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06. Juni 2017 | Mexiko: Dresdner Sinfoniker spielen Konzert gegen die Mauer | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Flagge: MexikoUnter dem Motto „Tear down this wall“ spielten die Dresdner Sinfoniker am Sonnabend in Tijuana ein Konzert gegen den weiteren Mauerausbau zwischen Mexiko und den USA. Damit nahmen sie Bezug auf Ronald Reagans Aufforderung von 1987 an Michail Gorbatschow, die Mauer zwischen DDR und BRD abzureißen. Zusammen mit Musikern aus den beiden nordamerikanischen Grenzstaaten wollten die Sinfoniker ein Signal „gegen die Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus“ setzen, so auf ihrer Website. Zudem riefen sie auch zu weiteren Aktionen auf: Alle Menschen, die sich gegen die Mauer aussprechen wollten, sollten weitere Konzerte, Performances etc. anstoßen und anschließend unter dem Hashtag #teardownthiswall in den sozialen Medien veröffentlichen. Getrübt wurde die Veranstaltung nur durch Einschränkungen der US-Behörden, die das ursprünglich als grenzüberschreitend geplante Event auf amerikanischem Boden untersagte. Sie sprachen zunächst Sicherheitsbedenken aus, und nachdem das Konzert an einen anderen Ort verlegt werden sollte, monierten die kalifornischen Parkbehörden, dass die Musik den Vogelschutz störte. Trotz der Restriktionen kamen 2000 Besucher, um den Musikern dabei zuzuschauen, wie sie die Mauer selbst in ein Instrument verwandelten, als sie bei ihrem Stück „The Big, the bug, the Cricket and the Quack“ auf sie einhämmerten und -trommelten. Gegendemonstranten auf der US-Seite erschienen nur wenige und konnten die bunte Atmosphäre des Festivals kaum beeinträchtigen. Trotz der Versuche von Trumps Behörden, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen, gelang es den Musikern an diesem Tag, einen wirkungsvollen Protest gegen die Ausgrenzungspolitik des US-Präsidenten, aber auch gegen die Abschottung Europas und „vor allem gegen die Mauern in den Köpfen der Menschen“ zu initiieren.


22. Mai 2017 | Mexiko: Hohe Luftverschmutzung führt zu Einschränkungen in Mexiko-Stadt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

exiko: Hohe Luftverschmutzung führt zu Einschränkungen in Mexiko-Stadt - Foto: Quetzal-Redaktion, Pablo ArocaMexikos Hauptstadt weist in diesen Tagen eine verstärkte Luftverschmutzung durch einen erhöhten Ozongehalt in der Luft auf. Ausgelöst wird dieser Umstand u.a. durch das starke Verkehrsaufkommen und hohe Temperaturen. Hinzu kommt, dass die Schmutzpartikel durch den nur schwach wehenden Wind nicht aus der Stadt herausgetragen werden können. Um der starken Luftverschmutzung entgegenzuwirken, kommt es nun seitens der Behörden zu deutlichen Einschränkungen im Straßenverkehr. Diese beinhalten, dass die Nutzung bestimmter Kraftfahrzeuge momentan nicht erlaubt ist. Zu dieser Gruppe gehören einerseits Fahrzeuge mit hohen Schadstoffemissionen, andererseits entscheidet auch die letzte Ziffer des Autokennzeichens (gerade oder ungerade) darüber, ob die Nutzung eines bestimmten Fahrzeug erlaubt ist. Auf diese Weise ist die Anzahl der in Mexiko-Stadt und Umgebung zirkulierenden Fahrzeuge um 1,5 Millionen gesenkt worden, was ca. 30% des gesamten Verkehrs der Region entspricht. Der Umweltausschuss Mexiko-Stadts (CAME) rät der Bevölkerung außerdem, sich nicht länger als zwingend notwendig an der freien Luft aufzuhalten und unnötige Erledigungen zu vermeiden. Auch die Nutzung eines Mundschutzes wird empfohlen. Besonders hoch sei die Belastung zwischen 13:00 und 19:00 Uhr. Ein zu hoher Ozongehalt in der Luft kann zu Irritationen von Nase, Hals und Augen führen sowie kardiovaskuläre Probleme hervorrufen. In besonderem Maße sind Personen mit Asthma oder Atemwegserkrankungen betroffen. Aufgrund der generell sehr hohen Luftverschmutzung in Mexiko-Stadt und Umgebung müssen Maßnahmen wie diese immer wieder ergriffen werden; im Jahr 2016 insgesamt achtmal. Der derzeitige Ausnahmezustand könnte noch bis zum Ende der Woche andauern. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Pablo Aroca).


03. April 2017 | Mexiko: Zeitung stellt Printversion nach der Ermordung einer Mitarbeiterin ein | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko_Norte-Zeitung_ScreenshotMit ihrer letzten Ausgabe am Sonntag, 2. April, hat die Lokalzeitung „Norte“ (Ciudad de Juárez) nach 27 Jahren ihre Printedition eingestellt. Dieser Schritt ist die direkte Folge auf die Ermordung einer ihrer Mitarbeiterinnen, Miroslava Breach, im März dieses Jahres. Diesen Entschluss ließ der Eigentümer der Zeitung, Oscar A. Cantú Murguía, in einem offenen Brief verlauten, welcher auf der Titelseite der letzten Printausgabe veröffentlicht wurde. Hierin wendet sich Cantú direkt an seine LeserInnen und begründet seine Entscheidung u.a. damit, dass es seinen MitarbeiterInnen nicht mehr möglich sei, ihrem Beruf nachzugehen, ohne sich dabei einem erheblichen Risiko auszusetzen. Cantú merkt außerdem an, dass es die prekäre Sicherheitslage nicht mehr erlaube, einen kritischen Journalismus zu betreiben und dass er sich nicht dazu bereit sehe, noch weitere seiner MitarbeiterInnen auf diese Weise zu verlieren. Breach, die bereits seit mehreren Jahren für „Norte“ arbeitete, war am 23. März vor ihrem Haus erschossen worden. Sie war u.a. an der Berichterstattung über Korruption und Drogenhandel beteiligt. Neben Breach wurden in Mexiko allein im vergangenen Monat noch zwei weitere Journalisten getötet: Ricardo Monlui im Bundesstaat Veracruz am 19. März sowie Cecilio Pineda im Bundesstaat Guerrero am 2. März. Cantús Verlautbarung sowie die gesamte letzte Printausgabe von „Norte“ kann online auf der Webseite der Zeitung abgerufen werden: www.nortedigital.mx (Bildquelle: Screenshot).


09. Februar 2017 | Mexico: Außenminister reist nach Washington | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko, Videgaray - Foto: Ryan Rayburn/IMF PhotoEs sei bekannt, dass die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sehr schwierig sind, aber man wolle die Kommunikationskanäle offen halten, betonte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson. Videgarays Kurzbesuch in Washington war bereits das zweite Treffen der beiden Minister. Das erste endete abrupt, nachdem Mexikos Präsident Peña Nieto das geplante Treffen mit US-Präsident Trump abgesagt hatte. Beim gestrigen Treffen der Außenminister war der geplante Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA ein Thema, und Mexiko machte abermals deutlich, dass es die geforderte Finanzierung des Projekts kategorisch ablehnt. Im Zusammenhang mit der von US-Präsident Trump geforderten Neuverhandlung des Freihandelsabkommens NAFTA wies Videgaray darauf hin, das Mexiko einen 90-tägigen internen Konsultationsprozess eingeleitet habe, um die Situation im Land und die Meinung der für NAFTA wichtigen Akteure zu sondieren. Vor Ablauf dieser Frist seien keine Verhandlungen zu den Handelsbeziehungen möglich. Es sei zudem geplant, Gespräche mit seinem kanadischen Amtskollegen zu führen. Als Ergebnis der Visite von Videgaray in Washington wurde für die nächsten Wochen ein Besuch seines Amtskollegen Tillerson in Mexiko angekündigt. (Bildquelle: Ryan Rayburn/ IMF Photo_).


