lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika


Noticias Haiti

06. Oktober 2016 | Karibik: Hurrikan Matthew und seine Folgen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti, Noticias Kuba

Haiti_Hurricane-2016-Bild_United Nations PhotoAm Dienstag ist Hurrikan Matthew mit einer Geschwindigkeit von bis zu 220 km/h über den Osten Kubas hinweggefegt. Mehr als eine Million Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, offiziell bestätigte Tote gibt es nicht. Am schlimmsten betroffen ist der Bundesstaat Guantánamo. Hier kam es zu starken Überflutungen. Zudem wurden vom heftigen Wind Dächer abgedeckt. Zuvor richtete der Sturm in Haiti und der Dominikanischen Republik große Schäden an und forderte insgesamt mindestens 13 Todesopfer, Tausende mussten ihre Häuser verlassen. Im Süden Haitis zerstörte der Hurrikan eine wichtige Brücke, wodurch die Region vom Rest des Landes abgeschnitten wurde. Auch die Telefon- und Internetverbindung wurden lahmgelegt. Für das Land handelt es sich um die schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Erdbeben im Jahr 2010. Auch die für den 09. Oktober geplanten Neuwahlen mussten verschoben werden. Aufgrund der katastrophalen Lage in Haiti hat Venezuela, welches sich selbst gerade in einer wirtschaftlichen Krise befindet, bekannt gegeben, 20 Tonnen an Hilfsgütern bereitzustellen. Diese bestehen u.a. aus Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Decken. Es wird erwartet, dass Hurrikan Matthew am Donnerstag die Küste Floridas erreicht. (Bildquelle: United Nations Photo_)


25. Januar 2016 | Haiti: Stichwahl erneut verschoben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Stichwahl_Haiti_Bild Public DomainIn Haiti hat der Provisorische Wahlrat (CEP) die noch ausstehende zweite Runde der Präsidentschaftswahlen, die am vergangenen Sonntag, dem 24. Januar 2016, stattfinden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor hatte der Oppositionskandidat Jude Célestin zum Boykott des Urnengangs aufgerufen, woraufhin es am Freitag in der Hauptstadt Port-au-Prince zu schweren Ausschreitungen gekommen war. Die Abstimmung in dem karibischen Inselstaat wird seit Wochen von Betrugsvorwürfen überschattet. Bei den Protesten, auf denen auch der Rücktritt von Präsident Michel Martelly gefordert worden war, kam nach Medienberichten ein Mensch ums Leben. Célestin hatte bereits die Ergebnisse des ersten Wahlgangs nicht anerkannt, der am 25. Oktober 2015 durchgeführt worden war. Damals soll der als Regierungskandidat angetretene Unternehmer Jovenel Moïse 32,6 Prozent der Stimmen erhalten haben, während sein Kontrahent sich mit 25, 2 Prozent zufrieden geben musste. Der Termin der Stichwahl, die für den 27. Dezember 2015 geplant war, mußte schon einmal verschoben werden. Im Januar hatte eine unabhängige Untersuchungskommission gravierende Mängel beim ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl dokumentiert. Neben Wahlmanipulationen ging es auch um Stimmenkauf und massive Einschüchterung von Wählern. Wann die Stichwahl nun nachgeholt werden kann, ist unklar. Präsident Martelly scheidet nach fünf Jahren offiziell am 7. Februar 2016 aus seinem Amt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini äußerte sich besorgt über die Lage in Haiti. Es sei nun entscheidend, die Gewalt zu stoppen, um den Wahlprozess erfolgreich abschließen zu können. (Bildquelle: Public Domain)


27. Februar 2015 | Haiti: Gewalttätige Proteste gegen die Dominikanische Republik | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti

Haiti: Frau - Foto: Thalles GomesEine Gruppe von einigen tausend Demonstranten hat das dominikanische Konsulat in Port-au-Prince angegriffen. Der Protest richtete sich gegen den Rassismus und die Xenophobie gegenüber Haitianern in der Dominikanischen Republik. Während der Kundgebung kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen das Konsulat, in dessen Verlauf die Nationalflagge des Nachbarstaates abgenommen und verbrannt wurde. Daraufhin hissten Demonstranten gar die haitianische Flagge. Das Personal des Konsulates wurde nicht verletzt. Die Manifestation ist eine Reaktion auf eine Reihe von gewaltsamen Toden von Haitianern in der Dominikanischen Republik. Viele Haitianer kritisieren die passive Haltung ihres Präsidenten gegenüber diesen Ereignissen sowie gegenüber der Situation haitianischer Auswanderer im Nachbarland, die meist ohne Aufenthaltsgenehmigung dort leben. Die Regierung des Nachbarlandes kritisierte die Ausschreitungen und Vorwürfe. Des Weiteren bestellte sie den haitianischen Botschafter ein. Die Dominikanische Republik und Haiti sind Nachbarstaaten auf der Insel La Española. Seit gut einem Jahrhundert wandern Haitianer ins Nachbarland aus, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Dominikanischen Republik leben schätzungsweise über eine halbe Million Haitianer, die vorwiegend in geringqualifizierten und schlecht bezahlten Jobs tätig sind, z.B. auf Zuckerrohrplantagen. Der Großteil der Nachkommen der illegal in Haiti lebenden Einwanderer hat laut einem Urteil von 2013 keinen Anspruch auf die dominikanische Staatsbürgerschaft und ist damit staatenlos (Bildquelle: Thalles Gomes_).


