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Noticias Panama

10. August 2015 | Panama: Arbeiter für die Erweiterung des Panamakanals kündigen Streik an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Arbeiter für die Erweiterung des Panamakanals kündigen Streik an - Foto: Panamakanal (Miraflores Schleusen), Chris SteveSaúl Méndez, Generalsekretär der Nationalen Union der Arbeiter der Bauindustrie und ähnlichen Branchen (SUNTRACS), gab am Sonntag bekannt, dass nach zwei Monaten der Verhandlungen für eine Lohnerhöhung mit dem Baukonsortium GUPC (Grupo Unidos por el Canal) der Vorstand der Gewerkschaft zum Streik aufrufe. Der Streik soll am kommenden Mittwoch 07:00 Ortszeit beginnen und auf unbestimmte Zeit erfolgen. Méndez erklärte, dass 6.000 Arbeiter ihre Arbeit niederlegen werden, um die jährliche Lohnerhöhung von 8%, welche im Juli 2014 in einem Tarifvertrag mit der panamaischen Baukammer ausgehandelt wurde, durchzusetzen. Méndez erklärte weiterhin, dass der Protest erst enden werde, wenn den Forderungen der Lohnerhöhung, welche rückwirkend zum 1. Juli in Kraft treten müsse, nachgegangen wird. Die Arbeiten an der Panama-Kanal Erweiterung müssen innerhalb von sechs Monaten nach den Prognosen von GUPC abgeschlossen sein, um die Öffnung für den Welthandel im April 2016 einzuhalten. Der Streik könnte die Fertigstellung der Expansion erheblich verzögern (Bildquelle: Chris Steve).


05. Mai 2014 | Panama: Überraschender Wahlausgang bei der Präsidentschaftswahl | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Juan Varela siegt bei den Präsidentschaftswahlen - Foto: Quetzal-Redaktion, sscJuan Carlos Varela heißt der neue Präsident Panamas. Er löst Ricardo Martinelli ab, der laut Verfassung nicht zur Wiederwahl antreten durfte. Dieser hatte jedoch alles Mögliche versucht, weiterhin Einfluss auf die Politik des Landes auszuüben. Beispielsweise stellte er an die Seite des Regierungskandidaten der Partei Cambio Democrático (CD), José Domingo Arias, seine Ehefrau Marta Linares als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin auf. Umso überraschender fiel die Niederlage dieses Duos gegen Juan Varela aus, der noch 2011 Außenminister unter Martinelli gewesen war. Varela erzielte nach dem vorläufigen Endergebnis 39 Prozent der Stimmen, Arias 32 Prozent. Der neue Präsident profitierte damit sicherlich von dem starken Abschneiden des Drittplatzierten, Juan Carlos Navarro von der Partido Revolucionario Democrático (PRD), der 27 Prozent auf sich vereinigen konnte. Wichtigstes Thema bei der Wahl bildete die (gegenseitige Anschuldigung von) Korruption und der zunehmend autoritäre Stils Martinellis, der nach und nach seinen Einfluss auf die anderen Gewalten im Staat vergrößert hat. Varelas Wahlbündnis zwischen der Partido Panameñista und der Partido Popular kam auch bei den zeitgleich abgehaltenen Wahlen zur Nationalversammlung auf die meisten Stimmen, verpasste aber die absolute Mehrheit (Bildrechte: Quetzal-Redaktion, ssc).


02. Januar 2014 | Panama: Baufirmen wollen Arbeiten am Panamakanal einstellen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama_Panamakanal_Gatun_Schleusen03_Foto_oxfordblues84Das Konsortium Grupo Unido por el Canal (GUPC) hat gestern in einem Schreiben angekündigt, die Arbeiten für die Erweiterung des Panamakanals einzustellen, falls seine Forderungen nicht binnen 21 Tagen erfüllt werden. Die vom spanischen Baukonzern Salcyr angeführte Unternehmensgruppe, zu der auch Impregilo aus Italien, Jan De Nul aus Belgien und CUSA aus Panama gehören, begründete diese Entscheidung mit den aufgelaufenen Mehrkosten, die inzwischen 1.200 Millionen Euro betragen. Das ist etwa die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten für das Projekt. Sacyr verlangt von der Kanalverwaltung (Autoridad ACP) die Übernahme der Mehrkosten. Das wies die ACP  entschieden zurück und pocht auf bestehende Verträge. Das Konsortium sei dafür verantwortlich, dass sich die Arbeiten von Anfang an um mehrere Monate verzögert hätten, weil es minderwertigen Zement verwenden wollte. Der Bau einer dritten Schleusenanlage, die auch von Supertankern und Kreuzfahrtschiffen genutzt werden kann, sollte bis zum 100. Geburtstag des Kanals im August 2014 abgeschlossen sein. Experten rechnen mit einer Verzögerung bis zum kommenden Jahr, die aktuellen Streitigkeiten könnten die Fertigstellung noch weiter hinausschieben (Bildquelle: Oxfordblues84).


