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Noticias Lateinamerika

11. Februar 2009 | Kuba: Tod einer Musikerlegende | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Am Dienstag ist mit Orlando “Cachaito” López ein weiteres Mitglied des legendären “Buena Vista Social Club” gestorben. Der Basist wurde 76 Jahre alt. López stammte aus einer Musikerfamilie. Sein Spitzname leitet sich von Israel “Cachao” López, seinem Onkel, ab, der ebenfalls große Berühmtheit auf Kuba erlangte. Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde Orlando López 1999 durch Wim Wenders Filmdoku “Buena Vista Social Club”. 2001 veröffentlichte er zudem sein Debutalbum “Cachaito”, das ein Jahr später den Radiopreis der BBC gewann. Die bekanntestes Mitglieder des “Buena Vista Social Club”, Compay Segundo und Rubén González, waren bereits 2003 gestorben, Ibrahim Ferrer zwei Jahre später.


07. Februar 2009 | Bolivien: Neue Verfassung in Kraft getreten | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Die in einem nationalen Referendum am 25. Januar 2009 bestätigte neue bolivianische Verfassung ist am heutigen Tag in Kraft getreten. In einem feierlichen Akt in der Stadt El Alto nahe La Paz wurde die neue Magna Charta von Präsident Evo Morales in Kraft gesetzt. Aus diesem Anlass waren unter anderem der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) José Miguel Insulza und die guatemaltekische Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú anwesend. Vizepräsident García Linera sprach von einem “starken Signal” und prophezeite, dass “der neue Verfassungstext nun mindestens 20 Jahre Gültigkeit besitzen wird, ohne Änderungen zu erfahren”. Die neue Konstitution verleiht der indigenen Bevölkerungsmehrheit Boliviens umfassende Rechte der kulturellen Selbstbestimmung und Verwaltung, eine eigene Rechtsprechung sowie den Zugang zu öffentlichen Ämtern. Neben weiteren progressiven Bestandteilen, die sie zu einer der sozialsten Verfassungen weltweit macht, sollen durch die neue Staatsordnung etliche Folgen der kolonialen und neoliberalen Vergangenheit beseitigt und Bolivien zu einem einheitlichen kommunitär-plurinationalen Rechts- und Sozialstaat umgeformt werden.


07. Februar 2009 | Guatemala: 3.350 Klagen wegen Menschenrechtsverletzung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Guatemala

Die Regierung Guatemalas hat am 30. Januar insgesamt 3.350 Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen zu Zeiten des blutigen Bürgerkriegs von 1960 bis 1996 eingereicht. Die Einreichung der Klagen fiel auf den 29. Jahrestag eines Polizeieinsatzes am 30. Januar 1980, bei dem in der spanischen Botschaft in Guatemala-Stadt 37 Menschen getötet wurden. Wie Cesar Davila, der Direktor des Nationalen Entschädigungsprogramms (“Programa Nacional de Resarcimiento”, PNR), mitteilte, reichen die Vorwürfe von Vergewaltigung bis zu Massakern. Den Streitkräften und der Polizei in Guatemala wird vorgeworfen, während des langen Bürgerkriegs insgesamt fast 200.000 Menschen umgebracht zu haben. Viele Opfer seien auch spurlos verschwunden. Das Nationale Entschädigungsprogramm befasst sich derzeit mit mehr als 98.000 einschlägigen Beschwerden. Dem Programm stehen umgerechnet gut 30 Millionen Euro für die Hinterbliebenen der Opfer zur Verfügung. (AP)


06. Februar 2009 | Venezuela: zehnjähriges Amtsjubiläum von Hugo Chávez | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Mit zahlreichen Veranstaltungen und einem internationalen Gipfeltreffen feierten am Montag (02.02.09) tausende Menschen den zehnten Jahrestag der “Bolivarischen Revolution”. Am 2. Februar 1999 hatte Hugo Chávez sein Amt als Präsident des Landes angetreten, nachdem er im Dezember 1998 zuvor die Wahl gewonnen hatte. Chávez, der bei den Feierlichkeiten von seinen Amtskollegen Evo Morales aus Bolivien, Rafael Correa aus Ecuador, Daniel Ortega aus Nicaragua, Manuel Zelaya aus Honduras, Roosevelt Skerrit aus Dominica und dem kubanischen Vizepräsidenten José Ramon Machado begleitetet wurde, fasste seine Politik des vergangenen Jahrzehnts in drei Worten zusammen: “Revolution, Unabhängigkeit und Sozialismus”. Alle Präsidenten begrüßten den revolutionären Prozess und unterstrichen ihre Unterstützung für Hugo Chávez als Anführer des Veränderungsprozesses, den nicht nur Venezuela, sondern ganz Lateinamerika erlebt. Damit dieser Prozess jedoch keine Unterbrechung erfährt benötigt Chávez am 15. Februar 2009 beim Referendum über die Verfassungsänderung zur unbegrenzten Wiederwahl des Präsidenten und anderen gewählten Volksvertretern die Zustimmung des Volkes. Nach letzten Umfrageergebnissen gibt es bisher mit 54 Prozent (Instituto Venezolano de Análisis de Datos) bzw. 51 Prozent (Datanálisis) eine knappe Mehrheit.


04. Februar 2009 | Kolumbien: Uribe in Berlin, Farc lassen Geiseln frei | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Wie Álvaro Uribe am Samstag (31.01.09) nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Bundeskanzleramt sagte, wird er nicht für eine dritte Amtszeit im Jahr 2010 kandidieren. “Ich habe kein Interesse, als Präsident weiterzumachen”, so seine Worte. Gemäß der Verfassung sind bisher nur zwei Amtszeiten erlaubt. Bei den Gesprächen zwischen Merkel und Uribe wurde über die bilateralen Beziehungen sowie wirtschaftspolitische Fragen gesprochen. Uribe verwies darauf, dass mit deutscher Unterstützung der Ausbau des Justizwesens weiter vorangetrieben werden solle. Auch das geplante Freihandelsabkommen der Europäischen Union (EU) mit der Andengemeinschaft CAN (Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru) wurde thematisiert. Mit einem Handelsvolumen von 1,8 Milliarden Euro stellt Deutschland den wichtigsten Handelspartner Kolumbiens in der EU dar. Während Merkel eine “Verbesserung der Menschenrechtslage” in Kolumbien lobte, kam es vor dem Kanzleramt zu Protesten gegen die gewaltsamen Übergriffe der paramilitärischen Gruppen Zivilbevölkerung. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben unterdessen am Montag (02.02.09) wie zuvor angekündigt vier seit 2007 festgehaltene Geiseln freigelassen.


