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Noticias Ecuador

04. Mai 2017 | Ecuador: Anklage gegen Offizier wegen Rassenhasses | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

noticia_ecuador_esmil_Presidencia_de_la_República_del_Ecuador„In meiner Armee wird kein Schwarzer Offizier!“ Diese Aussage eines Ausbilders ist nur ein Beispiel für die Diskriminierung, die der junge Rekrut Michael Arce in der ecuadorianischen Armee zu erdulden hatte. Beschimpfungen, Erniedrigungen, körperliche Gewalt waren für ihn ab dem 2. Oktober 2011, seinem ersten Tag in den Streitkräften, an der Tagesordnung. Der Capitán Fernando E., der Hauptverantwortliche für die Attacken gegen Arce, ist jetzt in Ecuador zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, am 5. Juli soll die endgültige Entscheidung über das Urteil erfolgen. Der Fall ist in dem Andenstaat insofern bedeutsam, als hier zum ersten Mal eine Anklage wegen eines Hassverbrechens erfolgte. Dabei ist Rassismus auch in Ecuador alltäglich. Etwa acht Prozent der Bevölkerung haben afrokubanische Wurzeln. Ebenso wie die Indigenen sind Afroecuadorianer ärmer, schlechter ausgebildet und haben schlechtere Jobs. Michael Arce blieb nur knapp zwei Monate an der Escuela Superior Militar Eloy Alfaro (Esmil), dann verließ er die Streitkräfte. Eine Untersuchung, die nach einer Beschwerde im Dezember 2011 eingeleitet wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Diskriminierung bei der Kadettenausbildung an der Esmil systematisch stattfinde, nicht nur aufgrund der Hautfarbe, sondern auch aus homophoben und machistischen Gründen. Michael Arce hatte sich übrigens für die militärische Laufbahn entschieden, weil er der erste schwarze General Ecuadors werden wollte. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


23. März 2017 | Ecuador: Lenín Moreno ist aussichtsreichster Kandidat für das Präsidentenamt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

noticias_ecuador_lenin_moreno_Foto_Eduardo_Santillán_Presidencia_de_la_República_del_EcuadorEcuador befindet sich im Endspurt des Wahlkampfes für die Stichwahl um das Präsidentenamt am 2. April. Laut Meinungsumfragen ist Lenín Moreno von der regierenden Alianza País der aussichtsreichste Kandidat. Er käme demnach auf 52 Prozent der Wählerstimmen, auf seinen konservativen Gegner Guillermo Lasso (CREO-Suma) entfielen wohl nur 35 Prozent. Vor Vertretern der ausländischen Presse erläuterte der Kandidat der Alianza País gestern sein Regierungsprogramm und setzte sich dabei auch vom amtierenden Präsidenten Rafael Correa ab. Er betonte allerdings, dass seine Differenzen zu Correa vor allem im Regierungsstil lägen. Moreno setzt auf Dialog. Bereits als Vizepräsident war er dafür bekannt gewesen, dass seine Türe immer offen stand. „Mit mir kann man reden“, betonte er vor den Pressevertretern. Schwerpunkte für seine Regierungsarbeit setzt er im sozialen Bereich. Sein Ziel sei eine lebenslange Krankenversicherung für alle Ecuadorianer (Toda una vida). Darüber hinaus solle der Wohnungsbau gefördert werden. In Ecuador seien zwei Fünftel der Bevölkerung ohne Bleibe, weshalb der Bau von ca. 325.000 Wohnungen geplant sei. 121.000 davon sollen kostenlos für arme Familien zur Verfügung gestellt werden. Das Programm La casa para todos schaffe zudem 136.000 neue Arbeitsplätze. Moreno führte weiter aus, dass auch unter seiner Regierung die extraktivistische Politik fortgesetzt werde. Er kenne kein Land, das seine Bodenschätze nicht nutze, es werde künftig aber darauf geachtet, dass die „besseren internationalen Standards“ eingehalten werden (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador, Eduardo Santillán).


15. Dezember 2016 | Ecuador: Europäisches Parlament billigt Beitritt Ecuadors zum Handelsabkommen mit Kolumbien und Peru | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

noticia_ecuador_casinelli_Foto CarlosRodríguezMit einer Mehrheit von 544 Ja-Stimmen gegen 114 Ablehnungen und 44 Enthaltungen billigte das Europäische Parlament den Beitritt Ecuadors zum seit 2012 bestehenden Handelsabkommen der EU mit Kolumbien und Peru. Für Ecuador war die Zustimmung des EU-Parlaments besonders dringend, da das Land im Januar alle Zollerleichterungen mit der EU verliert. Das hätte große Handelsnachteile mit den Nachbarländern bewirkt, die Ecuadors Konkurrenten bei den gleichen Handelsprodukten sind. Ecuador liefert jährlich Waren im Wert von 2.602 Millionen Euro in die EU, ihre wichtigsten Partner sind Deutschland, Spanien, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien. Geliefert werden vor allem von Bananen, Garnelen, Thunfisch, Fischkonserven, Blumen, Kakao und Kaffee, während die EU vor allem auf einen besseren Absatz von Alkohol, Chemikalien, Medikamente, Autos und Lebensmitteln spekuliert. Allerdings sieht das Abkommen mögliche Beschränkungen für ecuadorianische Bananen vor, die EU-Bananenverordnung von 1993, die die eigenen Erzeuger schützen soll,  wurde bereits für Kolumbien und Peru nicht gelockert. Ecuador hatte ursprünglich ein eigenes Abkommen mit der EU angestrebt, in das eigene Standards (z.B. Souveränität, öffentliche Beschaffung) aufgenommen werden sollten. Mit diesem Ansinnen fand das Land in Europa kein Gehör. Der Druck durch das Auslaufen der Zollerleichterungen verfehlte seine Wirkung nicht, und so hatte Juan Carlos Cassinelli, Minister für Außenhandel, in der EU unermüdlich für eine Beschleunigung des Verfahrens für den Beitritt seines Landes zum bestehenden Handelsabkommen geworben, da es „einen Plan B“ nicht mehr gebe. (Bildquelle: Agencia de Noticias ANDES_/ Carlos Rodríguez)


27. August 2016 | Ecuador: Erste “Comic Con” findet in Guayaquil statt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Comiczeichner aus Guayaquil - Foto: Víctor Hugo AsencioIm ecuatorianischen Guayaquil findet vom 26.8. bis zum 28.8. zum ersten Mal die landeseigene Ausgabe des Comic-Festivals “Comic Con” statt. Im “Centro de Convenciones Simón Bolívar” werden professionelle Comiczeichner, Fans, Videospieler und Freunde von Videospielen, Zeichentrickserien und Cosplay erwartet. Als Programm sind Workshops, Konferenzen und Interviews mit internationalen Gästen angekündigt sowie ein Videospiel- und Cosplay-Wettbewerb. Der Comiczeichner aus Guayaquil, Iván Bernal, freut sich, dass das Treffen zum ersten Mal in seinem Land stattfindet, denn er geht davon aus, dass das Treffen viele kreative Talente in die Stadt bringen wird (Bildquelle: Agencia de Noticias ANDES_,Víctor Hugo Asencio).


28. Januar 2016 | Ecuador: IV. Treffen der Celac am 26. und 27. Januar 2016 in Quito | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Lateinamerika

Lateinamerika_Celac_Foto presidencia de la republica mexicanaDer derzeit in Brasilien grassierende Zika-Virus gehörte ebenso zu den Diskussionsthemen beim IV. Treffen der Celac (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) am 26./27.01.2016 in Quito wie der Friedensprozess in Kolumbien. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff mahnte eine schnelle Zusammenarbeit der Organisation im Kampf gegen das Zika-Virus an, das bald die gesamte Region betreffen dürfte. Sie vereinbarte eine Zusammenkunft zu diesem Thema im Rahmen des Mercosur am kommenden Dienstag in Montevideo. Das kolumbianische Staatsoberhaupt Santos erklärte, der Krieg in Kolumbien sei der einzige Konflikt der Welt, der im Dialog beendet wird. Der UNO-Sicherheitsrat werde jetzt die Beobachter, deren Mission von der Celac einmütig unterstützt wird, für die vereinbarte Waffenübergabe der FARC-Rebellen auswählen. Die Verhandlungen mit dem ELN bezeichnete Santos, ohne weitere Details zu nennen, als vertrauensvoll, und er zeigte sich zuversichtlich, dass auch hier schnelle Fortschritte zu verzeichnen sein werden. Der dominikanische Präsident Danilo Medina, der von seinem ecuadorianischen Amtskollegen die Präsidentschaft der Celac übernahm, verwies darauf, dass der Kampf gegen Armut und Ungleichheit weiterhin wesentliche Aufgaben in der Region sein werden: „Lateinamerika ist nach Asien die Region mit dem größten Wachstum der Mittelschicht, aber mit den afrikanischen Ländern südlich der Sahara die Region mit der größten Ungleichheit.“ (Bildquelle: Presidencia de la República Mexico)


