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Noticias Lateinamerika

27. Mai 2009 | Chile: Bachelet beschließt Kauf von 18 holländischen Jagdbombern F16 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile

Chile: Bachelet beschließt Kauf von 18 holländischen Jagdbombern F16 (Foto: Presidencia de la República de Chile)Die Präsidentin Michelle Bachelet unterschrieb gestern eine Abmachung mit Holland, um 18 gebrauchte Jagdbomber F16 zu kaufen. Noch ist nicht genau bekannt, wieviel Chile dafür bezahlen muss. Aber man kalkuliert gemäß Medienberichten mit einem Preis bis 100 Millionen Euro. Die Abmachung bezieht auch die Schulung von 75 chilenischen Technikern mit ein. Es ist das zweite Mal, dass Chile von den Niederlanden Jagdflugzeuge kauft, denn im Jahr 2005 bezog Chile ebenfalls 18 Jagdbomber F16 für US$ 165 Millionen. Die Präsidentin Bachelet wird heute noch von Holland weiter nach Frankreich reisen und im Laufe der Woche El Salvador besuchen. (Foto: Presidencia de la República de Chile)


25. Mai 2009 | Kolumbien: Präsident Uribe oder Verteidigungsminister Santos? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Gemäß der kolumbianischen Verfassung dürfen Präsidentschaftskandidaten ein Jahr vor der Wahl kein öffentliches Amt begleiten. Aufgrund der am 30. Mai 2010 stattfindenden Wahlen hat nun Verteidigungsminister Juan Manuel Santos am Samstag (23.05.2009) sein Amt niedergelegt. Generalstabschef Freddy Padilla wird den Ministerposten übergangsweise ausüben. Der 57-jährige konservative Santos erklärte jedoch, dass er nur dann antreten wird, wenn mit Álvaro Uribe das bisherige Staatsoberhaupt nicht noch einmal zur Wahl steht. Zwar erklärte Uribe bei seinem Deutschlandbesuch im Februar noch, dass er kein Interesse an einer weiteren Amtszeit hat. Vergangenen Dienstag (19.05.2009) votierten hingegen 62 der insgesamt 102 Senatoren für seine angestrebte Verfassungsänderung, die eine dritte Amtszeit ermöglicht. Die Abstimmung fand jedoch ohne die zwei größten Oppositionsfraktionen (die Liberalen und die linke Demokratische Alternative Pol) statt, aus Protest gegen die eventuell zweite Verfassungsänderung (nach 2006) unter Uribe und dessen scheinbare Versuche Stimmen durch erhöhte Mittelzuweisungen in die Regionen der Senatoren zu erkaufen. Nachdem das Repräsentantenhaus bereits im Dezember 2008 Ähnliches verabschiedet hatte, müssen beide Texte noch in einer gemeinsamen Version dem Verfassungsgericht zur Zustimmung vorgelegt werden. Im Anschluß daran käme es zu einer Volksabstimmung. Aufgrund der hohen Beliebtheit seiner Politik der harten Hand hätte Uribe gute Chancen auf Erfolg. Sollte dies nicht klappen stände aber mit Santos einer seiner engsten Verbündeten bereit, um die bisherige Politik (gemeinsam mit den USA) fortzusetzen. Auch er erfreut sich hoher Beliebtheit und könnte stark von der Medienmacht seiner Familie (Leitung von “El Tiempo”, Vorsitz der Interamerikanischen Presse Assoziation (IAPA), Beteiligung an PRISA bzw. “El País”) profitieren.


23. Mai 2009 | Venezuela, Ecuador: Chávez und Correa vertiefen Zusammenarbeit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Venezuela

Venezuela, Ecuador: Chávez und Correa vertiefen Zusammenarbeit (Foto: Presidencia de la República del Ecuador)Auf einer Pressekonferenz, die aus Anlaß des Besuchs des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez bei seinem ekuadorianischen Amtskollegen Rafael Correa letzten Sonnabend in Quito stattfand, bekräftigten beide Präsidenten ihre Absicht, die Revolution in ihren Ländern zu radikalisieren und auf dieser Basis enger zusammenarbeiten zu wollen. Chávez schlug weiterhin die Schaffung einer Kommission für Menschenrechte, soziale Bewegungen und Medien bei der UNASUR vor. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage, wozu die 1948 gegründete OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) nütze sei. Ferner kritisierten beide Präsidenten das Verhalten bestimmter Medien, die unfähig zur Selbstkritik seien und zur Korruption neigten. Diese sollten deshalb der Kontrolle internationaler Körperschaften unterliegen, wozu auch die oben genannte Kommission dienen könne. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


20. Mai 2009 | Brasilien: Petrodiplomatie | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien, China: Petrodiplomatie - Hu Jintao und Luiz Inácio Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)In Gegenwart der Präsidenten Chinas und Brasiliens, Hu Jintao und Luiz Inácio Lula da Silva wurden in Peking eine Reihe von Abkommen zur Zusammenarbeit in der Erdölindustrie unterzeichnet. Zu den Vereinbarungen gehört die Vergabe eines Kredites von 10 Millionen Dollar (7,3 Millionen €) von Seiten der Chinesischen Entwicklungsbank an Petrobras für die nächsten zehn Jahre. Das staatliche brasilianische Erdölunternehmen verpflichtet sich im Gegenzug, Öl an China zu liefern. Geplant ist die Lieferung von 150.000 Barrel Öl täglich im Jahr 2009 und jeweils 200.000 täglich in den nächsten neun Jahren. Die Vereinbarungen sichern einerseits für Petrobras die nötigen finanziellen Mittel zur Steigerung der Erdölförderung und hilft andererseits China, zweitgrößter Verbraucher an Öl in der Welt, seinen Konsum für die Zukunft besser abzusichern. Der brasilianische Außenminister Celso Amorin teilte mit, die Zentralbanken der beiden Länder prüften die Möglichkeit des Einsatzes der Landeswährungen, Real und Yuan, für den bilateralen Handel – anstelle des Dollars als Leitwährung. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


20. Mai 2009 | Argentinien: José-Martí-Preis an argentischen Politikwissenschaftler | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: José-Martí-Preis (UNESCO) an argentischen PolitikwissenschaftlerDer argentinische Sozialwissenschaftlicher Atilio Alberto Borón, ehemals Exekutivsekretär des Lateinamerikanischen Rates für Sozialwissenschaften (CLACSO) erhält den José- Martí-Preis 2009 der UNESCO. Wie UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura mitteilte, erhält Borón den mit 5.000 Dollar (3.600 €) dotierten Preis für seine “unermüdliche Unterstützung für die Einheit und Zusammenarbeit der Staaten Lateinamerikas“. Die UNESCO wolle mit diesem Preis den Beitrag des Professors für Politikwissenschaften zum Studium und zur Verbreitung des Denkens „des Apostels der Unabhängigkeit Kubas“, José Martí, würdigen. Der Preis wird am 17. Juli in Kuba übergeben.