18. Oktober 2013 | Haiti: Vereinte Nationen von Cholera-Opfern verklagt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Peacekeeping-Mission MINUSTAH - Foto: UNDPDie Vereinten Nationen müssen sich derzeit einer Massenklage stellen. Hintergrund dieses ungewöhnlichen Vorgehens ist die schwere Choleraepidemie, die nach dem Erdbeben Anfang 2010 in Haiti, das ca. 250.000 Menschenleben forderte, ausgebrochen war. Damals hatten nach Ansicht der Haitianer und internationaler Forscher die aus Nepal stammende Blauhelmsoldaten, die im Land bei der Beseitigung der schweren Schäden halfen, die Epidemie ausgelöst. Sie sollen für die unachtsame Entsorgung der Exkremente aus Toiletten eines Camps in der Nähe der Stadt Mirebalais verantwortlich sein. Dort traten nachweislich die ersten Fälle von Cholera auf. Gut 700.000 Menschen sind bis heute an Cholera erkrankt, mehr als 8.000 Menschen starben. Vertreter der Choleraopfer fordern nun eine Entschädigung in Milliardenhöhe, nachdem keine außergerichtliche Einigung im Mai 2013 zustande kam. Die damaligen Forderungen sahen als Entschädigung 100.000 Dollar für die Hinterbliebenen eines jeden Verstorbenen vor sowie 50.000 Dollar für jeden Erkrankten. Die Weltorganisation weist jede Schuld zurück und beruft sich auf ihre rechtliche Immunität. (Bildquelle: United Nations Development Programme)


23. August 2011 | Karibik: Hurrikan “Irene” wird stärker | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Kuba

Karibik: Hurrikan Irene wird stärker (Bild: US Hurricane Center)Anschließend bewegte sich der Hurrikan auf die Dominikanische Republik und Haiti zu und drohte auch die dortige Bevölkerung in Mitleidenschaft zu ziehen. Berichten des amerikanischen National Hurricane Centers zufolge, sei in der Karibik mit Niederschlägen von 12 bis 15 mm/m2 zu rechnen. Nach Angaben der Online-Ausgabe der venezolanischen Zeitung El Universal wird der Wirbelsturm zum Ende der Woche an der Südostküste der USA erwartet, voraussichtlich mit der Stärke 4 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala. Das Internetportal der dominikanischen Prensa Latina berichtet derweil von Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Aufgrund dieser Wetterverhältnisse wurde Irene bereits am Montagabend der Stärke 2 zugeordnet. Des Weiteren sei die Nordostküste Kubas von den Ausläufern des Wirbelsturms bedroht. Die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas Granma gab ihrerseits eine Warnung an die sich an der Nordküste befindlichen Ortschaften der Provinzen Guantánamo, Holguín y Las Tunas heraus. Auch hier wird mit Starkregen und Überschwemmungen gerechnet. (Bildquelle: US Hurricane Center)


21. März 2011 | Haiti: Stichwahl um das Präsidentenamt in den Medien nicht präsent | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Stichwahl um Präsidentenamt in Haiti - die Probleme bleiben - Foto: UNDPBomben auf Libyen, Neues von den Katastrophenreaktoren in Fukushima, Schätzungen der Schadenssumme für das Erdbeben sowie den Tsunami in Japan und natürlich die Bundesliga, schon mit Abstand die Ergebnisse der Wahl in Sachsen-Anhalt, Kolumnen über das Wochenendabendprogramm und die Buchmesse Leipzig, ach ja, und Knut: Das sind die Themen der deutschen Medien – aller deutscher Medien am Montag. Als würde in der Welt sonst nichts weiter geschehen. Die Karawane der Journalisten zieht immer weiter. Von Haiti, dass am 12.01.2010 kurz im Zentrum des Interesses stand, als dort die Erde bebte, über 300.000 Menschen den Tod fanden und die Hauptstadt Port-au-Prince in Schutt und Asche verwandelt wurde, berichtet heute kaum noch jemand. Dabei fand gestern die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. 4,7 Millionen Haitianer waren aufgerufen, zwischen Mirlande Manigat und Michel Martelly als neuen Staatschef zu entscheiden. Die ersten Ergebnisse werden erst für den 31.03.2011 erwartet, angesichts der nach wie vor katastrophalen infrastrukturellen Lage im Land kein Wunder. Dass die Frau des ehemaligen Präsidenten Leslie Manigat und Professorin für Verfassungsrecht, Mirlande Manigat, oder ihr Herausforderer, der Musiker Michel Joseph Martelly („Sweet Micky“), die schwerwiegenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme Haitis lösen können, scheint ihnen nur ein kleiner Teil der Bevölkerung zuzutrauen. Beim ersten, auf den 28.11.2010 verschobenen Wahlgang beteiligten sich gerade einmal 23 Prozent der registrierten Wähler. Obwohl dabei Manigat mit 31,37% als Siegerin gegenüber Jude Célestin (22,48%) – er verzichtete nach Manipulationsvorwürfen auf die Stichwahl – und Martelly (21,84%) hervorging, ist der Ausgang der Stichwahl vollkommen offen. Im Vorfeld der Wahl sorgte die Rückkehr von Jean-Bertrand Aristide, dem beide Kandidaten sehr kritisch gegenüber stehen, für Aufregung. Und bereits im Januar 2011 war auch der frühere Diktator Jean-Claude Duvalier („Baby Doc“) nach knapp 25 Jahren Exil nach Haiti zurückgekehrt (Bildquelle: United Nations Development Programme).


