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Noticias Lateinamerika

06. April 2009 | Lateinamerika: Schwarze Schafe auf der Steuerliste der OECD | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Costa Rica, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Guatemala, Noticias Lateinamerika, Noticias Panama, Noticias Uruguay

Lateinamerika: Schwarze Schafe auf der Steuerliste der OECD (Bild: Quetzal-Redaktion, mcm)Auf der heute von der OECD herausgebrachten Liste der Steueroasen tauchen (nicht überraschend) auch einige lateinamerikanische Länder auf. Auf der schwarzen Liste finden sich beispielsweise Costa Rica und Uruguay. Beide Länder haben sich bisher völlig dem internationalen Standard für Informationsaustausch bei Steuerangelegenheiten verschlossen. Uruguay beeilte sich denn auch, schriftlich zu erklären, die OECD-Normen zur Verhinderung von Steuerflucht offiziell einzuführen – und wird daher bald wieder von der Liste verschwinden. Auf der grauen Liste, d.h. bei den Ländern, die den genannten Standard nicht in vollem Umfang umgesetzt haben, stehen die üblichen 38 Verdächtigen, darunter in Lateinamerika neben den berühmt-berüchtigen Cayman-Inseln zudem die Dominikanische Republik, Panama, Guatemala und Chile. (Bild: Quetzal-Redaktion, mcm)


05. April 2009 | Mexikanischer Drogenboss verhaftet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexikanischer Drogenboss Vicente Carrillo Leyva verhaftet (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)Am Mittwoch dieser Woche wurde einer der meistgesuchten Drogenbosse Mexikos, Vicente Carrillo Leyva, gefasst. Auf den Sohn des legänderen Amado Carrillo Fuentes, den ehemaligen Chef des Juárez-Kartells, waren 1,5 Millionen Euro Kopfgeld ausgesetzt. Gemeinsam mit dem kürzlich verhafteteten Vicente Zambada, gehörte Vicente Carillo Leyva zu einer neuen Generation von Drogenkriminellen, die mit dem Geld aus den Drogengeschäften ihrer Väter die ganze Welt bereist und eine Bildung an den besten Universitäten durchlaufen haben, um nach Ihrer Rückkehr nach Mexiko das Geschäft mit den Drogen zu optimieren. Die Verhaftung von Carrillo Leyva kann als weiterer Schritt im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in Mexiko interpretiert werden. Mit viel Mühe und Aufwand gelingt es der Polizei und dem Militär Mexikos zunehmend, sagenumwobene Großkriminelle aus den obersten Reihen zu fassen. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


02. April 2009 | Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín (2.v.r., Archivfoto vom 1.10.2008), Foto: Presidencia de la Nación ArgentinaDer ehemalige argentinische Präsident (1983-1989) Raúl Alfonsín ist heute mit 82 Jahren gestorben. Seit Jahren litt er an Lungenkrebs. 60.000 Personen begleiteten in Buenos Aires seinen Sarg und brachte ihm somit eine letzte Huldigung. Raúl Alfonsín gewann die Wahlen im Jahr 1983. Er war der erste demokratische Präsident nach der Beendigung der Militärdiktatur. Er musste sich um ein moralisch zerrissenes und wirtschaftlich darniederliegendes Land kümmern. Unter seiner Regierung fand das erste Mal in Lateinamerika eine Anklage gegen ein ehemaliges Militärregime aufgrund ihrer Verbrechen statt. Er ist auch bisher in der argentinischen Geschichte der einzige Präsident, der keine Anklage wegen Korruption hatte. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


01. April 2009 | Lateinamerika: Südamerikanisch-arabisches Gipfeltreffen in Doha | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika

Auf dem in dieser Woche abgehaltenen zweiten Gipfeltreffen der politischen Führer von 22 Mitgliedstaaten der Arabischen Liga und 12 südamerikanischen Ländern in Doha, haben diese die Notwendigkeit betont, ihre Kräfte zu bündeln, um gemeinsame Interessen auf internationaler Ebene besser vertreten zu können. Darüber hinaus besiegelten die Mitglieder der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft MERCOSUR – Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – und die Vertreter des Golfkooperationsrats (GCC) in einem Abkommen ihre Bereitschaft, in naher Zukunft ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Initiator des gemeinsamen Treffens, das 2005 zum ersten Mal in Brasilia stattfand, ist der brasilianische Präsident Lula da Silva. Der brasilianische Handel mit den arabischen Staaten ist in der Zwischenzeit von acht Milliarden auf 20 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die arabischen Staaten sind Abnehmer südamerikanischer Nahrungsmittel, vor allem aus Brasilien und Argentinien, wobei die Handelsbilanz positiv zugunsten der Südamerikaner ausfällt.


01. April 2009 | Brasilien: Unangenehme Situation zwischen Lula und al-Bashir | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Venezuela

Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Der brasilianische Präsident Lula da Silva verließ das offizielle Mittagessen des Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (31.03.), als er bemerkte, dass sein Platz neben dem sudanesischen Präsident Omar al-Bashir sein würde. Gegen al-Bashir wurde durch den Internationale Strafgerichtshof (ICC) wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen 2003 in Darfur (Westsudan) Haftbefehl erlassen, den al-Bashir allerdings nicht ernst nahm und sich danach auf Afrikareise begab. Lula entschuldigte sich und verlies den Saal für den Rest der Mahlzeit. Die südamerikanischen Meinungen bezüglich al-Bashir sind jedoch verschieden. So lud der venezolanische Präsident Chávez Bashir ein, sein Land zu besuchen, und sagte, dass der ehemalige US-amerikanische Präsident Bush auch des Völkermords schuldig sei, aber nicht von der internationalen Gemeinschaft verurteilt wurde. Chávez unterstütze damit die Liga der arabischen Länder. Die chilenische Präsidentin Bachelet distanzierte sich, wie Lula, von dieser Haltung. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


31. März 2009 | Lateinamerika, Spanien: Remesas verringerten sich 2008 um 7,1 Prozent | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika

Die Überweisungen (remesas) der lateinamerikanischen Immigranten in Spanien an ihre Angehörigen in den Heimatländern haben sich im Jahr 2008 um 7,1 Prozent gegenüber 2007 verringert. Besonders stark fiel der Rückgang im dritten Quartal (-11,3 Prozent) und speziell im vierten Quartal (-20 Prozent) aus. Zwar werden mit 7,84 Milliarden Euro weiterhin bedeutende Summen zurücküberwiesen. Aber die Finanzkrise und die sich zuspitzende Arbeitslosigkeit bedeuten nunmehr die Umkehr eines seit 2002 bestehenden Trends stetig wachsender remesas. So wurden 2002 noch 2,84 Milliarden Euro von Spanien nach Lateinamerika transferiert, dann 3,47 Milliarden Euro (2003), 4,19 Milliarden Euro (2004), 4,94 Milliarden Euro (2005), 7,06 Milliarden Euro (2006) und dem bisherigen Höchstwert 8,44 Milliarden Euro (2007).