09. Juli 2015 | Südamerika: Papst Franziskus on Tour | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias Paraguay

Südamerika: Papst Franziskus on Tour - Bild: Quetzal-Redaktion, gcPapst Franziskus begann am letzten Sonntag eine einwöchige Besuchsreise durch drei lateinamerikanische Länder. Am Sonntag landete er in Ecuador, Mitte dieser Woche wird er nach Bolivien fliegen und danach seine Reise mit einem Besuch in Paraguay beenden. Die Reise ist nicht nur deshalb von Bedeutung, weil Jorge Bergoglio das erste Mal spanischsprachige Länder besucht, seit er 2013 Papst wurde, sondern auch, weil die drei Zielländer derzeit eine angespannte politische Lage durchleben. Ebenso wie in Ecuador wird sich Franziskus auch in Bolivien und Paraguay mit den Präsidenten treffen sowie an sozialen Veranstaltungen teilnehmen. So wird er z.B. Gast beim Zweiten Welttreffen der Bevölkerungsbewegungen (Segundo Encuentro Mundial de Movimientos Populares) sein und dort auf Einladung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales einen Vortrag halten. In Ecuador führte der Besuch bereits im Vorfeld zu Spekulationen, einerseits über den Inhalt der Rede des Papstes, andererseits über eine mögliche Instrumentalisierung des charismatischen Kirchenführers durch die Regierung von Rafael Correa. In Paraguay fanden Demonstrationen statt, die die Regierung aufforderten, dem Papst die wirkliche Lage der Bevölkerung zu zeigen und nicht eine bloße Inszenierung. Obwohl der Heilige Vater sich in die politischen Angelegenheiten der besuchten Länder nicht einmischen soll, haben die zwei letzten päpstlichen Enzykliken einen zutiefst sozialpolitischen Inhalt. Während es in Evangelii gaudium (2013) um die Krise des gemeinschaftlichen Engagements und die Vergötterung des Geldes geht, spricht Laudatio si (2015) über die Umwelt und den Klimaschutz. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc)


31. März 2015 | Chile, Peru, Ecuador: Naturgewalten haben pazifischen Süden fest im Griff | Kategorie(n): Noticias, Noticias Chile, Noticias Ecuador, Noticias Peru

Chile: Folgen der Überschwemmungen März 2015 - Foto: Chris Walker GutiérrezNach tagelangen sintflutartigen Regenfällen zu Beginn der letzten Woche kam es im Norden Chiles, in mehreren Teilen Perus sowie in ganz Ecuador zu Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen. In allen drei Ländern wurden ganze Ortschaften von den Fluten und dem Schlamm zerstört oder von der Außenwelt abgeschnitten. Unzählige Straßen mussten gesperrt werden, und vielerorts fiel der Strom aus. Weiterhin gibt es in vielen Gebieten nicht genügend Trinkwasser, und zahlreiche Personen bleiben weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Das Ausmaß der Katastrophe ist vor allem auf die ungewöhnlich starken Regenfälle in den Höhenlagen der Anden zurückzuführen. Die daraus resultierenden Wassermassen flossen als Sturzflut in die tieferliegenden Gebiete und sorgten zusammen mit dem heftigen Regen in den betroffenen Ortschaften für Überflutungen. In Ecuador ist neben den Provinzen Cotopaxi, Pichincha, Santo Domingo, Esmeraldas und Los Ríos im Nordwesten vor allem die Region Loja im Süden des Landes betroffen. Dort verloren am vergangenen Freitag neun Menschen nach einem Erdrutsch ihr Leben. Insgesamt sind bisher mindestens 25 Menschen durch die heftigen Unwetter und Erdrutsche gestorben. Peru seinerseits leidet seit Anfang des Jahres unter heftigen Regenfällen, die bisher mindestens neun Menschen das Leben kosteten. Während es östlich der Hauptstadt in der Gemeinde Chosica zu einem Erdrutsch kam, verwandelten sich die Straßen Moqueguas in reißende Flüsse, die zahlreiche Häuser überfluteten. Bisher sind in Peru mindestens 2.000 Häuser von den Folgen dieses extremen Wetters betroffen. In einer der trockensten Gegenden der Welt, der Atacama-Region im Norden Chiles, fiel innerhalb weniger Tage so viel Regen wie seit 80 Jahren nicht mehr. In den Regionen Atacama, Antofagasta und Coquimbo kam es zu Sturzfluten und heftigen Überschwemmungen. Dem Katastrophenamt ONEMI zufolge sind in Chile bisher 17 Menschen gestorben. 20 Personen werden weiterhin vermisst. In einigen Gebieten wurde der Notstand ausgerufen; in der Atacama-Region verhängte die Regierung sogar eine nächtliche Ausgangssperre, um Plünderungen zu vermeiden. Insgesamt sind ca. 26.000 Menschen von der Katastrophe betroffen, von denen knapp 6.000 in Notunterkünften untergebracht worden sind. Gut 100 Häuser sind komplett zerstört, mehr als 570 haben größere Schäden zu beklagen. Nach fünf Tagen ohne Nahrung und Wasser gelang es der Polizei 13 Minenarbeiter aus einer Mine in Tierra Amarilla zu befreien. Es wird noch Monate dauern bis die Schäden in den drei Andenstaaten weitestgehend behoben werden können. Insbesondere auch die Landwirtschaft wurde stark getroffen und dürfte einen Millionenschaden davontragen. Doch nicht nur der Norden Chiles ist zurzeit den Naturgewalten ausgesetzt. Seit Monaten wüten Waldbrände in der Hauptstadtregion sowie in den Regionen Valparaíso, Maule, Los Lagos, Bio-Bio und Araucanía, von welchen die letzten zwei am meisten betroffen sind. Nach Angaben der Fortbehörde CONAF hat die Feuerwehr 44 Brandherde, die ein Gebiet von ca. 15.500 ha Wald betreffen, noch immer nicht unter Kontrolle. Insgesamt hat die chilenische Behörde für den Zeitraum ab 2014 4.449 Waldbrände gezählt, die eine Fläche von mehr als 100.000 ha Wald vernichtet haben. Neben der langen Dürreperiode dieses Jahr wurden die Brände vor allem durch unachtsames Verhalten von einzelnen Personen verursacht, etwa durch das Wegwerfen einer Zigarette. Knapp 30% der Brände wurden jedoch vorsätzlich entfacht. Neben der Forstbehörde und der Feuerwehr wurde auch das Militär zum Löschen der Brände abgestellt. Das im Februar dieses Jahres ebenfalls von heftigen Waldbränden heimgesuchte Argentinien (in der Region Chubut auf einer Fläche von circa 40.000 Hektar) sandte zur Unterstützung weitere Helikopter, um die Brände in unzugänglichen Gebieten unter Kontrolle zu bringen (Bildquelle: Chris Walker Gutiérrez).


23. März 2015 | Ecuador: Die Gemeinde Chibuleo erste Hüterin der Kichwa-Sprache | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Die Gemeinde Chibuleo erste Hüterin der Kichwa-Sprache - Foto: Quetzal-Redaktion, amMit der Eröffnung der ersten Bildungseinheit des Jahrtausends (Unidad Educativa del Milenio) in Chibuleo setzt Ecuador seinen Plan „Hüterinnen der Sprache“ (Guardianas de la Lengua) in die Tat um. Die Gemeinde Chibuleo, in der Provinz Tungurahua im Herzen Ecuadors gelegen, wurde gestern offiziell als Hüterin der Kichwa-Sprache ernannt. Dieses erste von geplanten 14 Zentren hat sich neben der Konservierung und Förderung der Ureinwohnersprache auch der Bewahrung des altertümlichen Wissens und der Gebräuche verschrieben. 12 bilinguale Lehrer und 4 Kichwa-Meister unterrichten in der Schule. Insgesamt sind 806 Schüler eingeschrieben. Neben dem Unterricht in beiden Sprachen gibt es eine bilinguale Bibliothek mit 1500 Texten und Zugang zum Internet. Bis 2017 sollen weitere 13 Zentren als Hüterinnen der Sprache errichtet werden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, am).


23. Februar 2015 | Ecuador: Bergbau-Ministerium gegründet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Neues Bergbau-Ministerium gegründet - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie ecuadorianischen Regierung unter Rafael Correa hat ein neues Ministerium gegründet: Das Ministerio de Minería soll von nun an verantwortlich sein für die Förderung des Bergbaus im Land. Hier gibt es ein großes Potential, das bisher allerdings noch wenig genutzt wird. Der neue Erdbau-Minister heißt Javier Córdova und war früher Vize-Innenminister und Minister für Nicht-Erneuerbare Natürliche Ressourcen. Die Schaffung des Ministeriums geht aus den Bergbaugesetzen von September 2014 hervor, die die Rahmenbedingungen für die Extraktion von Bodenschätzen in Ecuador festlegen und den Investoren Sicherheit und Stabilität signalisieren sollen. Es gibt bereits einige größere Bergbauprojekte im Land, bei denen hauptsächlich Kupfer, Silber und Gold gefördert werden. Die fünf größten Mienen Ecuadors werden von der chinesischen Firma Junefield und den beiden kanadischen Unternehmen Lundin und INV Metals betrieben. Dabei sticht das Projekt „Fruta del Norte“ hervor, das von Lundin betrieben werden soll. Die Region im Süden des Landes soll einen der größten Goldvorräte der Welt bergen. Es ist zu erwarten, dass mit diesen Bemühungen für den Ausbau des Bergbausektors des Landes auch verstärkt soziale Fragen berührt werden. Kritiker, wie beispielsweise die Gegner des Projektes „Mirador“ im Süden des Landes, sehen Luftverschmutzung, Bedrohung der Biodiversität und entscheidende Einschnitte in der Lebensqualität als Folgen der Tagebauminen auf die Bewohner der Region zukommen. Zudem beanstanden verschiedene Politiker, dass das neue Ministerium nicht den Bedürfnissen des ecuadorianischen Arbeitsmarkts entspreche, da der Bergbau bisher lediglich 1% der Stellen im Land schaffe (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


