit 1982 und 2000 in Betrieb) lediglich 6,2 bzw. 2,8 Prozent des nationalen Strombedarfs produzieren. In Mexiko liegt der Anteil des Atomstroms, der von den zwei Reaktoren in Laguna Verde (Bundesstaat Veracruz) geliefert wird, bei 4,6 Prozent. Venezuela hingegen hat die Ereignisse in Japan zum Anlass genommen, um in Sachen Atomenergie eine Politikwende zu vollziehen. Am 15. März erklärte Präsident Hugo Chávez, dass die Planungen für einen Nuklearreaktor, der mit russischer Hilfe entstehen sollte, suspendiert werden. Chile, das trotz der hohen Erdbebengefährdung ähnliche Intentionen verfolgte, hat vorerst derartige Vorhaben auf Eis gelegt. Auch in Mexiko ist fraglich, ob angesichts der jüngsten Ereignisse die bis 2024 vorgesehene Steigerung des Anteils von Atomstrom an der Gesamtenergieerzeugung auf 35 Prozent umgesetzt wird. Selbst wenn das optimistischste Szenario eintreten sollte, nach dem der Anteil der in Lateinamerika produzierten Atomenergie bis 2030 auf 5,6 Prozent der kontinentalen Stromerzeugung steigen könnte, läge dieser dann immer noch weit unter dem globalen Durchschnitt von 14,4 Prozent (zum Vergleich: 14,2 Prozent im Jahr 2009, erzeugt in insgesamt 439 Kernreaktoren weltweit). (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)


14. Februar 2011 | Venezuela: Neues von “Aló Presidente” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuelas Präsident Hugo Chavez (Foto: Presidencia de la República del Ecuador)

In seiner gestrigen Fernsehansprache an die Nation im Rahmen der Sendung Aló Presidente reagierte Venezuelas Staatschef Hugo Chavez auf den von der Opposition gemachten Vergleich von Husni Mubarak und ihm. Er wies die kolportierten Ähnlichkeiten des Regimes des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und seiner Regierung entschieden zurück. „Ich lache, wenn einige gescheite Analysten der venezolanischen Opposition meine Regierung mit dem ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak in Ägypten vergleichen wollen. Sie sind verrückt“, sagte Chavez. Mubarak habe, so Chavez weiter, die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten in der Bevölkerung nicht behoben und die gesellschaftlichen Probleme verschärft. Er hingegen löse die Probleme in der venezolanischen Gesellschaft. Als Beweis dafür kündigte er an, bis 2017 zwei Millionen Sozialwohnungen bauen zu wollen, um damit die Wohnungslage in Venezuela zu verbessern. Für den April dieses Jahres werden, so Chavez, bereits 602 neue Wohnungen im Rahmen dieses Projektes fertig. Um das ehrgeizige Projekt realisieren zu können, könne sich Venezuela, nach Chavez’ eigener Aussage, der Hilfe von Verbündeten wie Kuba, Iran, Russland und Weißrussland sicher sein. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


27. September 2010 | Venezuela: Wahlerfolg für Chávez mit Einschränkungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Sieg bei Parlamentswahlen für Venezuelas Präsident Hugo Chávez - Foto: Presidencia del EcuadorBei den gestrigen Parlamentswahlen in Venezuela erreichte die Partei von Präsident Hugo Chávez, die Partido Socialista Unidad de Venezuela (PSUV), nach vorläufigen Ergebnissen mit 95 von 165 Abgeordneten zwar die Mehrheit, allerdings verpasst sie die Zwei-Drittel-Mehrheit deutlich. Gerade mit Blick auf tiefgreifende Reformen etwa in Verfassungsfragen kann die Opposition fortan wichtige Entscheidungen blockieren. Der Oppositionsblock Mesa de la Unidad Democrática (MUD) stellt im neuen Parlament 64 Abgeordnete. Sechs Sitze sind noch umstritten. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,45 Prozent. Trotz des scheinbar deutlichen Sieges für Chávez lässt eine Analyse der Wahlergebnisse auf den Seiten des Nationalen Wahlkomitees (Consejo Nacional Electoral) vermuten, dass der Erfolg vorrangig auf die Wahlreform vom August 2009 zurückzuführen ist. Die neu festgelegten Wahlbezirke, die Mischwahl aus Direkt- und Listenkandidaten sowie die Reduzierung der über Listen gewählten Mandatsträger (von 40 Prozent auf 30 Prozent) begünstigten scheinbar die PSUV. Denn bei den zeitgleich abgehaltenen Wahlen für das Lateinamerikanische Parlament (Parlamento Latinoamericano) erzielte die PSUV mit 5.222.364 Stimmen lediglich einen hauchdünnen Sieg vor der MUD, die auf 5.054.114 Stimmen kam (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