03. November 2016 | Mexiko: 186 Migranten aus Zentralamerika abgefangen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Vorsicht Migranten - Foto: Jonathan McIntoshAm Mittwoch wurden in den Bundesstaaten Zacatecas und Tabasco im Rahmen von Verkehrskontrollen insgesamt 186 Menschen, die sich ohne gültige Papiere auf dem Weg zur US-amerikanischen Grenze befanden, entdeckt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Menschen aus Zentralamerika, die ihren Schmugglern bis zu 5.000 US-Dollar gezahlt hatten, um von ihnen Richtung Norden gebracht zu werden. Die Busse, in denen sie transportiert wurden, waren den Kontrolleuren durch ihre auffällig hohe Zahl an Mitfahrern aufgefallen. An Bord des in Zacatecas gefassten Fahrzeuges, welches für 45 Personen ausgelegt ist, befanden sich 92 Personen, davon 23 Minderjährige. In Tabasco waren es 94 Personen, davon 43 Minderjährige. Aufgrund der Enge wiesen die Migranten Hautverletzungen auf und litten zudem unter starker Dehydrierung. Nach ihrer Befreiung erhielten sie sowohl medizinische als auch psychologische und konsularische Hilfe. Die Fahrer der Busse wurden festgenommen und müssen sich nun wegen Menschenhandels verantworten. Bereits im Oktober gelang es den mexikanischen Behörden, in Tabasco 121 Menschen aus einem Lastwagen zu befreien. Auch sie waren auf engstem Raum eingepfercht und zeigten dadurch Anzeichen von Dehydrierung und Ersticken. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr ungefähr 150.000 Menschen Mexiko durchqueren, um in die USA zu gelangen. (Bildquelle: Jonathan McIntosh)


19. Oktober 2016 | Mexiko: Zapatisten kündigen eigene Präsidentschaftskandidatin für 2018 an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko_EZLN - Foto: LuchaDer EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) hat angekündigt, für die nächste Präsidentschaftswahl im Jahr 2018 einen eigenen Kandidaten bzw. konkret eine eigene Kandidatin zu stellen. Getroffen wurde diese Entscheidung im Rahmen des 5. Congreso Nacional Indígena in Cristóbal de las Casas (Chiapas), an dem ca. 500 indigene Delegierte aus dem gesamten Staatsgebiet teilnahmen. Zwar ist bis jetzt noch keine konkrete Kandidatin bestimmt worden, doch hat der EZLN, neben der Tatsache, dass es sich um eine Frau handeln soll, außerdem verlauten lassen, dass explizit nach einer Frau aus der indigenen Bevölkerung gesucht werde. Man befinde sich momentan auf einer weitreichenden Suche nach einer geeigneten Kandidatin. Der EZLN setzt sich seit seiner Gründung am 1. Januar 1994 für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos ein, doch die aktive Teilnahme an Präsidentschaftswahlen ist eine historische Einzigartigkeit. Er hatte sich stets dagegen ausgesprochen, am – seiner Ansicht nach – korrupten politischen System Mexikos teilzuhaben. Nun jedoch sei es an der Zeit, in die Offensive zu gehen, eine neue Nation zu errichten und die antikapitalistische Linke zu stärken. Ob der EZLN für sein Vorhaben staatliche Subventionen, die er selbst stets kritisierte, erhalten wird, steht noch nicht fest. (Bildquelle: Lucha)


05. Oktober 2016 | Mexiko: Gedenken an die verschwundenen Studenten und Kritik an der Regierung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko_Ayotzinapa-Gedenkmarsch-43Studenten-Bild - Somos el medioZwei Jahre nach dem Massaker an Studenten aus Ayotzinapa in der Stadt Iguala, Guerrero, haben mehrere Demonstrationen in Mexiko, in den USA und Europa stattgefunden. Darüber hinaus gab es auch einige Mahnwachen in Südamerika. Obwohl seit September 2014 auf lokaler und internationaler Ebene Druck ausgeübt wird, hat die mexikanische Regierung nicht viel für die Aufklärung des Verbrechens getan. Sie lässt die Ermittlungen auf sich beruhen und versucht, das Militär zu schützen, das eigentlich zur Aufklärung des Massakers in hohem Maße beitragen könnte. Es darf nicht vergessen werden, dass das Militär seit Jahren in dieser Region im Einsatz gegen die Drogenkartelle ist, die Straßen und Zugänge permanent kontrolliert werden und sogar das Handy eines der vermissten Studenten in einem Armeestützpunkt geortet wurde. Wie die Ermittlungen weitergeführt werden sollen, ist unklar. Deutlich ist, dass Mexiko in einer tiefen Krise der Menschenrechte steckt und die mexikanische Regierung alle zivilen Widerstandsbewegungen gegen die unsozialen Reformen des Landes, wie z.B. den Widerstand der Lehrergewerkschaft gegen die Bildungsreform, noch stärker unterdrückt (Bildquelle: Somos el Medio).


06. Juli 2016 | Mexiko: UNO fordert Untersuchung zu Nochixtlán | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko-DF_Foto Quetzal-Redaktion-PabloArocaDie Mission der Vereinten Nationen in Mexiko fordert eine vollständige Aufklärung der Auseinandersetzungen am 19. Juni in Nochixtlán (Oaxaca), die zwischen acht und elf Todesopfer gefordert hatten. Gut zwei Wochen nach den Ereignissen ist immer noch nicht geklärt, was eigentlich passiert war, selbst die Zahl der Todesopfer variiert – Regierung, Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación (CNTE) und UNO geben unterschiedliche Zahlen an. Am 19. Juni hatte die Lehrergewerkschaft CNTE aus Protest gegen die Bildungsreform der Regierung von Peña Nieto die Straße zwischen Oaxaca und Mexiko-Stadt blockiert, als plötzlich eine Schießerei begann. Der Nationale Sicherheitsbeauftragte wies jegliche Verantwortung zurück, denn die anwesenden Polizisten seien demnach zunächst unbewaffnet gewesen, hätten den Schusswechsel also nicht provozieren können. Die Aussage des Nationalen Sicherheitsbeauftragten, die Polizisten seien unschuldig, da sie anfangs gar nicht bewaffnet gewesen wären, wird von Videoaufnahmen und  Fotografien widerlegt. Der Staatsanwalt von Oaxaca teilte inzwischen mit, dass die Untersuchungen noch weitere zwei Wochen andauern würden. Derzeit würden zwei Hypothesen geprüft: Der ersten Hypothese zufolge eröffneten Unbekannte das Feuer auf die Polizisten, nach der zweiten hätten die Polizisten selbst zuerst geschossen. Augenzeugen hatten berichtet, mehrere Hunderte Bundespolizisten hätten die Demonstranten mit Tränengas und Gummigeschossen attackiert und versucht, diese zurückzudrängen. Im Ort läuteten die Kirchenglocken, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, pablo aroca)


21. Juni 2016 | Mexiko: Sechs Tote bei Protesten gegen Bildungsreform | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Flagge: MexikoIm südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca wurden am vergangenen Sonntag mindestens sechs Menschen während verschiedener Demonstrationen gegen die Bildungsreform getötet. Die mexikanische Polizei spricht von Molotov-Cocktails und Raketen aus den Reihen der Protestierenden, während diese die Polizei beschuldigen, ziellos in die Menge geschossen zu haben. Die Auseinandersetzung war ein tragischer Höhepunkt in dem bereits seit Jahren währenden Streit zwischen Lehrergewerkschaften und reformbemühten Politikern. Die Regierung von Präsident Henrique Peña Nieto möchte das Bildungswesen reformieren und modernisieren. Die Gewerkschaft der Lehrer sieht in den Inhalten der Reform jedoch vor allem eine Umkrempelung des Arbeitsmarktes. So soll beispielsweise die Vererbbarkeit von Lehrerstellen abgeschafft und ein Evaluationssystem zur Prüfung der Ausbildung der Lehrkräfte eingeführt werden.


27. Mai 2016 | Mexiko: CEPAL-Tagung geht zu Ende | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko

 Logo der CEPAL - Foto: cepal.orgAm 24. Mai 2016 wurde in Mexiko-Stadt die XXVI. Sitzungsperiode der UN-Wirtschafts­kommission für Lateinamerika und die Karibik (Comisión Económica para América Latina y el Caribe – CEPAL) vom Präsidenten des Gastgeberlandes, Enrique Peña Nieto, feierlich eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die am 27. Mai zu Ende ging, stand ein Grundsatzdokument mit dem Titel „Horizontes 2030: La igualdad en el centro del desarrollo sostenible“ (dt.: Horizonte 2013: Die Gleichheit im Zentrum der nachhaltigen Entwicklung“. Darin kommt die Organisation, der 45 Mitgliedsstaaten und 13 assozierte Vertreter angehören, zu dem Schluss, dass die gegenwärtige Entwicklung der Region nicht nachhaltig ist. Dafür seien drei Ungleichgewichte verantwortlich: die Rezession der Weltwirtschaft, die Zunahme der Ungleichheit und die Umweltzerstörung. Alicia Bárcena, Exekutivsekretärin der CEPAL, sieht die Region vor der „größten entwicklungspolitischen Chance aller Zeiten“. Die Verbindung von ökologischer Nachhaltigkeit und Bekämpfung der Ungleichheit müsse das Fundament des neuen Entwicklungsansatzes sein. Obwohl die Armut in Lateinamerika seit 2000 zurückgedrängt werden konnte, war dies bei der sozialen Ungleichheit nicht der Fall. Nach wie vor sind die regionalen Werte die höchsten der Welt. Während linksregierte Länder wie Uruguay, Venezuela, El Salvador und Bolivien in diesem Punkt sichtbare Fortschritte erreichen konnten, hat sich die Situation in Chile, Kolumbien, Mexiko und Brasilien nicht verbessert. Costa Rica, die einstige „Schweiz  Zentralamerikas“ und als ökologisches Musterland gehandelt, weist seit 2002 sogar einen steigenden Gini-Koeffizienten auf. An der Tagung nahmen 10 Außenminister, 20 Minister und Vizeminister anderer Resorts sowie weitere Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft teil.


