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Noticias Kuba

19. Oktober 2009 | ALBA: Mitgliedstaaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

ALBA-Staaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre - Logo: Public DomainDie Staats- und Regierungschefs der ALBA-Mitgliedstaaten haben gestern in Cochambamba auf dem 7. ALBA-Gipfeltreffen den Vertrag zur Gründung der virtuellen Währung Sucre (Sistema Único de Compensación Regional de Pagos) ratifiziert. Die neue regionale Verrechnungswährung soll für Kuba, Dominica, Antigua y Barbuda, San Vicente y las Granadinas, Honduras, Nicaragua, Venezuela, Ecuador und Bolivien mehr Unabhängigkeit vom Dollar im intranationalen Handel ermöglichen. Zwar sind die Details für die Funktionsweise des Sucre noch weitgehend ungeklärt. Aber es steht bereits fest, dass die neue ALBA-Währung (als Verrechnungseinheit) ab nächstem Jahr schrittweise eingeführt werden soll. Dafür müssen die Mitgliedstaaten zunächst Konten in ihren jeweils nationalen Währungen bei der ALBA-Bank in Caracas hinterlegen. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer Einheitswährung ähnlich dem Euro. Kurzfristig planen die ALBA-Mitgliedstaaten auch Brasilien und Argentinien für das Projekt gewinnen zu können, zumal diese untereinander ein eigenes Verrechnungssystem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) bereits eingeführt haben (Bildquelle: Public Domain).


04. September 2009 | USA, Kuba: Lockerung von Reisebestimmungen und des Wirtschaftsembargos | Kategorie(n): Noticias Kuba

Kuba, Lockerung der Reisebestimmungen für Exilkubaner, Bildquelle University of Texas at AustinBisher durften Exil-Kubaner nur einmal im Jahr nach Kuba fahren und nur bis zu 1200,00 Dollar pro Jahr an Familienmitglieder auf der Karibikinsel senden. Am Donnerstag gab das Finanzministerium der Vereinigten Staaten bekannt, dass US-Bürger Verwandte in Kuba ab sofort uneingeschränkt besuchen können. Außerdem wurden die Bestimmungen über Geldsendungen nach Kuba geändert. Exil-Kubaner können Ihren Verwandten nun nicht nur soviel Geld senden, wie sie möchten, auch der Kreis an Familienangehörigen, an die Geld gesandt werden darf, wurde erweitert. Darüber hinaus wurde der genehmigte Höchstwert des Inhalts von Paketen nach Kuba verdoppelt, die maximalen täglichen Ausgaben von US-Bürgern bei Besuchen auf Kuba erhöht, sowie die Höchstgrenze von 44 Kilogramm Reisegepäck aufgehoben. Bereits im April hatte US-Präsident Barack Obama die nun in die Tat umgesetzten Maßnahmen angekündigt. Dazu gehörten auch Maßnahmen zur Lockerung des seit 47 Jahren andauernden Wirtschaftsembargos gegen Kuba. Diese betreffen den Bereich der Telekommunikation. US-amerikanische Menschenrechtsorganisationen sowie die Organisation der Exilkubaner begrüßen die Kuba-Politik Barack Obamas, fordern jedoch die vollständige Aufhebung des Wirtschaftsembargos gegen die Karibikinsel. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


03. Juli 2009 | Kuba: Lehrergehälter steigen um 4 bis 7 Dollar im Monat | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Kuba_Flagge.pngDie kubanische Regierung verkündete einen “moderaten Anstieg” der monatlichen Lehrergehälter im Mittel zwischen 93 und 163 Pesos (zwischen 4 und 7 US-Dollar). Die Anhebung steht im Zusammenhang mit der bereits zwischen 2006 und 2008 von Raúl Castro angeschobenen Gehaltsreform, die eigentlich schon im August 2008 in Kraft treten sollte, aber bis Dezember diesen Jahres verschoben wurde. Der Gehaltsanstieg hat Auswirkungen auf etwa 545.000 Lehrer und im Bildungssektor Beschäftigte. Damit verbunden ist aber die Verpflichtung 5 Prozent des Einkommens in die Sozialversicherung einzuzahlen. Die erhöhten Zahlungen sollen ab September fließen und werden den kubanischen Staatshaushalt mit zusätzlichen 820 Millionen kubanischen Peso (35,4 Millionen US-Dollar) belasten. Der monatliche Durchschnittslohn in Kuba liegt bei 17 US-Dollar, die Kubaner haben aber immerhin kostenlosen Zugang zu Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie weiteren staatlichen Transferleistungen. Die niedrigen Löhne im Bildungsbereich haben neben dem Auslandseinsatz kubanischer Lehrer zu einem Personalmangel geführt und dafür gesorgt, dass sich viele maestros andere Beschäftigungen (z.B. im Tourismus) oder Arbeit im informellen Sektor gesucht haben. Der Mangel hat bereits dazu geführt, dass fast die Hälte des Personals von 16-18-jährigen Schulabgängern, sogenannten “Nothilfelehrern”, gestellt wird.