30. März 2009 | Lateinamerika: 50. Jahressitzung der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) mit Fokus auf China | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika

Am Montag ist in Medellin, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens, die 50. Jahressitzung der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zu Ende gegangen. Der Präsident der Chinesischen Volksbank, Zhou Xiaochuan, würdigte die Leistungen der IDB, die seit 50 Jahren die Reduzierung der Armut sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik fördert. Er kündigte an, die chinesische Regierung wolle mit allen Mitgliedsländern der IDB gemeinsam gegen die Finanzkrise vorgehen. So wurde zwischen Liu Kegu, dem Vize-Präsidenten China Development Bank, und Luis Alberto Moreno, dem Direktor der IDB, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, mit der die Handelskooperation zwischen China und Lateinamerika insbesondere in den Bereichen Energie und Verkehr gefördert werden soll. Dies ist angesichts der Exporteinbußen, der fallenden Rohstoffpreise und der erschwerte Bedingungen bei der Beschaffung von Kapital, die Lateinamerika im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise drohen, von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Noch im vorigen Jahr war die Wirtschaft in Lateinamerika und der Karibik nach vorläufigen Berechnungen um 4,5 bis 5,5 Prozent gewachsen. Für dieses Jahr wird bestenfalls mit Stagnation gerechnet.


29. März 2009 | Kolumbien: einjähriger Todestag von Manuel Marulanda | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Ein Jahr nach dem Tod des legendären FARC-Chef Manuel Marulanda (wahrscheinlich am 26. März 2008), alias “Tirofijo”, veröffentlichte die Guerillaorganisation ein Video von seiner Beisetzung. Das kolumbianische Militär sucht bis heute vergeblich nach seinen leiblichen Überresten, deren Ort Marulandas Witwe Sandra immer noch geheim hält. Nach Aussage der Zeitung “El Mundo” ließ sie alle Beteiligten der Beisetzung (mit Ausnahme wichtiger Personen) ermorden, damit der genaue Ort nicht preisgegeben wird. Um Marulandas sowie Raul Reyes Tod zu ehren, entschied sich die FARC, die eigenen Aktionen, z.B. durch verschiedene gewaltätige Straßenblockaden, zu verstärken. Der Mythos von Marulanda und seiner Ideologie wird jetzt von “Mono Jojoy”, dem neuen militärischen Chef der FARC, fortgesetzt. Er gilt seitens der kolumbianischen Armee als meistgesuchtester Kopf.


28. März 2009 | Venezuela: Eisenbahnbau für öffentlichen Personenfernverkehr | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

2006 wurde der “Nationale Eisenbahn-Entwicklungs-Plans” ins Leben gerufen, welcher gemäß der bisherigen Planung bis 2030 den Bau von 15 neuen Fernverkehrsstrecken vorsieht. Venezuela, das bisher nicht über eine solche Infrastruktur verfügt, will mit dem 13.665 Kilometer langen und aus 379 Bahnhöfen bzw. Warenumschlagpunkten bestehenden Eisenbahnnetz zukünftig 210 Millionen Fahrgäste und 190 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr transportieren. Letzte Woche (22.03.09) wurde nun offiziell mit dem Bau der ersten Strecke von Tinaco (Bundesstaat Cojedes) nach Anaco (Anzoategui) begonnen. Die Eisenbahnlinie “Emilio Arévalo Cedeño” hat eine Länge von 468 Kilometern und soll 2012 in Betrieb genommen werden. 1.800 direkte und 5.400 indirekte Arbeitsplätze werden nach Aussagen der Regierung durch den 800 Millionen US-Dollar teuren Bau geschaffen werden. Finanziert wird das Projekt durch den strategischen Entwicklungsfond China-Venezuela und soll in Zusammenarbeit mit chinesischen und italienischen Unternehmen durchgeführt werden. Wichtiger Bestandteil ist vor allem der geplante Technologietransfer an venezolanische Unternehmen für die Herstellung von Gleisen und Zügen.


27. März 2009 | Bolivien: UN-Bericht bestätigt “massive Menschenrechtsverletzungen” in Pando | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Der in dieser Woche veröffentlichte UN-Bericht über das “Pando-Massaker” im September 2008 bestätigt die von offizieller Seite begangenen, massiven Menschenrechtsverletzungen. Bei dem Vorfall um El Porvenir, bei dem auf Unterstützer der Regierung und Unbeteiligte geschossen worden war, starben mehrere campesinos. Der Bericht geht von mindestens 11 Toten aus; darunter auch zwei Vertreter der Präfektur. Die Zahl der Verletzten belief sich auf 50, die meisten davon campesinos. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen die Präfektur von Pando, mit ihr verbundene Institutionen, wie den Servicio Departamental de Caminos (SEDCAM), und Mitglieder des Bürgerkomitees. Der Bericht, der zuerst Präsident Evo Morales vorgelegt wurde, empfiehlt eine vertiefte Untersuchung der Vorgänge durch die bolivianische Justiz, um alle Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen und sie nicht straflos davonkommen zu lassen. Bereits in Haft sitzen deshalb u.a. Ex-Präfekt Leopoldo Fernández und Ex-Senatspräsident José Villavicencio. Bereits im November 2008 war ein UNASUR-Bericht zu dem Vorfall veröffentlicht worden, der zuletzt durch eine Sonderkommission des bolivianischen Parlaments einer Revision unterzogen und zum Teil korrigiert wurde.