09. Februar 2015 | Ecuador: Metro in Quito vor dem Baubeginn | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Öffentlicher Nahverkehr in Quito - Foto: Quetzal-Redaktion, sscWie überall in Lateinamerika scheint auch Ecuador zu erkennen, dass sein öffentlicher Nahverkehr nicht mehr Schritt hält mit der Entwicklung der Städte. Vor allem Quito plagt sich mit einem ineffizienten, lauten und schmutzigen Bussystem herum. Die ökologische Trolleybus-Linie hält dagegen mit 250.000 Passagieren pro Tag kaum noch dem Ansturm stand, da sie nur auf 120.000 Passagiere pro Tag ausgelegt war. Deshalb soll nun eine Metro Abhilfe schaffen. Mit geplanten Investitionen von knapp zwei (ursprünglich 1,5) Milliarden US-Dollar ist vorgesehen, einen 22 Kilometer langen Tunnel zwischen den Endpunkten Quitumbe und El Labrador voranzutreiben. Am 03.02.2015 hat bereits Präsident Rafael Correa dem Bürgermeister Quitos, Mauricio Rodas, Garantien gegeben und eine Gegenfinanzierung durch die Zentralregierung in Höhe von 750 Millionen US-Dollar zugesagt. Heute wurde eine Machbarkeitsstudie publiziert, die die positiven Auswirkungen des Projekts auf die lokale Wirtschaft betont. Demnach würden 5000 neue Jobs im Baugewerbe geschaffen und 10.000 Stellen indirekt profitieren. Auch auf die einheimische Stahl-, Sand- und Zementindustrie wird sich die erhöhte Nachfrage nach den benötigten Materialien positiv auswirken, wenngleich die Bauleitung bei der brasilianischen Odebrecht-Acciona liegt (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


08. August 2014 | Peru, Ecuador: Inti Raymi – Wiederbelebt und gelebt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Inti Raymi - Foto: Quetzal-Redaktion, amDas hat es schon in vielen Regionen der Welt gegeben: Alte, im Alltag nicht mehr existente Traditionen werden wieder praktiziert. Mitunter ist es dann aber nach einiger Zeit wieder eingeschlafen, und man weiß, die kulturelle Basis ist nicht mehr vorhanden. Mit dem Sonnenfest, in der Quechuasprache Inti Raymi genannt, ist das anders. Als vor 60 Jahren indigene Künstler, Schauspieler und Funktionäre diese Feierlichkeiten in Peru wieder belebten, haben sie sicherlich gehofft, das sich das Fest im Kulturraum des alten Inka-Reiches wieder etabliert. Voraussehen konnten sie dies sicher nicht. Inti Raymi ist wieder eine feste Größe im Kalender, in der Zeit der Sonnenwende im Juni geworden. Dank der Beschreibungen der Chronisten, die glücklicherweise die Zeiten seit dem letzten Fest 1535 in Cuzco überstanden haben, hatte man eine Gestaltungsgrundlage. Sieht man die heutige Resonanz, dann kann man nicht anders, als den Wiederbegründern und ihren Nachfolgern ganze Arbeit zu attestieren und zum Erfolg zu gratulieren. Sicher sollten die Feierlichkeiten in der Inkazeit auch den Herrschaftsanspruch dieser Theokratie untermauern. Ihr Ursprung liegt aber in der bäuerlichen Kultur des Andenraumes. Die Terassenlandwirtschaft im Hochgebirge war und ist extrem von der Sonne abhängig. Auch heute finden sich z. B. in Ecuador Kartoffelfelder bis in Höhen an die 4000 m. Ereignisse, die dort die Sonneneinstrahlung stark verringern, führen durch Temperaturabfälle umgehend zum Absterben der Pflanzen. Und damit zur Zerstörung der Nahrungsgrundlage. Inti Raymi zeigt dem Menschen seine Abhängigkeit von seiner natürlichen Umwelt, seine Verletzlichkeit. Das ist ein Teil der Basis dieses Festes und nicht unwesentlich für seine erfolgreiche Renaissance (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, am).


03. April 2014 | Ecuador: Neue Einwanderungsbestimmungen für kubanische Staatsbürger | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kuba

Ecuador: Neue Einwanderungsbestimmungen für kubanische Staatsbürger - Foto: Aidutxi18Das ecuadorianische Außenministerium gab bekannt, dass ab dem 01. April 2014 die Erfordernis einer eidesstattlichen Verpflichtungserklärung für die Einreise kubanischer Bürger/innen nach Ecuador entfällt. Zuvor musste sich der/die Einladende in einem notariell beglaubigten Einladungsschreiben verpflichten, die Kosten für den Lebensunterhalt sowie die medizinische Versorgung des kubanischen Gastes zu übernehmen. Die Verpflichtungserklärung wurde im Januar 2013  eingeführt, um Migrationsströme effektiv verwalten und steuern zu können. Im Jahr 2008 wurden nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik und Volkszählung (INEC) 10.955 Kubaner in Ecuador aufgenommen. Im darauf folgenden Jahr stieg die Zahl der kubanischen Emigranten auf 27.065 Kubaner an. Im Jahr 2012 wurden schließlich 18.058 Exil-Kubaner registriert. Von der Aufhebung der Einreisebeschränkung profitieren nach Einschätzung der ecuadorianischen Regierung beide Länder. In verschiedenen Branchen wie Gesundheit, Bildung oder Technik können kubanische Fachleute einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung Ecuadors leisten. So gab Fernando Cordero, der Präsident des Verwaltungsrates des ecuadorianischen Instituts für Soziale Sicherheit (IESS), am vergangenen Freitag die Einreise von mehr als 200 kubanischen medizinischen Fachkräften nach Ecuador in den kommenden zwei Monaten bekannt (Bildquelle: Aidutxi18).


01. Dezember 2013 | Ecuador : Justiz klagt Indigene des Völkermords an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Indigene, Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie ecuadorianische Justiz hat in dieser Woche sechs Männer aus dem indigenen Volk der Waorani verhaftet und in ein Gefängnis weit entfernt von ihrem Territorium gebracht. Hintergrund ist ein Massaker, das Waorani als Vergeltung für den Tod zweier Stammesmitglieder unter Tagaeri-Taromenani, einem kleinen isoliert lebenden Volk, verübten und dem mindestens 20 Menschen zum Opfer fielen. Die Anführer der Waorani zeigen sich überrascht über die Polizeiaktion, die die indigene Autonomie verletze. Die Männer, die jetzt des Genozids angeklagt sind, seien bereits verurteilt worden, nach indigenem Recht. Auch indigene und Menschenrechtsorganisationen sind geschockt über die Entwicklung. Der Konflikt zwischen den beiden (miteinander verwandten) Gruppen währt schon lange. Die Ursache dafür ist jedoch weniger in den „primitiven Sitten“ der Indigenen zu suchen, wie die Presse im Land immer wieder kolportiert, sondern vielmehr in der wachsenden wirtschaftlichen Nutzung des Amazonasurwaldes. Waldrodungen und Erdölförderung zwingen die Tagaeri-Taromenani zur Jagd auf das Gebiet der Waorani auszuweichen, was immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen führt. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)


24. Oktober 2013 | Ecuador: Frauen im Amazonas kämpfen für den Erhalt ihrer Heimat | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Erdölressourcen im Amazonas - Yasuni ITT - Grafik: El UniversoAnfang dieses Monats hat sich die Nationalversammlung von Ecuador mit einer Mehrheit von 108 zu 25 Stimmen für die Ölförderung im Yasuní-Nationalpark ausgesprochen. Staatschef Rafael Correa begründet sein Vorgehen mit dem Scheitern der ITT-Initiative. Ecuador hatte 2007 angeboten, auf die Ausbeutung der Erdölquellen Ishpingo, Tambococha und Tiputini (ITT) zu verzichten, wenn die internationale Gemeinschaft im Gegenzug für einen Teil der entgangenen Gewinne aufkommen würde. Die in einen UNO-Treuhandfonds entrichteten Kompensationszahlungen der Industrienationen betragen bislang jedoch nur zehn Millionen Euro und entsprechen damit weniger als einem Prozent der zu erwartenden Ausgleichszahlung von 14 Milliarden Euro. Damit tritt der Fall ein, der bereits 2010 als ständige Option offen gehalten wurde: die Förderung der zirka 850 Millionen Barrel Erdöl in einem der Hotspots der Biodiversität. Nach Bekanntwerden des Beschlusses begann ein Komitee von 100 Frauen der vier Nationalitäten: Shiwiar, Waorani, Quechua und Saparas am 12.10.2013 einen Fußmarsch von der Stadt Puyo aus Richtung Quito. Das Datum wurde bewusst gewählt, denn es markiert den Tag des indigenen Widerstands gegen den Kolonialismus. Am 16.10.2013 trafen die Demonstranten des ecuadorianischen Amazonasgebiets in der Hauptstadt ein. Zusammen mit Umweltschützern protestieren die Indigenen gegen die Ausbeutung der Erdölreserven im Yasuní-Nationalpark und machen auf die damit verbundenen schwerwiegenden Auswirkungen auf das Ökosystem aufmerksam. Correas Äußerung, mit dem Gewinn aus der Erdölförderung die Armut im Amazonasgebiet zu bekämpfen, stößt bei den indigenen Demonstranten auf Ablehnung. Der Begriff der Armut müsste nach ihrer Auffassung diskutiert werden, und dürfe nicht einfach auf materielle Dinge reduziert werden. Alicia Cauiya, Vertreterin der Waorani, erklärte zudem, dass die bereits bestehenden sieben Ölfirmen in ihrer Gemeinde keine Verbesserungen für die Einheimischen, sondern mehr Armut und zusätzliche Umweltverschmutzungen gebracht hätten (Bildquelle: El Universo. Nutzungsrechte liegen der Redaktion vor).