17. Mai 2009 | Uruguay: Tod des Schriftstellers Mario Benedetti | Kategorie(n): Noticias, Noticias Uruguay

Im Alter von 88 Jahren ist heute der bekannte uruguayische Schriftsteller und Dichter Mario Benedetti gestorben. José Saramago, einer seiner engsten Freunde, bezeichnete ihn in einem Nachruf als die Stimme des Volkes. Das brachte Benedetti viele Sympathien, aber ebenso viele Schwierigkeiten ein. Sein Protest gegen das interamerikanische Militärabkommen 1948, vor allem jedoch seine führende Position im Movimiento de Independientes 26 de Marzo, eine Vorgängerorganisation für das Linksbündnis Frente Amplio führten dazu, dass er 1973 nach einem Putsch des Landes verwiesen und nach Aufenthalten in mehreren Ländern Direktor der Casa de las Américas in Havana wurde. Unter seinen bekannten Büchern stechen vor allem “La Tregua“, “Gracias por el Fuego” und “Andamios” heraus.


17. Mai 2009 | Argentinien: Stadt Magdalena beendet Prozess gegen Shell | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Die Stadt Magdalena (120 km von Buenos Aires entfernt) war am Sonntag (17. Mai 2009) in einem Bürgerentscheid aufgerufen, wählen zu gehen. Die BürgerInnen sollten sich entscheiden, ob die Stadt wegen eines der bisher größten Umweltschäden in Argentinien eine Ausgleichszahlung vom Mineralölkonzern Shell bekommen sollte oder ob die Stadt ihren gerichtlichen Prozess gegen die Firma weiterhin fortsetzen soll. Im Januar 1999 war ein Tanker von Shell mit einem deutschen Schiff vor der Mündung des Rio de la Plata kollidiert. 5,3 Millionen Liter Öl liefen ins Meer aus. Seitdem kämpft die Stadt Magdalena gegen das Unternehmen. 25% der 12.000 Wahlberechtigten haben nun an dem Bürgerentscheid teilgenommen und mit 77% der abgegebenen Stimmen für eine außergerichtliche Einigung votiert, wodurch Shell US$ 9,5 Millionen zahlen wird. Das Geld soll den Tourismus in der Region fördern sowie für den Bau eines Industrieparks genutzt werden. Trotz des Kompromisses kämpfen die einzelnen Bürger von Magdalena in insgesamt 500 Klagen weiter gegen Shell, das seine Schuld am Unfall nicht anerkennt und dadurch auch jene Einwohner ignoriert, die noch an den schweren Folgen des Unfalls leiden.


15. Mai 2009 | Brasilien: Lula kämpft für Aufklärung über Verbrechen während der Militärdiktatur | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Der brasilianische Präsident, Luis Inázio Lula da Silva, kündigte diesen Mittwoch einen Gesetzentwurf an, der vorsieht, dass die staatlichen Institutionen Brasiliens in Zukunft keine Menschenrechtsverbrechen mehr verschleiern dürfen, die von ihren Mitarbeitern oder auf Befehl ihrer Mitarbeiter begangen wurden. Lula, der noch bis 2010 im Amt ist, versucht seine Legislaturperiode unter anderem dazu zu nutzen, den Kenntnisstand über immer noch ungeklärte Menschenrechtsverbrechen, die während der Militärdiktatur von 1964-1985 begangen wurden, zu verbessern. So hat der brasilianische Präsident dem Kongress auch bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt, durch den die Zeit der Verschlusshaltung streng geheimer Archive von 30 Jahre auf 25 Jahre verkürzt werden soll. Viele Verbrechen sind nach wie vor ungeklärt. Das brasilianische Militär weigert sich bis heute, geheime Dokumente aus der Zeit der Diktatur zugänglich zu machen. Als Erklärung wird angegeben, dass alle Schriftstücke zerstört worden wären.


13. Mai 2009 | Guatemala: Anklage gegen Präsident Colom durch ein postumes Video | Kategorie(n): Noticias, Noticias Guatemala

Der sehr bekannte Anwalt Rodrigo Rosenberg, der am Sonntag einem Mordattentat zum Opfer fiel, hat in einem postum veröffentlichten Video den Präsident Álvaro Colom zusammen mit dessen Frau Sandra Colom und dessen Privatsekretär Gustavo Alejos direkt für diese Tat angeklagt. In dem Video, das offenbar erst kurz vor seinem Tod aufgezeichnet wurde, sagte er, dass er Angst um sein Leben habe, weil er als Anwalt den Mordfall am Unternehmer Khalil Mussa und dessen Tochter Marjorie Mussa im April untersuchte. Rosenberg sagte in dem Video weiter, dass der Mord an diesen Personen geschah, weil sie sich an einem Geschäft von Dieben nicht beteiligten wollten und daher nutzlos wurden. Der Vorfall ereignete sich, als Khalil Mussa Vorstandmitglieder der Ländlichen Entwicklungsbank war. Colom hat all diese Anklagen in einer Pressekonferenz zurückgewiesen und er sagte, dass man lediglich versuche, seine Regierung zu destabilisieren.


13. Mai 2009 | Costa Rica: Karibik-Region in Alarmbereitschaft gesetzt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica

Die Nationale Kommission für Katastrophenschutz in Costa Rica hat für den Karibikraum die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Ursache dafür sind die großen Mengen Regen in den Provinzen Limón und Sarapiquí. Gemäß dem Nationalen Wetterinstitut hat es in die letzten drei Tagen mit 350  Litern pro Quadratmeter so viel geregnet wie normalerweise im Durchschnitt für den ganzen Monat Mai (335 Liter pro Quadratmeter). Bis jetzt sind 30 Häuser betroffen. Viele Familien beschweren sich jedoch bei der Regierung, weil sie ohne Trinkwasser auskommen müssen. Außerdem gibt es derzeit keinen Strom. Die größte Gefahr geht hingegen von Bergrutschen aus, die nun drohen.


