Noticias Lateinamerika
Nach seiner schweren Darmoperation geht es Fidel Castro zunehmend besser. Der jetzt veröffentlichte Film zeigt eine angeregte Unterhaltung mit seinem Bruder Raúl und dem venezolanischen Staatschef Hugo Chávez.
Nach dem Erdbeben in Peru hat der Katastrophenschutz die Weltgemeinschaft zur Spende von Zelten für rund 200.000 Obdachlose aufgerufen. Laut Logistikchef des peruanischen Katastrophenschutzes (Indeci), José Ernau, seien die Zelten nicht ausreichend; es würden mindestens 40.000 gebraucht (Karte: US Geological Survey).
Der frühere Präsident Manuel Noriega (72) sollte, nach dem Ende seiner Haft im November in den USA, nach Frankreich ausgeliefert werden. Der einstige Verbündete des US-Geheimdienstes (CIA) war 1989 bei einer US-Invasion verschleppt worden. In Frankreich droht dem Ex-Militärchef ein Verfahren wegen Geldwäsche.
Ein Brand in einem Gefängnis in Ponte Nova, im Bundesstaat Minas Gerais, hat 25 Häftlingen das Leben gekostet. Die Ursache war nach Polizeiangaben ein Streit zwischen zwei Gruppen von Gefangenen. In den Zellen waren ungefähr 187 Häftlinge untergebracht, obwohl das Gefängnis nur für 87 ausgelegt ist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)
Wegen schwerer Zusammenstöße zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei ist die verfassungsgebende Versammlung in Sucre am Mittwoch vorübergehend ausgesetzt worden. Die Demonstranten fordern die Verlegung der Hauptstadt vom indigen geprägten La Paz in das reichere Sucre. Dies hatte der Konvent mehrheitlich abgelehnt.
Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat ein umfangreiches Paket zur Eindämmung der Gewalt in Brasilien angekündigt. Der Umfang beträgt in den nächsten fünf Jahren circa 2,6 Milliarden Euro. Von diesem Geld sollen bis zu 160 neue Gefängnisse gebaut werden, aber auch Sozialprogramme in Armenvierteln und für Häftlinge finanziert werden. Ziel ist es unter anderem, die Mordrate um 50% zu senken. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)
Entgegen letzten Medienberichten werden bei der geplanten Verfassungsreform vergleichsweise wenige Artikel verändert, insgesamt nur 33 der insgesamt 350. Mit der Reform ist zum Beispiel geplant, kommunale Bürgerräte als Bestandteil der politischen Landschaft fest zu schreiben. Auch soll die Amtszeit des Präsidenten nicht nur von 6 auf 7 Jahre verlängert werden, sondern auch eine Wiederwahl soll auf unbestimmte Zeit möglich sein. (17.08.07)
Bei dem stärksten Erdbeben in Peru seit mehr als 50 Jahren sind mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben erreichte eine Stärke von 7,9 auf der Richterskala. Am stärksten betroffen waren die Städte Ica, Chincha und Cañete. Wegen der zahlreichen Nachbeben schläft ein großer Teil der Bevölkerung weiter unter freiem Himmel (Karte: US Geological Survey).
Am 12. August feierte der „máximo lider Fidel Castro seinen 81. Geburtstag. Nach einem Jahr ohne offizielle Machtausübung ist seine Zukunft in der kubanischen Politik noch ungewiss. Durch seinen Artikel in der Tageszeitung Granma zeigt er jedoch, dass er mit dem Verlauf der Regierung sehr zufrieden ist.
Die Präsidenten Chávez und Morales planen ein binationales Unternehmen für Erdöl und Erdga: die YPFB-Petroandina. Die Aktiengesellschaft zwischen Yacimientos Petrolíferos Fiscales Bolivianos (YPFB) und Petroléo de Venezuela S.A. (PdVSA) wird zu 60% von Bolivien und zu 40% von Venezuela gehalten.
