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Honduras: Micheletti: Wenn Zelaya zurückkommt, wird er verhaftet

30. Juni 2009 | Kategorie(n): Honduras - Chronologie des Putsches 2009, Noticias, Noticias Honduras

Honduras: Micheletti: Wenn Zelaya zurückkommt, wird er verhaftetDer am Sonntag vom Militär gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya betonte in seiner Rede vor den Vereinten Nationen, nicht die Absicht zu haben, abermals für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Die Verfassung des Landes verbiete eine Wiederwahl des Präsidenten und deshalb wolle er sich nach Ablauf seines Mandats im kommenden Januar ins zivile Leben zurückzukehren, „nicht in die Politik“. Zelaya kündigte an, am Donnerstag nach Honduras zurückzukehren, begleitet werde er von seinen Amtskollegen Cristina Kichner (Argentinien) und Rafael Correa (Ecuador) sowie von José Miguel Insulza, dem Generalsekretär der OAS, und dem Leiter der UNO-Vollversammlung, Miguel D’Escoto. Der designierte Präsident, Roberto Micheletti, kündigte an, dass Zelaya bei seiner Rückkehr nach Honduras verhaftete werde. Er habe sich dann für seine „Verbrechen“ zu verantworten; die Justizbehörden bereiten eine umfangreiche Schrift vor, in der Zelaya 18 Delikte vorgeworfen werden. Zelaya müsse mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen. Micheletti betonte vor der Presse, er werde nicht zurücktreten. Der sich weiter verstärkende internationale Druck für die Rückkehr Zelayas in sein Amt interessiere ihn nicht, er – Micheletti – sei vom Parlament bestimmt worden und damit vom Volk legitimiert. Inzwischen hat die Weltbank angekündigt, Entwicklungsprojekte in Honduras in Höhe von 270 Millionen Dollar solange auf Eis zu legen, bis sich die politische Situation geklärt habe. (Bild: Organization of American States, Juan Manuel Herrera)


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