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Peru: Nahe dran am Minimum des Mindestlohns

05. Mai 2015 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Peru: Gewerkschaft CGTP, Generalsekretär Mario Huamán - Foto: Coordinadora Nacional de RadioWährend bei den Mai-Demonstrationen in Deutschland von den Gewerkschaften erneut auf die Notwendigkeit eingegangen wurde, den eingeführten Mindestlohn zu verteidigen und bald möglichst zu erhöhen, steht in Peru eine Anpassung des Mindestlohns auf ein menschenwürdiges Niveau noch in ferner Zukunft. Zwar diskutiert der Nationale Rat der Arbeit (Consejo Nacional de Trabajo) am 07.05.2015 über eine Erhöhung des Satzes. Die Anschauungen über die Höhe der Anpassung liegen dabei allerdings weit auseinander. Während die Arbeitsgeber ein Plus von 75 Nuevos Soles vorsehen, fordern die Gewerkschaften eine Verdopplung des aktuellen Satzes auf dann 1500 Nuevos Soles. Gemäß OECD ist Peru das Land mit dem zweitniedrigsten Mindestlohn weltweit, und das, obwohl der Satz seit seiner Einführung im Jahr 2000 von 345 Nuevos Soles auf 750 Nuevos Soles erhöht wurde. Bei dem derzeitigen Wechselkurs zum Euro entspricht dies 214 Euro pro Monat oder gerade einmal 1,35 Euro pro Stunde bei einer 40 Stundenwoche. Dieser Wert wird noch niedriger, wenn man bedenkt, dass die 40 Stundenwoche oft die Ausnahme darstellt und viele Arbeitnehmer meist 45 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten müssen (Bildrechte: Coordinadora Nacional de Radio Peru).


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