Der venezolanische Präsident Chávez hat den Kauf von argentinischen Staatsanleihen im Wert von US$1 Milliarde bekannt gegeben. Damit summierten sich die Käufe in den letzten Jahren auf insgesamt mehr als US$5 Milliarden. Trotzdem ist die Beziehung beider Länder durch die ungewollte Wahlkampfkampagne von Chávez für Cristina Kirchner gespannt. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)
Russland und Venezuela einigten sich auf den Bau von zwei Fabriken für Kalaschnikow-Maschinenpistolen. Aufgrund des Waffenembargos der USA seit Mai 2006 wird Russland somit zum wichtigsten Partner Venezuelas, um Rüstungsgüter zu beziehen (bisher handelte es sich um einen Wert von bis zu 800 Millionen Euro).
Gouverneur Ulises Ruiz gewann trotz enormer Proteste der Bevölkerung die Wahlen im Bundesstaat Oaxaca. Trotz absoluter Mehrheit ist die Wahl jedoch nur ein weiterer Schritt im schwelenden Konflikt, denn nach Aussage der außerparlamentarischen Opposition »Volksversammlung der Bevölkerung Oaxacas« (APPO) haben mehr als 70% der Wahlberechtigten aus Angst vor weiteren Repressionen ihre Stimme nicht abgegeben. (Bildquelle: University of Texas at Austin)
Mit dem nahenden Ende der Panamerikanischen Spiele in Rio de Janeiro sah es so aus, als ob eine Vielzahl von Sportlern, unter anderen zwei Boxstars, die Flucht ergreifen wollten, um nicht mehr nach Kuba zurückkehren zu müssen. Diese fast politische Niederlage wurde jedoch abgewendet, als die Boxer am Wochenende am Strand festgenommen wurden. Nach ihrer Aussage wurden sie entführt und unter Drogen gesetzt.
Der ehemalige Präsident Alberto Fujimori, der trotz Hausarrests in Chile für den japanischen Senat kandidiert hat, wurde heute an den Urnen geschlagen. Zur Freude vieler Menschenrechtler erhielt er lediglich 2.000 Stimmen. Die Kritik, dass die japanische Regierung nichts gegen die Kandidatur von Fujimori unternommen hat, bleibt aber bestehen (Bildquelle: US Institute of Peace, Public Domain).
Die Leiharbeiter der Staatlichen Kupfergesellschaft COLDELCO befinden sich seit 32 Tagen im Streik. Eine Gruppe von Vermummten brachte sogar einen Zug, welcher Kupferkonzentrat zur Küste transportierte, zum entgleisen. Die Leiharbeiter fordern eine Gleichstellung mit den Festangestellten.
Etwa 200 Menschen verloren durch ein Flugzeugunglück auf dem nationalen Flughafen von Sao Paulo (Congonhas) das Leben. Die Maschine raste über die regennasse Landebahn hinaus, kreuzte eine viel befahrene Hauptstraße und schlitterte danach in eine Tankstelle und ein Geschäftsgebäude. (Bildquelle: Agencia Brasil, Agencia LUZ)
Nach über 89 Jahren gibt es in einem der kältesten Winter Lateinamerikas erneut Schneefall in Buenos Aires. Für einen Moment hielt das Leben der Stadt an, die Menschen versuchten, die Schneeflocken zu fangen. So schön der Schneefall für die Menschen war, so schlecht war er für den Verkehr, welcher teilweise zum erliegen kam. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)
Mit einem mexikanisch-kubanischen Parlamentariertreffen in Havanna möchte der Nachfolger von Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox, Felipe Calderón, der diplomatischen Eiszeit mit Kuba ein Ende bereiten. Der mehrtägige Dialog geht jedoch nicht näher auf Menschenrechtsverletzungen in Kuba ein.