25. Februar 2013 | Zentralamerika: Mexikanischer Drogenbaron in Guatemala erschossen? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainGuatemaltekische Behörden können den Tod von Joaquín ‘El Chapo‘ Guzmán nicht bestätigen. Medien hatten zuvor darüber spekuliert, dass in einem Gefecht mit dem Militär der sogenannte Kopf des Sinaloa Kartells in der guatemaltekischen Provinz Petén getötet worden sei. Dieses Gerücht wurde besonders dadurch angeheizt, weil vermutet wird, dass ‚El Chapo‘ Zuflucht in der guatemaltekischen Grenzregion zu Mexiko gesucht hat. Nach dem 2006 begonnenen mexikanischen war on drugs gewinnt Zentralamerika in der öffentlichen Wahrnehmung des Drogenhandelproblems zunehmend an Bedeutung, so dass sich die politische Debatte in und über Zentralamerika vor allem darauf konzentriert: Mexikanische Drogenkartelle expandieren oder flüchten nach Guatemala und Honduras, um dort ihr Geschäft fortzuführen, was allerorts mit den Begriffen des Ballon- oder Kakerlaken-Effektes umschrieben wird. Zentralamerikanische maras und pandillas werden mit der organisierten Kriminalität bzw. konkret mit mexikanischen Kartellen – beispielsweise den Zetas – in Verbindung gebracht. Das hohe Gewaltniveau wird, besonders in den drei nördlichen zentralamerikanischen Ländern – tríangular norte: Guatemala, Honduras und El Salvador –, mit der Ausweitung des Drogenhandels und dem damit verbundenen Vordringen der mexikanischen Kartelle begründet. Gleichzeitig weisen zentralamerikanische Präsidenten – jüngst insbesondere der guatemaltekische Präsident Otto Perez Molina – darauf hin, dass Zentralamerika von der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Drogenhandel – trotz gegebener Vereinbarungen (beispielsweise im Rahmen der Central American Security Initiative oder der Grupo de Amigos de Centroamérica) – bisher nur sehr wenig unterstützt wurde. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)


22. November 2010 | Panama / Kolumbien: Politisches Asyl für ehemalige DAS – Direktorin | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien, Noticias Panama

Logo DAS [Departamento Administrativo de Seguridad] (Foto: Public Domain)Über das politische Asyl für die ehemalige Direktorin des kolumbianischen Geheimdienstes DAS [Departamento Administrativo de Seguridad] Maria del Pilar Hurtado, wird, laut der Ankündigung des panamaischen Präsidenten Ricardo Martinelli, bald entschieden werden. Er begründete dies damit, dass Panama gegenüber politisch verfolgten Menschen, ganz gleich welcher Couleur, von jeher sehr liberal gegenüberstand und all jenen politisches Asyl angeboten hat. Dies wird auch, so der Präsident Panamas weiter, nicht zu diplomatischen Konfrontationen zwischen Panama und Kolumbien führen, der am Wochenende mit Juan Manuel Santos, Präsident Kolumbiens, telefonierte. Unterdessen lies die Außenministerin Kolumbiens, Maria Angela Holguin, verlautbaren, dass man sehr wohl über eine diplomatische Protestnote gegenüber Panama bezüglich des Asylantrages Hurtados nachdenke. Maria del Pilar Hurtado, die sich seit Anfang November in Panama aufhält, erwartet in Kolumbien einen juristischen Prozess hinsichtlich ihrer Tätigkeit als Direktorin vom DAS von 2007 bis 2008. In dieser Zeit wird dem Geheimdienst DAS vorgeworfen unter ihrer Führung vor allem Mitglieder des Obersten Gerichtshofes und der Opposition, sowie Journalisten systematisch ausspioniert und bespitzelt zu haben.(Bildquelle:Public Domain)


04. Juli 2010 | Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft (Foto: US Marshals Service)Nachdem der frühere De-facto-Machthaber Panamas, Manuel Noriega, seine Auslieferung aus den USA in Richtung Frankreich im April 2010 nicht verhindern konnte, drohen ihm nach den Verhandlungstagen in Paris zu Beginn letzter Woche (28. – 30. Juni 2010) bis zu zehn Jahre Haft. Mit einem Urteil wird jedoch erst Ende Herbst diesen Jahres gerechnet. Dem ehemaligen General wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den 80er Jahren etwa 3,15 Millionen US-Dollar an Drogen- und Staatsgeldern auf französischen Bankkonten bzw. mit dem Kauf von Immobilien gewaschen zu haben. Noriega selbst behauptet dagegen, dass die Gelder aus Gehaltszahlungen des US-Geheimdienstes CIA und aus Familienerbschaften stammen. Darüber hinaus beschuldigt Manuel Noriega die USA, den Vorwurf der Geldwäsche lediglich konstruiert zu haben, um sich endgültig vom ihm zu lösen, nachdem er durch die US-Invasion 1989 in Ungnade gefallenen war. Bereits im Juli 1999 wurde der Ex-Militärmachthaber in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 11,2 Millionen Euro verurteilt. Durch seinen Einspruch gegen dieses Urteil beginnt der Fall nun von Neuem. Vor den Verhandlungen hatte Noriega immer wieder versucht, als Kriegsgefangener eingestuft zu werden, so dass es zu einer direkten Auslieferung nach Panama kommt. Trotz einer zu erwartenden und im Vergleich länger andauernden Haftstrafe wegen Mordes hätte er aller Voraussicht nach aufgrund seiner mehr als 70 Jahre dort nur Hausarrest zu erwarten (Bildquelle: US Marshals Service).


