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Kolumbien: Keine Spur von Demobilisierung bei den Paramilitärs

28. September 2011 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Kolumbien

Kolombianer Polizei, Bilquelle: Colombia Indy MediaSeit im Jahr 2005 das Gesetz „Justicia y Paz“ erlassen wurde, besteht der Verbund zwischen paramilitärischen Gruppierungen in Kolumbien, den Autodefensas Unidas de Colombia (AUC) nicht mehr. Trotzdem existieren etwa 70 Splittergruppen weiter. Allein im Jahr 2010 sollen nach statistischen Angaben etwa die Hälfte der begangenen Morde in Kolumbien auf das Konto von paramilitärischen Gruppen gehen. Die Bacrim, ebenfalls aus den AUC hervorgegangen, operiert in 21 von 32 Regionen und wird derzeit als die wohl mächtigste dieser Gruppen angesehen. Es scheint kein Ende zu geben: auch im Jahr 2011 stoßen die Ermittler auf immer mehr Verbindungen paramilitärischer Gruppen zu wirtschaftlichen und politischen Eliten. Nachdem sich seit März der damalige Parlamentsvorsitzende Miguel Pinedo und der Exparlamentarier Ciro Ramírez vor Gericht verantworten müssen, wurden Anfang September William Alberto Montezuma, der Polizeichef des im Süden gelegenen Nariño und die beiden Exparlamentarier Manuel Ávila, César Andrade und Enrique Doval verhaftet. (Bildquelle: Centro de Medios Independientes de Colombia)


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