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Noticias Lateinamerika

01. Juni 2009 | Brasilien: Flugzeugunglück auf der Strecke Rio de Janeiro – Paris | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Flugzeugunglück auf der Strecke Rio de Janeiro - Paris (Foto: Agencia Brasil) In der Nacht von Sonntag auf Montag verschwand ein Flugzeug der Fluglinie Air France zwischen Rio de Janeiro und Paris von den internationalen Radarschirmen. Die französischen und brasilianischen Behörden sprachen bereits von einem Flugunglück, da die Maschine drei Stunden nach ihrem Abflug in Rio automatische Notmeldungen gesendet hat. Nach Aussagen von Air France hat das Flugzeug Probleme mit der Eletronik gehabt, was Spekulationen hervorruft, dass die Maschine durch einen Blitz getroffen worden war. Die genaue Ursache des Unfalls ist jedoch noch nicht bekannt. An Bord des Air France Flug 447 befanden sich 228 Menschen. Bis jetzt wurden noch keine Spuren des Flugzeugs im Atlantischen Ozean gefunden, Armeeeinheiten von beiden Ländern sind aber weiter im Einsatz. Die Flugstrecke gehört zu den am meisten genutzten Verbindungen zwischen Rio und Europa. (Bild: Agencia Brasil)


20. Mai 2009 | Brasilien: Petrodiplomatie | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien, China: Petrodiplomatie - Hu Jintao und Luiz Inácio Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)In Gegenwart der Präsidenten Chinas und Brasiliens, Hu Jintao und Luiz Inácio Lula da Silva wurden in Peking eine Reihe von Abkommen zur Zusammenarbeit in der Erdölindustrie unterzeichnet. Zu den Vereinbarungen gehört die Vergabe eines Kredites von 10 Millionen Dollar (7,3 Millionen €) von Seiten der Chinesischen Entwicklungsbank an Petrobras für die nächsten zehn Jahre. Das staatliche brasilianische Erdölunternehmen verpflichtet sich im Gegenzug, Öl an China zu liefern. Geplant ist die Lieferung von 150.000 Barrel Öl täglich im Jahr 2009 und jeweils 200.000 täglich in den nächsten neun Jahren. Die Vereinbarungen sichern einerseits für Petrobras die nötigen finanziellen Mittel zur Steigerung der Erdölförderung und hilft andererseits China, zweitgrößter Verbraucher an Öl in der Welt, seinen Konsum für die Zukunft besser abzusichern. Der brasilianische Außenminister Celso Amorin teilte mit, die Zentralbanken der beiden Länder prüften die Möglichkeit des Einsatzes der Landeswährungen, Real und Yuan, für den bilateralen Handel – anstelle des Dollars als Leitwährung. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


15. Mai 2009 | Brasilien: Lula kämpft für Aufklärung über Verbrechen während der Militärdiktatur | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Der brasilianische Präsident, Luis Inázio Lula da Silva, kündigte diesen Mittwoch einen Gesetzentwurf an, der vorsieht, dass die staatlichen Institutionen Brasiliens in Zukunft keine Menschenrechtsverbrechen mehr verschleiern dürfen, die von ihren Mitarbeitern oder auf Befehl ihrer Mitarbeiter begangen wurden. Lula, der noch bis 2010 im Amt ist, versucht seine Legislaturperiode unter anderem dazu zu nutzen, den Kenntnisstand über immer noch ungeklärte Menschenrechtsverbrechen, die während der Militärdiktatur von 1964-1985 begangen wurden, zu verbessern. So hat der brasilianische Präsident dem Kongress auch bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt, durch den die Zeit der Verschlusshaltung streng geheimer Archive von 30 Jahre auf 25 Jahre verkürzt werden soll. Viele Verbrechen sind nach wie vor ungeklärt. Das brasilianische Militär weigert sich bis heute, geheime Dokumente aus der Zeit der Diktatur zugänglich zu machen. Als Erklärung wird angegeben, dass alle Schriftstücke zerstört worden wären.


08. Mai 2009 | Brasilien: Sintflutartiges Hochwasser in Dürreregion des Nordostens | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Sintflutartiges Hochwasser in Dürreregion des Nordostens (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Ausgerechnet die oftmals von Dürre geplagten Bundesstaaten im Nordosten von Brasilien werden derzeit von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Die sich daraufhin ergebenen Überschwemmungen haben in Maranhão, Piauí, Ceará und Bahía sowie den beiden der Região Norte zuordneten Bundesstaaten Pará und Amazonas bisher 29 Tote gefordert. Mehr als 700.000 Menschen sind von dem Hochwasser betroffen. In einigen Städten wie in Teresina im Staat Piauí erreichten die Wasserstände zwölf Meter über dem Normalwert. Meteorologen geben allerdings keine Entwarnung. Die intensiven Regenfälle halten mindestens zwei weitere Wochen lang an. Die brasilianische Regierung hat deshalb für die Region den Notstand ausgerufen. Paradoxerweise wurde die gleiche Maßnahme für 150 Distrikte im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden des Landes getroffen – wegen extremer Trockenheit. Der Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sprach daher davon, dass die Klimafrage intensiver angegangen werden muss. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


22. April 2009 | Brasilien: Erneuter Korruptionsskandal im Parlament | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Erneuter Korruptionsskandal im Parlament (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Ein allzu großzügiger Umgang mit öffentlichen Geldern wird jetzt offensichtlich brasilianischen Politikern zum Verhängnis. Das Parlament des Landes hat zur Zeit mit einem veritablen Korruptionsskandal zu kämpfen. Zahlreiche Abgeordnete, sowohl aus dem Regierungslager als auch aus der Opposition, hatten sich und Familienangehörigen Reisen auf Staatskosten finanziert. Das brasilianische Gesetz erlaubt den Abgeordneten eine bestimmte Zahl von Reisen ins Ausland, vorausgesetzt diese dienen der parlamentarischen Arbeit. Diese gesetzliche Regelung ist von nicht wenigen Abgeordneten offensichtlich missbraucht worden, um gemeinsame Reisen auch mit Geliebten, Freunden, Schwiegermüttern und -töchtern zu finanzieren. Die bevorzugten Reiseziele seien dabei New York und Paris gewesen. Die Reaktion der Beschuldigten ist sehr unterschiedlich: Während die einen ihren Fehler einsehen, weisen andere die Vorwürfe tränenreich zurück bzw. weisen darauf hin, dass auch Präsident Lula bei seinen Auslandsreisen von Familienangehörigen begleitet werde und einige seiner Kinder zudem Maschinen der Luftstreitkräfte nutzten, um in den Urlaub zu fliegen. Vermutlich betrachten nicht wenige Abgeordnete die private Nutzung staatlicher Gelder als ihr gutes Recht. Inzwischen gibt es auch Zivilklagen gegen einzelne Abgeordnete, um diese für die Verschwendung öffentlicher Gelder zur Verantwortung zu ziehen. So beklagt der Krankenpfleger Ivan Rocha, dass einerseits wichtige medizinische Geräte fehlten, andererseits die Abgeordneten das Geld quasi aus dem Fenster werfen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


01. April 2009 | Brasilien: Unangenehme Situation zwischen Lula und al-Bashir | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Venezuela

Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Der brasilianische Präsident Lula da Silva verließ das offizielle Mittagessen des Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (31.03.), als er bemerkte, dass sein Platz neben dem sudanesischen Präsident Omar al-Bashir sein würde. Gegen al-Bashir wurde durch den Internationale Strafgerichtshof (ICC) wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen 2003 in Darfur (Westsudan) Haftbefehl erlassen, den al-Bashir allerdings nicht ernst nahm und sich danach auf Afrikareise begab. Lula entschuldigte sich und verlies den Saal für den Rest der Mahlzeit. Die südamerikanischen Meinungen bezüglich al-Bashir sind jedoch verschieden. So lud der venezolanische Präsident Chávez Bashir ein, sein Land zu besuchen, und sagte, dass der ehemalige US-amerikanische Präsident Bush auch des Völkermords schuldig sei, aber nicht von der internationalen Gemeinschaft verurteilt wurde. Chávez unterstütze damit die Liga der arabischen Länder. Die chilenische Präsidentin Bachelet distanzierte sich, wie Lula, von dieser Haltung. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


24. März 2009 | Brasilien: 16 Euro im Monat für die Kultur | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: 16 Euro im Monat für die Kultur, Kulturminister Juca Ferreira (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Juca Ferreira, Kulturminister Brasilien, gab bekannt, dass Präsident Luiz Inácio Lula da Silva  beabsichtige, an 12 Millionen arme Arbeiter monatlich 50 Reales (16 €) auszuzahlen. Die Bolsa Cultura (Kulturbörse) genannte Gabe soll den Arbeitern ermöglichen, am Kulturleben des Landes teilzunehmen. Wie Ferreira ausführte, existiert in Brasilien eine „kulturelle Apartheid, wo nur wenige Zugang zur Kultur haben“. Lediglich 14% der Brasilianer gehen ins Kino und weniger als 8% besuchen Theater oder Museen. Die Bolsa Cultura soll auch Armen den Besuch von Kino, Theater und Museum oder auch den Kauf von Büchern ermöglichen. Bereits Ex-Kulturminister Gilberto Gil hatte moniert, dass Brasilien die Kultur für 3% der Elite subventioniere, aber Millionen Werktätige keinen Zugang zu Kultur gewähre. Er hatte deshalb für eine finanzielle Förderung der brasilianischen Volkskultur. Ferreira kündigte an, die Regierung werde die Vorschläge beraten und, wenn sie angenommen werden, dem Parlament zur Verabschiedung vorlegen. Die Opposition wirft Lula vor, die Bereitstellung der 600 Mio. Reales (198 Mio. Euro) für die Kulturbörse sei lediglich ein Versuch des Präsidenten, die Chancen für die Wahl seiner Präsidentschaftskandidatin, Ministerin und Ex-Guerrillera Dilma Rousseff, im nächsten Jahr zu verbessern. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


20. März 2009 | Brasilien: Indigene gewinnen Rechtsstreit um Land | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Indigene (Reservat Raposa do Sol) gewinnen Rechtsstreit um Land (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Jahrelang kämpfte die indigene Bevölkerung des 1,7 Millionen Hektar umfassenden Reservats Raposa do Sol in der brasilianischen Region Roraima gegen Farmer, die in ihr Territorium eingedrungen waren, um dort Reis anzubauen. Nun hat der oberste Gerichtshof mit 10 von 11 Stimmen zugunsten der 20.000 Indigenen entschieden, die in Raposa do Sol leben. Alle nicht indigenen Personen müssen das Reservat sofort verlassen. Problematisch wird nun die Entschädigung der Farmer werden. Das Urteil ist von großer Bedeutung, da es höchstwahrscheinlich Präzedenzcharakter für Entscheidungen über eine ganze Reihe von weiteren Reservaten haben wird. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


26. Februar 2009 | Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien

Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)10,2 Millionen Tonnen Weizen konsumieren die Brasilianer pro Jahr. Im Vergleich zur letzten Ernte ist die Binnenproduktion zwar bereits von vier auf sechs Millionen Tonnen Weizen gestiegen, reicht aber dennoch nicht aus um die Binnennachfrage zu decken. Die nach fehlende Menge an Weizen wurde bisher stets vom Nachbarland Argentinien importiert. Aufgrund der dort anhaltenden Dürre wird die Weizenernte 2008/2009 jedoch nur noch 8,8 Millionen Tonnen betragen, wohingegen sie im Erntezeitaum 2007/2008 bei 16 Millionen Tonnen lag. Bei einem argentinischen Binnenkonsum von sechs Millionen Tonnen bleiben nur noch knapp drei Millionen statt der vorher zehn Millionen Tonnen für den Export. Damit können weder Brasilien noch andere Länder ihren Bedarf decken und müssen sich nach Alternativen umschauen. Im Fall von Brasilien wird über den Weizenimport aus Rußland nachgedacht. Zum einen ist dies die günstigste Alternative, zum anderen kann statt Devisen, als Tausch Schweinefleisch angeboten werden, denn Rußland ist der wichtigste Käufer dieses Produkts für Brasilien. Um zukünftig den eigenen Bedarf an Weizen selbst decken zu können fordern die Weizenproduzenten Kredithilfen und garantierte Mindestpreise. Die Importeure weisen zudem darauf hin, dass beim Kauf aus Rußland ein Zoll von 10 Prozent gezahlt werden muß, den man beim Import aus Argentinien, daß wie Brasilien Mitglied im gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) ist, nicht zahlen muß. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


28. Januar 2009 | Brasilien: Beginn des Weltsozialforums in Belém | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Beginn des Weltsozialforums in Belém (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Im brasilianischen Belém haben zehntausende Globalisierungskritiker mit einem Protestmarsch das neunte Weltsozialforum eröffnet. Rund 70.000 Globalisierungskritiker und verschiedene Vertreter von Ureinwohnern setzten sich zum Marsch durch die Stadt in Bewegung, um für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung und den Erhalt des Amazonas-Regenwalds zu demonstrieren. Zum Auftakt bildeten Ureinwohner in traditionellen Kostümen ein symbolisches “SOS”, um auf die ihre bedrohte Heimat aufmerksam zu machen. Bei der Gegenveranstaltung zum etablierten Weltwirtschaftsforum in Davos wollen rund 100.000 Teilnehmer sechs Tage lang über Themen wie die Wirtschaftskrise, den Kampf gegen die Armut und den Klimawandel diskutieren. Die Staatschefs von Venezuela, Brasilien, Bolivien, Ecuador und Paraguay haben ihr Kommen zugesagt. Auch Vertreter von deutschen Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Organisationen sind in die Stadt im Amazonasdelta gereist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