11. Mai 2009 | Kolumbien: 1666 “falsche Positive” in der Statistik der Militärs | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

In Kolumbien tauchen immer mehr Fälle auf, bei denen Militärs unschuldige Zivilisten umbrachten, diese aber als getöte Kämpfer der FARC präsentierten. Der Body-count unter den Zivilisten erreichte bis heute 1666 Opfer. Insgesamt sind bisher 434 Militärangehörige unterschiedlichen Ranges angeklagt, falsche Erfolge, so genannte “falsche Positive”, im Kampf gegen die bewaffneten Gruppen ausgegeben zu haben. Dabei handelt es sich offenbar nicht – wie anfangs gemeldet – um vereinzelte Fälle, sondern um eine sehr weit verbreitete Praxis in Armeekreisen. Am Montag hat erstmals der Verteidigungsminister Juan Manuel Santos eingeräumt, dass eine solche außergerichtliche Hinrichtung im Oktober letzten Jahres  stattfand. Die kolumbianische Staatsanwaltschaft untersucht derweil jedoch über 1000 solcher Vorkommnisse.


10. Mai 2009 | Nicaragua: Neue Alphabetisierungskampagne gestartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Nicaragua

Die Regierung Nicaraguas plant für den 19. Juli 2009, am gleichen Tag an dem die 30-jährige Siegerfeier der Sandinisten über den ehemaligen Diktator Somoza stattfinden wird, ihre Analphabetenrate stark zu senken. Dafür startete Staatspräsident Daniel Ortega eine neue Kampagne, um bis Juli rund 772.000 Erwachsene das Lesen und Schreiben zu unterrichten. Die Analphabetenrate, die seit der sandinistischen Regierung (1979) von 52% auf 12,9% zurückgegangen ist, soll bis Juli auf auf lediglich 5% verringert werden. Damit würde Nicaragua gemäß der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) als vollständig alphabetisiert gelten. Um ihr Ziel zu erreichen, ist die Regierung jedoch auf eine breite Freiwilligenzahl angewiesen. Seit Anfang 2007 unterstützten bereits 54.000 Volontäre das Programm. Die neue Regierungskampagne läßt aber ein Wunsch der Bevölkerung offen: die Überwindung des Machismo, welcher die Rolle der Frau nur als die der (erziehenden) Mutter sieht. Die Regierung erhofft sich jedoch, dass mit dem Lesen und Schreiben die Frauen auch mehr Selbstvertrauen gewinnen.


08. Mai 2009 | Brasilien: Sintflutartiges Hochwasser in Dürreregion des Nordostens | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Sintflutartiges Hochwasser in Dürreregion des Nordostens (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Ausgerechnet die oftmals von Dürre geplagten Bundesstaaten im Nordosten von Brasilien werden derzeit von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Die sich daraufhin ergebenen Überschwemmungen haben in Maranhão, Piauí, Ceará und Bahía sowie den beiden der Região Norte zuordneten Bundesstaaten Pará und Amazonas bisher 29 Tote gefordert. Mehr als 700.000 Menschen sind von dem Hochwasser betroffen. In einigen Städten wie in Teresina im Staat Piauí erreichten die Wasserstände zwölf Meter über dem Normalwert. Meteorologen geben allerdings keine Entwarnung. Die intensiven Regenfälle halten mindestens zwei weitere Wochen lang an. Die brasilianische Regierung hat deshalb für die Region den Notstand ausgerufen. Paradoxerweise wurde die gleiche Maßnahme für 150 Distrikte im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden des Landes getroffen – wegen extremer Trockenheit. Der Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sprach daher davon, dass die Klimafrage intensiver angegangen werden muss. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


06. Mai 2009 | Bolivien: Schwere Vorwürfe gegen Autonomieführer | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Staatsanwalt Marcelo Sosa informierte auf einer Pressekonferenz in La Paz über die Vorladung von Führern der Autonomiebewegung in Santa Cruz im Zusammenhang mit „Fall Rózsa“. Eduardo Rósza, ein Kroate bolivianischer Herkunft, wird vorgeworfen, Kopf einer internationalen terroristischen Gruppe gewesen zu sein, deren Ziel die Ermordung von Präsident Morales und anderen Regierungsmitgliedern war. Er selbst und zwei weitere Mitglieder der Gruppe (ein siebenbürgischer Ungar und ein Ire, beide mit rechtsradikalem Hintergrund) waren bei einem Schusswechsel mit der Polizei am 16. April getötet worden. Rubén Costa (Gouverneur), Branko Marinkovic (früherer Präsident des Bürgerkomitees), Pedro Yovio (Präsident der Unternehmervereinigung); Guido Nayar (Ex-Präsident des Viehzüchterverbandes), Mauricio Roca (Präsident der landwirtschaftlichen Handelskammer ) und der pensionierte Armeegeneral Lucio Añez werden neben anderen von einem Zeugen der Unterstützung von Rózsa beschuldigt. Die Führung in Santa Cruz wies die Anschuldigungen zurück und warf der Regierung unter Morales vor, lediglich die Autonomieführung mundtot machen zu wollen. Politiker und Organisationen der Provinz starteten eine Unterstützungskampagne für die Beschuldigten.


06. Mai 2009 | Mexiko, USA: Stimmungsmache gegen Mexikaner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko, USA: Stimmungsmache gegen Mexikaner (Bildquelle: Omar Omar)Der Ausbruch der Schweinegrippe in den USA mit zwei Toten und ca. 300 Erkrankten in 36 Bundesstaaten wird von US-amerikanischen Konservativen genutzt, um Stimmung gegen Mexikaner zu machen. Bekannte Moderaten in Radio und Fernsehen beschuldigen die lateinamerikanischen Einwanderer, mehrheitlich Mexikaner, das Influenzavirus in die USA eingeschleppt zu haben. In den Medien heißt die Grippe inzwischen „gripe fajita“ oder „gripe mexicana“. Die Gruppe „Amerikaner für Legale Immigration“ forderte die Regierung auf, die Grenzen zu schließen und Truppen gegen die „Flut von illegalen Einwanderern“ einzusetzen, die die „Grippe ins Land“ bringen. Unterstützer der Migranten werfen den betreffenden Medien und Gruppen Stimmungsmache vor. Gegner der geplanten Reform der Migrationgesetze würden die Grippeepidemie nutzen, um die Reform zu beeinflussen. (Bildquelle: Omar Omar)