17. Mai 2013 | Ecuador: Pegasus sendet erste Bilder aus dem All | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Pegasus sendet erste Bilder aus dem All - Foto: Presidencia de la República del Ecuador Er trat seine Reise bereits am 26. April an, heute sendete er seine ersten Bilder: NEE-01 Pegaso, 10x10x75 cm groß und ganze 1,2 kg schwer. Der Nanosattelit vom Typ 1U CubeSat ist der erste Satellit aus Ecuador, der in den Orbit geschickt wurde. Gebaut und (in China) ins All geschickt wurde der Winzling von der EXA (Agencia Espacial Civil Ecuatoriana), der zivilen Weltraumorganisation des Landes. Die EXA ist eine NGO, die sich der Erforschung des Weltraums und der Planeten verschrieben hat, ihr operativer Direktor ist Ronnie Nader Bello, Ecuadors erster Raumfahrer. So klein der Weltraumkubus auch ist, er hat einige innovative Technik an Bord und seine Solarpanels gehören mit nur 1,5 mm Stärke zu den dünnsten, die jemals bei Satelliten eingesetzt wurden. NEE-01 Pegaso hat zwei wesentliche Aufgaben: Er soll Informationen für den Bau komplexerer Satelliten liefern und mit seinen Bildern ecuadorianischen Schulkindern ein besseres Verständnis vom Weltraum vermitteln. Und so ganz nebenbei wird er potentiell gefährlichen erdnahen Weltraummüll aufspüren (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


18. Februar 2013 | Ecuador: Klare Wiederwahl für Rafael Correa | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Präsident Rafael Correa nach seiner Wiederwahl 2013 - Foto: Presidencia de la República del EcuadorBei den Präsidentschaftswahlen in Ecuador hat sich Amtsinhaber Rafael Correa klar gegen seine Kontrahenten durchgesetzt. Laut Angaben des Nationalen Wahlrats (Consejo Nacional Electoral, CNE) entfielen auf ihn 56,7 Prozent der Stimmen. Guillermo Lasso von den Konservativen erhielt demnach 23,3 Prozent. Der populistische Ex-Präsident Lucio Gutiérrez erzielte lediglich 6,6 Prozent. Der reichste Mann Ecuadors, der Bananenmagnat Álvaro Naboa, der bereits drei Mal in der Stichwahl unterlag, blieb diesmal weit abgeschlagen bei 3,7 Prozent der Stimmen. Erstaunlich schwach war auch das Abschneiden des links-ökologischen Kandidaten Alberto Acosta, der maßgeblich an der Ausarbeitung der neuen Verfassung beteiligt war und in Deutschland vor allem für seine Initiative zum Erhalt des Yasuni-Nationalparks bekannt ist. Er konnte nur 3,2 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Auch wenn diese Resultate noch vorläufigen Charakter haben, da sie auf Nachwahlbefragungen basieren, gibt es wenig Zweifel daran, dass Correa bereits in der ersten Wahlrunde die 50-Prozent-Marke übersprungen hat und damit als Präsident bestätigt wurde. Er kündigte an, sich in seiner zweiten Amtszeit zuvorderst für eine demokratischere Presse einzusetzen (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


29. Oktober 2012 | Ecuador: Guinness-Rekord im Plastikflaschensammeln | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Lateinamerika: Recycling von Plastikflaschen - Foto: Matt HintsaDas Guinness-Buch der Rekorde ist bekanntlich ein Sammelsurium aller denkbaren und undenkbaren Spitzenleistungen der Menschheit. Ecuador hat sich nun einen Eintrag der besonderen Art gesichert; innerhalb von 15 Tagen wurden im Land 1.559.002 Plastikflaschen gesammelt und zum Recycling gegeben. Das Gesamtgewicht von 39.627 Kilogramm überstieg den vorherigen Rekordeintrag um mehr als 30 Tonnen. Diese lobenswerte Aktion von Schülern, Studierenden und Professoren aus 118 Bildungseinrichtungen in Quito war Teil des Internationalen Umweltgipfels für Kinder und Jugendliche (Cumbre Internacional de Medio Ambiente para Niños y Adolescentes, CIMA Kids). Vom Wert der recycelten Flaschen in Höhe von 31.000 US-Dollar werden 25.000 US-Dollar der Initiative Yasuni-ITT gespendet, die restlichen 6000 US-Dollar kommen den Sammlern zugute (Bildquelle: Matt Hintsa_).


20. August 2012 | Bolivien, Ecuador: Urteil des CIDH stärkt die Rechte der Indigenen auf vorherige Konsultation | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador

Bolivien: Marsch der Indigenen - Foto: Public Domain, plataformasdelsur.orgIn einem Interview mit der bolivianischen Zeitung Erbol sagte gestern der Führer des ecuadorischen Volkes der Sarayaku, Melva Gualinga, dass die bolivianische Regierung die Indigenen des Landes in einem fairen Verfahren anhören solle. Hintergrund ist die Weigerung von Evo Morales, sich mit den Delegierten des IX. Marsches der Indigenen aus dem Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro Sécure (TIPNIS) zu treffen, um den Bau einer umstrittenen Schnellstraße durch das Naturreservat zu erörtern. Der Konflikt dauert schon über ein Jahr. Die Regierung versucht offenbar, die Befragung zu verschleppen, die Führer zu kooptieren und die Bewegung zu spalten. Gualinga betonte in diesem Kontext, dass es mit dem Urteil des Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH) zugunsten seines Volkes der Sarayaku nunmehr einen Präzendenzfall für die Rechte der Indigenen auf eine vorherige Konsultation gibt. Am 12. August 2012 hatte der CIDH die ecuadorianische Regierung verantwortlich gemacht, Rechte der Indigenen verletzt zu haben, indem sie 1996 einen Konzessionsvertrag mit der argentinischen Ölfirma Companía General de Combustibles (CGC) abschloss, ohne vorher die Bewohner von Sarayaku zu konsultieren. Nach einem langwierigen Prozess muss Ecuador nun Entschädigungszahlungen von 1,4 Millionen US-Dollar für materielle und immaterielle Schäden sowie für die Kosten des Rechtsstreits an das indigene Volk leisten (Bildrechte: Public Domain, plataformasdelsur.org).


14. Mai 2012 | Ecuador: Quito Eterno – 10 Jahre auf Pfaden mit Geschichte(n) | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Die Altstadt von Quito - Foto: Quetzal-Redaktion_amEs gibt noch Städte auf der Welt, in denen mit dem Weltkulturerbe gearbeitet wird und nicht dagegen. Quito ist so ein Beispiel; hier ist die historische Altstadt seit 1978 mit diesem UNESCO-Prädikat ausgezeichnet. In diesem historischen Zentrum ist nun seit 10 Jahren die Non-Profit-Organisation Quito Eterno aktiv, die mit künstlerischen und pädagogischen Mitteln das Interesse an der ecuadorianischen Kultur und den Gemeinschaftssinn und die Identitätsfindung der Bevölkerung fördern will. Auf ihrer Internetseite  kann man sich gut über die Aktivitäten informieren. Eines der Aushängeschilder sind die Rutas de Leyenda, bei denen vorrangig Schülern die Geschichte verschiedener Örtlichkeiten Quitos nahegebracht wird. Diese Führungen werden durch theatral geschulte Menschen durchgeführt, die eine historische Persönlichkeit darstellen. Bisher haben an den morgens stattfindenden Veranstaltungen bereits über 100.000 Schüler teilgenommen. Aber es gibt auch nächtliche Varianten für Erwachsene, und es werden auch ausländische Gruppen unterstützt.Quito Eterno kooperiert mit der Stadtverwaltung und vielen Institutionen in der Altstadt, mit Historikern und Wissenschaftlern. Dies ist die Grundlage für weitere Programme, wie z. B. die Noches Patrimonales (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, am).


