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El Salvador

31. Oktober 2016 | El Salvador: Ex-Präsident Saca wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Nationalflagge - Bild: mayns82In der Nacht von Samstag auf Sonntag (29./30.10.2016) wurde der ehemalige Präsident El Salvadors, Elías Antonio Saca, festgenommen. Ihm werden Unterschlagung, Geldwäsche und die Mitgliedschaft in illegalen Gruppierungen vorgeworfen. Zum Zeitpunkt der Festnahme, die von der Generalstaatsanwaltschaft des Landes auch via Twitter bekanntgegeben wurde, befand sich Saca auf der Hochzeitsfeier seines Sohnes in der Landeshauptstadt San Salvador. Neben Saca wurden auch sechs seiner früheren Mitarbeiter gefasst. Dazu gehören u.a. César Funes, ehemaliger Vorsitzender der „Secretaría de la Juventud“ und Julio Rank, ehemaliger Vorsitzender der „Secretaría de Comunicaciones“. Ihnen werden die gleichen Delikte wie Saca zur Last gelegt. Alle Festgenommenen wurden der „División Antinarcóticos“ der Polizei übergeben. Saca, der El Salvador von 2004 bis 2009 regierte, ist nicht der erste Präsident, der mit dem Gesetz in Konflikt gerät, ähnlichen Vorwürfen müssen sich auch andere ehemalige Präsidenten stellen. Sowohl Sacas Nachfolger Mauricio Funes (Präsident von 2009 bis 2014) als auch seinem Vorgänger Francisco Flores (Präsident von 1999 bis 2004), der im Januar dieses Jahres an den Folgen eines Schlaganfall verstarb, werden u.a. Korruption und die Unterschlagung von Spendengeldern vorgeworfen. (Bildquelle: mayns82)


26. Februar 2015 | El Salvador: Vorbereitungen für Seligsprechung von Monsignore Óscar Romero haben begonnen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Die Kathedrale des Erzbistums San Salvador - Foto: Public DomainVertreter der salvadorianischen Regierung und der katholischen Kirche haben sich versammelt, um Einzelheiten zu den Feierlichkeiten der Seligsprechung zu Ehren von Monsignore Óscar Romero, der Anfang des Monats von Papst Franziskus zum Märtyrer ernannt wurde, zu besprechen. Die Zeremonie wird auf dem Platz Divino Salvador del Mundo in der Hauptstadt des Landes stattfinden, wo sich auch das gleichnamige Wahrzeichen des Landes befindet. Wann genau der feierliche Akt realisiert werden wird, wurde vom Vatikan noch nicht bekannt gegeben. Der Todestag von Romero, der 24. März, bietet sich für solch eine Feier an, aber aufgrund seiner zeitlichen Nähe ist die Umsetzung schwierig und daher eher unwahrscheinlich. Die Regierung des Landes hat versprochen, den Tag der Seligsprechung zu einem Feiertag auf nationaler Ebene zu erklären, damit die Bürger an den Festlichkeiten teilnehmen können. Der ehemalige Erzbischof von San Salvador wurde am 24. März 1980 während einer Messe von einem Scharfschützen der Todesschwadronen ermordet. Romero engagierte sich für die Armen und den Frieden im Land und nutze seine Stellung, um auf Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund wurde und wird er immer noch von der Bevölkerung geschätzt und verehrt. Die katholische Kirche kategorisiert den Mord an dem Monsignore als Tötung aufgrund von Hass auf den Glauben. Der nächste Schritt könnte eine Heiligsprechung sein, die die salvadorianische Regierung seit 1994 anstrebt und Romero damit in den ersten Heiligen El Salvadors verwandeln könnte (Bildquelle: Public Domain).


20. Januar 2014 | Zentralamerika: Nicaragua holt bei erneuerbaren Energien auf | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Nicaragua

Windrad - Foto: Quetzal-Redaktion, glZentralamerika gehört inzwischen weltweit zu jenen Regionen, die sich mehrheitlich auf erneuerbare Energien umgestellt haben. 2011 kamen bereits 62 Prozent der installierten Elektrizitätskapazität aus diesem Sektor. Im regionalen Energiemix nimmt die Wasserkraft mit fast der Hälfte (48 Prozent) den Spitzenplatz ein, gefolgt von Erdöl (34 Prozent) und Geothermie (7,5 Prozent). Die Windkraft belegt mit 1,7 Prozent den letzten Platz. Innerhalb der Region liegt Costa Rica mit 91 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung vorn. Auf Platz 2 und 3 folgen Guatemala (64 Prozent) und El Salvador (63 Prozent). Nicaragua erzeugte im Jahr 2011, aus dem alle bisher genannten Angaben stammen, lediglich 33 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Ressourcen und kam damit im regionalen Vergleich lediglich auf den letzten Platz. Bereits zwei Jahre später (2013) steigerte das Land diesen Anteil auf 51 Prozent. Für 2018 werden 74 Prozent anvisiert. Neben der Wasserkraft dürfte dabei dem Ausbau der geothermischen Kapazitäten eine wichtige Rolle zukommen. Unter den Ländern, die auf diese Art der Energiegewinnung setzen, belegt Nicaragua 2011 mit einem Anteil von 12,11 Prozent an der Stromerzeugung immerhin den sechsten Rang. Im globalen Vergleich liegen die Nachbarländer El Salvador (mit 23,45 Prozent Platz 2) und Costa Rica (mit 13,59 Prozent Platz 5) noch davor (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl).


07. Oktober 2013 | El Salvador: Tutela Legal von katholischen Erzbischof San Salvadors geschlossen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Die Kathedrale des Erzbistums San Salvador - Foto: Public DomainLetzte Woche überraschte der katholische Erzbischof San Salvadors, José Luis Escobar Alas, die salvadorianische Öffentlichkeit mit der Mitteilung, dass er das Institut und Archiv Tutela Legal geschlossen hat. Die Entscheidung löste in El Salvador Unverständnis und Bestürzung aus. Das Tutela Legal ist bzw. war gewissermaßen die „Institution“ in der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen in El Salvador. 1982 von der katholischen Kirche ins Leben gerufen und auch dem Vermächtnis des 1980 ermordeten katholischen Erzbischofs San Salvadors, Óscar Arnulfo Romero y Galdámez, geschuldet; sammelte, dokumentierte und archivierte das Tutela Legal, als unabhängige und kirchliche Einrichtung, während des salvadorianischen Bürgerkrieges begangene Menschenrechtsverletzungen auf Seiten der Regierung und der Guerilla. Nichts zuletzt auch aufgrund der umfangreichen Dokumentation des Tutela Legal konnten die begangenen Menschenrechtsverletzungen während des Krieges zu einem überwiegenden Teil der Regierung zugesprochen werden. Auch nach dem Ende des Bürgerkrieges veränderte oder verringerte sich die Bedeutung des Instituts keineswegs. In den letzten zwanzig Jahren dokumentierte und berichtete das Tutela Legal in regelmäßigen Abständen über soziale Säuberungen und von Todesschwadronen verübten Morden in El Salvador. Besonders deshalb verwundert die Entscheidung von letzter Woche: Nicht nur das der Mitteilung des Erzbischofs keine Ankündigung vorausging, sondern der Entscheidung lag auch keine offizielle und plausible Begründung für die Schließung zu Grunde. Was bleibt ist eine vage Ankündigung des Erzbischofs José Luis Escobar Alas, das Archiv in ein Dokumentationszentrum zu überführen. (Bildquelle: Public Domain)