03. Februar 2011 | Dominikanische Republik, Haiti: Deportation von Haitianern intensiviert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti

Dominikanische Republik, Haiti: Deportation von Haitianern intensiviert. Foto: Luis HerasmeDie dominikanischen Behörden haben in den letzten Wochen tausende Haitianer, die sich ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land befinden, ausgewiesen. Diese Kampagne ist seit der Choleraepidemie von 2010 gestiegen, aber die Ausweisung von Haitianern ist schon länger ein Thema, welches die Beziehung zwischen beiden Länder überschattet. Nachdem das Land im Januar 2010 von einem Erdbeben heimgesucht wurde, legte die Dominikanischer Republik „eine humanitäre Pause“ ein, aber schon ein Jahr nach der Katastrophe, die 316.000 Menschen das Leben kostete, werden Haitianer ohne Papiere regelrecht verfolgt. Dominikanische Hilfsorganisationen melden die Deportation von 3,000 Menschen nach Haiti, viele von ihnen mit gültiger Aufenthaltserlaubnis, welche sie zum Zeitpunkt der Festnahme nicht bei sich führten. Schätzungen der  UNO zufolge lebten vor dem Erdbeben rund 600.000 Haitianer in der Dominikanischen Republik. Die dominikanische Regierung kalkuliert die Zahl der im Land lebenden Haitianer auf eine Million, die meisten von ihnen illegale Einwanderer. (Bildquelle: Luis Herasme, Poder Interactivo)


15. November 2010 | Haiti: Nach dem schweren Erdbeben sucht jetzt die Cholera das Land heim | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Die Cholera bereitet sich vor allem in den Slums von Haiti aus  - Foto: Logan Abassi, UN PhotoDie Narben des schweren Erdbebens vom 12.01.2010 sind noch nicht verheilt, da reißt ein neuer Feind tiefe Wunden unter der haitianischen Bevölkerung: die Cholera. Vor etwa drei Wochen tauchten erste Opfer auf, bei denen die Bakterien nachgewiesen wurden. Inzwischen scheint die Seuche lautlos durch die Hauptstadt Port-au-Prince zu ziehen. Der Tod klopft aber nicht an die Türen, er holt sich die meisten Menschen aus den überfüllten Zeltlagern oder den dichtgedrängten Wellblechsiedlungen. Geringe Hygienestandards durch oftmals fehlende Latrinen oder zu wenige Trinkwasserstellen und vor allem das vollkommen überforderte Gesundheitssystem bilden den Nährboden, dass sich die Cholera in unglaublicher Geschwindigkeit ausbreitet. Derzeit gehen Schätzungen davon aus, dass knapp 15.000 Haitianer infiziert sind. Offiziell gibt es bisher 917 Todesopfer. Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten mit Antibiotika normalerweise sehr gut sind, schaffen es die meisten Infizierten nicht zum Arzt. Deshalb wird geschätzt, dass momentan etwa sieben Prozent der Erkrankten sterben. Die UN geht inzwischen davon aus, dass sich 200.000 Haitianer an der Cholera infizieren könnten (Bildquelle: Logan Abassi / UN Photo).