02. Februar 2009 | Kuba: Fidel Castro fordert Territorium des US-Stützpunktes Guantánamo | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Vor wenigen Tagen hat der jetzige US-Präsident Barack Obama die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo / Camp Delta angeordnet (22.01.09). Etwa eine Woche später nutzt Kuba diesen Sachverhalt, um erneut die Rückgabe des Territoriums zu fordern. Der frühere Staatschef Fidel Castro verlangt die Rückgabe des Stützpunktes Guantánamo. Die Beibehaltung der Militärbasis bedeute eine Verletzung des Völkerrechts und einen Machtmissbrauch der USA gegenüber einem kleinen Land, schrieb der 82-Jährige in einem am Donnerstag (29.01.09) veröffentlichten Essay. Bereits am Mittwoch waren ähnliche Worte auch von Außenminister Felipe Pérez Roque zu hören. Seit 1903 haben die USA die 117,6 km² große Fläche an der Guantánamo Bay gepachtet. Nach der Unabhängigkeit von Spanien (Dezember 1898) war Kuba durch politische und wirtschaftliche Abhängigkeit seitens der USA geprägt und stand von 1899 bis 1902 unter US-amerikanischer Militärverwaltung. Seit 1901 hatten die USA gar Interventionsrecht. Mit der Revolution von Fidel Castro im Jahr 1959 fordert das Land die Rückgabe der Bucht und bestreitet die Gültigkeit des 1934 geänderten Vertrages, da er unter militärischen Druck zustande gekommen sei. Die USA, welche die jährliche Pachtgebühr von 4085 US-Dollar per Scheck bezahlen, sehen in der einmaligen Einlösung 1959 hingegen die Bestätigung der Fortsetzung der Pacht.


28. Januar 2009 | Brasilien: Beginn des Weltsozialforums in Belém | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Beginn des Weltsozialforums in Belém (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Im brasilianischen Belém haben zehntausende Globalisierungskritiker mit einem Protestmarsch das neunte Weltsozialforum eröffnet. Rund 70.000 Globalisierungskritiker und verschiedene Vertreter von Ureinwohnern setzten sich zum Marsch durch die Stadt in Bewegung, um für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung und den Erhalt des Amazonas-Regenwalds zu demonstrieren. Zum Auftakt bildeten Ureinwohner in traditionellen Kostümen ein symbolisches “SOS”, um auf die ihre bedrohte Heimat aufmerksam zu machen. Bei der Gegenveranstaltung zum etablierten Weltwirtschaftsforum in Davos wollen rund 100.000 Teilnehmer sechs Tage lang über Themen wie die Wirtschaftskrise, den Kampf gegen die Armut und den Klimawandel diskutieren. Die Staatschefs von Venezuela, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Paraguay haben ihr Kommen zugesagt. Auch Vertreter von deutschen Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Organisationen sind in die Stadt im Amazonasdelta gereist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


28. Januar 2009 | Mexiko: “Leichen-Zersetzer” des Drogenkartells von Sinaloa gefasst | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Einheiten der mexikanischen Armee haben vergangenen Donnerstag (22.01.09) in Tijuana, im Norden Mexikos, einen Mann gefangen genommen, der innerhalb der letzten Jahre im Auftrag des Drogenbosses Eduardo García Simental (alias “El Teo”) mindestens 300 Leichen in Ätznatron aufgelöst haben soll. Der 45-jährige Santiago Meza López, der für seine Tätigkeit 600 US-Dollar pro Woche (ca. 460€) bekommen hat und unter dem Namen “Pozolero del Teo” (“Theos Suppenkoch”) oder “El Chago” bekannt war, ist auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher der US-Bundespolizei FBI auf Platz 20 geführt. Nahe dem Ort seiner Festnahme entdeckten die Ermittler am Wochenende zudem ein ganzes System unterirdischer Becken, in denen mindestens 30 Leichen in Lauge aufgelöst worden sein sollen. Die Säure lässt lediglich die Zähne übrig. García Simental soll dem Drogenkartell von Sinaloa angehören, nachdem er bis Anfang 2008 Mitglied des Kartells von Tijuana war. Die US-Anti-Drogenbehörde DEA schätzt, dass mexikanische Drogenschmuggler circa 23 Milliarden US-Dollar jährlich in den Vereinigten Staaten verdienen. Ist in Mexiko ein Kilogramm Kokain für etwa 10.000 Dollar zu haben, so kann man es in den USA bereits für 100.000 Dollar verkaufen. 2008 wurden im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg in Mexiko mehr als 5600 Morde registriert, doppelt so viele wie noch 2007. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


26. Januar 2009 | Bolivien: Neue Verfassung nach ersten Hochrechnungen bestätigt | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Nach ersten Hochrechnungen wurde die neue bolivianische Verfassung in einem landesweiten Referendum am Sonntag von etwa 60 Prozent der zur Wahl gerufenen Bolivianer bestätigt. Präsident Evo Morales hielt noch am gestrigen Abend eine Ansprache in La Paz auf der Plaza Murillo, in welcher er das Ende des internen und externen Kolonialismus und die Neugründung des bolivianischen Staates verkündete. Morales dankte seinen Anhängern und forderte die oppositionellen Präfekten und Bürgerkomitees des Tieflandes auf, die Umsetzung der neuen Verfassung zu gewährleisten.

Es zeichnet sich ab, dass in den Departements La Paz, Cochabamba, Oruro, und Potosí klar für die neue Verfassung gestimmt wurde, während die Magna Carta im Tiefland (Santa Cruz, Beni, Pando, Tarija) abgelehnt wurde. In La Paz und Potosí, beides Hochburgen der MAS-Regierung, belaufen sich die bisher ausgezählten Ja-Stimmen auf über 70 Prozent. In Santa Cruz dagegen stimmte eine ähnlich hohe Mehrheit gegen den Verfassungstext. Der Präfekt von Santa Cruz, Rubén Costas, hatte seine Anhänger dazu aufgefordert, das “spaltende, rassistische und konfrontierende Verfassungsprojekt” zurückzuweisen.

Neben dem neuen Verfassungstext stimmten die Bolivianer in einem weiteren Referendum über die noch in der Verfassung zu implementierende maximale Größe von Grundbesitz ab. Laut Umfragen hat sich eine deutliche Mehrheit für die Größe von 5.000 Hektar ausgesprochen und damit die Alternative von 10.000 Hektar zurückgewiesen. Diese neue Grenze gilt allerdings nicht für den bisherigen Grundbesitz, sondern nur ab dem Tag des Verfassungsreferendums.


25. Januar 2009 | Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Eigentlich war beim dreitägigen Staatsbesuch (19.01. – 21.01.09) der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner ein Besuchsprogramm mit dem kranken kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro, wie auch schon bei den Besuchen Martin Torrijos (Panama) und Rafael Correa (Ecuador) nicht vorgesehen. Nicht nur für Kirchner, sondern auch für alle Beobachter des Gesundheitszustandes von Fidel Castro, kam es schließlich zum Abschluß des Besuches zu einem überraschenden 40-minütigen Gespräch mit dem “El Commandante”. Damit beendete Fidel Castro selbst die Spekulationen um einen möglichen Tod seiner Person, die durch Äußerungen von Hugo Chávez, abgesagten Treffen und ausgebliebener Veröffentlichungen in der Parteizeitung Granma, weiter angeheizt wurden. Gleich nach dem Treffen meldete sich Castro mit einer seiner “Reflexiones” erneut zu Wort (22.01.). Er ging dabei vor allem auf die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama ein. Er nutzte das Thema ebenfalls, um über seinen eigenen Gesundheitszustand zu sprechen, indem er andeutete, dass er das Ende von Obamas Amtszeit wohl nicht mehr erleben werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