18. Juli 2013 | El Salvador: Der Nutzen des “Waffenstillstandes” | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Mara Salvatrucha MS13 - Foto: Public DomainRücken organisierte Kriminalität und Maras in El Salvador näher zusammen? Laut dem salvadorianischen Sicherheitsminister, Ricardo Perdomo, ist dies der Fall. Er vertritt die These, dass die salvadorianischen Jugendbanden den Waffenstillstand dazu genutzt haben, ihre Verbindungen und Aktivitäten zur organisierten Kriminalität auszubauen und zu verfestigen. Der Nichtangriffspakt zwischen den beiden großen Jugendbanden Zentralamerikas und El Salvadors (Mara Salvatrucha – MS13 – und Mara Dieciocho) wurde im März letzten Jahres, nach Aussage des Sicherheitsministers, geschlossen. In dieser Zeit sollen sich die Jugendbanden intensiv um eine Diversifizierung ihrer Einnahmequellen bemüht haben. Die Beteiligung in den zentralamerikanischen Drogenhandel, besonders nach Guatemala, böte sich nach Perdomo an, da viele Jugendbanden ihre transnationalen Links in die USA aktivieren oder stärker nutzen würden. Das Argument der Involvierung zentralamerikanischer Jugendbanden in den Drogenhandel und die Verknüpfung dieser Gangs mit organisierter Kriminalität taucht immer wieder auf. Ebenso häufig werden die kolportierten Verbindungen relativiert (‚Maras nur als lokale Dealer‘) bzw. als reine Fiktion bezeichnet. Grundsätzlich soll der „Waffenstillstand“ auch positive Effekte haben. So wird er für die erhebliche Senkung der Morde im letzten Jahr verantwortlich gemacht. Gleichzeitig scheinen die jüngsten Zahlen der verübten Tötungsdelikte eine Kehrtwende in El Salvador anzudeuten: Allein im Juli dieses Jahres ist nach Statistiken der nationalen Polizei PNC die Homizidrate um 50% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. (Bildquelle: Public Domain)


24. Juni 2013 | Lateinamerika: Steigender Waffenhandel aus den USA nach Mittelamerika | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Mexiko

Mexiko: Gewehr Ak47 - Foto: Neil Dorgan/Quetzal-Redaktion, gtNach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten Guatemala und El Salvador jeden ihrer Soldaten mit sieben Waffen versorgen. Allein Guatemala verfügt über ein Arsenal von mehr als einer Million Schusswaffen, von denen lediglich ca. 450.000 registriert sind. Ein großer Teil dieser Waffen sind US-Produkte. Der Waffenhandel aus den USA nach Mittelamerika ist ein wachsendes Geschäft, und ein weitgehend unbekanntes dazu. Colby Goodman, Autor einer Untersuchung des Wilson Centers zum Thema Waffenhandel im sogenannten Todesdreieck Honduras, El Salvador und Guatemala, betont, dass z.B. der Umfang des Handels von Waffen aus den USA nach Guatemala bisher unterschätzt wurde. Er fordert eine bessere Zusammenarbeit der drei Länder mit dem Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe der USA (ATF). Auch wenn die Daten noch nicht sehr umfassend sind, so konnte aufgrund der Kooperation Guatemalas mit dem ATF festgestellt werden, das ein Drittel der zwischen 2006 und 2009 bei Verbrechen und im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität beschlagnahmten Waffen aus dem Norden stammt. Goodman machte in seinen Untersuchungen zwei grundlegende Vertriebswege der Schmuggler aus: Zum einen werden die Waffen zwischen anderen Waren in Sendungen via Mexiko versteckt oder aber als Direktsendung nach Guatemala verschickt. Doch nicht nur die Drogenkartelle schmuggeln Waffen ins Land, auch in den USA arbeitende guatemaltekische Landarbeiter schicken Feuerwaffen an Verwandte nach Hause. Die Tatsache, dass acht von zehn Mordopfern in Guatemala an Schussverletzungen sterben, so die Journalistin Julie López, macht sowohl nationale als auch regionale Maßnahmen notwendig. In Guatemala verhindern laxe Waffengesetze, fehlende Mittel und die Korruption der Behörden bisher eine wirksamere Kontrolle des Waffenschmuggels. (Bildquelle: Neil Dorgan bearb.gt)


25. Februar 2013 | Zentralamerika: Mexikanischer Drogenbaron in Guatemala erschossen? | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainGuatemaltekische Behörden können den Tod von Joaquín ‘El Chapo‘ Guzmán nicht bestätigen. Medien hatten zuvor darüber spekuliert, dass in einem Gefecht mit dem Militär der sogenannte Kopf des Sinaloa Kartells in der guatemaltekischen Provinz Petén getötet worden sei. Dieses Gerücht wurde besonders dadurch angeheizt, weil vermutet wird, dass ‚El Chapo‘ Zuflucht in der guatemaltekischen Grenzregion zu Mexiko gesucht hat. Nach dem 2006 begonnenen mexikanischen war on drugs gewinnt Zentralamerika in der öffentlichen Wahrnehmung des Drogenhandelproblems zunehmend an Bedeutung, so dass sich die politische Debatte in und über Zentralamerika vor allem darauf konzentriert: Mexikanische Drogenkartelle expandieren oder flüchten nach Guatemala und Honduras, um dort ihr Geschäft fortzuführen, was allerorts mit den Begriffen des Ballon- oder Kakerlaken-Effektes umschrieben wird. Zentralamerikanische maras und pandillas werden mit der organisierten Kriminalität bzw. konkret mit mexikanischen Kartellen – beispielsweise den Zetas – in Verbindung gebracht. Das hohe Gewaltniveau wird, besonders in den drei nördlichen zentralamerikanischen Ländern – tríangular norte: Guatemala, Honduras und El Salvador –, mit der Ausweitung des Drogenhandels und dem damit verbundenen Vordringen der mexikanischen Kartelle begründet. Gleichzeitig weisen zentralamerikanische Präsidenten – jüngst insbesondere der guatemaltekische Präsident Otto Perez Molina – darauf hin, dass Zentralamerika von der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Drogenhandel – trotz gegebener Vereinbarungen (beispielsweise im Rahmen der Central American Security Initiative oder der Grupo de Amigos de Centroamérica) – bisher nur sehr wenig unterstützt wurde. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)


