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Noticias Lateinamerika

21. September 2009 | Argentinien: Weiterhin lebt ein Viertel der Bevölkerung in Armut | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentiniens Armut bleibt hoch. Im Bild eine Asamblea Interbarrial im Jahr 2001 - Foto: Oriana EliçabeArgentiniens goldene Zeiten sind lang vorbei. Das wird einmal mehr bei der Präsentation der neuen Armutszahlen deutlich. In dem Land, das bis Anfang der 1950er Jahr vom Wohlstandniveau vergleichbar mit Kanada oder Australien war, leben nach Angaben der Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner 23 Prozent der Bevölkerung in Armut. Die Universidad Católica Argentina beziffert in einer Studie die Zahl sogar auf 39 Prozent. Zwar liegt das jetzige Niveau weit unter dem Höchststand von 57 Prozent am Ende der schweren Wirtschaftskrise von 2002. Aber es bewegt sich dennoch weiterhin im Bereich wie vor 10 Jahren. Das heisst, für ein Viertel der Bevölkerung muss dieses Jahrzehnt erneut als ein „verlorenes Jahrzehnt“ angesehen werden. Die Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner will nun mit 272 Millionen Euros ein Programm zur Gründung von Kooperativen unterstützen, mit dem bis zu 100.000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Ohnehin scheinen viele Hoffnungen auf der Genossenschaftsbewegung wie im Falle Zanon/FASINPAT zu liegen. Selbstinitiative ist angesagt. Denn Slumbewohner wie z.B. die von Villa Itatí beschweren sich immer wieder, dass staatliche Hilfe nie bis zu ihnen gelangt (Bildquelle: Oriana Eliçabe).


19. September 2009 | Argentinien: Debatte um neues Kommunikationsgesetz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Schatten über der Pressefreiheit in Argentinien” schrieb die Neue Zürcher Zeitung Anfang der Woche und bediente damit den auch in Argentinien vorrangigen, teils polemischen und schlecht informierten Diskurs über ein neues Kommunikationsgesetz. Der Quetzal nimmt dies zum Anlass, einige Fakten im Bezug auf das Ley de Servicios de Comunicación Audiovisual zu klären, die vor allem im aktuellen Streit zwischen der Regierung von Cristina Fernández und der Mediengruppe Clarín unterzugehen drohen: 1. Das bestehende Kommunikationsgesetz trat unter der Militärdiktatur in Kraft und ordnete sich der Doktrin der nationalen Sicherheit unter. Zwar wurden in den Jahren nach der Rückkehr zur Demokratie Änderungen daran vorgenommen, der repressive Charakter, wie etwa die Unterordnung unter die genannte Doktrin, die Präsenz von Militärs im Direktorium der Kommunikationsbehörde COMFER oder die zentralisierte Entscheidungsmacht des Staatspräsidenten, blieb unangetastet.  2. Die Behauptung, dass die Regierung die Vergabe der Sendelizenzen alle zwei Jahre überprüfen kann, ist stark verkürzt. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass alle zwei Jahre das Maximum einer einzelnen Person/Unternehmen zustehenden Lizenzen überprüft wird. 3. Der Entwurf sieht weiterhin die Partizipation zweier Angehöriger politischer Minderheiten im fünfköpfigen Direktorium der COMFER vor und weist damit mehr Pluralität als der Oppositionsvorschlag auf. 4. Die Behauptung der NZZ, dass “in Zukunft die Frequenzen zu je einem Drittel auf öffentliche Anstalten, auf private Sender und auf nicht gewinnorientierte Nichtregierungsorganisationen aufgeteilt werden” ist falsch. Der Entwurf sieht lediglich die Reservierung eines Drittels des Frequenzspektrums für nicht-kommerzielle Organisationen vor, die sonst nicht mit Medienkonglomeraten wie der Clarín-Gruppe konkurrieren könnten. Die angespannte politische Situation zwischen der Regierung und der Opposition, respektive den privaten Medien wie Clarín wurde u.a. befördert durch die Exportsteuer auf Soja oder den jüngsten “Coup” der einseitigen Kündigung der Fernsehübertragungsrechte der Fußballspiele der ersten Liga – bislang im Besitz des Medienunternehmens TSC, das zur Hälte der Clarín-Gruppe gehört – nach Übereinkommen zwischen Fußballverband und Regierung sowie ihre Übertragung auf den staatlichen Fernsehsender Canal 7.


06. September 2009 | Südamerika: Brasilien als erstes Team für WM 2010 in Südafrika qualifiziert | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Lateinamerika

Südamerika: Brasilien nach Sieg gegen Argentinien als erstes Team für WM 2010 in Südafrika qualifiziert, Carlos Dunga und Präsident Lula da Silva (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Mit einem deutlichen 3:1 Auswärtssieg gegen den Erzfeind Argentinien hat sich Brasilien als erstes Team Südamerikas für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifiziert. Bereits nach 30 Minuten stand es 2:0 für die “Seleçao”. Zwar konnte die “Albiceleste” in der 65. Minute nochmal auf 1:2 verkürzen, Brasilien konterte jedoch nur zwei Minuten später mit dem 3:1. Durch den Sieg konnte sich Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga auch im direkten Duell der Trainer gegen Diego Maradona duchsetzen. Von dessen Taktik, das Spiel aufgrund der besseren Athmospähre im reinen Fußballstadion in Rosario (gut 40.000 Zuschauer) auszutragen, ließ sich Brasilien jedoch nicht beeindrucken. Maradona setzte seinen Willen dabei gegen den Verbandspräsidenten und die Statistik durch, denn im Nationalstadion “El Monumental” in Buenos Aires wurde bisher nur eines von 45 WM-Qualifikationsspielen verloren. Maradona muß nun sogar um seinen Job fürchten, sollte Argentinien (22 Punkte) das nächste Spiel am 9. September gegen den Drittplazierten der Tabelle, Paraguay (27 Punkte), verlieren. Brasilien führt nun die Tabelle mit 30 Punkten an, gefolgt von Chile mit 27 Punkten. Kolumbien und Ecuador mit je 20 Punkten kämpfen gegen Argentinien um die sichere WM-Qualifikation, denn der Tabellenfünfte muß in die Relagation gegen den Viertplatzierten der nordamerikanischen Concacaf-Gruppe. (Bildquelle: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


