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Noticias Lateinamerika

17. September 2008 | Brasilien, Paraguay: Verhandlungen über Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Brasilien, Paraguay: Verhandlungen über Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Paraguays Präsident Fernando Lugo befindet sich heute auf einem Staatsbesuch in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia. Dort wird er sich mit seinem Pendent Lula treffen, um über die Erhöhung der Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú zu verhandeln. Das Kraftwerk gehört je zu 50 Prozent Brasilien und Paraguay, jedoch mit der Einschränkung, dass von Paraguay nicht benötigte Energie durch Brasilien aufgekauft werden kann. Aufgrund der historisch ausgehandelten Preise zahlt Brasilien derzeit circa 300 Millionen US-Dollar pro Jahr an Paraguay, dass nur eine bis maximal zwei der 18 Turbinen (plus 2 Notfall-Turbinen) zur Deckung seines Energiebedarfs benötigt. Bezogen auf marktgerechte Preise würde der von Brasilien zu zahlende Betrag bei etwas 1,5 bis 2 Milliarden Dollar liegen. Neben dieser Erhöhung strebt Lugo auch eine Änderungen des Vertrags an, dass die Energie ebenfalls an Drittländer verkauft werden kann. Da der Vertrag jedoch noch bis 2023 läuft, wird Brasilien trotz zugesagter Hilfe für den neugewählten Präsidenten Paraguays wohl nur eine minimale Erhöhung des Preises akzeptieren. Im Jahr 2007 konnte Itaipu 19 Prozent des Energiebedarfs von Brasilien und 91 Prozent des Bedarfs von Paraguay abdecken. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


16. September 2008 | Bolivien, Chile: Regierung Morales erfährt einhellige Unterstützung durch UNASUR | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Chile

Bolivien, Chile: Regierung Morales erfährt einhellige Unterstützung durch UNASUR (Foto: Presidencia de la República de Chile)Der kurzfristig einberufene UNASUR-Krisengipfel in Santiago de Chile ging am Montagabend nach einer Sitzung von sechs Stunden mit einer einheitlichen und eindeutigen Erklärung der anwesenden Staatschefs und Regierungsmitglieder zu Ende. Die wesentlichen Punkte der Erklärung sind die volle Unterstützung der UNASUR-Länder des erst im August durch ein Referendum im Amt bestätigten Präsidenten Evo Morales, die Verurteilung eines zivilen Staatsstreiches sowie einer Destabilisierung der institutionellen Ordnung und der territorialen Integrität Boliviens. Im Zusammenhang damit wird auch die Zerstörung öffentlicher bzw. staatlicher Einrichtungen verurteilt und alle Beteiligten aufgerufen, ihre gewalttätigen Aktionen einzustellen. Zur Untersuchung des Massakers im Departement Pando, bei denen etliche Campesinos ums Leben kamen (die Angaben schwanken zwischen 15 und mehr als 30 Toten), wurde ein Ausschuss ins Leben gerufen, der den Vorfällen auf den Grund gehen soll. Dem Aufruf zum Dialog zwischen den Konfliktparteien folgte die Einberufung einer offenen Kommission zur Begleitung des politischen Dialoges in Bolivien und einer weiteren Kommission zur logistischen Unterstützung der bolivianischen Regierung bei der Bewältigung der Krisensituation. (Foto: Presidencia de la República de Chile)


16. September 2008 | Mexiko: riesiger Containerhafen an der Pazifikküste geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: riesiger Containerhafen an der Pazifikküste geplant (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)Noch ist der Containerhafen von Los Angeles mit einer jährlichen Anzahl von 8,3 Millionen umgeschlagenen Standardcontainern (TEU) Amerikas größter Hafen (Platz 13 weltweit). Zusammen mit dem Hafen in Long Beach beträgt die Zahl sogar 15 Millionen (Platz 5), was einem Anteil von 40 Prozent des gesamten Frachtverkehrs in die USA oder 80 Prozent aller Importe aus Asien entspricht. Diese Dominanz versucht Mexiko nun etwas zu brechen und will sich nach Aussage von Präsident Calderón zur “strategischen Logistikplatform” entwickeln. Die Ausschreibung für das fünf Milliarden Dollar teure Projekt “Punta Colonet” hat bereits Ende August begonnen und soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein. 80.000 neue Arbeitsplätze erhofft man sich dadurch. Der neue Seehafen wird in einer Bucht in Baja California entstehen, 240 Kilometer südlich der US-amerikanischen Grenze. Er soll 2012 in Betrieb gehen und 2020 eine Kapazität von sechs Millionen Containern erreichen. Über eine Bahnstrecke sollen die Güter schließlich die USA erreichen. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


15. September 2008 | Bolivien, Chile: Außenordentliche Sitzung der UNASUR zur bolivianischen Krise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Chile, Noticias Lateinamerika

Bolivien, Chile: Außenordentliche Sitzung der UNASUR zur bolivianischen Krise, Michelle Bachelet und Evo Morlales (Foto: Presidencia de la Republica de Chile)Heute treffen sich die Präsidenten von Südamerika in Santiago de Chile. Sie wollen versuchen, die Gewalt-Situation in Bolivien zu stoppen. Diese Sitzung möchte die diplomatischen Erfolge, die es im Kolumbien-Konflikt gab, wiederholen. Die bolivianische Regierung hat bestätigt, dass Morales an dieser außerordentlichen Sitzung der Union Südamerikanischer Nationen – UNASUR – teilnimmt. Die Sitzung wird im Palast La Moneda stattfinden. Es ist auch die Anwesenheit der Präsidenten von Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Uruguay und Venezuela sowie von der chilenischen Präsidentin Michelle Bachellet bestätigt. Es kommt auch der OEA-Generalsekretär José Miguel Insulza. UNASUR wurde im Mai dieses Jahres von 12 südamerikanischen Staaten gegründet. (Foto: Presidencia de la República de Chile)


15. September 2008 | Brasilien: Bau von 50 bis 60 neuen Atomkraftwerken geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Bau von 50 bis 60 neuen Atomkraftwerken geplant, Angra 1 und 2 sind die bislang einzigen Atomkraftwerke (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)Wir Edison Lobão, der brasilianische Minister für Bergbau und Energie, am Freitag ankündigte, plant Brasilien in den nächsten 50 Jahren den Bau von circa 50 bis 60 weiteren Atomkraftwerken. Jedes mit einer Kapazität von etwa 1.000 Megawatt. Nicht dazu zählen das sich im Bau befindliche Kraftwerk Angra III (siehe Fotomontage) und der bereits beschlossene Bau von weiteren vier Kraftwerken. Die beiden derzeit aktiven Atomkraftwerke Angra I und II verfügen zusammen über eine installierte Kapazität von circa 2.000 Megawatt, die 2,1 Prozent der gesamten installierten Energiekapazität Brasiliens (96.056 Megawatt) entsprechen. Bisher waren die Kernkraftwerke jedoch mehr durch Störfälle als einwandfreies Funktionieren geprägt. Eine Wiederbelebung des Atomprogramms begründet Präsident Lula vor allem mit der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Gerade durch eine von der bolivianischen Opposition in einer Erdgasanlage in Bolivien verursachte Explosion war es in den letzten Tagen zu starken Einschränkungen der Gaslieferungen nach Brasilien gekommen. Zusätzlich will Brasilien seine starke Abhängigkeit von der Wasserkraft (75 Prozent Anteil an der installierten Kapazität) mindern. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)


