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Brasilien: Unangenehme Situation zwischen Lula und al-Bashir

01. April 2009 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Brasilien, Noticias Venezuela

Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)Der brasilianische Präsident Lula da Silva verließ das offizielle Mittagessen des Treffens zwischen den arabischen und südamerikanischen Länder in Doha (31.03.), als er bemerkte, dass sein Platz neben dem sudanesischen Präsident Omar al-Bashir sein würde. Gegen al-Bashir wurde durch den Internationale Strafgerichtshof (ICC) wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen 2003 in Darfur (Westsudan) Haftbefehl erlassen, den al-Bashir allerdings nicht ernst nahm und sich danach auf Afrikareise begab. Lula entschuldigte sich und verlies den Saal für den Rest der Mahlzeit. Die südamerikanischen Meinungen bezüglich al-Bashir sind jedoch verschieden. So lud der venezolanische Präsident Chávez Bashir ein, sein Land zu besuchen, und sagte, dass der ehemalige US-amerikanische Präsident Bush auch des Völkermords schuldig sei, aber nicht von der internationalen Gemeinschaft verurteilt wurde. Chávez unterstütze damit die Liga der arabischen Länder. Die chilenische Präsidentin Bachelet distanzierte sich, wie Lula, von dieser Haltung. (Bildquelle: Agencia Brasil, Ricardo Stuckert)


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