23. Februar 2012 | Ecuador: IAKMR beantragt die Aussetzung des Urteils gegen die Zeitung „El Universo“ | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Interamerikanische Kommission für Menschenrechte beantragt die Aussetzung des Urteil gegen die Zeitung „El Universo“ - Foto:Presidencia de la República del EcuadorDie Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IAKMR) hat am Dienstag das Ersuchen der Zeitung “El Universo” angenommen, die von der ecuadorianischen Regierung gegen das Medium erlassene einstweilige Verfügung auszusetzen. Der Präsident Correa verklagte die Zeitung im März des vergangenes Jahres wegen eines erschienenes Leitartikels, in dem er als „Diktator“ bezeichnet wurde und man ihm Menschenrechtsverletzungen vorwarf.  Nach dem Urteil des nationalen Gerichtshofs gegen die Herausgeber und einen ehemaligen Redakteur dieser Zeitung, das im Februar dieses Jahres bestätigt wurde, sollte „El Universo“ eine Geldstrafe von 40 Millionen US-Dollar (zirka 30 Millionen Euro) zahlen. Zudem wurden die Herausgeber der Zeitung, die Brüder Carlos, César und Nicolás Pérez sowie der Redakteur Emilio Palacio, zu drei Jahren Haft verurteilt (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


22. Dezember 2011 | Kolumbien, Ecuador: Präsident Santos zu Besuch in Ecuador | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Kolumbien, Ecuador: Präsident Santos zu Besuch in Ecuador - Foto: Presidencia de la República del EcuadorIn Quito trafen sich am 19. Dezember 2011 erstmals wieder nach 2008 Vertreter der benachtbarten Länder Ecuador und Kolumbien. Das Treffen zwischen Präsident Rafael Correa und Manuel Santos diente vor allem der Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen. Im Fokus der verschiedenen Abkommen stand die Verbesserung der Flugreisen zwischen beiden Ländern. Die entsprechenden Flugrouten gelten künftig als nationale Flugrouten. Neben dem Treffen zwischen beiden Präsidenten trafen sich auch Fachminister, um über die zukünftige Zusammenarbeit zu beraten. Auslöser für den Abbruch der Beziehungen zwischen den beiden Ländern war im Jahr 2008 die Bombardierung eines Lagers der FARC-Guerilla in Ecuador durch die kolumbianische Armee. Nachdem Santos sein Amt antrat, folgten seit Mitte 2010 erste Annäherungen. Die neu geschlossenen Abkommen sollen nicht nur den Menschen beider Länder zugute kommen, sondern auch den ehemaligen Konflikt endgültig beilegen. Mit seinen Amtsantritt erreichte Santos nicht nur die diplomatische Aussöhnung mit Venezuelas Präsident, sondern auch die Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen mit Ecuador (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


06. Oktober 2011 | Ecuador: Streit zwischen Regierung und indigenen Organisationen wegen Konsultation zum Bergbau | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Streit zwischen Regierung und indigenen Organisationen wegen Konsultation zum Bergbau - Foto: Presidencia de la República del EcuadorDie vorherige Konsultation (Consulta Previa) der indigenen Völker zu Investitionsprojekten im Bergbau eröffnet erneut den Konflikt zwischen der Regierung und den indigenen Organisationen. Am 2. Oktober führten zwei Kommunen der Provinz Azuay eine vorherige Konsultation über Bergbauprojekte durch, wobei mehr als 90% der Bevölkerung mit Nein gestimmt hat. Trotzdem erkannte die ecuadorianische Regierung diesen Prozess nicht an. Vielmehr betrachte sie ihn sogar als verfassungswidrig. Sie argumentiert,  dass laut der ecuadorianischen Verfassung nur die Regierung für die vorherige Konsultation zuständig ist. Auf der anderen Seite erklären Personen, die den Prozess der indigenen Mitsprache unterstützen, dass die Konsultation legal und konstitutionell ist. Gemäß Verfassung und Bergbaugesetz müssen die potenziell betroffene Bevölkerung oder die Kommunen vom Staat befragt werden, bevor die Regierung ein Bergbauprojekt genehmigt. Aber erneut setzt sich der Staat darüber (ebenso wie über die ILO-Konvention 169) hinweg. Scheinbar sind wirtschaftliche Aspekte wichtiger als die Belange der indigenen Bevölkerung (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


11. August 2011 | Ecuador: Präsident Correa verschärft die Konfrontation mit der Presse | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Präsident Correa verschärft die Konfrontation mit der Presse - Foto: Presidencia de la República del EcuadorDie Beziehungen zwischen dem Präsidenten Rafel Correa und der Presse in Ecuador haben sich in dieser Woche weiter verschärft. Correa hat am Mittwoch in seinem Jahresbericht vor der Nationalversammlung erneut die ecuadorianische Presse kritisiert. Er sagte, dass es notwendig wäre, eine Debatte über die Rolle der Presse zu beginnen, denn manche Medien würden oft auch Mißbrauch treiben. Damit thematisiert er einmal mehr die Einhaltung des Pressekodex, d.h. zum Beispiel die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit. Auf der anderen Seite haben die fünf wichtigsten ecuadorianische Zeitungen (El Comercio, El Universo, Expreso, Hoy und La Hora) am Mittwoch auf ihrer ersten Seite eine Anzeige „Por la libre expresión“ (für die Pressefreiheit) veröffentlicht. Damit bezogen sie sich auf das Urteil vom 20. Juli gegen die Zeitung El Universo. Correa hatte zuvor eine Klage gegen diese Zeitung wegen eines Artikels, der sich auf die Ereignisse des Putsches im September 2010 bezog, eingereicht. Laut dem Artikel war es der ecuadorianische Präsident, der damals den Angriff auf das Krankenhaus in der Haupstadt Quito angeordnet hätte. Diese Ansicht teilte jedoch das Gericht nicht, denn Pressefreiheit impliziert immer auch die Einhaltung der publizistischen Grundsätze. Die Mitglieder der Direktion und ein früherer Verfasser von Leitartikeln der Zeitung El Universo wurden zu jeweils drei Jahren Haft sowie zu einer Entschädigungszahlung für den Präsidenten in Höhe von zirka 21 Millionen Euro verurteilt (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


17. Februar 2011 | Ecuador, USA: Nach Urteil Milliardenstrafe für Ölkonzern Chevron | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Regenwald Ölproduktion (Foto: Rainforest Action Network /Caroline Bennett)Ein Gericht in Ecuador hat den amerikanischen Ölkonzern Chevron zu einer Rekordstrafe von bis zu neun Milliarden US-Dollar verurteilt. Es macht Chevron verantwortlich für die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Folgen eines von Texaco geleiteten Konsortiums zur Ölförderung in der Provinz Sucumbíos. Das Unternehmen Texaco, das 2001 von der Chevron Corporation übernommen wurde, förderte von 1964 bis 1990 Öl in der Region um Nueva Loja. Bis heute leiden Umwelt und Bevölkerung unter den Folgen des Abbaus. Ölrückstände aus defekten Pipelines und offenen Ölbassins vergiften Boden und Grundwasser, zerstören die Umwelt und machen die Bewohner krank. Zahlreiche Studien belegen die Zunahme von Krebserkrankungen, Fehlgeburten und Allergien unter der nahezu ausschließlich indigenen Bevölkerung. Das Urteil vom 14. Februar markiert das Ende eines langjährigen Rechtsstreits zwischen Chevron und den etwa 30.000 Klägern. Ob und wann die Entscheidung rechtskräftig wird, ist allerdings ungewiss. Während die Anklage die Höhe der Strafe für nicht ausreichend hält, spricht der Ölkonzern von einem  „unzulässigen und nicht durchsetzbaren Urteil“. Beide Parteien haben Berufung eingelegt. (Bildquelle: Rainforest Action Network, Caroline Bennett)


29. November 2010 | Ecuador: Indigene erhoffen sich mehr Repräsentativität vom Zensus 2010 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Indigene erhoffen sich mehr Repräsentativität vom Zensus 2010. Quelle: INECKnapp zehn Jahre (2001) nach dem letzten Zensus wird vom Instituto Nacional de Estadística y Censos (INEC) momentan (28.11.-5.12.2010) eine neue Bevölkerungszählung sowie die Erhebung von sozioökonomischen Daten in Ecuador (Censo de Población y Vivienda) durchgeführt. Insbesondere die indigenen Völker wie auch die Afroecuadorianer erhoffen sich davon genauere und repräsentativere Statistiken als vom letzten Zensus, nach welchem die indigene Bevölkerung in Ecuador gerade einmal mit 6,8 Prozent angegeben wurde. Die jetzige Zählung wurde mit hohem finanziellen und medialen Aufwand vorbereitet. Ebenso hat man – auch aufgrund von Kampagnen indigener Organisationen wie CONAIE –  die statistischen Erhebungen in ihren Fragen mehr an die Lebenswirklichkeiten des Landes angepaßt. So wird in dem sechs Seiten langen und mit 71 Fragen versehenen Bogen erstmals nach der Sprache der Interviewten sowie beider Elternteile gefragt. Hinzu kommt die Frage nach der Autoidentifikation aufgrund von Kultur und Gebräuchen, wobei die Einteilung in Indigene, Afroecuadorianer oder afrikanischer Abstammung, Schwarze, Mulatten, Montubio, Mestizen, Weiße und andere erfolgt. Wer sich als indigen identifiziert, hat außerdem die Möglichkeit, sich als Angehöriger eines indigenen Volkes (insges. 18) oder einer Nation (insges. 14) zurechnen zu lassen (u.a. Quechua, Achuar, Awa, Cofan, Chachi, Epera, Huaorani, Secoya, Shuar, Siona, Tsátchila, Shiwiar, Zápara und Andoa). Die Partizipation indigener Organisationen in der Vorbereitungs- und Durchführungsphase ist ein Novum, da dem Zensus – vor allem bei der Landbevölkerung – der Makel der kolonialen Vergangenheit (zu Zwecken der Besteuerung) anhaftet. In diese Richtung zielten auch die Kritiker, welche die Ankündigung und Information über den Zensus auf dem Land als nicht ausreichend einschätzten. (Grafik: INEC)