16. Juni 2010 | Mittelamerika: Programm für die Gesundheit | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit - Foto: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de Estados Unidos MexicanosSalud Mesoamérica 2015 heißt ein neues Programm, das in den nächsten fünf Jahren die großen Unterschiede im Gesundheitszustand der Bevölkerung Mittelamerikas überwinden soll. Zwar hat sich die Gesundheit in der Region in den letzten Jahren verbessert, wie entsprechende Kennziffern belegen, doch kam diese Verbesserung offensichtlich nicht bei den Ärmsten an. Acht Millionen Menschen in Zentralamerika, das sind 20 Prozent der Bevölkerung von Panama, Costa Rica, Nikaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belice und der südlichen Bundesstaaten Mexikos, gelten als extrem arm. Vor allem die Frauen und Kinder in dieser Gruppe verfügen in der Regel über eine nicht angemessene oder über gar keine gesundheitliche Betreuung. Die Folgen sind sichtbar – sie betragen 6 cm. Das ist die Differenz der durchschnittlichen Körpergröße zwischen Fünfjährigen aus den ärmsten Schichten und Gleichaltrigen mit wohlhabenden Eltern. Diese 6 cm sind aber nicht nur ein Größenunterschied, sie verweisen auf grundlegende Rückstände in der körperlichen und geistigen Entwicklung armer Kinder. Die Gates-Stiftung, das Institut für Gesundheit Carlos Slim aus Mexiko und die spanische Regierung stellen jeweils 50 Millionen Dollar für das Programm zur Verfügung. Die Interamerikanische Entwicklungsprogramm (BID) zeichnet verantwortlich für Organisation und Kontrolle der Projekte in den einzelnen Ländern (Bildquelle: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de los Estados Unidos Mexicanos_).


22. Dezember 2009 | Panama: 20 Jahre US-Intervention | Kategorie(n): Noticias Panama

Panama: 20 Jahre US-Intervention. Foto: US Marshals Service.Vor 20 Jahren, am 20. Dezember 1989, befahl der damalige Präsident der USA, George Bush sen., die Invasion des kleinen zentralamerikanischen Staates. Ziel der Militäraktion war die Festnahme von Manuel Antonio Noriega Moreno (s. Foto), Oberbefehlshaber der Nationalgarde und in dieser Funktion zugleich faktischer Staatschef Panamas. Noriega, der lange Zeit auf der Gehaltsliste des CIA gestanden hatte, war in Washington aus mehreren Gründen in Ungnade gefallen. Seine notorische Verwicklung in Drogengeschäfte wurde zwar als offizieller Grund für die Militäraktion angegeben, größeres Missfallen dürfte aber seine zunehmende politische Unberechenbarkeit erregt haben. So verstand sich Noriega als Nachfolger von Omar Torrijos, der gegenüber den USA anti-imperialistische Positionen vertreten und 1977 einen neuen Status der Panamakanalzone ausgehandelt hatte. Außerdem wurden ihm Kontakte zum kubanischen Geheimdienst nachgesagt. Am 3. Januar 1990 gab Noriega, der sich elf Tage zuvor in die Botschaft des Vatikans geflüchtet hatte, auf. 1992 wurde er in Florida zu 40 Jahren Haft verurteilt. Wegen guter Führung hätte Noriega 2007 auf freien Fuß gesetzt werden müssen. Da jedoch seine Anwälte eine Abschiebung nach Frankreich, wo Noriega in Abwesenheit zu einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Geldwäsche verurteilt worden war, bislang verhindern konnten, sitzt er in den USA immer noch hinter Gittern. Der Ex-General selbst verlangt seine Überstellung nach Panama. Am Sonntag, dem 20. Dezember 2009, forderten Angehörige von Opfern des Einmarschs die Einrichtung einer Wahrheitskommission zur Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen seitens der USA. Die genaue Zahl der bei der Intervention getöteten Zivilisten ist bis heute unbekannt. Unabhängige Beobachter schätzen deren Zahl auf über 4.000. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich um die bis dahin größte Militäraktion der USA nach dem Ende des Vietnamkrieges gehandelt hat, findet der Einmarsch in Panama damals wie heute außerhalb Lateinamerikas wenig Beachtung. (Bildquelle: US Marshals Service)