01. September 2009 | UNASUR: Gipfel berät über US-Basen in Kolumbien | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika

unasur.jpgAm letzten Wochenende haben sich die zwölf südamerikanischen Staatschefs im argentinischen Wintersportort Bariloche getroffen, um über die Konsequenzen des jüngst zwischen Kolumbien und den USA geschlossenen Militärabkommens zu beraten. Dieses legt u.a. fest, dass die Vereinigten Staaten sieben kolumbianische Militärbasen militärisch nutzen können. Die meisten Staaten der Region sehen darin eine Gefahr für Frieden und Sicherheit auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Lediglich der peruanische Präsident Alan García unterstützte die Position seines kolumbianischen Amtskollegen Alvaro Uribe, der das Abkommen mit dem Hinweis verteidigte, dass dieses im Kampf gegen Drogenkriminalität und linke Rebellen unverzichtbar sei. Bezeichnender Weise hatte García im Vorfeld des Gipfels der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) versucht, die Diskussion über das Militärabkommen mit Verweis auf die bolivianisch-chilenischen Grenzverhandlungen von der Tagesordnung nehmen zu lassen. Äußerst kritisch wird das Abkommen von den linken Präsidenten Boliviens (Evo Morales), Ecuadors (Rafael Correa) und Venezualas (Hugo Chávez) gesehen, während die Staatsoberhäupter Brasiliens (Luiz Inácio Lula da Silva) und Argentiniens (Cristina Fernández de Kirchner) eine vermittelnde Position einnehmen. Ein eher kurioses Ergebnis des UNASUR-Gipfels besteht darin, dass Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe laut Mitteilung des Präsidialamtes vom Sonntag unmittelbar nach seiner Abreise aus Argentinien an der Schweinegrippe erkrankt ist.


28. August 2009 | Lateinamerika, Argentinien: Aufgeheizter UNASUR-Gipfel in Bariloche | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Lateinamerika

Lateinamerika, Argentinien: Aufgeheizter UNASUR-Gipfel in BarilocheDie malerische Umgebung des argentinischen Tourismuszentrums Bariloche dient heute als Kulisse für einen Sondergipfel der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR). Hauptthema des Treffens der Staatsoberhäupter der 12 Mitgliedsländer wird das aktuelle Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA sein. Die in dem bilateralen Abkommen ausgehandelte Nutzung kolumbianischer Militärbasen durch US-Streitkräfte hat die politischen Wellen in Lateinamerika zuletzt hochschlagen lassen. Das Abkommen wird von Staatschefs wie Hugo Chávez (Venezuela), Rafael Correa (Ecuador) oder Evo Morales (Bolivien) stark kritisiert und als Bedrohung für den Frieden und die Selbstbestimmung der Region gesehen. Im Vorfeld des Gipfels demonstrierten Menschenrechtsgruppen, Gewerkschafter und Vertreter der indigenen Mapuche gegen das Abkommen. Auf diplomatischem Parkett wollen nun vor allem Brasiliens Präsident Lula da Silva und Gastgeberin Christina Kirchner in Bariloche versuchen, zwischen dem kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe und Hugo Chávez zu vermitteln. Von verschiedenen Seiten wurden bereits Forderungen nach kolumbianischen Garantien – etwa in Form einer diplomatischen Note – geäußert, dass die Stationierung der US-Truppen nur der Drogenbekämpfung im Inneren des Landes diene. Die Bekämpfung der Drogenmafia in der Region wird ein weiteres Thema des Gipfels sein. Diplomatische Spannungen gibt es derzeit auch zwischen Peru und Chile, da der peruanische Präsident Alan García Chile beschuldigte, heimlich mit Bolivien über einen Meereszugang für das seit dem Salpeterkrieg vom Pazifik abgeschnittene Land zu verhandeln. Statt Barack Obama, der eingeladen war, aber abgesagt hat, wird Christopher McMullen, Deputy Assistant Secretary für Angelegenheiten der westlichen Hemisphäre des US-Außenministeriums, am Treffen in Bariloche teilnehmen.


26. August 2009 | Argentinien: Bauernverbände kündigen Streik an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Bauernverbände kündigen Streik an - Bildquelle: Presidencia de la Nación ArgentinaDie Führer der vier größten Bauernvereinigungen Argentiniens haben gestern einen siebentägigen Proteststreiks gegen die Agrarpolitik der Regierung von Cristina Fernández de Kirchner angekündigt. Der Verkauf von Feldfrüchten und Fleischprodukten soll für eine Woche eingestellt werden. Die Bauern verlangen von der Regierung eine Senkung der Exportsteuern für Getreide, vor allem für Sojabohnen. Argentinien ist nach den USA und Brasilien der drittgrößte Sojaexporteur von in der Welt, die Bauern hoffen auf einen größeren Anteil am Geschäft mit China, das verstärkt Sojaprodukte nachfragt. Darüber hinaus werden Forderungen auf Steuersenkungen für die Landwirte erhoben, denen wegen einer Dürre Einkommenseinbußen von bis zu 50% drohen. Die Regierung lehnt diese ab. Die Proteste sollen sich auf die Verkaufsstopps beschränken, Straßensperren, wie bei dem viermonatigen Streik im letzten Jahr – so die Bauernführer auf einer Pressekonferenz – sind vorerst nicht geplant (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina).


19. August 2009 | Honduras, Argentinien, Peru: Honduras bricht diplomatische Beziehungen mit Argentinien ab. Zelaya in Lima | Kategorie(n): Honduras - Chronologie des Putsches 2009, Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Honduras, Noticias Peru

Honduras, Argentinien, Peru: Honduras bricht diplomatische Beziehungen mit Argentinien ab. Zelaya in Lima (Bildquelle: Agencia Brasil, Jose Cruz)Als Antwort auf die Ausweisung der Botschafterin in Argentinien hat gestern das honduranische De-Facto-Regime von Roberto Micheletti den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit diesem Staat bekannt gegeben. Das Außenministerium von Honduras informierte, dass es ab jetzt die Beziehungen mit Buenos Aires über den Umweg der israelischen Botschaft in Argentinien unterhalten werde. Am 13. August wurde die honduranische Botschafterin Carmen Eleanora Ortez Williams von Argentinien wegen ihrer Unterstützung der Micheletti-Regierung ausgewiesen. In der Zwischenzeit ist heute der abgesetzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, in Lima unter starken Sicherheitsvorkehrungen für ein Treffen mit dem peruanischen Präsidenten Alan García angekommen. Zelaya sucht eine regionale Koalition nach seinem Sturz am 28. Juni diesen Jahres durch Micheletti. (Bildquelle: Agencia Brasil, Jose Cruz).


