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Noticias Lateinamerika

13. Juni 2008 | Kuba: Abschaffung des Einheitslohns | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Die kubanische Regierung hat für Anfang August die Abschaffung des Einheitslohns angekündigt. Ziel dieser Liberalisierung ist unter anderem die Steigerung der Produktivität und Qualität. Der Vize-Arbeitsminister sagte in der kubaischen Zeitung Granma, dass das bisherige Lohnsystem aus der kommunistischen Revolution von 1959 die Tendez hat, “dass alle das Gleiche verdienen und diese Gleichmacherei … nicht hilfreich” ist. Die Kubaner verdienen zurzeit in den Staatsbetrieben, egal ob Arzt oder Landarbeiter, circa 20 US-Dollar pro Monat. Mit dem anderen Auge hat Kuba auch die Reduzierung der Lebensmittelimporte im Auge, welche aufgrund der weltweit steigenden Preise in diesem Jahr wohl Ausgaben in Höhe von 1,9 Mrd. US-Dollar verursachen werden. Die neue Regelung ist nur ein Teil der Reformen, welche Fidel Castros Bruder Raúl Castro seit seinem Machtantritt Ende Februar durchgesetzt hat.


13. Juni 2008 | Bolivien: Auslieferung eines Ex-Verteidigungsministers gefordert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien

20.000 Demonstranten forderten am Montag (09.06.) vor der US-Botschaft in La Paz die Auslieferung des Ex-Verteidigungsminister Carlos Sánchez Berzaín, welchem durch die USA politisches Asyl gewährt wird. Gegen Carlos Sánchez Berzaín, der zusammen mit Ex-Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada 2003 in der Folge von gewaltsamen Protesten gegen die Privatisierungspolitik gestürzt wurde und in die USA flüchtete, läuft derzeit ein Verfahren, in dem er für den Tod an acht Menschen verantwortlich gemacht wird (aufgrund der von ihm angeordnete gewaltsamen Niederschlagung der Proteste). Der Ex-Minister ist nur einer von vielen, der ehemaligen bolivianischen Elite, die in den USA einer juristischen Verfolgung entkommen.


12. Juni 2008 | Brasilien: Brauerei-Konzern Inbev will Anheuser-Busch kaufen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Begünstigt durch den billigen Dollar hat der brasilianisch-belgische Brauereikonzern InBev (z.B. Beck’s, Stella Artois) seinem nordamerikanischen Konkurrenten Anheuser-Busch (z.B. Budweiser) ein 46,3 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot gemacht. Sollte diese feindliche Übernahme durch Inbev gelingen entstände mit einem Umsatz von 36,4 Mrd. USD und einem jährlichen Bierausstoß von 460 Mio Hektolitern der größte Bierbrauer der Welt. Dass die Gründerfamilien Anheuser-Busch, welche zwar einen geringen Aktienanteil, aber starken politischen Einfluß besitzen, der Übernahme zustimmen gilt als unwahrscheinlich. InBev ist 2004 aus der Fusion der brasilianischen Ambev und belgischen Interbrew-Gruppe entstanden, wird aber auf dem Posten des Firmenchefs und im Vorstand durch Brasilianer dominiert. Inbev verkauft zurzeit Bier in 130 Ländern.


12. Juni 2008 | Nicaragua: Präsident Ortega regiert per Telefon | Kategorie(n): Noticias, Noticias Nicaragua

Wie zwei Minister von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega indirekt äußerten, ist dieser mehr auf Reisen im Ausland unterwegs, als sich im eigenen Land zu befinden. Innerhalb seiner bisherigen Amtszeit von 1,5 Jahren besucht er fast 20 Ländern. Dass ist an sich kein schlechtes Zeichen, jedoch verstößt der Links-Präsident parallel gegen die Verfassung, da er auch seine Frau, Kinder, Enkel und Freunde der Famile fast immer mitnimmt. Zwischen seinen Reise ruft er dann bei seinen Ministern in Nicaragua an und fragt, “was denn so los sei im Land”. Auch während des Tropensturms “Alma” war Ortega nicht im Land oder unterbrach seine Reise. Zurzeit läuft gegen Ortega zudem eine Klage wegen Veruntreuung von Staatsgeldern bei Kauf von Öl aus Venezuela.


11. Juni 2008 | Venezuela: Chávez ändert Geheimdienstgesetz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Das Geheimdienstgesetz, was die Bildung von vier Spionagediensten, sowie den Aufbau eines nationalen Informanten-Netzwerks vorsieht, wird vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez nochmals angepaßt. Nachdem das Gesetz von Chávez im letzten Monat per Dekret erlassen wurde, kam es international, vor allem von Menschenrechtsorganisationen, zu starker Kritik. Unter anderem sollen Geheimdienstmitarbeiter ohne richterliche Erlaubnis Telefone abhören dürfen, jeder (In- und Ausländer, Angestellte der Justiz) ist zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten verpflichtet, die chavistischen Basisgruppen werden gemäß des Gesetzestextes zu “Hilfsorganen” der Geheimdienste erklärt. Vor dem Hintergrund, dass ihn Kritiker mit dem ärgsten Feind, den USA, gleichstellen, kam es zum Sinneswandel: “Ich kann niemanden zwingen, mit dem Geheimdienst zu kooperieren, ein Informant zu werden, und ihn, wenn er es ablehnt, ins Gefängnis stecken.”. Das Gesetz wird nun an das Parlament verwiesen, um neu formuliert zu werden.


