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Bolivien: Streit um Mallku Khota – Aktien

11. Oktober 2012 | Kategorie(n): Noticias, Noticias Bolivien

Bolivien: Mineros, Bergarbeiter in Bolivien Foto: Corrado Scropetta

Die kanadische Tochtergesellschaft der South American Silver Corporation, Compañía Minera Mallku Khota (CMMK), verdiente ca. 18 Mio. US-Dollar mit dem Verkauf von Aktien an der Toronto Stock Exchange in Kanada. Da auf große Bodenschatzvorkommen im Mallku Khota–Gebiet spekuliert wurde, stieg der Aktienwert um das Doppelte und machte hohe Gewinne. Laut der South American Silver Corporation zeigen Studien, die im Auftrag der CMMK durchgeführt wurden, dass die Bodenschatzvorkommen im Norden von Potosi eine der reichsten Silber-, Indium- und Gallium-Ablagerungen weltweit besitzt. Der Präsident der bolivianischen COMIBOL kritisierte die unerlaubt durchgeführten Studien und das Schüren falscher Erwartungen. Die COMIBOL wirft der kanadischen Firma ebenfalls vor, illegal im Land gewesen zu sein, da mit dem bolivianischen Staat keine Übereinkunft über Miet- oder Konzessionsverträge für Bergbau- und Forschungsarbeiten getroffen wurde. Die Verstaatlichung der Bodenschätze und der Umgang mit transnationalen Gesellschaften stimuliert in diesem Gebiet einen gewalttätigen, sehr komplexen Konflikt. Die hier lebenden Gemeinschaften wurden in verschiedene Lager gespalten. Es kommt immer wieder zu Spannungen und blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei und der Bergbaugesellschaft Empresa Minera Huanani, die der COMIBOL unterstellt ist. Der jüngste Konflikt vor einer Woche forderte mehrere Todesopfer. (Bildquelle: Corrado Scropetta)


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