12. August 2009 | Venezuela, Argentinien: Venezuela kauft jetzt in Argentinien ein | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Venezuela

Venezuelas Präsident Hugo Chávez und die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner - Foto: Presidencia de Argentina

Argentinische Geschäftsleute sind Nutznießer der bilateralen Krisen zwischen Venezuela und Kolumbien. Nachdem Venezuelas Präsident Huga Chávez am 28. Juli die diplomatischen und kommerziellen Beziehungen zu dem Nachbarland eingefroren hatte, kündigte die Regierung in Caracas nun an, Venezuela werde die Waren, die das Land bisher aus Kolumbien eingeführt habe, aus Argentinien beziehen: von Lebensmitteln über Maschinen bis zum Shampoo. Die erste Transaktion wurde am Montag, im Vorfeld eines Besuchs der argentinischen Präsidentin Kirchner in Caracas beschlossen: Venezuela kauft jetzt in Argentinien die 10.000 LKWs, PKWs und Busse, die Kolumbien jährlich lieferte. Gestern unterzeichneten Cristina Kirchner und Hugo Chávez in Anwesenheit von Industriellen aus beiden Ländern insgesamt 20 Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in den Bereichen Automobilindustrie, Technologie und Agrarindustrie. Die Vereinbarungen bewegen sich in einem Finanzrahmen von 1,1 Milliarden US-Dollar. Am Sonntag kündigte Chávez in seiner Fernsehsendung „Aló Presidente“ an, Venezuela werde die Gaslieferungen zu Vorzugskonditionen an die kolumbianischen Departamentos La Guajira und Norte de Santander suspendieren (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina).


28. Juli 2009 | Argentinien: Manu Chao: Neues Album mit Klinikinsassen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Manu Chao: Neues Album mit Klinikinsassen - Bildquelle: SubLaLunoDer französische Sänger Manu Chao veröffentlichte ein neues Album. „La Colifata“ hat er zusammen mit Patienten der Klinik für Neuropsychiatrie José Tiburcio Borda in Buenos Aires aufgenommen. Die 20 Titel laden ein zu „lachen, weinen, meditieren“, sie beschäftigen sich mit dem Leben, dem Tod, mit Einsamkeit, Liebe und dem Ende der Welt. Das Album kann von der Webseite VivaLaColifata.org heruntergeladen werden und kostet so viel, wie man zahlen möchte. „La Colifata“ ist eine Radiostation, die seit 1991 von Patienten der Klinik unter Leitung des Psychologen Alfredo Olivera betrieben wird und jeden Samstag fünf Stunden auf Sendung geht. Das Radioprogramm soll den Patienten ihre Stimme zurückgeben und ein Beitrag gegen die soziale Stigmatisierung und den Ausschluss psychisch Kranker aus der Gesellschaft sein. „Radio La Colifata“ hat inzwischen zahlreiche Nachahmer in verschiedenen Ländern (erst im Juni wurde in Mexiko-Stadt ein „Colifata“ ins Leben gerufen), zudem werden die Sendungen von anderen argentinischen Radiostationen übertragen. Manu Chao unterstützt das Projekt seit fünf Jahren. Der Erlös aus dem Verkauf des Albums „La Colifata“ kommt dem Krankenhaus und dem Radioprojekt „La Colifata“ zugute. (Bildquelle: SubLaLuno)


29. Juni 2009 | Argentinien: Herbe Niederlage für Partei von Cristina Kirchner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Cristina Kirchner bei der Abgabe ihrer Stimme zur Parlamentswahl in Santa Cruz - Foto: Presidencia de ArgentinaBei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Argentinien hat die Regierungspartei von Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner offenbar eine herbe Niederlage einstecken müssen. Durch den Triumph der Konservativen in weiten Teilen des Landes droht nun für sie der Verlust der Parlamentsmehrheit. Entscheidend für den Wahlausgang war aufgrund der hohen Zahl an Wählern vor allem das Abschneiden in der Provinz Buenos Aires und in der Hauptstadt selbst. In beiden erreichten die Kanditaten des konservativen Unión-Pro-Bündnisses mit über 30 Prozent der Stimmen den ersten Platz, wobei Francisco de Narvaez in der Provinz sogar den ehemaligen Präsidenten Néstor Kirchner besiegen konnte. Am Montagmorgen gestand der Ehemann der jetzigen Präsidentin seine Niederlage ein. Die Ergebnisse dieser Zwischenwahlen gelten gemeinhin als Stimmungsbarometer für die Präsidentschaftswahlen 2011. Zugleich lässt sich konstatieren, dass viele Wähler der Mittel- und Oberklasse Cristina Kirchners interventionistische Konjunkturpolitik und ihren aggressiven Führungsstil gegenüber den Wirtschaftseliten z.B. bei der Steuererhöhung auf Sojaexporte nicht gutheißen. (Bild: Presidencia de la Nación Argentina).


21. Juni 2009 | Argentinien: Elendsviertel von Buenos Aires weiter gewachsen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Elendsviertel von Buenos Aires weiter gewachsen, Foto: Quetzal-RedaktionNach einer aktuellen Studie der argentinischen Regierung sind die Slums in Buenos Aires in den letzten zwei Jahren um 25 Prozent gewachsen. Mittlerweile leben ungefähr 200.000 Menschen, d.h. sieben Prozent aller Einwohner, in den 14 Elendsvierteln und gut 40 Siedlungen am Rande von Buenos Aires. Die Gebiete sind geprägt von einer fehlender Kanalisation, keinem Zugang zu fließendem Wasser oder Elektrizität sowie einer hohen Kriminalitätsrate. Allein 2009 werden insgesamt 200 Millionen argentinischen Peso (etwa 50 Millionen US-Dollar) in die Versorgungsinfrastruktur investiert. Ziel ist es, bis Ende des Jahres zwei der 14 Elendsviertel in Stadtviertel zu verwandeln. War das Wachstum in der Vergangenheit noch durch die argentinische Wirtschaftskrise im Jahr 2001 begründet, sind es jetzt zudem ausländische Migranten. Diese machen in manchen Elendsgebieten bereits bis zu 70 Prozent der Bewohner aus. Aufgrund des starken Wachstums hat die Stadtverwaltung ihre seit den 60er Jahren umgesetzte Strategie der Zwangsräumung von Elendsvierteln nun ebenfalls angepaßt, mit dem Ziel der Urbanisierung dieser. Das betrifft vor allem die 14 Elendsviertel, denn kleine Siedlungen haben per Definition keine gesetzliche Garantie auf öffentliche Gelder. (Bild: Quetzal-Redaktion, mcm)