30. Dezember 2008 | Brasilien: Rüstungsverträge mit Frankfreich | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Rüstungsverträge dmit Frankreich, Nicolas Sarkozy und Luiz Inacio Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Der französische Präsident Nicholas Sarkozy hat während seines zweitägigen (22./23.12.2008) Besuchs bei seinem brasilianischen Kollegen Luiz Inacio Lula da Silva Rüstungsverträge in Höhe von 8,6 Milliarden Euro geschlossen. Sarkozy, der sich mit Frankreich ebenfalls für einen ständigen Sitz Brasiliens in einem zukünftig erweiterten UN-Sicherheitsrat einsetzt, sagte: “Dies ist eine historische Entscheidung, denn Frankreich ist überzeugt, dass ein mächtiges Brasilien ein wichtiger Faktor für die Stabilität der Welt ist.”. Den Verträgen zufolge gibt die Regierung Lulas bei der EADS-Tochter Eurocopter und deren brasilianischen Sparte Helibras für 1,9 Milliarden Euro den Bau von 50 Militärhubschraubern des Typs EC-725 in Auftrag. Zudem sind weitere 6,7 Milliarden Euro für den Bau von fünf U-Booten der “Suffren”-Klasse vorgesehen, wovon eines mit einem Atomantrieb ausgerüstet wird. Es wäre das erste atomkraftbetriebene U-Boot des Landes. Der Bau der Helikopter und U-Boote wird sowohl in Frankreich und in Brasilien stattfinden. Von der gesamten Investitionssumme fließen circa 6 Milliarden Euro an französische Firmen und 2,6 Milliarden Euro an brasilianische Unternehmen. Wichtiger Vertragsbestandteil ist der Technologietransfer von Seiten Frankreichs. Ein weiteres Ziel von Brasilien ist die Erneuerung der Streitkräfte und der damit verbundene Schutz seiner bis zu 300 Kilometer vor der Küste liegenden Öl-Vorkommen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


21. Dezember 2008 | Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Kuba, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Brasilien: Lateinamerika will neuen Staatenbund ohne die USA gründen (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)Am Dienstag und Mittwoch (16./17.12) waren die 33 Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik einer Einladung des brasilianischen Präsidenten Lula da Silva gefolgt und haben sich zu einem Lateinamerika-Karibik-Gipfel in Costa do Sauípe an der Atlantik-Küste Brasiliens getroffen. Im Ergenbnis wollen die 33 Teilnehmer-Staaten einen neuen Staatenbund gründen – eine Alternative zur US-dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Ziel ist die Stärkung der regionalen Intgration und ein gemeinsames Auftreten in der globalen Politik. Des Weiteren wollen die Staaten mehr Mitbestimmung beim Aufbau einer neuen internationalen Finanzarchitektur und in den internationen Finanzorganen. Das Treffen fungierte gleichzeitig als Gipfel der Rio-Gruppe, der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) und des Mercosur. Politisch bedeutend war zudem der Besuch von Raúl Castro, dessen Karibik-Insel jetzt offizielles Mitglied in der Rio-Gruppe (1986 als Konsultationsforum zur Beilegung bewaffneter Konflikte in Mittelamerika gegründet) ist. Gleichzeitig wurde das Ende des US-Wirtschaftsembargos gegen Kuba gefordert. Die Mitglieder der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) einigten sich auf die Gründung des schon lange geplanten Südamerikanischen Verteidigungsrates. Im Wirtschaftsbündnis Mercosur gab es hingegen keine Fortschritte in Bezug auf die Zollunion, denn die Abschaffung des doppelten Importzolls (TEC) scheiterte vor allem am Widerstand Paraguays. Gleichzeitig beschlossen die Mercosur-Staaten die Einrichtung eines Garantie-Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar. Dieser soll den Kreditzugang für kleinere und mittlere Unternehmen verbessern. (Bildquelle: Presidencia de la República de Chile)


02. Dezember 2008 | Brasilien: Regenwald-Zerstörung im Amazonas-Gebiet erneut gestiegen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Regenwald-Zerstörung im Amazonas-Gebiet erneut gestiegen (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Nach einer Studie des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) ist die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonasbecken im Jahr 2007/2008 (Analysezeitraum August 2007 bis Juli 2008) um 3,7 Prozent auf 11.968 Quadratkilometer angestiegen. Im Vorjahreszeitraum 2006/2007 betrug die Zerstörung “nur” 11.532 Quadratkilometer, eine Fläche viermal so groß wie das Saarland. Damit ist der positive Trend einer rückläufigen Zerstörung seit 2004 vorerst gebrochen. Als Ursache für die Zunahme der Zerstörung werden illegale Abholzungen im Zusammenhang mit den bis vor kurzem noch stark gestiegenen Preisen für Agrarrohstoffe gesehen. Greenpeace sieht die Ursache in der Zunahme der illegalen Kohleproduktion für die Eisen- und Stahlindustrie. Nach Auswertung der 85 Satellitenbilder verwies die Regierung darauf, das die Entwicklung ohne die starke Überwachung noch hätte schlimmer sein können. Die Meinungen darüber sind jedoch geteilt, denn aktuell wird eine Gesetzesvorlage scharf diskutiert, welche es Landbesitzern ermöglicht, künftig 50 Prozent (statt 20 Prozent) ihres Gebietes abzuholzen. Die Gesamtfläche des Amazonas-Regenwaldes wird derzeit auf noch etwa 1,1 Millionen Quadratkilometer geschätzt. Er erstreckt sich von Brasilien bis nach Kolumbien, Peru und Bolivien. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


27. November 2008 | Brasilien: mehr als 97 Tote nach schweren Überschwemmungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 97 Tote nach schweren Überschwemmungen im Süden Brasiliens, Bundesstaat Santa Catarina (Bildquelle: Agencia Brasil, Foto Divulgacao)Die nach Angaben von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva eine der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes hat im Süden Brasilien, hauptsächlich im Bundesstaat Santa Catarina, bis gestern (26.11.) mehr als 97 Tote gefordert. Am vergangenen Wochenende war dort die Regenmenge von normalerweise vier Monaten gefallen. Der Zivilschutz im betroffenen Bundesstaat Santa Catarina teilte weiterhin mit, dass die Zahl der Obdachlosen bei 78.000 liegt. Rettungskräfte haben aber immer noch große Probleme diese Menschen zu erreichen. Am kritischsten war die Situation nahe dem Fluss Itajaí, dessen Pegel zeitweise bis zu elfeinhalb Meter über den Normalstand stieg. In der nahegelegenen, von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Blumenau mit fast 300.000 Einwohnern rief Bürgermeister Joao Paulo Kleinübing am Sonntag Katastrophenalarm aus, damit Hilfsmittel für die Bevölkerung freigeben werden konnten. Knapp die Hälfte der Einwohner mußte ohne Strom auskommen. In der Zwischenzeit haben die Regenfälle zwar wieder etwas nachgelassen, es kommt aber immer noch zu Erdrutschen. Von Überschwemmungen betroffen waren auch die südlichen Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Espirito Santo. Die Zentralregierung gab zudem die Einrichtung eines Hilfsfonds in Höhe von 1,6 Milliarden Real (560 Millionen Euro) bekannt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Foto Divulgacao)