15. September 2008 | Venezuela: Putschversuch gegen Chávez verhindert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Mehrere hochrangige Ex-Militärs und Mitglieder der Armee waren in einen Putschversuch gegen Präsident Hugo Chávez verstrickt. Die Tonaufnahmen über die mögliche Vorgehensweise für den Staatsstreich wurden vergangene Woche (10.09.) in der Fernsehsendung “La Hojilla” ausgestrahlt. Woher die Informationen stammen wurde jedoch nicht mitgeteilt, vermutlich aber vom Geheimdienst. Bisher wurden neben zivilen Personen auch sechs hohe Militärs festgenommen. Unter anderem der General der Nationalgarde, Wilfredo Barroso, Vizeadmiral Carlos Millán Millán und Luftwaffengeneral Eduardo Báez Torrealba, deren Stimmen angeblich erkannt wurden. Torrealba unterstütze bereits 2002 den missglückten Putschversuch gegen Chávez. Da in den Privatmedien kaum über die Putschpläne berichtet wurde, geht die Regierung auch davon aus, dass diese teilweise involviert waren (z.B. Miguel Henrique Otero, der nicht nur Chef der Tageszeitung El Nacional ist, sondern auch Sprecher der Oppositionsbewegung Movimiento 2D). Otero wies die Vorwürfe umgehend als “Paranoia” zurück.


14. September 2008 | Bolivien: Morales ordnet Festnahme des Präfekten von Pando an | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Bolivien: Morales ordnet Festnahme des Präfekten von Pando an (Bildquelle: Fernando Lugo APC)Die bolivianische Regierung hat die Festnahme des einflussreichen oppositionellen Präfekten der Unruheprovinz Pando, Leopoldo Fernández, angeordnet. Der Politiker habe sich dem von Morales in der Region verhängten Ausnahmezustand widersetzt, sagte der Minister im Präsidentenamt, Juan Ramón Quintana, bereits am Samstag (Ortszeit). Außerdem trage Fernández die Schuld an der Ermordung von indigenen Bauern, die am Donnerstag auf dem Weg zu einer Demonstration von Gegnern des Präsidenten getötet worden waren. Nach unterschiedlichen Berichten starben dabei mindestens 14 Menschen, darunter 13 Morales-Anhänger. Zwei weitere Tote gab es, als das Militär den von Regierungsgegnern besetzten Flughafen der Provinzhauptstadt Cobija räumte. Auch die Stadt werde in Kürze wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht, fügte Quintana hinzu. Die Maßnahme scheint geeignet den erst gestern mit der Opposition begonnenen Dialog zunichte zu machen. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


12. September 2008 | Venezuela: US-Botschafter wird ausgewiesen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Hugo Chávez hat heute (12.09.2008) dem US-Botschafter in Caracas, Patrick Duddy, 72 Stunden gegeben, um Venezuela zu verlassen. Auch Venezuelas Botschafter in den USA wurde zurückbeordert, „bevor sie ihn aus Washington ausweisen“. Diese Entscheidung war eine solidarische Reaktion mit der bolivianischen Regierung. Chávez sagte außerdem: „Wir fangen ab jetzt an, die diplomatischen Beziehungen mit den USA zu überprüfen. Wenn es eine neue Regierung in den USA gibt, schicken wir wieder einen Botschafter.“ Die schon üblichen Beschimpfungen wie „Geht zum Teufel, Scheiß-Yanquis“ konnte er sich auch diesmal nicht verkneifen. Chávez hat zudem erklärt, dass Venezuela im Fall einer Aggression der USA gegen sein Land die Öllieferungen einstelle. Venezuela ist der fünftgrößte Öllieferant für die USA.


12. September 2008 | Bolivien: US-Botschafter Goldberg zur “persona non grata” erklärt | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Bolivien: US-Botschafter Goldberg zur persona non grata erklärt (Bildquelle: U.S. State Department_)Evo Morales hat am Mittwoch den Botschafter der Vereinigten Staaten, Philip Goldberg zur “persona non grata” (unerwünschten Person) erklärt. Morales wirft Goldberg Verschörung gegen die Demokratie und die Förderung der Teilung Boliviens vor. Er beautragte daraufhin den Kanzler, David Choquehuanca, dem Botschafter mitzuteilen, dass dieser das Land zu verlassen hat. Zuvor wurde in der bolivianischen Geschichte noch nie ein US-Botschafter zur “persona non grata” erklärt, ganz im Gegenteil, denn sie hatten stets starken Einfluss auf die Politik Boliviens, z.B. bei der Ernennung von Minstern. Goldberg wird durch Kontakte zu Rubén Costas, dem oppositionelen Präfekten von Santa Cruz, auch mit den Unruhen im Departement in Verbindung gebracht. Zudem hat er sich im letzten Jahr mit dem jetzt inhaftierten Drogenhändler John Jairo Venegas getroffen. Interessant ist auch seine Rolle bei der Aspaltung des Kosovo von Serbien. Er war früher im US-Außenministerium nicht nur für Bosnien zuständig, sondern ab 2004 auch Chef der US-Mission in Pristina. (Bildquelle: U.S. State Department_)


11. September 2008 | Peru: Neben Haiti höchste Kosten zur Armutsbekämpfung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Haiti, Noticias Peru

Peru: Neben Haiti höchste Kosten zur Armutsbekämpfung - Foto: Quetzal-Redaktion, sscNach einem Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) muss Peru (mit 44,2 Prozent der Menschen leben in Armut) nach Haiti (76,7 Prozent), die meisten Mittel in zur Bekämpfung der Armut investieren. Aufgrund der weltweit enorm gestiegenen Nahrungsmittelpreise können gerade die ärmeren Schichten der Bevölkerung ihr Konsumniveau nicht mehr aufrecht erhalten, da ihnen schlichtweg das Geld zum Kauf von Nahrung fehlt. Unter Annahme, dass die Preise von Getreide, Sojabohnen, Zucker und Fleisch einen weiteren Preisanstieg von 30 Prozent verzeichnen würden, müsste Peru nach dem Modell der IDB, 4,4 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts über Transfers (z.B. Sozialprogramme) an die sozial Schwächeren verteilen, damit die Armutsquote nicht auf 49,5 Prozent ansteigt. Haiti müßte im Vergleich 12,12 Prozent seines BIP aufbringen, damit es ein Ansteigen der Armutsquote auf 79,1 Prozent verhindert. Chile ist das Land, was den geringsten Anteil des BIP in Sozialprogramme investieren müsste (0,19 Prozent). Das klingt nicht viel, aber sollte es Chile nicht machen, so könnte die Armut von 12,3 auf 17,2 Prozent steigen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