20. Mai 2009 | Argentinien: José-Martí-Preis an argentischen Politikwissenschaftler | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: José-Martí-Preis (UNESCO) an argentischen PolitikwissenschaftlerDer argentinische Sozialwissenschaftlicher Atilio Alberto Borón, ehemals Exekutivsekretär des Lateinamerikanischen Rates für Sozialwissenschaften (CLACSO) erhält den José- Martí-Preis 2009 der UNESCO. Wie UNESCO-Generalsekretär Koichiro Matsuura mitteilte, erhält Borón den mit 5.000 Dollar (3.600 €) dotierten Preis für seine “unermüdliche Unterstützung für die Einheit und Zusammenarbeit der Staaten Lateinamerikas“. Die UNESCO wolle mit diesem Preis den Beitrag des Professors für Politikwissenschaften zum Studium und zur Verbreitung des Denkens „des Apostels der Unabhängigkeit Kubas“, José Martí, würdigen. Der Preis wird am 17. Juli in Kuba übergeben.


17. Mai 2009 | Argentinien: Stadt Magdalena beendet Prozess gegen Shell | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Die Stadt Magdalena (120 km von Buenos Aires entfernt) war am Sonntag (17. Mai 2009) in einem Bürgerentscheid aufgerufen, wählen zu gehen. Die BürgerInnen sollten sich entscheiden, ob die Stadt wegen eines der bisher größten Umweltschäden in Argentinien eine Ausgleichszahlung vom Mineralölkonzern Shell bekommen sollte oder ob die Stadt ihren gerichtlichen Prozess gegen die Firma weiterhin fortsetzen soll. Im Januar 1999 war ein Tanker von Shell mit einem deutschen Schiff vor der Mündung des Rio de la Plata kollidiert. 5,3 Millionen Liter Öl liefen ins Meer aus. Seitdem kämpft die Stadt Magdalena gegen das Unternehmen. 25% der 12.000 Wahlberechtigten haben nun an dem Bürgerentscheid teilgenommen und mit 77% der abgegebenen Stimmen für eine außergerichtliche Einigung votiert, wodurch Shell US$ 9,5 Millionen zahlen wird. Das Geld soll den Tourismus in der Region fördern sowie für den Bau eines Industrieparks genutzt werden. Trotz des Kompromisses kämpfen die einzelnen Bürger von Magdalena in insgesamt 500 Klagen weiter gegen Shell, das seine Schuld am Unfall nicht anerkennt und dadurch auch jene Einwohner ignoriert, die noch an den schweren Folgen des Unfalls leiden.


03. Mai 2009 | Argentinien: Postum neues Buch von Julio Cortázar veröffentlicht | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

25 Jahre nach dem Tod Julio Cortázars wurde heute in Buenos Aires ein Buch mit bisher unveröffentlichten Texten des berühmten argentinischen Schriftstellers publiziert. Die meisten Texte kamen erst durch Zufall Weihnachten 2006 an Licht, als der Schriftsteller Carles Álvarez Garriga und die erste Frau und Testamentsvollstreckerin Cortázars, Aurora Bernárdez, sie aus den Tiefen einer Kiste in seiner letzten Wohnung in Paris hervorholten. Das Buch mit dem Titel Papeles inesperados (Unverhoffte Papiere) ist sofort zum wichtigsten Thema der derzeit stattfindenden Buchmesse in der argentinischen Hauptstadt geworden. Inhaltlich ähnelt es mit seinen elf Erzählungen, drei Geschichten von Cronopios (eine spezielle Kreation von Cortázar, z.B. Gedichte ohne Reim), elf Episoden mit Lucas, 35 Texten über Literatur und Politik, zehn Artikeln für Freunde, 13 Gedichten und einer Reihe unklassifizierbarer Texte sehr einer unendlichen Rayuela (entsprechend dem deutschen Kinderspiel Himmel und Hölle). Wann das Buch auf Deutsch übersetzt wird, ist ungewiss. Am 27. Mai bringt es der spanische Verlag Alfaguara in Europa heraus.


07. April 2009 | Spanien, Argentinien, Frankreich: Unveröffentlichter Briefwechsel von Julio Cortázar | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Die spanische Herausgeberin Alpha Decay publiziert in der kommenden Woche einen Band mit bisher unveröffentlichten Briefen des argentinischen Schriftstellers Julio Cortázar. Der Band mit dem schlichten Titel „Correspondencia. Julio Cortázar, Carol Dunlop, Silvia Monrós-Stojakovic“ präsentiert den Briefwechsel zwischen Cortázar, seiner zweiten Frau, der Fotografin Carol Dunlop, und deren gemeinsamer Freundin Silvia Monrós-Stojakavic, der serbo-kroatischen Übersetzerin der Bücher des Argentiniers. Die Briefe und Karten stammen vor allem aus der letzten Lebensphase Cortázars; Themen der Korrespondenz sind die Arbeit an dem Buch „Los autonautas de la cosmopista“, das Cortázar und Dunlop gemeinsam schrieben, die Erkrankung des Schriftstellers an Leukämie und der Tod von Carol Dunlop im Jahre 1982.