06. Mai 2009 | Ecuador, Spanien: Woche der ecuadorianischen Kultur in Spanien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador, Spanien: Woche der ecuadorianischen Kultur in Spanien (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)Der Kulturminister Ecuadors, Ramiro Noriega , eröffnete in Madrid die „Woche der ecuadorianischen Kultur“, die bis zum 11. Mai mit Buchlesungen, Film- und Tanzvorführungen, Konzerten und Ausstellungen die Kultur des Andenlandes vorstellen wird. In Spanien leben zwischen 400.000 und 700.000 Ecuadorianer, so der Minister, trotzdem wissen die Spanier fast nichts über Ecuador. Die Kulturwoche ermögliche den Spaniern, Ecuador kennenzulernen. Minister Noriega verwies besonders auf die Herausgabe einer fünfbändigen Anthologie der ecuadorianicher Literatur in dem spanischen Verlag Alfaguara. die auf eine Übereinkunft zwischen dem Verkag und der Regierung Ecuadors zurück geht. Noriega teilte mit, dass die ecuadorianische Regierung plane, die vielfältige Kultur des Landes auch weiterhin in der Welt vorzustellen; geplant seien Aktivitäten in Deutschland, Kuba, Peru und Mexiko. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


04. Mai 2009 | Panama: Großunternehmer Ricardo Martinelli gewinnt Präsidentschaftswahl | Kategorie(n): Noticias, Noticias Panama

Nach Auszählung von bisher 90,81 Prozent der abgegebenen Stimmen hat sich der 57-jährige Besitzer der größten Supermarktkette des Landes, Ricardo Martinelli, mit 60,32 Prozent als deutlicher Sieger der Präsidentschaftswahlen in Panama durchgesetzt (Wahlbeteiligung: 74 Prozent) Damit wurden auch die Umfragen im Vorfeld der Wahl bestätigt, welche Martinelli und seine Partei für Demokratischen Wandel (CD) mit 55 bzw. 50 Prozent deutlich vor seiner Kontrahentin Balbina Herrera mit 41 bzw. 38 Prozent sahen. Die Präsidentschaftskandidatin der Revolutionären Demokratischen Partei (PRD) und mögliche Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten Martín Torrijos, der sich gemäß der Verfassung nicht zur direkten Wiederwahl stellen darf, kam lediglich auf 37,31 Prozent der Stimmen. Der frühere Präsident Guillermo Endara (1989-1994) erreichte abgeschlagen auf dem dritten Rang nur 2,37 Prozent. Sowohl bei Martinelli, als auch Herrera, die sich im Wahlkampf zudem gegen Bestechungsvorwürfe wehren musste, stand der Panamakanal und die Bekämpfung der Armut durch Sozialprogramme (Herrera) bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen (Martinelli) im Mittelpunkt. Parallel zur Wahl wurden von den 2,2 Millionen Wahlberechtigten ebenfalls 71 Sitze im nationalen und 20 Sitze im zentralamerikanischen Parlament (PARLACEN), sowie 75 Bürgermeister und 623 Gemeinderäte gewählt.


03. Mai 2009 | Argentinien: Postum neues Buch von Julio Cortázar veröffentlicht | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

25 Jahre nach dem Tod Julio Cortázars wurde heute in Buenos Aires ein Buch mit bisher unveröffentlichten Texten des berühmten argentinischen Schriftstellers publiziert. Die meisten Texte kamen erst durch Zufall Weihnachten 2006 an Licht, als der Schriftsteller Carles Álvarez Garriga und die erste Frau und Testamentsvollstreckerin Cortázars, Aurora Bernárdez, sie aus den Tiefen einer Kiste in seiner letzten Wohnung in Paris hervorholten. Das Buch mit dem Titel Papeles inesperados (Unverhoffte Papiere) ist sofort zum wichtigsten Thema der derzeit stattfindenden Buchmesse in der argentinischen Hauptstadt geworden. Inhaltlich ähnelt es mit seinen elf Erzählungen, drei Geschichten von Cronopios (eine spezielle Kreation von Cortázar, z.B. Gedichte ohne Reim), elf Episoden mit Lucas, 35 Texten über Literatur und Politik, zehn Artikeln für Freunde, 13 Gedichten und einer Reihe unklassifizierbarer Texte sehr einer unendlichen Rayuela (entsprechend dem deutschen Kinderspiel Himmel und Hölle). Wann das Buch auf Deutsch übersetzt wird, ist ungewiss. Am 27. Mai bringt es der spanische Verlag Alfaguara in Europa heraus.


01. Mai 2009 | Bolivien, Paraguay: Ende des Grenzstreits | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Paraguay

Bolivien, Paraguay: Ende des Grenzstreits, Fernando Lugo und Evo Morales (Bildquelle: Fernando Lugo APC)77 Jahre nach dem Chaco-Krieg (1932-1935) beendeten der Präsident Paraguays, Fernando Lugo, und der Präsident Boliviens, Evo Morales, offiziell die Grenzstreitigkeiten der beiden Länder. In einem Festakt am vergangenen Montag in Buenos Aires überreichte die argentinische Präsidentin,  Cristina Fernández de Kirchner, den beiden Staatsoberhäuptern den dreibändigen Abschlussbericht der gemischten Grenzkommission, die mit dem Friedensvertrag von 1938 ins Leben gerufen wurde. Bereits seit ihren Unabhängigkeitserklärungen im 19. Jahrhundert stritten sich Bolivien und Paraguay um das Gebiet Chaco Boreal. Von 1932 bis 1935 kam es dann zu einem äußerst blutigen Krieg zwischen den beiden Ländern. Paraguay gewann und erhielt den Großteil des Chaco Boreal. Im Jahr 2007 beendete die Grenzkommission ihre mühevolle Arbeit, die durch die natürliche Unwirtlichkeit des Chaco-Gebiets sowie aufgrund wechselnder politischer Interessen während der letzten Jahrzehnte, nur langsam voranschritt. Argentinien agierte als Hauptvermittler zwischen den beiden Streitparteien. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


29. April 2009 | Uruguay: Die uruguayische Dichterin Idea Vilariño ist gestorben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Uruguay

Die Dichterin Idea Vilariño ist gestern nach einem chirurgischen Eingriff im Alter von 89 Jahren in Montevideo gestorben. Sie gehörte einer Gruppe von Schriftstellern an, die Generación del 45 genannt wird, und sie zählte zusammen mit anderen Literaten wie Mario Benedetti oder Juan Carlos Onetto zu den wichtigsten Persönlichkeiten Uruguays. Obwohl sie eine herausragende Dichterin war, wirkte sie auch als literarische Kritikerin, Essayistin, Übersetzerin, Komponistin und Dozentin. Ihre bekanntesten Werke sind z. B. La Suplicante (1945) und El Paraíso perdido (1949).