07. Juni 2010 | Haiti: Trotz Hilfe wachsende Unzufriedenheit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti - Demonstration gegen eine Saatgutspende des US-Konzerns Monsanto (Foto: Thalles Gomes)Fünf Monate nach dem verheerenden Erbeben in Haiti, das mehr als 300.000 Menschenleben forderte und ca. 1,5 Millionen Einwohner obdachlos gemacht hat, wächst die Unzufriedenheit. Der Leiter der humanitären UN Operation auf Haiti äußerte am Sonntag seine Sorge über die langsamen Fortschritte bei den Bemühungen, die Obdachlosigkeit einzudämmen. Der Beginn der Hurrikan-Saison, für die Meteorologen bis zu 23 tropische Stürme voraussagen, lässt eine Verschlechterung der Situation erwarten. Auch in der Bevölkerung nimmt der Unmut zu. Dieser richtet sich zum einen gegen die Regierung von Präsident René Préval, zum anderen aber auch gegen vermeintliche Helfer, die die Not der Menschen für ihre Ziele ausnutzen. So kam es am Freitag (4. Juni) an der Grenze zur Dominikanischen Republik zu Protesten gegen eine Saatgutspende des US-Konzerns Monsanto. Etwa 12.000 Demonstranten forderten eine Zurücknahme des Saatgutes, da sie eine Verdrängung der einheimischen Sorten und eine zunehmende Abhängigkeit von Hybrid-Mais befürchten. Ferner hatte die Ankündigung der Regierung, die im November 2010 fälligen Wahlen um drei Monate nach hinten verschieben zu wollen, heftige Proteste provoziert. Angesichts der komplizierten Lage werden die Vereinten Nationen 680 zusätzliche Polizisten nach Haiti entsenden. Diese sollen für mehr Sicherheit sorgen und die Vorbereitung der Wahlen von 2011 unterstützen. Im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission MINUSTAH sind zur Zeit mehr als 8.000 Soldaten und über 2.000 Polizeibeamte in dem karibischen Inselstaat stationiert. Die USA, die kurz nach dem Erdbeben über 20.000 Soldaten entsandt hatten, haben ihre Truppen inzwischen auf 2.000 Mann reduziert. Vor einigen Tagen hatte die Weltbank Haiti zudem Restschulden in Höhe von 36 Millionen US-Dollar erlassen. Am 11. Mai hatte die brasilianische Regierung bereits 55 Millionen Dollar für den Wiederaufbau in Haiti freigegeben. Trotz des hohen Engagements forderte José Miguel Insulza, Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Anfang Juni auf einer Haiti-Solidaritätskonferenz in Punta Cana (Dominikanische Republik) mehr Unterstützung. (Bildquelle: Thalles Gomes_)


31. März 2010 | Haiti: Neues Hilfspaket der Weltbank und Schuldenerlass | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Neues Hilfspaket der Weltbank und Schuldenerlass - Foto: Marco Dormino, UNDPDie Weltbank gab heute bekannt, dass sie Haiti ein Hilfspaket von insgesamt 479 Millionen US-Dollar gewähren wird. Dies beinhaltet einen neuen Fonds in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, der sich wie folgt zusammen setzt: 151 Millionen neue Darlehen, 39 Millionen US-Dollar an Abschreibungen auf Altschulden und 60 Millionen US-Dollar Investitionen der International Finance Corporation (IFC), der Arm der Weltbank für private Investitionen. Die Weltbank trägt die Verantwortung zur Verwaltung dieser Fonds. Vierzehn Länder (Deutschland, Belgien, Kanada, Spain, USA, Finnland, Frankreich, Ireland, Italien, Japan, Norwegen, Niederland, Sweden und Schweiz) haben sich bereits im Vorfeld bereit erklärt, 39 Millionen US-Dollar der haitianischen Schulden zu erlassen (Bildquelle: Marco Dormimo, United Nations Development Programme).


20. Januar 2010 | Haiti: Starkes Nachbeben erschüttert das Land | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Starkes Nachbeben erschüttert das Land - Karte: US Geological SurveyAcht Tage nach dem schweren Erdbeben hat sich heute um 6 Uhr Ortszeit die Situation in Haiti durch ein starkes Nachbeben verschlimmert. Nach Angaben des US Geological Survey wies das Nachbeben eine Stärke von 5,9 auf Richterskala auf. Das Epizentrum befand sich in der Nähe des ersten Erdbebens, zirka 60 km westsüdwestlich von der Hauptstadt Port-au-Prince. Über Auswirkungen auf die Bevölkerung ist noch nichts bekannt. Aber die erneute schwere Erschütterung könnte die Arbeit der internationalen Rettungskräfte erheblich schweren. Denn bereits zerstörte Häuser stürzten nun vollständig ein. Bis jetzt kamen nach Schätzungen der haitianischen Regierung bis zu 200.000 Menschen bei dem Beben letzte Woche ums Leben. Nach Schätzungen der EU-Kommission wurden zudem 250.000 Menschen verletzt und 1,5 Millionen obdachlos (Bildquelle: US Geological Survey).


13. Januar 2010 | Haiti Schweres Erdbeben in Port-au-Prince | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Schweres Erdbeben in Haiti- Karte: US Geological SurveyEin Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richter-Skala erschütterte gestern 16.53 Uhr Ortszeit Port-au-Prince und zerstörte weite Teile der Hauptstadt Haitis. Hunderte von Gebäuden sind eingestürzt, es werden zahlreiche Opfer unter den Trümmern vermutet. Genaue Angaben über die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Zerstörung sind nach wie vor nicht möglich. Die Situation in Port-au-Prince ist Augenzeugenberichten zufolge chaotisch, das öffentliche Kommunikationsnetz ist zusammengebrochen. Inzwischen sind internationale Hilfsaktionen angelaufen. Der  Verteidigungsminister Brasiliens, Nelson Jobim, kündigte den Einsatz des brasilianischen Kontingents der in Haiti stationierten UNO-Friedenstruppe an. Die Militärs, so Jobim, werden ihr Möglichstes tun, um die Not der Bevölkerung zu mindern. Das Epizentrum des stärksten Bebens in der Region seit 1946 war nur etwa 15 km von Port-au-Prince entfernt. Drei Nachbeben, das erste nur sieben Minuten nach dem großen Beben, erreichten Stärken zwischen 5,1 und 5,9 auf der Richter-Skala; auch ihr Epizentrum lag weniger als 100 Kilometer von der Hauptstadt entfernt (Bildquelle: US Geological Survey).