11. September 2008 | Ecuador: Indígenas unterstützen Verfassungsprojekt der Regierung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Indígenas unterstützen Verfassungsprojekt der Regierung (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)Am 28. September wird die ecuadorianische Bevölkerung über den ausgearbeiteten Verfassungsentwurf in einem Referendum abstimmen. Unterdessen hat das Bündnis der indigenen Nationalitäten (Confederación de Nacionalidades Indígenas, CNI) bekannt gegeben, dass es den Verfassungsentwurf der Regierung um Rafael Correa unterstützen wird, da die Belange der Indígenas in den Prozess zu Erarbeitung der neuen Verfassung mit eingeflossen sind. Unter anderen müssen sie vor jeglichen geplanten Öl- und Bergbauprojekten konsultiert werden. Gleichzeitig weißt Correa Vorwürfe von Journalisten über die angebliche Rechtswidrigkeit des Verfassungsentwurfs zurück. Zugleich äußert er sich in seinem wöchentlichen Bericht, dass die Opposition stets versucht in der Bevölkerung Lügen über den Verfassungstext zu verbreiten. Ohne den Namen der Umfrage zu nennen, gibt Correa an, dass der Entwurf derzeit auf einen Zuspruch von 57 Prozent zählen kann (abgelehnt wird er von 23 Prozent). (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)


10. September 2008 | Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr, Christina Kirchner und Luiz Inácia Lula da Silva (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Wie der brasilianische Wirtschaftsminister Guido Mantega auf einem Treffen zwischen der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und dem brasilianischen Pendent Luiz Inácio Lula da Silva am 8. September bekannt gab, wird der US-Dollar, als Verechnungseinheit im kommerziellen Zahlungsverkehr zwischen Argentinien und Brasilien, abgeschafft. Mit Wirkung zum 3. Oktober tritt das neue System (Sistema de Pagos en Moneda Local, SML) in Kraft, welches die Abwicklung der Zahlungen in den lokalen Währungen vorsieht. Brasilien ist mit 19 Prozent nicht nur das wichtigste Zielland argentinischer Exporte, sondern auch für 32 Prozent aller argentinischen Importe verantwortlich. Im ersten Halbjahr wurden bisher Waren im Wert von 14 Milliarden US-Dollar gehandelt, mit einem Überschuss von zwei Mrd. zugunsten der Brasilianer. Vorteile des neuen Zahlungssystems sind die Stärkung des Real-Peso (Devisen)Marktes, der Abbau von Hemnissen im Handel der beiden Länder und der leichtere Zugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen (da diese keine Devisenverträge mehr abschliesen müssen). Es ist auch geplant das System in Zukunft auf Paraguay und Uruguay auszuweiten, jedoch müssen dafür zuerst technische Anpassungen vorgenommen werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


09. September 2008 | Mexiko: täglich 700 Abschiebung illegaler Einwanderer | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: täglich 700 Abschiebung illegaler Einwanderer (Bildquelle: Omar Omar)Etwa 700 illegale in die USA eingewanderte Mexikaner werden täglich wieder in ihre Heimat abgeschoben. Viele von Ihnen trifft es jedoch bereits an der Grenze, wenn sie versuchen zwischen San Diego und Tijuana, in die USA zu gelangen. Es ist eine Rückkehr mit leeren Händen, einzig ihre Kleidung tragen sie noch am Leib. Es gibt aber auch andere Fällen von Mexikanern, die nur durch Zufall ohne gültige Dokumemente erwischt werden, so z.B. bei Verkehrskontrollen. Viele von jenen Mexikanern leben schon mehrere Jahre in den USA und haben sich und ihrer Familie durch ihre Arbeit eine Existenz aufgebaut. Werden die Männer dann erwischt, so versuchen sie erneut illegal einzuwandern. Entweder zahlt man Schleusern (sogenannten Kojoten) mehrere Hundert Dollar, oder man riskiert den Weg alleine. In Autos von US-Amerikanern oder doch den Weg über andere gefährliche Übergänge, die nicht oft mit Verletzungen enden. Eine Teufelskreis, der von den USA aufgrund der verschärften Kontrollen nur noch weiter verstärkt wird. Eine Legalisierung illegaler Einwanderer wird gleichzeitig jedoch nicht erleichtert. (Bildquelle: Omar Omar)


08. September 2008 | Guatemala: Spionage im Palast des Präsidenten Colom | Kategorie(n): Noticias, Noticias Guatemala

Schon im Juli hat Álvaro Colom die Vermutung geäußert, dass er ausspioniert werde. Bestätigt wurde dies letzte Woche (04.09.) durch den Fund von sieben Wanzen und zwei versteckten Mikrofonen im Präsidentenpalast. Gleiches gilt aber auch für die privaten Büros von Colom und seiner Ehefrau. Ein Verdächtiger, den Colom für unschuldig hält, gegen den das Gericht aber trotzdem Haftbefehl erlassen hat, ist Carlos Quintanilla. Dieser ist für die Sicherheit im Palast verantwortlich und hat seit Anfang des Jahres seine Macht auch auf die Mitsprache bei Besetzungen von Positionen in der Sicherheitspolitik ausgedehnt. Er hat ebenfalls enge Kontakt zu dem wegen Dorgenhandels verdächtigten Ex-Armeegeneral Luis Francisco Ortega. Colom vermutet jedoch, dass die Mafia für die Spionage verantwortlich ist. Das würde auch erklären, warum an den Ermittlungen das US-amerikanische FBI mitwirkt.


08. September 2008 | Argentinien: Wiederverstaatlichung der Fluglinien Aerolíneas und Austral | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Das argentinische Abgeordnetenhaus hat letzte Woche (03.09.) der Wiederverstaatlichung der nationalen Fluglinien Aerolínaes Argentinas Austral zugestimmt. Nachdem Aerolínas vor 18 Jahren privatisiert wurde, geht sie nun wieder in die Hände des Staates über. Für immer, denn die Abgeordneten fügten ein Verbot der erneuten Privatisierung ein. Bestätigt werden muß das Gesetzt noch durch den Senat. Bisheriger Eigentümer von Aerolíneas (94,91%) und Austral (97%) war die spanischen Gruppe Marsans, der Minderheitsanteil gehörte bereits dem argentinischen Staat. Ein Kaufpreis muß jedoch noch ausgehandelt werden. Beide Fluglinien kontrollieren circa 80 Prozent des Inlandsmarktes befinden sich aber in einer Krise. Aufgrund von finanziellen Problemen können die Wartungskosten nicht mehr bezahlt werden, wodurch etwa 50% der 47 Maschinen von Aerolíneas und 40% der 21 von Austral am Boden bleiben. Das Schatzamt hatte in den letzten 3 MOnaten bereits 100 Milllionen Dollar beigesteuert, damit es überhaupt Inlandsflüge gibt. Während der Staat Marsans für die Krise (z.B. fehlende Investitionen) verantwortlich macht, gibt Marsans wiederum dem Staat die Schuld, dass dieser aufgrund zu staarer gesetzlicher Regelungen die Wirtschaftlichkeit der Fluglinien verhindert. Mit Sicherheit sind beide verantwortlich.