02. April 2009 | Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Letzte Huldigung an Raúl Alfonsín (2.v.r., Archivfoto vom 1.10.2008), Foto: Presidencia de la Nación ArgentinaDer ehemalige argentinische Präsident (1983-1989) Raúl Alfonsín ist heute mit 82 Jahren gestorben. Seit Jahren litt er an Lungenkrebs. 60.000 Personen begleiteten in Buenos Aires seinen Sarg und brachte ihm somit eine letzte Huldigung. Raúl Alfonsín gewann die Wahlen im Jahr 1983. Er war der erste demokratische Präsident nach der Beendigung der Militärdiktatur. Er musste sich um ein moralisch zerrissenes und wirtschaftlich darniederliegendes Land kümmern. Unter seiner Regierung fand das erste Mal in Lateinamerika eine Anklage gegen ein ehemaliges Militärregime aufgrund ihrer Verbrechen statt. Er ist auch bisher in der argentinischen Geschichte der einzige Präsident, der keine Anklage wegen Korruption hatte. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


21. März 2009 | Argentinien: Verkaufsstopp für Getreide und Rindfleisch durch Bauernstreik | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Verkaufsstopp für Getreide und Rindfleisch durch Bauernstreik (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)Bereits Ende Februar diesen Jahres hatten die größten argentinischen Agrargewerkschaften fünf Tage lang gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Exportsteuern auf landwirtschaftliche Produkte gestreikt. Durch die anhaltende Dürre und die deutlich gesunkenen Weltmarktpreise ihrer Exportprodukte sehen sich die Bauern jedoch starken Einnahmeverlusten konfrontiert. Zwar wurden erst vor kurzem die Exportsteuern für Weizen und Mais um fünf Prozentpunkte reduziert, jedoch ist dies aus Sicht der Bauern nicht ausreichend. Aus diesem Grund wurde am Freitagabend (20.03.009) der Verkauf von Getreide und Rindfleisch gestoppt. Durch den am heutigen Samstag beginnden siebentägigen Streik soll eine weitere Senkung der Steuern gefordert werden. Die Regierung um Christina Kirchner argumentiert hingegen, dass die Staatseinnahmen durch Exportsteuern bei der Bewältigung der Folgen der internationalen Finanzkrise dringend benötigt werden. So sollen z.B. 30 Prozent der Sojasteuern in einen landesweiten Fonds fließen. Mit der Kritik an unzureichenden Maßnahmen der Regierung gegen die Dürre haben die Gewerkschaften zwar recht, die Argumentation, dass eine Senkung der Exportsteuern die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verbessert, ist jedoch nicht ganz richtig. Durch die Dürre kam es zu enormen Ernteausfällen, wodurch Argentinien eher Probleme hat, seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


18. März 2009 | Argentinien: Erster Sieg für Cristina Kirchner | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Erster Sieg für Christina Kirchner (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Die Regierung erhielt heute das notwendige Quorum, um den Entwurf zur vorzeitigen Anberaumung der Parlamentswahl in den Ausschuss für Verfassungsangelegenheiten einzubringen. Damit kann Cristina Kirchner an den geplanten Parlamentswahlen im Juni festhalten, obwohl die Opposition gegen diese Maßnahme kämpft, um sie zu ablehnen. Ab jetzt braucht die Kirchner-Fraktion 127 Stimmen in der Abgeordnetenkammer, in der sie aber nur 113 Stimmen hat. D.h., sie muss die fehlenden 21 suchen. Die Präsidentin begründet ihre Entscheidung zur Vorverlegung der Wahl damit, dass die Weltfinanzkrise dies notwendig mache. Die Opposition dagegen behauptet, diese Gesetzesänderung passiere aufgrund ihrer stetig abnehmenden Popularität. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


13. März 2009 | Argentinien: Parlamentswahlen schon im Juni | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Parlamentswahlen schon im Juni (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Die argentinische Regierung möchte die Parlamentswahlen auf den 28. Juni vorziehen. Diese Information bestätigte heute die Präsidentin Cristina Kirchner. Sie schickte deshalb einen Entwurf zum Parlament, um diesen Punkt zu diskutieren. Sie sagte, dass die vorzeitige Anberaumung der Parlamentswahl aufgrund der Auswirkungen der Weltfinanzkrise erfolge. Dafür braucht die Regierung jedoch die Zustimmung des Parlaments, das in diesem Fall das Wahlgesetz ändern müsste – und zwar drei Monate vor den Wahlen. Das bedeutet, dass am 28. März der Frist ausliefe. Erfolgt die Zustimmung, wäre die Wahl für das Buenos Aires-Parlament im kommenden Juni und die Wahl für die nationale Abgeordnetenkammer und den Senat im Oktober. Normalerweise finden die Parlaments- und Senatswahlen zusammen am vierten Sonntag im Oktober statt. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


26. Februar 2009 | Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien

Brasilien: Weizenimporte aus Argentinien müssen diversifiziert werden (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)10,2 Millionen Tonnen Weizen konsumieren die Brasilianer pro Jahr. Im Vergleich zur letzten Ernte ist die Binnenproduktion zwar bereits von vier auf sechs Millionen Tonnen Weizen gestiegen, reicht aber dennoch nicht aus um die Binnennachfrage zu decken. Die nach fehlende Menge an Weizen wurde bisher stets vom Nachbarland Argentinien importiert. Aufgrund der dort anhaltenden Dürre wird die Weizenernte 2008/2009 jedoch nur noch 8,8 Millionen Tonnen betragen, wohingegen sie im Erntezeitaum 2007/2008 bei 16 Millionen Tonnen lag. Bei einem argentinischen Binnenkonsum von sechs Millionen Tonnen bleiben nur noch knapp drei Millionen statt der vorher zehn Millionen Tonnen für den Export. Damit können weder Brasilien noch andere Länder ihren Bedarf decken und müssen sich nach Alternativen umschauen. Im Fall von Brasilien wird über den Weizenimport aus Rußland nachgedacht. Zum einen ist dies die günstigste Alternative, zum anderen kann statt Devisen, als Tausch Schweinefleisch angeboten werden, denn Rußland ist der wichtigste Käufer dieses Produkts für Brasilien. Um zukünftig den eigenen Bedarf an Weizen selbst decken zu können fordern die Weizenproduzenten Kredithilfen und garantierte Mindestpreise. Die Importeure weisen zudem darauf hin, dass beim Kauf aus Rußland ein Zoll von 10 Prozent gezahlt werden muß, den man beim Import aus Argentinien, daß wie Brasilien Mitglied im gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) ist, nicht zahlen muß. (Foto: Quetzal-Redaktion, ssc)