13. September 2010 | Venezuela: Chávez zahlt Entschädigung für Zementfirma | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Ecuador_Zementfabrik_foto_Presidencia_de_la_Republica_Ecuador.jpgZwei Jahre nach der Verstaatlichung der Zementindustrie in Venezuela kam es jetzt zu einer Einigung zwischen dem Schweizer Konzern Holcim und dem venezolanischen Staat. Venezuela wird nach Angaben der Firma eine Entschädigung in Höhe von 650 Millionen US-Dollar für die Enteignung der Firmentochter zahlen. Eine erste Tranche in Höhe von 260 Millionen US-Dollar sei bereits angewiesen. Die restlichen 390 Millionen US-Dollar werden in Teilzahlungen beglichen. Dieser Schritt ist dahingehend interessant, dass der oftmals polemisierende Präsident Hugo Chávez in letzter Instanz radikale Reformen ablehnt. Er erkennt Privateigentum an – und ist im Falle der Verstaatlichung bereit, dieses zu entschädigen. Zu groß wären wahrscheinlich die internationalen Verwerfungen (v.a. die Gefahr eines Wirtschaftsembargos). Holcim erklärte nach der Einigung auch prompt, das derzeit hängige Schiedsverfahren am Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitions-Streitigkeiten (ICSID) vorläufig auszusetzen. Die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien wie der Zementherstellung stellt für Chávez ein zentrales Element in seiner Bolivarischen Revolution dar. Dadurch soll die Versorgung der heimischen Märkte mit den nötigen Inputs gewährleistet werden. 2008, im Jahr der Verstaatlichung der Zementindustrie, wuchs beispielsweise die Zementbranche um 5,5 Prozent. Die durch die Verstaatlichung entstehenden Kosten sind jedoch enorm, wie sich im vorliegenden Fall der Holcim-Tochter erneut zeigt (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


18. Juli 2010 | Venezuela, Kolumbien: Erneut zunehmende Spannungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien, Noticias Venezuela

Der Ton zwischen Venezuelas Präsident Hugo Chávez und dem kolumbianischen Noch-Präsidenten Álvaro Uribe wird rauer - Foto: Presidencia del EcuadorIn den letzten Tagen der alten kolumbianischen Regierung gewinnt der Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien wieder an Fahrt. Am Donnerstag, dem 15. Juli, wartete der scheidende kolumbianische Präsident Álvaro Uribe mit neuen Anschludigungen und angeblichen Beweisen auf, in denen Venezuela bezichtigt wird, FARC-Rebellen und auch „Guerilleros“ anderer Gruppen Unterschlupf zu bieten. Namentlich sollen sich der FARC-Rebellenführer Luciano Marín Arrango (alias “Ivan Márquez”) und der vermeintliche FARC-Außenminister Rodrigo Granda in Venezuela aufhalten. Erneut wurde diese Debatte von venezuelanischer Seite mit althergebrachten Behauptungen angereichert, US-Kampfflugzeuge hätten die kolumbianisch-venezuelanische Grenze mehrfach in der Nacht in „einer provozierenden Gesinnung“ (Juan José Mendoza, Vorsitzender des Verteidigungskommitees der Nationalversammlung in Caracas) überflogen. Am darauf folgenden Freitag wiederholte und bekräftigte die kolumbianische Regierung ihre Anschuldigungen vom Vortag, indem sie diese bei internationalen Organen, den Vereinten Nationen und der Organisation amerikanischer Staaten (OAS) vorbrachte. Die Reaktion aus Venezuela folgte prompt: Zunächst wurde der Botschafter aus Bogota abberufen, und wenig später beschimpfte Chávez während einer Zeremonie Uribe, den er als „Mafioso“, dem man auch in den letzten Tagen seiner Amtszeit alles zutrauen könne, „weil er voller Hass ist“, betitelte. Die USA zeigten sich ob der angeblichen Unterstützung Venezuelas für kolumbianische Rebellen besorgt und kündigten an, diese Berichte und Anschuldigungen genau zu überprüfen, da sonst Venezuela internationale Verpflichtungen verletzen würde, z.B. jene, terroristische Aktivitäten in ihrem Territorium zu unterbinden, so ein Sprecher des US-Außenministeriums. Kolumbien versucht derweil über eine außerordentliche Sitzung in der OAS, in der diese Anschuldigungen diskutiert werden sollen, den internationalen bzw. amerikanischen Druck auf Venezuela zu erhöhen (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