05. Juni 2009 | Kuba: Wiederaufnahmeangebot der OAS an Kuba | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Kuba: Wiederaufnahmeangebot der OAS an Kuba (Bild: Organization of American States, OAS)Die Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben auf ihrer 39. Generalversammlung am vergangenen Mittwoch (3. Juni 2009) überraschend den Weg für eine mögliche Rückkehr Kubas in die OAS geebnet. 47 Jahre nach dem Ausschluss des Karibikstaates aus der Organisation wurde beschlossen, die Resolution aus dem Jahr 1962 zurückzunehmen.  Treibende Kräfte des Antrages waren die ALBA-Mitglieder Bolivien, Dominica, Honduras, Nicaragua, Venezuela sowie Ecuador und Paraguay. Der Ausschluss kam damals auf Druck der USA zustande, die Kuba die Übereinstimmung mit den “demokratischen Zielen” der von Washington gesteuerten OAS absprachen. Die lateinamerikanischen Staaten feierten die Aufhebung der Resolution als endgültige Überwindung des Kalten Krieges und schrieben dies vor allem der neuen US-Administration unter Präsident Obama zu. Die US-Delegation, die von Außenministerin Clinton angeführt wurde, hatte bis zuletzt versucht, die Rückkehr Kubas in die OAS an Bedingungen zu knüpfen. Clinton selbst nahm an der Abstimmung nicht teil. Sie ließ anschließend verlauten, dass auch mit der neuen Regierung keine bedingungslose Eingliederung Kubas in die OAS möglich sein wird. Die Reaktionen aus Havana fielen bisher allerdings ziemlich eindeutig aus: die kubanische Regierung ist bislang nicht an einer Rückkehr in die Organisation interessiert. (Bild: Organization of American States, OAS)


21. April 2009 | Lateinamerika, Kuba: Untersuchung der OAS zum Kuba-Embargo der USA geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika

Mehrere Mitgliedsstaaten der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) plädieren für die Durchführung einer juristischen Untersuchung mit dem Ziel, die Resolution aufzuheben, die im Jahre 1962 den Ausschluss Kubas aus der Organisation beschloss. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza betonte, dass der V. Amerika-Gipfel deutlich gemacht hat, dass das Thema Kuba auf der Tagesordnung stehe und auf der Generalversammlung der OAS im Juni in Honduras behandelt werden müsse. Panamas Botschafter Arístides Royo schlug eine Zusammenarbeit der 34 Mitgliedsstaaten vor, um als Ergebnis des Treffens in Honduras den Ministern für Auswärtige Beziehungen eine Vorlage zur Aufhebung der Resolution liefern zu können. Die Außenminister erwarteten dies, betonte er. Auch von anderen Staaten wird darauf gedrungen, Wege zu beschreiten, um diese „historische Schande“ zu überwinden. Zumal, wie der guatemaltekische OAS-Botschafter hervorhob, die meisten OAS-Mitglieder sowieso „herzliche Beziehungen“ zu Kuba unterhalten.


19. April 2009 | Venezuela, ALBA: Mitgliedstaaten beschließen Währungsunion | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Nicaragua, Noticias Venezuela

ALBA-Mitgliedstaaten beschließen Währungsunion - Logo: Public DomainAuf ihrem im venezolanischen Bundesstaat Cumaná stattfindenden Gipfeltreffen haben die Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Alternative für unser Amerika (ALBA) – Bolivien, Venezuela, Nicaragua, Honduras, Kuba und Dominica – offiziell die Gründung einer Währungsunion verabschiedet. Nach einer Testphase Ende 2009 soll die gemeinsame Währung mit dem Namen “Sucre” im Jahr 2010 eingeführt werden. Bis auf die Karibikinsel Dominica nehmen alle ALBA-Mitgliedsstaaten, sowie das assoziierte Ecuador, am neuen Währungssystem teil. “Sucre” ist die Abkürzung für Sistema Único de Compensación Regional de Pagos und soll als einheitliches System für den regionalen Zahlungsverkehr fungieren. Im ersten Schritt wird die Gemeinschaftswährung als Verrechnungseinheit im gemeinsamen Handel genutzt. Weitere Schritte, wie z.B. die Einfühung des Sucre als Zahlungsmittel in Form von Münzen und Scheinen, sind zunächst nicht geplant. Ziel der Währungsunion ist nach Aussage von Hugo Chávez die “Diktatur des Dollars” zu beenden. D.h. mit anderen Worten die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, die eigenen Währungen zu stärken, sowie den Marktakteuren einen besseren Schutz vor Währungsschwankungen des US-Dollars zu bieten. Neben der ALBA haben ebenfalls Argentinien und Brasilien den US-Dollar im gemeinsamen Handel durch das Sytem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) abgeschafft. Der Einsatz ist zukünftig auch im Wirtschaftsbündnis Mercosur geplant (Bildquelle: Public Domain).


15. April 2009 | Kuba: Fidel Castro zeigt kein Interesse an einer Rückkehr zur OAS | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Fidel Castro schreibt weiter. Dieses Mal hat er gegen die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) gewettert. Auslöser waren die Aussagen des Sekretärs der OAS, Miguel Insulza, der sagte: „Kuba muss klar seine Verantwortung zur Demokratie ausdrücken, wenn Kuba zur OAS zurückkehren will.“ Als Antwort schrieb Castro: „Die OAS hat eine Geschichte, die den ganzen Müll von 60 Jahren Verrat an den Lateinamerikanischen Völkern umfasst“. Er schrieb weiter: „Deshalb beleidigt uns die Vermutung, wir würden begierig sein, der OAS beizutreten …Wir bitten die OAS nicht auf Knien, Teil ihrer Schmach zu werden.“


14. April 2009 | Kuba, USA: Aufhebung der Reisebeschränkungen und Remesas-Regelung für Exilkubaner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der amerikanische Präsident Obama hob gestern die Beschränkungen sowohl für Reisen als auch für Remesas von Exilkubanern, amerikanischen Bürgern, deren Familien noch auf der Insel leben, auf. Beide Regelungen bestehen schon seit mehr als 40 Jahren. Diese historische Maßnahme begünstigtet etwa 1,5 Millionen Personen. Fidel Castro schrieb jedoch in der kubanischen Zeitung Granma: „Über die Blockade, die die grausamste der Maßnahmen ist, hat man kein einziges Wort verloren“. Er ergänzte, dass Obama keine Schuld wegen der Grausamkeiten, die die anderen amerikanischen Regierungen gemacht haben, trifft. Abschließend schrieb er: „Kuba hat standgehalten, und es wird weiter standhalten. Kuba wird niemals seine Hände ausstrecken, um Spenden zu erbitten.“


08. April 2009 | Kuba, Puerto Rico: Exzellente Musik aus Puerto Rico | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Puerto Rico

Drei Musikproduktionen aus Puerto Rico gehören zu den acht Preisträgern des Internationalen Preises Cubadisco 2009, mit dem herausragende kulturelle Leistungen der Phonoindustrie gewürdigt werden. Ausgezeichnet wurden die Alben „Reafirmación“ des Cuatrospielers Edwin Colón Zayas, „Arroz con Habichuela“ der Gran Combo de Puerto Rico und „El godfather de Salsa“ von Andy Montañez. Weitere Preise gingen u.a. an Produktionen aus Großbritannien, Kolumbien und Österreich.