25. März 2009 | Bolivien, Kuba, Venezuela: ALBA-Kulturpreis an Retamar und Sanjinés | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Der Kubaner Fernando Retamar und der Bolivianer Jorge Sanjinés sind die Preisträger des ALBA-Preises für Literatur und Kunst 2008. Die Jury aus Luis Britto García (Venezuela), Héctor Díaz-Polanco (Dominikanische Republik), Víctor Pellegrini (Argentinien), Raúl Pérez Torres (Ecuador) y Lesbia Vent Dumois (Kuba) würdigte den Beitrag der Geehrten für die kulturelle Emanzipation und Entkolonialisierung Lateinamerikas. Retamar, einer der wichtigsten spanischsprachigen Dichter der Gegenwart, ist auch bekannt für seine brillanten essayistischen Arbeiten zum Werk José Martís. Der bolivianische Filmregisseur Sanjines, der zu den Begründern des Neuen Lateinamerikanischen Kinos gehört, schuf zahlreiche herausragende Filme wie z.B. Yawar Mallku und El coraje del pueblo. Die Alternativa Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América (ALBA) vergibt ihren Kulturpreis im Rahmen des Projektes ALBA-Cultural zum zweiten Mal, die ersten Preisträger waren der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer und der uruguayische Schriftsteller Mario Benedetti. Der Preis wird auf dem nächsten regionalen Gipfel der ALBA in Venezuela überreicht.


24. März 2009 | Mexiko, Spanien: Orden Isabel la Católica an Carlos Fuentes | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko, Spanien: Auszeichnung mit dem Orden Isabel la Católica für Carlos Fuentes (Bildquelle: Gobierno de España)Spaniens Präsident José Luis Rodríguez Zapatero überreichte dem mexikanischen Schriftsteller Carlos Fuentes das Großkreuz des Ordens Isabel la Católica, die höchste Auszeichnung Spaniens. Die Auszeichnung war dem Schriftsteller aus Anlass seines 80. Geburtstages im November vergangenen Jahres verliehen worden, sie würdigt die Lebensleistung des Mexikaners und betont seine Bedeutung als einer der wichtigsten Erzähler spanischer Sprache der letzten 50 Jahre. An der Zeremonie im spanischen Präsidentenpalast nahm neben EU-Chefdiplomat Javier Solana auch Ignacio Polanco, Chef des spanischen Medienkonzerns PRISA, zu dem auch El País gehört, teil. Die bedeutende brasilianische Schriftstellerin Nélida Piñon würdigte Carlos Fuentes als einen Weltbürger, der sich stets die Leidenschaft für sein Land bewahrt und sich in seinen Werken mit dessen Geschichte und Gegenwart auseinandergesetzt habe. Fuentes gilt als einer der wichtigsten Autoren Lateinamerikas der Gegenwart. Für sein Werk, zu dem neben Romanen, Erzählungen und Essays auch Arbeiten für Theater und Film gehören, wurde er mit zahlreichen bedeutenden Literaturpreisen geehrt, so mit dem Premio Cervantes (1987) und den Premio Internacional Don Quijote de la Mancha (2008). (Bildquelle: Gobierno de España)


24. März 2009 | Brasilien: 16 Euro im Monat für die Kultur | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: 16 Euro im Monat für die Kultur, Kulturminister Juca Ferreira (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Juca Ferreira, Kulturminister Brasilien, gab bekannt, dass Präsident Luiz Inácio Lula da Silva  beabsichtige, an 12 Millionen arme Arbeiter monatlich 50 Reales (16 €) auszuzahlen. Die Bolsa Cultura (Kulturbörse) genannte Gabe soll den Arbeitern ermöglichen, am Kulturleben des Landes teilzunehmen. Wie Ferreira ausführte, existiert in Brasilien eine „kulturelle Apartheid, wo nur wenige Zugang zur Kultur haben“. Lediglich 14% der Brasilianer gehen ins Kino und weniger als 8% besuchen Theater oder Museen. Die Bolsa Cultura soll auch Armen den Besuch von Kino, Theater und Museum oder auch den Kauf von Büchern ermöglichen. Bereits Ex-Kulturminister Gilberto Gil hatte moniert, dass Brasilien die Kultur für 3% der Elite subventioniere, aber Millionen Werktätige keinen Zugang zu Kultur gewähre. Er hatte deshalb für eine finanzielle Förderung der brasilianischen Volkskultur. Ferreira kündigte an, die Regierung werde die Vorschläge beraten und, wenn sie angenommen werden, dem Parlament zur Verabschiedung vorlegen. Die Opposition wirft Lula vor, die Bereitstellung der 600 Mio. Reales (198 Mio. Euro) für die Kulturbörse sei lediglich ein Versuch des Präsidenten, die Chancen für die Wahl seiner Präsidentschaftskandidatin, Ministerin und Ex-Guerrillera Dilma Rousseff, im nächsten Jahr zu verbessern. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


23. März 2009 | Panama: Kunstrasenplätze statt Armutsbekämpfung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Kunstrasenplätze statt Armutsbekämpfung (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Nach einer Information der Comisión Económica para América Latina (CEPAL) ist die Armut in Panama zwischen 2001 und 2007 von 36,7 auf 28,6 Prozent zurückgegangen. Zugleich bedeutet diese Ziffer, dass weiterhin etwa ein Drittel der panamaischen Bevölkerung als arm gilt. Von daher mag es überraschen, wofür die Regierung die knappen Staatsmittel ausgibt. Wie heute bekannt wurde, hat sie nicht weniger als 60 Fussball-Kunstrasenplätze im Gesamtwert von 92 Millionen US-Dollar errichtet. Die Ausgaben in die Sportinfrastruktur erreichen damit historische Höchststände. Außerdem ist geplant, 200 Stipendien für Sportstudenten auszuschreiben. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


23. März 2009 | Ecuador, Paraguay: Rafael Correa zu offiziellem Staatsbesuch bei Fernando Lugo | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Paraguay

Ecuador, Paraguay: Rafael Correa zu offiziellem Staatsbesuch bei Fernando Lugo (Bildquelle: Fernando Lugo APC)Der Präsident Ecuadors Rafael Correa traf heute in der Hauptstadt Paraguays ein, um mit seinem Amtskollegen Fernando Lugo über eine Vertiefung der Integration Lateinamerikas zu beraten. Es ist der erste offizielle Staatsbesuch eines Präsidenten, seit der Ex-Bischoff Lugo am 15.08.2008 im Beisein der Staatsoberhäupter Boliviens, Brasiliens, Chiles, Honduras, Uruguays und Venezuelas das Präsidentenamt übernahm. Beide Seiten werden verschiedene Kooperationsabkommen unterzeichnen, unter anderem ein Programm zur Förderung von Export und Investitionen. Außerdem sieht der Plan ein Treffen mit Kongress-Mitgliedern und des Obersten Gerichtshof vor. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