08. September 2008 | Bolivien: Flughafenbesetzung und Blockierung der Gasexporte | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Nach der vorläufigen Absage des Verfassungsreferendums durch das Nationale Wahlgericht und die darauf folgende Rechtsunsicherheit über das weitere Vorgehen, haben die oppositionellen Departements (Santa Cruz, Beni, Pando, Tarija y Chuquisaca) Bolivien ins Choas versetzt. Nachdem Morales angekündigt hat, das Referendum doch durchzuführen hatten die Präfekten ihre Zustimmung zur Abhaltung des Referendums verweigert und weitere Blockaden angekündigt. Unter anderem wurde der Militärflughafen von Cobija gestürmt (05.09.) und eine Maschine unter die Gewalt der Aufständischen gebracht. Gleichzeitig haben sie gedroht, die Exporte des Erdgases nach Argentinien und Brasilien, welche einen Großteil ihres Bedarfs durch bolivianisches Gas abdecken, stark zu kürzen.


05. September 2008 | Haiti: Tropensturm “Hanna” fordert 61 Menschenleben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Tropensturm Hanna fordert 61 Menschenleben, Bild: US Hurricane CenterNach Angaben des haitianischen Zivilschutzes starben im nördlich gelegenen Departement Artibonite 37 Menschen, davon allein 21 in der Stadt Gonaives. Die Region war am stärksten vom Tropensturm “Hanna” betroffen. Weitere Tote gab es im Departement Sud (11), Nippes (1) und Ouest (12). Seit Mitte August sind demnach in Haiti bereits mehr als 160 Menschen durch die Wirbelstürme “Fay” und “Hanna”, sowie den Hurrikan “Gustav” gestorben. Durch sintflutartige Unwetter kam es am Dienstag und Mittwoch (03.09.) im ganzen Land zu starken Überschwemmungen. Die Stadt Gonaives war teilweise nicht zu betreten. Nach Behördenangaben suchten etwa 25.000 der 100.000 Einwohner großen Stadt Zuflucht in Notunterkünften. “Hanna” zieht nun über die Bahamas hinweg langsam nordwestwärts. Unterdessen entwickelt sich östlich Über dem Atlantik mit “Ike” der wohl fünfte Hurrikan der Saison. Ob dieser auf Haiti bzw. die Dominikanische Republik treffen wird ist noch unklar. (Bild: US Hurricane Center)


05. September 2008 | Argentinien: Rückzahlung der Schulden beim Pariser Club | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Rückzahlung der Schulden beim Pariser Club (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)Argentinien hat angekündigt seine Schulden in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar beim Pariser Club, einem informellen Gläubigerclub von 19 Staaten in dem unter anderem Deutschland, Frankreich, die USA, Japan und Russland organisiert sind, zurückzahlen. Ziel dieser Maßnahme ist die Erhöhung der Kreditwürdigkeit, um somit bessere Konditionen bei der Aufnahme von zukünftigen Krediten auf dem internationen Finanzmarkt zu erhalten. Wie die argentinische Präsidentin Fernández de Kirchner ankündigte, sollen die Schulden aus den sich auf 47 Milliarden Dollar belaufenden Fremdwährungsreserven der Zentralbank beglichen werden. Die Währungsreserven konnten vor allem durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise erwirtschaftet werden. Bereits 2005/2006 hat Argentinien 9,8 Milliarden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Um das weitere Wirtschaftswachstum zu sichern, benötigt das Land unbedingt das Vertrauen ausländischer Investoren. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


03. September 2008 | Bolivien: Verfassungsreferendum in der Schwebe | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Bolivien: Verfassungsreferendum in der SchwebeBereits am Montag hat sich das oberste Wahlgericht Boliviens (Corte Nacional Electoral – CNE) gegen das geplante Verfassungsrefendum ausgesprochen, das von Präsident Morales per Dekret für den 7. Dezember 2008 angesetzt worden war. José Luis Exeni, Vorsitzender des Nationalen Wahlgerichtes, erklärte, dass die Zuständigkeit für die Ansetzung eines Verfassungsrefendums beim Parlament liegen würde. Der Rechtsbeauftragte der Regierung, Héctor Arce, konterte damit, dass bereits im Februar im Kongress über ein Gesetz zur Initiierung des Referendums abgestimmt wurde und jetzt per Dekret nur noch die Konkretisierung (Termin etc.) erfolgt ist. Darüber hinaus wurden vom CNE die Neuwahlen der Präfekten in La Paz und Cochabamba, wie auch die Wahl von 112 Subpräfekten und Beratern wegen eines Fristverstoßes ausgesetzt und das Autonomiereferendum in Chuquisaca sowie ein in Santa Cruz beschlossenes “Gesetz” über die Wahl von Subpräfekten und Departementsabgeordneten für illegal erklärt. Sollte über die Ansetzung des Referendums im Parlament abgestimmt werden, stehen die Chancen für die Regierung nicht besonders gut, da die Opposition im Senat über eine Mehrheit verfügt. Eine andere Möglichkeit wäre der Weg über eine Volksbefragung, in der nach Artikel 6 des Gesetzes über das Referendums sechs Prozent der Wahlberechtigten ihre Unterschrift geben müssten.


03. September 2008 | Dom. Republik, Haiti: Bau einer Gas-Pipeline im Rahmen von Petrocaribe | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Venezuela

Venezuela und die Dominikanische Republik haben bekannt gegeben (29.08.), dass im Rahmen von Petrocaribe (ein im Juni 2005 geschlossenes Abkommen, wonach Venezeula zu Vorzugspreisen Erdöl an die teilnehmenden Karibikstaaten liefert), eine Erdgas Pipeline zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti gebaut werden soll. Auf der 4. Sitzung der für Erdgas verantwortlichen technischen Arbeitsgruppe von Petrocaribe sagte der dominkanische Wirtschaftsminister Vicente Bengoa, dass es zwei Möglichkeiten für den Bau der Pipeline gibt. Zum einen vom Süden der Dominikanische Republik nach Haiti (300km) und zum anderen vom Norden des Landes nach Haiti (700km). Je nachdem, welche Variante am Ende umgesetzt wird, entstehen Kosten in Höhe von 105 Millionen US-Dollar oder 326 Millionen US-Dollar. Jedes der beiden Länder ist für die Baukosten auf dem eigenen Territorium verantwortlich. Ziel ist die Verringerung der Energiekosten in beiden Ländern. Die Ankündigung erfolgt nur 1 Woche, nachdem auch Kolumbien Pläne äußerte, per Unterseekabel Energie an die Dom. Republik und Puerto Rico zu liefern. Durch die Pipeline könnte sich die Dominikanische Republik nun zum Distributionskanal für aus Venezuela importiertes Flüssiggas entwickeln.