20. Februar 2009 | Argentinien: Juristische Aufarbeitung der Diktatur beginnt | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Juristische Aufarbeitung der Diktatur beginnt26 Jahre nach dem Ende der Militär-Diktatur (1976-1983) stehen derzeit zahlreiche führende Offiziere wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht. Dem heute 82jährigen Jorge Carlos Olivera Róvere wird beispielsweise vorgeworfen, er habe 120 Menschen verschwinden lassen. In vier Fällen geht es gar um Mord. Der frühere General war der damalige Vizekommandant des Ersten Heereskorps. Sein Vorgesetzter, Carlos Suárez Mason, erlag 2005 einem Herzinfarkt, ohne für seine Taten je juristisch belangt worden zu sein. Nach zahlreichen Begnadigungen und Amnestiegesetzen der argentinischen Präsidenten in den 1980ern und 1990ern setzte erst Néstor Kirchner, Vorgänger und Ehemann der derzeitigen Präsidentin Cristina Kirchner, die juristische Aufarbeitung der Vergangenheit wieder in Gang. Neben Olivera müssen sich auch die Generäle Teófilo Saa und Rodolfo Whener, die Oberste Humberto Lobaiza und Bernardo Menéndez sowie Oberstleutnant Felipe Alespeíti, allesamt ehemalige Angehörige des Ersten Heereskorps, vor Gericht verantworten. Insgesamt werden in dem Prozess 90 Personen angeklagt.


25. Januar 2009 | Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Kuba: Fidel Castro lebt und deutet gleichtzeitig seinen Tod an (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Eigentlich war beim dreitägigen Staatsbesuch (19.01. – 21.01.09) der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner ein Besuchsprogramm mit dem kranken kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro, wie auch schon bei den Besuchen Martin Torrijos (Panama) und Rafael Correa (Ecuador) nicht vorgesehen. Nicht nur für Kirchner, sondern auch für alle Beobachter des Gesundheitszustandes von Fidel Castro, kam es schließlich zum Abschluß des Besuches zu einem überraschenden 40-minütigen Gespräch mit dem “El Commandante”. Damit beendete Fidel Castro selbst die Spekulationen um einen möglichen Tod seiner Person, die durch Äußerungen von Hugo Chávez, abgesagten Treffen und ausgebliebener Veröffentlichungen in der Parteizeitung Granma, weiter angeheizt wurden. Gleich nach dem Treffen meldete sich Castro mit einer seiner “Reflexiones” erneut zu Wort (22.01.). Er ging dabei vor allem auf die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama ein. Er nutzte das Thema ebenfalls, um über seinen eigenen Gesundheitszustand zu sprechen, indem er andeutete, dass er das Ende von Obamas Amtszeit wohl nicht mehr erleben werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


25. Januar 2009 | Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit vereinbart | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Kuba

Argentinien, Kuba: stärkere Zusammenarbeit zwischen Raúl Castro und Christina Kirchner vereinbart (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Nach Jahrzehnten des Stillstands sollen die Beziehungen zwischen Argentinien und Kuba neu belebt werden. Beim ersten Besuch eines argentinischen Staatsoberhaupts in Havanna seit 23 Jahren unterzeichneten die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner und ihr kubanischer Amtskollege Raúl Castro am vergangenen Montag (19.01.) elf Abkommen. Diese sehen eine Zusammenarbeit in Energie- und Umweltfragen, in der Landwirtschaft und in der Forschung vor. Auch der bilaterale Handel, der sich im vergangenen Jahr auf lediglich rund hundert Millionen Dollar (75,9 Mio. Euro) belief, soll gesteigert werden. Die argentinische Präsidentin war bereits das dritte Staatsoberhaupt seit Jahresbeginn, das in Kuba zu Gast war. Vor ihr kamen die Präsidenten von Panama und Ecuador, Martin Torrijos und Rafael Correa. Für Februar hat sich bereits Chiles Präsidentin Michelle Bachelet angekündigt. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


20. Januar 2009 | Argentinien, Uruguay: Farmen leiden unter schwerer Dürre | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Uruguay

Argentinien, Uruguay: Farmen leiden unter schwerer Dürre (Foto: Agencia Brasil, Valter Campanato)Eine erneute Dürre hat in Argentinien und Uruguay zum Tod mehrerer zehntausend Rinder geführt. Wie argentinische Agrarverbände schätzten, sind in den landwirtschaftlich wichtigen Provinzen (Buenos Aires, Entre Ríos, Córdoba und Santa Fe) bereits 40.000 Rinder durch Wasser- und Futtermangel verendet. Aufgrund des Wassermangels werden auch die diesjährigen Weizen- und Maisernten geringer ausfallen als im Vorjahr. Präsidentin Christina Kirchner hat bereits die Verordnung über das Mindestgewicht von Schlachtvieh für 180 Tage außer Kraft gesetzt. In Uruguay wurde schon in der vergangenen Woche der landwirtschaftliche Notstand ausgerufen. Nach Angaben aus dem Landwirtschaftsministerium sind vor allem im Landesinneren und im Nordwesten über 2,5 Millionen Hektar Weide- und Ackerland von der Dürre betroffen. Der verhängte Notstand erlaubt staatliche Beihilfen zur Futtermittelversorgung für die Viehwirtschaft und billigen Strom zum Betreiben von Wasserpumpen. In Uruguay sind im Jahr 2008 durchschnittlich nur die Hälfte der in den vergangenen Jahren registrierten Niederschläge gefallen, in Argentinien sind sie in den vergangenen Jahren sogar auf ein Drittel geschrumpft. Schon im letzten Jahr verendeten im nördlichen Zentral-Argentinien 700.000 Rinder aufgrund einer schweren Dürre. (Foto: Agencia Brasil, Valter Campanato)


06. Januar 2009 | Argentinien, Chile: Rallye Dakar in Buenos Aires gestartet | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Chile

Argentinien, Chile: Christina Kirchner vor einem Auto der Rallye Dakar, welche in Buenos Aires gestartet ist (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Etwa 500 000 Schaulustige haben in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires den Teilnehmern der erstmals in Südamerika stattfindenden Rallye Dakar zugejubelt. Die 30. Ausgabe der Rallye Dakar, welche bisher in Afrika stattfand und 2008 wegen Terrorgefahr in Mauretanien abgesagt wurde, ist am frühen Samstagmorgen (03.01.09) von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires aus gestartet. Vom zentralen Messengelände, La Rural, machten sich die insgesamt 530 Teilnehmer auf die rund 9600 Kilometer lange Route durch Argentinien und Chile. Ziel für die mehr als 500 Teilnehmer in den Wertungsklassen Motorrad, Auto, Quad und Lastwagen ist nach 14 Etappen am 18. Januar ebenfalls Buenos Aires. Nach Aussagen der Veranstalter wird auch die diesjährige Ausgabe wieder zahlreiche Herausforderungen für Mensch und Material bereithalten. Statt durch die Sahara geht es durch die feuchte und zum Teil morastige Pampa, über Schotterpisten der patagonischen Steppen, Sanddünen in den Wüsten der Voranden, zweimal über bis zu 4700 Meter hohe Andenpässe und durch die trockenste Wüste der Welt, die Atacama im Norden Chiles. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