25. März 2009 | Bolivien, Kuba, Venezuela: ALBA-Kulturpreis an Retamar und Sanjinés | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Der Kubaner Fernando Retamar und der Bolivianer Jorge Sanjinés sind die Preisträger des ALBA-Preises für Literatur und Kunst 2008. Die Jury aus Luis Britto García (Venezuela), Héctor Díaz-Polanco (Dominikanische Republik), Víctor Pellegrini (Argentinien), Raúl Pérez Torres (Ecuador) y Lesbia Vent Dumois (Kuba) würdigte den Beitrag der Geehrten für die kulturelle Emanzipation und Entkolonialisierung Lateinamerikas. Retamar, einer der wichtigsten spanischsprachigen Dichter der Gegenwart, ist auch bekannt für seine brillanten essayistischen Arbeiten zum Werk José Martís. Der bolivianische Filmregisseur Sanjines, der zu den Begründern des Neuen Lateinamerikanischen Kinos gehört, schuf zahlreiche herausragende Filme wie z.B. Yawar Mallku und El coraje del pueblo. Die Alternativa Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América (ALBA) vergibt ihren Kulturpreis im Rahmen des Projektes ALBA-Cultural zum zweiten Mal, die ersten Preisträger waren der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer und der uruguayische Schriftsteller Mario Benedetti. Der Preis wird auf dem nächsten regionalen Gipfel der ALBA in Venezuela überreicht.


15. März 2009 | Kuba: USA lockern Handels- und Reisebeschränkungen für Kuba | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Vergangene Woche verabschiedete der US-Senat (10.03.09) ein Gesetz, welches den Exilkubanern zukünftig häufigere Besuche bei ihren Angehörigen auf Kuba ermöglicht. Waren unter der Bush-Regierung Reisen nur alle drei Jahre und für maximal zwei Wochen möglich, so sind diese jetzt einmal im Jahr gestattet und mit einer unbegrenzten Aufenthaltsdauer verbunden. An Devisen dürfen nun statt 50 Dollar pro Tag bis zu 179 Dollar ausgegeben werden. Mit dem Gesetz, welchem das Repräsentantenhaus bereits im Februar seine Zustimmung gab, wird zugleich die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten und Medikamenten erleichtert. Nach Aussage von US-Finanzminister Timothy Geithner versucht die US-Regierung derzeit einen geeigneten Weg zu finden, um den demokratische Wandel in Kuba zu fördern und das Leben der Kubaner zu verbessern. Mit der Unterzeichnung des Gesetzes durch US-Präsident Barack Obama am 11. März 2009 tritt dieses nun offiziell in Kraft. Obama betone aber zuvor, dass er an dem seit 1962 bestehenden Handelsembargo weiter festhalte. Kritik daran kommt vor allem von den Ländern Lateinamerikas, besonders vor dem Hintergrund, dass die USA zu den zehn wichtigsten Importländern Kubas zählen. Wie ernst gemeint die gemachten Lockerungen sind, wird sich bis zum 30. September 2009 zeigen. Da diese zusammen mit einem 410 Milliarden US-Dollar umfassenden Ausgabenpaket beschlossen wurden, ist das Gesetz vorerst nur bis zum Ende des Haushaltsjahres gültig.


04. März 2009 | Dominikische Republik, Kuba: Bilaterales Handelsabkommen vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Kuba

Die kubanische und dominikanische Regierung haben an diesem Mittwoch ein Handelsabkommen zur weiteren Ratifikation vereinbart. Das Ziel ist der Aufschwung des bilateral Handels, der im letzten Jahr 100 Millionen US-Dollar überschritt. Mit diesem Vertrag versuchen beide Seiten, das Handelsvolumen bis 2010 auf 200 Millionen US-Dollar zu verdoppeln. Die Vereinbarung beinhaltet sowohl die Förderung des Austauschs von beruflichen und freiberuflichen Dientsleistungen, des Gesundheitswesens, der Ausbildung und fachlichen Beratung als auch die Möglichkeit, anderen Karibik-Ländern -wie zum Beispiel Haiti- die genannten Dienstleistungen als Paket anzubieten. Eine anderer Punkt betrifft den Handel von Agrar- und Agrarindustrieprodukten sowie die Lösung von nichttariflichen Handelshemmnissen für bestimmte Ausfuhrprodukte aus der Dominikanische Republik.


23. Februar 2009 | Kuba: Raúl Castro nimmt Regierungsumbildung vor | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Staatschef Raúl Castro hat ein Jahr nach der Amtsübernahmen von seinem Bruder Fidel Castro eine Regierungsumbildung vorgenommen. Dabei wurden etliche Ministerposten neu besetzt und einige Ministerien anders als bisher zugeschnitten. Entlassen wurden Außenminister Felipe Pérez Roque und Kabinettschef Carlos Lage. Während Pérez Roque als enger Vertrauter von Fidel Castro gilt, wurde Lage lange Zeit als Nachfolger des “máximo líder” gehandelt. Lage bleibt aber weiterhin kubanischer Vizepräsident. Neuer Außenminister wird der bisherige Stellvertreter Bruno Rodríguez, der Kuba bereits als Botschafter bei den Vereinten Nationen vertreten hat. Neuer Kabinettschef soll General José Amado Ricardo Guerra werden. Außerdem mussten Wirtschaftsminister José Luis Rodríguez, Finanzministerin Georgina Barreiro und Außenhandelsminister Raúl de la Nuez ihre Posten räumen. Zur Ankurbelung der am Boden liegenden kubanischen Wirtschaft sollen weiterhin Außenhandelsministerium und das Ressort für Auslandsinvestitionen sowie das Fischereiministerium und Ministerium für Lebensmittelindustrie zusammengelegt werden. Dieser Schritt soll zu einer Entbürokratisierung im Land beitragen.