11. November 2008 | Mercosur: Lula will US-Dollar im Handel zwischen MERCOSUR-Ländern abschaffen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Lula will US-Dollar im Handel zwischen MERCOSUR-Ländern abschaffen (Foto: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Auf einem am Freitag (07.11.) zwischen den Mitgliedsländer des MERCOSUR (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) stattgefundenen Treffen hat Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Vorschlag geäußert den US-Dollar als Verechnungseinheit im Handel zwischen den MERCOSUR-Staaten abzuschaffen. In seiner Rede in der Stadt Foz do Iguaçu (Brasilien) betonte er, dass man nicht mit US-Dollar handeln müsse, sondern auch die Währungen der Mitgliedsländer verwenden könne. Seine Überlegungen gehen auf ein zum 3. Oktober zwischen Argentinien und Brasilien eingeführtes Sytem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) zurück, durch welches die Unternehmen ihre Geschäfte in brasilianischen Reais und argentinischen Peso abwickeln. Der Wechselkurs wird dabei täglich durch beide Zentralbanken festgesetzt. Vorteile einer Abschaffung des US-Dollars sind die Stärkung der lokalen Devisenmärkte, der Abbau von Hemnissen im Handel der Mitgliedsländer und der leichtere Marktzugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen (da diese keine Devisenverträge mehr abschliesen müssen). Gleiches hatte der brasilianische Botschafter Mario Vilalba in Santiago am 19. Oktober auch an Chile herangetragen. Beiden Ländern geht es vor allem um die Stimmulierung des Handels zwischen den beiden Freihandelszonen Manaus (Brasilien) und Iquique (Chile). (Foto: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


05. November 2008 | Brasilien: Itau und Unibanco fusionieren zur größten Bank in Südamerika | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Itau und Unibanco fusionieren zur größten Bank in Südamerika (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)Wie die Finanzinstitute Banco Itaú Holding Financeira S.A. und Uniao de Bancos Brasileiros S.A. (Unibanco) am Montag (03.11.) bekannt gaben, werden beide per Aktientausch zur Itaú Unibanco Holding S.A. fusionieren. Das entstehende Finanzkonglomerat wird gemessen an der Marktkapitalisierung zu den 20 größten Finanzhäusern der Welt gehören und 575,1 Milliarden Real (209 Milliarden Euro) verwalten. Durch die Fusion verdrängt die neue Bank den bisherigen Marktführer Bradesco als größtes Finanzinstitut in Brasilien. Auf Platz drei folgt die spanische Santander. Itaú Unibanco wird in 4800 Filialen 14,5 Millionen Kunden betreuen. Bezogen auf die Filialen hat die Bank einen Marktanteil von 18 Prozent, sowie 19 Prozent Anteil an allen in Brasilien vergebenen Krediten. Die Fusion ist das Resultat von 15-monatigen Verhandlungen, die jedoch nicht in Zusammenhang mit der jetzigen Finanzkrise stehen. Zum einen wiesen beide Banken zusammen, von Januar bis September 2008, einen Gewinn von 3,7 Milliarden US-Dollar aus. Zum anderen besitzen beide aufgrund der hohen Mindestreservesätze deutlich mehr Liquidität und somit mehr Sicherheit gegen Zahlungsausfälle und bei der Refinanzierung. Der Mindestreservesatz, der Anteil an den Einlagen welche die Banken als Sicherheit bei der Zentralbank lagern müssen, beträgt in Brasilien zwischen 15% und 45% – deutlich höher als in Europa (2%) und in den USA (10%). (Bildquelle: Agencia Brasil, Elza Fiuza)


22. Oktober 2008 | Brasilien, Ecuador: Mineralölunternehmen Petrobras akzeptiert Einjahresfrist zur Vertragsänderung | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Ecuador

Brasilien, Ecuador: Mineralölunternehmen Petrobras akzeptiert Einjahresfrist zur Vertragsänderung (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Die ecuadorianische Regierung und das halbstaatliche brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras haben sich am vergangenen Freitag (17.10.) auf die einjährige Verlängerung des bisherigen Vertrages zur Erdölfördung geeinigt. Einzige wichtige Änderung ist die Erhöhung des Anteils an Erdöl, der an die Regierung abgegeben werden muss (von 51 auf 60 Prozent). Im Gegenzug senkt Ecuador die Steuern für unerwartete Gewinne von 99 auf 70 Prozent, welche dann gelten, sobald der Weltmarktpreis pro Barrel eine bestimmte im Vertrag festgeschrieben Schwelle überschreitet. Nach dieser Einjahresfrist muss sich Petrobras (das derzeit täglich 32.000 Barrel Öl fördert) entscheiden, ob es die neuen Verträge annehmen wird, in denen es nur noch als Serviceunternehmen agiert. Petrobras würde demnach nur für die Serviceleistungen zur Förderung vergütet und erhält einen kleinen Anteil am Gewinn, ohne jedoch Eigentümer über das Öl zu sein. Sollte Petrobras diese Verträge nicht akzeptieren, müsste es Ecuador verlassen. Neben Petrobras haben bisher auch Andes Petroleum (China, 60.000 Barrel pro Tag) und Perenco (Frankreich, 30.000) ähnliche Verträge abgeschlossen. Gleiches erwartet man für die spanische Repsol-YPF (60.000). Ecuador förderte im ersten Halbjar täglich 508.000 Barrel Öl und exportierte davon 366.000. Es ist das kleinste der 12 Mitgliedsländer der OPEC. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


20. Oktober 2008 | Brasilien: Gewinn der FIFA Futsal Weltmeisterschaft 2008 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Gewinn der FIFA Futsal Weltmeisterschaft 2008 (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Mit 4:3 im Sechsmeter-Schießen setzte sich Brasilien am gestrigen Sonntag im Finale der FIFA Futsal Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Spanien durch. Durch ein 2:2 Unentschieden nach der regulären Spielzeit (2 x 20 Minuten) und ein 0:0 in der Verlängerung (2 x 5 Minuten) mußte die Entscheidung im Sechsmeter-Schießen herbei geführt werden. Der extra hierfür eingewechselte brasilianische Ersatztorhüter Franklin wurde dabei mit 2 gehaltenen Schüssen zum Matchwinner. Bei der sechsten FIFA Weltmeisterschaft (30.09. bis 19.10.2008) seit 1989, welche diesmal in Brasilien (Rio de Janeiro und Brasilia) stattfand, ist es nunmehr bereits der vierte Titel für Brasilien. Mit dem Sieg endete für die Brasilianer zudem eine lange Durststrecke, denn im Jahr 2000 (Finale) und 2004 (Halbfinale) scheiterte das Team jeweils am späteren Turniersieger aus Spanien. Brasiliens Torhüter Tiago wurde zum besten Torhüter und Falcão zum besten Feldspieler des Turniers gewählt. Futsal leitet sich aus dem Portugiesischen “futebol de salão” und dem Spanischen “fútbol sala/de salón” ab. Ein Team besteht aus je 5 Spielern (4+1) und es wird mit druckreduziertem Ball gespielt, welcher etwas kleiner als ein normaler Fußball ist. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


16. Oktober 2008 | Brasilien, Ecuador: Brasilien droht Ecuador mit dem Stopp der Handelsbeziehungen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Ecuador

Brasilien, Ecuador: Brasilien droht Ecuador mit dem Stopp der Handelsbeziehungen, Außenminister Celso Amorim (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Seit den letzten Tagen zeichnet sich zunehmend eine diplomatische Krise zwischen den beiden Staaten ab. Ursache ist die Ausweisung der brasilianischen Baufirma Odebrecht aus Ecuador, welche sich den Vorwürfen stellen muss, beim Bau des 2007 fertig gestellten Wasserkraftwerkes von San Francisco mangelhaft gearbeitet zu haben. Nachdem kurz danach Risse in der Staumauer sichtbar wurden, ist der Betrieb seit Juni 2008 eingestellt. Der Bau wurde mit einem an Odebrecht vergeben Kredit seitens der brasilianischen Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES) vorfinanziert, so dass Ecuador diesen Betrag später begleichen kann. Die Zahlung in Höhe von über 200 Millionen US-Dollar will Ecuador nun nicht mehr vornehmen. Der brasilianische Außenminister Celso Amorim drohte daraufhin gestern mit einem Stopp der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Nachbarn. Bereits letzte Woche hatte Brasiliens Präsident Lula alle laufenden Verhandlungen über mögliche Infrstrukturprojekte in Ecuador ausgesetzt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