26. Juli 2012 | El Salvador, Guatemala, Honduras: Internationale Kampagne zur Rettung des Río Lempa gestartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras

El Salvador: Versammlung über die Nutzung des Lempa Flusses -Foto: Nina KreuzingerEtwa hundert Delegierte von Basisorganisationen aus Guatemala, Honduras und El Salvador versammelten sich vom 13. – 15 Juli 2012, in Santa Marta, El Salvador, zum „Ersten Trinationalen Treffen zum Schutz des Flusses Lempa“. Der Río Lempa entspringt in Guatemala und fließt durch Honduras und El Salvador, wo er in den Pazifik mündet. Er ist eine der wichtigsten Wasseradern der Region, insbesondere El Salvadors, wo er fast 70% der Bevölkerung und die Hälfte der Bewohner der Hauptstadt San Salvador mit Wasser versorgt. Er ist durch Abwässer, Pestizide und phosphathaltige Düngemittel stark verschmutzt. Hinzu kommt die Anreicherung mit organischen Stoffen durch Staudämme sowie Kontamination durch Tagebaue. Das „Trinationale Treffen Honduras, Guatemala, El Salvador“ bildet den Auftakt für eine internationale Kampagne von sozialen Bewegungen der drei Länder zum Schutz des Río Lempa, seiner Zuflüsse, der zugehörigen Flusstäler und Ökosysteme sowie gegen eine Ausweitung der Minenwirtschaft und weiterer Megaprojekte in der Region. Längerfristig ist eine Vernetzung mit der guatemaltekisch-mexikanischen Kampagne zum Schutz des Grenzflusses Usumacinta geplant. Ein Vertreter des salvadoranischen Forschungszentrums CEICOM berichtete, dass im Quellgebiet des Rio Lempa in Guatemala – in der Nähe von Esquipulas – der Abbau von Uran geplant ist. Außerdem seien extrem negative Folgen durch einen neuen Gold- und Silbertagebau in Asunción Mitla zu befürchten, der in einer Zone mit Thermalquellen eröffnet werden soll. Allein für den honduranischen Teil des Rio Lempa und seiner Zuflüsse wurden im Zuge der landesweiten Flussprivatisierungen bisher 15 neue Konzessionen für Wasserkraftwerke vergeben, so Berta Cáceres, die Vorsitzende des Rates indigener Gemeinden COPINH. Cáceres warnte davor, dass im Zuge dieser Konzessionierungen auch die Planungen für das größte zentralamerikanische Wasserkraftwerk im Grenzgebiet zwischen El Salvador und Honduras wieder auf die Tagesordnung rücken könnten. Der Bau des Kraftwerk von „El Tigre“, an dem u.a. große deutsche Konzerne wie Siemens beteiligt waren, war bisher durch den gemeinsamen Widerstand der bäuerlichen und indigenen Gemeinden aus den beiden Ländern verhindert worden. (Bildquelle: Nina Kreuzinger)


13. März 2012 | El Salvador: Verluste für FMLN bei Parlaments- und Kommunalwahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Präsident Mauricio Funes - Foto: Agencia Brasil, Wilson DiasPräsident Mauricio Funes von der linksorientierten FMLN (Frente Farabundo Marti para la Liberación Nacional) hat bei den Wahlen am gestrigen Sonntag die Mehrheit im Parlament verloren. Nach Auszählung von 70% der Stimmen ergibt sich nach Aussagen der obersten Wahlbehörde TSE (Tribunal Supremo Electoral) ein Ergebnis, nach dem sich die FMLN und die konservative ARENA (Alianza Republicana Nacionalista) ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Die ARENA kann mit 40% der Parlamentssitze und damit der Mehrheit rechnen, auf die regierende FMLN entfallen demnach 37%. Der Rest der Sitze verteilt sich auf kleinere Parteien. Nach der Mehrheit im Parlament kann ARENA auch mit einer Mehrheit in den Kommunalwahlen rechnen. Lokale Beobachter meinen, die Wähler hätten die FMLN und Präsident Funes für ihre bisherige Politik bestraft. Dem Präsidenten und seiner Partei stehen bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen zwei schwere Jahre bevor, in denen sie einiges tun müssen, um an der Macht zu bleiben. (Bildquelle: Agencia Brasil, Wilson Dias)


13. Februar 2012 | El Salvador: Kein Ende der Gewaltspirale in Sicht? | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Mara Salvatrucha MS13 - Foto: Public DomainIm vergangenen Jahr wurden im Staatsgebiet des zentralamerikanischen El Salvador 4374 Tötungsdelikte registriert. Für das Land, dessen Fläche mit etwa 21 Tausend Quadratkilometern noch nicht einmal so groß ist wie Mecklenburg-Vorpommern und mit seinen circa 7,3 Millionen Einwohnern weniger bevölkert ist als Niedersachsen, bedeutet dies einen weiteren Rückschlag gegenüber den schon relativ hohen Mordraten der Vorjahre. Im Jahr 2010 waren es noch 3934 Homizide. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Anzahl der Tötungsdelikte um etwa zehn Prozent, ein Resultat, das die jährlichen Opferzahlen des Bürgerkriegs zwischen 1980 und 1991 übersteigt. Insbesondere am Wochenende kommt es vermehrt zu Gewalthandlungen. Die Morde stehen meist in engem Zusammenhang mit der sich im Land ausweitenden Gewaltkriminalität. Die öffentliche Sicherheit des Landes wieder herzustellen, erscheint zunehmend schwieriger. Obwohl nach offiziellen Polizeiangaben weniger als ein Drittel der Verbrechen von Jugendbanden begangen werden und unabhängige Studien nicht-staatlicher Organisationen von lediglich 13 Prozent ausgehen, werden vor allem Programme gegen Jugendbanden verabschiedet. Groben Schätzungen der salvadorianischen Polizei zufolge gibt es gegenwärtig etwa 28.000 Mitglieder unterschiedlicher Jugendbanden, vornehmlich in der Mara Salvatrucha bzw. der M-13 und der M-18. Die Gefängnisse sind mittlerweile überfüllt. Etwa ein Drittel der Bandenmitgliedern befinden sich in staatlichem Gewahrsam. Während die Gewaltkriminalität im Land weiter steigt, versucht die aktuelle Regierung unter Mauricio Funes der von Jugendbanden ausgehenden Gefahr zunehmend repressiv entgegenzuwirken. Erst Ende Januar 2012 wurde der Militärgeneral Francisco Ramón Salinas Rivera zum neuen Polizeipräsidenten ernannt. Die Regierung bemüht sich vor allem seit 2011, die Staatsausgaben stark zu reduzieren, um mehr Geld für die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen einsetzen zu können. In wie weit sich die repressiven Maßnahmen bewähren werden, bleibt abzuwarten. (Bildquelle: Public Domain)