07. Oktober 2009 | Panama: Indigener Marsch erreicht nach 20 Tagen die Hauptstadt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Indigener Marsch erreicht nach 20 Tagen die Hauptstadt. Foto: Marta Julia Ibáñez & Hinrich Schultze.Nach 20 Tagen und 400 zurückgelegten Kilometern erreichte gestern (06.10.2009) ein Protestmarsch von Indigenen und Gewerkschaftern die Hauptstadt, um für die Einstellung  geplanter Energieprojekte der Regierung zu demonstrieren. Der unter dem Slogan “Por el Derecho a la existencia de los pueblos originarios y campesinos en sus comunidades y territorios ancestrales con justicia social” angekündigte Marsch sollte Panama-Stadt eigentlich bereits am 30. September erreichen. Nach Polizeiangaben nahmen etwa 700 Indigene und Gewerkschafter an der Demonstration teil. Die Indigenen, u.a. vom Volk der Ngöbe-Bugle, protestieren gegen die Verabschiedung von Bergbau-, Wasserkraft- und Tourismusgesetzen und  wollen darauf hinweisen, dass das panamaische Parlament die ILO-Kovention 169 bisher nicht ratifiziert hat. Der Protest der autochthonen Bevölkerung richtet sich gegen die Ausbeutung eines mehr als 50.000 Hektar großen Gebietes durch transnationale Konzerne aus den USA, Kanada, Spanien, Deutschland und Kolumbien. Bei den Vorhaben handelt es sich vor allem um Bergbau- sowie 21 Wasserkraftprojekte (z.B. Wasserkraftprojekt Charco La Pava). In den nächsten Tagen sind Proteste vor den Botschaften der  beroffenen Länder geplant. Unter dem Motto “516 Jahre indigener Widerstand” wollen sie am 12. Oktober vor den Regierungssitz ziehen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen (Bildquelle: kaosenlared.net, Marta Julia Ibáñez und Hinrich Schultze).


02. Oktober 2009 | Panama: zwei US-Marinestützpunkte im Kampf gegen den Drogenhandel geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: zwei US-Marinestützpunkte im Kampf gegen den Drogenhandel geplant (Bildquelle: University of Texas at Austin)Noch im Juli 2008 hatte es der damalige Justizminister Daniel Delgado abgelehnt, dass die USA in Panama einen Militärstützpunkt errichten. Damals war Panama neben Peru und Kolumbien eines der Länder, welche als Ersatz für die Militärbasis Manta (Ecuador) galten, deren Nutzungsvertrag kürzlich ausgelaufen ist. Nachdem die USA nun erfolgreich mit Kolumbien über sieben mögliche Militärstützpunkte verhandelten, teilte der neue Justizminister (Raul Mulino) der erst kürzlich angetretenen von Regierung von Ricardo Martinelli vergangenen Sonntag (27.09.09.) überraschend mit, dass bis Ende Oktober 2009 mit den USA ein Vertrag über die Einrichtung von zwei Marinebasen geschlossen werden soll. Nach Berichten der panamaischen Tageszeitung „La Prensa“ wurde diese Entscheidung vor kurzem auf einem Treffen zwischen Martinelli und der US-Außenministerin Hillary Clinton in New York getroffen. Die Militärstützpunkte sollen an der Pazifikküste 450 Kilometer östlich (in der Bucht Bahia Pina der Provinz Darien) und 350 Kilometer westlich (in Punto Koka) von Panama-Stadt errichtet werden. Ziel ist gemäß beider Seiten die Unterstützung Panamas im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel (als Teil der Mérida-Initiative). Nachdem die USA 1999 die Hoheit über den Panamakanal abgegeben und zugleich ihre Militärstützpunkte abgebaut hatten, ist dies nun eine Wende in der Souveränität des zentralamerikanischen Landes – zeitgleich mit dem Antritt der liberalen Regierung von Martinelli, dem Besitzer der größten Supermarktkette des Landes. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


24. September 2009 | Panama: Ex-De-facto-Machthaber Noriega will Auslieferung an Frankreich verhindern | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Ex-De-facto-Machthaber Noriega will Auslieferung an Frankreich verhindern, Manuel Noriega bei seiner Festnahme im Jahr 1990 (Bildquelle: US Marshals Service)Der Anwalt des früheren De-facto-Machthabers Manuela Noriega hat ein Gnadengesuch an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gerichtet, um die Auslieferung seines Mandanten nach Frankreich zu verhindern. In Frankreich wurde Manuel Noriega wegen Geldwäsche verurteilt, zudem ist ein neues Verfahren geplant. Er soll in den 80er Jahren versucht haben, etwa 3,15 Millionen US-Dollar an Drogen- und Staatsgeldern auf französischen Bankkonten bzw. mit dem Kauf von Immobilien zu waschen. Derzeit befindet sich Noriega aber noch in US-Gewahrsam im Bundesgefängnis von Miami, wo er ein möbliertes und gut ausgestattetes Appartement bewohnt. Noriega war von 1971 bis 1983 Chef des militärischen Geheimdienstes und von 1983 bis 1989 als Chef der Nationalgarde auch De-facto Machthaber in Panama. Während dieser Zeit stand er ebenfalls auf der Gehaltsliste des US-Geheimdienstes CIA und half dabei, Ermittler in Drogenkartelle (vor allem in Kolumbien) einzuschleusen. Gleichzeitig machte er mit den Kartellen jedoch auch Geschäfte, wodurch er für die US-Politik zunehmend untragbar wurde. Als Noriega zunehmend gegen die US-Interessen handelte und im Dezember 1989 zudem die Wahlen manipulierte, kam es zur US-Invasion in Panama und seiner Festnahme. Er erhielt den Status eines Kriegsgefangenen. Seine anfängliche Strafe von 40 Jahren wegen Drogenhandels wurde schließlich schrittweise auf 30 bzw. 17 Jahre reduziert und endete am 9. September 2007. Wegen des Auslieferungsantrags Frankreichs, dem im April 2009 stattgegeben wurde, blieb Noriega inhaftiert. Sein Anwalt legte daraufhin mit dem Verweis auf die Genfer Konvention Berufung ein, da diese Kriegsgefangenen das Recht einräumt, in ihr Heimatland zurückzukehren. Juristisch gesehen beinhaltet die Genfer Konvention jedoch auch kein Verbot der Verurteilung in mehreren Ländern. In Frankreich würden erneut gut 10 Jahre Jahre Haft auf Noriega warten, während er in Panama trotz der Verurteilung wegen Mordes wohl Hausarrest bekommen könnte. (Bildquelle: US Marshals Service)