22. März 2009 | Venezuela: sinkender Erdölpreis erfordert neue Haushaltsplanung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Hugo Chávez bereitete seine Bevölkerung zwar Mitte letzter Woche auf eine mögliche Erhöhung des Preises für ein Liter Benzin vor, dass derzeit nur drei Eurocent kostet. Gestern (21.03.09) rückte er aber zunächst wieder davon ab. Vielmehr kündigte er deutlichere Schritte an, um den gesunkenen Deviseneinnahmen im Zuge des gefallenen Ölpreises entgegen zu wirken. 90 Prozent der Exporteinnahmen werden durch den Verkauf von Erdöl erwirtschaftet. Sahen die ursprünglichen Planungen des Haushaltsbudgets einen Ölpreis von mindestens 60 US-Dollar vor, wird jetzt dieser Preis auf 40 US-Dollar je Barrel Öl angepasst. Damit geht auch die Kürzung des Haushalts um 6,7 Prozent auf 72 Milliarden US-Dollar (156,388 Milliarden Bolivar Fuerte, BSF) einher. Die Einsparungen reichen jedoch nicht zur Finanzierung der Budgetlücke, so dass die Neuverschuldung von circa sechs auf 16 Milliarden US-Dollar erhöht werden muss. Gleichzeitig erfolgt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von neun auf zwölf Prozent. Parallel verkündete Chávez für 2,6 Millionen Menschen auch positive Nachrichten, denn deren Mindestlöhne (799 BSF) wird im Mai 2009 auf 879 BSF und im September auf 967 BSF erhöht. Mit den getroffenen Maßnahmen wird die kritische Lage verdeutlicht, aber lediglich versucht, die Zeit zu überbrücken, bis der Ölpreis das von der OPEC gesetzte Ziel von 75 US-Dollar erreicht. Sollte dies nicht geschehen, steht Venezuela spätestens 2010 vor erheblichen Problemen und einschneidenden Maßnahmen.


21. März 2009 | Argentinien: Verkaufsstopp für Getreide und Rindfleisch durch Bauernstreik | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Verkaufsstopp für Getreide und Rindfleisch durch Bauernstreik (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Bereits Ende Februar diesen Jahres hatten die größten argentinischen Agrargewerkschaften fünf Tage lang gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Exportsteuern auf landwirtschaftliche Produkte gestreikt. Durch die anhaltende Dürre und die deutlich gesunkenen Weltmarktpreise ihrer Exportprodukte sehen sich die Bauern jedoch starken Einnahmeverlusten konfrontiert. Zwar wurden erst vor kurzem die Exportsteuern für Weizen und Mais um fünf Prozentpunkte reduziert, jedoch ist dies aus Sicht der Bauern nicht ausreichend. Aus diesem Grund wurde am Freitagabend (20.03.009) der Verkauf von Getreide und Rindfleisch gestoppt. Durch den am heutigen Samstag beginnden siebentägigen Streik soll eine weitere Senkung der Steuern gefordert werden. Die Regierung um Christina Kirchner argumentiert hingegen, dass die Staatseinnahmen durch Exportsteuern bei der Bewältigung der Folgen der internationalen Finanzkrise dringend benötigt werden. So sollen z.B. 30 Prozent der Sojasteuern in einen landesweiten Fonds fließen. Mit der Kritik an unzureichenden Maßnahmen der Regierung gegen die Dürre haben die Gewerkschaften zwar recht, die Argumentation, dass eine Senkung der Exportsteuern die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verbessert, ist jedoch nicht ganz richtig. Durch die Dürre kam es zu enormen Ernteausfällen, wodurch Argentinien eher Probleme hat, seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


20. März 2009 | Chile, Peru: Peru zieht wegen Seegrenzkonflikt vor Gericht | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Peru

Peru geht wegen des Seegrenzkonfliktes mit Chile vor den Internationalen Gerichtshof  der Vereinten Nationen (IGH) in Den Haag. Der Streit um die 35.000 Quadratkilometer, die von Chiles Nachbarland beansprucht werden, begann im Jahr 2000. Während die peruanische Regierung behauptet, die Festlegung der Grenze sei nie geklärt worden, reklamiert die chilenische Seite, dass dies in der Declaración de Zona Marítima von 1952 festgelegt wurde. Der peruanische Außenminister José Antonio García Belaúnde geht davon aus, dass der Rechtsstreit bis über das Jahr 2012 hinaus andauern könnte. Falls die chilenische Regierung einem für Peru positiv lautenden Urteil des IGH nicht nachkommen sollte, drohte der peruanische Außenminister an, den Fall vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu bringen. Die diplomatischen Verstimmungen können unter Umständen das jüngst auf den Weg gebrachte bilaterale Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern belasten.


20. März 2009 | Brasilien: Indigene gewinnen Rechtsstreit um Land | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Indigene (Reservat Raposa do Sol) gewinnen Rechtsstreit um Land (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Jahrelang kämpfte die indigene Bevölkerung des 1,7 Millionen Hektar umfassenden Reservats Raposa do Sol in der brasilianischen Region Roraima gegen Farmer, die in ihr Territorium eingedrungen waren, um dort Reis anzubauen. Nun hat der oberste Gerichtshof mit 10 von 11 Stimmen zugunsten der 20.000 Indigenen entschieden, die in Raposa do Sol leben. Alle nicht indigenen Personen müssen das Reservat sofort verlassen. Problematisch wird nun die Entschädigung der Farmer werden. Das Urteil ist von großer Bedeutung, da es höchstwahrscheinlich Präzedenzcharakter für Entscheidungen über eine ganze Reihe von weiteren Reservaten haben wird. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


18. März 2009 | Argentinien: Erster Sieg für Cristina Kirchner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Erster Sieg für Christina Kirchner (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Die Regierung erhielt heute das notwendige Quorum, um den Entwurf zur vorzeitigen Anberaumung der Parlamentswahl in den Ausschuss für Verfassungsangelegenheiten einzubringen. Damit kann Cristina Kirchner an den geplanten Parlamentswahlen im Juni festhalten, obwohl die Opposition gegen diese Maßnahme kämpft, um sie zu ablehnen. Ab jetzt braucht die Kirchner-Fraktion 127 Stimmen in der Abgeordnetenkammer, in der sie aber nur 113 Stimmen hat. D.h., sie muss die fehlenden 21 suchen. Die Präsidentin begründet ihre Entscheidung zur Vorverlegung der Wahl damit, dass die Weltfinanzkrise dies notwendig mache. Die Opposition dagegen behauptet, diese Gesetzesänderung passiere aufgrund ihrer stetig abnehmenden Popularität. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


17. März 2009 | Uruguay: Mögliches Gesetz auf Recht zum würdigen Sterben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Uruguay

Das uruguayische Parlament hat einen Gesetzentwurf gebilligt, welcher den sich im Endstadium befindenden Kranken erlaubt, den Stopp ihrer Behandlung zur Lebensverlängerung zu fordern. Der Entwurf enthält auch, dass dieses Recht von direkten Familienangehörigen beantragt werden kann, wenn die Patienten dazu nicht fähig sind. Damit rückt das polemische Thema der Euthanasie in die politische Diskussion, wobei die Debatte im Parlament im Faustkampf zwischen den Abgeordneten endete. Es bedarf jetzt noch der Unterschrift des Präsidenten Tabaré Vásquez, um Gesetz zu werden.