01. November 2009 | Haiti: Jean Max Bellerive löst Michèle Pierre-Louis als neuen Regierungschef ab | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Michele Pierre-Louis (Foto: UN Photo by Jenny Rockett)Nachdem der Senat am letzten Freitag (30.10.2009) ein Misstrauensvotum gegen die Regierungschefin Michèle Pierre-Louis aussprach, nannte Haitis Präsident Rene Preval mit dem ehemaligen Planungsminister Jean Max Bellerive bereits am Sonntag (01.11.2009) den möglichen neuen Ministerpräsidenten. Pierre-Louis wurde erst im September 2008 als enge Vertraute von Präsident Preval ins Amt berufen, ihre Kritiker warfen ihr jedoch vor, die Wirtschaftskrise nicht in den Griff bekommen zu haben. 18 der 29 Mitglieder des Senats, vor allem Stimmen von Prevals Lespwa-Partei, votierten gegen Pierre-Louis und stürzten sie so aus Amt. Die internationale Gemeinschaft zeigte sich besorgt, dass Haiti durch das Misstrauensvotum erneut in eine politische Krise geraten könnte. Preval hofft nun, dass sein Kandidat, Jean Max Bellerive, bis zum 18. November von beiden Kammern des Parlaments bestätigt wird, damit eine neue Regierung gebildet und dem entstandenen Machtvakuum so rasch wie möglich entgegengewirkt werden kann. (Bildquelle: UN Photo by Jenny Rockett)


16. August 2009 | Haiti: Rückgabe von Duvalier-Geldern durch die Schweiz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Rückgabe von Duvalier-Geldern durch die SchweizGemäß dem Entscheid der II. Beschwerdekammmer des Bundesstrafgerichts im schweizerischen Bellinzona (Urteil RR.2009.94 vom 12.8.2009) sollen die die seit 2002 blockierten Gelder von Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier nun an Haiti zurückgegeben werden. Bereits im Jahr 1986, als Duvalier durch einen Volksaufstand ins Exil nach Europa geflüchtet war, reichte Haiti ein Rechtshilfegesuch an die Schweiz ein, welches im Mai 2008 nochmals ergänzt wurde. Am 11. Februar 2009 wurde schließlich durch das Bundesamt für Justiz (BJ) die Freigabe der Gelder in Höhe von rund sieben Millionen Schweizer Franken angeordnet. Daraufhin erhob eine in Liechtenstein ansässige Stiftung des kriminellen Duvalier-Clans Beschwerde, welche jedoch mit dem jetzigen Urteil abgewiesen wurde, da kein einziger Beweis über die legale Herkunft der Gelder erbracht werden konnte. Der Entscheid ist rechtsgültig, sofern dieser nicht innerhalb von zehn Tagen beim Bundesgericht in Lausanne angefochten wird. Nach früheren Angaben sollen die Gelder an Hilfsorganisationen weitergeleitet werden. Parallel läuft zudem gegen Jean-Claude Duvalier, der heute in Paris lebt, in Haiti ein Strafverfahren wegen der Veruntreuung von circa. 100 Millionen US-Dollar. Jean-Claude Duvalier, auch “Baby Doc” genannt, hatte sich nach dem Tod seines Vaters François Duvalier (ein ehemaliger Arzt der als “Papa Doc” 1957 auf Haiti eine Familiendiktatur errichtete) im Jahr 1971, wie dieser zuvor, als Präsident auf Lebenszeit ausgerufen.


29. Juli 2009 | Haiti, USA: Flüchtlingsboot gekentert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

In der Nähe der Turks- und Caicos-Inseln ist ein Boot mit etwa 200 haitianischen Flüchtlingen gekentert und gesunken. Das Unglück ereignete sich vermutlich am Montagnachmittag, nachdem das völlig überfüllte Boot auf das Molasses-Riff aufgelaufen war. Die Turks- und Caicos-Inseln, die zu Großbritannien gehören, liegen etwa 160 km nördlich von Haiti. Die US-Küstenwache und die Seepatrouille der Turks und Caicos konnten bisher 113 Überlebende und 15 Leichen bergen. Mehr als 65 Immigranten werden weiterhin vermisst. Die Chancen, die Vermissten lebend zu bergen sind gering, da das Boot in einer Gegend kenterte, in der es viele Haie gibt. Immer wieder versuchen Menschen in Haiti, das als ärmstes Land Amerikas gilt, der Armut zu entfliehen und in die USA zu gelangen. Für die Überfahrt auf den meist völlig überladenen Booten müssten Berichten zufolge 2.000 bis 4.000 US-Dollar bezahlt werden. Erst im Mai waren neun Menschen vor Florida ertrunken, nachdem ihr Boot gesunken war.