17. Februar 2009 | Chile, Kuba: Michelle Bachelet trifft Fidel und Rául Castro | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Kuba

Chile, Kuba: Michelle Bachelet mit Fidel Castro (Foto: Presidencia de la República de Chile)Von Dienstag bis Freitag letzter Woche (10. – 13.02.09) reiste die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet zu einem Staatsbesuch nach Kuba, begleitet von mehr als 100 weiteren Personen wie Parlamentariern, Ministern, Unternehmern und Kulturschaffenden. Bei dem historischen Besuch, es war der erste eines chilenischen Staatsoberhauptes in Kuba seit 37 Jahren, legte Bachelet den Grundstein für eine Wiederaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Chile und Kuba unterzeichneten mehrere Abkommen über die Zusammenarbeit unter anderem in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen. Am Donnerstag eröffnete Bachelet zudem die 18. Internationale Buchmesse von Havanna, deren Gastland dieses Jahr Chile ist, ehe sie am Freitag noch vom früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro in der Nähe der kubanischen Hauptstadt Havanna empfangen wurde. Nach ihrem Besuch sagte sie, dass der Revolutionsführer wohlauf, aktiv und in sehr guter Verfassung sei. Chile, Kuba: Michelle Bachelet mit Fidel Castro (Foto: Presidencia de la República de Chile)


11. Februar 2009 | Kuba: Tod einer Musikerlegende | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Am Dienstag ist mit Orlando “Cachaito” López ein weiteres Mitglied des legendären “Buena Vista Social Club” gestorben. Der Basist wurde 76 Jahre alt. López stammte aus einer Musikerfamilie. Sein Spitzname leitet sich von Israel “Cachao” López, seinem Onkel, ab, der ebenfalls große Berühmtheit auf Kuba erlangte. Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde Orlando López 1999 durch Wim Wenders Filmdoku “Buena Vista Social Club”. 2001 veröffentlichte er zudem sein Debutalbum “Cachaito”, das ein Jahr später den Radiopreis der BBC gewann. Die bekanntestes Mitglieder des “Buena Vista Social Club”, Compay Segundo und Rubén González, waren bereits 2003 gestorben, Ibrahim Ferrer zwei Jahre später.


02. Februar 2009 | Kuba: Fidel Castro fordert Territorium des US-Stützpunktes Guantánamo | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Vor wenigen Tagen hat der jetzige US-Präsident Barack Obama die Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo / Camp Delta angeordnet (22.01.09). Etwa eine Woche später nutzt Kuba diesen Sachverhalt, um erneut die Rückgabe des Territoriums zu fordern. Der frühere Staatschef Fidel Castro verlangt die Rückgabe des Stützpunktes Guantánamo. Die Beibehaltung der Militärbasis bedeute eine Verletzung des Völkerrechts und einen Machtmissbrauch der USA gegenüber einem kleinen Land, schrieb der 82-Jährige in einem am Donnerstag (29.01.09) veröffentlichten Essay. Bereits am Mittwoch waren ähnliche Worte auch von Außenminister Felipe Pérez Roque zu hören. Seit 1903 haben die USA die 117,6 km² große Fläche an der Guantánamo Bay gepachtet. Nach der Unabhängigkeit von Spanien (Dezember 1898) war Kuba durch politische und wirtschaftliche Abhängigkeit seitens der USA geprägt und stand von 1899 bis 1902 unter US-amerikanischer Militärverwaltung. Seit 1901 hatten die USA gar Interventionsrecht. Mit der Revolution von Fidel Castro im Jahr 1959 fordert das Land die Rückgabe der Bucht und bestreitet die Gültigkeit des 1934 geänderten Vertrages, da er unter militärischen Druck zustande gekommen sei. Die USA, welche die jährliche Pachtgebühr von 4085 US-Dollar per Scheck bezahlen, sehen in der einmaligen Einlösung 1959 hingegen die Bestätigung der Fortsetzung der Pacht.


25. Januar 2009 | Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Eigentlich war beim dreitägigen Staatsbesuch (19.01. – 21.01.09) der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner ein Besuchsprogramm mit dem kranken kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro, wie auch schon bei den Besuchen Martin Torrijos (Panama) und Rafael Correa (Ecuador) nicht vorgesehen. Nicht nur für Kirchner, sondern auch für alle Beobachter des Gesundheitszustandes von Fidel Castro, kam es schließlich zum Abschluß des Besuches zu einem überraschenden 40-minütigen Gespräch mit dem “El Commandante”. Damit beendete Fidel Castro selbst die Spekulationen um einen möglichen Tod seiner Person, die durch Äußerungen von Hugo Chávez, abgesagten Treffen und ausgebliebener Veröffentlichungen in der Parteizeitung Granma, weiter angeheizt wurden. Gleich nach dem Treffen meldete sich Castro mit einer seiner “Reflexiones” erneut zu Wort (22.01.). Er ging dabei vor allem auf die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama ein. Er nutzte das Thema ebenfalls, um über seinen eigenen Gesundheitszustand zu sprechen, indem er andeutete, dass er das Ende von Obamas Amtszeit wohl nicht mehr erleben werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