17. September 2008 | Brasilien, Paraguay: Verhandlungen über Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Brasilien, Paraguay: Verhandlungen über Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Paraguays Präsident Fernando Lugo befindet sich heute auf einem Staatsbesuch in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia. Dort wird er sich mit seinem Pendent Lula treffen, um über die Erhöhung der Energiepreise des Wasserkraftwerks Itaipú zu verhandeln. Das Kraftwerk gehört je zu 50 Prozent Brasilien und Paraguay, jedoch mit der Einschränkung, dass von Paraguay nicht benötigte Energie durch Brasilien aufgekauft werden kann. Aufgrund der historisch ausgehandelten Preise zahlt Brasilien derzeit circa 300 Millionen US-Dollar pro Jahr an Paraguay, dass nur eine bis maximal zwei der 18 Turbinen (plus 2 Notfall-Turbinen) zur Deckung seines Energiebedarfs benötigt. Bezogen auf marktgerechte Preise würde der von Brasilien zu zahlende Betrag bei etwas 1,5 bis 2 Milliarden Dollar liegen. Neben dieser Erhöhung strebt Lugo auch eine Änderungen des Vertrags an, dass die Energie ebenfalls an Drittländer verkauft werden kann. Da der Vertrag jedoch noch bis 2023 läuft, wird Brasilien trotz zugesagter Hilfe für den neugewählten Präsidenten Paraguays wohl nur eine minimale Erhöhung des Preises akzeptieren. Im Jahr 2007 konnte Itaipu 19 Prozent des Energiebedarfs von Brasilien und 91 Prozent des Bedarfs von Paraguay abdecken. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


15. September 2008 | Brasilien: Bau von 50 bis 60 neuen Atomkraftwerken geplant | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Bau von 50 bis 60 neuen Atomkraftwerken geplant, Angra 1 und 2 sind die bislang einzigen Atomkraftwerke (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)Wir Edison Lobão, der brasilianische Minister für Bergbau und Energie, am Freitag ankündigte, plant Brasilien in den nächsten 50 Jahren den Bau von circa 50 bis 60 weiteren Atomkraftwerken. Jedes mit einer Kapazität von etwa 1.000 Megawatt. Nicht dazu zählen das sich im Bau befindliche Kraftwerk Angra III (siehe Fotomontage) und der bereits beschlossene Bau von weiteren vier Kraftwerken. Die beiden derzeit aktiven Atomkraftwerke Angra I und II verfügen zusammen über eine installierte Kapazität von circa 2.000 Megawatt, die 2,1 Prozent der gesamten installierten Energiekapazität Brasiliens (96.056 Megawatt) entsprechen. Bisher waren die Kernkraftwerke jedoch mehr durch Störfälle als einwandfreies Funktionieren geprägt. Eine Wiederbelebung des Atomprogramms begründet Präsident Lula vor allem mit der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Gerade durch eine von der bolivianischen Opposition in einer Erdgasanlage in Bolivien verursachte Explosion war es in den letzten Tagen zu starken Einschränkungen der Gaslieferungen nach Brasilien gekommen. Zusätzlich will Brasilien seine starke Abhängigkeit von der Wasserkraft (75 Prozent Anteil an der installierten Kapazität) mindern. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, mcm)


10. September 2008 | Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr, Christina Kirchner und Luiz Inácia Lula da Silva (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Wie der brasilianische Wirtschaftsminister Guido Mantega auf einem Treffen zwischen der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und dem brasilianischen Pendent Luiz Inácio Lula da Silva am 8. September bekannt gab, wird der US-Dollar, als Verechnungseinheit im kommerziellen Zahlungsverkehr zwischen Argentinien und Brasilien, abgeschafft. Mit Wirkung zum 3. Oktober tritt das neue System (Sistema de Pagos en Moneda Local, SML) in Kraft, welches die Abwicklung der Zahlungen in den lokalen Währungen vorsieht. Brasilien ist mit 19 Prozent nicht nur das wichtigste Zielland argentinischer Exporte, sondern auch für 32 Prozent aller argentinischen Importe verantwortlich. Im ersten Halbjahr wurden bisher Waren im Wert von 14 Milliarden US-Dollar gehandelt, mit einem Überschuss von zwei Mrd. zugunsten der Brasilianer. Vorteile des neuen Zahlungssystems sind die Stärkung des Real-Peso (Devisen)Marktes, der Abbau von Hemnissen im Handel der beiden Länder und der leichtere Zugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen (da diese keine Devisenverträge mehr abschliesen müssen). Es ist auch geplant das System in Zukunft auf Paraguay und Uruguay auszuweiten, jedoch müssen dafür zuerst technische Anpassungen vorgenommen werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


08. September 2008 | Bolivien: Flughafenbesetzung und Blockierung der Gasexporte | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Nach der vorläufigen Absage des Verfassungsreferendums durch das Nationale Wahlgericht und die darauf folgende Rechtsunsicherheit über das weitere Vorgehen, haben die oppositionellen Departements (Santa Cruz, Beni, Pando, Tarija y Chuquisaca) Bolivien ins Choas versetzt. Nachdem Morales angekündigt hat, das Referendum doch durchzuführen hatten die Präfekten ihre Zustimmung zur Abhaltung des Referendums verweigert und weitere Blockaden angekündigt. Unter anderem wurde der Militärflughafen von Cobija gestürmt (05.09.) und eine Maschine unter die Gewalt der Aufständischen gebracht. Gleichzeitig haben sie gedroht, die Exporte des Erdgases nach Argentinien und Brasilien, welche einen Großteil ihres Bedarfs durch bolivianisches Gas abdecken, stark zu kürzen.