22. Februar 2010 | Lateinamerika: Beginn des 21. Treffens der Rio-Gruppe in Cancún | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Ecuador, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

Eröffnung des 21. Treffens der Grupo de Rio in Cancún - Foto: José Almeida/Presidencia de EcuadorHeute beginnt im mexikanischen Cancún das 21. Treffen der Rio-Gruppe (Grupo de Río). Hauptthemen sind der Wiederaufbau Haitis, die Rückkehr von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die Gründung eines regionalen Blocks lateinamerikanischer und karibischer Staaten ohne die USA. Dieses dritte Anliegen wird vor allem vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales vorangetrieben. Argentinien sucht auf dem Treffen in erster Linie Unterstützung bei den lateinamerikanischen Staaten in der Auseinandersetzung um die geplante Erkundung von Rohöllagerstätten vor den Falklandinseln (Malvinas) durch Großbritannien. Brasilien, das noch immer nicht die neue Regierung in Honduras anerkennt, möchte sich für eine Wiederaufnahme des zentralamerikanischen Landes in die OAS aussprechen, sobald Maßnahmen der Versöhnung durch Präsident Porfirio Lobo getroffen werden. Ecuador plant dagegen die Gründung einer lateinamerikanischen Organization zur Eindämmung von Geldwäsche und Bekämpfung der Finanzströme des Terrorismus (Grupo de Acción Financiera, Gafi). Die Rio-Gruppe wurde 1986 gegründet. Ihr gehören 22 Staaten und die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) an. Obwohl sie kein Sekretariat besitzt und in ihrer institutionellen Ausrichtung lediglich auf dem jährlichen Treffen der Regierungschefs beruht, sehen einige Politiker die Rio-Gruppe als Alternative zur OAS, weil die Konsultationen ohne die Vorherrschaft der USA erfolgen (Bildquelle: José Almeida/Presidencia de la República del Ecuador).


07. Februar 2010 | Kuba, Venezuela: erstmals Handel in neuer Regionalwährung Sucre getätigt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Kuba, Venezuela: erstmals Handel in neuer Regionalwährung Sucre getätigt, ALBA (Logo: Public Domain)Nachdem die ALBA-Mitgliedstaaten im Oktober 2009 den Vertrag zur Gründung der Regionalwährung Sucre (Sistema Único de Compensación Regional de Pagos) ratifizierten und die virtuelle Währung seit dem 27. Januar 2010 offiziell als Verrechnungseinheit in den Handelsgeschäften genutzt werden kann, wurde am Donnerstag vergangener Woche (04.02.2010) nun die erste Transaktion mit dem Sucre abgewickelt. Nach Angaben der venezolanischen Zentralbank (BCV) exportierte Venezuela für 108.000 Sucre 360 Tonnen Reis nach Kuba. Als Vertragspartner gelten die kubanische Comercializadora de Alimentos (Alimport) und das sozialistische Joint-Venture Arroz del ALBA. Da der Sucre durch einen festen Wechselkurs (ein Sucre entspricht 1,25 US-Dollar) an den US-Dollar gebunden ist, bleibt der Handel zwischen den Ländern aus ökonomischer Sicht quasi unverändert. Politisch soll der Sucre nach außen jedoch die Unabhängigkeit der ALBA-Staaten vom US-Dollar symbolisieren und schrittweise die monetäre und finanzielle Souveränität fördern. (Bildquelle: Public Domain)