10. Juni 2008 | Ecuador, Kolumbien: Aufnahme diplomatischer Beziehungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Ecuador, Kolumbien: Aufnahme diplomatischer Beziehungen, Álvaro Uribe und Rafael Correa (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)Nach dem umstrittenen Angriff des kolumbianischen Militärs auf ein sich in Ecuador befindliches Lager der kolumbianischen FARC-Guerilla Anfang März, und dem daraus entstandenen diplomatischen Konflikt zwischen Ecuador und Kolumbien, bewegen sich beide Länder erstmals aufeinander zu. Ecuador und Kolumbien teilten mit, dass die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen werden. Die Vereinbarung, welche vom ehemaligen US-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter vermittelt wurde, gilt zunächst für die Ebene der Geschäftsträger und nicht für die Botschafter beider Länder. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


10. Juni 2008 | Kolumbien: Uribe schließt dritte Amtszeit nicht aus | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Wie auch in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten, ist in Kolumbien die Präsidentschaft auf ein oder wie in diesem Fall auf zwei Amtzeiten begrenzt. Nachdem Álvaro Uribe bereits 2006 durch eine Verfassungsänderung wiedergewählt werden konnte, sammeln seine Anhänger (auch “Furibistas” genannt) derzeit Unterschriften, um ein Referendum über eine Verfassungsänderung einzuleiten und somit Uribes Wiederwahl 2010 zu ermöglichen. Neben dieser Unterschriftenaktion wird jedoch auch der amtierende Verteidigungsminister, Juan Manuel Santos, als möglicher Nachfolger Uribes gehandelt.


09. Juni 2008 | Venezuela, Kolumbien: Chávez ruft FARC zur Aufgabe auf | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien, Noticias Venezuela

In einer an den neuen FARC-Führer Alfonso Cano gerichteten Ansprache des venezolanische Präsidenten Hugo Chávez, ruf dieser in seiner sonntäglichen TV-Sendung “Aló Presidente” die FARC dazu auf, nicht nur die Waffen niederzulegen, sondern auch die Geiseln freizulassen, sowie den Kampf gegen die kolumbianische Regierung einzustellen. Mit den unerwarteten Worten: “Der Guerillakrieg ist Geschichte” und “Zurzeit ist eine bewaffnete Rebellenbewegung in Lateinamerika fehl am Platz” verblüffte Chávez wohl nicht nur die Medien, sondern auch die FARC, für welche er sich zuvor noch international eingesetzt hat, um deren Name von den Terror-Listen zu streichen. Wie sich durch diese Aussagen auf das Verhältnis zu Kolumbiens Präsident Àlvaro Uribe auswirken, bleibt abzuwarten.


09. Juni 2008 | Argentinien: Bauernverbände beenden Streiks | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Bauernverbände beenden Streiks (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Nach Angaben von argentininischen Medienberichten, haben die Bauern ihren fast 90 Tage währenden Streik beendet. Seit Mitternacht können Soja- und Getreide erneut exportiert werden. Die Bauern beenden ihren Streik, ohne jedoch eine Einigung mit der Regierung von Cristina Kirchner erzielt zu haben. Die Erhöhung der Ausfuhrzölle bleibt somit bestehen. Noch am Donnerstag kritisierte Kirchner die Bauern: “Zeigen Sie mir einen Arbeiter, Ladenbesitzer oder Geschäftsmann, der es sich leisten kann, 90 Tage nicht zu arbeiten […] Nur diejenigen, die ein großes Einkommen und großes Kapital angehäuft haben, können das tun.”. Der Streik führte nicht nur zu zwischenzeitlichen Nachungsmittelengpässen, sondern auch dazu, dass die soziale Kluft zwischen arm und reich weiter vergrößert wurde. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


06. Juni 2008 | Brasilien: Rio de Janeiro offizieller Kandidat für Olympia 2016 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Rio de Janeiro offizieller Kandidat für Olympia 2016 (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Rio de Janeiro am Mittwoch (04.06.) zum offiziellen Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele 2016 erklärt. Neben Rio kämpfen auch Chicago, Madrid und Tokio um die Vergabe der Spiel. Alle vier Städte setzten sich in der Vorauswahl gegen Prag, Doha (Katar) und Baku (Aserbaidschan) durch. Rio wurde am 1. September 2006 durch das Brasilianische Olympische Komitee nominiert und bewirbt sich nach 2004 und 2012 bereits zum dritten Mal für Olympia, nachdem es zuvor stets in der Vorauswahl der offiziellen Bewerberstädte scheiterte. Zwar gelten Chicago und Tokia als Favorit, jedoch werden Rio de Janeiro auch gute Chancen eingeräumt. Zum einen gab es noch nie Olympische Spiele in Südamerika, zum anderen entstanden durch die Panamerikanischen Spiele 2007 bereits viele neue Sportstätten. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