03. September 2008 | Brasilien: Lula will Staatsanteil an Petrobras erhöhen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Lula will Staatsanteil an Petrobras erhöhen, Petrobras-Chef Gabrielli mit Lula (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Auf einem Treffen der Arbeiterpartei (PT) in São Bernardo do Campo (São Paulo), hat Präsident Luiz Inácio Lula da Silva angekündigt (30.08.), dass der Staat an dem halbstaatlichen Mineralölkonzern Petrobras neben der Stimmenmehrheit auch die Aktienmehrheit übernehmen will (der bisherige Anteil beträgt 38 Prozent). Hintergrund dieser Entwicklung sind die riesigen Erdölfelder (Tupi, Carioca) vor der Küste Brasiliens, deren Ausbeutung aus Sicht von Lula nicht zugunsten von Investoren, sondern der eigenen Bevölkerung erfolgen soll. Bisher wurde auch über die Gründung eines neuen Staatsunternehmens nachgedacht, welches das Erdöl aus diesen Feldern fördert und Petrobras als Sub-Unternehmer beautragt, jedoch die Gewinne einbehält. Mit der jetzigen Aussage Lulas: “Wir wollen das Erdölgesetz ändern, weil wir nicht wollen, dass 62 Prozent der erwirtschafteten Dividende an die Börse von New York gehen.” relativiert sich jedoch dieser Plan. Das zusätzliche Geld will Lula vor allem in soziale Projekte und Bildungsmaßnahmen investieren. Wie das Gesetz konkret geändert wird, steht jedoch noch aus. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


01. September 2008 | Brasilien: mehr als 2000 Pinguine durch Ölteppich verendet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 2000 Pinguine durch Ölteppich verendet (Bildquelle: Sprain)Seit dem 24. August wurden vor den Küsten der südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul mehr als 2000 tote Pinguine angespült. Ursache dieser Umweltkatastrophe ist ein auf dem Meer treibender Ölteppich, dessen genaue Lage und Größe bis jetzt noch nicht bekannt ist. Durch das Öl verklebt nicht nur das Gefieder der Pinguine, sondern zerstört auch dessen wärmende und wasserabweisende Funktion (gleiches gilt ebenfalls für andere Seevögel). Dadurch werden die Pinguine schwerer und kraftlos, so dass sie kaum noch schwimmen können und in der Folge erfrieren. Trotz des Massensterbens erreichten bis zum Freitag (29.08.) auch 200 Pinguine lebend – jedoch völlig entkräftet – die Küste. Diese werden nun im “Spezialzentrum für wildlebende Tiere” in Florianopolis gepflegt. Zunächst werden die Tiere ernährt, ehe sie dann später gebadet werden. Trotz der guten Pflege überleben aber nur 70 Prozent aller Tiere. Nach Angaben der Medien suchen Schiffe und Flugzeuge der brasilianischen Marine bereits nach dem Gebiet des Ölteppichs und dem möglichen Verursacher – eines der zahlreichen Schiffe auf dieser Route. (Bildquelle: Sprain)


28. August 2008 | Lateinamerika: Utopie des “Expreso del Sur” könnte Wirklichkeit werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Peru, Noticias Uruguay, Noticias Venezuela

Lateinamerika: Utopie des Expreso del Sur könnte Wirklichkeit werden (Foto: Agência Brasil)Anfang August haben sich der venezulanische Präsident Hugo Chávez, Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) und Christina Kirchner (Argentinien) getroffen, um über eine gemeinsame Transport-Allianz zu sprechen. Es ging zum einem um eine gemeinsame Flugline, zum anderen um eine Eisenbahnverbindung, welche alle drei Länder verbindet. Diese sogenannte “Utopie” eines “Expreso del Sur” könnte nach Aussage von Chávez Wirklichkeit werden. In einer Pressemitteilung wurde der Beginn von Machbarkeitsstudien angekündigt. Die Eisenbahnlinie, welche sich von Caracas bis zum Mar del Plata erstreckt, könnte eine Länge von bis zu 9.000 Kilometern haben. Auf einem Kongress von Spezialisten gab es bereits ein Brainstorming zu technischen Schwierigkeiten, sowie zu (umwelt-)politischen und finanziellen Gesichtspunkten. Eine Idee, aber 2 Möglichkeiten der Umsetzung. Eine Variante geht direkt durch die drei Länder und den Amazonas, was zwar günstiger, aber negativ für die Umwelt und den gesellschaftlichen Nutzen ist. Variante 2 macht einen Bogen über die Andengemeinschaft ist dadurch zwar teurer, integriert jedoch weitere Länder. Eine Umsetzung des “Expreso del Sur” ist noch in weiter Ferne und bedarf eines langfristigen politischen Willens aller Länder – unabhängig von Wahlen. (Bildquelle: Agência Brasil)


28. August 2008 | Brasilien: mehr als 18 Millionen Schüler nehmen an Mathematik-Olympiade teil | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: mehr als 18 Millionen Schüler nehmen an Mathematik-Olympiade teil (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)Mehr als 18 Millionen Schüler haben am 26. August an der ersten Runde der Mathematik-Olympiade der öffentlichen Schulen (Olimpíada Brasileira de Matemática das Escolas Públicas, OBMEP) teilgenommen. Insgesamt haben sich 40.000 Schulen in 98 Prozent der Gemeinden an diesem Event beteilligt. Die Ergebnisse werden nun an den Schulen korrigiert, welche daraufhin 5 Prozent der Schüler in die im November stattfindende zweite Runde schicken. Die Mathematik-Olympiade findet für alle Schüler ab der 5. Klasse statt. Bezogen auf die etwa 44 Millionen Schüler an den öffentlichen Schulen (verteilt über alle Klassenstufen), nehmen demnach 41 Prozent aller Schüler an der Olympiade teil. Für die im Februar ermittelten Sieger gibt es neben einer Medaille (300 Gold-, 900 Silber- und 1800 Bronzemedaillen) zusätzlich ein Stipendium in der Höhe von 100 Reais (etwa 42 Euro). Dieses Stipendium wird für 1 Jahr gezahlt und entspricht in seiner Höhe ungefährt einem Viertel des gesetzlichen Mindestlohns von 415 Reais. Neben den öffentlichen Schulen, welche für die Ausbilungs von 80 Prozent der Brasilianer verantwortlich sind, findet die Olympiade ebenfalls an den privaten Schulen statt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Rodrigues Pozzebom)


25. August 2008 | Brasilien, Bolivien: Petrobras investiert wieder in Bolivien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Brasilien, Bolivien: Petrobras investiert wieder in Bolivien (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Der brasilianische halbstaatliche Mineralölkonzern Petrobras hat angekündigt in den nächsten fünf Jahren ein Milliarde US-Dollar (ca. 675 Mio Euro) in die Erschließung weiterer Erdgasvorkommen in Bolivien zu investieren. Darunter auch zwei der größten Erdgasfelder des Landes. Nach der Verstaatlichung der Erdöl- und Erdgasindustrie 2006 hatten alle ausländischen Unternehmen ihre Investitionen eingefroren. Petrobras ist demnach das erste ausländische Unternehmen, das erneut in den bolivianischen Energiesektor investiert. Bis Ende November sollen die Probebohrungen im Südosten des Landes abgeschlossen sein, mit guten Chancen auf eine Erhöhung der Produktion. Brasilien ist mit 30 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag der größte Importeur des bolivianischen Erdgases. Die tägliche Produktionsmenge liegt derzeit bei circa 41 Mio cbm/Tag. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


15. August 2008 | Brasilien: Lula will Erdölgesetz zur Verhinderung von Privatisierungen ändern | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Lula will Erdölgesetz zur Verhinderung von Privatisierungen ändern (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Vor dem Hintergrund der erst kürzlich vor der Küste von São Paulo und von Rio de Janeiro entdeckten riesigen Ölfelder hat Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ankündigt das Erdölgesetz zu ändern, um weitere Privatisierungen der (großen) Erdölfelder zu verhindern. Lula äußerte sich, dass es nicht sein kann, das solche Ölfelder in den Händen von einem halben Duzend Firmen sind. Weiter sagte er, dass das Erdöl der Bevölkerung von Brasilien gehört. Zudem möchte Lula ebenfalls die Verteilung der Gewinne aus diesen sich im Santos Becken befindlichen Felder ändern. Er favorisiert hierbei das norwegische Modell, in welchem die Einnahmen in einen Fond für Wissenschaft und Bildung fließen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