02. Mai 2016 | Mexiko: Premio Cervantes verliehen an Fernando del Paso | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Fernando del Paso im Jahr 2004 - Foto: Gustavo BenítezAm 23. April wurde der Premio Cervantes, auch bekannt als der “Nobelpreis der spanischsprachigen Literatur” im spanischen Alcalá de Henares an den mexikanischen Schriftsteller Fernando del Paso überreicht. Del Paso stammt aus Mexiko-Stadt und feiert in diesem Jahr seinen 81. Geburtstag. Der Roman “Nachrichten aus dem Imperium” zählt zu seinen wichtigsten Werken. Ausgezeichnet wurde del Paso für seinen Beitrag zur Entwicklung des Romans, der Tradition und Moderne vereint. In seiner Preisrede drückte der Autor seine Wertschätzung für die kastilische Sprache aus, doch er ging auch auf die Zustände in seinem Land ein: “Die Lage hat sich nicht verändert in Mexiko, sondern zum Schlechten gewendet”, erläuterte er. “Ich schäme mich ein bisschen, mein Land im Ausland zu kritisieren. ” Und doch halte er es für wichtig, seinen Unmut gegenüber der in Mexiko-Stadt neu erlassenen “Ley Atenco” auszudrücken. Das Gesetz erlaubt es Polizisten, bei Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen willkürlich Menschen festzunehmen oder sogar auf sie zu schießen. “Dies erscheint mir als der bloße Anfang eines totalitären Staates, den wir nicht erlauben dürfen.” Das nicht zu kritisieren, so der Preisträger, würden ihn wirklich beschämen. (Bildquelle: Gustavo Benítez_)


05. März 2016 | Mexiko: Situation der Menschenrechte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Flagge: MexikoNach Einschätzung der Interamerikanischen Kommission der Menschenrechte befindet sich Mexiko mit Blick auf die Menschenrechtssituation in einer tiefen Krise. Mexiko kann nach wie vor die Verfassungsreform aus dem Jahr 2011 nicht in die Praxis umsetzen. Der hohe Gewaltindex im Land ist mittlerweile zu einer erschütternden Normalität geworden. Das Verschwindenlassen von Menschen, Folter, außergerichtliche Tötungen sowie die regelmäßige Verletzung von Menschenrechten durch die Sicherheitskräfte haben ein erschreckendes Niveau erreicht. Für die Bevölkerung ist die Sicherheitslage sehr kritisch. Besonders gefährdet sind Frauen, Kinder und Journalisten sowie Studenten und soziale Aktivisten. Im Durchschnitt werden sechs von zehn Frauen Opfer der Gewalt. Die kritische Lage wird auch deutlich angesichts der Zahl von über 27.000 Verschwundenen, darunter die weltweit bekannten Fälle der 43 Studenten, von denen es bis heute keine Spur gibt. Eine zufriedenstellende Erklärung der Regierung zu diesem Verbrechen blieb aus. Hinzu kommen über 164.000 Tote seit 2007. In den letzten beiden Jahren wurden 107 Journalisten ermordet, davon 17 allein im Bundesstaat Veracruz.


21. Januar 2016 | Mexiko: Film über “El Chapos” Flucht in den mexikanischen Kino | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko_Filmplakat_ELChapoElEscapedelSiglo_Bild: DragonfilmsAm 15.1.2016 wurde in den mexikanischen Kinos “Capo – El escape del siglo” (dt.: “Capo – die Flucht des Jahrhunderts”) ausgestrahlt. Der Film zeichnet die Flucht des Drogenbosses Joaquín Loera “El Chapo Guzmán” aus dem Gefängnis Altiplano in Mexiko-Stadt im Jahr 2015 nach und ist der erste professional gedrehte Film über das Leben des “Chapo”. Die Drehzeit betrug acht Wochen und fand im Geheimen statt, um Einflussnahme von außen zu vermeiden. Regisseur ist Axel Uriegas. Im Interview mit der mexikanischen Wochenzeitschrift Proceso betont er, dass sein Film “die Korruption, in der wir leben” anklagen soll, “ohne dabei irgendjemanden zu glorifizieren”. Ziel des Filmes sei es, die Person zu zeigen, die hinter “El Chapo” steckt, so, “wie er seine Geschäfte erledigt, und wie er mit den Menschen lebt, die er liebt.” Zusätzliche Publicity erhielt der Film am 8. Januar durch die erneute Verhaftung Joaquín Loeras im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa durch das mexikanische Militär. Im Juli 2015 flüchtete Gúzman bereits auf spektakuläre Weise aus einem Hochsicherheitsgefängnis, indem er einen Tunnel nutzte, der unterhalb seiner Zelle von einem Wohnhaus ausgehend gegraben worden war. Die Verleiherfirma “Dragon Films” möchte nicht sagen, wer den Film in Auftrag gegeben hat und erklärt vorsorglich: “Die verleihende Firma ist nicht verantwortlich für den Inhalt des Filmes”. Die Geschäftsführerin des Unternehmens begründet die Entscheidung, den Film dennoch zu zeigen, so: “Mexiko ist gerade dabei aufzuwachen. Dieser Film ist eine weitere Stimme, zwischen all den anderen Stimmen, die noch Erklärungen suchen.” Dem Twitter-Accounts von “Dragon Films” zufolge sahen am 18.1. bereits 18.000 Mexikaner den Film. Über einen Export in die USA werde nachgedacht. (Bildquelle: Dragon Films)


12. November 2015 | Mexiko: Cervantespreis geht an den Mexikaner Fernando del Paso | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Fernando del Paso - Foto: Public DomainDer Mexikaner Fernando del Paso wurde heute mit dem Premio Miguel de Cervantes, dem wichtigsten Preis für spanischsprachige Literatur, ausgezeichnet. Der Premio Cervantes, der jeweils das Werk eines Künstlers ehrt, geht an den Mexikaner wegen seines Tradition und Moderne vereinenden Beitrags zur Entwicklung des Romans. Die Jury-Präsidentin, Inés Fernández Ordóñez, betonte, del Paso habe eine Literatur geschaffen, die gewagt und innovativ sei. Fernando del Paso, geboren 1935 in Mexiko-Stadt, ist Schriftsteller, Essayist, Lyriker, Maler und hat auch für verschiedene Radiosender gearbeitet. Insbesondere drei seiner Romane erreichten eine herausragende Bedeutung in der mexikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts: José Trigo (1966), Palinuro de México (1977/ dt. 1992: Palinurus von Mexiko) y Noticias del Imperio (1987/ dt. 1996: Nachrichten aus dem Imperium). Der Preis wird am 23. April 2016 vom spanischen König Felipe VI. in Alcalá de Henares, dem Geburtsort von Miguel de Cervantes, überreicht (Bildquelle: Public Domain).


24. September 2015 | Mexiko: VW-Krise bedroht mexikanische Autoindustrie | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Noticias Mexiko Quetzalredaktion gtDer Skandal wegen gefälschter Abgaswerte bei VW löst in Mexiko große Befürchtungen aus. Der bereits jetzt zu verzeichnende drastische Verkaufseinbruch bei den Dieselmodellen trifft das Land besonders hart. Im mexikanischen Bundesstaat Puebla ist VW einer der größten Arbeitgeber. Rechnet man die Zulieferindustrie mit, dann sind mehr als 40.000 Beschäftigte von den erwarteten Einschränkungen betroffen. Im VW-Werk in Puebla arbeiten über 11.000 Beschäftigte. Puebla produziert hauptsächlich für den Export, vier Fünftel der dort hergestellten Fahrzeuge gehen in den Norden, die Mehrzahl davon in die USA. Drei der fünf in den USA beanstandeten Diesel-Modelle von VW werden in Puebla produziert: Golf, Beetle und Jetta. Inzwischen hat Volkswagen Mexiko seine Produktion vorrübergehend eingestellt, um die notwendigen Veränderungen an den Produktionslinien ihrer Modelle vorzunehmen. Man rechnet mit zwei Wochen Arbeitsunterbrechung, das technische Personal – etwa 10.000 Mitarbeiter – wurde in die Ferien geschickt (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gt).