04. Mai 2009 | Panama: Großunternehmer Ricardo Martinelli gewinnt Präsidentschaftswahl | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Nach Auszählung von bisher 90,81 Prozent der abgegebenen Stimmen hat sich der 57-jährige Besitzer der größten Supermarktkette des Landes, Ricardo Martinelli, mit 60,32 Prozent als deutlicher Sieger der Präsidentschaftswahlen in Panama durchgesetzt (Wahlbeteiligung: 74 Prozent) Damit wurden auch die Umfragen im Vorfeld der Wahl bestätigt, welche Martinelli und seine Partei für Demokratischen Wandel (CD) mit 55 bzw. 50 Prozent deutlich vor seiner Kontrahentin Balbina Herrera mit 41 bzw. 38 Prozent sahen. Die Präsidentschaftskandidatin der Revolutionären Demokratischen Partei (PRD) und mögliche Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten Martín Torrijos, der sich gemäß der Verfassung nicht zur direkten Wiederwahl stellen darf, kam lediglich auf 37,31 Prozent der Stimmen. Der frühere Präsident Guillermo Endara (1989-1994) erreichte abgeschlagen auf dem dritten Rang nur 2,37 Prozent. Sowohl bei Martinelli, als auch Herrera, die sich im Wahlkampf zudem gegen Bestechungsvorwürfe wehren musste, stand der Panamakanal und die Bekämpfung der Armut durch Sozialprogramme (Herrera) bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen (Martinelli) im Mittelpunkt. Parallel zur Wahl wurden von den 2,2 Millionen Wahlberechtigten ebenfalls 71 Sitze im nationalen und 20 Sitze im zentralamerikanischen Parlament (PARLACEN), sowie 75 Bürgermeister und 623 Gemeinderäte gewählt.


06. April 2009 | Lateinamerika: Schwarze Schafe auf der Steuerliste der OECD | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Costa Rica, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Guatemala, Noticias Lateinamerika, Noticias Panama, Noticias Uruguay

Lateinamerika: Schwarze Schafe auf der Steuerliste der OECD (Bild: Quetzal-Redaktion, mcm)Auf der heute von der OECD herausgebrachten Liste der Steueroasen tauchen (nicht überraschend) auch einige lateinamerikanische Länder auf. Auf der schwarzen Liste finden sich beispielsweise Costa Rica und Uruguay. Beide Länder haben sich bisher völlig dem internationalen Standard für Informationsaustausch bei Steuerangelegenheiten verschlossen. Uruguay beeilte sich denn auch, schriftlich zu erklären, die OECD-Normen zur Verhinderung von Steuerflucht offiziell einzuführen – und wird daher bald wieder von der Liste verschwinden. Auf der grauen Liste, d.h. bei den Ländern, die den genannten Standard nicht in vollem Umfang umgesetzt haben, stehen die üblichen 38 Verdächtigen, darunter in Lateinamerika neben den berühmt-berüchtigen Cayman-Inseln zudem die Dominikanische Republik, Panama, Guatemala und Chile. (Bild: Quetzal-Redaktion, mcm)


23. März 2009 | Panama: Kunstrasenplätze statt Armutsbekämpfung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Kunstrasenplätze statt Armutsbekämpfung (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Nach einer Information der Comisión Económica para América Latina (CEPAL) ist die Armut in Panama zwischen 2001 und 2007 von 36,7 auf 28,6 Prozent zurückgegangen. Zugleich bedeutet diese Ziffer, dass weiterhin etwa ein Drittel der panamaischen Bevölkerung als arm gilt. Von daher mag es überraschen, wofür die Regierung die knappen Staatsmittel ausgibt. Wie heute bekannt wurde, hat sie nicht weniger als 60 Fussball-Kunstrasenplätze im Gesamtwert von 92 Millionen US-Dollar errichtet. Die Ausgaben in die Sportinfrastruktur erreichen damit historische Höchststände. Außerdem ist geplant, 200 Stipendien für Sportstudenten auszuschreiben. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