01. Oktober 2010 | Ecuador: Ausnahmezustand aufgrund massiver Proteste seitens Teilen der Polizei und der Armee | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Präsident Rafael Correa 2009 - Foto: Presidencia de la República del EcuadorDie Regierung Correa und das derzeitige politische System Ecuadors scheinen vor einer neuen Zerreißprobe zu stehen. Mehrere Fraktionen aus Polizei und Militär protestierten am Donnerstag, dem 30.09.2010, gegen Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst. Dieses Gesetz bzw. Dekret sieht eine Streichung von zahlreichen Zulagen, wie beispielsweise die Streichung der Dienstalterszulage, und die Kürzung der Löhne bei Polizei und Militär vor. Zunächst besetzten und blockierten zahlreiche Soldaten nach Inkrafttreten des Dekrets den internationalen Flughafen Mariscal Sucre in Quito. Danach sollen etwa 4000 uniformierte Polizisten das Kongressgebäude in Quito gestürmt und blockiert haben. Präsident Rafael Correa, der einem Tränengasangriff zum Opfer gefallen und im Krankenhaus behandelt worden sein soll, rief umgehend den Ausnahmezustand für eine Woche aus und verurteilte die Proteste als „Putschversuch“. Es wird weiterhin vermutet, dass es neben den Protesten auch zu zahlreichen Plünderungen von Banken und Geschäften in Quito selbst und anderen Städten Ecuadors kam. Die OAS [Organisation amerikanischer Staaten] kündigte an, sich in einem außerordentlichen Treffen mit der Lage in Ecuador zu befassen.  Die Proteste kommen zu einer Zeit innenpolitischer Fragilität, da Correa gerade im Begriff ist, das Parlament aufzulösen, um neue Handlungsalternativen zu gewinnen. Correa war zuvor den Widerständen zahlreicher Abgeordneter gegen jene Gesetze dadurch begegnet, dass er diese per präsidiales Dekret erließ. Wie immer in Fällen eines Militäreinsatzes im Inneren bildet nun die Armee das Zünglein an der Waage. Es bleibt nämlich offen, ob sie nun ihre – aufgrund des Ausnahmezustandes – hinzugewonnne Machtfülle für eine innenpolitische Stabilisierung und somit zur Unterstützung Correas, oder aber für eine politische “Neuorientierung” einsetzen wird. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


18. August 2010 | Ecuador: Neuverhandlung der Gewinnverteilung bei Erdölfirmen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Neuverhandlung der Gewinnverteilung bei Erdölfirmen, Minister Wilson Pástor - Foto: Miguel Romero, Presidencia de la República del EcuadorDas Ministerium für nicht-erneubare Ressourcen wird ab nächster Woche neue Verhandlungen der Erdölverträge mit den im Land arbeitenden Firmen beginnen. Der Minister, Wilson Pástor, weist darauf hin, dass die Neureglung über die Gewinnverteilung individuell mit jeder Firma erfolgt, weil jede von ihnen andere Charakteristiken besitzt. Es geht insgesamt um 33 Verträge, die in 13 Neuverhandlungen unterteilt sind. Die Verhandlungen werden zwei Phasen haben: In der ersten Phase kommt es zur Festlegung der allgemeinen Vertragsbestimmungen, wobei im Vorfeld einige Klauseln bemerkenswert erscheinen. So müssen Firmen die Verfahren der Schiedsgerichtsordnung des UNCITRAL (Kommission für internationales Handelsrecht der Vereinten Nationen) und Chile als subsidiären Sitz von Den Haag akzeptieren. Außerdem führt die Nichtbegleichung von Verbindlichkeiten aus ökologischen Vergehen zukünftig zum Verfall der Verträge. Darüber hinaus sind die Firmen aufgefordert, Geld in einen Fonds zu zahlen, der für mögliche Umweltschäden aufgrund ihrer Erdöltätigkeiten einspringt. Ein weiterer Punkt, der nicht verhandelbar ist, bezieht sich auf die Höhe der Erdölrente, d.h. auf den Unterschied zwischen Produktions- und Verkaufspreis des Erdöls, von der die Regierung künftig nicht mehr 65 Prozent, sondern 85 Prozent beansprucht. Die zweite Phase betrifft schließlich die Verhandlungen zur Rentabilität, wobei drei Aspekte berücksichtigt werden: Kosten und Produktionskosten, Amortisierung und ein angemessener Gewinn. Entsprechend gibt es zwei Profittypen: einen für bestehende Produktionsfelder, die eine Rentabilität zwischen 15 Prozent und 18 Prozent haben können, und einen anderen für neue Produktionsfelder mit einer Rentabilität von 18 Prozent bis 22 Prozent. Die letzte Frist für die Neuverhandlung der Erdölverträge für die großen Firmen läuft bis zum 23. November diesen Jahres, für die kleinen Verträge dagegen bis zum 23. Januar 2011 (Bildquelle: Miguel Romero, Presidencia de la República del Ecuador).


21. Juli 2010 | Ecuador: Zuckerschmuggel versüßt Gewinne | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Zuckerschmuggel versüßt Gewinne - Foto: Rufino UribeDer Mangel an Zucker in den Märkten von Guayaquil ist in den letzten Wochen ein Problem geworden. Die Ursache liegt nach Ansicht der Behörden darin, dass dieses Produkt illegal nach Kolumbien und Peru transportiert wird. In diesen Ländern beträgt der Preis für Zucker ungefähr 51 US-Dollar pro Sack (50 kg), im Gegensatz zum offiziellen Preis von 32 US-Dollar in Ecuador. Nach einer Sitzung mit den Polizeibehörden und den Zuckerproduzenten erklärte zudem der Agrarminister, Ramón Espinel, dass es ursächlich keinen Mangel an Zucker im Land gäbe, sondern lediglich die Spekulation und der illegale Handel zu der Verknappung führten. Die Zuckerproduzenten sicherten ihrerseits zu, dass das Spekulationsproblem in den nächsten Tagen beendet werde, denn in dieser Woche fangen die wichtigsten Zuckerindustrien des Landes, wie Valdez, San Carlos und Ecudos, an, ihre Zuckerproduktion zu erhöhen. Derzeit liegt die Produktionskapazität bei etwa 32.000 Tonnen täglich. Miguel Pérez, Präsident des Staatlichen Verbandes der Zuckerproduzenten (Federación Nacional de AzucarerosFenazucar), weist darauf hin, dass die Produktion möglicherweise sogar verdoppelt wird: „Wir wollen das Doppelte produzieren, was das Land monatlich braucht.“ Er schätzt, dass monatlich zwischen 25.000 und 30.000 Sack illegal außer Landes gehen. Die Zuckerschmuggler versüßen also ihre Gewinne um etwa 500.000 bis 600.000 US-Dollar pro Monat. Die Regierung hat bekannt gegeben, dass sie die Kontrolle über den Zuckerschmuggel sowohl auf den Landstraßen im Landesinneren als auch an der Grenze verstärken werde (Bildquelle: Rufino Uribe).


23. Juni 2010 | Ecuador, Kolumbien: Correa beabsichtigt die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit dem Nachbarland | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Ecuador, Kolumbien: Correa beabsichtigt die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit dem Nachbarland - Foto: Miguel Romero, Presidencia de la República del EcuadorDer Präsident von Ecuador Rafael Correa hat dem neuen Präsidenten von Kolumbien Juan Manuel Santos zu dessen Wahl gratuliert und drückte seine Bereitschaft aus, weiter an der Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten zu arbeiten. Präsident Correa bestätigte gestern in einem Gespräch beim ecuadorianischen Radiosender Caravana in Guayaquil, dass die ecuadorianische Regierung den Willen habe, die diplomatischen  Beziehungen mit der kolumbianischen Regierung wiederherzustellen. Die diplomatischen Beziehungen mit Kolumbien wurden im März 2008 abgebrochen, nachdem die kolumbianische Armee die ecuadorianische Zone Angostura bombardierte. Correa wies zudem darauf hin, dass unter diesen Umständen die Vergangenheit nicht vergessen werden darf, wenn man eine gemeinsame Zukunft errichten will. Juan Manuel Santos war Verteidigungsminister in Kolumbien und zeichnete für die Bombardierung verantwortlich. Deswegen wurde gegen ihn ein Prozess in Ecuador eröffnet. Correa betonte in diesem Zusammenhang, dass durch die Wahl von Santos zum neuen Präsidenten die Situation nun sehr schwierig ist, denn die ecuadorianische Regierung kann nichts machen, weil es sich um eine Einmischung in der judikative Gewalt handeln würde: „Hier sind wir in einem Rechtsstaat, und die Justiz ist unabhängig“, sagte er (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