17. November 2008 | Haiti: Erneuter Schuleinsturz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Nur wenige Tage nach dem Einsturz einer Schule bei der 93 Menschen ums Leben kamen, ist in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Price am Mittwoch (12.11.) erneut eine Schule teilweise eingestürzt. Nach Aussage der Behörden wurden acht Schüler und ein Erwachsener verletzt, als das Betondach der Schule zusammensackte. Genauere Angaben zu den Ursachen des Vorfalls konnten jedoch noch nicht gemacht werden. Bekannt ist lediglich, dass es am Abend zuvor heftig geregnet hatte und in den Mauern der Schule Risse zu sehen gewesen sein sollen. Teilweise sorgte die Nachricht von dem erneuten Unglück in anderen Schulen der Hauptstadt für Panik. Die Schüler verließen nicht nur die Gebäude, sondern wurden vereinzelt auch von ihren Eltern abgeholt.


10. November 2008 | Haiti: mehr als 90 Tote nach Schuleinsturz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Beim Einsturz einer Schule am Rande der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince sind mindestens 90 Schüler und Lehrer ums Leben gekommen. Weitere 150 Menschen wurden verletzt, als das Gebäude im Armenviertel Pétion-Ville am Fraitag (07.11.) während des Unterrichts zusammenbrach. Dies gab Evans Lescouflair, der Minister für Jugend und Sport, am Sonntag (09.11.) bekannt. Auch drei Tage nach der Katastrophe steht die Zahl der Opfer noch nicht fest, denn niemand weiß genau, wieviele Jugendliche und Kinder noch unter den Trümmern verschüttet sind. Insgesamt waren an der Privatschule “La Promesse” (das Versprechen) 700 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 20 Jahren angemeldet. Nach bisher unbestätigten Angaben sollen sich zum Zeitpunkt des Unglücks mindestens 500 Kinder in der Schule befunden haben. In der Zwischenzeit wurde Pastor Augustin Fortain, Eigentümer und Bauherr der Schule, festgenommen. Haitis Präsident René Préval machte die schlechte Bausubstanz für den Einsturz der Schule verantwortlich. Es seien kaum Stahlträger und Zement benutzt worden, um die Betonteile zusammenzuhalten, sagte er. Die Schule befand sich zudem gerade im Umbau, da auf die bestehenden Stockwerke eine dritte Etage aufgesetzt werden sollte.


11. September 2008 | Peru: Neben Haiti höchste Kosten zur Armutsbekämpfung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Haiti, Noticias Peru

Peru: Neben Haiti höchste Kosten zur Armutsbekämpfung - Foto: Quetzal-Redaktion, sscNach einem Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) muss Peru (mit 44,2 Prozent der Menschen leben in Armut) nach Haiti (76,7 Prozent), die meisten Mittel in zur Bekämpfung der Armut investieren. Aufgrund der weltweit enorm gestiegenen Nahrungsmittelpreise können gerade die ärmeren Schichten der Bevölkerung ihr Konsumniveau nicht mehr aufrecht erhalten, da ihnen schlichtweg das Geld zum Kauf von Nahrung fehlt. Unter Annahme, dass die Preise von Getreide, Sojabohnen, Zucker und Fleisch einen weiteren Preisanstieg von 30 Prozent verzeichnen würden, müsste Peru nach dem Modell der IDB, 4,4 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts über Transfers (z.B. Sozialprogramme) an die sozial Schwächeren verteilen, damit die Armutsquote nicht auf 49,5 Prozent ansteigt. Haiti müßte im Vergleich 12,12 Prozent seines BIP aufbringen, damit es ein Ansteigen der Armutsquote auf 79,1 Prozent verhindert. Chile ist das Land, was den geringsten Anteil des BIP in Sozialprogramme investieren müsste (0,19 Prozent). Das klingt nicht viel, aber sollte es Chile nicht machen, so könnte die Armut von 12,3 auf 17,2 Prozent steigen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


05. September 2008 | Haiti: Tropensturm “Hanna” fordert 61 Menschenleben | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti: Tropensturm Hanna fordert 61 Menschenleben, Bild: US Hurricane CenterNach Angaben des haitianischen Zivilschutzes starben im nördlich gelegenen Departement Artibonite 37 Menschen, davon allein 21 in der Stadt Gonaives. Die Region war am stärksten vom Tropensturm “Hanna” betroffen. Weitere Tote gab es im Departement Sud (11), Nippes (1) und Ouest (12). Seit Mitte August sind demnach in Haiti bereits mehr als 160 Menschen durch die Wirbelstürme “Fay” und “Hanna”, sowie den Hurrikan “Gustav” gestorben. Durch sintflutartige Unwetter kam es am Dienstag und Mittwoch (03.09.) im ganzen Land zu starken Überschwemmungen. Die Stadt Gonaives war teilweise nicht zu betreten. Nach Behördenangaben suchten etwa 25.000 der 100.000 Einwohner großen Stadt Zuflucht in Notunterkünften. “Hanna” zieht nun über die Bahamas hinweg langsam nordwestwärts. Unterdessen entwickelt sich östlich Über dem Atlantik mit “Ike” der wohl fünfte Hurrikan der Saison. Ob dieser auf Haiti bzw. die Dominikanische Republik treffen wird ist noch unklar. (Bild: US Hurricane Center)