16. Januar 2012 | El Salvador: 20 Jahre gewaltsamer Frieden | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Landschaft - Foto: Lydia KoblofskyVor 20 Jahren – am 16. Januar 1992 – unterzeichneten die salvadorianische Regierung und die Guerilla-Organisation FMLN im Schloss von Chapultepec in Mexiko-Stadt einen Friedensvertrag. Nach einem anderthalbjährigen intensiven Verhandlungsprozess fand damit der 1981 ausgebrochene Bürgerkrieg, der mehr als 75.000 Tote gefordert hatte, sein Ende. Die Bilanz der beiden letzten Jahrzehnte fällt jedoch höchst ambivalent aus. Die Situation ist nach wie vor von gesellschaftlichem Verfall, wirtschaftlicher Abhängigkeit und mangelnder staatlicher Durchsetzungsfähigkeit gekennzeichnet. Mit 66 Morden pro 100.000 Einwohner, das sind ca. 4.300 im Jahr, gehört Salvador zu den gewalttätigsten Ländern der Erde. Die etwa sechs Millionen Salvadorianer haben vor allem unter den Folgen des Drogenhandels und kriminellen Jugendbanden zu leiden. Dem hat der auf ein Minimum zusammengestutzte Staat kaum etwas entgegenzusetzen. Bei einer Steuerquote von nur 13 Prozent fehlen ihm die nötigen Mittel für eine präventive Bekämpfung der ausufernden Gewalt. Stattdessen dominiert die Militarisierung der öffentlichen Sicherheit. Erstmals seit Ende des Bürgerkriegs wurde in El Salvador nun wieder ein Militär zum Justiz- und Sicherheitsminister ernannt, was eine Verletzung des Friedensvertrages darstellt. Und statt ihren steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen, rüsten die Reichen auf: 18.000 Polizisten stehen 23.000 private Wachmänner gegenüber. Benjamín Cuéllar, Direktor des Zentrums für Menschenrechte der Katholischen Universität (IDHUCA) in San Salvador, betont, dass der Friede nicht einkehren könne, solange er nicht auf Wahrheit, Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich beruht. Davon ist das zentralamerikanische Land jedoch noch weit entfernt. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Lydia Koblofsky)


21. November 2011 | El Salvador: Gewalt und öffentliche Sicherheit weiterhin bestimmendes Thema | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Gewalt in El Salvador (Foto: Neil Dorgan bearb.gt)In  El Salvador ist weiterhin die hohe Gewalt- und Homizidrate das bestimmende Thema der öffentlichen Diskussion: Einerseits sind hier die täglichen Berichte in den Tageszeitungen von tödlichen Raubüberfällen zu nennen, die in letzter Zeit zunehmend auf Erpressungsdelikte im privaten Kleingewerbe und öffentlichen Nahverkehr sowie insbesondere Busfahrer abzielen. Andererseits wird gerade um die vakante Position des Ministers für Justiz und öffentliche Sicherheit diskutiert. Während Präsident Mauricio Funes vierzehn Tage nach dem Rücktritt des bis dato amtierenden Ministers für Justiz und öffentliche Sicherheit, Jose Manuel Melgar Henriquez, noch keinen Nachfolger benannt hat und in der Bekämpfung der Gewaltkriminalität eine nationale Einheit ausruft, haben die anderen politischen Parteien und gesellschaftlichen Akteure – v.a. die katholische Kirche – naturgemäß ihre eigenen Vorstellungen. Die rechtskonservativen Parteien ARENA und GANA verbinden mit der Neubesetzung des Ministerpostens einen verstärkten Fokus auf repressivere Maßnahmen, gleichwohl ohne – so die Behauptung – präventive Maßnahmen ganz zu vernachlässigen. Der Kirche wäre ein politisch unabhängiger und nur dem salvadorianischen Gemeinwohl verpflichteter Minister am liebsten. Die FMLN unter Funes beruft sich derweil mit Hilfe der alljährlichen Homizidstatistiken auf eine zunehmend erfolgreiche Bekämpfung der Gewaltkriminalität: Wurden 2009 noch 4382 Homizide gezählt (im Vgl. dazu 2004: 2933), verweist die aktuelle Statistik mit 3785 gezählten Morden scheinbar auf eine Verbesserung der Sicherheitslage. Tatsächlich sind diese Zahlen mit allerhöchster Vorsicht zu bewerten. Die Dunkelziffer scheint um einiges höher zu liegen, weil verschwundene bzw. verschleppte Personen oder feminicidios – wenn überhaupt – nur bedingt angezeigt und in der Statistik aufgeführt werden. (Bildquelle: Neil Dorgan bearb.gt)


03. Juni 2011 | El Salvador: Spanischer Haftbefehl gegen salvadorianische Militärs | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Spanischer Hftbefehl gegen salvadoranische Militärs. Foto: Quetzal-RedaktionNachdem der spanische Richter Eloy Velasco am vergangenen Montag einen internationalen Haftbefehl gegen 20 salvadorianische Militärs ausgestellt hat, erlebt El Salvador eine heftige Auseinandersetzung um den Umgang mit Verbrechen während des Bürgerkriegs 1980-1992. Den per Haftbefehl Gesuchten, allesamt hohe Militärs, die meisten davon bereits im Ruhestand, wird die Ermordung von sechs Jesuitenpatern, einer Haushälterin und ihrer Tochter am 6. November 1989 in der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador (UCA) zur Last gelegt. Fünf der ermordeten Jesuiten waren Spanier, darunter Ignacio Ellacuría und Ignacio Martín Baró, Rektor bzw. Vizerektor der UCA. In El Salvador sind die Beschuldigten durch ein Amnestiegesetz aus dem Jahre 1993 vor Bestrafung geschützt. Vertreter von salvadorianischen Menschenrechtsorganisationen begrüßen den Haftbefehl aus Spanien als wichtigen Schritt und Signal an alle, die die Menscherechte verletzen. Im Gegensatz dazu zeigt sich die politische Rechte El Salvadors beunruhigt und denunziert den Haftbefehl als Verschwörung der internationalen Linken. Ex-Präsident Alfredo Cristiani (ARENA), während dessen Präsidentschaft das Massaker geschah, bezeichnete den Haftbefehl als Angriff auf die Souveränität des Landes. Dem hielt Henry Fino, Anwalt am Institut für Menschenrechte der UCA (IDHUCA), entgegen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit seien exterritorial und verjährten auch nicht. Belarmino Jaime, Präsident des Obersten Gerichtshofs El Salvadors, verweigerte jede Stellungnahme darüber, ob die Auslieferung der Gesuchten betrieben wird oder nicht. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion)