04. Juni 2010 | Ecuador: Sehr starke seismische Aktivitäten des Vulkans Tungurahua | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Sehr starke seismische Aktivitäten des Vulkans Tungurahua - Foto: Quetzal-Redaktion, sscNach dem letzten Bericht von gestern bezeichnet das ecuadorianische geophysikalische Institut (Escuela Politécnica Nacional – Instituto Geofísico) die seismische Aktivität des Vulkans Tungurahua im Zentrum Ecuadors als „sehr hoch und mit einer steigenden Tendenz“. Die vulkanische Asche ging zwar bisher nur in geringer Menge auf Städte wie Penipe, Choglontús, El Manzano, Quero, Pillate, San Juan, Cotaló und Bilbao hernieder. Aber die starken Explosionen setzen sich fort und sind bis in die Städte Ambato und Riobamba zu hören. Bisher wurden 2.500 Personen evakuiert. Der Tungurahua ist ein 5.016 Meter hoher aktiver Schichtvulkan, der südöstlich von Ambato am Ostabhang der Anden Ecuadors liegt und das Amazonasbecken überragt. Er gehört zum Nationalpark Sangay. Der Vulkan Tungurahua hatte seine letzte Aktivität im Jahr 2008. Die stärksten Eruptionen der letzten Jahre gab es allerdings im Jahr 1999. Damals mussten 22.000 Personen aus der an seinem Fuße gelegenen Stadt Baños evakuiert werden (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


12. Mai 2010 | Ecuador: Indigene protestieren gegen Gesetzentwurf zur Wassernutzung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Ecuador: Indigene protestieren gegen Gesetzentwurf zur Wassernutzung - Foto: Presidencia de la República del EcuadorIn Ecuador löste der Gesetzentwurf über Wasserressourcen, zur Benutzung und Verwertung von Wasser (Ley Orgánica de Recursos Hídricos, Uso y Aprovechamiento del Agua) massive Proteste von verschiedenen indigenen Organisationen aus. Sie lehnen zum einen die Körperschaft für Wasser, Autoridad Única del Agua (AUA), als solche ab, zum anderen aber auch die Modalitäten, wie diese ernannt und geleitet werden soll. Laut Entwurf obliegt die Leitung nämlich einem nationalen Sekretariat, das der Präsident ernennt. Die indigenen Organisationen fordern jedoch mehr Mitsprache bei Entscheidungen bezüglich der Wasserpolitik und weisen darauf hin, dass dieses Gesetz zu einer Privatisierung der Ressource führe. Am morgigen Donnerstag soll gemäß Tagesordnung der Plenarsitzung dieser Entwurf in der Nationalversammlung abgestimmt werden. Inzwischen hat der Präsident der Nationalversammlung, Fernando Cordero Cueva, einen Vorantrag (moción previa) eingereicht. Diesen Vorschlag begründet Cordero mit Art. 57 Nr. 17 der ecuadorianische Verfassung, der die kollektiven Rechte der Kommunen und indigenen Völker anerkennt und ihnen gewährleistet, dass sie vor einer Gesetzesmaßnahme, die ihre Rechte berühren könnte, befragt werden. Eine solche rechtliche Möglichkeit besteht erst seit kurzem. Hintergrund ist die Entscheidung des Verfassungsgerichts zu einer Beschwerde wegen Verfassungswidrigkeit des Bergbaugesetzes im April 2010. Außerhalb des Parlaments regt sich starker Widerstand gegen das Gesetzesvorhaben. Heute wurden z.B. die Straßen in der Provinz Bolívar und an der Grenze zwischen den Provinzen Pichincha und Imbabura gesperrt (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


19. April 2010 | Ecuador: Streit um neue Ölverträge und Drohung mit Enteignung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador

Erdpumpe - Foto: Maurice Chédel/Public DomainNicht nur in Venezuela und Guatemala wird derzeit heftig um die Förderung von Erdöl gestritten und über die damit verbundenen wirtschaftlichen und ökologischen Folgen debattiert. Auch in Ecuador bestimmt die Ölförderung weite Teile des politischen und wirtschaftlichen Diskurses. Der Streit um den Nationalpark Yasuní und das ITT-Projekt ist ein Thema. Einen anderen Aspekt stellt die Rolle des Erdöls auf die Staatseinnahmen dar. Denn der zur Verfügung stehende Etat wird sehr stark durch die Rohölpreise an den internationalen Märkten bestimmt. Das erlangt dahingehend Bedeutung, dass 60 Prozent der ecuadorianischen Exporte Ölausfuhren sind. Momentan hat Ecuador in diesem russischen Roulette Glück. Wurden im geplanten Haushalt 65 US-Dollar pro Barrel kalkuliert, spülte der im ersten Quartal 2010 durchschnittlich fünf US-Dollar höhere Ölpreis dem Land Extraeinnahmen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar in die Kassen. Wegen der unsicheren Entwicklung der Ölpreise und angesichts einer fallenden Ölproduktion sucht Ecuador aber neue Einnahmequellen – im Ölsektor. Seit vier Monaten verhandelt Ecuador mit den im Land ansässigen ausländischen Ölkonzernen (v.a. die spanische Repsol, die italienische Eni, die brasilianische Petrobras und ein chinesisches Konsortium) über neue Verträge, da die derzeitigen Kontrakte nur Übergangscharakter haben. Die Unternehmen sollen fortan als Dienstleister fungieren. Außerdem wird eine Neuverteilung der Gewinne angestrebt. Bislang zeichnen sich jedoch keine Ergebnisse ab. Aus diesem Grunde drohte am Wochenende Präsident Rafael Correa, die Förderanlagen zu enteignen, wenn es nicht zu einer baldigen Unterzeichnung der Verträge komme. Er kündigte an, schnellstmöglich einen diesbezüglichen Gesetzesvorschlag ins Parlament einzubringen (Bildquelle: Public Domain, Maurice Chédel).


22. Februar 2010 | Lateinamerika: Beginn des 21. Treffens der Rio-Gruppe in Cancún | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Ecuador, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

Eröffnung des 21. Treffens der Grupo de Rio in Cancún - Foto: José Almeida/Presidencia de EcuadorHeute beginnt im mexikanischen Cancún das 21. Treffen der Rio-Gruppe (Grupo de Río). Hauptthemen sind der Wiederaufbau Haitis, die Rückkehr von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die Gründung eines regionalen Blocks lateinamerikanischer und karibischer Staaten ohne die USA. Dieses dritte Anliegen wird vor allem vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales vorangetrieben. Argentinien sucht auf dem Treffen in erster Linie Unterstützung bei den lateinamerikanischen Staaten in der Auseinandersetzung um die geplante Erkundung von Rohöllagerstätten vor den Falklandinseln (Malvinas) durch Großbritannien. Brasilien, das noch immer nicht die neue Regierung in Honduras anerkennt, möchte sich für eine Wiederaufnahme des zentralamerikanischen Landes in die OAS aussprechen, sobald Maßnahmen der Versöhnung durch Präsident Porfirio Lobo getroffen werden. Ecuador plant dagegen die Gründung einer lateinamerikanischen Organization zur Eindämmung von Geldwäsche und Bekämpfung der Finanzströme des Terrorismus (Grupo de Acción Financiera, Gafi). Die Rio-Gruppe wurde 1986 gegründet. Ihr gehören 22 Staaten und die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) an. Obwohl sie kein Sekretariat besitzt und in ihrer institutionellen Ausrichtung lediglich auf dem jährlichen Treffen der Regierungschefs beruht, sehen einige Politiker die Rio-Gruppe als Alternative zur OAS, weil die Konsultationen ohne die Vorherrschaft der USA erfolgen (Bildquelle: José Almeida/Presidencia de la República del Ecuador).


04. November 2009 | Kolumbien, Ecuador: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Ecuador: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen geplant, der Außenminister von Ecuador Fander Falconí - Foto: Presidencia de la República del EcuadorDie Regierungen von Ecuador und Kolumbien wollen ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen. Nach einer Tagung der „Comisión de Consideraciones Sensibles“ im ecuadorianischen Cotacachi, die unter Schirmherrschaft von José Miguel Insulza, Generalsekretär der OAS, stattfand, formulierten gestern die Außenminister Fander Falconí (Ecuador) und Jaime Bermúdez (Kolumbien) die nächsten Schritte für den Annäherungsprozess: die Festlegung von Mechanismen für die binationale Grenzkommission (Combifron), die Benennung von Verhandlungsführern bis spätestens 15. November und die Fortführung des Dialogs der „Comisión de Consideraciones Sensibles“. Ecuador hatte die Beziehungen zu Kolumbien im März 2008 nach einem Angriff der kolumbianischen Armee auf ein geheimes Lager der FARC auf ecuadorianischem Boden abgebrochen. Ein erstes Treffen der Combifron fand nach 19 Monaten Pause am 19. Oktober in Ibarra (Ecuador) statt. Im Vorfeld dieses Treffens hatte der ecuadorianische Staatssekretär für Verteidigung, Jorge Peña Cobeña, eine neue Qualität in der künftigen Arbeit von Combifron gefordert, gekennzeichnet durch mehr „Vertrauen, Offenheit, Transparenz“. Die Kommission, die sich um Fragen der Grenzsicherheit kümmert, wird von den Verteidigungsministern beider Länder geleitet. Beide Minister nahmen an dem Treffen in Cotacachi teil und kündigten eine weitere Zusammenkunft in Kolumbien an; ein Datum nannten sie noch nicht (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