03. September 2008 | Brasilien: Lula will Staatsanteil an Petrobras erhöhen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Lula will Staatsanteil an Petrobras erhöhen, Petrobras-Chef Gabrielli mit Lula (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Auf einem Treffen der Arbeiterpartei (PT) in São Bernardo do Campo (São Paulo), hat Präsident Luiz Inácio Lula da Silva angekündigt (30.08.), dass der Staat an dem halbstaatlichen Mineralölkonzern Petrobras neben der Stimmenmehrheit auch die Aktienmehrheit übernehmen will (der bisherige Anteil beträgt 38 Prozent). Hintergrund dieser Entwicklung sind die riesigen Erdölfelder (Tupi, Carioca) vor der Küste Brasiliens, deren Ausbeutung aus Sicht von Lula nicht zugunsten von Investoren, sondern der eigenen Bevölkerung erfolgen soll. Bisher wurde auch über die Gründung eines neuen Staatsunternehmens nachgedacht, welches das Erdöl aus diesen Feldern fördert und Petrobras als Sub-Unternehmer beautragt, jedoch die Gewinne einbehält. Mit der jetzigen Aussage Lulas: “Wir wollen das Erdölgesetz ändern, weil wir nicht wollen, dass 62 Prozent der erwirtschafteten Dividende an die Börse von New York gehen.” relativiert sich jedoch dieser Plan. Das zusätzliche Geld will Lula vor allem in soziale Projekte und Bildungsmaßnahmen investieren. Wie das Gesetz konkret geändert wird, steht jedoch noch aus. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


02. September 2008 | Mexiko: Massendemonstrationen gegen Drogenkriminalität | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Massendemonstrationen gegen Drogenkriminalität (Bildquelle: Omar Omar)Am vergangenen Wochenende (30.08.) haben Zehntausende Mexikaner gegen die zunehmende Kriminalität und Gewaltbereitschaft der Drogenkartelle in ihrem Land demonstriert. Fast täglich werden enthauptete Körper gefunden, mal sind es nur zwei, an anderen Tagen bis zu 21. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits mehr als 2700 Menschen getötet. Auslöser der jetztigen Proteste war die Entführung des 14-jährigen Sohnes eines bekannten Geschäftsmannes, der trotz Lösegeldzahlung umgebracht wurde. Allein in Mexiko-Stadt zogen nach Behördenangaben bis zu 200.000 weiß gekleidete Demonstranten mit Kerzen und Fotos von anderen Entführungsopfern durch die Hauptstadt des Landes (“Iluminemos México”). Ähnliche Proteste fanden auch in den anderen 32 Bundesstaaten statt. Mittlerweile hat Präsident Felipe Calderón 36.000 Soldaten im Land stationiert. Erfolge im Kampf gegen die Korruption in der Polizei sind rar, auch die Gewaltspriale dreht sich dadurch nicht langsamer. (Bildquelle: Omar Omar)


01. September 2008 | Brasilien: mehr als 2000 Pinguine durch Ölteppich verendet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 2000 Pinguine durch Ölteppich verendet (Bildquelle: Sprain)Seit dem 24. August wurden vor den Küsten der südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul mehr als 2000 tote Pinguine angespült. Ursache dieser Umweltkatastrophe ist ein auf dem Meer treibender Ölteppich, dessen genaue Lage und Größe bis jetzt noch nicht bekannt ist. Durch das Öl verklebt nicht nur das Gefieder der Pinguine, sondern zerstört auch dessen wärmende und wasserabweisende Funktion (gleiches gilt ebenfalls für andere Seevögel). Dadurch werden die Pinguine schwerer und kraftlos, so dass sie kaum noch schwimmen können und in der Folge erfrieren. Trotz des Massensterbens erreichten bis zum Freitag (29.08.) auch 200 Pinguine lebend – jedoch völlig entkräftet – die Küste. Diese werden nun im “Spezialzentrum für wildlebende Tiere” in Florianopolis gepflegt. Zunächst werden die Tiere ernährt, ehe sie dann später gebadet werden. Trotz der guten Pflege überleben aber nur 70 Prozent aller Tiere. Nach Angaben der Medien suchen Schiffe und Flugzeuge der brasilianischen Marine bereits nach dem Gebiet des Ölteppichs und dem möglichen Verursacher – eines der zahlreichen Schiffe auf dieser Route. (Bildquelle: Sprain)


01. September 2008 | Bolivien: Verfassungsreferendum für 7. Dezember angesetzt | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Nach der Verabschiedung des Verfassungstextes durch die Verfassungsgebende Versammlung am 9. Dezember 2007 und dem Beschluss über die Durchführungs eines Referendums (29. Februar 2008) zur Annahme der Verfassung, hat der bolivianische Präsident Evo Morales letzten Donnerstag (28.08.) per Dekret entschieden, dass das Referendum zur Abstimmung über die neue Verfassung am 7. Dezember 2008 stattfinden wird. Kabinettschef Juan Ramón Quintana verlas daraufhin das Dekret mit der Nummer 29691. Neben dem Referendum werden auch die Präfekten der Departments von La Paz und Cochabamba, sowie 112 Präfekten der Provinzen gewählt. Ziel der neuen Verfassung ist es, den Reformprozess zu konsolidieren und Bolivien zu einen. Ein Gelingen wird jedoch nicht einfach, denn die fünf oppositionellen Departments (Santa Cruz, Beni, Pando, Tarija und Chuquisaca) haben für den Beginn dieser Woche bereits Demonstrationen sowie Straßensperren angekündigt und ihre Mitarbeit zur Durchführung des Volksentscheids verweigert. Des Weiteren wird in einem zweiten Referendum über eine mögliche Agrarreform entschieden, wodurch der Landbesitz auf eine Größe von maximal 5.000 oder 10.000 Hektar begrenzt wird.


01. September 2008 | Venezuela: Milliardengewinne des staatlichen Ölkonzerns durch Öl-Steuer | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Erst im April hatte Präsident Hugo Chávez ein Gesetz zur Besteuerung außergewöhnlicher Gewinne von Mineralölkonzernen verabschiedet. Wie dieser Ende letzter Woche nun in einer Kabinettssitzung mitteilte, hat Venezuela in etwas mehr als vier Montaten bereits 4,3 Milliarden Dollar (2,91 Mrd. Euro), durch die vom Staatskonzern PDVSA abgeführten Steuern, eingenommen. 800 Millionen wurden bereits ausgegeben, während 3,56 Mrd. in einen Fond investiert wurden. Das Gesetz zur Besteuerung außergewöhnlicher Gewinne sieht vor, dass ab einem monatlichen Durchschnittspreis von 70 US-Dollar je Barrel Öl die Gewinne mit 50 Prozent besteuert werden und ab 100 US-Dollar mit 60 Prozent. Nach Angaben der Zentralbank hat Venezuela von Januar bis Juni 2008 Öl im Wert von 48,47 Mrd. US-Dollar exportiert.