03. September 2008 | Dom. Republik, Haiti: Bau einer Gas-Pipeline im Rahmen von Petrocaribe | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Venezuela

Venezuela und die Dominikanische Republik haben bekannt gegeben (29.08.), dass im Rahmen von Petrocaribe (ein im Juni 2005 geschlossenes Abkommen, wonach Venezeula zu Vorzugspreisen Erdöl an die teilnehmenden Karibikstaaten liefert), eine Erdgas Pipeline zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti gebaut werden soll. Auf der 4. Sitzung der für Erdgas verantwortlichen technischen Arbeitsgruppe von Petrocaribe sagte der dominkanische Wirtschaftsminister Vicente Bengoa, dass es zwei Möglichkeiten für den Bau der Pipeline gibt. Zum einen vom Süden der Dominikanische Republik nach Haiti (300km) und zum anderen vom Norden des Landes nach Haiti (700km). Je nachdem, welche Variante am Ende umgesetzt wird, entstehen Kosten in Höhe von 105 Millionen US-Dollar oder 326 Millionen US-Dollar. Jedes der beiden Länder ist für die Baukosten auf dem eigenen Territorium verantwortlich. Ziel ist die Verringerung der Energiekosten in beiden Ländern. Die Ankündigung erfolgt nur 1 Woche, nachdem auch Kolumbien Pläne äußerte, per Unterseekabel Energie an die Dom. Republik und Puerto Rico zu liefern. Durch die Pipeline könnte sich die Dominikanische Republik nun zum Distributionskanal für aus Venezuela importiertes Flüssiggas entwickeln.


29. August 2008 | Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan “Gustav” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias Haiti, Noticias Kuba

Karibik: mehr als 50 Tote durch Hurrikan Gustav, Bild: US Hurricane CenterErst vor rund einer Woche war der Tropensturm “Fay” über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinwegezogen, nun hat auch der Hurrikan “Gustav” auf Haiti eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wie der Zivilschutz mitteilte, kamen im Südwesten des Landes bis zu 59 Menschen ums Leben. “Gustav” war mit Sturmgeschwindigkeiten von rund 150 Stundenkilometern bei der Stadt Jacqmel auf die Insel getroffen. Bis zum Donnerstag waren die Gebiete wegen Erdrutschen in den Bergen und Überschwemmungen an den Flussläufen von der Außenwelt abgeschnitten. In der benachbarten Dominikanischen Republik berichteten Medien von acht Toten. Aktuell wütet der Hurrikan über Jamaika, ehe er morgen Kuba erreicht. Vorsorglich wurden bereits mehr als 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Zwar verliert “Gustav” über dem Land an Stärke, jedoch kann er auf seinem Weg Richtung USA erneut an Stärke gewinnen. Nicht nur der US-Bundesstaats Louisiana bereitet bereits die Evakuierung der Küstenbewohner vor, sondern auch von den 4.000 sich im Golf von Mexiko befindlichen Ölplattformen wurden hunderte Arbeiter abgezogen. (Bild: US Hurricane Center)


01. August 2008 | Haiti: Michèle Pierre-Louis neue Premierministerin | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Mit Michèle Pierre-Louis hat Haiti nach dreimonatiger Suche nun endgültig eine neue Ministerpräsidentin. Nachdem am 17. Juli bereits das Abgeordnetenhaus seine Zustimmung gab, votierte nun auch der Senat (31.07.) für die 61-Jährige Ökonomin. Zwölf Senatoren stimmten bei fünf Enthaltungen und keiner Gegenstimme für die enge Vertraute von Präsident Rene Preval. Michèle Pierre-Louis ist die zweite Frau im Amt des Regierungschefs in Haiti und muss ihr Kabinett noch in einer Vertrauensabstimmung billigen lassen. Seit 1995 leitete sie die vom US-Milliardär George Soros finanzierte Nichtregierungsorganisation FOKAL – eine Stiftung für Wissen und Freiheit.


03. Juli 2008 | Haiti: Finanzhilfen zur Bekämpfung der Lebensmittelknappheit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haiti erhält vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) Finanzhilfen in Höhe von 131 Millionen US-Dollar (ca. 80 Mio Euro). Die Hilfen, welche circa 3% des Bruttoinlandsprodukts entsprechen, sollen in Projekte zur Bekämpfung der Lebensmittelknappheit fließen, aber auch zur Gewährung von Nothilfen eingesetzt werden. Bereits im Mai hatte das Welternährungsprogramm (WFP) die internationale Gemeinschaft um Finanzhilfen von 54 Millionen Dollar gebeten, damit sich die politische Krise im Land nicht noch weiter zuspitzt. Die Kombination der weltweit gestiegenen Nahrungsmittelpreise und der starken Abhängigkeit von Reisimporten aus den USA, führten Anfang April zu starken Protesten gegen die Lebensmittelknappheit, welche im Sturz der Regierung mündeten.