28. April 2009 | Venezuela, Peru: Diplomatische Spannungen infolge Gewährung politischen Asyls für korrupten Oppositionsführer | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru, Noticias Venezuela

Venezuelas Oppositionsführer Manuel Rozales (re) bei einem Treffen am 12.10.2007 mit dem Generalsekretär der OAS José Miguel Inzulza - Foto: OAS, Patricia LeivaDie venezolanische Regierung hat gestern die sofortige Abberufung ihres Botschafters in Peru, Arístides Medina, bekannt gegeben. Des weiteren sollen die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten geprüft werden. Hintergrund des Streits ist, dass die der peruanischen Regierung dem venezolanischen Oppositionsführer Manuel Rosales politisches Asyl gewährte. Gegen Rosales liegen in Caracas unzählige Beweise für Korruption und illegitime Bereicherung vor. Während jedoch Interpol Peru den Flüchtigen festnehmen wollte, bestätigte der peruanische Außenminister José Antonio García Belaunde die Genehmigung des Asylantrages (Bildquelle: Organization of American States, Patricia Leiva).


27. April 2009 | Ecuador: Deutlicher Wahlsieg für Rafael Correa bei den Präsidentschaftswahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Deutlicher Wahlsieg für Rafael Correa bei den Präsidentschaftswahlen (Bildquelle: Consejo Nacional Electoral Ecuador)Der Amtsinhaber Rafael Correa setzte sich bei den Präsidentschaftswahlen in Ecuador klar durch. Nach Auszählung von Dreiviertel der Stimmen erreichte er 51,88 Prozent, was das erste Mal seit 1979 einen zweiten Wahlgang überflüssig macht. Seine beiden wichtigsten Herausforderer, der nationalistische Ex-Präsident Lucio Gutiérrez und der konservative Bananenmagnate Álvaro Noboa, kamen dagegen auf nur 28 beziehungsweise 11,6 Prozent. Correa kündigte aufgrund des überdeutlichen Erfolges an, seine linkssozialdemokratische Politik zugunsten der Armen weiter zu verfolgen. (Bildquelle: Consejo Nacional Electoral Ecuador)


26. April 2009 | Mexiko: Angst vor eine Pandemie der Schweinegrippe | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Angst vor eine Pandemie der Schweinegrippe (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)Der Influenzavirus, welcher seit Mitte April in Mexiko zu zahlreichen Opfern geführt hat, könnte sich weltweit ausbreiten. Der neue Krankheitserreger verbindet Eigenschaften von Influenzaviren aus Schweinen, Vögeln und Menschen und wird durch direkten Kontakt mit infizierten Personen oder Tieren übertragen. In den letzten zwei Wochen hat der Virus in Mexiko 86 Todopfer hervorgebracht. Bis zu 1300 Menschen könnten infiziert sein. Der mexikanische Präsident Felipe Calderon kämpft stark gegen die Ausbreitung der Krankheit und gab der Polizei und dem Militär die Erlaubnis Grippekranke zu isolieren und deren Wohnungen zu inspizieren. Öffentliche Veranstaltungen (z.B. Fussballspiele oder Gottesdienste) wurden teilweise verboten bzw. werden von der Bevölkerung gemieden. Bisher gibt es keinen Impfstoff dagegen, gleichtzeitig führt die hohe Ansteckungsgefahr zu großer Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft. Die USA haben bereits den öffentlichen Gesundheits-Alarmzustand ausgerufen, um den schnellen Zugang zu Medikamenten zu gewährleisten. Auch in europäischen und lateinamerikanischen Ländern wurden Verdachtsfälle der Schweinegrippe gemeldet. Zudem werden ab sofort interkontinentale Flüge überwacht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor einem Gesundheitsnotfall internationalen Ausmaßes. (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)


24. April 2009 | Ecuador: Bevorstehende Präsidentschaftswahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Bevorstehende Präsidentschaftswahlen, Rafael Correa (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)Am kommenden Sonntag, den 26. April 2009, finden in Ecuador Präsidentschaftswahlen statt. Der momentane Amtsinhaber Rafael Correa hat die besten Aussichten, wiedergewählt zu werden. Laut Umfragen sind ihm etwa 50 Prozent der Stimmen sicher, seine Herausforderer, Expräsident Lucio Gutiérrez und der konservative Unternehmer Álvaro Noboa, folgen abgeschlagen mit 16 bzw. 12 Prozent. Neben den Präsidentschaftswahlen werden auch Urnengänge zur Zusammensetzung der Nationalversammlung sowie Regional- und Kommunalwahlen durchgeführt. Die entscheidende Frage ist, ob die von Correa angeführte Alianza País die Mehrheit im Parlament erreicht und damit der Obstruktionspolitik der Opposition ein Riegel vorgeschoben werden kann. Sollte Correa die Wahlen für sich entscheiden, gilt es u.a. die verschlechterten Beziehungen zu den sozialen und indigenen Bewegungen zu überdenken, wie auch die in der neuen Verfassung verankerte Bürgerbeteiligung in die Tat umzusetzen. Vor dem Hintergrund fallender Ölpreise und der weltweiten Finanzkrise wird der finanzielle Spielraum der nächsten Regierung allerdings wesentlich geringer ausfallen. Die Dollarreserven Ecuadors sind seit Oktober letzten Jahres bereits um 3 Milliarden auf 3,3 Milliarden US-Dollar geschrumpft. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