25. Januar 2009 | Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit zwischen Raúl Castro und Christina Kirchner vereinbart (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Nach Jahrzehnten des Stillstands sollen die Beziehungen zwischen Argentinien und Kuba neu belebt werden. Beim ersten Besuch eines argentinischen Staatsoberhaupts in Havanna seit 23 Jahren unterzeichneten die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner und ihr kubanischer Amtskollege Raúl Castro am vergangenen Montag (19.01.) elf Abkommen. Diese sehen eine Zusammenarbeit in Energie- und Umweltfragen, in der Landwirtschaft und in der Forschung vor. Auch der bilaterale Handel, der sich im vergangenen Jahr auf lediglich rund hundert Millionen Dollar (75,9 Mio. Euro) belief, soll gesteigert werden. Die argentinische Präsidentin war bereits das dritte Staatsoberhaupt seit Jahresbeginn, das in Kuba zu Gast war. Vor ihr kamen die Präsidenten von Panama und Ecuador, Martin Torrijos und Rafael Correa. Für Februar hat sich bereits Chiles Präsidentin Michelle Bachelet angekündigt. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


20. Januar 2009 | Argentinien, Uruguay: Farmen leiden unter schwerer Dürre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Uruguay

Argentinien, Uruguay: Farmen leiden unter schwerer Dürre (Foto: Agencia Brasil, Valter Campanato)Eine erneute Dürre hat in Argentinien und Uruguay zum Tod mehrerer zehntausend Rinder geführt. Wie argentinische Agrarverbände schätzten, sind in den landwirtschaftlich wichtigen Provinzen (Buenos Aires, Entre Ríos, Córdoba und Santa Fe) bereits 40.000 Rinder durch Wasser- und Futtermangel verendet. Aufgrund des Wassermangels werden auch die diesjährigen Weizen- und Maisernten geringer ausfallen als im Vorjahr. Präsidentin Christina Kirchner hat bereits die Verordnung über das Mindestgewicht von Schlachtvieh für 180 Tage außer Kraft gesetzt. In Uruguay wurde schon in der vergangenen Woche der landwirtschaftliche Notstand ausgerufen. Nach Angaben aus dem Landwirtschaftsministerium sind vor allem im Landesinneren und im Nordwesten über 2,5 Millionen Hektar Weide- und Ackerland von der Dürre betroffen. Der verhängte Notstand erlaubt staatliche Beihilfen zur Futtermittelversorgung für die Viehwirtschaft und billigen Strom zum Betreiben von Wasserpumpen. In Uruguay sind im Jahr 2008 durchschnittlich nur die Hälfte der in den vergangenen Jahren registrierten Niederschläge gefallen, in Argentinien sind sie in den vergangenen Jahren sogar auf ein Drittel geschrumpft. Schon im letzten Jahr verendeten im nördlichen Zentral-Argentinien 700.000 Rinder aufgrund einer schweren Dürre. (Foto: Agencia Brasil, Valter Campanato)


20. Januar 2009 | El Salvador: FMLN gewinnt Parlamentswahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador wählte am Sonntag (18.01.2009) ein neues Parlament. Die rund 4,2 Millionen wahlberechtigten Bürger waren aufgerufen, neben den 84 Parlamentsabgeordneten auch Bürgermeister und Gemeinderäte in 262 Kommunen neu zu bestimmen. Bei der Wahl konkurrierten die linke Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) und die rechtsgerichtete ARENA-Partei (Nationalistische Republikanische Allianz), die das Parlament seit 1992 dominiert. Nach vorläufigen Ergebnissen erhielt die FMLN bisher 37 der 84 Parlamentssitze. Auf die ARENA-Partei entfielen bisher 33 Sitze. Zwar gewann die frühere Linksguerilla die Parlamentswahlen, verfehlte aber die angestrebte absolute Mehrheit von 43. Gleichzeitig verlor die FMLN nach zwölf Jahren das politisch bedeutendste Bürgermeisteramt in der Hauptstadt San Salvador mit 46 zu 50 Prozent der bisher ausgezählten Stimmen denkbar knapp an den Arena-Kandidat Norman Quijano. Zugewinne konnte sie hingegen bei den Gemeindevorständen verzeichnen, wo sie sich von zuvor 60 auf knapp 90 steigern konnte. Die jetztige Wahl gilt als Gradmesser für die Präsidentschaftswahlen am 15. März. Bislang liegt FMLN-Kandidat Mauricio Funes Umfragen zufolge deutlich vor Rodrigo Avila, ARENA-Kandidat und politischer Ziehsohn des scheidenden Präsidenten Antonio Saca. Insgesamt hielten sich mehr als 2000 internationale Beobachter in dem zentralamerikanischen Land auf, in dem vor 17 Jahren der Bürgerkrieg zu Ende gegangen war.


15. Januar 2009 | Venezuela: Chavez auf unbegrenzte Zeit? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Die von Chavez vorgeschlagene Verfassungsänderung, welche dem Staatsoberhaupt beliebig viele Amtszeiten ermöglicht, erhielt die Zustimmung vom venezolanischen Parlament. Nachdem im Dezember 2007 ein Referendum für die unbegrenzte Wiederwahl des Präsidenten gescheitert ist, soll das neue Gesetz nicht nur dem Präsidenten (dessen Amtszeit bis 2012 geht), sondern auch allen anderen gewählten Volksvertretern zu Gute kommen. Dieses positive Ergebnis wurde bereits erwartet, da die Mehrheit des Parlaments der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) angehört. Um das neue Vorhaben des Präsidenten zu bestätigen, muss allerdings innerhalb der nächsten 30 Tage ein neues Referendum vom Nationalen Wahlrat einberufen werden.


13. Januar 2009 | Kuba: Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo (Camp Delta) mit Verzögerung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Im Jahr 2002 ließ der damalige US-Präsident George W. Bush auf einem US-Militärstützpunkt (Guantanamo Bay Naval Base) in Kuba ein Gefangenenlager, durch die Medien vor allem unter dem Namen Guantánamo bekannt, errichten. Ziel war es, Terrorverdächtige dort festzuhalten und zu befragen, um an die Hintermänner der Anschläge vom 11. September 2001 zu kommen. Auch das Mittel der Folter wurde nicht ausgeschlossen. Nach dem Wahlsieg von Barack Obama will dieser nun sein Versprechen einlösen und das international stark umstrittene Gefangenenlager, in dem die Menschenrechte systematisch verletzt werden, schließen. Möglicherweise wird die Anordnung dazu schon in der ersten Woche nach seinem Amtsantritt (20. Januar 2008) erfolgen. Zur Frage, ob die Schließung wie versprochen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit erfolgt, sagte er: “Es ist schwieriger, als sich eine Menge vorstellen können”. In den vergangenen sieben Jahren wurden im Gefangenenlager mit dem offiziellen Namen Camp Delta (und seinem Vorgänger Camp X-Ray) mehr als 750 Menschen interniert. Aktuell gibt es noch etwa 250 Häftlinge, denen nun hoffentlich vor ordentlichen Gerichten der Prozess gemacht wird. Etwa 50 Männer wurden bereits entlastet, können aber nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden, weil ihnen dort Folter und Tod drohen. Sie sind auf die Hilfe anderer Länder angewiesen. Seit der Machtergreifung Fidel Castros erkennt Kuba die Gültigkeit des Pachtvertrages nicht an und fordert die Rückgabe der Guantánamo-Bucht.