In Lissabon haben die Europäische Union und Brasilien ein Rahmenabkommen zur strategischen Partnerschaft in Sachen Klimaschutz und Energieversorgung (Biokraftstoffe) geschlossen. Ziel ist eine verstärkte Zusammenarbeit. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Pozzebom)
Die brasilianische Regierung stimmte am Montag dem Bau eines dritten Atomkraftwerks im Bundesstaat Rio de Janeiro zu: Angra 3. Die niedrigen Preise der Energieerzeugung und die technischen Schwierigkeiten bei der Konstruktion von zwei weiteren Wasserwerken in Nordbrasilien waren die entscheidenden Gründe für die Genehmigung des Atomkraftwerks. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)
Der Oppositionskandidat Mauricio Macri hat am Sonntag die Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt Buenos Aires mit 61% der Stimmen gewonnen. Diese Wahlen zeigen eine bedeutende konservative Richtungsänderung, die sich wahrscheinlich auch in den Präsidentschaftswahlen im Oktober widerspiegeln könnte. (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)
Nach seiner Operationen im vergangenen Juli hat sich Staatschef Fidel Castro erstmals wieder in einem Fernsehinterview gezeigt. In dem einstündigen Programm äußerte er sich aber nicht über die aktuelle bzw. zukünftige politische Situation Kubas.
Der konservative Kandidat Maurício Macri (Präsident des Fußballteams Boca Juniors) gewann gestern mit 45% die erste Wahlrunde der Oberbürgermeisterwahl von Buenos Aires. Am 24.06. soll er gegen den zweitplatzierten Kandidaten und derzeitigen Bildungsminister Daniel Filmus (23%) antreten. (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)
Seit der Schließung des venezolanischen TV Senders RCTV herrscht zwischen dem brasilianischen Parlament und der Regierung Venezuelas ein diplomatischer Konflikt. Das Parlament Brasiliens übte starke Kritik an Chávez und dieser antwortete auch in einem harten Ton. Der Konflikt wartet auf die diplomatische Hand von Präsident Lula, welcher gerade auf einer Indienreise ist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Jose Cruz)
Mit Demonstrationen und Veranstaltungen wird heute an den 30. Jahrestag der Mütter des “Plaza de Mayo” erinnert. Am 30. April 1977 wagten sich 14 Mütter auf den Platz vor dem Präsidentenpalast, um Aufklärung über das Schicksal ihrer vom Militär verschleppten Kinder zu fordern. (Bildquelle: David Almeida)
Die Legislative verabschiedete trotz Widerstand der katholischen Kirche nach einer siebenstündigen Debatte mit 46 zu 19 Stimmen ein Gesetz, das den Schwangerschaftsabbruch legalisiert. Danach dürfen Frauen künftig in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft straffrei eine Abtreibung vornehmen lassen. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)
Das Parlament ratifizierte in zweiter Lesung das Gesetz gegen Gewalt an Frauen. Das Gesetz findet vor allem innerhalb von Paarbeziehungen Anwendung, aber auch dritte Personen können Anzeige erstatten. Ein solches Gesetz ist bis heute einzigartig in Lateinamerika.
Nachdem acht Senatoren und ein Gouverneur festgenommen wurden, ist jetzt auch Armeechef General Mario Montoya unter Verdacht, rechte Terrorgruppen gegen die linksorientierte Guerrillagruppe FARC unterstützt zu haben. Durch diese Untersuchung erlitt die Regierung Uribes einen schweren Schlag, da Montoya als enger Vertrauter des Präsidenten gilt.
Die Regierungen von Bolivien und Argentinien einigten sich über die Umsetzung des bisher größten bilateralen Projektes im Energiesektor: eine ca. 1.520 Kilometer lange Pipeline, die bolivianisches Gas nach Argentinien bringen soll. Das Projekt soll im Oktober beginnen und 2009 fertig sein.