05. Juni 2008 | Bolivien: Garantie für Erdgasexporte nach Brasilien und Argentinien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Bolivien: Garantie für Erdgasexporte nach Brasilien und Argentinien (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Bolivien hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass es trotz der Verstaatlichung der Pipeline-Betreiberfirma Transredes die Erdgasexporte nach Brasilien und Argentinien garantiert. Gleiches gilt auch für die geplanten Investitionen und die aktuell im Bau befindlichen Projekte, betonte der Energieminister Carlos Villegas. Die Übernahme der Kontrollmehrheit an Transredes durch das staatliche Erdöl- und Erdgasunternehmen YPFB soll die Lieferzusagen im beginnenden Winter nicht beeinträchtigen. Bolivien exportiert täglich 32 Millionen Kubikmeter Erdgas an beide Länder, welche auf Jahresbasis einen Wert von circa 2 Milliarden US-Dollar besitzen und damit die wichtigste Einnahmequelle für die Regierung von Evo Morales darstellen. Durch die Verstaatlichung der ausländischen Firmen hat Bolivien jedoch enorme Probleme die Invesitionen in die Erhaltung der Anlagen und zur Ausweitung der Förderkapazitäten zu gewährleisten. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


04. Juni 2008 | Brasilien: Gewerkschaften fordern Reduzierung der Wochenarbeitszeit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Gewerkschaften fordern Reduzierung der Wochenarbeitszeit, Präsident der Abgeordnetenkammer Arlindo Chinaglia (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)In einer Forderung der Gewerkschaften soll die Wochenarbeitszeit von 44 auf 40 Stunden reduziert werden, jedoch ohne Lohnverzicht. Ziel ist die Schaffung von bis zu 2,25 Millionen neuen Arbeitsplätzen. 22,526 Millionen Arbeitnehmer, zumeist in der Industrie, besitzen derzeit ein solches Arbeitsverhältnis. Es soll damit vor allem bisher arbeitslos gemeldeten Menschen der Jobeinstieg ermöglicht werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, überreichten am gestrigen Dienstag 5 Gewerkschaften dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Arlindo Chinaglia, ein Dokument mit mehr als 1,5 Millionen Unterschriften, die diese Initiative unterstützen. Die Zahl der möglichen neuen Arbeitsplätze ist jedoch in ihrer Höhe rein hypothetisch, da sich zum einen die reale Arbeitszeit auf Druck der Arbeitgeber erhöht, als auch die Produktionskosten ansteigen, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit vermindert wird. Zuletzt wurde die Wochenarbeitszeit 1988 von 48 auf 44 Stunden reduziert. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


02. Juni 2008 | Puerto Rico: Hillary Clinton gewinnt US-Vorwahl in Puerto Rico | Kategorie(n): Noticias, Noticias Puerto Rico

Zwar können die Einwohner der Karibikinsel Puerto Rico nicht offiziell an der US-Präsidentenwahl im November teilnehmen, sie dürfen jedoch bei den parteiinternen Vorwahlen ihre Stimmen abegeben. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kam Hillary Clinton auf 68 Prozent. Auf Obama entfielen nur 32 Prozent. Die Entscheidung der 2,4 Millionen wahlberechtigten Puertoricaner hat in Bezug auf die zu gewinnnenden Delegiertenstimmen sogar mehr Gewicht, als die Vorwahlen in vielen amerikanischen Bundesstaaten. Clinton gab sich in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico, auf einer Veranstaltung weiter zuversichtlich. Aufgrund Obamas Vorsprungs bei den Delegiertenstimmen werden ihre jedoch kaum noch Siegchancen eingeräumt.


01. Juni 2008 | Honduras: Flugzeugunglück in Tegucigalpa auf dem Toncontin-Flughafen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Honduras

Honduras: Flugzeugunglück in Tegucigalpa auf dem Toncontin-Flughafen (Bildquelle: US Geological Survey)Auf dem Flughafen der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa raste am vorgestrigen Freitag (30.05.) ein mit 131 Menschen besetzter Airbus A320 der mittelamerikanischen Fluggesellschaft Taca über die Landebahn hinaus und prallte danach mit Autos auf einer vielbefahrenen Straße zusammen. Nach Medienangaben wurden fünf Menschen getötet und bis zu 60 verletzt. Unter den Toten befand sich Jeanne Chantal Neele, die Frau des brasilianischen Botschafters in Honduras. Auch der Chef der mittelamerikanischen Zentralbank, Harry Brautigam, kam ums Leben – er erlag einem Herzanfall. Der Toncontin-Flughafen gehört durch seine Lage in bergigem Gebiet, einer schlechten Navigationsausstattung und einer kurzen Landebahn von nur 1,9 km zu den gefährlichsten der Welt. Durch den Tropensturm “Alma” lag zudem dichter Nebel über Tegucigalpa, was die Ursache des Unglücks sein könnte, denn  die Maschine setzte nach Aussagen des Flughafenmanagers erst bei halber Höhe der Landebahn auf. (Bildquelle: US Geological Survey)