15. März 2009 | Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 (Bildquelle: US Geological Survey)Nach Messungen der US-Erdbebenwarte USGS in Denver hat sich am Donnerstagabend (12.03.09) um 17:23 Uhr Ortszeit (0:23 Uhr deutscher Zeit) südlich von Panama in 9 Kilometer Tiefe im Pazifischen Ozean ein Erdbeben mittlerer Stärke ereignet. Die Erdstöße besaßen eine Stärke von bis zu 6,3 auf der Richter-Skala. Das Beben wurde vor allem in der Provinz Chiriqui und im Osten von Costa Rica gespürt, jedoch nicht in Panama-Stadt. Aufgrund der Entfernung von etwa 250 Kilometer zum Festland scheint es bis auf kurzzeitige Unterbrechungen der Stromversorgung und Kommunikationnetze zu keinen größeren Schäden gekommen zu sein. Bislang liegen keine offiziellen Berichte vor. Auch Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet. Aus Angst vor Nachbeben kam es an vielen Orten jedoch zu Panik unter den Menschen. (Bildquelle: US Geological Survey)


06. März 2009 | Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise (Bildquelle: University of Texas at Austin)Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IEB), die zentralamerikanischen Länder, Mexiko und die Dominikanische Republik haben sich gestern und heute in Nicaragua versammelt, um die Auswirkungen der Krise in der Weltwirtschaft auf die genannten Länder zu erörtern. Hintergrund des Treffens ist, dass sich in den letzten Monaten sowohl die Auslandsrücküberweisungen (remesas) als auch die Ausfuhren ihrer Waren verminderten. Der Präsident der IEB, Luis Alberto Moreno, sagte: „Die Krise darf uns nicht von unserer Verantwortung für die Zukunft abhalten. Es muss weiter die Bildung, die nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung gegen die Armut verbessert werden.“ Er sagte auch, dass die Erholung der Krise nur langsam wäre, weshalb sich das Wirtschaftswachstum für 2009 auf 0,5% verringere. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


23. Februar 2009 | Lateinamerika: bis zu 6 Mrd. US-Dollar Verlust durch mutmaßlichen US-Anlagebetrüger Stanford | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Panama, Noticias Peru, Noticias Venezuela

Lateinamerika: bis zu 6 Mrd. US-Dollar Verlust durch mutmaßlichen US-Anlagebetrüger Stanford (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)Erst im Dezember 2008 wurde das Schneeballsystem von Bernard Madoff aufgedeckt, durch welches dieser seit etwa 1990 Investoren und private Anleger um circa 50 Milliarden US-Dollar betrogen hat. Medien und Analysten sprechen von einem der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Wall Street. Nur wenige Monate später nun kam vergangene Woche der Fall Stanford ans Licht, als die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC am Dienstag (17.02.09) Zivilklage gegen den texanischen Banker R. Allen Stanford, seine Vermögensverwaltungsfirma Stanford Group und die auf Antigua ansässige Stanford International Bank (SIB) erhoben. Im Vergleich zu Madoff betrifft es diesmal jedoch vor allem Lateinamerika. Durch hohe und angeblich risikolose Renditeversprechen wurden Anleger um acht Milliarden US-Dollar betrogen. Mit bis zu sechs Milliarden USD ist besonders die lateinamerikanische Elite bzw. mit bis zu drei Milliarden größtenteils Venezuela betroffen. 15.000 Venezolaner sollen ihr Vermögen bei Stanford angelegt haben. In den Ländern bildeten sich überall Schlangen von verzweifelten Menschen, die ihr Geld abheben wollten. Während die venezolanische Regierung nur zwei Tage später (19.02.) die Kontrolle über die Stanford Bank Venezuela übernahm, wurden die Stanford-Banken in Ecuador und Peru vom Börsenhandel ausgeschlossen und ihnen die Geschäftserlaubnis entzogen. Ähnliches gilt für Kolumbien. In Panama übernahm die Bankenaufsicht die Verwaltung der Stanford-Bank. Auch Mexiko nahm Ermittlungen wegen zahlreicher Gesetzesverstöße auf. Wie der Fall ausgeht und ob Anleger entschädigt werden, bleibt zunächst offen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


11. Dezember 2008 | Honduras: Zentralamerika rückt zusammen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Honduras: Zentralamerika rückt zusammen (Bildquelle: University of Texas at Austin)Auf dem Gipfeltreffen des zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) in der honduranischen Stadt San Pedro Sula haben die sieben zentralamerikanischen Staaten (Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama) und die Dominikanische Republik in Reaktion auf die Weltfinanzkrise die Einführung einer einheitlichen Währung beschlossen. Mit dem Ziel die regionale Identiät weiter zu fördern, sollen zudem alle zentralamerikanischen Bürger einen einheitlichen Pass erhalten. In den Bereichen Bildung, Sicherheit und Einwanderung hat man sich auf eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung geeinigt. Außerdem haben die teilnehmenden Präsidenten und Vize-Präsidenten einen 41 Punkte zählenden Wirtschaftsplan verabschiedet, der die Auswirkungen der Finanzkrise erfolgreich bekämpfen soll. Dieser Plan sieht unter anderem die Einführung eines regionalen Hilfsfonds für den Landwirtschafts-, Handels- und Dienstleistungssektor vor. Einen Zeitplan für die beschlossenen Maßnahmen gibt es bisher nicht. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


