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Brasilien, Paraguay: Stromausfall in Itaipú offenbart Nachteile der zentralen Energieversorgung

11. November 2009 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay

Brasilien, Paraguay: Stromausfall in Itaipú offenbart die Nachteile der zentralen Energieversorgung - Foto: Rose Brasil, ABrEin Stromausfall riesigen Ausmaßes erfasste gestern Abend gegen 22 Uhr (Ortszeit) weite Teile Brasiliens und Teile Paraguays. Fast ein Viertel der Bevölkerung, knapp 50 Millionen Menschen, waren von dem Stromausfall betroffen. Besonders heikel erwies sich die Lage in Sao Paulo und Rio de Janeiro, wo aufgrund der hohen Kriminalitätsrate die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt wurde. Lichter erloschen, und der Autoverkehr brach zusammen. Angesichts der chaotischen Umstände rief der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eine Krisensitzung ein, um die Ursachen für den Stromausfall zu benennen. Brasiliens Energieminister Edison Lobao beeilte sich zu versichern, dass das System nicht empfindlich, sondern das sicherste der Welt sei. Allerdings wurden in Brasilien schon öfter massive Stromausfälle registriert. Und erneut dürfte die Ursache im Kraftwerk Itaipú liegen, das knapp 25 Prozent des brasilianischen Stroms produziert. Nach jetzigem Stand der Erkenntnisse führte ein Kurzschluss dazu, dass das Kraftwerk vorübergehend ausgefallen ist und dann erst wieder hochgefahren werden musste. Dadurch kam es zu einem plötzlichen Ausfall von 17.000 Megawatt. Kritiker sehen das als Beleg für die prekäre Energiesicherheit, in der sich Brasilien befindet. Statt weiter auf stark zentralisierte, riesige Wasserkraftwerke zu setzen, sollte das Land stärker das Potential von Windkraft, Sonnenenergie oder Biomasse nutzen (Bildquelle: Rose Brasil, Agencia Brasil).


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1 Kommentar zu “Brasilien, Paraguay: Stromausfall in Itaipú offenbart Nachteile der zentralen Energieversorgung”

  1. reinhold hofer vom 5. Januar 2010 - 23:50 Uhr

    die hiesigen stromausfälle sind wirklich nicht selten, je weiter weg von der stadt, desto instabiler wird das netz. die hier übliche verdrahtungstechnik, das nichtexistierende elektrohandwerk mit den damit verbundenen standarts und vorschriften, sowie das fehlen von 3-phasen hausanschlüssen tun das ihrige, um das netz zu destabilisieren.
    der von ihnen geschilderte stromausfall war wirklich extrem, öffentlich wie privat.
    nur bei mir zuhause nicht, mein synchron-dieselgenerator springt nach max. 10 sec. an und versorgt die ganze hütte, das 2 kva-usv schützt vor kurzzeitigen spikes. die brasis denken an so was überhaupt nicht.

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