lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias Puerto Rico

13. Juni 2017 | Puerto Rico: Volk stimmt für die Umwandlung in US-Bundesstaat | Kategorie(n): Noticias, Noticias Puerto Rico

Puerto Rico: Volk stimmt für die Umwandlung in US-Bundesstaat - Foto: Quetzal-Redaktion, gcAm vergangenen Sonntag haben die PuertorikanerInnen in einem Referendum mit 97,2 Prozent dafür gestimmt, dass ihre Insel der 51. US-Staat wird. Zwar ist sie schon seit 120 Jahren Territorium der Vereinigten Staaten. Sie gilt allerdings nur als assoziierter Freistaat. Das bedeutet beispielsweise für die Bewohner, dass sie zwar offiziell die US-Staatsbürgerschaft besitzen, jedoch kein Wahlrecht. Selbst die Delegierten im US-Kongress haben kein Stimmrecht. Die Wahlbeteiligung am Referendum lag nur bei 23 Prozent. Grund dafür war wohl der Boykottaufruf der Opposition. Die Wähler hatten außerdem die Möglichkeit, für die Unabhängigkeit ihrer Heimat zu stimmen. Dies ist inzwischen der fünfte Versuch, über die zukünftige politische Situation Puerto Ricos zu entscheiden. Einer der wichtigsten Gründe für den Wunsch nach Assimilation ist die finanzielle Lage: Die Karibikinsel steht kurz vor dem Bankrott. Als US-Bundestaat dürfte sie sich als zahlungsunfähig bezeichnen. Der Volksentscheid hat jedoch keine großen Chancen auf eine tatsächliche Umsetzung; sein Ergebnis ist nämlich nicht bindend. Letztendlich entscheidet der US-Kongress in Washington über die Aufnahme Puerto Ricos. Dieser wird aber aufgrund der republikanischen Mehrheit kaum dafür stimmen. Die Assimilation würde bekanntlich die Übernahme von Schulden bedeuten. Zudem würde die puertorikanische Bevölkerung größtenteils für die Demokraten wählen. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass die neokolonialistischen Strukturen zwischen den Vereinigten Staaten und der Karibikinsel nach wie vor greifen werden. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc).


12. Juli 2012 | Puerto Rico: Immobilien statt Nahrung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Puerto Rico

Puerto Rico - FlaggeGegen die in vielen Teilen der Welt zu beobachtende Tendenz der Flächenversiegelung und dem Wegfall von Flächen für den Nahrungsanbau regt sich nach dem Bekanntwerden einer neuen Initiative des puertoricensischen Gouverneurs Fortuño Widerstand. Er brachte einen Entwurf hervor, nach dem 20 Hektar Land, die gegenwärtig von der biologischen Forschungsstation „Estación Experimental Agrícola de Gurabo“ für die Erprobung des ökologischen Anbaus genutzt werden, an die Gemeinde überschrieben und für die Errichtung von Häusern freigegeben werden sollen. Der Wegfall dieser Flächen würde Puerto Ricos Ernährungssicherheit weiter gefährden, denn bereits schon jetzt werden 85% der Lebensmittel importiert (größter Importpartner: USA). Dass die Bevölkerung beim Wegfall der Importe nur 10 Tage mit frischen und maximal 4 Wochen mit haltbar gemachten Lebensmitteln versorgt werden könnte, ist bisher ein fernes Schreckensszenario. Dass die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr sicher ist, ist bereits in Form von Preissteigerungen bei und dem Unerschwinglichwerden von bestimmten Lebensmitteln zu beobachten. Die Forschungsstation leistet hier Pionierarbeit und versucht über gezielte Zucht, Sorten für den lokalen Öko-Anbau zu entwickeln und zu erhalten. Davon abgesehen sind Lebensmittel nicht gleich Lebensmittel: Der Großteil, der Puerto Rico als Import erreicht, ist stark verarbeitet, besteht hauptsächlich Mais und hellem Getreide (hoher Energiewert, kleiner Nährwert), ist mit Zusatzstoffen versetzt, die in Europa bereits verboten sind und beinhaltet auch genetisch veränderte Lebensmittel, die in den Vereinigten Staaten im Verkauf sind und von großen Biotech-Konzernen entwickelt wurden. Neben einem Angriff auf die nationale Ernährungssouveränität und auf gentechnikfreie Anbaumethoden, handelt es sich bei dieser Umwidmung von Flächen auch um ein rechtliches Problem: Die Flächen, die der Universidad de Puerto Rico gehören, dürfen laut Statut nur für die landwirtschaftliche Forschung genutzt werden. Eine andere Nutzung, die nicht dem Wohl aller Bürger dient, ist eigentlich untersagt. Wenn dieser Präzedenzfall Schule macht, wäre das fatal: Dem „Ausverkauf“ öffentlicher und Uni-Besitztümer würde Tür und Tor geöffnet. Denn verkaufen, so sehen die Statuten weiter vor, darf die Uni gar nicht. So gingen die wertvollen Flächen im Falle einer positiven Entscheidung für lau an den neuen Besitzer. Der verdient damit gutes Geld – alle anderen müssen weiter zu steigenden Preisen Importe kaufen.