11. Dezember 2008 | Panama: Kredit zur Erweiterung des Panamakanals genehmigt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Kredit zur Erweiterung des Panamakanals genehmigt (Bildquelle: Oxfordblues84)Am Dienstag (09.12.) unterzeichnete der Chef der Kanalbehörde, Alberto Alemán Zubieta, im Beisein von Panamas Präsident Martín Torrijos mit mehreren internationalen Institutionen einen Kreditvertrag in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar (circa 1,8 Milliarden Euro). Zu den Institutionen gehören die Bank von Japan für internationale Kooperation (JBIC), die einen Anteil von 800 Millionen an der Gesamtsumme hat, sowie die Europäischen Investitionsbank (EIB) mit 500 Millionen, die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) mit 400 Millionen, die Anden-Entwicklungsgesellschaft (CAF) mit 300 Millionen und die Internationale Finanz-Corporation (IFC), eine Gesellschaft der Weltbankgruppe, mit ebenfalls 300 Millionen. Der Kredit hat eine Laufzeit von 20 Jahren und soll circa 42 Prozent der veranschlagten Kosten zum Ausbau des Panamakanals abdecken. Diese betragen insgesamt 5,5 Milliarden US-Dollar, wobei 58 Porzent durch die Rücklagen und Einnahmen der Kanalbehörde (ACP) finanziert werden. Ziel ist es, auch Schiffen der so genannten „Post-panamax“-Klasse eine Durchfahrt zu ermöglichen. Diese haben im Gegensatz zu bisherigen Schiffen mit bis zu 4.500 Standard-Containern eine Ladekapazität von etwa 12.000 TEU. Die Erweiterung des Panamakanals soll 2015 abgeschlossen sein. Größter Kostenpunkt im Projekt ist mit 50 Prozent der Neubau der größeren Schleusenanlagen. (Bildquelle: Oxfordblues84)


20. November 2008 | Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 (Bildquelle: US Geological Survey)Von der Nacht auf Dienstag zu Mittwoch (19.11.) hat um 1.11 Uhr Ortzeit ein schweres Erdbeben den Westen Panamas erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte mitteilte, war durch das Beben der Stärke 6,2 ein Gebiet an der Grenze zu Costa Rica betroffen. Das Epizentrum befand sich demnach etwa 56 Kilometer südwestlich von David, Panamas drittgrößter Stadt. Auch in San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica, war das Beben zu spüren, richtete dort jedoch keine Schäden an. Weiterhin teilte das Geologische Institut der USA (USGS) mit, dass sich das Beben 48 Kilometer unter der Erdoberfläche ereignet habe. Berichte über Opfer lagen bisher nicht vor. Es wurde jedoch in den Städten Paso Canoa, David und Puerto Armuelles über Schäden berichtet. Viele Bürger schliefen daraufhin in der Nacht außerhalb ihrer Häuser. Polizei und Sicherheitskräfte inspizierten nur kurze Zeit später Schulen, Krankenhäuser und andere Gebäude nach möglichen Beschädigungen. (Bildquelle: US Geological Survey)


30. Oktober 2008 | Panama: Regierung verteilt sechs Millionen Energiesparlampen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Regierung verteilt sechs Millionen Energiesparlampen (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Die panamaische Regierung hat am Montag (27.10.) ein Energiesparprogramm angekündigt, welches vorsieht, sechs Millionen Energiesparlampen an seine Bürger zu verteilen. Ziel dieser Initiative ist es die Energieeffizient zu erhöhen. Dani Kuzniecky, Energie-Staatssekretär und Minister für Angelegenheiten bzgl. des Panamakanals, sagte, dass mit der Verteilung der ersten drei Millionen Lampen am 6. November im Großraum von Panama-Stadt begonnen wird. Die zweite Phase, welche für den Rest des Landes den Austausch der alten Glühbirnen vorsieht, ist für Anfang 2009 geplant. Einzige Bedingung für die kostenlose Verteilung der Lampen ist, dass die Bewohner den Mitarbeitern ihre alten energiefressenden Lampen aushändigen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


24. Juli 2008 | Lateinamerika: Bananenzölle als Knackpunkt der Doha-Welthandelsrunde | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Costa Rica, Noticias Ecuador, Noticias Guatemala, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Lateinamerika: Bananenzölle als Knackpunkt der Doha-Welthandelsrunde (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, wd)Seit sieben Jahren läuft bereits die sogenannte “Doha-Runde”, welche 2001 im arabischen Emirat Katar eingeläutet wurde, um die Liberalisierung des internationalen Handels weiter voranzutreiben. Nachdem die Handelsgespräche mehrmals ausgesetzt wurden, treffen sich nun die 30 wichtigsten Handelsnationen bei der WTO in Genf – zur Rettung der Welthandelsrunde. Vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer, angeführt von Brasilien und Indien, sahen in den von den USA und der EU angebotenen Minderungen der Agrarzölle und Agrarsubventionen zu geringe Zugeständnisse. Im Speziellen geht es jetzt um Einfuhrzölle für Bananen aus Lateinamerika. Das EU Angebot sieht zum 1. Januar 2009 eine Senkung von 176€ auf 150€ je Tonne Bananen vor, welche bis 2015 auf 116€ verringert werden sollen. Lateinamerika, allen voran Costa Rica, Ecuador, Panama, Nicaragua, Guatemala und Bolivien, fordert hingegen im ersten Schritt eine Reduzierung auf 141€ und bis 2014 auf 109€. Zudem wird die Bevorzugung der AKP-Staaten, welche teilweise keine bzw. nur sehr geringe Zölle zahlen müssen, kritisiert. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, wd)