12. Januar 2009 | Costa Rica: schwerstes Erdbeben seit 150 Jahren | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica

Nach dem schweren Erdbeben in Costa Rica (8. Januar 2008) ist die Zahl der Todesopfer auf bisher 34 gestiegen. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt, außerdem gibt es nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 56 Vermisste. Des Weiteren waren mehr als 1000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten weil Schutt und Geröll die Straßen blockierten. Das Zentrum des Erdbebens mit der Stärke von 6,2 auf der Richterskala lag in der Nähe des circa 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt San José gelegenen 2704 Meter hohen Vulkans Poás (siehe Bild). Im Erdbebengebiet leben 2,5 Millionen der insgesamt vier Millionen Einwohner Costa Ricas. Präsident Oscar Arias sagte, die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Zerstörungen seien schlimmer als zunächst angenommen. Das zweitgrößte Wasserkraftwerk des Landes, Cariblanco, wurde so schwer beschädigt, dass es für mindestens ein Jahr abgeschaltet werden müsse. In der Zwischenzeit ereigneten sich mehr als 1500 Nachbeben. Bereits im letzten Jahr (2008) gab es etwa 4700 Erdbeben, von diesen waren jedoch nur etwa 60 für die Menschen spürbar.


06. Januar 2009 | Argentinien, Chile: Rallye Dakar in Buenos Aires gestartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Chile

Argentinien, Chile: Christina Kirchner vor einem Auto der Rallye Dakar, welche in Buenos Aires gestartet ist (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Etwa 500 000 Schaulustige haben in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires den Teilnehmern der erstmals in Südamerika stattfindenden Rallye Dakar zugejubelt. Die 30. Ausgabe der Rallye Dakar, welche bisher in Afrika stattfand und 2008 wegen Terrorgefahr in Mauretanien abgesagt wurde, ist am frühen Samstagmorgen (03.01.09) von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires aus gestartet. Vom zentralen Messengelände, La Rural, machten sich die insgesamt 530 Teilnehmer auf die rund 9600 Kilometer lange Route durch Argentinien und Chile. Ziel für die mehr als 500 Teilnehmer in den Wertungsklassen Motorrad, Auto, Quad und Lastwagen ist nach 14 Etappen am 18. Januar ebenfalls Buenos Aires. Nach Aussagen der Veranstalter wird auch die diesjährige Ausgabe wieder zahlreiche Herausforderungen für Mensch und Material bereithalten. Statt durch die Sahara geht es durch die feuchte und zum Teil morastige Pampa, über Schotterpisten der patagonischen Steppen, Sanddünen in den Wüsten der Voranden, zweimal über bis zu 4700 Meter hohe Andenpässe und durch die trockenste Wüste der Welt, die Atacama im Norden Chiles. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


06. Januar 2009 | Kuba: Viva la revolución! – 50. Jahrestag der Revolution | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

In Abwesenheit des einstigen Staatschefs Fidel Castro hat Kuba den 50. Jahrestag der von ihm angeführten Revolution gefeiert. Die Feierlichkeiten finden traditionell an jener Stelle in Santiago de Cuba statt, wo Fidel Castro am 1. Januar 1959 den Sieg über den Diktator Fulgencio Batista verkündet, der zuvor aus dem Land geflohen war. Der gesundheitlich angeschlagene Castro meldete sich am Donnerstag (1.1.09) lediglich mit einem Beitrag in der Parteizeitung “Granma” zu Wort, in dem er die Revolution als Sieg des Volkes feierte. Zentraler Akt der landesweiten Feierlichkeiten war eine 40minütigen Festagsrede von Raúl Castro vor etwa 3000 geladenen Gästen. Der Staatschef betonte in seiner Rede nochmals die Stärke der Revolution, erinnerte jedoch auch an die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen in den kommenden Jahren.


30. Dezember 2008 | Ecuador: Sozialversicherung nach vorgeschlagener Umschuldung “lender of last resort” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Sozialversicherung nach vorgeschlagener Umschuldung lender of last resort (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)Die ecuadorianische Regierung hat am 12. bzw. 15. Dezember 2008 bekannt gegeben, Zinszahlungen in Höhe von circa 60 Millionen US-Dollar für zwei Anleihen mit Laufzeiten bis 2012 bzw 2015 nicht zu bedienen, da diese Schulden als illegal bzw. illegitim eingestuft wurden. Präsident Rafael Correa kündigte daraufhin am 27. Dezember 2008 in seiner wöchentlichen Radioansprache für Anfang Januar den Vorschlag eines Rückkaufs der Anleihen an, jedoch mit deutlichen Abschlägen. Ob die Gläubiger eine Umschuldung akzeptieren wird von der Höhe ihrer Verluste abhängen. Gleichzeitig kämpft Ecuador aufgrund der gefallenen Rohölpreise mit einem wachsenden Haushaltsdefizit. Das Land kann diese Lücke durch seine Zahlungsverweigerung jedoch nicht mit Krediten internationaler Kapitalgeber füllen und greift nun auf das ecuadorianische Institut für soziale Sicherheit IESS (Instituto Ecuatoriano de Seguridad Social) zurück, welches damit als “lender of last resort” (Kreditgeber letzter Instanz) fungiert. Das IESS kaufte erst vor wenigen Tagen zwei am 24. Dezember 2008 ausgebene Staatsanleihen in Höhe von insgesamt 700 Millionen US-Dollar. Kurzfristig ist die Refinanzierung der Budgetlücke somit gesichert (sogar zu sehr günstigen Zinsen), langfristig jedoch unsicher, da das IESS rechtlich nur die Hälfte seines Fonds in staatliche Schuldverschreibungen investieren darf. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


30. Dezember 2008 | Brasilien: Rüstungsverträge mit Frankfreich | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Rüstungsverträge dmit Frankreich, Nicolas Sarkozy und Luiz Inacio Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Der französische Präsident Nicholas Sarkozy hat während seines zweitägigen (22./23.12.2008) Besuchs bei seinem brasilianischen Kollegen Luiz Inacio Lula da Silva Rüstungsverträge in Höhe von 8,6 Milliarden Euro geschlossen. Sarkozy, der sich mit Frankreich ebenfalls für einen ständigen Sitz Brasiliens in einem zukünftig erweiterten UN-Sicherheitsrat einsetzt, sagte: “Dies ist eine historische Entscheidung, denn Frankreich ist überzeugt, dass ein mächtiges Brasilien ein wichtiger Faktor für die Stabilität der Welt ist.”. Den Verträgen zufolge gibt die Regierung Lulas bei der EADS-Tochter Eurocopter und deren brasilianischen Sparte Helibras für 1,9 Milliarden Euro den Bau von 50 Militärhubschraubern des Typs EC-725 in Auftrag. Zudem sind weitere 6,7 Milliarden Euro für den Bau von fünf U-Booten der “Suffren”-Klasse vorgesehen, wovon eines mit einem Atomantrieb ausgerüstet wird. Es wäre das erste atomkraftbetriebene U-Boot des Landes. Der Bau der Helikopter und U-Boote wird sowohl in Frankreich und in Brasilien stattfinden. Von der gesamten Investitionssumme fließen circa 6 Milliarden Euro an französische Firmen und 2,6 Milliarden Euro an brasilianische Unternehmen. Wichtiger Vertragsbestandteil ist der Technologietransfer von Seiten Frankreichs. Ein weiteres Ziel von Brasilien ist die Erneuerung der Streitkräfte und der damit verbundene Schutz seiner bis zu 300 Kilometer vor der Küste liegenden Öl-Vorkommen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