21. Juni 2012 | Puerto Rico: Englisch als Unterrichtssprache | Kategorie(n): Noticias, Noticias Puerto Rico

Beispielbild mit Schülern - Foto: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues PozzebomEigentlich hätte er es wissen müssen: Als Gouverneur Fortuño am 9. Juni in San Juan verkündete, Englisch ab August schrittweise als Unterrichtssprache an den staatlichen puertoricanischen Schulen flächendeckend einführen zu wollen, war ihm eine Welle des Protests sicher. Denn heikel ist alles, was mit den Vereinigten Staaten zu tun hat. Seit jeher wird der Einfluss der USA auf die Insel immer wieder kritisch diskutiert. Am Ende des laufenden Wahlkampfes wird nicht nur eine neue Regierung stehen, sondern auch eine Abstimmung über die künftige Position Puerto Ricos gegenüber den Vereinigten Staaten. Kritiker einer flächendeckenden Unterrichtssprache Englisch sehen die Initiative daher als einen Teil einer großen politischen Agenda, die langfristig die wirtschaftliche, politische und kulturelle Bindung an die USA sichern soll. Gouverneur Fortuño begründet seinen Vorschlag mit besseren wirtschaftlichen Aussichten in einer angloamerikanisch dominierten Weltwirtschaft. Einige private Schulen unterrichten seit wenigen Jahren bilingual in Englisch und Spanisch mit guten Erfolgen, wie G. Muñoz, die stellvertretende Sekretärin für Wissenschaft und Bildung, der BBC berichtet. Doch ob dieses Vorhaben gelingt, da sich doch die Mehrzahl der Bürger mehr mit spanischen denn mit amerikanischen Wurzeln begreift und Englisch bisher nur von einem verschwindend geringem Anteil der Bevölkerung gesprochen wird, ist mehr als zweifelhaft. Von linker Seite wird das Vorhaben nun demontiert und landesweit Protest organisiert. Hier sieht man im Vorstoß nichts weiter, als eine neuen Schritt der schleichenden Amerikanisierung und des Wertewandels hin zum „Individualismus, der Abhängigkeit, dem Konsumismus und der Oberflächlichkeit“, wie J. Camacho von der linken MINH (Movimiento Independentista Nacional Hostosiano) erklärte. Im Sommer beginnt die Umstellung in den ersten Jahrgängen an 31 Schulen des Landes, gewählt wird 2013 – die Wahlscheine sind übrigens seit der Klagen zweier US-Amerikaner mit Wohnsitz in Puerto Rico im Jahr 2008 sowohl in Spanisch, als auch Englisch beschriftet (Bildquelle: Fabio Rodrigues Pozzebom, Agencia Brasil).


08. April 2009 | Kuba, Puerto Rico: Exzellente Musik aus Puerto Rico | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Puerto Rico

Drei Musikproduktionen aus Puerto Rico gehören zu den acht Preisträgern des Internationalen Preises Cubadisco 2009, mit dem herausragende kulturelle Leistungen der Phonoindustrie gewürdigt werden. Ausgezeichnet wurden die Alben „Reafirmación“ des Cuatrospielers Edwin Colón Zayas, „Arroz con Habichuela“ der Gran Combo de Puerto Rico und „El godfather de Salsa“ von Andy Montañez. Weitere Preise gingen u.a. an Produktionen aus Großbritannien, Kolumbien und Österreich.


21. August 2008 | Dom. Republik, Puerto Rico: Unterseekabel soll Energie aus Kolumbien liefern | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Kolumbien, Noticias Puerto Rico

Die Regierungen von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik planen zusammen mit Kolumbien den Bau eines Unterseekabels zur Lieferung von Energie aus Kolumbien an die beiden Länder. Ziel ist die Verringerung der Energiekosten in Puerto Rico und der Dominiaknischen Republik. Die Idee dafür hat Puerto Rico bereits vor 2 Jahren an die kolumbianische Regierung herangetragen. Aufgrund zu hoher Kosten wurde das Projekt damals jedoch auf Eis gelegt. Durch den enormen Anstieg der Ölpreise scheint der Energietransport per Unterseekabel nun aber machbar, so dass sich bereits letzte Woche Álvaro Uribe (Kolumbien) und Leonel Fernández (Dom. Republik) zu erneuten Gesprächen trafen. Finanziert werden soll das Projekt von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Regierung Kolumbiens. Das Kabel könnte eine Länge zwischen 1000 und 2700 km erreichen. Das bislang längste Unterseekabel der Welt für Strom, zwischen den Niederlanden und Norwegen (NorNed), hat eine Länge von 580km.


02. Juni 2008 | Puerto Rico: Hillary Clinton gewinnt US-Vorwahl in Puerto Rico | Kategorie(n): Noticias, Noticias Puerto Rico

Zwar können die Einwohner der Karibikinsel Puerto Rico nicht offiziell an der US-Präsidentenwahl im November teilnehmen, sie dürfen jedoch bei den parteiinternen Vorwahlen ihre Stimmen abegeben. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kam Hillary Clinton auf 68 Prozent. Auf Obama entfielen nur 32 Prozent. Die Entscheidung der 2,4 Millionen wahlberechtigten Puertoricaner hat in Bezug auf die zu gewinnnenden Delegiertenstimmen sogar mehr Gewicht, als die Vorwahlen in vielen amerikanischen Bundesstaaten. Clinton gab sich in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico, auf einer Veranstaltung weiter zuversichtlich. Aufgrund Obamas Vorsprungs bei den Delegiertenstimmen werden ihre jedoch kaum noch Siegchancen eingeräumt.


Seite 1 von 11

top