28. Dezember 2009 | Venezuela, China: Verdopplung der Öllieferungen im Jahr 2010 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuelas Präsident Hugo Chávez will mit China enger auf dem Erdölsektor zusammenarbeiten - Foto: Presidencia de la Republica del EcuadorWie erst heute bekannt wurde, hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez am 23.12.2009 ein Abkommen unterzeichnet, in dem sich der staatliche Ölkonzern Petróleos de Venezuela (PdVSA) verpflichtet, die Öllieferungen nach China im Jahr 2010 von 230.000 Barrel auf 500.000 Barrel täglich zu verdoppeln. Das Abkommen ist Teil eines Paketes mit weiteren zehn Übereinkommen, mit dem beide Staaten ihre Kooperation vertiefen. Für das laufende Jahr werden die gegenseitigen Handelsbeziehungen auf zehn Milliarden US-Dollar kalkuliert. Vor allem auf dem Energiesektor scheint sich eine neue strategische Partnerschaft zwischen Venezuela und China herauszubilden. So verkaufte die staatliche PdVSA im Jahr 2008 fast 100 Prozent ihrer Tagesproduktion, die sich auf etwa 250.000 Barrel belief, nach China. Das neue Abkommen regelte zudem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen der PdVSA und Petrochina zum Ausbau von Förderfeldern beziehungsweise zur Errichtung eines Raffineriezentrums. Die China National Petroleum Corporation (CNPC) wird sich zudem an der Exploration von Ölvorkommen im Orinoco-Becken beteiligen. Auch wenn die USA mit nachgefragten 728.000 Barrel pro Tag (2008) weiterhin Hauptabnehmer venezolanischen Öls (Tagesproduktion 3,2 Millionen Barrel im Jahr 2008) sind, scheinen OPEC-Daten auf einen rückläufigen Trend hinzudeuten. Zugleich steigt der Verkauf an die Niederländischen Antillen (Raffinerie bei Willemstad) ebenso wie der Verkauf nach China stetig an (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


16. Dezember 2009 | Mercosur: Brasilien stimmt für Vollmitgliedschaft von Venezuela | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay, Noticias Venezuela

Mercosur: Brasilien stimmt für Vollmitgliedschaft von Venezuela (Bildquelle: Public Domain)Am gestrigen Dienstag (15.12.2009) hat der brasilianische Senat der Aufnahme Venezuelas als Vollmitglied im südamerikanischen Wirtschaftsbündnis MERCOSUR (Gemeinsamer Markt des Süden) die Zustimmung erteilt. Nach einer mehrstündigen Debatte votierten am Ende 35 Senatoren für die Aufnahme Venezuelas und 27 dagegen. Nachdem der Verfassungs- und Justizausschuss des brasilianischen Parlaments (Unterhaus) bereits vor mehr als zwei Jahren (am 21.11.2007) mit 44 zu 17 Stimmen seine Zustimmung gab, muss die Vollmitgliedschaft nur noch durch den Kongress Paraguays ratifiziert werden. Aufgrund polemischer Äußerungen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez gegenüber brasilianischen Parlamentariern und der von Kritikern angeführten Demokratiedefizite in Venezuela wurde die Abstimmung bisher stets vertagt. Im Gegensatz dazu argumentieren die Befürworter mit einer Steigerung der Exporte in das Nachbarland und weiteren Wettbewerbsvorteilen brasilianischer Unternehmen sowie mit den demokratischen Grundsätzen, welche für alle MERCOSUR-Mitglieder bindend sind. In Paraguay wird der Wirtschaftsverbund im März erneut auf der Agenda des Parlaments stehen. Erfolgt hier ebenso die Zustimmung wäre es die erste vollwertige Erweiterung des MERCOSUR nach seiner Gründung im Jahr 1991. Bereits am 4. Juli 2006 hatten sich die Präsidenten der vier Mitgliedsländer Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay auf eine Erweiterung geeinigt. Mit Venezuela könnte das Bündnis seine Einwohnerzahl von 247,4 Millionen auf 275,8 Millionen steigern. Bezogen auf die Wirtschaftskraft würde das Bruttoinlandsprodukt von ca. 1600 Milliarden US-Doller auf ca. 1826 Milliarden US-Doller (Quelle: CEPAL, Anuario estadístico de América Latina y el Caribe, 2008) ansteigen und demzufolge 77 Prozent, d.h. 10 Prozentpunkte mehr, des südamerikanischen Kontinents ausmachen. (Bildquelle: Public Domain)


25. November 2009 | Venezuela: Verstärkte Zusammenarbeit mit Iran. | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Verstärkte Zusammenarbeit mit Iran - Bild:TeleSURDer Präsident von Iran Mahmud Ahmadinedschad ist heute nach Caracas gekommen und wurde vom venezolanischen Kanzler Nicolas Maduro empfangen. Der iranische Präsident wird sich mit Hugo Chávez treffen, um die beiderseits verkündeten guten Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verstärken. Die Themen, die beide Präsidenten besprechen wollen, betreffen u.a. die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich der Energie, Investitionen, Handel, Wissenschaft und Industrie. Der Präsident Ahmadinedschad macht derzeit eine Rundreise durch Südamerika, wo er bereits Brasilien und Bolivien besucht hat (Bildquelle: TeleSUR_).