21. September 2010 | El Salvador: Kritik am neuen „Ley antipandillas” seitens der Justiz | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Mara Salvatrucha MS13 (Foto: Public Domain)Das am 01. September dieses Jahres vom Parlament verabschiedete und seit Samstag, dem 18.09.2010, in Kraft getretene neue „Anti-Jugendbanden-Gesetz“, das auf heftigen Protest seitens der Jugendbanden stieß, ist nun auch von Richtern stark kritisiert worden. Zwar bestätigten sie die verfassungsmäßige Konformität des Gesetzes in seiner Anwendung. Aber im gleichen Atemzug betonten sie, dass dieses Gesetz im Hinblick auf das politisch-gesellschaftsliche Problem der hohen Kriminalitäts- bzw. Homizidrate keinen adäquaten Lösungsansatz anbiete. Vielmehr würde diese Regelung – eine Reform des umstrittenen „Articulo 345 – Codigo Penal“, in dem alle Ansammlungen von Jugendlichen über drei Personen und Tätowierungen für einen Haftbefehl ausreichen – den selben Duktus wie die von den rechts-konservativen ARENA-Regierungen beschlossenen Anti-Mara-Gesetze tragen. Die repressiven Sicherheitsstrategien der „mano dura“ (harten Hand) und deren Steigerung der „super mano dura“ bedeuten, dass sie Mitgliedschaft in einer der Jugendgangs mit zehn Jahren Haft und selbst Unterstützung der Maras mit Gefängnisarrest geahndet werden kann. Die Richter stellten nochmals klar, dass nicht repressivere gesetzliche Regelungen, sondern der Ausbau und die Verbesserung der Ermittlungsarbeit bzw. –techniken der Polizei und der Staatsanwaltschaft das Problem lösen würden; denn deutliches Zeichen des Mangels sei die niedrige Aufklärungsquote. Anfang September hatten die beiden großen Maragruppen, Mara 18 und Mara Salvatrucha, einen gemeinsamen konzertierten Protest und eine Machtdemonstration durchgeführt. Für zwei Tage brachten sie den öffentlichen Busverkehr zum Erliegen. Zudem forderten sie von der Regierung Mauricio Funes, das neue Gesetz zurück zu nehmen, und schlugen einen gemeinsamen Dialog vor. Nicht nur die ablehnende Haltung gegenüber dem Dialog, sondern vielmehr die in der Tradition der repressiven staatlichen Handhabung stehende Reform verdeutlichen einmal mehr, dass auch in der FMLN-Regierung unter Funes pure Ratlosigkeit und Mangel an adäquaten Lösungsstrategien ob des Kriminalitätsproblems dominieren. (Bildquelle: Public Domain)


16. Juni 2010 | Mittelamerika: Programm für die Gesundheit | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit - Foto: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de Estados Unidos MexicanosSalud Mesoamérica 2015 heißt ein neues Programm, das in den nächsten fünf Jahren die großen Unterschiede im Gesundheitszustand der Bevölkerung Mittelamerikas überwinden soll. Zwar hat sich die Gesundheit in der Region in den letzten Jahren verbessert, wie entsprechende Kennziffern belegen, doch kam diese Verbesserung offensichtlich nicht bei den Ärmsten an. Acht Millionen Menschen in Zentralamerika, das sind 20 Prozent der Bevölkerung von Panama, Costa Rica, Nikaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belice und der südlichen Bundesstaaten Mexikos, gelten als extrem arm. Vor allem die Frauen und Kinder in dieser Gruppe verfügen in der Regel über eine nicht angemessene oder über gar keine gesundheitliche Betreuung. Die Folgen sind sichtbar – sie betragen 6 cm. Das ist die Differenz der durchschnittlichen Körpergröße zwischen Fünfjährigen aus den ärmsten Schichten und Gleichaltrigen mit wohlhabenden Eltern. Diese 6 cm sind aber nicht nur ein Größenunterschied, sie verweisen auf grundlegende Rückstände in der körperlichen und geistigen Entwicklung armer Kinder. Die Gates-Stiftung, das Institut für Gesundheit Carlos Slim aus Mexiko und die spanische Regierung stellen jeweils 50 Millionen Dollar für das Programm zur Verfügung. Die Interamerikanische Entwicklungsprogramm (BID) zeichnet verantwortlich für Organisation und Kontrolle der Projekte in den einzelnen Ländern (Bildquelle: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de los Estados Unidos Mexicanos_).


03. Juni 2010 | Guatemala, Honduras, El Salvador: Mindestens 180 Tote durch Tropensturm “Agatha” | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras

Guatemala, Honduras, El Salvador: mindestens 180 Tote durch Tropensturm Agatha (Grafik: US Hurricane Center)Der am Wochenende (29./30. Mai 2010) an der Pazifikküste Guatemalas aufgetroffene Tropensturm “Agatha” hat bisher zu mindestens 184 Toten geführt. Während in Honduras (19) und El Salvador (9) zusammen 28 Tote gemeldet wurden, starben in Guatemala bislang 156 Menschen. Nach Angaben der Behörden werden noch mindestens 100 Menschen vermisst, ca. 150.000 mussten evakuiert werden. Starke Niederschläge ließen in den betroffenen Landesteilen vielerorts Flüsse über die Ufer treten und lösten Schlammlawinen aus, die wiederum Häuser zum Einsturz brachten sowie Brücken und Straßen beschädigten. Ganze Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. Mit am schlimmsten traf es Guatemala-Stadt. Hier fiel an einem Tag soviel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Darüber hinaus entstand nahe einer Kleiderfabrik ein 20 Meter breiter und 30 Meter tiefer Krater. Nach Angaben von Geologen ist der Grund für die Kraterbildung noch unklar und soll in den nächsten Wochen analysiert werden. Durch den Ausbruch des südlich von Guatemala-Stadt gelegenen Vulkans Pacaya wenige Tage zuvor war zudem der Flughafen bis einschließlich Montag (31.05.10) geschlossen, so dass internationale Hilfslieferungen zunächst nur eingeschränkt eintrafen. Zwar handelte es sich beim Tropensturm “Agatha” nicht um einen Hurrikan, trotzdem gilt er als Beginn der diesjährigen Hurrikansaison in Mittelamerika. (Bildquelle: US Hurricane Center)


10. November 2009 | Mittelamerika: Hurrikan „Ida“ hinterlässt Chaos und Zerstörung | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua

Mittelamerika: Hurrikan „Ida“ hinterlässt Chaos und Zerstörung. Foto: NASA (Public Domain).Der Hurrikan „Ida“ hat besonders in El Salvador immense Schäden angerichtet. Nach dem Tod von mehr als 130 Menschen hat der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Mauricio Funes, den Notstand ausgerufen und das Parlament eine dreitägige Staatstrauer beschlossen. Der tropische Wirbelsturm war am Donnerstag vor der nicaraguanischen Karibikküste entstanden. Nachdem er eine Schneise der Zerstörung im östlichen Teil El Salvadors hinterlassen hatte, zog er mit 195 Stundenkilometern am mexikanischen Urlaubsort Cancún vorbei und nahm mit abgeschwächter Geschwindigkeit Kurs auf die US-amerika­nische Golfküste. Die durch ihn verursachten Produktionsausfälle in den dort gelegenen Fördergebieten und Raffinerien wurden als Grund für die Erhöhung des Rohölpreises angegeben. In El Salvador waren besonders der 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt gelegene Ort Verapaz und mehrere Ortschaften am Fuße des Vulkans Chinchontepec betroffen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Im bergigen Landesinneren sind etliche Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten. In den Kaffeeanbaugebieten scheint „Ida“ weniger Schaden angerichtet zu haben als zunächst befürchtet wurde. Aufgrund der immensen Zerstörungen von Infrastruktur, Anbauflächen und Wohngebieten, die durch den Hurrikan verursacht worden sind, haben Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe bereits zu Spenden aufgerufen. Auch das Welternährungsprogramm der UNO hat erste Hilfsleistungen zugesichert (Bildquelle: NASA_).


19. Oktober 2009 | ALBA: Mitgliedstaaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

ALBA-Staaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre - Logo: Public DomainDie Staats- und Regierungschefs der ALBA-Mitgliedstaaten haben gestern in Cochambamba auf dem 7. ALBA-Gipfeltreffen den Vertrag zur Gründung der virtuellen Währung Sucre (Sistema Único de Compensación Regional de Pagos) ratifiziert. Die neue regionale Verrechnungswährung soll für Kuba, Dominica, Antigua y Barbuda, San Vicente y las Granadinas, Honduras, Nicaragua, Venezuela, Ecuador und Bolivien mehr Unabhängigkeit vom Dollar im intranationalen Handel ermöglichen. Zwar sind die Details für die Funktionsweise des Sucre noch weitgehend ungeklärt. Aber es steht bereits fest, dass die neue ALBA-Währung (als Verrechnungseinheit) ab nächstem Jahr schrittweise eingeführt werden soll. Dafür müssen die Mitgliedstaaten zunächst Konten in ihren jeweils nationalen Währungen bei der ALBA-Bank in Caracas hinterlegen. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer Einheitswährung ähnlich dem Euro. Kurzfristig planen die ALBA-Mitgliedstaaten auch Brasilien und Argentinien für das Projekt gewinnen zu können, zumal diese untereinander ein eigenes Verrechnungssystem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) bereits eingeführt haben (Bildquelle: Public Domain).


19. Oktober 2009 | El Salvador: Einsatz des Militärs zur Bekämpfung der Gewalt | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvadors Präsident Mauricio Funes plant den Einsatz der Armee zur Gewaltbekämpfung - Foto: Wilson Dias/Agencia BrasilEl Salvador wird seine Anstrengungen zur Bekämpfung der Kriminalität und Gewalt mit allen Mitteln weiter verstärken. Wie heute bekannt wurde, hat die Regierung beschlossen, 6500 Soldaten im Innern des Landes einzusetzen. Hintergrund dieser Maßnahme ist die erschreckend hohe Zahl an Gewalttaten, vor allem an Morden. Im vergangenen Jahr erreichte El Salvador eine Mordrate von 55 auf 100.000 Einwohner. Dieses Jahr könnte die Quote auf 77 pro 100.000 Bewohner steigen. Eine derart hohe Mordrate gibt es sonst nur in Bürgerkriegsländern. Laut World Health Organzation (WHO) entspreche bereits ein Verhältnis von über zehn auf 100.000 Einwohnern einer Epidemie. Der Präsident Mauricio Funes hat deshalb zusammen mit dem Verteidigungsminister, General Munguía Payés, einen Plan befürwortet, der es dem Staat ermöglichen soll, wieder die Souveränität über einige “außer Kontrolle geratene Gebiete” zu erlangen. Das bezieht sich vor allem auf die Territorien der Maras. Allerdings ist der Einsatz des Militärs im Innern von El Salvador verfassungsrechtlich sehr bedenklich. Denn im Friedensabkommen wurde festgeschrieben, dass sich die Armee aus allen Belangen der Inneren Sicherheit heraushält. Die Lösung könnte darin bestehen, einen Teil der Militärs in die Policía Nacional Civil (PNC) zu integrieren. Der Nachteil: Die Stärke der Armee würde sich um die Hälfte verringern, und die Eingliederung könnte erst in einem Jahr nach einer Ausbildung beginnen (Bildquelle: Wilson Dias/Agência Brasil).


16. Oktober 2009 | Lateinamerika: Qualifikanten für die Fußball-WM 2010 stehen fest | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Costa Rica, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Lateinamerika: Qualifikanten für die Fußball-WM 2010 stehen fest - Foto: Nicolás Lope de BarriosNach dem 18. und letzten Spieltag der südamerikanischen Qualifikationsgruppe für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stehen die qualifizierten Teams fest. Brasilien sicherte sich mit 34 Punkten als erstplatzierte Mannschaft das Ticket vor Chile (33 Pkt.), Paraguay (33 Pkt.) und Argentinien (28 Pkt.). Uruguay wurde mit 24 Punkten Fünfter und muss nun in einem Entscheidungsspiel gegen Costa Rica, das viertplatzierte Team der Nord-, Mittelamerika- und Karibikgruppe (CONCACAF), spielen. Knapp hinter Bolivien landete Peru auf dem letzten Platz der Qualifikationsgruppe. Während Brasilien, Chile und Paraguay schon am vorletzten Spieltag als WM-Teilnehmer feststanden, lösten die Argentinier die Fahrkarte erst am letzten Spieltag im “Bruderduell” mit einem Auswärtssieg in Uruguay. Einen Sieg von Uruguay und von Ecuador gegen Chile vorausgesetzt, hätten sich die Argentinier die WM zu Hause vor dem Fernseher anschauen müssen. Ecuador wiederum hätte sich, bei einem Sieg über Chile, statt Uruguay für das Relegationsspiel gegen die “Ticos” qualifiziert. Ein große Überraschung gab es auch in der CONCACAF-Gruppe, wo sich Honduras hinter den USA und Mexiko nach 27 Jahren wieder für die WM qualifizierte. Wie Argentinien lösten die Honduraner das Ticket mit einem 1:0 Auswärtssieg in El Salvador, bei gleichzeitiger Hilfe durch die USA, die zu Hause 2:2 gegen Costa Rica spielten. Honduras, das wie Costa Rica auf 16 Punkte kommt, weist den Ticos gegenüber eine leicht bessere Tordifferenz auf. De facto-Präsident Micheletti nutzte diesen Erfolg gleich aus, indem er den darauffolgenden Tag (Donnerstag) umgehend zum Feiertag erklärte, was aber sicher auch ein amtierender Präsident Zelaya getan hätte (Bildquelle: Nicolás Lope de Barrios).