30. Mai 2008 | Nicaragua: Tropensturm “Alma” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Nicaragua: Tropensturm Alma, Bild: US Hurricane CenterKurz vor Beginn der offiziellen Hurrikansaision am 1. Juni gab es durch den Tropenstrum “Alma” in Nicaragua bereits zwei Tote sowie zahlreiche Verschollene. Nachdem sich der Wirbelsturm gestern überraschend schnell aus einem großen Tiefdruckgebiet über dem Pazifik zum Tropensturm aufgebaut hatte, gaben die Regierungen von Nicaragua, Honduras und El Salvador (siehe Bild) erste Hurrikanwarnungen aus. Zudem kam es in den nicht direkt betroffenen Staaten Panama und Costa Rica bereits zu Überschwemmungen. In der letzten Nacht ist “Alma” dann an der nicaraguanischen Pazifikküste auf Land getroffen. “Alma” erreichte in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 100 km/h, wurde jedoch nicht als Hurrikan eingestuft (mit mindestenstens 120 km/h). (Bild: US Hurricane Center)


30. Mai 2008 | Brasilien: 1 Milliarde Bäume für Amazonas Regenwald | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: 1 Milliarde Bäume für Amazonas Regenwald (Bildquelle: Sprain)Am heutigen Freitag startet Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zusammen mit der Gouverneurin von Pará, Ana Júlia Carepa, ein Programm zur Wiederaufforstung des Amazonas Regenwaldes. Mit dem Programm “Um Bilhão de Árvores” sollen innerhalb von fünf Jahren eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Damit wollen die neun Amazonas-Bundesstaaten eine lokale Version der internationalen Kampagne “One Billion of Trees”, mit welcher das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ursprünglich bis 2007 eine Milliarde Bäume auf dem ganzen Planeten pflanzen wollte, umsetzen. 2 Mrd. Setzlinge wurden weltweit bereits gepflanzt, nun sind 7 Mrd. Bäume bis 2009 geplant. Neben dem Start der Aktion wird auch das neu gegründete “Forum der Gouverneure” erstmals tagen, zusammen mit Lula soll über die Entwicklung des Amazonas diskutiert werden. (Bildquelle: Sprain)


30. Mai 2008 | Mexiko: Drogenkrieg um Transitrouten Richtung USA | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Drogenkrieg um Transitrouten Richtung USA (Bildquelle: University of Texas at Austin)Die Staatsanwaltschaft der nordmexikanischen Grenzstadt Juárez teilte mit, dass vorgestern innerhalb von 24 Stunden ingesamt 10 Menschen erschossen wurden, 3 der Ermordeten wurden zudem enthauptet. Seit Jahresbeginn wurden in der Stadt und dem Gliedstaat Chihuahua bereits 400 Morde begangen. Entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze liefern sich rivalisierenden Drogenkartelle einen blutigen Kampf um die wichtigsten Übergänge zum amerikanischen Absatzmarkt. Einer davon ist die Stadt Juárez und ihr amerikanisches Pendant El Paso, auf der anderen Seite des Rio Bravo. Im aktuellen Konflikt zwischen dem Kartell von Sinaloa und dem Kartell von Juárez herrscht in einigen Ortschaften sogar der Ausnahmezustand, da die korrupte Polizei die Orte aus Angst um ihr Leben verlassen haben. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


29. Mai 2008 | Argentinien: Bauern bestreiken Getreideexporte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Bauern bestreiken Getreideexporte (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Nachdem die argentinischen Bauern am 21.05. ihren Streik gegen die erhöhten Abgaben auf Soja- und andere Agrarprodukte zum wiederholten Mal aussetzten, um erneut das Gespräch mit der Regierung von Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner zu suchen, sind sie jetzt zum dritten Mal in den Ausstand getreten. Vom 28. Mai bis wird es ein Stopp für alle Getreideausfuhren geben. Die Bauern, welche am Sonntag in der Stadt Rosario – wo sich der wichtigste Exporthafen für Agrarprodukte befindet – demonstrierten, werden zusätzlich Protestcamps in den größten Städten Argentiniens errichten. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


28. Mai 2008 | Mexiko: Subventionsprogramm gegen hohe Lebensmittelpreise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Subventionsprogramm gegen hohe Lebensmittelpreise (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)Aufgrund der weltweit stark gestiegenen Preise für Lebensmittel hat der mexikanische Präsident Felipe Calderón ein Subventionsprogramm angekündigt. Insgesamt werden circa ein Viertel (26 Millionen) aller Mexikaner monatlich 120 Pesos (etwa 7,30€) bar ausgezahlt bekommen. Das Sozialprogramm wird den Staat 433 Millionen US-Dollar (275 Millionen Euro) kosten und soll aus den Gewinnen der Ölförderung finanziert werden. Die Regierung von Calderón will mit der Barauszahlung, die deutlich höher als der aktuelle Mindestlohn von 50 Pesos (3€) ist, erneute Unruhen im Land verhindern. Zu diesem kam es im letzten Jahr, als sich der Preis für Tortilla, ein wichtiges Grundnahrungsmittel, verdoppelt hat. (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)


26. Mai 2008 | Kolumbien: Farc-Chef Manuel Marulanda gestorben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Manuel Marulanda (alias Tirofijo), Chef und Gründer der FARC-Guerilla, ist nach Angaben des kolumbianischen Verteidungsministeriums bereits vor zwei Monaten (am 26. März) im Alter von 78 Jahren verstorben. Nachdem Marulanda schon des Öfteren für tot erklärt worden war, wurde diese Meldung am Sonntag (25.05.) auch von den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens bestätigt. Die Todesursache ist offiziell nicht bekannt, in Regierungskreisen wird aber von Herzversagen / Herzinfarkt gesprochen. Der Tod von Manuel Marulanda wirft die FARC nach dem Verlust ihrer Nummer Zwei, Raul Reyes, sowie zahlreichen Überläufen noch tiefer in die Krise. Präsident Álvaro Uribe gab zudem bekannt, dass viele Guerilleros sogar die Freilassung der vor sechs Jahren entführten Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt angeboten haben. Nachfolger von Marulanda wird der bisherige Chefideologe der Farc, Alfonso Cano.