16. März 2009 | El Salvador: Linkskandidat Mauricio Funes als neuer Präsident gewählt | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Wie die Wahlbehörde bereits wenige Stunden nach Ende des Urnenganges vom 15. März mitteilte, hat der Kandidat der linksgerichteten FMLN, Mauricio Funes, die Präsidentschaftswahlen mit über 51 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden können. Wahlverlierer ist mit etwas mehr als 48 Prozent Rodrigo Ávila, der für die rechte ARENA ins Rennen gegangen war. Trotz hoher politischer Polarisierung verlief die Wahl relativ ruhig und wird von den mehr als 4.000 in- und ausländischen Wahlbeobachtern insgesamt als korrekt eingeschätzt.


15. März 2009 | Kuba: USA lockern Handels- und Reisebeschränkungen für Kuba | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Vergangene Woche verabschiedete der US-Senat (10.03.09) ein Gesetz, welches den Exilkubanern zukünftig häufigere Besuche bei ihren Angehörigen auf Kuba ermöglicht. Waren unter der Bush-Regierung Reisen nur alle drei Jahre und für maximal zwei Wochen möglich, so sind diese jetzt einmal im Jahr gestattet und mit einer unbegrenzten Aufenthaltsdauer verbunden. An Devisen dürfen nun statt 50 Dollar pro Tag bis zu 179 Dollar ausgegeben werden. Mit dem Gesetz, welchem das Repräsentantenhaus bereits im Februar seine Zustimmung gab, wird zugleich die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten und Medikamenten erleichtert. Nach Aussage von US-Finanzminister Timothy Geithner versucht die US-Regierung derzeit einen geeigneten Weg zu finden, um den demokratische Wandel in Kuba zu fördern und das Leben der Kubaner zu verbessern. Mit der Unterzeichnung des Gesetzes durch US-Präsident Barack Obama am 11. März 2009 tritt dieses nun offiziell in Kraft. Obama betone aber zuvor, dass er an dem seit 1962 bestehenden Handelsembargo weiter festhalte. Kritik daran kommt vor allem von den Ländern Lateinamerikas, besonders vor dem Hintergrund, dass die USA zu den zehn wichtigsten Importländern Kubas zählen. Wie ernst gemeint die gemachten Lockerungen sind, wird sich bis zum 30. September 2009 zeigen. Da diese zusammen mit einem 410 Milliarden US-Dollar umfassenden Ausgabenpaket beschlossen wurden, ist das Gesetz vorerst nur bis zum Ende des Haushaltsjahres gültig.


15. März 2009 | Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Panama: Erdbeben der Stärke 6,2 (Bildquelle: US Geological Survey)Nach Messungen der US-Erdbebenwarte USGS in Denver hat sich am Donnerstagabend (12.03.09) um 17:23 Uhr Ortszeit (0:23 Uhr deutscher Zeit) südlich von Panama in 9 Kilometer Tiefe im Pazifischen Ozean ein Erdbeben mittlerer Stärke ereignet. Die Erdstöße besaßen eine Stärke von bis zu 6,3 auf der Richter-Skala. Das Beben wurde vor allem in der Provinz Chiriqui und im Osten von Costa Rica gespürt, jedoch nicht in Panama-Stadt. Aufgrund der Entfernung von etwa 250 Kilometer zum Festland scheint es bis auf kurzzeitige Unterbrechungen der Stromversorgung und Kommunikationnetze zu keinen größeren Schäden gekommen zu sein. Bislang liegen keine offiziellen Berichte vor. Auch Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet. Aus Angst vor Nachbeben kam es an vielen Orten jedoch zu Panik unter den Menschen. (Bildquelle: US Geological Survey)


13. März 2009 | Argentinien: Parlamentswahlen schon im Juni | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Parlamentswahlen schon im Juni (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Die argentinische Regierung möchte die Parlamentswahlen auf den 28. Juni vorziehen. Diese Information bestätigte heute die Präsidentin Cristina Kirchner. Sie schickte deshalb einen Entwurf zum Parlament, um diesen Punkt zu diskutieren. Sie sagte, dass die vorzeitige Anberaumung der Parlamentswahl aufgrund der Auswirkungen der Weltfinanzkrise erfolge. Dafür braucht die Regierung jedoch die Zustimmung des Parlaments, das in diesem Fall das Wahlgesetz ändern müsste – und zwar drei Monate vor den Wahlen. Das bedeutet, dass am 28. März der Frist ausliefe. Erfolgt die Zustimmung, wäre die Wahl für das Buenos Aires-Parlament im kommenden Juni und die Wahl für die nationale Abgeordnetenkammer und den Senat im Oktober. Normalerweise finden die Parlaments- und Senatswahlen zusammen am vierten Sonntag im Oktober statt. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


12. März 2009 | Mexiko: Drogenbaron Joaquin “El Chapo” Guzman auf Forbes-Liste der Superreichen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Drogenbaron Joaquin Die jährliche erscheinende Forbes-Liste der Milliardäre birgt dieses Mal eine große Überraschung. Nicht, dass Carlos Slim mit einem Vermögen von 35 Milliarden US-Dollar auf Platz 3 liegt, überrascht, sondern dass der berüchtigte Drogenbaron Joaquin “El Chapo” Guzman aufgeführt wird – und zwar auf Platz 701 der Superreichen. Er gilt als der mächtigste Boss der mexikanischen Drogenkartelle und ist nach dem Ausbruch aus dem Gefängnis seit acht Jahren untergetaucht. Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage, warum Forbes Kriminelle in die Liste aufnimmt und welche Quellen zur Berechnung benutzt wurden. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


10. März 2009 | Kolumbien: Lateinamerikanische Magnaten beraten zur Finanzkrise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Die reichsten Männer Lateinamerikas versammeln sich derzeit drei Tage lang in der kolumbianischen Stadt Cartagena de Indias, um die Auswirkungen der globalen Krise auf ihre Geschäfte und die sozialen Probleme in der Region zu erörtern. Es ist bekannt, dass Magnaten wie der Mexikaner Carlos Slim (zweitreichster Mann in der Welt) sowie der Venezolaner Gustavo Cisneros, die Argentinier Paolo Rocca, Federico Braun und Alfredo Román, die Chilenen Andrónico Luksic und Álvaro Saieh, die Brasilianer Joao Roberto Marinho, David Feffer und Antonio Moreira Salles und der Panamaer Stanley Motta gekommen sind. Als Gastgeber fungiert der Kolumbianer Julio Mario Santo Domingo. Heute traf sich der kolumbianische Präsident Àlvaro Uribe mit den Magnaten, um sie um mehrere Investitionen in seinem Land zu bitten.