25. Januar 2009 | Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit zwischen Raúl Castro und Christina Kirchner vereinbart (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Nach Jahrzehnten des Stillstands sollen die Beziehungen zwischen Argentinien und Kuba neu belebt werden. Beim ersten Besuch eines argentinischen Staatsoberhaupts in Havanna seit 23 Jahren unterzeichneten die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner und ihr kubanischer Amtskollege Raúl Castro am vergangenen Montag (19.01.) elf Abkommen. Diese sehen eine Zusammenarbeit in Energie- und Umweltfragen, in der Landwirtschaft und in der Forschung vor. Auch der bilaterale Handel, der sich im vergangenen Jahr auf lediglich rund hundert Millionen Dollar (75,9 Mio. Euro) belief, soll gesteigert werden. Die argentinische Präsidentin war bereits das dritte Staatsoberhaupt seit Jahresbeginn, das in Kuba zu Gast war. Vor ihr kamen die Präsidenten von Panama und Ecuador, Martin Torrijos und Rafael Correa. Für Februar hat sich bereits Chiles Präsidentin Michelle Bachelet angekündigt. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


13. Januar 2009 | Kuba: Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo (Camp Delta) mit Verzögerung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Im Jahr 2002 ließ der damalige US-Präsident George W. Bush auf einem US-Militärstützpunkt (Guantanamo Bay Naval Base) in Kuba ein Gefangenenlager, durch die Medien vor allem unter dem Namen Guantánamo bekannt, errichten. Ziel war es, Terrorverdächtige dort festzuhalten und zu befragen, um an die Hintermänner der Anschläge vom 11. September 2001 zu kommen. Auch das Mittel der Folter wurde nicht ausgeschlossen. Nach dem Wahlsieg von Barack Obama will dieser nun sein Versprechen einlösen und das international stark umstrittene Gefangenenlager, in dem die Menschenrechte systematisch verletzt werden, schließen. Möglicherweise wird die Anordnung dazu schon in der ersten Woche nach seinem Amtsantritt (20. Januar 2008) erfolgen. Zur Frage, ob die Schließung wie versprochen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit erfolgt, sagte er: “Es ist schwieriger, als sich eine Menge vorstellen können”. In den vergangenen sieben Jahren wurden im Gefangenenlager mit dem offiziellen Namen Camp Delta (und seinem Vorgänger Camp X-Ray) mehr als 750 Menschen interniert. Aktuell gibt es noch etwa 250 Häftlinge, denen nun hoffentlich vor ordentlichen Gerichten der Prozess gemacht wird. Etwa 50 Männer wurden bereits entlastet, können aber nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden, weil ihnen dort Folter und Tod drohen. Sie sind auf die Hilfe anderer Länder angewiesen. Seit der Machtergreifung Fidel Castros erkennt Kuba die Gültigkeit des Pachtvertrages nicht an und fordert die Rückgabe der Guantánamo-Bucht.


06. Januar 2009 | Kuba: Viva la revolución! – 50. Jahrestag der Revolution | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

In Abwesenheit des einstigen Staatschefs Fidel Castro hat Kuba den 50. Jahrestag der von ihm angeführten Revolution gefeiert. Die Feierlichkeiten finden traditionell an jener Stelle in Santiago de Cuba statt, wo Fidel Castro am 1. Januar 1959 den Sieg über den Diktator Fulgencio Batista verkündet, der zuvor aus dem Land geflohen war. Der gesundheitlich angeschlagene Castro meldete sich am Donnerstag (1.1.09) lediglich mit einem Beitrag in der Parteizeitung “Granma” zu Wort, in dem er die Revolution als Sieg des Volkes feierte. Zentraler Akt der landesweiten Feierlichkeiten war eine 40minütigen Festagsrede von Raúl Castro vor etwa 3000 geladenen Gästen. Der Staatschef betonte in seiner Rede nochmals die Stärke der Revolution, erinnerte jedoch auch an die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen in den kommenden Jahren.


21. Dezember 2008 | Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)Am Dienstag und Mittwoch (16./17.12) waren die 33 Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik einer Einladung des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva gefolgt und haben sich zu einem Lateinamerika-Karibik-Gipfel in Costa do Sauípe an der Atlantik-Küste Brasiliens getroffen. Im Ergenbnis wollen die 33 Teilnehmer-Staaten einen neuen Staatenbund gründen – eine Alternative zur US-dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Ziel ist die Stärkung der regionalen Intgration und ein gemeinsames Auftreten in der globalen Politik. Des Weiteren wollen die Staaten mehr Mitbestimmung beim Aufbau einer neuen internationalen Finanzarchitektur und in den internationen Finanzorganen. Das Treffen fungierte gleichzeitig als Gipfel der Rio-Gruppe, der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) und des Mercosur. Politisch bedeutend war zudem der Besuch von Raúl Castro, dessen Karibik-Insel jetzt offizielles Mitglied in der Rio-Gruppe (1986 als Konsultationsforum zur Beilegung bewaffneter Konflikte in Mittelamerika gegründet) ist. Gleichzeitig wurde das Ende des US-Wirtschaftsembargos gegen Kuba gefordert. Die Mitglieder der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) einigten sich auf die Gründung des schon lange geplanten Südamerikanischen Verteidigungsrates. Im Wirtschaftsbündnis Mercosur gab es hingegen keine Fortschritte in Bezug auf die Zollunion, denn die Abschaffung des doppelten Importzolls (TEC) scheiterte vor allem am Widerstand Paraguays. Gleichzeitig beschlossen die Mercosur-Staaten die Einrichtung eines Garantie-Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar. Dieser soll den Kreditzugang für kleinere und mittlere Unternehmen verbessern. (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)


16. Dezember 2008 | Kuba, Venezuela: Raúl Castro zu Besuch | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Kubas Staatschef Raúl Castro ist am vergangenen Sonnabend (13.12.) auf seiner ersten Auslandsreise seit seiner Amtsübernahme vor 10 Monaten in Venezuela eingetroffen. Raúl Castro und der venezolanische Präsident Hugo Chávez bekräftigten ihr politisches Bündnis und vereinbarten die Zusammenarbeit in 137 neuen Wirtschafts- und Kooperationsabkommen. Damit erhöht sich das Volumen der bilateralen Wirtschaftsprojekte der beiden Verbündeten auf 3,6 Milliarden Dollar. Zu Beginn der Gespräche legte Castro einen Kranz am Grab des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolívar nieder und erhielt von Chávez eine Nachbildung von Bolívars Schwert. Am heutigen Dienstag nehmen Castro und Chávez gemeinsam am Gipfeltreffen der Länder Lateinamerikas und der Karibik in Brasilien teil.