27. August 2015 | Mexiko: Spitzenköche gegen Genmais | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Spitzenköche gegen Genmais - Foto: Quetzal-Redaktion, ssc74 mexikanische Köche des Colectivo Mexicano de Cocina haben sich am Dienstag, 25.08.2015, in einem Offenen Brief an die mexikanische Regierung gegen eine Anerkennung von genmanipuliertem Mais in Mexiko ausgesprochen. Anlass für das Schreiben ist eine juristische Entscheidung vom Juni dieses Jahres, die eine Überprüfung des 2013 ausgesprochenen Verbots des Anbaus von Genmais fordert. Das Gericht hatte damit auf eine Eingabe von Monsanto reagiert, in der behauptet wurde, das Verbot sei nicht wissenschaftlich untermauert. Die Köche argumentieren, dass der Genmais die Vielfalt einheimischer Maissorten gefährde. Zudem beschränke er die Rechte der Bauern, die seit Jahrhunderten ihre Pflanzen aus eigenen Samen ziehen. Die Entwicklung in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern, so z.B. in Argentinien, zeige in alarmierender Weise, welch verheerende Auswirkungen genmanipulierte Produkte auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Darüber hinaus führe der Anbau von Genmais zu einer Konzentration des Bodenbesitzes in den Händen transnationaler Konzerne und gefährde die Ernährungssouveränität des Landes. Enrique Olvera, Chef des hochgelobten Restaurants „Pujol“, betonte auf einer Pressekonferenz, dass der Anbau von Genmais nicht erlaubt werden dürfe, solange es keine Klarheit über mögliche Folgen gebe (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


17. August 2015 | Mexiko: PAN wählt jüngsten Vorsitzenden der Geschichte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: PAN wählt jüngsten Vorsitzenden der GeschichteDie größte mexikanische Oppositionspartei PAN hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Der Jurist, Sozial- und Politikwissenschaftler Ricardo Anaya ist mit seinen 36 Jahren der jüngste Parteivorstand in der Geschichte der Partei. Seine Wahl fiel eindeutig aus: 81% der PAN-Mitglieder wählten ihn, wobei die Wählerbeteiligung bei nicht einmal 50% lag. Anaya hatte das Amt bereits als Interimsvorsitzender im Zeitraum von 2014 bis Januar 2015 innegehabt. Er gilt als Nachfolger des jetzigen Präsidenten Madero und wird voraussichtlich dessen Nähe zum PRI nicht abbrechen lassen. In seinem politischen Programm finden sich unter anderem die Forderung nach einer gemäßigteren Bezahlung von Abgeordneten und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber der Korruption. Dazu möchte er seinen eigenen Lohn um 50% senken, und eigene, PAN-interne autonome Institutionen zur Korruptionsbekämpfung aufbauen. Gleichzeitig beschwört er die Einheit der Partei und ganz Mexikos. Den Steuererhöhungen der Regierung Peña Nieto steht er kritisch gegenüber (Bildquelle: Raulhernandezqro_).


14. Juli 2015 | Mexiko: Künstler Francisco Toledo geehrt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Künstler Francisco Toledo geehrt - Foto: Arturo EspinosaDer mexikanisch-zapotekische Künstler Francisco Toledo wird derzeit in Mexiko in mehreren Veranstaltungen geehrt. Anlass ist sein 75. Geburtstag, den er am Freitag, 17.7., begeht. Das Nationale Institut der Schönen Künste zeichnete ihn für sein Lebenswerk, sein soziales Engagement und seinen großzügigen Beitrag zum kulturellen Erbe Mexikos aus. Toledo ist nicht nur als Bildhauer, Grafiker und Zeichner aktiv und international bekannt, sondern fördert auch die Kultur, den Naturschutz und die Literatur in seinem Heimatstaat Oaxaca. Teil dieser Aktivität ist sein Verlag „Camalus“, in dem Publikationen in den indigenen Sprachen des Bundesstaates erscheinen. Diese Tätigkeit als Verleger wird auch Thema sein beim „Runden Tisch“ im Museum der Bildenden Künste am kommenden Mittwoch in Mexiko-Stadt (Bildquelle: Arturo Espinosa_).


08. Juni 2015 | Mexiko: Trotz Verlusten gewinnt PRI die Wahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Trotz Verlusten gewinnt PRI die Wahlen - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie Kommunal-, Regional- und Parlamentswahlen, die gestern in Mexiko stattfanden, waren in ihrem Vorfeld abermals von einer beispiellosen Gewaltwelle begleitet; im Land wurden etwa 70 Angriffe auf und 19 Morde an Kandidaten gezählt. Im Süden des Landes, insbesondere in Oaxaca, Chiapas und Guerrero, sollten tausende Polizisten die Wahlen absichern. Bürgerrechtsorganisationen klagen an, dass das militärische Aufgebot in den von sozialen Protesten gekennzeichneten Regionen nicht zu einem demokratischen Klima beiträgt. Verschiedene Organisationen und Aktivisten hatten deshalb zu einem Boykott der Wahlen aufgerufen. Nach Auszählung von 60 Prozent der Stimmen zeichnet sich ab, dass der Partido Revolucionario Institucional (PRI) trotz Verlusten die Wahlen gewonnen hat und mit seinen Bündnispartnern weiter regieren kann. Allerdings zeigen sich Verschiebungen in der politischen Landschaft Mexikos. In der Hauptstadt hat der seit langem dominierende Partido de la Revolución Democrática (PRD) starke Verluste hinnehmen müssen. In fünf der 16 Colonias wird künftig der Movimiento Regeneración Nacional (Morena) regieren, eine Abspaltung vom PRD, die erst im letzten Jahr von Andrés Manuel López Obrador gegründet wurde. Morena gewann im Land immerhin 10 Prozent der Stimmen. Im nördlichen Bundesstaat Nueva León entschied mit dem ehemaligen PRI-Aktivisten Jaime Rodríguez Calderón (“El Bronco”) erstmals in der mexikanischen Geschichte ein parteiunabhängiger Kandidat die Gouverneurswahlen für sich (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


19. Mai 2015 | Mexiko: Im Fokus auf der spanischsprachigen Buchmesse in Los Angeles | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Landkarte USA und Mexiko - Karte: University of Texas at AustinVom 15. bis zum 17. Mai 2015 fand in Los Angeles die große „Latino“-Buchmesse LéaLA statt. Organisatoren waren die Macher der Feria Internacional del Libro de Guadalajara. Bereits zum 4. Male fand die Verkaufsmesse statt, und es waren neben ca. 85.000 Besuchern auch 300 Verlage im Los Angeles Congress Center vertreten. Los Angeles ist der County mit der höchsten Einwohnerzahl der USA und gleichzeitig auch derjenige mit dem größten Anteil an Bevölkerung mit lateinamerikanischer Abstammung: 48% der Bewohner Los Angeles’ stammen aus Ländern südlich des Rio Grande. „Gaststadt“ bei der diesjährigen Messe war Mexiko-Stadt. Die Messe stellt nämlich nicht nur eine Plattform zur Kulturvermittlung dar, sondern soll die latino-stämmige Bevölkerung in den USA, in diesem Fall explizit auch die mexikanische, zu den Vorkomnissen in ihrem Herkunftsland informieren. An zahlreichen runden Tischen informierten und diskutierten Journalisten und Autoren über die Themen, die derzeit in Mexiko wohl oder übel an der Tagesordnung stehen: die Verstrickung der Regierung in den Drogenhandel, Menschenrechtsverletzungen, die Verfassungskrise. Obwohl Rücküberweisungen an die Angehörigen im Land den zweitwichtigsten Wirtschaftsfaktor Mexikos darstellen, hat die mexikanische Bevölkerung in den USA oft wenig Zugang zu zuverlässigen Informationen über das, was im Land tatsächlich vor sich geht. Der Journalist Javier Valdez betont, dass es eine derartige Diskussions-Plattform wie in Los Angeles in Mexiko beinahe nicht gebe. Viele Mexikaner in den USA seien jedoch begierig auf Neuigkeiten aus ihrem Land, welche sie zum Beispiel in den Publikationen von Valdez und einige seiner Kollegen zum Thema Drogenhandel und die Beziehungen zum mexikanischen Staat auffinden. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


20. April 2015 | Mexiko: Universität von Puebla erstellt “Globalen Straflosigkeitsindex“ | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Flagge: MexikoUnter der Federführung des Direktors der Universidad de las Américas Puebla, Luis Ernesto Derbez Bautista, und dem Präsidenten des Bürgerrates für Sicherheit und Gerechtigkeit in Puebla, Andrea Ambrogi Domínguez, wurde der „globale Index zur Straflosigkeit“ (spanisch: Índice Global de Impunidad, IGI) erstellt. Er misst in vergleichbarer Weise die öffentliche Sicherheit und das Rechtssystem eines Landes und bis zu welchem Maße Menschenrechte respektiert werden. Dabei wird von offiziellen Zahlen der jeweiligen Regierungen ausgegangen und keine Daten miteinbezogen, welche auf Wahrnehmung basieren. Untersucht wird der Weg vom Delikt zur Bestrafung, also von der offiziellen Registrierung der Straftat hin zur gerichtlichen Verurteilung. Dabei werden die physischen und Human-Ressourcen der Sicherheits- und Rechtssysteme untersucht, denn ein Mangel in diesem Bereich hat eine Erhöhung der Straflosigkeitsquote zur Folge. 14 potentielle Indikatoren enthält der Index für seine Berechnung, darunter: Wie viele Polizisten und Richter gibt es pro 100.000 Einwohner? Welches Verhältnis herrscht zwischen Kapazität der Vollzugsanstalten und der Anzahl an Gefangenen? Wie hoch ist der Anteil von Gefangenen ohne Urteil oder Anteil an Gefangenen, die zu einer Strafe von mehr als 20 Jahren verurteilt sind? Die Forscher haben über ein Jahr lang Daten aus 59 Ländern analysiert und kommen für ihr eigenes Land, Mexiko, zu folgendem Urteil: „Wenn man in Mexiko das Problem der Straflosigkeit bekämpfen würde, dann könnte man die Korruption auf den unterschiedlichen Regierungsebenen verringern“, so lautet es im vorgelegten Bericht. Denn: „Straflosigkeit ruft Misstrauen gegenüber den öffentlichen Einrichtungen hervor; das heißt, die Abwesenheit von Bestrafung repräsentiert eines der wichtigsten Hindernisse für die Konsolidierung und die Wahrung der Menschenrechte: Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit.“