29. August 2008 | Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan “Gustav” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Kuba

Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan Gustav, Bild: US Hurricane CenterErst vor rund einer Woche war der Tropensturm “Fay” über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinwegezogen, nun hat auch der Hurrikan “Gustav” auf Haiti eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wie der Zivilschutz mitteilte, kamen im Südwesten des Landes bis zu 59 Menschen ums Leben. “Gustav” war mit Sturmgeschwindigkeiten von rund 150 Stundenkilometern bei der Stadt Jacqmel auf die Insel getroffen. Bis zum Donnerstag waren die Gebiete wegen Erdrutschen in den Bergen und Überschwemmungen an den Flussläufen von der Außenwelt abgeschnitten. In der benachbarten Dominikanischen Republik berichteten Medien von acht Toten. Aktuell wütet der Hurrikan über Jamaika, ehe er morgen Kuba erreicht. Vorsorglich wurden bereits mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Zwar verliert “Gustav” über dem Land an Stärke, jedoch kann er auf seinem Weg Richtung USA erneut an Stärke gewinnen. Nicht nur der US-Bundesstaats Louisiana bereitet bereits die Evakuierung der Küstenbewohner vor, sondern auch von den 4.000 sich im Golf von Mexiko befindlichen Ölplattformen wurden hunderte Arbeiter abgezogen. (Bild: US Hurricane Center)


28. August 2008 | Lateinamerika: Utopie des “Expreso del Sur” könnte Wirklichkeit werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Peru, Noticias Uruguay, Noticias Venezuela

Lateinamerika: Utopie des Expreso del Sur könnte Wirklichkeit werden (Foto: Agência Brasil)Anfang August haben sich der venezulanische Präsident Hugo Chávez, Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) und Christina Kirchner (Argentinien) getroffen, um über eine gemeinsame Transport-Allianz zu sprechen. Es ging zum einem um eine gemeinsame Flugline, zum anderen um eine Eisenbahnverbindung, welche alle drei Länder verbindet. Diese sogenannte “Utopie” eines “Expreso del Sur” könnte nach Aussage von Chávez Wirklichkeit werden. In einer Pressemitteilung wurde der Beginn von Machbarkeitsstudien angekündigt. Die Eisenbahnlinie, welche sich von Caracas bis zum Mar del Plata erstreckt, könnte eine Länge von bis zu 9.000 Kilometern haben. Auf einem Kongress von Spezialisten gab es bereits ein Brainstorming zu technischen Schwierigkeiten, sowie zu (umwelt-)politischen und finanziellen Gesichtspunkten. Eine Idee, aber 2 Möglichkeiten der Umsetzung. Eine Variante geht direkt durch die drei Länder und den Amazonas, was zwar günstiger, aber negativ für die Umwelt und den gesellschaftlichen Nutzen ist. Variante 2 macht einen Bogen über die Andengemeinschaft ist dadurch zwar teurer, integriert jedoch weitere Länder. Eine Umsetzung des “Expreso del Sur” ist noch in weiter Ferne und bedarf eines langfristigen politischen Willens aller Länder – unabhängig von Wahlen. (Bildquelle: Agência Brasil)


28. August 2008 | Brasilien: mehr als 18 Millionen Schüler nehmen an Mathematik-Olympiade teil | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 18 Millionen Schüler nehmen an Mathematik-Olympiade teil (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Mehr als 18 Millionen Schüler haben am 26. August an der ersten Runde der Mathematik-Olympiade der öffentlichen Schulen (Olimpíada Brasileira de Matemática das Escolas Públicas, OBMEP) teilgenommen. Insgesamt haben sich 40.000 Schulen in 98 Prozent der Gemeinden an diesem Event beteilligt. Die Ergebnisse werden nun an den Schulen korrigiert, welche daraufhin 5 Prozent der Schüler in die im November stattfindende zweite Runde schicken. Die Mathematik-Olympiade findet für alle Schüler ab der 5. Klasse statt. Bezogen auf die etwa 44 Millionen Schüler an den öffentlichen Schulen (verteilt über alle Klassenstufen), nehmen demnach 41 Prozent aller Schüler an der Olympiade teil. Für die im Februar ermittelten Sieger gibt es neben einer Medaille (300 Gold-, 900 Silber- und 1800 Bronzemedaillen) zusätzlich ein Stipendium in der Höhe von 100 Reais (etwa 42 Euro). Dieses Stipendium wird für 1 Jahr gezahlt und entspricht in seiner Höhe ungefährt einem Viertel des gesetzlichen Mindestlohns von 415 Reais. Neben den öffentlichen Schulen, welche für die Ausbilungs von 80 Prozent der Brasilianer verantwortlich sind, findet die Olympiade ebenfalls an den privaten Schulen statt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


28. August 2008 | Venezuela: Verstaatlichung des Treibstoff-Transports | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Neben der Verstaatlichung von Telefongesellschaften, Stromversorgern und Stahlunternehmen, wurden erst vor wenigen Tagen auch die Zementhersteller vergesellschaftet. Daraufhin wurde gestern (27.08.) das staatliche Zementunternehmen Cevensa (Cemento Venezolano Sociedad Anónima) gegründet. Parallel wurde vom venezolanischen Parlament in erster Lesung ein Gesetz zur kompletten Verstaatlichung des Benzin-Vertriebs gebilligt. Bisher kontrolliert die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA einen Großteils des Transport von Flüssigtreibstoffen, nun sollen aber auch die restlichen Anteile innerhalb von 60 Tagen für einen angemessenen Preis abgetreten werden. Ziel des Gesetztes ist die “Ausschaltung” der Zwischenhändler, welche das Benzin von der PDVSA kaufen, um es an die Tankstellen weiterzuverkaufen. Fällt diese Vertriebsstufe weg, ist nicht nur der Einkauf von Treibstoff für Besitzer billiger, sondern auch die PDVSA könnte ihre Preise minmal nach oben anpassen (aber immer noch unter dem alten Preis) und so die Gewinnespanne erhöhen, was wiederum die Staatseinnahmen erhöht.


