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Mexiko, USA: Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels

24. März 2010 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko, USA: Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels, Hillary Clinton mit ihrer mexikanischen Kollegin Patricia Espinosa - Foto: U.S. State DepartmentUS-Außenministerin Hillary Clinton traf gestern in Mexiko-Stadt ein, um Gespräche über die weitere Zusammenarbeit beider Staaten bei der Bekämpfung des Drogenhandels zu führen. Clinton sprach von einer Mitverantwortung der USA für die Gewalt, die Mexiko beherrscht. Die Nachfrage nach Drogen sei der grundsätzliche Nährboden für den Drogenhandel. Außerdem seien es Waffen aus den USA, mit denen in Mexiko getötet wird. Vor einem Jahr, im März 2009, war Hillary Clinton mit dem gleichen Auftrag nach Mexiko gereist und hatte ähnliche Erklärungen über die Mitverantwortung der USA abgegeben. Die getroffenen Vereinbarungen zeigten allerdings keine Wirkung. Kommentatoren schätzen ein, dass Clinton für ihren Besuch keinen ungünstigeren Zeitraum hätte wählen können. Mexikanische Medien hatten am Sonntag ein Foto eines jungen Mannes veröffentlicht, der gerade wegen Besitzes einer geringen Menge von Drogen verhaftet worden war. Am Montag erschien in den Medien ein weiteres Foto desselben Jugendlichen: Auf diesem Foto scheint er tot zu sein, seine Hände sind auf dem Rücken gefesselt, und er trägt deutliche Folterspuren. Allein von Freitag bis Sonntag letzter Woche starben zehn unschuldige Menschen, die in Schießereien zwischen Drogenbanden bzw. zwischen Banden und Polizei oder Militär geraten waren. Die Option der US-Außenministerin zur Lösung der Gewalt in Mexiko scheint weiterhin vor allem eine militärische zu sein: Zu ihren Begleitern gehören u.a. der US-Verteidigungsminister Robert Gates, die Ministerin für Innere Sicherheit, Janet Napolitano, und Dennis Blair, Direktor der Nationalen Sicherheit (Bildquelle: U.S. State Department_).


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