26. November 2014 | Mexiko: Demonstration in Leipzig für Ayotzinapa | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Demo in Leipzig für Ayotzinapa, Foto: Quetzal-Redaktion, glAm Samstag, den 15. November, fand in Leipzig eine Demonstration mit mehr als 100 Personen statt. Die Demonstranten wollten sich mit den Familien der 43 verschwundenen mexikanischen Studenten solidarisieren und gegen die Politik der mexikanischen Regierung protestieren. Die friedliche Demonstration lief unter dem Motto „Es war der Staat“ durch das Zentrum der Stadt Leipzig. Die verschwundenen mexikanischen Studenten kommen aus einer Fachhochschule für Lehramt des Bundesstaates Guerrero in Mexiko. Sie wollten am 26. September 2014 nach Mexiko-Stadt fahren und am 2. Oktober an der traditionellen Demonstration zur Erinnerung an das Studentenmassaker von 1968 in Tlatelolco, Mexiko, teilnehmen. Als die Studenten am Busbahnhof von Iguala ankamen, wurden sie von der mexikanischen Polizei angegriffen. Bei diesem Einsatz hat die Polizei acht Personen getötet, und 43 Studenten wurden festgenommen. Man brachte sie jedoch nicht ins Gefängnis, sondern an einen unbekannten Ort. Bis heute sind sie spurlos verschwunden. Die Proteste im Land und von Seiten der internationalen Gemeinschaft haben sich intensiviert. Trotz der Erklärungsversuche der mexikanischen Regierung befindet sich das Land in einer politischen Krise, und es zeigt sich, wie schlecht es um die Einhaltung der Menschenrechte im Land steht. Schuld daran hat die Verschmelzung von Politik und illegalen Organisationen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).


06. Juli 2014 | Mexiko: Aztekische Quetzalfederkrone weiterhin in Wien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Immer wieder betonen Mexikaner die große historische Bedeutung der Federkrone für ihr Land und fordern sie von Österreich zurück. (Foto: Quetzal-Redaktion, gt)Ein Dokumentarfilm, der dieser Tage in Mexiko-Stadt uraufgeführt wurde, brachte ein altes Streitobjekt wieder in Erinnerung: den Federschmuck von Moctezuma. Der prachtvolle penacho, bestehend aus 400 Quetzalfedern und mehr als 1.500 Metallplättchen (aus Gold Silber und Kupfer), fand sich im Nachlass von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol (1529-1595) und wird bis heute im Weltmuseum Wien ausgestellt. Ob er wirklich einst Moctezuma II. gehörte, der am 30 Juni 1520 von den spanischen Konquistadoren ermordet wurde, ist umstritten. Doch immer wieder betonen Mexikaner die große historische Bedeutung der Federkrone für ihr Land und fordern sie zurück. Die mexikanische Regierung hat ihre 1991 erstmals erhobene Bitte um Rückgabe im Jahr 2011 zwar unterstrichen, bemüht sich aber um eine enge Zusammenarbeit mit den Österreichern in dieser Frage. So wurde der Kopfschmuck von 2010-2012 gemeinsam von mexikanischen und österreichischen Experten aufwändig restauriert. Von mexikanischer Seite hofft man, das kostbare Stück zumindest leihweise einmal zu Hause zeigen zu können. Aber auch das könnte sich als schwierig erweisen, denn ein Gutachten der TU Wien bescheinigt dem penacho, nicht transportfähig zu sein. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gt)


31. März 2014 | Mexiko: 100. Geburtstag von Octavio Paz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: 100. Geburtstag von Octavio Paz - Foto: John LeffmannMit einer Briefmarke und einem Los der Nationalen Lotterie, die sein Porträt tragen, erinnert Mexiko an seinen Literaturnobelpreisträger Octavio Paz (1914-1998). Wichtiger dürften jedoch die zahlreichen Neuauflagen seiner Werke sein sowie die Veranstaltungen und Lesungen aus Anlass des 100. Geburtstages des Dichters und Essayisten am heutigen 31. März. Vor einer Woche, am 24. März, begann das offizielle Gedenken, das mexikanische Parlament rief das Jahr 2014 als Octavio-Paz-Jahr aus. So ungetrübt war das Verhältnis des mexikanischen Staates zu dem Dichter nicht immer. Paz bezeichnete sich einst selbst als einen „vollkommenen Liberalen“ und „verantwortungsvollen Linken“, aus Protest gegen das Massaker von Tlatelolco 1968 legte er sein Amt als Botschafter in Indien nieder und ging für zwei Jahre in ein freiwilliges Exil. Jahre später söhnte er sich mit den Herrschenden aus, für die Politik der Präsidenten Salinas de Gortari und Zedillo zeigte er Verständnis und schlug z.B. eine militärische Lösung als Reaktion auf den Aufstand der Zapatisten vor. Andererseits warf er Kollegen wie Gabriel García Márquez und Carlos Fuentes ihr politisches Engagement vor. Octavio Paz hatte mit seinem 1950 veröffentlichten Essay „Das Labyrinth der Einsamkeit“ einen Klassiker der mexikanischen Literatur geschaffen, eine kulturell, historisch und soziologisch angelegte Erkundung der mexicanidad. Sein umfangreiches und facettenreiches lyrisches Werk ist bis heute von großem Einfluss, vor allem in der spanischsprachigen Welt. Bereits als Siebzehnjähriger veröffentlichte Octavio Paz seine ersten Gedichte; der Dichter, so schrieb er einmal, habe die Aufgabe, „die Worte aufzuwerten“ (Bildquelle: John Leffmann_).


20. März 2014 | Lateinamerika: OECD-Bericht: Chile und Mexiko sind Schlusslichter | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko

Lateinamerika: OECD-Bericht: Chile und Mexiko sind Schlusslichter - Bild: © OECDDer am vergangenen Dienstag erschienene OECD-Bericht „Gesellschaft auf einen Blick“ weist den beiden lateinamerikanischen OECD-Mitgliedern Chile und Mexiko quasi die rote Laterne zu. Bei einer Vielzahl der erfassten sozialen Indikatoren schneiden diese beiden Ländern sehr schlecht ab. So ist Chile das Land mit der höchsten Einkommensungleichheit. Der Gini-Index in dem südamerikanischen Land liegt bei 0,5, in Mexiko, das auf dem vorletzten Platz liegt, bei 0,47. Im OECD-Durchschnitt beträgt der Index 0,39. Mit 4.800 US-Dollar haben die Mexikaner das niedrigste jährliche Durchschnittseinkommen (OECD-Durchschnitt: 20.400 USD). 38% von ihnen verdienen nicht genug, um sich ausreichend Lebensmittel zu kaufen. In Chile betrifft das gut ein Viertel der Bevölkerung. Kein OECD-Mitglied gibt so wenig Geld für Sozialausgaben aus wie Mexiko, gerade einmal 7% werden für soziale Unterstützungen aufgewendet. In Chile sind es nur 3% mehr. Mexiko ist in der OECD-Gruppe zudem eines der wenigen Länder ohne Arbeitslosenversicherung (Bildquelle: © OECD_).