23. Mai 2008 | Südamerika: Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) gegründet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Chile

Südamerika: Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) gegründetIn der brasilianischen Hauptstadt Brasilia wird heute die Gründungsurkunde der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) unterzeichnet. Dem Regionalbündnis, welches dem Modell der Europäischen Union folgt, gehören mit Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guayana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela alle 12 Staaten Südamerikas an. Ziel des UNASUR ist nicht nur die wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Kampf gegen soziale Ungleichheit, Hunger und Armut; Einführung einer gemeinsamen Währung), sondern auch die Orientierung auf eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Aufgrund des Widerstandes der rechtskonservativen Regierung von Kolumbien konnte ein “Südamerikanischer Verteidigungsrat” bisher noch nicht gegründet werden. Den Vorsitz des UNASUR wird im ersten Jahr die chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet übernehmen.


23. Mai 2008 | Brasilien: Kriegserklärung der Kayapó | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Kriegserklärung der Kayapó (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Der geplante Bau des weltweit drittgrößten Staudamms Belo Monte erzürnt den indigenen Stamm der Kayapó, welche im Gebiet des Bundesstaates Mato Grosso am Rio Xingu – ein Nebenfluss des Amazonas – leben. Auf einer Veranstaltung am 21.05. traf sich Paulo Fernando Rezende (Ingenieur des staatlichen Stromkonzerns Eletrobras) mit den Indigenas, um diesen zu erläutern, dass die negativen Auswirkungen des Staudamms auf den Rio Xingu kleiner sind als von Umweltschützern angenommen. Als im Anschluß an dessen Rede Roquivam Alves da Silva von der Bewegung der Staudammopfer betonte, dass die Kayapó wenn nötig auch in den Krieg ziehen werden, um den Xingu zu verteidigen, war das Chaos perfekt. Die Indígenas sprangen laut auf, sangen, bewegten sich tanzend auf Rezende zu und verletzten ihn mit einer Machete am Oberarm. Ein ähnliches Schauspiel ereignete sich bereits 1989 als der Präsident von Eletronorte für das damals noch “Cararaô” genannte Staudammprojekt warb und mit der Machete an der Wange verletzt wurde. Damals zog die Weltbank aufgrund des Vorfalls ihren gewährten Kredit zwar wieder zurück, jetzt finanziert Brasilien diese Projekt jedoch selbst und hat somit die Zukunft des Regenwaldes und die der Kayapó in den eigenen Händen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


22. Mai 2008 | Venezuela: Gesetz über indigene Sprachen verabschiedet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Das venezolanische Parlament hat am Mittwoch (21.05.) ein Gesetz über die indigenen Sprachen verabschiedet (Ley de Idiomas Indígenas). Durch dieses Gesetz sollen die 40 Sprachen der venezolanischen Indígenas gefördert und gestärkt werden. Neben der Schaffung eines Nationalen Instituts für indigene Sprachen und der Verbreitung von Informationen über die einzelnen Sprachen, sollen diese in Form von Lehrplänen, Projekten, Seminaren und Spezialisierungen auch in Schulen sowie Universitäten Einzug halten.


22. Mai 2008 | Paraguay, Brasilien: Einsatz von Milizen gegen paraguayische Landlose | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Paraguay, Brasilien: Einsatz von Milizen gegen paraguayische Landlose (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Brasilianische Großgrundbesitzer in der paraguayischen Stadt “Ciudad del Este”, haben damit begonnen Milizen zu engagieren, um sich vor paraguayischen Landlosen zu schützen. Zum einen wollen die “Brasiguaios”, wie die brasilianischen Großgrundbesitzer nahe der Grenze zu Brasilien genannt werden, auf keinen Fall ihr (nicht genutztes) Land verlieren und zum anderen dienen die Milizen zum Schutz vor einer Besetzung der Farmen bzw. Bedrohung durch die Landlosen Paraguays, welche auch schon Geiseln genommen haben. Fast die gesamte (80%) Getreideproduktion des Landes (Soja und Mais) befindet sich im Besitz der Brasilianer. Die paraguayischen Landlosen haben angekündigt die Besetzungen bis zum 15. August, dem Tag des Amtsantritts des neuen Präsidenten Fernando Lugo, fortzusetzen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


22. Mai 2008 | Uruguay: Treffen des “Forums von São Paulo” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Uruguay

In der uruguayischen Hauptstadt Montevideo trifft sich am heutigen Donnerstag zum 14. Mal das “Forum von São Paulo”. Auf der Versammlung, welche dieses Jahr unter dem Motto “Einheit, Vielfalt und Integration” stattfindet, treffen sich insgesamt 400 Delegierte von Parteien und Organisationen der lateinamerikanischen Linken sowie 100 Vertreter von linken Gruppierungen aus aller Welt. Das Forum dient vor allem der Besprechung gemeinsamer Aufgaben und Strategien zum Aufbau einer demokratischen sowie sozial ausgerichteten Gesellschaft. Thema des 14. Treffens ist nicht nur das Erstarken der lateinamerikanischen Linken, sondern auch die Maßnahmen der Eliten, um dem Linksruck entgegenzuwirken.