08. März 2009 | Venezuela: Verstaatlichung von US-Reisfabrik Cargill | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Die am Mittwoch (04.03.09), während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung, vom venezolanischen Staatschef Hugo Chávez angeordnete Enteignung einer Reisfabrik wurde nur einen Tag später durch ein Präsidenten-Dekret formal bestätigt. Dabei handelt es sich um einen Betrieb des US-amerikanischen Lebensmittelkonzerns Cargill, der nach Aussagen der Regierung, die seit 2003 geltende Preisbindung für Grundnahrungsmittel, durch die Herstellung von ausschließlich vorgekochtem Reis unterlaufe. Zwar ist dies nicht verboten, jedoch sollte diese Ausweichreaktion der Hersteller unterbunden werden. Am Dienstag (03.03.09) war nun eine gesetzlichen Regelung in Kraft getreten, wonach die Produzenten von Grundnahrungsmitteln bestimmte Quoten erfüllen müssen. Bei der Herstellung von Reis muß der preisgünstige weiße Reise einen Anteil von mindestens 80 Prozent besitzen. Sollte die Quote von veredeltem Reis (z.B. aromatisiert oder vorgekocht) höher als 20 Prozent liegen, muß das Handelsministerium informiert werden, was offenbar durch Cargill nicht geschehen ist. Bereits Tage zuvor hatte Chávez mehrere Fabriken der Firma Polar, das größte Privatunternehmen Venezuelas, unter staatliche Kontrolle gestellt, da sie teilweise deutlich unter ihrer Kapazität produzieren und der Anteil an reguliertem Reis zu gering ist. Die Unternehmen kritisieren die Festpreise hingegen als nicht rentablel. Der Konflikt beider Seiten stellt somit leider den positiven Gesamttrend in den Schatten, wonach die Reisernte von 2007 auf 2008 um 11 Prozent gewachsen ist. Ziel ist die Reduktion von teuren Lebensmittelimporten.


07. März 2009 | Peru, Deutschland: Unklare Geldflüsse bei Werder Bremen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Dubiose Geschäfte zwischen Werder Bremen, Claudio Pizarro und Image S.A. in Panama - Grafik: Quetzal-Redaktion, gtWie erst heute in Deutschland bekannt wurde, gelangten bei einem Scheidungsverfahren in Lima am 25.02.2009 Dokumente ans Licht, die einmal mehr die dubiosen Geschäfte bei Fußball-Transfers beleuchten. Die (Noch-)Ehefrau des FIFA-Spielervermittlers Carlos Delgado reichte vor Gericht Unterlagen ein, die belegen, dass beim Transfer des peruanischen Stürmers Roberto Silva 2001 zu Werder Bremen Gelder illegal auch an den Präsidenten des deutschen Fußballclubs gingen. Demnach entfielen von der Kaufsumme von 1.350.000 US-Dollar an den früheren Verein Sporting Cristal Lima 250.000 US-Dollar, an dessen damaligen Sportchef Diego Rebagliati 10.000 US-Dollar, an den Honorarkonsul Uruguays und Präsidenten von Werder Bremen Jürgen L. Born 100.000 US-Dollar und an Claudio Pizarro Bossio 895.875 US-Dollar. Entsprechend blieben rechnerisch 94.125 US-Dollar für den Spielervermittler und Direktor der International Management Agency (Image) S.A. Panamá, über die der Transfer erfolgte. Unklar ist nun, ob die 100.000 US-Dollar an den Präsident von Werder Bremen helfen sollten, den Spieler zu verpflichten. Unklar ist auch die Rolle von Claudio Pizarro, damals wie heute ebenfalls Stürmer bei Werder Bremen, der seine Verbindungen zu Image S.A. sowie Carlos Delgado stets verneinte, gegen den derzeit aber Ermittlungen der peruanischen Staatsanwaltschaft laufen, der Beweise für eine enge Verknüpfung zwischen beiden vorliegen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gt).


06. März 2009 | Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise (Bildquelle: University of Texas at Austin)Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IEB), die zentralamerikanischen Länder, Mexiko und die Dominikanische Republik haben sich gestern und heute in Nicaragua versammelt, um die Auswirkungen der Krise in der Weltwirtschaft auf die genannten Länder zu erörtern. Hintergrund des Treffens ist, dass sich in den letzten Monaten sowohl die Auslandsrücküberweisungen (remesas) als auch die Ausfuhren ihrer Waren verminderten. Der Präsident der IEB, Luis Alberto Moreno, sagte: „Die Krise darf uns nicht von unserer Verantwortung für die Zukunft abhalten. Es muss weiter die Bildung, die nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung gegen die Armut verbessert werden.“ Er sagte auch, dass die Erholung der Krise nur langsam wäre, weshalb sich das Wirtschaftswachstum für 2009 auf 0,5% verringere. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


04. März 2009 | Dominikische Republik, Kuba: Bilaterales Handelsabkommen vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Kuba

Die kubanische und dominikanische Regierung haben an diesem Mittwoch ein Handelsabkommen zur weiteren Ratifikation vereinbart. Das Ziel ist der Aufschwung des bilateral Handels, der im letzten Jahr 100 Millionen US-Dollar überschritt. Mit diesem Vertrag versuchen beide Seiten, das Handelsvolumen bis 2010 auf 200 Millionen US-Dollar zu verdoppeln. Die Vereinbarung beinhaltet sowohl die Förderung des Austauschs von beruflichen und freiberuflichen Dientsleistungen, des Gesundheitswesens, der Ausbildung und fachlichen Beratung als auch die Möglichkeit, anderen Karibik-Ländern -wie zum Beispiel Haiti- die genannten Dienstleistungen als Paket anzubieten. Eine anderer Punkt betrifft den Handel von Agrar- und Agrarindustrieprodukten sowie die Lösung von nichttariflichen Handelshemmnissen für bestimmte Ausfuhrprodukte aus der Dominikanische Republik.