06. März 2014 | Mexiko: Sympathie für „El Chapo“ | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Kokain - Foto: Presidencia de la República MexicoDie mexikanische Regierung bemüht sich, die Identität von Joaquín „El Chapo“ Guzmán, des am 22. Februar 2014 festgenommenen Drogenbosses des Sinaloa-Kartells, zweifelsfrei zu bestätigen. Währenddessen sammeln sich Unterstützer für „El Chapo“. In Culiacán und Guamúchil, zwei Städten im Bundesstaat Sinaloa, fanden sich mehr als 1.000 Sympathisanten, um für den Drogenboss zu demonstrieren. Sie setzten sich für seine Freilassung ein und wollen seine Auslieferung in die USA verhindern. Diese Form der Unterstützung von Schwerstkriminellen durch Teile der Bevölkerung ist in Mexiko kein neues Phänomen. Im Jahr 2010 gingen Einwohner der Stadt Apatzingán im Bundesstaat Michoacán auf die Straße, um ihre Sympathie für das Drogenkartell „La Familia“ zu bekunden. Seinerzeit war der Führer dieses Kartells von der Polizei in Apatzingán erschossen worden. Da die Kartelle dort wirksam werden, wo die Regierung es schon lange nicht mehr ist und Arbeit, Geld für Arme oder für Schulen zur Verfügung stellen, ist die große Sympathie, die ihnen in Teilen der Bevölkerung entgegengebracht wird, nicht wirklich verwunderlich. Nach Meinung von Experten sind solche Demonstrationen ein klarer Beleg für die Verankerung der kriminellen Gruppen in der Gesellschaft und für die Schwäche der Regierung.(Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


13. Februar 2014 | Mexico: Nahrungsmittelkrise in Guerrero | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexico: Mais- Foto Quetzal Redaktion glIm Bundesstaat Guerrero, Mexiko, befinden sich über 150 Kommunen am Rand einer Nahrungsmittelkrise. Diese im Hochgebirge von Guerrero gelegenen Kommunen wurden von den Hurrikans Manuel und Ingrid im September 2013 komplett zerstört. Viele der Opfer stehen vor dem Nichts. Auf Grund der mangelhaften Unterstützung seitens der Regierung mussten die Einwohner, die mehrheitlich zu den Nahua gehören, für den Neuaufbau auf ihre einigen Reserven zurückgreifen. Die Erntevorräte an Mais und anderen Nahrungsmitteln aus dem letzten Jahr sind aber inzwischen fast aufgebraucht. Damit sind die circa 92.000 Einwohner der Region auf Regierungshilfe angewiesen. Insgesamt wären für das kommende Jahr circa 30.800 Tonnen Mais, 6161 Tonnen Reis und 6161 Tonnen Bohnen für die betroffenen 20.000 Familien notwendig. Berichten zufolge hat die Regierung 16 Millionen Euro für diese Phase bereitgestellt, das sind nur 0,9 Prozent des gesamten Investitionsvolumens von Guerrero. Diese Region in Guerrero gilt als eine der der ärmsten Regionen weltweit (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl)


06. Februar 2014 | Mexiko-USA: Grenzschutz mit Hilfe von Kindern & Jugendlichen? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Grenze zur USA - Foto: Omar OmarDie 3.144 Kilometer lange Grenze zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko überqueren jährlich mehr als 350.000 Menschen illegal. Die immer umfangreicher ausgebauten Grenzanlagen werden häufig mit der Berliner Mauer verglichen: Tödliche Schüsse gegenüber hilflosen Menschen, fehlende rechtliche Konsequenzen für die Todesschützen und eine häufige Missachtung der Menschenrechte stehen seit Jahren in der Kritik. Aufgrund des Todes eines US-amerikanischen Grenzpolizisten (Roberto J. Durán) bei einem Autounfall an eben jener Grenze im Jahr 2002 findet seit über zehn Jahren der San Diego Fallen Agents Memorial Day statt. Finanziert von der Roberto J. Durán-Stiftung, die die Einnahmen für Bildungsprogramme verwendet, soll des gefallenen Grenzpolizisten gedacht werden. Nebenbei finden dort auch regelmäßig „Trainings“ statt, wobei Kinder neben einem Wettlauf am Grenzzaun mit Waffen und Farbpatronen auf aufgestellte Figuren schießen können, so ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Comité de Servicios Amigos Americanos. Die Assoziation der Puppen mit illegalen Einwanderern sei dabei mehr als deutlich. Auch sei eine große Auswahl von Waffen verfügbar, unter denen sich Kinder und Jugendliche entscheiden dürften. „Das Ereignis ist aufgrund weiterer Aktivitäten augenscheinlich als Tag für die ganze Familie ausgerichtet“, sagt Comité de Servicios Amigos Americanos. Das letzte „Training“ fand am achten Juni letzten Jahres statt. Der Sprecher der US-amerikanischen Grenzpatrouille, Paul D. Carr, lehnt den Vorwurf des Comité de Servicios Amigos Americanos, die aufgestellten Figuren repräsentierten illegale Migranten, ab: „Ich versichere, dass diese Trainings nichts mit der Abwehr illegaler Migranten zu tun haben. Außerdem führen wir diese Übungen von Behörden und Laien in den ganzen USA durch.“ Ob mit Vorsatz oder nicht, ein wenig Feingefühl mit dem Umgang von Schusswaffen, lebensgroßen Figuren und Kindern wäre angesichts der schwierigen Lage an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze wünschenswert. (Bildquelle: Omar Omar)


27. Januar 2014 | Mexiko: Bürgerwehren in Michoacán | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Waffen - Foto: Presidencia de la República MexicoDas mexikanische Michoacán kennt viele Beispiele für den Selbstbestimmungswillen seiner Bewohner; so war es den Azteken nie gelungen, die Purépechas, die Urbevölkerung Michoacáns, zu besiegen. Mehr als 500 Jahre später liefern die Purépechas einen neuen Beweis für ihren Freiheitswillen. Bereits im Sommer letzten Jahres hatten sie angekündigt, dass sie im Kampf gegen die Drogenmafia und Schutzgelderpressung selbst zu den Waffen greifen werden. Diesen Entschluss hatten sie gefasst, weil die Strategie der mexikanischen Regierung gegen die zunehmende Kriminalität auf allen Ebenen erfolglos blieb und die Bevölkerung nicht ausreichend vor der Drogenmafia geschützt wird. Inzwischen haben sie sich in Bürgerwehren, Autodefensas, organisiert. Nach eigenen Angaben sind zur Zeit über 25.000 Männer bewaffnet, die Michoacán Schritt für Schritt vom Kartell der Tempelritter (Los Caballeros Templarios) befreien wollen. Die Kontrolle über mehrere Gemeinden haben sie bereits übernommen. Alle Versuche des mexikanischen Staates zur Entwaffnung der Bürgerwehren sind bisher gescheitert. Im Zuge einer sogenannten Sicherheitsoffensive hat das Militär in der letzten Woche den gesamten Bundesstaat abgeriegelt; wie es hieß, um die Bevölkerung der Nachbarstaaten zu schützen. Für den Fall, dass es dem Militär gelingt, das Kartell zu zerschlagen und die wichtigsten Anführer zu verhaften, haben Vertreter von Bürgerwehren angekündigt, den bewaffneten Kampf einzustellen (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico).


13. Dezember 2013 | Mexiko: Energiereform in Putschmanier | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Bohrinsel - Foto: Agencia Brasil, Divulgacao PetrobrasAm gestrigen Donnerstag hat die Abgeordnetenkammer mit 354 zu 134 Stimmen für die Reform des mexikanischen Energiesektors gestimmt. Damit ist es der Regierung des PRI (Partido Revolucionario Institucional) unter Präsident Enrique Peña Nieto mit Unterstützung des rechten PAN (Partido Acción Nacional) gelungen, das höchst umstrittenes Gesetz innerhalb von 72 Stunden durch beide Kammern des Parlaments zu peitschen. Die Reform erfordert eine Änderung dreier Verfassungsartikel (Art. 25, 27 und 28) und rührt an einer Säule mexikanischen Identität. Nachdem bereits die beiden Vorgänger Peña Nietos, Vicente Fox (2000-2006) und Felipe Calderón (2006-2012), beide vom PAN, versucht hatten, den Öl- und Stromsektor für das Auslandskapital zu öffnen, war dies nun der dritte Anlauf zur Privatisierung dieses strategischen Bereichs. Mit ihrem putschartigen Vorgehen setzten sich die Reformbefürworter von PRI und PAN über die massiven Proteste der Bevölkerung sowie über den Widerstand der Abgeordneten des PRD (Partido de la Revolución Democrática), den Peña Nieto 2012 zusammen mit dem PAN für seinen „Pakt für Mexiko“ hatte gewinnen können, hinweg. Begründet wurde die Reform mit der Ineffizienz des staatlichen Erdölunternehmens PEMEX und der mangelnden Investionskraft des Staates. Unerwähnt blieb indessen, dass PEMEX über 70 Prozent seiner Einnahmen an das Finanzminsterium abführen muss und die öffentlichen Steuereinnahmen Mexikos weniger als 10 Prozent der Bruttoinlandsproduktes ausmachen, womit es weit unter dem OECD-Durchschnitt von 35 Prozent liegt. Bezieht man die an den Staat abgeführten Mittel in der Effizienzbilanz mit ein, dann belegt PEMEX unter den profitabelsten Erdölunternehmen weltweit Platz fünf. Die Regierungen, die sich seit 2000 massiv um die Privatisierung des Energiesektors bemühen, tragen zugleich die Hauptverantwortung für den systematischen Kapitalentzug, der PEMEX in jene Schuldenfalle geführt hat, die wiederum als Grund für die Notwendigkeit der Privatisierung herhalten muss. Mexiko bietet ein weiteres makaberes Lehrstück dafür, wie der Staat gegen den Willen der eigenen Bevölkerung selbst die Bedingungen für die Preisgabe der wichtigsten Naturresourcen an Privatinvestoren schafft. (Bildquelle: Agencia Brasil)