30. November 2008 | Venezuela: Gipfeltreffen der ALBA-Staaten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Nicaragua, Noticias Venezuela

Gipfeltreffen der ALBA-Staaten in Venezuela - Logo: Public DomainDas alternative Handelsbündnis ALBA (Alternativa Bolivariana para los pueblos de Nuestra América) hat auf dem jüngsten Gipfeltreffen in Caracas eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um sich gegen die Auswirkungen der Finanzkrise zu schützen. Hauptziel der Mitgliedsländer (Bolivien, Venezuela, Nicaragua, Honduras, Kuba, Dominica sowie Ecuador als Gastland) ist die Gründung einer eigenen virtuellen Währung als Zahlungmittel. Mit diesem Schritt versprechen sich die ALBA-Staaten mehr Unabhängigkeit vom US-Dollar sowie einen besseren Schutz vor Währungsschwankungen. Ab sofort soll der Handel zwischen den Ländern nicht mehr durch den US-Dollar, sondern durch die neue Währungseinheit “Sucre” erfolgen. Des Weiteren plant die ALBA einen regionalen Währungsfonds, der einzelnen Staaten bei kurzfristigen Finanzierungsproblemen helfen soll (Bildquelle: Public Domain).


21. November 2008 | Kuba: Staatsbesuch von Chinas Präsident Hu Jintao | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der chinesische Präsident Hu Jintao hat bei seinem zweitägigen Besuch (19./20.11.) in Havanna sowohl den aktuellen kubanischen Staatschef Raúl Castro als auch dessen Bruder Fidel getroffen (siehe Bild), mit dem er über die globale Finanzkrise sprach. Hu sagte gegenüber der Presse: “Mein Besuch dient dazu, die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Nationen zu verstärken”. Seinen Worten ließ der chinesische Staatschef zudem Taten folgen. Nicht nur das zu Beginn des Besuchs bereits 4,5 Tonnen an humanitären Hilfsgütern an Kuba übergeben wurden. Sondern auch für die Modernisierung der Krankenhäuser gewährt China dem Karibik-Staat einen Kredit in Höhe von 70 Millionen US-Dollar, sowie 8 Millionen US-Dollar für die Durchführung von Infrastrukturprojekten. Zugleich wird die Rückzahlung eines Handelskredits in Höhe von 7 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 1998 für fünf Jahre gestundet. Für China, dass auf Währungsreserven von mehr als einer Billion US-Dollar sitzt, ist die Hilfe für seinen sozialistischen Bruderstaat selbstverständlich. Parallel hat Staatschef Raúl Castro noch weitere Wirtschaftsabkommen abgeschlossen, so z.B. der Verkauf von kubanischem Nickel und Zucker an die Volksrepublik, die nach Venezuela Kubas zweitgrößter Handelspartner ist.


17. November 2008 | Kuba: Intensivierte Beziehungen zu Moskau | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Havanna und Moskau haben in den letzten Monaten ihre Beziehungen weiter ausgebaut. Nachdem im September der russische Vizepräsident Igor Sechin mit einer russsischen Wirtschafts- und Handelsdelegation in Havanna zu Besuch war, reiste nun der kubanische Außenminister Felipe Pérez Roque nach Moskau, wo er am Dienstag (11.11.) mit dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew sowie seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammentraf. Zum Abschluss der Gespräche gewährte Russland Kuba einen Kredit von 335 Millionen US-Dollar. Beide Außenminister unterzeichneten zudem eine Erklärung, in der sie sowohl den US-amerikanischen Aufbau eines Raketenschildes in Osteuropa, als auch die “Ostexpansion” der Nato verurteilten.


10. November 2008 | Kuba: Hurrikan “Paloma” mit weniger Schäden als erwartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Kuba: Hurrikan Paloma mit weniger Schäden als erwartet, Bild: US Hurricane Center“Paloma” traf in der Nacht zum Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde und starkem Regen als Hurrikan auf Kuba. Meteorologen hatten den tropischen Sturm der Kategorie 3 als “extrem gefährlich” eingestuft, weshalb vor allem in den von Überflutungen bedrohten Küstengebieten Tausende von Einwohnern vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Zudem wurde der Strom abgeschaltet. Der Hurrikan führte an der Südküste zu starken Überschwemmmungen, da die Wellen bis zu 700 Meter weit ins Landesinnere vordrangen. Schäden wurden nur aus der Küstenstadt Santa Cruz del Sur gemeldet, wo durch “Paloma” 4000 Häuser beschädigt und 400 zerstört wurden. Berichte über Tote oder Verletzte liegen bisher nicht vor. Über der Insel schwächte sich der Hurrikan zu einem Wirbelsturm ab. Nach “Ike” und “Gustav” war “Paloma” der dritte Hurrikan für Kuba in dieser Saison. Auf seinem weiteren Weg Richtung Bahamas sollte der Sturm weiter an Kraft verlieren. “Paloma” hatte sich vergangenen Mittwoch (05.11.) in rund 170 Kilometer Entfernung zur Küste von Nicaragua und Honduras gebildet. (Bild: US Hurricane Center)