26. Februar 2009 | Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien

Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)10,2 Millionen Tonnen Weizen konsumieren die Brasilianer pro Jahr. Im Vergleich zur letzten Ernte ist die Binnenproduktion zwar bereits von vier auf sechs Millionen Tonnen Weizen gestiegen, reicht aber dennoch nicht aus um die Binnennachfrage zu decken. Die nach fehlende Menge an Weizen wurde bisher stets vom Nachbarland Argentinien importiert. Aufgrund der dort anhaltenden Dürre wird die Weizenernte 2008/2009 jedoch nur noch 8,8 Millionen Tonnen betragen, wohingegen sie im Erntezeitaum 2007/2008 bei 16 Millionen Tonnen lag. Bei einem argentinischen Binnenkonsum von sechs Millionen Tonnen bleiben nur noch knapp drei Millionen statt der vorher zehn Millionen Tonnen für den Export. Damit können weder Brasilien noch andere Länder ihren Bedarf decken und müssen sich nach Alternativen umschauen. Im Fall von Brasilien wird über den Weizenimport aus Rußland nachgedacht. Zum einen ist dies die günstigste Alternative, zum anderen kann statt Devisen, als Tausch Schweinefleisch angeboten werden, denn Rußland ist der wichtigste Käufer dieses Produkts für Brasilien. Um zukünftig den eigenen Bedarf an Weizen selbst decken zu können fordern die Weizenproduzenten Kredithilfen und garantierte Mindestpreise. Die Importeure weisen zudem darauf hin, dass beim Kauf aus Rußland ein Zoll von 10 Prozent gezahlt werden muß, den man beim Import aus Argentinien, daß wie Brasilien Mitglied im gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) ist, nicht zahlen muß. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


24. Februar 2009 | Mexiko: Polizeichef von Ciudad Juárez auf Druck der Drogenmafia zurückgetreten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Polizeichef von Ciudad Juárez auf Druck der Drogenmafia zurückgetreten (Bildquelle: University of Texas at Austin)Roberto Orduña, Polizeichef der an der Grenze zu den USA gelegenen mexikanischen Stadt Ciudad Juárez, ist vergangenen Freitag (20.02.09) zurückgetreten. Orduña beugte sich damit den in der Stadt angebrachten anonymen Drohungen der Drogenmafia. Diese ließ verlauten, dass alle 48 Stunden ein Polizist umgebracht wird, wenn der Polizeichef im Amt bleibt sollte. Sein Rücktritt folgte nur kurze Zeit nachdem am gleichen Tag ein Polizist und Gefängniswärter erschossen wurden. Beiden war ein Zettel mit Bezug auf die Drohungen beigelegt. Mit Orduña tritt nach Guillermo Prieto bereits der zweite Polizeichef innerhalb eines Jahres zurück. Die 1,3 Millionen Einwohner zählende Stadt am Rio Bravo (Rio Grande) ist mit 1600 der 5600 Morde im Jahr 2008 die gewalttätigste Stadt Mexikos und zentraler Punkt der Drogenkriminalität. Einem Bericht der Zeitung „El Universal“ zufolge sind seit Beginn des Jahres mehr als 1000 Menschen dem Drogenkrieg der Kartelle untereinander und gegenüber dem Staat zum Opfer gefallen. Im letzten Jahr wurde diese Zahl erst am 22. April überschritten, 2006 erst in der Mitte des Jahres. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


23. Februar 2009 | Kuba: Raúl Castro nimmt Regierungsumbildung vor | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Staatschef Raúl Castro hat ein Jahr nach der Amtsübernahmen von seinem Bruder Fidel Castro eine Regierungsumbildung vorgenommen. Dabei wurden etliche Ministerposten neu besetzt und einige Ministerien anders als bisher zugeschnitten. Entlassen wurden Außenminister Felipe Pérez Roque und Kabinettschef Carlos Lage. Während Pérez Roque als enger Vertrauter von Fidel Castro gilt, wurde Lage lange Zeit als Nachfolger des “máximo líder” gehandelt. Lage bleibt aber weiterhin kubanischer Vizepräsident. Neuer Außenminister wird der bisherige Stellvertreter Bruno Rodríguez, der Kuba bereits als Botschafter bei den Vereinten Nationen vertreten hat. Neuer Kabinettschef soll General José Amado Ricardo Guerra werden. Außerdem mussten Wirtschaftsminister José Luis Rodríguez, Finanzministerin Georgina Barreiro und Außenhandelsminister Raúl de la Nuez ihre Posten räumen. Zur Ankurbelung der am Boden liegenden kubanischen Wirtschaft sollen weiterhin Außenhandelsministerium und das Ressort für Auslandsinvestitionen sowie das Fischereiministerium und Ministerium für Lebensmittelindustrie zusammengelegt werden. Dieser Schritt soll zu einer Entbürokratisierung im Land beitragen.


23. Februar 2009 | Lateinamerika: bis zu 6 Mrd. US-Dollar Verlust durch mutmaßlichen US-Anlagebetrüger Stanford | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Panama, Noticias Peru, Noticias Venezuela

Lateinamerika: bis zu 6 Mrd. US-Dollar Verlust durch mutmaßlichen US-Anlagebetrüger Stanford (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)Erst im Dezember 2008 wurde das Schneeballsystem von Bernard Madoff aufgedeckt, durch welches dieser seit etwa 1990 Investoren und private Anleger um circa 50 Milliarden US-Dollar betrogen hat. Medien und Analysten sprechen von einem der größten Betrugsfälle in der Geschichte der Wall Street. Nur wenige Monate später nun kam vergangene Woche der Fall Stanford ans Licht, als die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC am Dienstag (17.02.09) Zivilklage gegen den texanischen Banker R. Allen Stanford, seine Vermögensverwaltungsfirma Stanford Group und die auf Antigua ansässige Stanford International Bank (SIB) erhoben. Im Vergleich zu Madoff betrifft es diesmal jedoch vor allem Lateinamerika. Durch hohe und angeblich risikolose Renditeversprechen wurden Anleger um acht Milliarden US-Dollar betrogen. Mit bis zu sechs Milliarden USD ist besonders die lateinamerikanische Elite bzw. mit bis zu drei Milliarden größtenteils Venezuela betroffen. 15.000 Venezolaner sollen ihr Vermögen bei Stanford angelegt haben. In den Ländern bildeten sich überall Schlangen von verzweifelten Menschen, die ihr Geld abheben wollten. Während die venezolanische Regierung nur zwei Tage später (19.02.) die Kontrolle über die Stanford Bank Venezuela übernahm, wurden die Stanford-Banken in Ecuador und Peru vom Börsenhandel ausgeschlossen und ihnen die Geschäftserlaubnis entzogen. Ähnliches gilt für Kolumbien. In Panama übernahm die Bankenaufsicht die Verwaltung der Stanford-Bank. Auch Mexiko nahm Ermittlungen wegen zahlreicher Gesetzesverstöße auf. Wie der Fall ausgeht und ob Anleger entschädigt werden, bleibt zunächst offen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