21. Mai 2008 | Venezuela: US-Militärflugzeug verletzt venezolanischen Luftraum | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Nachdem das US-Verteidungsministerium am Dienstag (20.05.) zugegeben hat, dass ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug am Samstag (17.05.) den venezolanischen Luftraum verletzte, bestellte Venzuelas Außenminsister Nicolas Maduro noch am gleichen Tag den US-Botschafter Patrick Dudy zu sich. Venezuela sieht die Luftraumverletzung der zweimotorigen Viking S-3, welche unter anderem beim Aufspüren von Drogenhändlern zum Einsatz kommt, als “Akt der Provokation”. Nach Aussagen der USA hatte die Maschine in der Nähe der Insel La Orchila “vorübergehende Navigationsprobleme”. Die Verletzung des Luftraums ereignete sich am gleichen Tag, als auch 60 kolumbianische Militärs ohne Grund bzw. zudem ohne Genehmigung venezolanisches Territorium betraten.


21. Mai 2008 | Peru, Brasilien: Bau von 15 Wasserkraftwerken vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Peru

Peru, Brasilien: Bau von 15 Wasserkraftwerken vereinbart (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Peru und Brasilien haben eine Absichtserklärung unterschrieben, um Verhandlungen über den Bau eines Wasserkraftwerkes auf peruanischem Territorium zu beginnen. Das Wasserkraftwerk, welches sich “Inambari” nennt, soll in der Provinz Madre de Dios, in der Nähe der brasilianischen Grenze gebaut werden und eine installierte Kapazität von 1400 Megawatt besitzen. Davon wiederum verbleiben 300 MW in Peru und steigern die gesamte installierte Kapazität im Land um circa 5%. Die “restliche” Energie ist für Brasilien bestimmt, jedoch hat das Kraftwerk für Brasilien eine geringere Bedeutung, das es im Vergleich nur 7% der Leistung von Itaipu erbringt (Itaipu liefert 19 Prozent der benötigten Energie Brasiliens). Aus diesem Grund sind beide Staaten derzeit in Verhandlungen zum Bau von weiteren 14 Wasserkraftwerken auf peruanischem Boden. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


20. Mai 2008 | Brasilien: Petrobras ist drittgrösstes Unternehmen Amerikas | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Petrobras ist drittgrösstes Unternehmen Amerikas (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Mit einem Marktwert (Marktkapitalisierung) von 287 Milliarden US-Dollar nahm das brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras bezogen auf den Börsenwert vom letzen Freitag (16.05.) den dritten Platz der größten Unternehmen in Amerika ein. Angetrieben vom kürzlich entdeckten Ölfeld Tupi, die größte Entdeckung in Amerika seit 1976, und in Verbindung mit einem Rekordölpreis von 127 US-Dollar je Barrel Rohöl verdrängte Petrobras Microsoft (279 Mrd. USD) vom dritten Platz. Einzig Exxon Mobile (490 Mrd. USD) und General Electric (320 Mrd. USD) haben einen höheren Marktwert. Erfreulich für Brasilien ist zudem, dass mit dem Bergbaukonzern Vale do Rio Doce (196 Mrd. USD) auf Platz neun ein weiteres Unternehmen im Kreis der TOP 10 ist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


19. Mai 2008 | Panama: Stationierung von Sondereinheiten an Grenze zu Kolumbien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Stationierung von Sondereinheiten an Grenze zu Kolumbien (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)Um den steigenden Drogen- und Waffenhandel Einhalt zu gebieten, sollen circa 200 Sicherheitskräfte an der panamaischen Grenze zu Kolumbien stattioniert werden. Nach Aussagen der Regierung am Freitag (16.5.) geht man davon aus, dass in diesem Jahr allein 1400 Tonnen Kokain illegal durch Panama geschleust werden. Justizminister Daniel Delgado gab auch bekannt, dass im letzten Jahr 700 Tonnen beschlagnahmt wurden. Die Regierung begründet ihre Maßnahmen mit dem Argument, dass Mexiko und Kolumbien den Kampf gegen den Drogenhandel verschärft haben und die Drogenbarone dadurch Zuflucht in Panama suchen könnten. (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)


19. Mai 2008 | Dominikanische Republik: Fernandez gewinnt Präsidentschaftswahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik

Leonel Fernandez wird für weitere 4 Jahre als Präsident der Dominikanischen Republik bestätigt. Auf ihn entfielen insgesamt 53,83 Prozent der gültigen Stimmen. Nach Auzählung von nur 10 Prozent der Wahlbezirke drei Stunden nach Schließung der Wahllokale konnte Amtsinhaber Leonel Fernandez (PLD) mit 53,1% Prozent gegenüber seinem schärfsten Konkurrenten Miguel Vargas (PRD) mit 41,2 Prozent bereits eine klare Mehrheit auf sich vereinen. Nachdem das oberste Wahlgericht 49 Prozent der Wahlbezirke ausgezählt hatte, erkannte Vargas seine Niederlage am Freitag Abend (16.05.) ein. Während sich Fernandez freute keinen zweiten Wahlgang zu benötigen, kritisierte die Oppossion, dass Leonel Fernandez seinen Wahlkampf und seine Wahlkampfhelfer aus Staatsmitteln finanziert hat.