22. April 2009 | Brasilien: Erneuter Korruptionsskandal im Parlament | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Erneuter Korruptionsskandal im Parlament (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Ein allzu großzügiger Umgang mit öffentlichen Geldern wird jetzt offensichtlich brasilianischen Politikern zum Verhängnis. Das Parlament des Landes hat zur Zeit mit einem veritablen Korruptionsskandal zu kämpfen. Zahlreiche Abgeordnete, sowohl aus dem Regierungslager als auch aus der Opposition, hatten sich und Familienangehörigen Reisen auf Staatskosten finanziert. Das brasilianische Gesetz erlaubt den Abgeordneten eine bestimmte Zahl von Reisen ins Ausland, vorausgesetzt diese dienen der parlamentarischen Arbeit. Diese gesetzliche Regelung ist von nicht wenigen Abgeordneten offensichtlich missbraucht worden, um gemeinsame Reisen auch mit Geliebten, Freunden, Schwiegermüttern und -töchtern zu finanzieren. Die bevorzugten Reiseziele seien dabei New York und Paris gewesen. Die Reaktion der Beschuldigten ist sehr unterschiedlich: Während die einen ihren Fehler einsehen, weisen andere die Vorwürfe tränenreich zurück bzw. weisen darauf hin, dass auch Präsident Lula bei seinen Auslandsreisen von Familienangehörigen begleitet werde und einige seiner Kinder zudem Maschinen der Luftstreitkräfte nutzten, um in den Urlaub zu fliegen. Vermutlich betrachten nicht wenige Abgeordnete die private Nutzung staatlicher Gelder als ihr gutes Recht. Inzwischen gibt es auch Zivilklagen gegen einzelne Abgeordnete, um diese für die Verschwendung öffentlicher Gelder zur Verantwortung zu ziehen. So beklagt der Krankenpfleger Ivan Rocha, dass einerseits wichtige medizinische Geräte fehlten, andererseits die Abgeordneten das Geld quasi aus dem Fenster werfen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


21. April 2009 | Lateinamerika, Kuba: Untersuchung der OAS zum Kuba-Embargo der USA geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika

Mehrere Mitgliedsstaaten der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) plädieren für die Durchführung einer juristischen Untersuchung mit dem Ziel, die Resolution aufzuheben, die im Jahre 1962 den Ausschluss Kubas aus der Organisation beschloss. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza betonte, dass der V. Amerika-Gipfel deutlich gemacht hat, dass das Thema Kuba auf der Tagesordnung stehe und auf der Generalversammlung der OAS im Juni in Honduras behandelt werden müsse. Panamas Botschafter Arístides Royo schlug eine Zusammenarbeit der 34 Mitgliedsstaaten vor, um als Ergebnis des Treffens in Honduras den Ministern für Auswärtige Beziehungen eine Vorlage zur Aufhebung der Resolution liefern zu können. Die Außenminister erwarteten dies, betonte er. Auch von anderen Staaten wird darauf gedrungen, Wege zu beschreiten, um diese „historische Schande“ zu überwinden. Zumal, wie der guatemaltekische OAS-Botschafter hervorhob, die meisten OAS-Mitglieder sowieso „herzliche Beziehungen“ zu Kuba unterhalten.


21. April 2009 | Dresden, Venezuela: Preis der Dresdner Musikfestspiele an den Venezolaner Gustavo Dudamel | Kategorie(n): Noticias, Noticias Venezuela

Der venezolanische Dirigent Gustavo Dudamel ist der Gewinner des diesjährigen Preises der Dresdner Musikfestspiele. Der mit 25.000 € dotierte saeculum-Preis wird seit 2004 vergeben, Preisträger waren bisher u.a. der Komponist Joachim Herz, der Dirigent Kurt Masur und der lettische Geiger Gidon Kremer. Nach Aussage des Intendanten der Dresdner Musikfestspiele Jan Vogler wird mit Dudamel eine Symbolfigur für das einzigartige Projekt zur musikalischen Bildung in Venezuela geehrt. Die Fundación del Estado para el Sistema Nacional de las Orquestas Juveniles e Infantiles de Venezuela, kurz El Sistema, gibt allen venezolanischen Kindern, insbesondere auch solchen aus armen Familien, die Möglichkeit kostenlos ein Instrument zu erlernen und Mitglied eines Orchesters zu werden. Mit der Preisvergabe an den 28jährigen Gustavo Dudamel, den Dirigenten des Simón Bolívar Jugendorchesters Venezuelas, ist laut Vogler eine inhaltliche Neuorientierung des saeculum-Preises verbunden. Künftig soll der Preis an Künstler verliehen werden, die sich besonders um die musikalische Nachwuchsförderung verdient gemacht haben. Erwartet wird, dass auch das Preisgeld für die Förderung junger Künstler eingesetzt wird. Der Preis wird am 23. Mai in der Dresdner Semperoper an Dudamel übergeben.


20. April 2009 | Lateinamerika: V. Amerika-Gipfel im Zeichen der Entspannung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika

Der V. Amerika-Gipfel in Trinidad y Tobago scheint allem Anschein nach die Beziehungen der lateinamerikanischen Staaten untereinander, vor allem aber zu den USA auf eine neue Basis zu stellen. Der neu-gewählte US-Präsident Barack Obama sprach von einer “gleichberechtigten Partnerschaft” auf dem Kontinent. Aufhorchen ließ auch ein anderer Satz Obamas, der betonte, nicht über die Vergangenheit debattieren, sondern ein neues Verhältnis zu den südlichen Nachbarn suchen zu wollen. Dies dürfte in erster Linie Kuba betreffen, obwohl der Inselstaat an dem Gipfel der 34 Staats- und Regierungschefs aufgrund des Ausschlusses aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) im Jahr 1962 gar nicht teilnahm. Neben einem “Neubeginn” mit Kuba strebt Obama zudem entspanntere Beziehungen zu Venezuela und dessen Präsidenten Hugo Chávez an. Ob den Worten Taten folgen werden, bleibt abzuwarten. Boliviens Präsident Evo Morales jedenfalls bleibt skeptisch. Er sehe auch nach drei Monaten Obama keinen echten Wandel. Washington würde weiterhin gegen seine Regierung konspirieren, wie der Streit um die Ausweisung des US-Botschafters zeigte. Die Abschluss-Erklärung des Amerika-Gipfels wurde von den fünf wichtigsten ALBA-Staaten nicht unterzeichnet, weil die USA nicht ausdrücklich das Kuba-Embargo verurteilt.