21. Dezember 2008 | Argentinien: angeklagte Offiziere der Militärdiktatur auf freiem Fuß | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Mehrere wegen Mord und Folter angeklagte Militärs aus der Zeit der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) können gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden. Dies geht aus einer Entscheidung des nationale Kassationsgerichtshof für Strafsachen hervor. Grund ist, dass nach dem argentinischen Gesetz der Zeitraum der Untersuchungshaft nicht länger als maximal drei Jahre andauern darf, ohne dass ein Urteil gesprochen wurde. Im Falle der Angeklagten betrug der Zeitraum jedoch bereits bis zu fünf Jahre. Vor einer möglichen Freilassung muß noch der Einspruch der Staatsanwaltschaft bearbeitet und Auflagen festgesetzt werden. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner sprach von einer “Schande für Argentinien, für die Menschheit und auch für unser Rechtssytem”. Die Militärs sind wegen Folter, Mord und Verschwindenlassen von Personen in der früheren Mechanikerschule der Marine ESMA angeklagt. Die ESMA galt als eines der größten geheimen Haft- und Folterzentren während der Militärdiktatur. Während Richter am Obersten Gerichtshof die Schuld auf eine fehlende Anpassung des Prozessrechts schieben, dass nach Aufhebung der Amnestie durch Néstor Kirchner nicht mit der stark gestiegen Anzahl an Prozessen fertig wird, sprechen Opferverbände von Komplizenschaft des Kassationsgerichtshofs.


09. Dezember 2008 | Argentinien: Kirchner verhindert Gletscherschutz | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Kirchner verhindert Gletscherschutz (Bildquelle:  NASA World Wind, Blue Marble)Die argentinische Umweltministerin Romina Picolotti musste auf Geheiß von Präsidentin Cristina Kirchner ihr Amt räumen. Offiziellen Angaben zufolge sei es im Umweltministerium zu Unregelmäßigkeiten in der Verwendung von Geldern gekommen. Ganz offensichtlich ist Romina Picolotti jedoch ein Gesetzentwurf ihres Ministeriums zum Verhängnis geworden, der den Schutz von argentinischen Gletschern vorantreiben will. Jenes Gesetz, dem bereits beide Kammern zugestimmt hatten, sah ein Verbot des Bergbaus auf allen Gletschern vor, in dessen Folge bereits ein Teil der argentinischen Süßwasserreserven durch Metalle verunreinigt worden sind. Mit dem nun erfolgten Veto von Christina Kirchner bleiben die argentinischen Gletscher weiterhin ungeschützt und auch die geplante Inventur der Gletscher, die Aufschluss über Zustand und Entwicklung der Gletscher geben sollte, wurde damit hinfällig. Stattdessen erhofft sich Kirchner Milliardeneinnahmen mit dem Bergbau in den Gletscherregionen. (Bildquelle: NASA World Wind, Blue Marble)


09. Dezember 2008 | Argentinien: Verstaatlichung von Aerolíneas Argentinas und Austral | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen der argentinischen Regierung und der spanischen Marsans-Gruppe über einen möglichen Kauf der Fluglinien Aerolíneas Argentinas und Austral durch den argentischen Staat hat die Diputiertenkammer mit 152 zu 84 Stimmen (03.12.) nun die Enteignung der Fluggesellschaften beschlossen. Nach Aussagen der Regierung soll noch bis Jahresende ein Gesetz beschlossen werden. Gemäß der aktuellen Rechtslage müssen Aerolíneas und Austral zunächst zu einer Institution mit öffentlichem Nutzen erklärt und darüber hinaus eine Entschädigung gezahlt werden. Während die Marsans Gruppe den Wert nach einem Gutachten auf circa 300 bis 550 Millionen US-Dollar beziffert, hat das Finanzgericht diesen auf -832 Millionen US-Dollar festgelegt. Dadurch müßte die Regierung keinen Kaufpreis zahlen, bei einer Komplettübernahme aber auch die Schulden übernehmen. Ob sich durch die Verstaatlichung der Fluglinien die strukturellen Probleme von starker Regulierung und geringer Effizienz lösen lassen wird sich zeigen.


18. November 2008 | Argentinien: Regierung fördert Produktion von Ethanol | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Regierung fördert Produktion von Bioethanol, Zuckerrohranbau (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)Am vergangenen Donnerstag (13.11.) hat die argentinische Regierung neue Regelungen hinsichtlich des Handels mit Ethanol verkündet, worauf vor allem die Ethanolhersteller bereits seit längerem gewartet haben. Das im Jahr 2006 erlassene Gesetz sieht vor, dass ab 2010 Ethanol dem normalen Benzin beigemischt werden muss. Bereits zwei Jahre nach dem Erlass müssen allen Varianten des Benzins mindestens fünf Prozent Ethanol beigemischt werden, wodurch sich ein jährlicher Bedarf von 200 Millionen Liter an Biokraftstoff ergeben würde. Die Herstellung erfolgt in Argentinien nicht aus Mais wie in den USA, sondern aus Zuckerrohr. Vor allem die Provinzen im Norden des Landes, wo sich die größten Produzenten befinden, hoffen auf die Schaffung weiterer Arbeitsplätze und positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Kommunen. Die Menschen schauen dabei vor allem auf ihren Nachbarn Brasilien, welcher jährlich 20.000 Millionen Liter an Ethanol herstellt. (Bildquelle: Agencia Brasil, Valter Campanato)