17. Mai 2008 | Kolumbien: Internet per Schiff | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Florentino Ariza, der Angestellte des Telegrafenamtes in Gabriel García Marquez’ Roman „Liebe in Zeiten der Cholera“, bekommt Konkurrenz: durch das Internet. Der altehrwürdige Schaufelraddampfer mit dem gleichen Namen wie der Romanheld tourte in den zurückliegenden sechs Wochen über den Río Magdalena, um die anliegenden Bewohner über Satellit mit der weiten Welt zu verbinden. 6000 Menschen wurde so im Rahmen des Programms „Regierung online“ eine Internet-Fortbildung ermöglicht, darunter auch 500 Verwaltungsmitarbeitern.


16. Mai 2008 | Peru: Erstmals Umweltministerium gegründet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Perus neuer Umweltminister, Antonio Brack - Foto: CNRDrei Tage nach der Gründung des Umweltministeriums in Peru hat heute Antonio Brack sein Amt als Umweltminister angetreten. Dieses Ministerium ist das erste seiner Art in Peru. Es ist zuständig für den Klimaschutz. Für den Aufbau des Ministeriums sicherte die Kanzlerin Angela Merkel die Unterstützung und Hilfe bei der Organisation und Qualifikation des Personals zu. Antonio Brack sagte, dass es notwendig sei, ein Kooperationsabkommen zwischen Peru und der Europäischen Union zum Schutz des Waldes, zur Aufforstung und zur Bewertung der Anbausituation für Biotreibstoffe zu schaffen (Bildquelle: Coordinadora Nacional de Radio Peru).


16. Mai 2008 | Dominikanischen Republik: Präsidentschaftswahlen – Fernández Favorit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik

Heute sind in der Dominikanischen Republik insgesamt 5,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen einen neuen Präsidenten zu wählen. Umfragen zufolge gilt der bisherige Amtsinhaber und Chef der liberalen Partei der Dominikanischen Befreiung (PLD), Leonel Fernández, mit 56 Prozent als großer Favorit und könnte bereits im ersten Wahlgang für weitere vier Jahre im Amt bestätigt werden. Es wäre die 3 Amtszeit von Fernández, da er bereits von 1996 – 2000 Präsident war, jedoch durch das damals geltende Wahlrecht nicht wiedergewählt werden konnte. Kritiker werfen Leonel Fernández jedoch auch Wahlmanipulation und Stimmenkauf vor. Zudem wird bemängelt, dass seine Wirtschaftpolitik im Vorjahr zu einem Wachstum von 8,5 Prozent führte, gleichzeitig jedoch ein Viertel der Bevölkerung in Armut lebt.


16. Mai 2008 | Mexiko: Strategische Partnerschaft mit der EU | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Strategische Partnerschaft mit der EUMexiko wurde seitens der Europäischen Union der Status eines “Strategischen Partners” zuerkannt. Damit ist Mexiko neben Brasilien das zweite Land Lateinamerikas welches diesen Status besitzt. Mit dem Abkommen soll eine Stärkung der politischen, ökonomischen und kulturellen Beziehungen errreicht werden. Für die EU ist diese Partnerschaft wichtig um den europäischen Unternehmen besseren Zugang zum von den USA dominierten mexikanischen Markt zu verschaffen – besonders in Hinblick auf Investitionsbedingungen. Mexiko hingegen muss sich nun mit den unterschiedlichen Anforderungen der europäischen Staaten auseinandersetzen.


14. Mai 2008 | Brasilien: Carlos Minc neuer Umweltminister | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Carlos Minc neuer Umweltminister (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Nach dem überraschenden Rücktritt von Marina Silva als Umweltministerin am Dienstag (13.05.) wurde Carlos Minc nur einen Tag später als Nachfolger benannt. Gründe für den Rücktritt von Marina Silva wollte die Regierung zunächst nicht nennen, jedoch äußerte sich die 50-jährige in ihrem Rücktrittsschreiben, dass sie in den eigenen Reihen auf erhebliche Widerstände bei der Durchsetzung ihrer Politik gestossen ist. Sie setzte sich vergeblich für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes ein. Ihr Nachfolger Carlos Minc, bisheriger Umweltsekretär des Bundesstaates Rio de Janeiro, hat als Gründer der ehemaligen Grünen Partei zwar ein starkes Umweltbewußtsein, ist aber in letzter Zeit vor allem durch schnelle Genehmigungsverfahren für große Bauprojekte auffällig geworden. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


14. Mai 2008 | Kolumbien: Uribe liefert Paramilitärs an die USA aus | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Kolumbien hat vorgestern (12.05.) rechtsgerichtete Paramilitärs wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel an die USA ausgeliefert. Aufgrund dieses Verdachts wurden insgemsamt 14 Kommandanten die Privilegien des umstrittenen Sondergesetzes für “Gerechtigkeit und Frieden” entzogen, welche den Anführern der früheren Todesschwadronen milde Haftstrafen von nicht mehr als acht Jahren Haft und Schutz vor Auslieferung gewähren. Für die Regierung von Álvaro Uribe kommt die Auslieferung gerade recht, da ihnen enge Verbindungen zu den Paramilitärs nachgesagt werden. Die Bevölkerung wollte die Auslieferung hingegen verhindern, um sicherzustellen, dass die Kommandanten für ihre begangenen Morde auch die gesetzlich verankerten Entschädigungen zahlen.


