Honduras, Lateinamerika: MERCOSUR-Staaten kritisieren (Schein-)Wahl und erneut den Putsch
09. Dezember 2009 | Kategorie(n): Honduras - Chronologie des Putsches 2009, Noticias, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Uruguay
Am Montag hat der Präsident von Uruguay, Tabaré Vásquez, auf der Klausurtagung des MERCOSUR-Gipfels ein Kommuniqué übergeben, in dem Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela den Staatsstreich und die (Schein-)Wahlen in Honduras zurückweisen. Die Präsidenten wiederholten ihre Ablehnung des Putsches in Honduras, weil sie die schweren Verletzungen gegen die Menschenrechte des honduranischen Volkes als unannehmbar betrachten. Die assoziierten MERCOSUR-Staaten Bolivien, Ecuador, Chile, Kolumbien und Peru haben dieses Mal – im Gegensatz zum Juli, wo es eine gemeinsame Erklärung gab – das Dokument nicht unterzeichnet. Neben diesem Kommuniqué überreichte Tabaré Vásquez eine offizielle Mitteilung der Präsidenten von den MERCOSUR-Mitgliedstaaten bezüglich des Fortschritts und der Vereinbarungen mit Venezuela während dieses Semesters. Der Präsident Vásquez hat auf dem Gipfel zudem die Präsidentschaft im MERCOSUR an die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández, weiter gegeben (Bildquelle: TeleSUR_).
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1 Kommentar zu “Honduras, Lateinamerika: MERCOSUR-Staaten kritisieren (Schein-)Wahl und erneut den Putsch”
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Herbert
vom 12. Dezember 2009 - 16:52 Uhr
Scheinbar gab es unter den assoziierten Staaten keine einheitliche Meinung zur Legitimität der Wahlen. Da die USA die Wahlen nach dem bisherigen Stand anerkennen werden, liegt die Vermutung nahe, dass sie den ihr politisch nahe stehenden Ländern Kolumbien und Peru eine ähnliche Haltung ans Herz legt. Beim Mercosur wird man sich dann darauf geeinigt haben, dass die assoziierten Mitglieder nur bei Konsens eine Erklärung abgeben, denn ansonsten würden die Medien wohl nur über die Abweichler diskutieren, anstatt über die eigentliche Erklärung (wodurch der Mercosur in seiner Auswirkung zudem geschwächt würde).