20. Februar 2009 | Argentinien: Juristische Aufarbeitung der Diktatur beginnt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Juristische Aufarbeitung der Diktatur beginnt26 Jahre nach dem Ende der Militär-Diktatur (1976-1983) stehen derzeit zahlreiche führende Offiziere wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht. Dem heute 82jährigen Jorge Carlos Olivera Róvere wird beispielsweise vorgeworfen, er habe 120 Menschen verschwinden lassen. In vier Fällen geht es gar um Mord. Der frühere General war der damalige Vizekommandant des Ersten Heereskorps. Sein Vorgesetzter, Carlos Suárez Mason, erlag 2005 einem Herzinfarkt, ohne für seine Taten je juristisch belangt worden zu sein. Nach zahlreichen Begnadigungen und Amnestiegesetzen der argentinischen Präsidenten in den 1980ern und 1990ern setzte erst Néstor Kirchner, Vorgänger und Ehemann der derzeitigen Präsidentin Cristina Kirchner, die juristische Aufarbeitung der Vergangenheit wieder in Gang. Neben Olivera müssen sich auch die Generäle Teófilo Saa und Rodolfo Whener, die Oberste Humberto Lobaiza und Bernardo Menéndez sowie Oberstleutnant Felipe Alespeíti, allesamt ehemalige Angehörige des Ersten Heereskorps, vor Gericht verantworten. Insgesamt werden in dem Prozess 90 Personen angeklagt.


17. Februar 2009 | Chile, Kuba: Michelle Bachelet trifft Fidel und Rául Castro | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Kuba

Chile, Kuba: Michelle Bachelet mit Fidel Castro (Foto: Presidencia de la República de Chile)Von Dienstag bis Freitag letzter Woche (10. – 13.02.09) reiste die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet zu einem Staatsbesuch nach Kuba, begleitet von mehr als 100 weiteren Personen wie Parlamentariern, Ministern, Unternehmern und Kulturschaffenden. Bei dem historischen Besuch, es war der erste eines chilenischen Staatsoberhauptes in Kuba seit 37 Jahren, legte Bachelet den Grundstein für eine Wiederaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Chile und Kuba unterzeichneten mehrere Abkommen über die Zusammenarbeit unter anderem in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen. Am Donnerstag eröffnete Bachelet zudem die 18. Internationale Buchmesse von Havanna, deren Gastland dieses Jahr Chile ist, ehe sie am Freitag noch vom früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro in der Nähe der kubanischen Hauptstadt Havanna empfangen wurde. Nach ihrem Besuch sagte sie, dass der Revolutionsführer wohlauf, aktiv und in sehr guter Verfassung sei. Chile, Kuba: Michelle Bachelet mit Fidel Castro (Foto: Presidencia de la República de Chile)


16. Februar 2009 | Venezuela: Zustimmung zur Verfassungsänderung über unbegrenzte Wiederwahl des Präsidenten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat das Verfassungsreferendum vom gestrigen Sonntag (15.02.09) gewonnen und seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit im Jahr 2012 angekündigt. Wie der Oberste Wahlrat (CNE) in der Nacht zum Montag mitteilte, stimmten nach Auszählung von 94,2 Prozent der Stimmen 54,36 Prozent der Wähler für die Verfassungsänderung und 45,63 Prozent dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent. Nur Minuten nach Bekanntgabe des Ergebnisses trat der Staatschef auf den Balkon des Präsidentpalastes Miraflores in Caracas, sang die Nationalhymne und sprach von einem “großen Sieg”. Weiterhin rief er seinen Anhängern zu: “Es lebe das venezolanische Volk. Es lebe die bolivarische Verfassung.” Durch die Verfassungsänderung ist es Amtsinhabern (dem Präsidenten, Gouverneuren, Bürgermeistern und Abgeordneten) nun möglich sich mehrfach der Wiederwahl zu stellen. Chávez, der seit 1999 im Amt ist, will mit der Verfassungsänderung nach eigenen Angaben Zeit für den Aufbau eines “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” unter seiner Führung gewinnen. Die Opposition, welche vor den Wahlen noch vor einer Machtkonzentration in den Händen von Chavez gewarnt hatte, gab bekannt, dass sie das Ergebnis akzeptieren werde.


12. Februar 2009 | Mexiko: Erneut 20 Tote im Drogenkrieg | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Erneut 20 Tote im Drogenkrieg (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)Die Gewalt in Mexiko reißt nicht ab. Am Dienstag kostete der Drogenkrieg erneut 20 Menschen das Leben. In Villa Ahumada, einer Kleinstadt im Staat Chihuahua nahe der Grenze zur USA, starben zunächst sechs Mitglieder einer Gang, die von einem anderen Clan entführt worden waren. Dann erlagen 14 weitere Gangster und ein Soldat bei dem anschließenden militärischen Einsatz ihren Schutzverletzungen. Villa Ahumada ist derzeit der wohl unsicherste Ort in Mexiko. Seit vergangenem Jahr haben hier faktisch die Drogenbosse die Macht übernommen. Nachdem zwei Polizeichefs und zwei Beamte ermordet worden waren, quittierten die restlichen 20 Polizisten ihren Dienst und überließen den Ort in den Händen der Mafia. (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


11. Februar 2009 | Kuba: Tod einer Musikerlegende | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Am Dienstag ist mit Orlando “Cachaito” López ein weiteres Mitglied des legendären “Buena Vista Social Club” gestorben. Der Basist wurde 76 Jahre alt. López stammte aus einer Musikerfamilie. Sein Spitzname leitet sich von Israel “Cachao” López, seinem Onkel, ab, der ebenfalls große Berühmtheit auf Kuba erlangte. Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde Orlando López 1999 durch Wim Wenders Filmdoku “Buena Vista Social Club”. 2001 veröffentlichte er zudem sein Debutalbum “Cachaito”, das ein Jahr später den Radiopreis der BBC gewann. Die bekanntestes Mitglieder des “Buena Vista Social Club”, Compay Segundo und Rubén González, waren bereits 2003 gestorben, Ibrahim Ferrer zwei Jahre später.


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