27. August 2008 | Ecuador: Kampagne für neue Verfassung gestartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Kampagne für neue Verfassung gestartet (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)Mitte August wurde vom obersten Wahlgericht in Ecuador (Tribunal Supremo Electoral del Ecuador, TSE) mit dem 28. September der Termin für die geplante Verfassungsreform bekannt gegeben. Am Wochende hat Präsident Rafael Correa nun offiziell seine Kampagne gestartet. Mehreren Umfragen zufolge soll der neue Verfassungstext, welcher Ende Juli von der verfassungsgebenden Versammlung erarbeitet wurde, in der Bevölkerung mehrheitlich auf Zustimmung stoßen. Correa sagte auf der Kundgebung am Samstag (23.08.), dass die neue Verfassung “die letzte Chance für friedlichen Wandel in Ecuador” sei. Des Weiteren wies Rafael Correa seine Anhänger bereits auf mögliche Angriffe von Reformgegngern hin. Ziel dieser Verfassungreform ist eine Stärkung des Staates in Politik und Wirtschaft. Inhaltlich sieht die Verfassung nicht nur eine Re-Nationalisierung wichtiger Wirtschaftssektoren vor, sondern behandelt auch Themen wie Abtreibung und Ehen zwischen Homosexuellen. Vor allem letztere sind auf Kritik der ecuadorianischen Bischöfe gestossen. Trotz Unverbarkeit zahlreicher Passagen mit dem katholischen Glauben haben sie jedoch versichert die Ablehnung des verfassungsentwurfs nicht zu fördern. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


26. August 2008 | Honduras: offizieller Beitritt zur ALBA | Kategorie(n): Honduras - Chronologie des Putsches 2009, Noticias, Noticias Honduras

Honduras: offizieller Beitritt zur ALBA (Bildquelle: Public Domain)Nachdem die Regierung um Präsident Manuel Zelaya bereits Ende Juli der Vollmitgliedschaft in der ALBA (Bolivarianische Alternative für die Amerikas) die Zustimmung gab, stimmte auch der Kongress dem Beitritt zur ALBA zu. Zur offiziellen Beitrittszeremonie (25.08.) in der Hauptstadt Tegucigalpa waren unter anderem Hugo Chávez (Venezuela), Evo Morales (Bolivien) und Daniel Ortega (Nicaragua) zu Gast. Auch eine Delegationen von Kuba war anwesend. Während der Beitritt von den Gegner als Gefahr für die Treue zu den Vereinigten Staaten gesehen wird, erhoffen sich die Befürworter vor allem Hilfe bei der wirtschaftlichen Entwicklung bzw. der Verringerung der Armut in Form von Sozialprogrammen und einem verbesserten Zugang zu Bildung. (Bildquelle: Public Domain)


25. August 2008 | Bolivien: Tiefland blockiert Fleischlieferungen ins Hochland | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Die bolivianische Regierung hat angekündigt (21.08.), dass im Falle von weiteren Blockaden der Fleischlieferungen aus dem Tiefland (Beni, Santa Cruz) ins Hochland, Fleisch aus dem Ausland importiert werden soll. Die Ankündigung des Departments Beni, Fleisch zurückzuhalten, hat bereits zu Preissteigerung von 24 auf 26 bolivianische Peso geführt. Unterdessen streiten beide Seiten, wer als Verlierer aus dem Streit zwischen den oppositionen Deparments und der Zentralregierung, um die Verwendung der Einnahmen aus der Erdgasförderung, hervorgehen wird. Der Präsident der Viehzüchter, Guido Nayar, argumentiert, dass Bolivien bisher noch nie Fleisch von Argentinien, Brasilien und Uruguay importiert hat. Zudem würde der Preis bei über 4 US-Dollar (28 bol. Peso) liegen. Susana Rivero Guzmán vom Ministerium für Ländliche Entwicklung und Umwelt meint hingegen, dass sich die Viehzüchter nur selbst schaden, da sie pro Tag bis zu 200.000 Dollar an Umsatz verlieren. Über das Jahr gesehen stammen 50% des Fleisches in Bolivien aus Beni, 40% aus Santa Curz und 10% aus dem Hochland.


25. August 2008 | Peru: Gesetze zur Ausbeutung der Indigenas-Gebiete für ungültig erklärt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Perus indígenas protestieren weiter gegen die Ausbeutung der Selva Foto: AIDESEPDer seit Anfang August währende Protest von rund 12.000 Ureinwohnern aus 65 Stämmen gegen die Öffnung ihres Gebietes für die Exploration der Holz-, Mineral- und Ölvorkommen war erfolgreich. Die Indigenas hatten zuvor Förderanlagen der Mineralölindustrie und Elektrizitätswerke besetzt, um auf ihren Protest aufmerksam zu machen. Nachdem der Kongress eine Überprüfung der umstrittenen Gesetze zusagte, wurden die Proteste letzten Mittwoch (20.08.) für 48 Stunden ausgesetzt. Der Kongress erklärte am 22.8. die zwei Gesetze (Nr. 1015 und 1073) mit 66:29 Stimmen für ungültig. Kurz darauf feierten die Ureinwohner in der Stadt Bagua ihren Sieg über Präsident Alan Garcia. Dieser argumentierte, dass die Gesetze zur Verbesserung des Lebensstandard der Indigenas führen sollten. Anstatt sein Ziel mit anderen Maßnahmen wie z.B. einem verbessertem Zugang zu Bildung oder der Stärkung der Rechte der Indigenen zu erreichen, bevorzugt er deren Gebiete – die einen Wert von 2,4 Milliarden Euro besitzen – wirtschaftlich auszubeuten (Bildquelle: Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana_).


25. August 2008 | Brasilien, Bolivien: Petrobras investiert wieder in Bolivien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Brasilien, Bolivien: Petrobras investiert wieder in Bolivien (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Der brasilianische halbstaatliche Mineralölkonzern Petrobras hat angekündigt in den nächsten fünf Jahren ein Milliarde US-Dollar (ca. 675 Mio Euro) in die Erschließung weiterer Erdgasvorkommen in Bolivien zu investieren. Darunter auch zwei der größten Erdgasfelder des Landes. Nach der Verstaatlichung der Erdöl- und Erdgasindustrie 2006 hatten alle ausländischen Unternehmen ihre Investitionen eingefroren. Petrobras ist demnach das erste ausländische Unternehmen, das erneut in den bolivianischen Energiesektor investiert. Bis Ende November sollen die Probebohrungen im Südosten des Landes abgeschlossen sein, mit guten Chancen auf eine Erhöhung der Produktion. Brasilien ist mit 30 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag der größte Importeur des bolivianischen Erdgases. Die tägliche Produktionsmenge liegt derzeit bei circa 41 Mio cbm/Tag. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


21. August 2008 | Dom. Republik, Puerto Rico: Unterseekabel soll Energie aus Kolumbien liefern | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Kolumbien, Noticias Puerto Rico

Die Regierungen von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik planen zusammen mit Kolumbien den Bau eines Unterseekabels zur Lieferung von Energie aus Kolumbien an die beiden Länder. Ziel ist die Verringerung der Energiekosten in Puerto Rico und der Dominiaknischen Republik. Die Idee dafür hat Puerto Rico bereits vor 2 Jahren an die kolumbianische Regierung herangetragen. Aufgrund zu hoher Kosten wurde das Projekt damals jedoch auf Eis gelegt. Durch den enormen Anstieg der Ölpreise scheint der Energietransport per Unterseekabel nun aber machbar, so dass sich bereits letzte Woche Álvaro Uribe (Kolumbien) und Leonel Fernández (Dom. Republik) zu erneuten Gesprächen trafen. Finanziert werden soll das Projekt von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Regierung Kolumbiens. Das Kabel könnte eine Länge zwischen 1000 und 2700 km erreichen. Das bislang längste Unterseekabel der Welt für Strom, zwischen den Niederlanden und Norwegen (NorNed), hat eine Länge von 580km.