07. September 2009 | El Salvador: Mord an Filmemacher Christian Poveda durch die Maras vor Aufklärung | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Die Mara 18 steckt wahrscheinlich hinter dem Mord an Christian Poveda - Bild: Quetzal-Redaktion, sscDer Mord an dem französisch-spanischen Fotografen und Filmemacher Christian Poveda durch die Maras in El Salvador steht offenbar kurz vor der Aufklärung. Zumindest zeigt sich der Vorsitzende der Mordkommission der Nationalpolizei, Marcus Tulio Lima, davon überzeugt, in den nächsten Tagen die Schuldigen festnehmen zu können. Das mögliche Motiv für die Ermordung Povedas am vergangenen Mittwoch ist weiter unklar. Es wird jedoch vermutet, dass die Maras als Hauptdarsteller des Films „La Vida Loca“, der noch in diesem Monat in Frankreich Premiere feiern soll, einen Teil der Erlöse aus den Einnahmen verlangten, was er ablehnte. Poveda, der sich zum Ziel gestellt hatte, mit dieser Dokumentation den Kampf gegen die Gewalt aufzunehmen und für eine bessere Zukunft El Salvadors zu kämpfen, porträtierte während 16 Monaten das Leben von 130 Bandenmitgliedern der Mara 18. Viele von ihnen landeten wegen verschiedener Vergehen in dieser Zeit im Gefängnis oder wurden ermordet (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


03. September 2009 | El Salvador: Fotograf und Filmemacher Christian Poveda ermordet | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador: Fotograf und Filmemacher Christian Poveda ermordetDer französisch-spanische Fotograf und Filmemacher Christian Gregorio Poveda Ruiz wurde am Mittwoch den 2. September 2009 bei Tonacatepeque nahe der Hauptstadt San Salvador mit mehreren Schüssen in seinem Auto getötet. Poveda, der zuletzt die Dokumentation “La Vida Loca” über die Mara 18 gedreht hattte, wurde in einem Gebiet aufgefunden, das von eben jener Mara kontrolliert wird. Nach Aussagen befand er sich auf dem Weg nach La Campanera, um ein paar Fotos aufzunehmen. Über das Motiv konnte die nationale Polizei noch keine Angaben machen. Präsident Funes gab bereits Anweisungen, dass alles Nötige zur Aufklärung des Verbrechens und zur Ergreifung der Täter getan werden solle. Poveda, der auch schon aus Krisengebieten wie Iran, Irak oder Libanon berichtet hatte, war als Fotograf des TIME-Magazins nach El Salvador gekommen. Laut New York Times arbeitete er seit den 1990er Jahren als Dokumentarfilmer und konzentrierte sich dabei auf die salvadoranischen Maras.


02. Juni 2009 | El Salvador: Amtsübernahme des neuen Präsidenten Mauricio Funes | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Amtsübernahme von El Salvadors neuen Präsidenten, Mauricio Funes - Foto: Fernando Lugo/APCDer am 15. März gewählte neue Präsident El Salvadors, Mauricio Funes, hat gestern offiziell das Amt des Staatsoberhauptes übernommen. In seiner Inaugurationsrede stellte er in Aussicht, ein Regierungsprogramm ähnlich dem seiner Amtskollegen Barack Obama und Lula da Silva aufzustellen. Er möchte die Armut bekämpfen und den Marginalisierten der Gesellschaft stärkere Zuwendungen zukommen lassen. Dazu zählen der Bau von Schulen, die Verbesserung der Infrastruktur (vor allem Trinkwasseranschluss) und des Gesundheitswesens. Ein weiterer innenpolitischer Schwerpunkt bildet der Kampf gegen Korruption und Bestechung. In der Außenpolitik will Funes sofort diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen mit Kuba aufnehmen. Die Abwesenheit von Hugo Chávez bei der Amtseinführung begründete der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro damit, dass der Präsident Angst vor einem Attentat gehabt hätte, das die internationale Rechte gegen ihn verüben wollte. (Bildquelle: Fernando Lugo APC).


16. März 2009 | El Salvador: Linkskandidat Mauricio Funes als neuer Präsident gewählt | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Wie die Wahlbehörde bereits wenige Stunden nach Ende des Urnenganges vom 15. März mitteilte, hat der Kandidat der linksgerichteten FMLN, Mauricio Funes, die Präsidentschaftswahlen mit über 51 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden können. Wahlverlierer ist mit etwas mehr als 48 Prozent Rodrigo Ávila, der für die rechte ARENA ins Rennen gegangen war. Trotz hoher politischer Polarisierung verlief die Wahl relativ ruhig und wird von den mehr als 4.000 in- und ausländischen Wahlbeobachtern insgesamt als korrekt eingeschätzt.


06. März 2009 | Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise | Kategorie(n): Noticias, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Zentralamerika und Karibik: 23. Regierungstreffen im Zeichen der Finanzkrise (Bildquelle: University of Texas at Austin)Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IEB), die zentralamerikanischen Länder, Mexiko und die Dominikanische Republik haben sich gestern und heute in Nicaragua versammelt, um die Auswirkungen der Krise in der Weltwirtschaft auf die genannten Länder zu erörtern. Hintergrund des Treffens ist, dass sich in den letzten Monaten sowohl die Auslandsrücküberweisungen (remesas) als auch die Ausfuhren ihrer Waren verminderten. Der Präsident der IEB, Luis Alberto Moreno, sagte: „Die Krise darf uns nicht von unserer Verantwortung für die Zukunft abhalten. Es muss weiter die Bildung, die nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung gegen die Armut verbessert werden.“ Er sagte auch, dass die Erholung der Krise nur langsam wäre, weshalb sich das Wirtschaftswachstum für 2009 auf 0,5% verringere. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