11. August 2008 | Brasilien: deutliche Reduzierung der Armut | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: deutliche Reduzierung der Armut (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Die Armutsquote in den sechs Metropolregionen (Recife, Salvador, Sao Paulo, Porto Alegre, Belo Horizonte und Rio de Janeiro) Brasiliens ist seit dem Jahr 2003 bis 2006 von 35 Prozent auf 27,1 Prozent gefallen. Für das Jahr 2008 wird ein weiterer Rückgang auf 24,1 Prozent prognostiziert. In der Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA) werden das starke Wirtschaftswachstum, die deutliche Erhöhung des Mindestlohnes, Sozialprogramme (z.B. die Bolsa Familia) und staatliche Anreize für familiengeführte Agrarbetriebe als Ursache für den Rückgang der Armut genannt. Die Metropolregionenen repräsentieren 25 Prozent der Gesamtbevölkerung und 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Als arm werden jene Menschen definiert, welche ein Einkommen von weniger als einen halben Mindestlohn (was 207,5 Real oder ca. 130 US-Dollar entsprechen würde) besitzen. Zu den Reichen gehören jene Menschen, welche ein Einkommen in Höhe des 40-fachen Mindestlohnes haben. Deren Anteil ist im gleichen Zeitraum von 0,6 auf 0,9 Prozent gestiegen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


04. August 2008 | Brasilien: Amazonas-Fonds zur Rettung des Regenwalds gegründet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Amazonas-Fonds zur Rettung des Regenwalds gegründet (Bildquelle: Agencia Brasil, Roosewelt Pinheiro)Präsident Luiz Inacio Lula da Silva unterzeichnete Ende vergangener Woche (01.08.) ein Dekret zur Gründung des Amazonas-Fonds. Dieser soll bis 2021 durch Spenden aus dem In- und Ausland ein Volumen von bis zu 21 Milliarden US-Dollar erhalten. Norwegen hat bereits angekündigt im September eine Summe von 100 Millionen US-Dollar einzahlen zu wollen. Das Umweltministerium erwartet im ersten Jahr Spenden in Höhe von einer Milliarde Dollar. Lula betonte, dass sich die Brasilianer bewußt sind, was Amazonien für die Welt, als auch Brasilien selbst, bedeutet. Sollte der Regenwald zerstört werden, würde dies auch als Mittel gegen Brasilien und seine Produkte eingesetzt. Die Zahlungen in den Fonds geschehen freiwillig und ohne Gegenleistung oder Einfluss auf die Verwendung der Gelder. Mehr als drei Viertel der Gelder fließen in Initiativen zum Schutz Amzoniens, der restliche Teil (20%) ist für Umwelt-Projekte in anderen Gebieten Brasiliens oder tropischen Ländern eingeplant. Drei Prozent decken die Verwaltungskosten der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDES). (Bildquelle: Agencia Brasil, Roosewelt Pinheiro)


28. Juli 2008 | Brasilien: Ausbau und Modernisierung der Flughäfen für WM-2014 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Ausbau und Modernisierung der Flughäfen für WM-2014 (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Pozzebom)Vor dem Hintergrund der steigenden Passagierzahlen zur Fußball Weltmeisterschaft 2014 hat die staatliche Flughafen-Betreibergesellschaft Infraero Investitionen in Höhe von 3,9 Millionen Reais (2,5 Millionen US-Dollar) zur Erweiterung und Modernisierung der Flughäfen angekündigt. Die 67 brasilianischen Flughäfen fertigen derzeit pro Monat bis zu 4 Millionen Passagiere ab, es wird erwartet, dass sich diese Zahlen während der WM 2014 verdoppeln werden. Die Investitionen sind jedoch nur für die 18 Bewerberstädte – von denen Anfang 2009 12 ausgewählt werden – geplant. Das Investitionsprogramm wurde nur wenige Tage nach der starken Kritik der brasilianischen Luftverkehrsvereingung veröffentlicht. Der Flugzeugzusammenprall über dem Amazonas im Jahr 2006 (154 Tote) und der Aquaplaning-Crash auf dem Flughafen Congonhas in São Paulo (199 Tote) zeigten gravierende Mängel in der Luftverkehrsinfrastruktur Brasiliens. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Pozzebom)


24. Juli 2008 | Lateinamerika: Bananenzölle als Knackpunkt der Doha-Welthandelsrunde | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Costa Rica, Noticias Ecuador, Noticias Guatemala, Noticias Nicaragua, Noticias Panama

Lateinamerika: Bananenzölle als Knackpunkt der Doha-Welthandelsrunde (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, wd)Seit sieben Jahren läuft bereits die sogenannte “Doha-Runde”, welche 2001 im arabischen Emirat Katar eingeläutet wurde, um die Liberalisierung des internationalen Handels weiter voranzutreiben. Nachdem die Handelsgespräche mehrmals ausgesetzt wurden, treffen sich nun die 30 wichtigsten Handelsnationen bei der WTO in Genf – zur Rettung der Welthandelsrunde. Vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer, angeführt von Brasilien und Indien, sahen in den von den USA und der EU angebotenen Minderungen der Agrarzölle und Agrarsubventionen zu geringe Zugeständnisse. Im Speziellen geht es jetzt um Einfuhrzölle für Bananen aus Lateinamerika. Das EU Angebot sieht zum 1. Januar 2009 eine Senkung von 176€ auf 150€ je Tonne Bananen vor, welche bis 2015 auf 116€ verringert werden sollen. Lateinamerika, allen voran Costa Rica, Ecuador, Panama, Nicaragua, Guatemala und Bolivien, fordert hingegen im ersten Schritt eine Reduzierung auf 141€ und bis 2014 auf 109€. Zudem wird die Bevorzugung der AKP-Staaten, welche teilweise keine bzw. nur sehr geringe Zölle zahlen müssen, kritisiert. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, wd)


21. Juli 2008 | Brasilien: US-Biermarke Budweiser in brasilianisch-belgischer Hand | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

1 Monat, juristische Spielereien und eine Erhöhung des Angebots von 65 auf 70 Dollar je Aktie von Anheuser-Busch waren nötig, damit der US-Bierbrauer dem Übernahmeangebot des brasilianisch-belgisch Konkurrenten Inbev zustimmt (14.07.). Die Kaufsumme beträgt demnach 52 Millarden US-Dollar (32,7 Mrd. €). Mit der freundlichen Übernahme, welche durch die Vorstände beider Konzerne einstimmig gebilligt wurde, entsteht mit über 300 Biermarken der größter Bierkonzern der Welt. Trotz der Übernahme bleibt jedoch der Name des US-Traditionsbrauer im Firmennamen “Anheuser-Busch Inbev” erhalten – Dank dem Verhandlungsgeschick der US-Amerikaner oder aus strategischen Überlegungen. Durch die Fusion sieht Carlos Brito, Konzernchef von Inbev, ein jährliches Einsparungspotential in Höhe von 1,5 Millarden Dollar. Der Brasilianier Brito ist vor allem durch seine rigerosen und permanent laufenden Kostensenkungsprogramme bekannt.