26. Dezember 2008 | EL Salvador: Truppenabzug aus dem Irak | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Nach Ablauf des UN-Mandats zieht mit El Salvador das letzte mittelamerikanische Land der US-Kriegskoalition seine Truppen aus dem Irak ab. Der Auftrag sei erfüllt, sagte Präsident Tony Saca. Zuletzt waren etwa 200 salvadorianische Soldaten im Irak stationiert. Sie waren vor allem mit Wiederaufbauarbeiten in den Städten Najaf, Diwanija, El Hilla und El Kut beschäftigt. El Salvador hat seit Beginn des Einsatzes 2003 fünf Soldaten verloren, mehr als 20 wurden im Irak verwundet. Am Montag (22.12.) hatte der Weltsicherheitsrat das Ende der UN-Mission im Irak offiziell anerkannt. Der Rat verzichtete wegen der verbesserten Sicherheitslage darauf, das Ende Dezember auslaufende Mandat für die multinationale Truppe erneut zu verlängern. Die rund 140.000 US-Soldaten bleiben aufgrund eines bilateralen Abkommens zwischen Bagdad und Washington weiter im Land. Nicaragua, Honduras und die Dominkanische Republik hatten sich zunächst ebenfalls an dem im März 2003 begonnenen Krieg beteiligt, ihre Truppen dann aber relativ rasch wieder abgezogen. Der Abzug des salvadorianischen Militärs soll im Januar / Februar 2009 vollzogen werden. Bis dahin ist der Verbleib durch das irakische Parlament gestattet.


21. Dezember 2008 | Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)Am Dienstag und Mittwoch (16./17.12) waren die 33 Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik einer Einladung des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva gefolgt und haben sich zu einem Lateinamerika-Karibik-Gipfel in Costa do Sauípe an der Atlantik-Küste Brasiliens getroffen. Im Ergenbnis wollen die 33 Teilnehmer-Staaten einen neuen Staatenbund gründen – eine Alternative zur US-dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Ziel ist die Stärkung der regionalen Intgration und ein gemeinsames Auftreten in der globalen Politik. Des Weiteren wollen die Staaten mehr Mitbestimmung beim Aufbau einer neuen internationalen Finanzarchitektur und in den internationen Finanzorganen. Das Treffen fungierte gleichzeitig als Gipfel der Rio-Gruppe, der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) und des Mercosur. Politisch bedeutend war zudem der Besuch von Raúl Castro, dessen Karibik-Insel jetzt offizielles Mitglied in der Rio-Gruppe (1986 als Konsultationsforum zur Beilegung bewaffneter Konflikte in Mittelamerika gegründet) ist. Gleichzeitig wurde das Ende des US-Wirtschaftsembargos gegen Kuba gefordert. Die Mitglieder der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) einigten sich auf die Gründung des schon lange geplanten Südamerikanischen Verteidigungsrates. Im Wirtschaftsbündnis Mercosur gab es hingegen keine Fortschritte in Bezug auf die Zollunion, denn die Abschaffung des doppelten Importzolls (TEC) scheiterte vor allem am Widerstand Paraguays. Gleichzeitig beschlossen die Mercosur-Staaten die Einrichtung eines Garantie-Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar. Dieser soll den Kreditzugang für kleinere und mittlere Unternehmen verbessern. (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)


21. Dezember 2008 | Argentinien: angeklagte Offiziere der Militärdiktatur auf freiem Fuß | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Mehrere wegen Mord und Folter angeklagte Militärs aus der Zeit der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) können gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden. Dies geht aus einer Entscheidung des nationale Kassationsgerichtshof für Strafsachen hervor. Grund ist, dass nach dem argentinischen Gesetz der Zeitraum der Untersuchungshaft nicht länger als maximal drei Jahre andauern darf, ohne dass ein Urteil gesprochen wurde. Im Falle der Angeklagten betrug der Zeitraum jedoch bereits bis zu fünf Jahre. Vor einer möglichen Freilassung muß noch der Einspruch der Staatsanwaltschaft bearbeitet und Auflagen festgesetzt werden. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner sprach von einer “Schande für Argentinien, für die Menschheit und auch für unser Rechtssytem”. Die Militärs sind wegen Folter, Mord und Verschwindenlassen von Personen in der früheren Mechanikerschule der Marine ESMA angeklagt. Die ESMA galt als eines der größten geheimen Haft- und Folterzentren während der Militärdiktatur. Während Richter am Obersten Gerichtshof die Schuld auf eine fehlende Anpassung des Prozessrechts schieben, dass nach Aufhebung der Amnestie durch Néstor Kirchner nicht mit der stark gestiegen Anzahl an Prozessen fertig wird, sprechen Opferverbände von Komplizenschaft des Kassationsgerichtshofs.


16. Dezember 2008 | Kuba, Venezuela: Raúl Castro zu Besuch | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Kubas Staatschef Raúl Castro ist am vergangenen Sonnabend (13.12.) auf seiner ersten Auslandsreise seit seiner Amtsübernahme vor 10 Monaten in Venezuela eingetroffen. Raúl Castro und der venezolanische Präsident Hugo Chávez bekräftigten ihr politisches Bündnis und vereinbarten die Zusammenarbeit in 137 neuen Wirtschafts- und Kooperationsabkommen. Damit erhöht sich das Volumen der bilateralen Wirtschaftsprojekte der beiden Verbündeten auf 3,6 Milliarden Dollar. Zu Beginn der Gespräche legte Castro einen Kranz am Grab des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolívar nieder und erhielt von Chávez eine Nachbildung von Bolívars Schwert. Am heutigen Dienstag nehmen Castro und Chávez gemeinsam am Gipfeltreffen der Länder Lateinamerikas und der Karibik in Brasilien teil.