19. April 2009 | Venezuela, ALBA: Mitgliedstaaten beschließen Währungsunion | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Nicaragua, Noticias Venezuela

ALBA-Mitgliedstaaten beschließen Währungsunion - Logo: Public DomainAuf ihrem im venezolanischen Bundesstaat Cumaná stattfindenden Gipfeltreffen haben die Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Alternative für unser Amerika (ALBA) – Bolivien, Venezuela, Nicaragua, Honduras, Kuba und Dominica – offiziell die Gründung einer Währungsunion verabschiedet. Nach einer Testphase Ende 2009 soll die gemeinsame Währung mit dem Namen “Sucre” im Jahr 2010 eingeführt werden. Bis auf die Karibikinsel Dominica nehmen alle ALBA-Mitgliedsstaaten, sowie das assoziierte Ecuador, am neuen Währungssystem teil. “Sucre” ist die Abkürzung für Sistema Único de Compensación Regional de Pagos und soll als einheitliches System für den regionalen Zahlungsverkehr fungieren. Im ersten Schritt wird die Gemeinschaftswährung als Verrechnungseinheit im gemeinsamen Handel genutzt. Weitere Schritte, wie z.B. die Einfühung des Sucre als Zahlungsmittel in Form von Münzen und Scheinen, sind zunächst nicht geplant. Ziel der Währungsunion ist nach Aussage von Hugo Chávez die “Diktatur des Dollars” zu beenden. D.h. mit anderen Worten die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, die eigenen Währungen zu stärken, sowie den Marktakteuren einen besseren Schutz vor Währungsschwankungen des US-Dollars zu bieten. Neben der ALBA haben ebenfalls Argentinien und Brasilien den US-Dollar im gemeinsamen Handel durch das Sytem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) abgeschafft. Der Einsatz ist zukünftig auch im Wirtschaftsbündnis Mercosur geplant (Bildquelle: Public Domain).


17. April 2009 | Venezuela: Veto gegen Abschlusserklärung des Amerika-Gipfels | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

Der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, verkündete gestern nach Ende des ALBA-Sondergipfels in der venezolanischen Stadt Cumaná, dass er die Abschlusserklärung des heute beginnenden Amerika-Gipfels nicht unterzeichnen werde. Der 5. Amerika-Gipfel findet dieses Wochenende in Trinidad und Tobago statt. Daran nehmen Staats- und Regierungschefs von 34 Ländern aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik teil. Kuba ist von dem Gipfel ausgeschlossen. Das in mehreren Runden zwischen den Staaten ausgehandelte Abschlussdokument nähme, laut Chavez, keine Rücksicht auf politische Veränderungen in der Region und die Formulierungen zu Menschenrechten und demokratischer Regierungsführung richteten sich klar gegen Kuba. Außerdem gebe die Erklärung nach Auffassung der ALBA-Mitgliedsstaaten keine Antworten darauf, wie die weltweite Wirtschaftskrise gelöst werden könne und sei deshalb inakzeptabel. Es ist damit zu rechnen, dass keiner der auf dem Amerika-Gipfel anwesenden Staatschefs der Mitgliedsstaaten des ALBA-Bündnisses (Venezuela, Bolivien, Honduras, Nicaragua und Dominica) die Abschlusserklärung unterschreiben wird.


15. April 2009 | Kolumbien: Meistgesuchter Drogenhändler Don Mario wurde festgenommen. | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Daniel Rendón Herrera alias Don Mario, der meistgesuchte Drogenhändler und Paramilitär von Kolumbien, wurde heute zwischen den Städten Turbo und Necoclí (Departement Antioquia) festgenommen. Don Mario hatte als Operationsgebiet eine weite Zone im Departement Antioquia, die die Regionen von Turbo, Carepa, San Pedro de Urabá, Necoclí und Ghigorodó umfasste. Die Festnahme erfolgte um 2 Uhr nach und man weiß, dass auch ungefähr 40 von seinen Männern und Wachpersonal festgenommen worden sind. Don Mario ist der Bruder des bereits verhafteten Drogenhändlers Freddy Rendón alias Der Deutsche. Es gibt mindestens 13 laufende Untersuchungen gegen Daniel Rendón durch die Staatsanwaltschaft, von denen drei die Verletzung von Menschenrechten betreffen.


15. April 2009 | Kuba: Fidel Castro zeigt kein Interesse an einer Rückkehr zur OAS | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Fidel Castro schreibt weiter. Dieses Mal hat er gegen die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) gewettert. Auslöser waren die Aussagen des Sekretärs der OAS, Miguel Insulza, der sagte: „Kuba muss klar seine Verantwortung zur Demokratie ausdrücken, wenn Kuba zur OAS zurückkehren will.“ Als Antwort schrieb Castro: „Die OAS hat eine Geschichte, die den ganzen Müll von 60 Jahren Verrat an den Lateinamerikanischen Völkern umfasst“. Er schrieb weiter: „Deshalb beleidigt uns die Vermutung, wir würden begierig sein, der OAS beizutreten …Wir bitten die OAS nicht auf Knien, Teil ihrer Schmach zu werden.“


14. April 2009 | Kuba, USA: Aufhebung der Reisebeschränkungen und Remesas-Regelung für Exilkubaner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der amerikanische Präsident Obama hob gestern die Beschränkungen sowohl für Reisen als auch für Remesas von Exilkubanern, amerikanischen Bürgern, deren Familien noch auf der Insel leben, auf. Beide Regelungen bestehen schon seit mehr als 40 Jahren. Diese historische Maßnahme begünstigtet etwa 1,5 Millionen Personen. Fidel Castro schrieb jedoch in der kubanischen Zeitung Granma: „Über die Blockade, die die grausamste der Maßnahmen ist, hat man kein einziges Wort verloren“. Er ergänzte, dass Obama keine Schuld wegen der Grausamkeiten, die die anderen amerikanischen Regierungen gemacht haben, trifft. Abschließend schrieb er: „Kuba hat standgehalten, und es wird weiter standhalten. Kuba wird niemals seine Hände ausstrecken, um Spenden zu erbitten.“


14. April 2009 | Paraguay: Präsident Lugo erkennt die Vaterschaft für ein zweijähriges Kind an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Paraguay

Paraguay: Präsident Lugo erkennt die Vaterschaft für ein zweijähriges Kind an (Bildquelle: Fernando Lugo APC)Der paraguayische Präsident Fernando Lugo hat am Montag im Zuge einer Vaterschaftsklage die Vaterschaft für ein zweijähriges Kind anerkannt. Sein Anwalt sagte, dass der Präsident Lugo die Rückgabe des gespendeten Teils seines Lohnes beantragen wird, um seine Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen. Am Anfang seiner Regierung hatte Lugo entschieden, die Hälfte seines Lohnes für INDI – das Instituto Nacional del Indígena – zu spenden. Die Nachricht über die Vaterschaft löste einen Skandal in Paraguay aus, weil Fernando Lugo bis 2008 für die Katholische Kirche als Bischof galt, da sie seinen Rücktritt von diesem Amt abgelehnt hatte. Als Bischof war Lugo jedoch ans Zölibat gebunden. (Bildquelle: Fernando Lugo APC)