Die Regierungen Argentiniens und Ecuadors unterzeichneten ein Abkommen zum Thema Auslandsschulden, indem Argentinien Ecuador fachliche Beratung anbietet. 2005 war das Land von Rafael Correa mit 50% seines Bruttoinlandsprodukts im Ausland verschuldet (das entspricht 18,8 Milliarden US-Dollar). (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)
Zapatistenführer Subkommandant Marcos verkündete die Fortsetzung seiner Reise durch das ganze Land, die unter der Motto “Andere Kampagne” 14 indigene Oberhäupter vereinigt. Die Reise, mit der die indigene Autonomie eingefordert wird, beginnt in der Stadt San Cristóbal de las Casas (Chiapas). (Bildquelle: Oriana Eliçabe)
Nach nur 14 Monaten Amtszeit kündigt Evo Morales bereits Neuwahlen für nächstes Jahr an. Hintergrund ist die laufende Verfassungsreform, welche 2008 beendet sein soll und bei einer erfolgreichen Annahme Neuwahlen des Präsidenten, des Parlaments, der Regionalvertretungen und Präfekten vorsieht. Morales hat bereits angekündigt, dass er sich nicht erneut zur Wahl stellen will.
Der mexanikanische Präsident Felipe Calderón verkündete, dass die Öl-Reserven des Landes nur noch für circa neun Jahre reichen werden. Er bat darum, die Messungen noch einmal zu prüfen, denn sollte sich nichts ändern, wird sich Mexiko in Kürze zu einem Öl- und Gasimporteur werden. Weiterhin betonte er, dass die mexikanische Ölgesellschaft PEMEX nicht privatisiert werde. (Bildquelle: Agencia Brasil, Divulgacao Petrobras)
Wie schon zuvor in Mexiko, muss sich George W. Bush auch in Guatemala-Stadt, der letzten Station auf seiner Lateinamerikareise, den Protesten der Bevölkerung stellen. Damit scheint sich zu bestätigen, dass das Ziel der Reise, ein Imagegewinn für die Vereinigten Staaten, erst einmal verfehlt wurde.
Präsident Lula da Silva will ein neues Sozialprogramm einführen: das “Kit-Zivilgesellschaft”. Dieses soll der jungen armen Bevölkerung in den Großstädten strukturell helfen (Inklusion im Arbeitsmarkt und bessere Ausbildungschancen) und dadurch die Kriminalität vermindern. Dasselbe Programm soll auch in den kleinen Gemeinschaften (z.B. mit indigener Bevölkerung) grundlegende Strukturen einführen (Krankenhäuser, Schulen und Energienetz). (Bildquelle: Agencia Brasil, Jose Cruz)
Das Land verkündete eine starke Erhöhung seines Sicherheitsetats in den nächsten vier Jahren. 3,727 US$ Milliarden wurden bereits für den Kauf von Flugzeugen und Hubschraubern genehmigt. Laut Sicherheitsminister Juan Manuel Santos seien die Waffen nur für interne Angelegenheiten und den Guerrillakampf gedacht und es gäbe keinen Aufrüstungswettbewerb mit den Nachbarn.
Präsident Alan García ernannte den Abgeordneten Luis Alva (Wirtschaftsminister in der ersten Regierung Garcías) zum neuen Innenminister. Er soll die Verantwortung für die Drogenbekämpfung und die Sicherheit in den Städten bekommen. Die alte Innenministerin Pilar Mazzetti ist wegen Korruptionsverdacht zurückgetreten (Bildquelle: Coordinadora Nacional de Radio Peru).
Hugo Chavez und der argentinische Präsident Nestor Kirchner unterzeichneten 17 Vereinbarungen, welche die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in verschiedenen Bereichen verstärken sollen. Diese Verträge beinhalteten unter anderem die venezolanische Finanzierung des argentinischen Milchunternehmens Sancor und die Lieferung von venezolanischem. Öl nach Argentinien. Zudem wollen beide Präsidenten für ihre Initiative einer südamerikanischen Bank werben.
Der Präsident Daniel Ortega kritisierte die USA wegen unzureichender Investitionen im Kampf gegen den Drogenhandel. Seine Hauptkritik war, dass die USA trotz ihrer Technologie den Drogenschmuggel in die USA nicht verhindern können. Ortega beschwerte sich, dass es nicht die Aufgabe der kleinen Länder Mittelamerikas sei, die “Arbeit” der USA zu übernehmen, zumindest nicht ohne eine finanzielle Hilfe.