21. August 2008 | Paraguay, Venezuela: Chávez bittet Paraguay um Zustimmung für MERCOSUR Beitritt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Paraguay, Noticias Venezuela

Paraguay, Venezuela: Chávez bittet Paraguay um Zustimmung für MERCOSUR Beitritt, Hugo Chávez und Fernando Lugo (Bildquelle: Fernando Lugo APC)Nach der Amtseinführung von Fernando Lugo als neuen Präsidenten Paraguays war Hugo Chávez noch ein wenig im Land geblieben und begleitete Lugo zu einer Veranstaltung in dessen früherer Provinz San Pedro (16.08.). Während seiner 35-minütigen Rede erinnerte er dabei nocheinmal an die fehlende Zustimmung der Parlamente aus Paraguay und Brasilien für die offizielle Vollmitgliedschaft Venezuelas im Wirtschaftverbund MERCOSUR. Er forderte implizit die paraguayische Unterstützung. Diese wird ihm mit Begründung von anti-demokratischen Tendenzen (z.B. durch die Schließung des Fernsehsenders CAN-TV) bisher verweigert. Unterdessen betreibt Chávez bei Lugo bereits Lobbyarbeit, indem beide Präsidenten zahlreiche Kooperationsabkommen unterschrieben haben. Unter anderem garantiert Venezuela Öl-Lieferungen, um der künstlichen Verknappung von Treibstoff durch die Eliten und dem daraus resultierenden Druck auf Fernando Lugo entgegenzuwirken. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


20. August 2008 | Guatemala: Zahl der Abschiebungen aus den USA steigt an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Guatemala

Die Lage der sich illegal in den USA aufhaltenden Guatemalteken hat sich dieses Jahr merklich verschlechtert. Wie aus den Zahlen des Nationalen Büro für Migration in Guatemala (Menamig) hervorgeht, wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits 16.000 illegale Einwanderer in den USA entdeckt und in ihre Heimat abgeschoben. Die Guatemalteken leben in den USA in großer Angst und Besorgnis vor den massiven Razzien in Arbeitsstätten und auf öffentlichen Plätzen. Sollte die Entwicklung anhalten, werden 2008 rund 26.000 Guatemalteken abgeschoben. Das sind 13 Prozent mehr als 2007 (23.062). Die Lage der Rückkehrer ist jedoch schwierig, denn die Re-Integration im Bereich Arbeit und Familie ist nicht einfach. 2007 konnte durch ein Wiedereingliederungsprogramm nur etwa 800 ein Arbeitsplatz vermittelt werden. Von der verschärfung der Maßnahmen gegen illegale Einwanderer sind auch andere Länder Mittelamerikas (u.a. Honduras und El Salvador) betroffen. Zusammen mit Guatemala wurden bisher 45.000 Menschen aus den USA abgeschoben.


19. August 2008 | Bolivien: Streik der Gouverneure für 24 Stunden | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Mit 67% wurde Morales erst vor wenigen Tagen im Referendum über eine mögliche Amtsenthebung als Präsident bestätigt, Ruhe kehrt – wie von zahlreichen Fachleuten zuvor prognostiziert – jedoch nicht ein. Bereits für den heutigen Dienstag haben fünf bolivianische Gouverneure zu einem 24-stündigen Streik gegen Morales aufgerufen (nach Medienberichten traten die Bediensteten des öffentlichen Nahverkehrs sowie der privaten Banken in Santa Cruz, Sucre, Tarija und Trinidad in den Streik). Hintergrund ist eine geplante Steuerreform, welche eine Umverteilung der Einnahmen aus den Treibstoff-Steuern vorsieht. Konnten bisher die Regionalregierungen entscheiden, was sie mit den Einnahmen machen, so soll dies nun vermehrt durch die Zentralregierung in La Paz erfolgen. Diese sieht vor, dass die Steuern eine an ältere Bürger ausgezahlte jährliche Rente von 337 Dollar finanzieren. Dagegen wehren sich die liberalen / konservativen Präfekten. Sie kündigten bereits weitere Maßnahmen an, sofern ihre Forderungen nicht erfüllt werden.


19. August 2008 | Venezuela: Fabrik des mexikanischen Zementherstellers Cemex besetzt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko, Noticias Venezuela

Am 18. Juni wurde die Verstaatlichung der Zementindustrie offiziell verkündet. 60 Tage hatten die Unternehmen sich auf einen möglichen Kaufpreis zu einigen. Vorgabe war ein Anteil von mindestest 60 Prozent, welcher durch den venezolanischen Staat übernommen wird. Wurden mit Holcim (Schweiz) und Lafarge (Frankreich) Vereibarungen über die Verstaatlichung unterzeichnet, so konnte man sich mit dem mexikanischen Zementhersteller Cemex nicht über einen Kaufpreis einigen. Energie- und Ölminister Rafael Ramirez gab daraufhin gestern bekannt, dass Cemex enteignet werden soll, wenn keine Einigung erfolgt. Bisher wurde mit der Cemex-Fabrik in Maracaibo nur eine der vier Anlagen von venezolanischen Soldaten besetzt. Venezuela zahlte für 85% der Holcim-Tochter 552 Millionen Dollar und 267 Mio. Dollar für einen 89-prozentigen Anteil des Tochterunternehmens von Lafarge. Der geforderte Kaufpreis für Cemex in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar empfand die Regierung in Caracas als zu hoch. Grund für die Verstaatlichung ist nach Aussage von Chávez der durch starke Exportorientierung der Zementhersteller anhaltene Zementmangel.


18. August 2008 | Paraguay: Fernando Lugo tritt Präsidentenamt an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Paraguay

Paraguay: Fernando Lugo tritt Präsidentenamt an (Bildquelle: Fernando Lugo APC)Am Freitag (15.8.) wurde der 57 jährige Ex-Bischof Fernando Lugo in der Hauptstadt Asunción offiziell im Amt des Präsidenten vereidigt. Damit endet nun auch offiziell die Vorherrschaft der seit 61 Jahren herrschenden konservativen Colorado-Partei. Als Gäste nahmen unter anderm die Präsidenten von Ecuador (Rafael Correa), Bolivien (Evo Morales), Honduras (Jose Manuel Zelaya), Uruguays (Tabaré Vázquez), Brasilien (Luiz Inacio Lula da Silva), Chile (Michelle Bachellet) und Venezuela (Hugo Chávez) teil. Lugo wird in seiner Amtszeit viel Geduld mit dem eigenen Regierungsbündnis, sowie dem Parlament benötigen. Während die neoliberale “Partido Liberal Radical Auténtico” die stärkste Kraft im Bündnis ist, besitzt die Colorado-Partei im Parlament immernoch die Mehrheit. Dennoch gibt sich Lugo zuversichtlich. In seiner Antrittsrede sagte er: “Heute hört Paraguay auf, ein Land der sozialen Ausgrenzung, der Geheimniskrämerei und der Korruption zu sein”. Die Ansprüche sind hoch, etwa drei Viertel der Paraguayer erwarten eine “gute” bis “sehr gute” Regierungsarbeit. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


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