12. April 2009 | Ecuador: Vulkanausbruch auf den Galapagos Inseln | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Vulkanausbruch auf den Galapagos Inseln (Bildquelle: Sprain)Der Vulkan “La Cumbre” auf der Insel Fernandina ist seit dem 11. April wieder aktiv geworden. Die Ausbruchsstelle befindet sich ca. 500 Meter vom Krater des Vulkans entfernt. Der Lavastrom war 200 Meter lang und 10 Meter breit. Nach bisherigen Angaben sind die Bewohner des ecuadorianischen Nationalparks, sowie Bewohner der Nachbarninseln nicht durch die ins Meer fließende Lava betroffen. Die einzigartige Tierwelt könnte jedoch in Gefahr sein. Der letzte Ausbruch von “La Cumbre” war im Mai 2006. (Bildquelle: Sprain)


11. April 2009 | Bolivien: Morales im Hungerstreik | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Bolivien

Bolivien: Evo Morales im Hungerstreik (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Der bolivianische Präsident Evo Morales hat am 9. April einen Hungerstreik begonnen. Mit dieser Maßnahme will er den Nationalkongress unter Druck zu setzen, damit die Präsidentschaftswahl wie geplant am 6. Dezember 2009 stattfindet. Gemäß der im Februar zugestimmten Verfassung befindet sich dieser Termin im vorgesehen Zeitrahmen. Durch das Verfassungsreferendum bekam Morales auch die Möglichkeit wiedergewählt zu werden. Das Gesetz, welches die Präsidentschaftswahl ermöglichen würde, ist bereits von Morales Partei MAS im von ihnen dominierten Abgeordnetenhaus zugestimmt worden. Der von der Opposition besetzte Senat blockierte hingegen den Entwurf. Die Weigerung des Senats wird u.a. damit begründet, dass keine Bereinigung der Wahlregister vorgesehen ist. Nach Angaben von Morales Gegnern sind zahlreiche Personen in diesen Registern mehrmals aufgeführt bzw. bereits tot. wodurch Wahlbetrug ermöglicht würde. Die Beobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatten der bolivianischen Wahlbehörde bereits nach dem Referendum vom August empfohlen, eine Überprüfung der Wahlregister durchzuführen. Neben dem Präsidenten sind dem Hungerstreik weitere 14 Gewerkschaftsführer beigetreten. Morales drohte, er würde den Streik solange fortsetzen, bis der Senat dem Gesetzesentwurf zustimmt. Er sagte daher seine Reisen nach Kuba und zum Amerikagipfel ab. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


08. April 2009 | Kuba, Puerto Rico: Exzellente Musik aus Puerto Rico | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Puerto Rico

Drei Musikproduktionen aus Puerto Rico gehören zu den acht Preisträgern des Internationalen Preises Cubadisco 2009, mit dem herausragende kulturelle Leistungen der Phonoindustrie gewürdigt werden. Ausgezeichnet wurden die Alben „Reafirmación“ des Cuatrospielers Edwin Colón Zayas, „Arroz con Habichuela“ der Gran Combo de Puerto Rico und „El godfather de Salsa“ von Andy Montañez. Weitere Preise gingen u.a. an Produktionen aus Großbritannien, Kolumbien und Österreich.


07. April 2009 | Peru: Ex-Präsident Alberto Fujimori zu 25 Jahren Haft verurteilt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Peru

Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori zu 25 Jahren Haft verurteilt - Foto: OAS, Roberto RibeiroDer ehemalige peruanische Präsident (1990-2000) Alberto Fujimori wurde vom Obersten Strafgericht (Sala Penal Especial de la Corte Suprema) zu 25 Jahren Gefängnis wegen Verletzung der Menschenrechte verurteilt. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht einen demokratisch gewählten Präsidenten in Lateinamerika wegen Verletzung der Menschenrechte schuldig sprach. Die Richter verurteilten ihn wegen Mordes (Fälle Barrios Altos und La Cantuta) sowie wegen der Entführung des Journalisten Gustavo Gorriti und des Unternehmers Samuel Dyer. Unter Einbezug der Zeit, die seit seiner Festnahme am 06. November 2005 in Chile vergangen ist, würde er am 10. Februar 2032 freigelassen werden – im Alter von 93 Jahren (Bildquelle: Organization of American States, Roberto Ribeiro).


07. April 2009 | Spanien, Argentinien, Frankreich: Unveröffentlichter Briefwechsel von Julio Cortázar | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Die spanische Herausgeberin Alpha Decay publiziert in der kommenden Woche einen Band mit bisher unveröffentlichten Briefen des argentinischen Schriftstellers Julio Cortázar. Der Band mit dem schlichten Titel „Correspondencia. Julio Cortázar, Carol Dunlop, Silvia Monrós-Stojakovic“ präsentiert den Briefwechsel zwischen Cortázar, seiner zweiten Frau, der Fotografin Carol Dunlop, und deren gemeinsamer Freundin Silvia Monrós-Stojakavic, der serbo-kroatischen Übersetzerin der Bücher des Argentiniers. Die Briefe und Karten stammen vor allem aus der letzten Lebensphase Cortázars; Themen der Korrespondenz sind die Arbeit an dem Buch „Los autonautas de la cosmopista“, das Cortázar und Dunlop gemeinsam schrieben, die Erkrankung des Schriftstellers an Leukämie und der Tod von Carol Dunlop im Jahre 1982.


07. April 2009 | Großbritannien, Mexiko: London erinnert an den Glanz des Aztekenreichs | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Großbritannien, Mexiko: London erinnert an den Glanz des AztekenreichsDem aztekischen Herrscher Moctezuma II ist im September eine Ausstellung des Britischen Museums gewidmet. Die Schau, vierter Teil einer Reihe von Ausstellungen über große Herrscher, wird vom 24. September bis zum 24. Januar zu sehen sein. Mit diesem Termin nimmt das Museum auch Bezug auf die beiden wichtigen Jahrestage Mexikos im kommenden Jahr: dem Tag der Unabhängigkeit (1810) und dem Beginn der Mexikanischen Revolution (1910). Wie Ausstellungsleiter Neil McGregor auf einer Pressekonferenz ausführte, wird die Exposition über Moctezuma die erste sein, die den mexikanischen Herrscher nicht aus Sicht der Konquistadoren zeigt.


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