13. Mai 2008 | Brasilien, Paraguay: Das Wasserkraftwerk Itaipu – Objekt der Begierde | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Brasilien, Paraguay: Das Wasserkraftwerk Itaipu - Objekt der Begierde, Karrikatur der Zeitung ABC Color (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Fernando Lugo, Paraguays designierter Präsident, bietet Brasilien Alternativen für die Nutzung von Itaipu an, ohne das eine Neuverhandlung des noch bis 2023 gültigen Vertrages nötig ist. Hauptkritikpunkt von Lugo ist der vertragliche festgelegt Verkauf der von Paraguay nicht benötigten Energie an Brasilien, welcher aufgrund von gegengerechneten Betriebs- und Kreditkosten jedoch nicht zu aktuellen Marktpreisen erfolgt. Eine Alternative ist die Anhebnung des Preises auf ein faires Niveau, wodurch Paraguays Einnahmen von 300 Millionen auf 2 Millarden US-Dollar ansteigen würden. Eine weitere Alternative wäre die Rückzahlung der Hälfte der Schulden in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar, welche die brasilianische Elektrobras zum Bau des Wasserkraftwerkes aufgenommen hat. Durch diese Maßnahme könnten die Betriebskosten gesenkt werden und Brasilien müßte einen höheren Preis pro Megawattstunde zahlen. Einerseits benötigt Brasilien günstige Ernergie für seine boomende Wirtschaft, andererseits möchte Lugo die steigenden Einnahmen zur Finanzierung von Bildungs- und Sozialprogrammen in Paraguay nutzen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


13. Mai 2008 | Haiti: designierter Ministerpräsident Ericq Pierre von Parlament abgelehnt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Der von Haitis Präsident René Préval als neuer Ministerpräsident nominierte Ericq Pierre wurde am Montag (12.05.) vom Parlament abgelehnt. Nachdem der Senat bereits seine Zustimmung gegeben hatte, stimmten im Parlament nur 35 von 105 Abgeordneten einer Ernennung von Ericq Pierre zu. 51 stimmten gegen den 63-jährigen Mitarbeiter der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), 9 enthielten sich der Stimme. Nach Angaben lokaler Presseberichte hat Pierre seine haitianische Herkunft nicht eindeutig erläutert. Damit geht weiter wertvolle Zeit verloren, um den ärmsten Staat Lateinamerikas aus der Krise zu führen.


10. Mai 2008 | Brasilien, Argentinien: brasilianische Energie für argentinischen Winter | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien

Brasilien, Argentinien: brasilianische Energie für argentinischen Winter (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Brasilien wird bis August diesen Jahres zwischen 800 und 1500 Megawatt nicht benötigter Energie an sein Nachbarland Argentinien liefern. Durch das starke Wirtschaftswachstum reicht die bisher installierte Kapazität nicht aus, um den steigenden Energiebedarf Argentiniens im kommenden Winter zu decken. Der argentinische Minister Julio De Vido sagte, das zunächst nur 800 MW benötigt werden und eine Erhöhung dieser Kapazität von der Stärke des Winters abhängt. Die Energie kommt vor allem aus thermischen Gas-und Wasserkraftwerken Brasiliens (jedoch nicht aus Iguaçu) und wird zu aktuellen Marktpreisen an Argentinien verkauft, dass dadurch seine installierte Kapazität um bis zu 5% “erhöhen” kann. Argentinien hat aber auch die Möglichkeit die entsprechend genutzte Energie bis Ende 2008 an Brasilien zurückzusenden. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


09. Mai 2008 | Bolivien: Präsident Morales stimmt Referendum über Amtsenthebung zu | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Wie der bolivianische Präsident Evo Morales bereits im Januar schon einmal angekündigt hatte, wird er sich aufgrund eines von der Opposition im Senat angenommenen Gesetzes am 10. August 2008 einem Referendum über die Weiterführung seines Amtes stellen. Den Wählern wird entsprechend des verabschiedeten Gesetzes die Frage gestellt, ob sie damit einverstanden seien, dass der “Prozess der Veränderungen unter der Führung von Präsident Evo Morales Ayma und von Vize-Präsident Alvaro García Linera fortgesetzt wird”. Morales muss dabei mit mindestens eine Stimme mehr als bei seiner Wahl Ende 2005, als er 53,74 Prozent der Stimmen erzielte, abgewählt werden. Im Falle eines Erfolges des Referendums müssen Präsident und Vizepräsident binnen 90 bis 180 Tagen nach der Veröffentlichung des amtlichen Endergebnisses Neuwahlen ansetzen. Ebenso zur Disposition stehen die neun Präfekten der Departamentos.


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