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Ecuador: Bergbau-Ministerium gegründet

23. Februar 2015 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Neues Bergbau-Ministerium gegründet - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie ecuadorianischen Regierung unter Rafael Correa hat ein neues Ministerium gegründet: Das Ministerio de Minería soll von nun an verantwortlich sein für die Förderung des Bergbaus im Land. Hier gibt es ein großes Potential, das bisher allerdings noch wenig genutzt wird. Der neue Erdbau-Minister heißt Javier Córdova und war früher Vize-Innenminister und Minister für Nicht-Erneuerbare Natürliche Ressourcen. Die Schaffung des Ministeriums geht aus den Bergbaugesetzen von September 2014 hervor, die die Rahmenbedingungen für die Extraktion von Bodenschätzen in Ecuador festlegen und den Investoren Sicherheit und Stabilität signalisieren sollen. Es gibt bereits einige größere Bergbauprojekte im Land, bei denen hauptsächlich Kupfer, Silber und Gold gefördert werden. Die fünf größten Mienen Ecuadors werden von der chinesischen Firma Junefield und den beiden kanadischen Unternehmen Lundin und INV Metals betrieben. Dabei sticht das Projekt „Fruta del Norte“ hervor, das von Lundin betrieben werden soll. Die Region im Süden des Landes soll einen der größten Goldvorräte der Welt bergen. Es ist zu erwarten, dass mit diesen Bemühungen für den Ausbau des Bergbausektors des Landes auch verstärkt soziale Fragen berührt werden. Kritiker, wie beispielsweise die Gegner des Projektes „Mirador“ im Süden des Landes, sehen Luftverschmutzung, Bedrohung der Biodiversität und entscheidende Einschnitte in der Lebensqualität als Folgen der Tagebauminen auf die Bewohner der Region zukommen. Zudem beanstanden verschiedene Politiker, dass das neue Ministerium nicht den Bedürfnissen des ecuadorianischen Arbeitsmarkts entspreche, da der Bergbau bisher lediglich 1% der Stellen im Land schaffe (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


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