11. Dezember 2008 | Honduras: Zentralamerika rückt zusammen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Honduras: Zentralamerika rückt zusammen (Bildquelle: University of Texas at Austin)Auf dem Gipfeltreffen des zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) in der honduranischen Stadt San Pedro Sula haben die sieben zentralamerikanischen Staaten (Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama) und die Dominikanische Republik in Reaktion auf die Weltfinanzkrise die Einführung einer einheitlichen Währung beschlossen. Mit dem Ziel die regionale Identiät weiter zu fördern, sollen zudem alle zentralamerikanischen Bürger einen einheitlichen Pass erhalten. In den Bereichen Bildung, Sicherheit und Einwanderung hat man sich auf eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung geeinigt. Außerdem haben die teilnehmenden Präsidenten und Vize-Präsidenten einen 41 Punkte zählenden Wirtschaftsplan verabschiedet, der die Auswirkungen der Finanzkrise erfolgreich bekämpfen soll. Dieser Plan sieht unter anderem die Einführung eines regionalen Hilfsfonds für den Landwirtschafts-, Handels- und Dienstleistungssektor vor. Einen Zeitplan für die beschlossenen Maßnahmen gibt es bisher nicht. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


11. Dezember 2008 | Panama: Kredit zur Erweiterung des Panamakanals genehmigt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Kredit zur Erweiterung des Panamakanals genehmigt (Bildquelle: Oxfordblues84)Am Dienstag (09.12.) unterzeichnete der Chef der Kanalbehörde, Alberto Alemán Zubieta, im Beisein von Panamas Präsident Martín Torrijos mit mehreren internationalen Institutionen einen Kreditvertrag in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar (circa 1,8 Milliarden Euro). Zu den Institutionen gehören die Bank von Japan für internationale Kooperation (JBIC), die einen Anteil von 800 Millionen an der Gesamtsumme hat, sowie die Europäischen Investitionsbank (EIB) mit 500 Millionen, die Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) mit 400 Millionen, die Anden-Entwicklungsgesellschaft (CAF) mit 300 Millionen und die Internationale Finanz-Corporation (IFC), eine Gesellschaft der Weltbankgruppe, mit ebenfalls 300 Millionen. Der Kredit hat eine Laufzeit von 20 Jahren und soll circa 42 Prozent der veranschlagten Kosten zum Ausbau des Panamakanals abdecken. Diese betragen insgesamt 5,5 Milliarden US-Dollar, wobei 58 Porzent durch die Rücklagen und Einnahmen der Kanalbehörde (ACP) finanziert werden. Ziel ist es, auch Schiffen der so genannten „Post-panamax“-Klasse eine Durchfahrt zu ermöglichen. Diese haben im Gegensatz zu bisherigen Schiffen mit bis zu 4.500 Standard-Containern eine Ladekapazität von etwa 12.000 TEU. Die Erweiterung des Panamakanals soll 2015 abgeschlossen sein. Größter Kostenpunkt im Projekt ist mit 50 Prozent der Neubau der größeren Schleusenanlagen. (Bildquelle: Oxfordblues84)


09. Dezember 2008 | Argentinien: Kirchner verhindert Gletscherschutz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Kirchner verhindert Gletscherschutz (Bildquelle:  NASA World Wind, Blue Marble)Die argentinische Umweltministerin Romina Picolotti musste auf Geheiß von Präsidentin Cristina Kirchner ihr Amt räumen. Offiziellen Angaben zufolge sei es im Umweltministerium zu Unregelmäßigkeiten in der Verwendung von Geldern gekommen. Ganz offensichtlich ist Romina Picolotti jedoch ein Gesetzentwurf ihres Ministeriums zum Verhängnis geworden, der den Schutz von argentinischen Gletschern vorantreiben will. Jenes Gesetz, dem bereits beide Kammern zugestimmt hatten, sah ein Verbot des Bergbaus auf allen Gletschern vor, in dessen Folge bereits ein Teil der argentinischen Süßwasserreserven durch Metalle verunreinigt worden sind. Mit dem nun erfolgten Veto von Christina Kirchner bleiben die argentinischen Gletscher weiterhin ungeschützt und auch die geplante Inventur der Gletscher, die Aufschluss über Zustand und Entwicklung der Gletscher geben sollte, wurde damit hinfällig. Stattdessen erhofft sich Kirchner Milliardeneinnahmen mit dem Bergbau in den Gletscherregionen. (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)


09. Dezember 2008 | Argentinien: Verstaatlichung von Aerolíneas Argentinas und Austral | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen der argentinischen Regierung und der spanischen Marsans-Gruppe über einen möglichen Kauf der Fluglinien Aerolíneas Argentinas und Austral durch den argentischen Staat hat die Diputiertenkammer mit 152 zu 84 Stimmen (03.12.) nun die Enteignung der Fluggesellschaften beschlossen. Nach Aussagen der Regierung soll noch bis Jahresende ein Gesetz beschlossen werden. Gemäß der aktuellen Rechtslage müssen Aerolíneas und Austral zunächst zu einer Institution mit öffentlichem Nutzen erklärt und darüber hinaus eine Entschädigung gezahlt werden. Während die Marsans Gruppe den Wert nach einem Gutachten auf circa 300 bis 550 Millionen US-Dollar beziffert, hat das Finanzgericht diesen auf -832 Millionen US-Dollar festgelegt. Dadurch müßte die Regierung keinen Kaufpreis zahlen, bei einer Komplettübernahme aber auch die Schulden übernehmen. Ob sich durch die Verstaatlichung der Fluglinien die strukturellen Probleme von starker Regulierung und geringer Effizienz lösen lassen wird sich zeigen.


08. Dezember 2008 | Uruguay: Präsident Tabaré Vázquez aus eigener Partei ausgetreten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Uruguay

Wie erst in den letzten Tagen bekannt wurde, ist der uruguayische Präsident Tabaré Vázquez am 24. November 2008 überraschend aus seiner Partei ausgetreten. Ursache für die Reaktion ist die Haltung der Sozialistische Partei (PS) in Bezug auf die Lockerung des generellen Abtreibungsverbotes. Nach der erfolgreichen Zustimmung des Senats und Parlaments im November hatte Vázquez daraufhin sein Veto erklärt und somit verhindert, dass eine Abtreibung in den ersten drei Monaten, zum Beispiel bei Gefahr für das Leben der Mutter, einer Behinderung des Kindes oder einer wirtschaftlichen Notlage, möglich ist. Zahlreiche Mitglieder der Sozialistischen Partei kündigten nur kurz nach dem Veto einen erneuten Anlauf für 2009 an. Im Oktober 2009 finden in Uruguay Präsidentschaftswahlen statt, gemäß der Verfassung darf Vázquez jedoch nach einer Amtszeit nicht wiedergewählt werden. Vázequez war seit den 70er Jahren Mitglied der Partei, die durch seinen Austritt eine Symbolfigur verliert. Nachdem der Kongress vergangene Woche die nötige 3/5 Mehrheit zur Aufhebung des Vetos verfehlte, gilt der Entwurf als gescheitert.