30. September 2008 | Kuba: Feste Preise für landwirtschaftliche Produkte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Wie die Zeitung Granma am Montag (29.09.2008) schrieb, werden die Preise für Lebensmittel trotz der verheerenden Schäden durch die Hurrikane Gustav und Ike stabil bleiben. Sie teilte zudem mit, dass auf dem staatlichen Agrarmarkt, auf dem das Angebot beschränkt ist, die Preise weiter subventioniert werden. Auf dem freien Markt hingegen, der besser versorgt ist und wo die privaten Landwirte konkurrieren, gibt es gesetzlich festgesetzte Preise für eine Gruppe an Basisprodukten auf dem gleichen Niveau wie vor den Wirbelstürmen. Die Personen, die gegen das Gesetz verstoßen, werden bestraft. Die Hurrikane Gustav und Ike zerstörten zwischen Ende August und Anfang September 30% der landwirtschaftlichen Produktion der Insel. Es sind ein halbe Million Gebäude beschädigt worden, und es gab Sachschaden in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar. Die Regierung hat bekannt gegeben, dass sie durch Importe die für die nächsten Monate zu erwartende Knappheit an mehreren Lebensmitteln zu bekämpfen gedenke.


17. September 2008 | Kuba: nach “Ike” und “Gustav” bittet Kuba die USA um eine Embargo-Lockerung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Kuba: nach Ike und Gustav bittet Kuba die USA um eine Embargo-Lockerung, Bild: US Hurricane CenterDie erst vor kurzem über die Insel gezogenen Hurrikane “Gustav” und “Ike” haben nach Aussagen der Regierung die “schlimmste” Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes verursacht. Ingesamt belaufen sich die Schäden auf 5 Milliarden US-Dollar. Im Vorfeld der Hurrikane wurden drei der elf Millionen Einwohner evakuiert. Trotzdessen kamen sieben Menschen ums Leben. Nach dem Weiterziehen der Stürme zeigte sich ein Bild der Verwüstung. 443.000 Wohnungen sind beschädigt und 63.000 zerstört. Auch die Landwirtschaft hat schwerwiegende Schäden zu verzeichnen, denn ein Großteil der Ernte wurde vernichtet. Zwar ist auch die für den Export bestimmte Tabakernte betroffen, viel schlimmer trifft es Kuba aber durch die Schäden auf den Kartoffel-, Reis- und Zuckerplantagen, denn diese Lebensmittel müssen nun teuer importiert werden. Die USA boten Kuba daraufhin eine Hurrikan-Hilfe in Höhe von 5 Millionen US-Dollar an, die die Regierung um Raúl Castro jedoch ablehnte. Vielmehr bat man die USA um eine Lockerung des Wirtschaftsembargos, damit US-Unternehmen gegen Kredite Baumaterialien und Lebensmittel auf die Insel liefern können. Während Washington den Zugang zu Krediten ablehnte wurden bereits nach “Gustav” Lizenzen im Wert von 250 Mio. Dollar zum Verkauf von Agrargütern erteilt. (Bild: US Hurricane Center)


29. August 2008 | Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan “Gustav” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Kuba

Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan Gustav, Bild: US Hurricane CenterErst vor rund einer Woche war der Tropensturm “Fay” über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinwegezogen, nun hat auch der Hurrikan “Gustav” auf Haiti eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wie der Zivilschutz mitteilte, kamen im Südwesten des Landes bis zu 59 Menschen ums Leben. “Gustav” war mit Sturmgeschwindigkeiten von rund 150 Stundenkilometern bei der Stadt Jacqmel auf die Insel getroffen. Bis zum Donnerstag waren die Gebiete wegen Erdrutschen in den Bergen und Überschwemmungen an den Flussläufen von der Außenwelt abgeschnitten. In der benachbarten Dominikanischen Republik berichteten Medien von acht Toten. Aktuell wütet der Hurrikan über Jamaika, ehe er morgen Kuba erreicht. Vorsorglich wurden bereits mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Zwar verliert “Gustav” über dem Land an Stärke, jedoch kann er auf seinem Weg Richtung USA erneut an Stärke gewinnen. Nicht nur der US-Bundesstaats Louisiana bereitet bereits die Evakuierung der Küstenbewohner vor, sondern auch von den 4.000 sich im Golf von Mexiko befindlichen Ölplattformen wurden hunderte Arbeiter abgezogen. (Bild: US Hurricane Center)


18. Juni 2008 | Kuba, Venezuela: Chávez zu Gast bei Raul und Fidel Castro | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba, Noticias Venezuela

Venezuelas Präsident Hugo Chávez besuchte zum zweiten Mal seit dem kubanischen Machtwechsel Ende Februar den früheren Staatschef Fidel Castro. Die kubanische Zeitung Granma bezeichnete das Treffen (16.06.), bei dem “Themen von großer Bedeutung”  wie die internationalen Nahrungsmittel- und Finanzkrisen, der Klimawandel und die weltweite Energieversorgung besprochen wurden, als “fröhlich und gefühlvoll”. Auch kubanische Hilfe für venezolanische Hilfsprojekte stand auf der Agenda. Das Treffen wurde vom kubanischen Fernsehen ebenfalls gefilmt, so dass erstmals nach einem halben Jahr Bilder von Fidel zu sehen waren. Castro wirkt zwar etwas dünner als auf früheren Bildern, aber dennoch energisch und lebhaft. Chávez traf sich im Anschluß an Fidel Castro ebenfalls mit Raúl Castro.