19. Oktober 2009 | ALBA: Mitgliedstaaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

ALBA-Staaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre - Logo: Public DomainDie Staats- und Regierungschefs der ALBA-Mitgliedstaaten haben gestern in Cochambamba auf dem 7. ALBA-Gipfeltreffen den Vertrag zur Gründung der virtuellen Währung Sucre (Sistema Único de Compensación Regional de Pagos) ratifiziert. Die neue regionale Verrechnungswährung soll für Kuba, Dominica, Antigua y Barbuda, San Vicente y las Granadinas, Honduras, Nicaragua, Venezuela, Ecuador und Bolivien mehr Unabhängigkeit vom Dollar im intranationalen Handel ermöglichen. Zwar sind die Details für die Funktionsweise des Sucre noch weitgehend ungeklärt. Aber es steht bereits fest, dass die neue ALBA-Währung (als Verrechnungseinheit) ab nächstem Jahr schrittweise eingeführt werden soll. Dafür müssen die Mitgliedstaaten zunächst Konten in ihren jeweils nationalen Währungen bei der ALBA-Bank in Caracas hinterlegen. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer Einheitswährung ähnlich dem Euro. Kurzfristig planen die ALBA-Mitgliedstaaten auch Brasilien und Argentinien für das Projekt gewinnen zu können, zumal diese untereinander ein eigenes Verrechnungssystem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) bereits eingeführt haben (Bildquelle: Public Domain).


18. Oktober 2009 | Venezuela: Chávez bestätigt iranische Hilfe bei der Suche nach Uranvorkommen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Venezuela: Chávez bestätigt iranische Hilfe bei der Suche nach UranvorkommenAm Samstag (17.10.2009) bestätigte der venezolanische Präsident Hugo Chávez auf dem Gipfeltreffen der ALBA-Länder in Cochabamba (Bolivien), dass sein Land bei der Suche nach Uranvorkommen Hilfe vom Iran bekommt. Im September hatte Chávez diese Information noch verneint. Gemäß den iranischen Experten könnte Venezuela wichtige Vorkommen an Uran haben. Um die US-amerikanische Besorgnis über die nicht-zivile Nutzung von Uran zu beruhigen, sagte Chávez, dass weder Venezuela noch der Iran die Absicht haben, eine Atombombe zu bauen. Sie wollen die Atomenergie lediglich für friedliche Zwecke nutzen und bezeichneten diese Entscheidung als einen strategisch wichtigen Wirstschaftszweig. Chávez fühlte sich unrechtmäßig kritisiert und wies auf die Länder hin, die bereits Atomwaffen haben und diese noch nicht entsorgt haben. Venezuela und der Iran intensivierten in den letzten Monaten ihre Wirtschaftsbeziehungen: Während der Iran das lateinamerikanische Land mit Traktoren und Konsumgütern (wie z.B. Fahrrädern und Milchprodukten) beliefert, will Venezuela 20.000 Fass Benzin pro Tag abgeben.


16. September 2009 | Lateinamerika, Kolumbien, Venezuela: Diskrepanzen auf UNASUR-Gipfel | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

Lateinamerika, Kolumbien, Venezuela: Diskrepanzen auf UNASUR-Gipfel, Verteidigungsminister von Kolumbien Gabriel Silva - Foto: Presidencia de la República del EcuadorZu keiner Übereinkunft gelangten gestern auf einem Sicherheitsgipfel die UNASUR–Verteidigungsminister. Ein Konsens kam deshalb nicht zustande, weil Kolumbien keine detaillierten Antworten zum Militärabkommen mit den USA, das die Nutzung von zumindest sieben Militärbasen durch US-Truppen ermöglicht, gab. Kolumbien unterschrieb nicht das Schlussdokument dieses Gipfeltreffens, weil es nicht mit dem Text einverstanden war. Kolumbien forderte, dass die Aufmerksamkeit nicht nur auf das Militärabkommen mit den USA gerichtet wird, sondern auch auf die anderen vorgeschlagenen Themen wie den Kauf von Militärausrüstung in der Region (in Anspielung auf die Vereinbarungen zwischen Venezuela und Russland) und die Präsenz von der FARC in anderen Ländern. Das Treffen in Quito war geprägt durch viele verbale Auseinandersetzung, vor allem zwischen den Beauftragten von Venezuela und den USA. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Erklärung von Hillary Clinton. Sie äußerte sich „besorgt“ wegen des Kaufs von Militärgütern durch die venezolanische Regierung in Russland. Dennoch schlossen weder Bolivien noch Kolumbien die Möglichkeit für ein weiteres Treffen aus, das jedoch von Ecuador abhängt, weil dieses Land derzeit die Präsidentschaft des UNASUR bekleidet (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


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