02. Dezember 2008 | Brasilien: Regenwald-Zerstörung im Amazonas-Gebiet erneut gestiegen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Regenwald-Zerstörung im Amazonas-Gebiet erneut gestiegen (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Nach einer Studie des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) ist die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasbecken im Jahr 2007/2008 (Analysezeitraum August 2007 bis Juli 2008) um 3,7 Prozent auf 11.968 Quadratkilometer angestiegen. Im Vorjahreszeitraum 2006/2007 betrug die Zerstörung “nur” 11.532 Quadratkilometer, eine Fläche viermal so groß wie das Saarland. Damit ist der positive Trend einer rückläufigen Zerstörung seit 2004 vorerst gebrochen. Als Ursache für die Zunahme der Zerstörung werden illegale Abholzungen im Zusammenhang mit den bis vor kurzem noch stark gestiegenen Preisen für Agrarrohstoffe gesehen. Greenpeace sieht die Ursache in der Zunahme der illegalen Kohleproduktion für die Eisen- und Stahlindustrie. Nach Auswertung der 85 Satellitenbilder verwies die Regierung darauf, das die Entwicklung ohne die starke Überwachung noch hätte schlimmer sein können. Die Meinungen darüber sind jedoch geteilt, denn aktuell wird eine Gesetzesvorlage scharf diskutiert, welche es Landbesitzern ermöglicht, künftig 50 Prozent (statt 20 Prozent) ihres Gebietes abzuholzen. Die Gesamtfläche des Amazonas-Regenwaldes wird derzeit auf noch etwa 1,1 Millionen Quadratkilometer geschätzt. Er erstreckt sich von Brasilien bis nach Kolumbien, Peru und Bolivien. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


02. Dezember 2008 | Venezuela: Hugo Chávez will bis 2019 / 2021 regieren | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Hugo Chávez rief am Sonntag (30.11.) bei einer Kundgebung seiner Partei (Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas, PSUV) seine Anhänger dazu auf, erneut eine Initiative zur Verfassungsänderung zu starten, welche ihm eine (unbegrenzte) Wiederwahl als Präsident Venezuelas ermöglichen soll. Nach Ablauf seiner Amtszeit könnte Chávez dann bis 2019 regieren. Sollte die Verfassungsänderungen bereits nächstes Jahr erfolgreich sein, so wäre auch eine Regierungszeit bis 2021 vorstellbar, dem 200. Jubiläum der Unabhängigkeit (1811 erklärt und 1821 durch die frühere Kolonialmacht Spanien anerkannt). Im Gegensatz zum Dezember 2007, wo Chávez in einer Volksabstimmung mit 49,3 Prozent nur knapp an einer Verfassungsreform scheiterte, die ihm eine unbegrenzte Wiederwahl und Venezuela den “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” ermöglichen sollte, gilt der jetzige “Umweg” über das Parlament als sicher. Da die Opposition die Parlamentswahlen im Jahr 2005 boykottierte, besitzen Chávez und seine Verbündeten die nötige Zweidrittelmehrheit in der Nationalversammlung (geprägt durch ein Einkammersystem).


01. Dezember 2008 | Mexiko: Bericht über Korruption in Reihen der Polizei veröffentlicht | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Bericht über Korruption in Reihen der Polizei veröffentlicht (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)Nach einem von der Regierung in Auftrag gebebenen Bericht gelten fast die Hälfte der 55.000 untersuchten mexikanischen Polizisten als unzuverlässig. Präsident Felipe Calderón bekräftige nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates (28.11.), dass die Polizei ein großes Hindernis im Kampf gegen das organisierte Verbrechen darstellt. Nachdem in letzter Zeit zahlreiche hochrangige Mitglieder der Drogenfahnung wegen Korruptionsverdacht festgenommen wurden, gelte es zunächst, “das eigene Haus” zu säubern. Oberstes Ziel von Calderón ist die Bekämpfung der Drogenkriminalität, welche in diesem Jahr bereits mehr als 4.000 Menschen zum Opfer gefallen sind (Zivilisten, aber vor allem Mitglieder der Drogenkartelle). (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


30. November 2008 | Venezuela: Gipfeltreffen der ALBA-Staaten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Nicaragua, Noticias Venezuela

Gipfeltreffen der ALBA-Staaten in Venezuela - Logo: Public DomainDas alternative Handelsbündnis ALBA (Alternativa Bolivariana para los pueblos de Nuestra América) hat auf dem jüngsten Gipfeltreffen in Caracas eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um sich gegen die Auswirkungen der Finanzkrise zu schützen. Hauptziel der Mitgliedsländer (Bolivien, Venezuela, Nicaragua, Honduras, Kuba, Dominica sowie Ecuador als Gastland) ist die Gründung einer eigenen virtuellen Währung als Zahlungmittel. Mit diesem Schritt versprechen sich die ALBA-Staaten mehr Unabhängigkeit vom US-Dollar sowie einen besseren Schutz vor Währungsschwankungen. Ab sofort soll der Handel zwischen den Ländern nicht mehr durch den US-Dollar, sondern durch die neue Währungseinheit “Sucre” erfolgen. Des Weiteren plant die ALBA einen regionalen Währungsfonds, der einzelnen Staaten bei kurzfristigen Finanzierungsproblemen helfen soll (Bildquelle: Public Domain).


27. November 2008 | Venezuela: Medwedew in der Karibik | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew ist auf seiner Lateinamerikareise gestern (26.11.) zum Staatsbesuch in Venezuela eingetroffen. Begleitet wird dieser erstmalige Besuch eines russischen Präsidenten in Venezuela von einem Manöver der russischen Flotte in der Karibik. Bereits am Dienstag sind russische Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste eingetroffen, allen voran der atomar betriebene Raketenkreuzer “Pjotr Weliki” (Peter der Große), auf dem sich Dmitri Medwedew und Hugo Chávez heute treffen werden. Im Anschluss sind mehrtägige gemeinsame Übungen russischer und venezolanischer Marineeinheiten geplant, an denen auch Chávez als “Soldat” persönlich teilnehmen will. Am Rande des Treffens wurde bereits bekannt, dass Russland Venezuela weitere Waffenlieferungen sowie Hilfe beim Start eines Atomenergieprogrammes zusichert. Chávez lobte im Gegenzug die Rolle Russlands beim Aufbau einer multipolaren Welt.


27. November 2008 | Brasilien: mehr als 97 Tote nach schweren Überschwemmungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 97 Tote nach schweren Überschwemmungen im Süden Brasiliens, Bundesstaat Santa Catarina (Bildquelle: Agencia Brasil, Foto Divulgacao)Die nach Angaben von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva eine der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes hat im Süden Brasilien, hauptsächlich im Bundesstaat Santa Catarina, bis gestern (26.11.) mehr als 97 Tote gefordert. Am vergangenen Wochenende war dort die Regenmenge von normalerweise vier Monaten gefallen. Der Zivilschutz im betroffenen Bundesstaat Santa Catarina teilte weiterhin mit, dass die Zahl der Obdachlosen bei 78.000 liegt. Rettungskräfte haben aber immer noch große Probleme diese Menschen zu erreichen. Am kritischsten war die Situation nahe dem Fluss Itajaí, dessen Pegel zeitweise bis zu elfeinhalb Meter über den Normalstand stieg. In der nahegelegenen, von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Blumenau mit fast 300.000 Einwohnern rief Bürgermeister Joao Paulo Kleinübing am Sonntag Katastrophenalarm aus, damit Hilfsmittel für die Bevölkerung freigeben werden konnten. Knapp die Hälfte der Einwohner mußte ohne Strom auskommen. In der Zwischenzeit haben die Regenfälle zwar wieder etwas nachgelassen, es kommt aber immer noch zu Erdrutschen. Von Überschwemmungen betroffen waren auch die südlichen Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Espirito Santo. Die Zentralregierung gab zudem die Einrichtung eines Hilfsfonds in Höhe von 1,6 Milliarden Real (560 Millionen Euro) bekannt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Foto Divulgacao)