19. Oktober 2009 | ALBA: Mitgliedstaaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Venezuela

ALBA-Staaten ratifizieren Gründungsvertrag des Sucre - Logo: Public DomainDie Staats- und Regierungschefs der ALBA-Mitgliedstaaten haben gestern in Cochambamba auf dem 7. ALBA-Gipfeltreffen den Vertrag zur Gründung der virtuellen Währung Sucre (Sistema Único de Compensación Regional de Pagos) ratifiziert. Die neue regionale Verrechnungswährung soll für Kuba, Dominica, Antigua y Barbuda, San Vicente y las Granadinas, Honduras, Nicaragua, Venezuela, Ecuador und Bolivien mehr Unabhängigkeit vom Dollar im intranationalen Handel ermöglichen. Zwar sind die Details für die Funktionsweise des Sucre noch weitgehend ungeklärt. Aber es steht bereits fest, dass die neue ALBA-Währung (als Verrechnungseinheit) ab nächstem Jahr schrittweise eingeführt werden soll. Dafür müssen die Mitgliedstaaten zunächst Konten in ihren jeweils nationalen Währungen bei der ALBA-Bank in Caracas hinterlegen. Das langfristige Ziel ist die Schaffung einer Einheitswährung ähnlich dem Euro. Kurzfristig planen die ALBA-Mitgliedstaaten auch Brasilien und Argentinien für das Projekt gewinnen zu können, zumal diese untereinander ein eigenes Verrechnungssystem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) bereits eingeführt haben (Bildquelle: Public Domain).


16. Oktober 2009 | Lateinamerika: Qualifikanten für die Fußball-WM 2010 stehen fest | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Costa Rica, Noticias Ecuador, Noticias El Salvador, Noticias Honduras, Noticias Lateinamerika, Noticias Mexiko, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Lateinamerika: Qualifikanten für die Fußball-WM 2010 stehen fest - Foto: Nicolás Lope de BarriosNach dem 18. und letzten Spieltag der südamerikanischen Qualifikationsgruppe für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stehen die qualifizierten Teams fest. Brasilien sicherte sich mit 34 Punkten als erstplatzierte Mannschaft das Ticket vor Chile (33 Pkt.), Paraguay (33 Pkt.) und Argentinien (28 Pkt.). Uruguay wurde mit 24 Punkten Fünfter und muss nun in einem Entscheidungsspiel gegen Costa Rica, das viertplatzierte Team der Nord-, Mittelamerika- und Karibikgruppe (CONCACAF), spielen. Knapp hinter Bolivien landete Peru auf dem letzten Platz der Qualifikationsgruppe. Während Brasilien, Chile und Paraguay schon am vorletzten Spieltag als WM-Teilnehmer feststanden, lösten die Argentinier die Fahrkarte erst am letzten Spieltag im “Bruderduell” mit einem Auswärtssieg in Uruguay. Einen Sieg von Uruguay und von Ecuador gegen Chile vorausgesetzt, hätten sich die Argentinier die WM zu Hause vor dem Fernseher anschauen müssen. Ecuador wiederum hätte sich, bei einem Sieg über Chile, statt Uruguay für das Relegationsspiel gegen die “Ticos” qualifiziert. Ein große Überraschung gab es auch in der CONCACAF-Gruppe, wo sich Honduras hinter den USA und Mexiko nach 27 Jahren wieder für die WM qualifizierte. Wie Argentinien lösten die Honduraner das Ticket mit einem 1:0 Auswärtssieg in El Salvador, bei gleichzeitiger Hilfe durch die USA, die zu Hause 2:2 gegen Costa Rica spielten. Honduras, das wie Costa Rica auf 16 Punkte kommt, weist den Ticos gegenüber eine leicht bessere Tordifferenz auf. De facto-Präsident Micheletti nutzte diesen Erfolg gleich aus, indem er den darauffolgenden Tag (Donnerstag) umgehend zum Feiertag erklärte, was aber sicher auch ein amtierender Präsident Zelaya getan hätte (Bildquelle: Nicolás Lope de Barrios).


20. September 2009 | Ecuador: Militärbasis Manta wieder unter staatlicher Kontrolle | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Ecuador_Aussenminister_Falconi_Manta_PresidenciaEcuador.jpgDie Militärbasis von Manta, welche eine ganze Dekade lang unter amerikanischer Kontrolle lag und nach Angaben der USA für die Bekämpfung des Drogenhandels in der Region genutzt wurde, ist nun (18.09.2009) offiziell unter ecuadorianischer Gewalt. Präsident Rafael Correa weigerte sich, eine Verlängerung des Vertrages mit den USA zu unterzeichnen. Gemäß seinen Worten, würde er eher auf die eigene Hand verzichten, als einer Vertragsverlängerung zuzustimmen. Aufgrund dessen waren die USA gezwungen, mögliche Ersatzorte für Manta zu suchen. Da auch Panama die Stationierung von US-Truppen ablehnte, war die Verlagerung der amerikanischen Militärkräfte nach Kolumbien eine mögliche Alternative. Der herzliche Empfang der Truppen durch den kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe wurde in Lateinamerika jedoch stark kritisiert. Laut Fander Falconí, Ecuadors Außenminister, steht die Zurückeroberung von Manta für den Sieg der nationalen Souveränität und des Friedens in der Region. Die Regierung plant jetzt die Basis als Trainingzentrum für Piloten zu nutzen, mit dem Ziel, diese für die Bekämpfung des Drogenhandels und die Überwachung der Grenze auszubilden. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


10. August 2009 | Lateinamerika: Ecuador übernimmt die Präsidentschaft im UNASUR | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien

Lateinamerika: Ecuador übernimmt die Präsidentschaft im UNASURDer ecuadorianische Präsident Rafael Correa übernimmt heute die Präsidentschaft in der Unión de Naciones Suramericanas (UNASUR, Union der Südamerikanischen Staaten). Das Paradoxe daran: Es war Correa, der im Oktober letzten Jahres die Gründung der UNASUR am 23.05.2008 als einen “strategischen Fehler” bezeichnet hatte, weil sämtliche Entscheidungen nur im Konsens getroffen werden können. Seit dem Angriff Kolumbiens auf ein Lager der FARC, das sich auf ecuadorianischem Territorium befand, liegen seit März 2009 die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten auf Eis; ein Konsens innerhalb der UNASUR ist damit in noch weitere Ferne gerückt. Der kolumbianische Vizepräsident, Francisco Santos, sprach in der vergangenen Woche sogar schon davon, dass die Übernahme der Präsidentschaft im UNASUR durch Ecuador das Ende der Organisation bedeuten könnte. Die UNASUR, dessen Vorsitz zuletzt Chile innehatte, kann bisher als Erfolge die Intervention in die interne Krise von Bolivien im September 2008 und die Gründung von drei Räten, nämlich einen Energie-, einen Gesundheits- und einen Gemeinsamen Verteidigungsrat, aufweisen (Bildquelle: Public Domain).


24. Juni 2009 | Ecuador: Beitritt zur ALBA ratifiziert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Lateinamerika

Ecuador: Beitritt zur ALBA ratifiziertDer ecuadorianische Präsident Rafael Correa hat heute den Beitritt Ecuadors zur ALBA (Alternativa Bolivariana para los países de Nuestra América) ratifiziert. Die Ratifizierung wurde auf einer ALBA Sitzung in Venezuela durch die Mitgliedsstaaten Venezuela, Kuba, Nicaragua, Honduras, Bolivien und Dominica angenommen. Zeitgleich mit Ecuador sind auch St. Vicent sowie Trinidad und Tobago der ALBA beigetreten. Correa sagte, dass diese Eingliederung die anderen integrativen Prozesse, die derzeit in Kraft sind, nicht berührt. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


23. Mai 2009 | Venezuela, Ecuador: Chávez und Correa vertiefen Zusammenarbeit | Kategorie(n): Noticias, Noticias Ecuador, Noticias Venezuela

Venezuela, Ecuador: Chávez und Correa vertiefen Zusammenarbeit (Foto: Presidencia de la República del Ecuador)Auf einer Pressekonferenz, die aus Anlaß des Besuchs des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez bei seinem ekuadorianischen Amtskollegen Rafael Correa letzten Sonnabend in Quito stattfand, bekräftigten beide Präsidenten ihre Absicht, die Revolution in ihren Ländern zu radikalisieren und auf dieser Basis enger zusammenarbeiten zu wollen. Chávez schlug weiterhin die Schaffung einer Kommission für Menschenrechte, soziale Bewegungen und Medien bei der UNASUR vor. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage, wozu die 1948 gegründete OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) nütze sei. Ferner kritisierten beide Präsidenten das Verhalten bestimmter Medien, die unfähig zur Selbstkritik seien und zur Korruption neigten. Diese sollten deshalb der Kontrolle internationaler Körperschaften unterliegen, wozu auch die oben genannte Kommission dienen könne. (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador)


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