19. September 2013 | Mexiko: Vor 60 Jahren erschien „El llano en llamas“ von Juan Rulfo | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Juan Rulfo - Foto: Public DomainDie literarische Welt beging gestern einen besonderen Geburtstag: Vor 60 Jahren, am 18. September 1953, erschien in Mexiko Juan Rulfos Buch „El llano en llamas“. Das dünne Bändchen enthielt 15 Kurzgeschichten, von denen 8 bereits in den Zeitschriften „Pan“ und „América“ erschienen waren, bei einer Neuauflage im Jahr 1970 fügte Rulfo selbst zwei weitere Erzählungen hinzu. Weit entfernt von der barocken Opulenz anderer lateinamerikanischer Schriftsteller berichteten diese Geschichten in einer geradezu knappen und strengen Sprache vom Leben mexikanischer Campesinos, „mit einer solchen literarischen Wahrhaftigkeit, dass man sagen könnte, es waren die Menschen des Landes, die Rulfo schrieben“ (Monterroso). Neben „El Llano en llamas“ veröffentlichte Rulfo lediglich den Roman „Pedro Páramo“ und einige Filmdrehbücher. Dieses schmale Œvre machte ihn weltberühmt, bis heute gilt er als der meistübersetzte und meistgelesene mexikanische Schriftsteller. Aus Anlass des Jubiläums seines ersten Buches wird die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt einen Juan-Rulfo-Lehrstuhl stiften. Am 23. September soll dieser mit einem feierlichen Kolloquium über „El llano en llamas“ in Anwesenheit der Witwe des Schriftstellers eingeweiht werden (Bildquelle: Public Domain).


21. August 2013 | Mexiko: Leben des „Gouverneurs“ des indigenen Volkes der Guarijio bedroht | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Staudamm El Cajon - Foto: Da NukeJosé Romero Rodriguez, führender Repräsentant (span.: Gobernador) des Volkes der Guarijio im Norden Mexikos, musste in die Landeshauptstadt reisen, um sich vor den massiven Drohungen der lokalen Regierung gegen Leib und Leben schützen zu können. Der Grund dieser Bedrohung ist sein Widerstand gegen den Bau einer Talsperre in der Region Los Alamos im mexikanischen Bundesstaat Sonora. Der Bundesstaat Sonora hat den Bau der Talsperre geplant, ohne die kommunale Bevölkerung entsprechend der ILO-Konvention Nr. 169 zu konsultieren. Das „Übereinkommen über indigene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO 169) regelt deren Rechte und schreibt u.a. die Anhörung indigener Gemeinden bei sie betreffenden Wirtschaftsprojekten verpflichtend vor. Die Errichtung der Talsperre bedroht die Lebensgrundlage des Volks der Guarijio. Einen ähnlichen Fall stellt der Bau einer Pipeline durch das Land der Mayo im selben Bundesstaat Sonora dar, der ebenfalls unter Verletzung der ILO- Konvention 169 seitens der dortigen Regierung durchgeführt wird(Mexiko: Staudamm El Cajon – Foto: Da Nuke).


01. August 2013 | Mexiko: Widersprüchliche Stadtentwicklung in der mexikanischen Metropole | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Mexiko-Stadt - Foto: Omar OmarMexiko-Stadt befindet sich im Wandel. Die Stadt wird seit 18 Jahren von der links orientierten Partei der demokratischen Revolution (PRD) regiert. Unter dieser Regierung wird die Stadt einerseits moderner: Die Megaprojekte im städtischen Verkehr wie City-Autobahn, U Bahn, Metro Bus und die Skyline verändern ihr Gesicht. Dazu kommt die „Perle der Stadt“ – ein saniertes Stadtzentrum und der frisch renovierte Alameda Park. Auf der anderen Seite bleiben die Methoden der Polizei gegen die informelle Straßenhandeln unverändert. In den Straßen rund um den Palacio Nacional vermischen sich der formelle und informelle Handel. Die Polizei macht mehrmals am Tag Razzien, die motorisierten Polizisten fahren mit hoher Geschwindigkeit durch die Menge, um die Straßenhändler zu erschrecken. Das ist eine Art „Warnung“, um zu zeigen, dass die Polizei eine Straße jederzeit von beiden Seiten sperren kann. Die Straßenhändler haben Wachpersonal an jeder Ecke, die vor den Razzien warnen. Das erlaubt es ihnen sich zu verstecken. Das ist geradezu ein Katz-und-Maus-Spiel. Die Methoden der Polizei sind die gleichen wie vor Jahren. Die Polizisten „müssen“ eine bestimmte Anzahl von Straßenhändlern fangen, die dann nur gegen die Zahlung einer Gebührung, der mordida, wieder frei gelassen werden. Die Hohe der mordida ist von der Art der Ware abhängig. Nach Angabe der Straßenhändler werden einige Straßen in Ruhe gelassen, weil es dort eine Einigung zwischen die Polizei und den Straßenhändlern gibt. Die Stadt verändert sich mit der linksorientierten Regierung zwar in manchen Dingen in positive Richtung, aber manche Dinge scheinen eine feste Tradition zu haben, die bleiben nach wie vor unverändert.(Bildquelle:Mexiko: Mexiko-Stadt – Foto: Omar Omar)

 


28. Juni 2013 | Mexiko: Windpark in Oaxaca verletzt ILO 169 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Windenergie in Oaxaca - Foto: Quetzal-Redaktion, glDas Windpark-Projekt mit dem zapotekischen Namen Bii Nee Stipa II (Wind, der Energie bringt) wurde von verschiedenen europäischen Nichtregierungsorganisationen vor dem europäischen Parlament der Verletzung der ILO-Konvention 169 angeklagt. Das „Übereinkommen über indigene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO 169) regelt die Rechte indigener Völker und schreibt u.a. die Anhörung indigener Gemeinden bei sie betreffenden Wirtschaftsprojekten vor. Obwohl auch Mexiko diese Konvention anerkannt hat, ist eine solche Anhörung in diesem Fall nicht erfolgt. Die beteiligten Konzerne Gamesa Energía aus Spanien, Simest und Enel Green Power aus Italien erhielten jedoch neben 58 Millionen Euro von der Interamerikanische Entwicklungsbank knapp 39 Millionen Euro Subventionen aus dem Latin America Investment Facility (LAIF), einem Entwicklungsfonds der Europäischen Union. LAIF will vor allem den Kampf gegen den Hunger und den Ausbau der Infrastruktur sowie die Vergabe von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen in Lateinamerika unterstützen. Eingesetzt wurden die Mittel aber vor allem zur Förderung privatwirtschaftlicher Interessen, lediglich 108.669 Euro wurden für verschiedene kommunale Zwecke zur Verfügung gestellt. Vertreter mexikanischer Entwicklungsorganisationen beklagen, dass vornehmlich europäische Banken und multinationale Unternehmen Nutznießer der Entwicklungsgelder sind. Der Europaparlamentarier Charles Goerens aus Luxemburg macht das europäische Parlament und die mexikanische Regierung für die kritische Lage in Oaxaca und den Missbrauch der Subventionen verantwortlich.(Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl)


24. Juni 2013 | Lateinamerika: Steigender Waffenhandel aus den USA nach Mittelamerika | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Mexiko

Mexiko: Gewehr Ak47 - Foto: Neil Dorgan/Quetzal-Redaktion, gtNach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten Guatemala und El Salvador jeden ihrer Soldaten mit sieben Waffen versorgen. Allein Guatemala verfügt über ein Arsenal von mehr als einer Million Schusswaffen, von denen lediglich ca. 450.000 registriert sind. Ein großer Teil dieser Waffen sind US-Produkte. Der Waffenhandel aus den USA nach Mittelamerika ist ein wachsendes Geschäft, und ein weitgehend unbekanntes dazu. Colby Goodman, Autor einer Untersuchung des Wilson Centers zum Thema Waffenhandel im sogenannten Todesdreieck Honduras, El Salvador und Guatemala, betont, dass z.B. der Umfang des Handels von Waffen aus den USA nach Guatemala bisher unterschätzt wurde. Er fordert eine bessere Zusammenarbeit der drei Länder mit dem Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe der USA (ATF). Auch wenn die Daten noch nicht sehr umfassend sind, so konnte aufgrund der Kooperation Guatemalas mit dem ATF festgestellt werden, das ein Drittel der zwischen 2006 und 2009 bei Verbrechen und im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität beschlagnahmten Waffen aus dem Norden stammt. Goodman machte in seinen Untersuchungen zwei grundlegende Vertriebswege der Schmuggler aus: Zum einen werden die Waffen zwischen anderen Waren in Sendungen via Mexiko versteckt oder aber als Direktsendung nach Guatemala verschickt. Doch nicht nur die Drogenkartelle schmuggeln Waffen ins Land, auch in den USA arbeitende guatemaltekische Landarbeiter schicken Feuerwaffen an Verwandte nach Hause. Die Tatsache, dass acht von zehn Mordopfern in Guatemala an Schussverletzungen sterben, so die Journalistin Julie López, macht sowohl nationale als auch regionale Maßnahmen notwendig. In Guatemala verhindern laxe Waffengesetze, fehlende Mittel und die Korruption der Behörden bisher eine wirksamere Kontrolle des Waffenschmuggels. (Bildquelle: Neil Dorgan bearb.gt)