20. Januar 2009 | El Salvador: FMLN gewinnt Parlamentswahlen | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

El Salvador wählte am Sonntag (18.01.2009) ein neues Parlament. Die rund 4,2 Millionen wahlberechtigten Bürger waren aufgerufen, neben den 84 Parlamentsabgeordneten auch Bürgermeister und Gemeinderäte in 262 Kommunen neu zu bestimmen. Bei der Wahl konkurrierten die linke Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) und die rechtsgerichtete ARENA-Partei (Nationalistische Republikanische Allianz), die das Parlament seit 1992 dominiert. Nach vorläufigen Ergebnissen erhielt die FMLN bisher 37 der 84 Parlamentssitze. Auf die ARENA-Partei entfielen bisher 33 Sitze. Zwar gewann die frühere Linksguerilla die Parlamentswahlen, verfehlte aber die angestrebte absolute Mehrheit von 43. Gleichzeitig verlor die FMLN nach zwölf Jahren das politisch bedeutendste Bürgermeisteramt in der Hauptstadt San Salvador mit 46 zu 50 Prozent der bisher ausgezählten Stimmen denkbar knapp an den Arena-Kandidat Norman Quijano. Zugewinne konnte sie hingegen bei den Gemeindevorständen verzeichnen, wo sie sich von zuvor 60 auf knapp 90 steigern konnte. Die jetztige Wahl gilt als Gradmesser für die Präsidentschaftswahlen am 15. März. Bislang liegt FMLN-Kandidat Mauricio Funes Umfragen zufolge deutlich vor Rodrigo Avila, ARENA-Kandidat und politischer Ziehsohn des scheidenden Präsidenten Antonio Saca. Insgesamt hielten sich mehr als 2000 internationale Beobachter in dem zentralamerikanischen Land auf, in dem vor 17 Jahren der Bürgerkrieg zu Ende gegangen war.


26. Dezember 2008 | EL Salvador: Truppenabzug aus dem Irak | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Nach Ablauf des UN-Mandats zieht mit El Salvador das letzte mittelamerikanische Land der US-Kriegskoalition seine Truppen aus dem Irak ab. Der Auftrag sei erfüllt, sagte Präsident Tony Saca. Zuletzt waren etwa 200 salvadorianische Soldaten im Irak stationiert. Sie waren vor allem mit Wiederaufbauarbeiten in den Städten Najaf, Diwanija, El Hilla und El Kut beschäftigt. El Salvador hat seit Beginn des Einsatzes 2003 fünf Soldaten verloren, mehr als 20 wurden im Irak verwundet. Am Montag (22.12.) hatte der Weltsicherheitsrat das Ende der UN-Mission im Irak offiziell anerkannt. Der Rat verzichtete wegen der verbesserten Sicherheitslage darauf, das Ende Dezember auslaufende Mandat für die multinationale Truppe erneut zu verlängern. Die rund 140.000 US-Soldaten bleiben aufgrund eines bilateralen Abkommens zwischen Bagdad und Washington weiter im Land. Nicaragua, Honduras und die Dominkanische Republik hatten sich zunächst ebenfalls an dem im März 2003 begonnenen Krieg beteiligt, ihre Truppen dann aber relativ rasch wieder abgezogen. Der Abzug des salvadorianischen Militärs soll im Januar / Februar 2009 vollzogen werden. Bis dahin ist der Verbleib durch das irakische Parlament gestattet.


11. Dezember 2008 | Honduras: Zentralamerika rückt zusammen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias Dominikanische Republik, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Honduras: Zentralamerika rückt zusammen (Bildquelle: University of Texas at Austin)Auf dem Gipfeltreffen des zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA) in der honduranischen Stadt San Pedro Sula haben die sieben zentralamerikanischen Staaten (Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama) und die Dominikanische Republik in Reaktion auf die Weltfinanzkrise die Einführung einer einheitlichen Währung beschlossen. Mit dem Ziel die regionale Identiät weiter zu fördern, sollen zudem alle zentralamerikanischen Bürger einen einheitlichen Pass erhalten. In den Bereichen Bildung, Sicherheit und Einwanderung hat man sich auf eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung geeinigt. Außerdem haben die teilnehmenden Präsidenten und Vize-Präsidenten einen 41 Punkte zählenden Wirtschaftsplan verabschiedet, der die Auswirkungen der Finanzkrise erfolgreich bekämpfen soll. Dieser Plan sieht unter anderem die Einführung eines regionalen Hilfsfonds für den Landwirtschafts-, Handels- und Dienstleistungssektor vor. Einen Zeitplan für die beschlossenen Maßnahmen gibt es bisher nicht. (Bildquelle: University of Texas at Austin)


30. Mai 2008 | Nicaragua: Tropensturm “Alma” | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Nicaragua: Tropensturm Alma, Bild: US Hurricane CenterKurz vor Beginn der offiziellen Hurrikansaision am 1. Juni gab es durch den Tropenstrum “Alma” in Nicaragua bereits zwei Tote sowie zahlreiche Verschollene. Nachdem sich der Wirbelsturm gestern überraschend schnell aus einem großen Tiefdruckgebiet über dem Pazifik zum Tropensturm aufgebaut hatte, gaben die Regierungen von Nicaragua, Honduras und El Salvador (siehe Bild) erste Hurrikanwarnungen aus. Zudem kam es in den nicht direkt betroffenen Staaten Panama und Costa Rica bereits zu Überschwemmungen. In der letzten Nacht ist “Alma” dann an der nicaraguanischen Pazifikküste auf Land getroffen. “Alma” erreichte in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 100 km/h, wurde jedoch nicht als Hurrikan eingestuft (mit mindestenstens 120 km/h). (Bild: US Hurricane Center)


29. Februar 2008 | Zentralamerika: EU will 2009 Assoziierungsabkommen abschließen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Costa Rica, Noticias El Salvador, Noticias Guatemala, Noticias Honduras, Noticias Nicaragua

Zentralamerika: Europäische Union (EU) will 2009 Assoziierungsabkommen abschließenDie EU geht davon aus, im kommenden Jahr die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit den zentralamerikanischen Staaten Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua abschließen zu können. Beide Seiten wollen erste Angebote über den Handel mit Gütern und Dienstleistungen am 17. März austauschen. Die dritte Verhandlungsrunde soll Mitte April in El Salvador stattfinden. Bis Ende des Jahres sind drei weitere Treffen geplant.


23. Februar 2008 | El Salvador – Machtmißbrauch und Willkür durch Polizei | Kategorie(n): Noticias, Noticias El Salvador

Im Jahr 2007 wurden dem Menschenrechtsbeautragten von El Salvador insgesamt 2779 Verstöße gemeldet. In 67% der Fälle war die Nationale Zivilpolizei (PNC) verwickelt. Trotz der Festnahme und Verurteilung einer Vielzahl von kriminellen Polizisten ist die Bevölkerung noch immer willkürlicher Gewalt, Entführungen und Morden ausgesetzt.


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