13. Juni 2008 | Kuba: Abschaffung des Einheitslohns | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Die kubanische Regierung hat für Anfang August die Abschaffung des Einheitslohns angekündigt. Ziel dieser Liberalisierung ist unter anderem die Steigerung der Produktivität und Qualität. Der Vize-Arbeitsminister sagte in der kubaischen Zeitung Granma, dass das bisherige Lohnsystem aus der kommunistischen Revolution von 1959 die Tendez hat, “dass alle das Gleiche verdienen und diese Gleichmacherei … nicht hilfreich” ist. Die Kubaner verdienen zurzeit in den Staatsbetrieben, egal ob Arzt oder Landarbeiter, circa 20 US-Dollar pro Monat. Mit dem anderen Auge hat Kuba auch die Reduzierung der Lebensmittelimporte im Auge, welche aufgrund der weltweit steigenden Preise in diesem Jahr wohl Ausgaben in Höhe von 1,9 Mrd. US-Dollar verursachen werden. Die neue Regelung ist nur ein Teil der Reformen, welche Fidel Castros Bruder Raúl Castro seit seinem Machtantritt Ende Februar durchgesetzt hat.


30. April 2008 | Kuba: Todesurteile werden in langjährige Haftstrafen umgewandelt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Auf der Sitzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) gab Präsident Raúl Castros am Montag (28. April) bekannt, alle Todesurteile in Haftstrafen von 30 Jahren umzuwandeln. Einzige Ausnahme sind drei Inhaftierte, die wegen terroristischer Straftaten angeklagt sind. Castro betonte zudem, dass die Todesstrafe dadurch nicht abgeschafft sei, da auf ihre abschreckende Wirkung – besonders mit Blick auf die USA – nicht verzichtet werden kann. Rául Castro hat zudem für 2009 den ersten Parteitag der PCC seit 1997 angekündigt. Es wird vermutet, dass Raul dann auch den Posten des Ersten Sekretärs der Partei von seinem Bruder Fidel Castro übernehmen wird, den der Maximo Lider seit der Gründung 1975 inne hat.


29. März 2008 | Kuba – Kubaner dürfen jetzt auch mit dem Handy telefonieren | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Nachdem Präsident Raúl Castro bereits am Dienstag das Verbot zum Kauf von PCs, Fernsehern und Videorekordern aufgehoben hat, ist seit heute auch das Telefonieren mit dem Handy erlaubt. Die nationale Telekomfirma Etecsa darf ab sofort Verträge nach Prepaidverfahren anbieten. Die Bezahlung erfolgt in Devisen.


26. März 2008 | Venezuela, Kuba, Bolivien, Nicaragua: Gründung der Alba-Bank | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Kuba, Noticias Nicaragua, Noticias Venezuela

Die Verhandlungen zur Finanzierung der Bank der “Bolivarischen Alternative für Amerika” (Alba) sind abgeschlossen. Die Bank, welche auch als “Instrument der Befreiung” bezeichnet wurde, wird ihren Sitz in Caracas (Venezuela) haben und mit einem Startkapital von 1 Millarde US-Dollar ausgestattet sein. Die Alba-Bank soll unter anderem die Finanzierung von Infrastrukturprojekten sowie Sozialprogrammen übernehmen und eigenständig neben der kürzlich gegründeten “Bank des Südens” existieren.


13. März 2008 | Kuba: Fussballer setzen sich in die USA ab | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der kubanische Fußball-Bund (ACF) hat am Donnerstag bestätigt, dass mindestens sieben Spieler der Nationalmannschaft in den USA “desertiert” sind. Einen Tag nach ihrem 1:1-Unentschieden gegen die USA beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Peking waren die Spieler der kubanischen U 23-Nationalmannschaft vermisst worden. Die Kubaner wollen in dem Wettbewerb bleiben, obwohl sie nur mit 18 Akteuren angereist waren.


12. März 2008 | Kuba: Paquito D’Rivera mit Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Der 59 jährige kubanische Saxofonist Paquito D’Rivera ist als “herausragende Künstlerpersönlichkeit in der Verbindung von lateinamerikanischer Musik und Jazz” mit dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet worden. Der neunfache Grammy-Gewinner gilt in Kuba als musikalisches Wunderkind. Bereits mit 10 Jahren gab er sein Debüt am Nationaltheater von Havanna. Insgesamt veröffentlichte er mehr als 30 Jazz-, bebop und Latin-Jazz Alben.


26. Februar 2008 | Kuba – Tipps für Raúl Castro | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Fidel Castros jüngerer Bruder Raúl Castro wurde am Sonntag von der Nationalversammlung zum neuen Präsidenten Kubas gewählt. Bereits 1 Tag später bietet ihm die EU-Kommission einen “konstruktiven politischen Dialog” an. Wie auch in Meldungen der USA wird Raúl Castro zum friedlichen Übergang zur Demokratie augefordert.


19. Februar 2008 | Kuba – Fidel Castro gibt seinen Rücktritt bekannt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Wie die Parteizeitung der KP Kubas Granma verlauten ließ, wird Fidel Castro aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Staatsratspräsidenten und des Oberkommandierenden kandidieren. Der 81-jährige hatte bereits im Juli 2006 wegen einer schweren Darmoperation die Regierungsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Raúl Castro übertragen.


12. Dezember 2007 | Kuba – Menschenrechte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Außenminister Felipe Pérez Roque hat die Unterzeichnung von zwei internationalen Menschenrechtserklärungen angekündigt. Sein Land werde den Internationalen Pakt der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte sowie den Internationalen Pakt der bürgerlichen und politischen Rechte unterzeichnen. Außerdem wolle sich Kuba ab März 2009 dem regelmäßigen Prüfprozess des neuen UN-Menschenrechts in einem »Geiste der Zusammenarbeit« unterziehen.


22. Oktober 2007 | Kuba – Kommunalwahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kuba

Am Sonntag fand in Havanna die erste Runde der Kommunalwahlen statt. Über 8,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, unter mehr als 37.000 Kandidaten 15.236 Stadt- und Kommunalräte auzuwählen. Am 1. Wahltermin hatten laut kubanischer Statistik 95% der Wahlberechtigten ihre zivile Pflicht erfüllt.


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