25. November 2008 | Venezuela: Dämpfer für Chávez bei Regionalwahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Bei den Regionalwahlen in Venezuela waren am vergangenen Sonntag (23.11.) 17 Millionen Bürger zur Wahl von 22 Gouverneuren und mehr als 300 Bürgermeistern aufgerufen. Obwohl Hugo Chávez und seine Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) rund 1,5 Millionen Stimmen mehr erhalten haben als die Opposition, musste Chávez eine Niederlage einstecken. Wie die Wahlbehörde in der Nacht zum Montag bekannt gab, gewann die Opposition die Gouverneurswahlen in mindestens vier von den insgesamt 22 Bundesstaaten. Damit verfehlten Chávez und die PSUV deutlich ihr selbstgestecktes Ziel alle Gouverneursposten zu gewinnen. Stattdessen konnte die Opposition nun die Anzahl der von ihnen gestellten Gouverneure verdoppeln. Mit diesen Wahlerfolgen gewinnt die Opposition die Kontrolle über drei der vier größten und strategisch wichtigsten Regionen des Landes (unter anderem in dem Erdölbundesstaat Zulia und im Bundesdistrikt Caracas), in denen insgesamt 37 Prozent der venezolanischen Wähler leben. Ein schon am Montag entbrannter Streit um Unregelmäßigkeiten beim Urnengang konnte bisher nicht geklärt werden. Die Opposition kritisierte die Öffnungszeiten der Wahllokale, welche zum Teil mehrere Stunden nach der offiziellen Schließung noch geöffnet waren.


25. November 2008 | Peru: Apec-Gipfel | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Das Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsforum (Apec) zu Gast in Peru - Logo: Public DomainZentrales Thema des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) am 22./23.11. in Lima war die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. In der “Erklärung von Lima” haben die Staats- und Regierungschefs der 21 Mitgliedsstaaten ein Plädoyer für den Freihandel gehalten und angekündigt, Handels- und Investitionshemmnisee abzubauen. Zudem wollen sie in den nächsten 12 Monaten auf alle protektionistischen Maßnahmen verzichten und die Doha-Welthandelsrunde wiederbeleben. Der perunanische Präsident und Gastgeber des diesjährigen Apec-Gipfels Alan García betonte zum Abschluss die zukünftige Rolle des Pazifikraumes (insbesondere auch Lateinamerikas) als Wachstumsmotor der Welt. Die einzigen lateinamerikanischen Mitglieder der Apec sind Mexiko, Peru und Chile (Logo: Public Domain).


25. November 2008 | Kolumbien: Kaffee-Erzeuger sollen Starbucks kaufen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Marketing-Gag oder ernstgemeinte Offerte? In der kolumbianischen Zeitung “El Tiempo” sagte Gabriel Silva, der Direktor des nationalen Kaffeebauernverbandes: “Ich werde meinen Kollegen vorschlagen, dass wir uns zusammentun, um Starbucks zu erwerben”. Nach seiner Aussage würden schon 200 bis 300 Millionen US-Dollar ausreichen, um Starbucks kontrollieren zu können. Für Starbucks ist dies vor allem moralisch ein weiterer herber Schlag, nachdem es bereits im US-amerikanischen Kernmarkt aufgrund der Wirtschaftslage unter Kundenschwund leidet und die Schließung von 600 Filialen angekündigt hat. Ganz anders ergeht es derzeit dem kolumbianischen Kaffee-Pendent “Juan Valdez”. Die Kette erzielt nicht nur hohe Gewinne, sondern will in den nächsten drei Jahren die Anzahl ihrer Kaffeehäuser in Kolumbien, Spanien und den USA auf 300 verdoppeln. Sie läge damit jedoch immer noch deutlich hinter Starbucks, dass in mehr als 47 Ländern circa 4500 Kaffeehäuser betreibt. Interessant ist, dass die kolumbianischen Kaffeebauern auch Starbucks beliefern und Probleme haben die steigende Nachfrage zu kompensieren. Ohne Investitionen droht ihr Anteil am etwa 130 Millionen Säcke (zu 60kg) schweren Weltmarkt von 9,1% auf 7,6% zu sinken.


21. November 2008 | Kuba: Staatsbesuch von Chinas Präsident Hu Jintao | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der chinesische Präsident Hu Jintao hat bei seinem zweitägigen Besuch (19./20.11.) in Havanna sowohl den aktuellen kubanischen Staatschef Raúl Castro als auch dessen Bruder Fidel getroffen (siehe Bild), mit dem er über die globale Finanzkrise sprach. Hu sagte gegenüber der Presse: “Mein Besuch dient dazu, die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Nationen zu verstärken”. Seinen Worten ließ der chinesische Staatschef zudem Taten folgen. Nicht nur das zu Beginn des Besuchs bereits 4,5 Tonnen an humanitären Hilfsgütern an Kuba übergeben wurden. Sondern auch für die Modernisierung der Krankenhäuser gewährt China dem Karibik-Staat einen Kredit in Höhe von 70 Millionen US-Dollar, sowie 8 Millionen US-Dollar für die Durchführung von Infrastrukturprojekten. Zugleich wird die Rückzahlung eines Handelskredits in Höhe von 7 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 1998 für fünf Jahre gestundet. Für China, dass auf Währungsreserven von mehr als einer Billion US-Dollar sitzt, ist die Hilfe für seinen sozialistischen Bruderstaat selbstverständlich. Parallel hat Staatschef Raúl Castro noch weitere Wirtschaftsabkommen abgeschlossen, so z.B. der Verkauf von kubanischem Nickel und Zucker an die Volksrepublik, die nach Venezuela Kubas zweitgrößter Handelspartner ist.


20. November 2008 | Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 (Bildquelle: US Geological Survey)Von der Nacht auf Dienstag zu Mittwoch (19.11.) hat um 1.11 Uhr Ortzeit ein schweres Erdbeben den Westen Panamas erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte mitteilte, war durch das Beben der Stärke 6,2 ein Gebiet an der Grenze zu Costa Rica betroffen. Das Epizentrum befand sich demnach etwa 56 Kilometer südwestlich von David, Panamas drittgrößter Stadt. Auch in San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica, war das Beben zu spüren, richtete dort jedoch keine Schäden an. Weiterhin teilte das Geologische Institut der USA (USGS) mit, dass sich das Beben 48 Kilometer unter der Erdoberfläche ereignet habe. Berichte über Opfer lagen bisher nicht vor. Es wurde jedoch in den Städten Paso Canoa, David und Puerto Armuelles über Schäden berichtet. Viele Bürger schliefen daraufhin in der Nacht außerhalb ihrer Häuser. Polizei und Sicherheitskräfte inspizierten nur kurze Zeit später Schulen, Krankenhäuser und andere Gebäude nach möglichen Beschädigungen. (Bildquelle: US Geological Survey)


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