25. Juni 2008 | Haiti: neuer Vorschlag für das Amt des Ministerpräsidenten | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Mit der 61jährigen Michèle Pierre-Louis hat Haitis Staatschef René Préval nunmehr seinen dritten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Die Entscheidung wird vom Parlement bis Ende dieser Woche getroffen. Eine Zustimmung gilt jedoch nicht als sicher, denn mit Ericq Pierre wurde nicht nur Prévals erster Kandidat aufgrund seiner ungeklärten Herkunft abgelehnt, sondern mit Robert Manuel auch der zweite Kandidat. Manuel, der während Prévals Zeit als Regierungschef von 1996 bis 2001 Staatssekretär für öffentliche Sicherheit war, wurde vorgewurfen, nicht wie von der Verfassung verlangt, in den letzten fünf Jahren in Haiti gelebt zu haben.


13. Mai 2008 | Haiti: designierter Ministerpräsident Ericq Pierre von Parlament abgelehnt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Der von Haitis Präsident René Préval als neuer Ministerpräsident nominierte Ericq Pierre wurde am Montag (12.05.) vom Parlament abgelehnt. Nachdem der Senat bereits seine Zustimmung gegeben hatte, stimmten im Parlament nur 35 von 105 Abgeordneten einer Ernennung von Ericq Pierre zu. 51 stimmten gegen den 63-jährigen Mitarbeiter der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), 9 enthielten sich der Stimme. Nach Angaben lokaler Presseberichte hat Pierre seine haitianische Herkunft nicht eindeutig erläutert. Damit geht weiter wertvolle Zeit verloren, um den ärmsten Staat Lateinamerikas aus der Krise zu führen.


30. April 2008 | Haiti: Neuer Ministerpräsident ernannt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Haitis Präsident René Preval hat mit Ericq Pierre einen neuen Premierminister benannt. Der 63-jährige, derzeit noch Berater für Haiti bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank, wurde bereits am Sonntag (27. April) vom Senat bestätigt und wartet noch auf die Zustimmung von beiden Kammern des Kongresses. Ericq Pierre wird Nachfolger des vor drei Wochen entlassenen Regierungschefs Jacques Edouard Alexis, welchem vorgeworfen wurde, nicht genug zur Senkung der Lebenshaltungskosten und zur Verringerung der Nahrungsmittelknappheit getan zu haben. Haiti muss jährlich allein 800 Millionen US-Dollar für den Import von Reis ausgeben.


12. April 2008 | Haiti: Nahrungsmittelkrise führt zum Sturz der Regierung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise infolge einer erhöhten Nachfrage in Asien und dem anhaltenden Bio-Energie-Boom kam es in den vergangenen Tagen zu gewaltsamen Protesten im ärmsten Land Lateinamerikas. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und etliche verletzt. Nun hat der Senat den Ministerpräsidenten Jacques Edouard Alexis entlassen. Präsident Préval hat zwischenzeitlich bereits Preissenkungen für das Grundnahrungsmittel Reis angekündigt.


05. April 2008 | Haiti – 4 Tote bei Demonstrationen gegen Armut | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Bei Protesten gegen Armut und steigende Lebensmittelpreise sind bei Demonstrationen in der südlich gelegenen Stadt Cayes 4 Menschen getötet und 20 weitere verletzt wurden. Auch in anderen Städten des Landes gab es durch Plünderungen und Ausschreitungen zahlreiche Verletzte. Die Ausschreitungen wurden von Haitis Ministerpräsident Jacques-Edouard Alexis stark kritisiert. Parallel kündigte er eine Verbesserung der Lebensumstände an. Derzeit leben circa 80% Prozent der Bevölkerung von weniger als 2 US-Dollar pro Tag.


13. März 2008 | Haiti: Einsetzung eines Voodoo-Hohepriester | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Auf Haiti ist erstmals seit Jahrhunderten ein Voodoo-Hohepriester eingesetzt worden. Bei seiner Inthronisation habe der 72-jährige Anthropologe Max Beauvoir zu Versöhnung und Zusammenarbeit beim Aufbau einer friedlichen Nation aufgerufen, meldete die Nachrichtenagentur Prensa Latina. Beauvoir, Enkel eines Voodoo-Priesters, studierte Chemie an der Sorbonne in Paris.


19. Oktober 2007 | Haiti – UN verlängert Stabilisierungsmission | Kategorie(n): Noticias, Noticias Haiti

Trotz zahlreicher Kritik und Protestaktionen von Menschenrechtsgruppen hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Montag, den 15. Oktober, einstimmig beschlossen, die UN-Stabilisierungsmission in Haiti (MINUSTAH) um ein weiteres Jahr zu verlängern. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon unterstützte ausdrücklich die Verlängerung der von brasilianischen Truppen geführten Mission.


Seite 1 von 11

top