07. Juli 2008 | Panama: Bau eines US-Militärstützpunktes abgelehnt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Bau eines US-Militärstützpunktes abgelehnt (Bildquelle: University of Texas at Austin)Das US-Militär sucht derzeit händeringend einen Ersatz für seinen Luftwaffenstützpunkt Manta in Ecuador, denn die Verlängerung der 10jährigen Pacht, über 2009 hinaus, wurde vom ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa abgelehnt. Offiziellen Angaben zufolge wird der Stützpunkt zur Drogenbekämpfung in der Region genutzt. Für den Bau eines neuen US-Militärstützpunkts kamen bisher Peru, Kolumbien und Panama in Betracht. Panamas Justizminister Daniel Delgado hat dies jedoch mit Verweis auf die gemeinsame Geschichte abgelehnt. Panama hat seine Staatsgründung zwar den USA bzw. deren Intervention zum Bau des Panamakanals zu verdanken, die Streitigkeiten um die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone (u.a. der Flaggenstreit von 1964) belasteten aber stets die diplomatischen Beziehungen. Erst am 31. Dezember 1999 um 12:00 wurde das Gebiet komplett an Panama übergeben. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


30. Mai 2008 | Nicaragua: Tropensturm “Alma” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Nicaragua: Tropensturm Alma, Bild: US Hurricane CenterKurz vor Beginn der offiziellen Hurrikansaision am 1. Juni gab es durch den Tropenstrum “Alma” in Nicaragua bereits zwei Tote sowie zahlreiche Verschollene. Nachdem sich der Wirbelsturm gestern überraschend schnell aus einem großen Tiefdruckgebiet über dem Pazifik zum Tropensturm aufgebaut hatte, gaben die Regierungen von Nicaragua, Honduras und El Salvador (siehe Bild) erste Hurrikanwarnungen aus. Zudem kam es in den nicht direkt betroffenen Staaten Panama und Costa Rica bereits zu Überschwemmungen. In der letzten Nacht ist “Alma” dann an der nicaraguanischen Pazifikküste auf Land getroffen. “Alma” erreichte in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 100 km/h, wurde jedoch nicht als Hurrikan eingestuft (mit mindestenstens 120 km/h). (Bild: US Hurricane Center)


19. Mai 2008 | Panama: Stationierung von Sondereinheiten an Grenze zu Kolumbien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Stationierung von Sondereinheiten an Grenze zu Kolumbien (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)Um den steigenden Drogen- und Waffenhandel Einhalt zu gebieten, sollen circa 200 Sicherheitskräfte an der panamaischen Grenze zu Kolumbien stattioniert werden. Nach Aussagen der Regierung am Freitag (16.5.) geht man davon aus, dass in diesem Jahr allein 1400 Tonnen Kokain illegal durch Panama geschleust werden. Justizminister Daniel Delgado gab auch bekannt, dass im letzten Jahr 700 Tonnen beschlagnahmt wurden. Die Regierung begründet ihre Maßnahmen mit dem Argument, dass Mexiko und Kolumbien den Kampf gegen den Drogenhandel verschärft haben und die Drogenbarone dadurch Zuflucht in Panama suchen könnten. (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)


26. Februar 2008 | Guatemala, Panama: bilateraler Freihandelsvertrag unterzeichnet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Guatemala, Noticias Panama

Guatemala, Panama: bilateraler Freihandelsvertrag unterzeichnet (Bildquelle: University of Texas at Austin)Mit der Unterzeichnung des Freihandelsvertrages wollen der guatemaltekische Präsident Álvaro Colom und sein panamaischer Amtskollege Martín Torrijos die Wirtschaftsbeziehung der beiden Staaten weiter intensivieren. Bereits jetzt ist Guatemala Panamas stärkster Handelspartner. Jährlich werden Güter im Wert von 120 Mio. US-Dollar zwischen den Ländern gehandelt. Neben der Unterzeichnung des Vertrages gab es auch ein Treffen mit den Führungsspitzen der wichtigsten Unternehmen. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


27. August 2007 | Panama – Auslieferung des früheren Präsidenten Manuel Noriega | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama - Auslieferung des früheren Präsidenten Manuel NoriegaDer frühere Präsident Manuel Noriega (72) sollte, nach dem Ende seiner Haft im November in den USA, nach Frankreich ausgeliefert werden. Der einstige Verbündete des US-Geheimdienstes (CIA) war 1989 bei einer US-Invasion verschleppt worden. In Frankreich droht dem Ex-Militärchef ein Verfahren wegen Geldwäsche.


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