09. Mai 2013 | Mexiko: Migranten in Tijuana | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

mexiko-foto-quetzal-redaktion-glEtwa 3000 Migranten aus Mittelamerika und verschiedenen Regionen Mexikos leben unter unwürdigen Lebensbedingungen im Flussbett der Stadt Tijuana. Die Migranten wurden aus den Vereinigen Staaten abgeschoben und blieben gleich an der Grenze, um eine Rückkehr in die USA zu versuchen. In der Zwischenzeit halten sie sich in der Stadt Tijuana auf. Bis vor ein paar Monaten verfügten sie über provisorische Hütten aus Plastik und Pappe am Flussbett des Río Tijuana, aber die mexikanische Polizei hat alles verbrannt. Jetzt leben die Migranten unter unwürdigen Bedingungen in Tunneln in dem Flussbett. In den etwa 30 Tunneln bzw. pocitos wohnen die Migranten und schützen sich so vor der Polizei und der Kriminalität. Die pocitos sind 15 Meter lange Tunnel in ein Meter Tiefe und wurden von den Migranten selbst gebaut. Die lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen haben bereits mehrmals auf die Situation aufmerksam gemacht, ohne dass jedoch eine der drei Ebenen der mexikanischen Regierung eine entsprechende Reaktion gezeigt hätte (Bildquelle: Quetzal-Redaktion,gl).


21. März 2013 | Mexiko: Der Aztekische Jaguar | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko Foto: Quetzal Redaktion glDie positive wirtschaftliche Entwicklung Mexikos spiegelt sich nicht in der Lebensqualität der Bevölkerung wider. Das Land zeigte 2012 eine Wachstumsrate von 4%, im Vergleich zu durchschnittlich 1,3% in der OECD, 2,2% in den USA und 0,6% in der EU. In Mexiko gibt es keine finanzielle Unterstützung für Arbeitslose. Deshalb müssen die Menschen immer eine Beschäftigung haben. Die Arbeitslosigkeit des Landes lag im letzten Jahr bei 4,4%, während die europäischen Länder eine Arbeitslosenrate von 11,7% und die USA von 7,8% aufwiesen. Aber das Problem Mexikos liegt darin, dass aufgrund der schwachen Regierungsstrukturen mehr als 60% der erwerbstätigen Bevölkerung in der ‘Schattenwirtschaft’ beschäftigt sind. In Mexiko ist diese Art der Arbeit nicht illegal. Die meisten arbeiten als Straßenhändler, die für die Nutzung der Straßen eine Art Steuer in die kommunale Finanzkasse zahlen müssen. Die Straßenhändler sind selbst von der Krankenversicherung und Rentenversicherung ausgeschlossen. Nach Angaben des Instituts für Statistik (INEGI) arbeiten lediglich 16 Millionen von 50 Millionen erwerbstätigen Personen in der formellen Wirtschaft, zudem ist der Mindestlohn des Landes der niedrigste von ganz Lateinamerika. Die Ergebnisse der Studie “Indikator der Armut der beschäftigten Personen” (Índice de Tendencia Laboral de la Pobreza, ITLP) des INEGI zeigen, dass immer mehr Mexikaner nicht im Stande sind, ihre Grundversorgung mit den Lohneinnahmen zu decken.(Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl)


11. Februar 2013 | Mexiko: Koloniale Diskriminierung von Frauen der Otomí und Nahua | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko: Koloniale Diskriminierung von Frauen der Otomí und Nahua - Foto: Quetzal-Redaktion, glIn der mexikanischen Stadt Guanajuato im gleichnamigen konservativen Bundesstaat dürfen  Frauen aus den Völkern der Otomí und Nahua seit vier Monaten das Stadtzentrum nicht mehr betreten oder dort ihre Handwerksprodukte verkaufen. Die neue kommunale Regierung lehnt die Verlängerung der Verkaufsgenehmigungen ab, obwohl die Frauen eine entsprechende Steuer in den letzten sechs Jahren bezahlt haben. Laut einer Mitteilung des Bürgermeisters, Luis Fernando Gutiérrez Márquez, würde die Anwesenheit der Frauen das Stadtbild verschandeln. Die betroffenen Frauen reichten Klage bei der offiziellen Menschenrechtskommission von Guanajuato ein, da diese Maßnahme sie nicht nur diskriminiert, sondern auch ihre einzige wirtschaftliche Einnahmequelle verhindert. Es wird eingeschätzt, dass Mexiko mit diesem Vorgehen im stark vom Katholizismus geprägten Bundesstaat Guanajuato in die Kolonialzeit zurückkehrt (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).


29. November 2012 | Mexiko: Policía Comunitaria in Guerrero wurde 17 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Mexiko

Mexiko Policia Comunitaria in Guerrero wurde 17 - Foto: Prometeo LuceroAm 24. November 2012 konnte „La Policia Comunitaria de la Costa Chica y la Montaña de Guerrero“ (Gemeinschaftspolizei der Südküste und Hochgebirge des Bundesstaates) ihren 17. Geburtstag feiern. 1995 waren die Organisationen der kommunalen Sicherheit im mexikanischen Bundesstaat Guerrero ins Leben gerufen worden, ihre Gründung war das Ergebnis eines langen Diskussions- und Abstimmungsprozesses verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gruppierungen. Ziel war es, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, da der Staat diese nicht mehr garantieren konnte. Die Gewalt in der Region hatte in den 1980er/90er Jahren ein hohes Niveau erreicht, Diebstähle, Morde, sexueller Missbrauch von Frauen und Mädchen wurden kaum geahndet. Nicht selten waren die staatlichen Sicherheitskräfte Teil des Problems. Höhepunkt dieser Gewaltwelle war das Massaker von Aguas Blancas, bei dem 1995 Mitglieder einer Kleinbauernorganisation von regulären Polizeieinheiten erschossen wurden. Drei Jahre nach Gründung der Gemeinschaftspolizei besann man sich in den Gemeinden auf das System der autonomen indigenen Rechtssprechung und gründete ein einiges regionales Justizsystem. Die ca. 600 Bürgerpolizisten werden in Gemeindeversammlungen gewählt, arbeiten ehrenamtlich und werden für ihren Gemeinschaftsdienst nicht bezahlt. Das System von gemeinschaftlicher Polizei und Rechtssprechung ist mittlerweile in 65, zumeist indigenen, Gemeinden etabliert (Bildquelle: Prometeo Lucero_).


18. September 2012 | Mexiko: Premiere zum Ende – Ein neuer Mayafilm in Halle/Saale | Kategorie(n): Noticias, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko

Mexiko: Maya Codex - Foto: Quetzal-Redaktion, mkNein, diese Überschrift bezieht sich nicht auf den 23.12.2012. Diese Veranstaltung ist der Abschluss einer Veranstaltungsserie der Sociedad Iberoamericana Halle (Si!Halle e. V.), zu der auch ihre 11. Iberoamerikanischen Kulturtage mit dem Motto “Das Jahr der Mayakultur“ im Juni 2012 gehörten. In Zusammenarbeit mit dem Kino „Zazie“, dem Regisseur Harald Schluttig und mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Undine Kurth (Bündnis 90/ Die Grünen) ist als hallesche Premiere der Dokumentarfilm „Der Geist der Maya – Auf den Spuren des Codex Dresdensis“ zu sehen. Daran schließt sich ein Filmgespräch mit Harald Schluttig und dem Mayakundigen und Buchautor Mario Krygier in der Zazie-Bar im Rahmen des wöchentlichen „Spanisch-Stammtischs“ an. Im Fokus des eindrucksvollen und kurzweiligen Films steht die wichtigste bekannte Handschrift der Maya. Ihr Inhalt, soweit entschlüsselt, wird u. a. in Interviews mit Koryphäen der Mayaforschung, wie z. B. Nikolai Grube, beleuchtet. Es kommen aber auch heutige Maya zu Wort, ebenso wie lateinamerikanische und deutsche Wissenschaftler und Förderer. In farbenfrohen Ausschnitten bekommt man einen Eindruck von der Kultur und Lebensweise der Mayavölker. Dieser Beitrag zur halleschen Interkulturellen Woche von Si!Halle e. V. findet am Dienstag, 25.9.2012 ab 19 Uhr im Kino „Zazie“, Kleine Ulrichstrasse 22, 06108 Halle/Saale statt. Der Trailer des bisher nicht im Verleih befindlichen Films ist unter folgenden Link zu finden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion,mk).


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