02. Juli 2008 | Brasilien, Venezuela: Treffen zwischen Chávez und Lula | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Venezuela

Brasilien, Venezuela: Treffen zwischen Chávez und Lula (Bildquelle: Marcello Casal Jr.)Die Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) und Hugo Chávez (Venezuela) haben in der venezolanischen Hauptstadt Caracas in den Bereichen Energie, Industrie, Landwirtschaft, Techologie, Umwelt und Bildung zahlreiche Vereinbarungen getroffen. Auf dem Treffen (27.06.), welches alle drei Monate stattfindet, besprechen die beiden Staatschefs stets bilaterale, aber auch regionale Themen. Die 21 Vereinbarungen beinhalten unter anderen den Austausch von Energie der Wasserkraftwerke Guri (Venezuela), sowie Tucuruí und Belo Monte (beide Brasilien); den Kauf von venezolanischen Flüssiggas durch Brasilien ab 2014; die Hilfe Venezuelas zum Aufbau einer Glasfaserverbindung zur verstärkten Anbindung des brasilianischen Norden an das Hochgeschwindigkeits-Internet; und die Unterstützung Brasiliens bei der Entwicklung des Landwirtschafts- und Industriesektors in Venezuela. (Bildquelle: Marcello Casal Jr.)


02. Juli 2008 | Mercosur: Personenverkehr zwischen Mitgliedsstaaten ohne Reisepass möglich | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Paraguay, Noticias Peru, Noticias Uruguay, Noticias Venezuela

Mercosur: Personenverkehr zwischen Mitgliedsstaaten ohne Reisepass möglich (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Auf dem 35. Treffen der Staats- und Regierungschefs des Mercosur (30. Juni / 1. Juli) in San Miguel de Tucumán (Argentinien) wurde beschlossen, dass die Bürger der Vollmitglieder des Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) beim Überqueren der Grenze von einem zum anderen Staat keinen Reisepass mehr vorzeigen müssen. Lediglich der Personalausweis muss mitgeführt werden. Auch die assoziierten Mitglieder Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela übernehmen diese Regelung. Die Regelung wird voraussichtlich Anfang 2009 in Kraft treten. Damit ist der erste Schritt in Richtung eines freien Personenverkehrs innerhalb der Mercosur-Staaten getan. Der nächste Schritt wäre, ähnlich wie in der Europäischen Union, die Abschaffung der Grenzkontrollen. Ob und wann dies geschehen wird, ist jedoch noch nicht bekannt. (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)


22. Juni 2008 | Brasilien: São Paulo mit weltweit größter Hubschrauberdichte | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: São Paulo mit weltweit größter Hubschrauberdichte (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Pozzebom)Nach einem Bericht der englischen Tageszeitung “Guardian” ist São Paulo, noch vor Tokio und New York, die Stadt mit der weltweit größten Hubschrauberdichte. Insgesamt gibt es in São Paulo 420 Helikopter, welche pro Jahr circa 70.000 Flüge über dem Zentrum der Millionenmetropole absolvieren. In den letzten 10 Jahren (von 1999 bis 2008), ist die Anzahl der Helikopter im Bundesstaat São Paulo um fast ein Drittel von 374 auf 496 gestiegen. Bezogen auf die Hubschrauberlandeplätze befinden sich in São Paulo 75% aller Landeplätze von ganz Brasilien, sowie 50% mehr, als in Großbritannien. Ursache dieser, bezogen auf die Umwelt, negativen Entwicklung sind die bis zu 200 Kilometer langen Staus, welche die Industriestadt durch die knapp 20 Millionen Einwohner (Metropolregion) und deren Fahrezuge lahmlegen. Dadurch suchen vor allem Geschäftsleute wie Bänker, Firmenchefs und Journalisten nach Alternativen. (Bildquelle: Agencia Brasil, Fabio Pozzebom)


16. Juni 2008 | Brasilien, Paraguay: Brasilien verliert WM-Quali gegen Paraguay | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Brasilien, Paraguay: Brasilien verliert WM-Quali gegen Paraguay, Carlos Dunga und Luiz Inacio Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Im Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat Brasilien gestern überraschend gegen den bisherigen Tabellenführer Paraguay mit 0:2 verloren. Bereits nach 25 Minuten erzielte Santa Cruz das 1:0 für Paraguay. Trotzdessen, dass Paraguay fast die komplette zweite Hälfte mit nur 10 Mann spielte, reichte es zum Sieg gegen die Seleção. Die Brasilianer weisen, wie auch andere Teams, eine ausgeprägte Auswärtsschwäche auf. Nicht nur, dass sich das Team um Carlos Dunga schon vor dem Spiel mit einem möglichen Unentschieden zufrieden zeigt, sondern auch die Statistik beweist diese Tendenz, denn Brasilien hat seit vier Jahren kein einziges Auswärtsspiel in der WM-Quali gewinnen können. Im nächsten Spiel gegen Argentinien gehts für Brasilien fast schon um alles. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


12. Juni 2008 | Brasilien: Brauerei-Konzern Inbev will Anheuser-Busch kaufen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Begünstigt durch den billigen Dollar hat der brasilianisch-belgische Brauereikonzern InBev (z.B. Beck’s, Stella Artois) seinem nordamerikanischen Konkurrenten Anheuser-Busch (z.B. Budweiser) ein 46,3 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot gemacht. Sollte diese feindliche Übernahme durch Inbev gelingen entstände mit einem Umsatz von 36,4 Mrd. USD und einem jährlichen Bierausstoß von 460 Mio Hektolitern der größte Bierbrauer der Welt. Dass die Gründerfamilien Anheuser-Busch, welche zwar einen geringen Aktienanteil, aber starken politischen Einfluß besitzen, der Übernahme zustimmen gilt als unwahrscheinlich. InBev ist 2004 aus der Fusion der brasilianischen Ambev und belgischen Interbrew-Gruppe entstanden, wird aber auf dem Posten des Firmenchefs und im Vorstand durch Brasilianer dominiert. Inbev verkauft zurzeit Bier in 130 Ländern.


06. Juni 2008 | Brasilien: Rio de Janeiro offizieller Kandidat für Olympia 2016 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien

Brasilien: Rio de Janeiro offizieller Kandidat für Olympia 2016 (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)Das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Rio de Janeiro am Mittwoch (04.06.) zum offiziellen Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele 2016 erklärt. Neben Rio kämpfen auch Chicago, Madrid und Tokio um die Vergabe der Spiel. Alle vier Städte setzten sich in der Vorauswahl gegen Prag, Doha (Katar) und Baku (Aserbaidschan) durch. Rio wurde am 1. September 2006 durch das Brasilianische Olympische Komitee nominiert und bewirbt sich nach 2004 und 2012 bereits zum dritten Mal für Olympia, nachdem es zuvor stets in der Vorauswahl der offiziellen Bewerberstädte scheiterte. Zwar gelten Chicago und Tokia als Favorit, jedoch werden Rio de Janeiro auch gute Chancen eingeräumt. Zum einen gab es noch nie Olympische Spiele in Südamerika, zum anderen entstanden durch die Panamerikanischen Spiele 2007 bereits viele neue Sportstätten. (Bildquelle: Agencia Brasil, Antonio Cruz)


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