11. November 2008 | Mercosur: Lula will US-Dollar im Handel zwischen MERCOSUR-Ländern abschaffen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Lula will US-Dollar im Handel zwischen MERCOSUR-Ländern abschaffen (Foto: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)Auf einem am Freitag (07.11.) zwischen den Mitgliedsländer des MERCOSUR (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) stattgefundenen Treffen hat Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Vorschlag geäußert den US-Dollar als Verechnungseinheit im Handel zwischen den MERCOSUR-Staaten abzuschaffen. In seiner Rede in der Stadt Foz do Iguaçu (Brasilien) betonte er, dass man nicht mit US-Dollar handeln müsse, sondern auch die Währungen der Mitgliedsländer verwenden könne. Seine Überlegungen gehen auf ein zum 3. Oktober zwischen Argentinien und Brasilien eingeführtes Sytem SML (Sistema de Pagos en Moneda Local) zurück, durch welches die Unternehmen ihre Geschäfte in brasilianischen Reais und argentinischen Peso abwickeln. Der Wechselkurs wird dabei täglich durch beide Zentralbanken festgesetzt. Vorteile einer Abschaffung des US-Dollars sind die Stärkung der lokalen Devisenmärkte, der Abbau von Hemnissen im Handel der Mitgliedsländer und der leichtere Marktzugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen (da diese keine Devisenverträge mehr abschliesen müssen). Gleiches hatte der brasilianische Botschafter Mario Vilalba in Santiago am 19. Oktober auch an Chile herangetragen. Beiden Ländern geht es vor allem um die Stimmulierung des Handels zwischen den beiden Freihandelszonen Manaus (Brasilien) und Iquique (Chile). (Foto: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.)


29. Oktober 2008 | Argentinien: Diego Armando Maradona wird neuer Fußball-Nationaltrainer | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Diego Armando Maradona wird neuer Fußball-Nationaltrainer (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)Zwei Tage vor seinem 48. Geburtstag ist Diego Armando Maradona überraschend zum neuen Trainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft berufen worden (28.10.). Für den morgigen Donnerstag ist seine offizielle Vorstellung geplant. Er folgt damit Alfio Basile, der vor knapp zwei Wochen nach einem 0:1 gegen Chile zurückgetreten war. Seither hat sich Maradona durch Radiosender oder TV-Stationen selbst ins Spiel um die Nachfolge von Basile gebracht und setzte mit seinen provokanten Worten auch den Präsidenten des argentinischen Fußballverbandes (Afa) Julio Grondona stark unter Druck: “Wenn du mich diesmal übergehst, werde ich dir keine Ruhe lassen.”. Maradona hatte Argentinien als Spieler 1986 zum WM-Titel geführt, später machte er vor allem mit Eskapaden auf sich aufmerksam und musste wegen Drogen-Exzessen und Herzproblemen mehrmals behandelt werden. Das erste Spiel unter seiner Leitung ist für November gegen Schottland in Glasgow geplant. Im März 2009 wird sein erstes Spiel im Rahmen der WM-Qualifikation für Südafrika 2010 stattfinden. (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)


24. Oktober 2008 | Argentinien: Kirchner will private Rentenfonds verstaatlichen | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Kirchner will private Rentenfonds verstaatlichen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)“Während die USA und andere Länder einspringen, um ihre Banken zu retten, muss Argentinien die Rentner schützen”, sagt die argentinische Präsidenting Christina Kirchner bei der Unterzeichnung eines Gesetzesentwurfs zur Verstaatlichung der privaten Rentenfonds (23.10.), welche zusammen Einlagen in Höhe von 29 Milliarden US-Dollar besitzen. Gut die Hälfte (9,5 Millionen) der einheimischen Arbeitnehmer haben Rentenversicherungen in den 1994 gegründeten privaten Pensionskassen abgeschlossen, denen so jährlich Beitragszahlungen in Höhe von circa. 5 Milliarden US-Dollar zufließen. Zwar haben die Aktiva der Fonds durch die Finanzkrise in diesem Jahr 20 Prozent an Wert verloren, jedoch vermuten zahlreiche Experten, dass die Verstaatlichung nur dazu dient den Schuldendienst zu sichern. Seit der Umschuldung 2005 ist Argentinien an den internationalen Finanzmärkten isoliert. Einzig Venezuela und die privaten Rentenfonds kauften argentinische Staatsanleihen. Allein der Fond legte rund 50 Prozent seines Kapitals in diesen Bonds an. Nach Expertenschätzungen muß Argentinien in den nächsten 2 Jahren rund 19 Milliarden US-Dollar an Schulden und Zinsen zurückzahlen. Hinzu kommt, dass sich durch die weltweit sinkenden Rohstoffpreise auch die Steuereinnahmen verringern. 2001 versuchte Argentinien ähnliches und war nur kurze Zeit später zahlungsunfähig. Das Gesetz benötigt noch die Zustimmung des Kongress. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


10. September 2008 | Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Brasilien, Noticias Paraguay, Noticias Uruguay

Argentinien, Brasilien: Abschaffung des US-Dollars im lokalen Zahlungsverkehr, Christina Kirchner und Luiz Inácia Lula da Silva (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)Wie der brasilianische Wirtschaftsminister Guido Mantega auf einem Treffen zwischen der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner und dem brasilianischen Pendent Luiz Inácio Lula da Silva am 8. September bekannt gab, wird der US-Dollar, als Verechnungseinheit im kommerziellen Zahlungsverkehr zwischen Argentinien und Brasilien, abgeschafft. Mit Wirkung zum 3. Oktober tritt das neue System (Sistema de Pagos en Moneda Local, SML) in Kraft, welches die Abwicklung der Zahlungen in den lokalen Währungen vorsieht. Brasilien ist mit 19 Prozent nicht nur das wichtigste Zielland argentinischer Exporte, sondern auch für 32 Prozent aller argentinischen Importe verantwortlich. Im ersten Halbjahr wurden bisher Waren im Wert von 14 Milliarden US-Dollar gehandelt, mit einem Überschuss von zwei Mrd. zugunsten der Brasilianer. Vorteile des neuen Zahlungssystems sind die Stärkung des Real-Peso (Devisen)Marktes, der Abbau von Hemnissen im Handel der beiden Länder und der leichtere Zugang von kleinen und mittelständischen Unternehmen (da diese keine Devisenverträge mehr abschliesen müssen). Es ist auch geplant das System in Zukunft auf Paraguay und Uruguay auszuweiten, jedoch müssen dafür zuerst technische Anpassungen vorgenommen werden. (Foto: Presidencia de la Nación Argentina)


08. September 2008 | Argentinien: Wiederverstaatlichung der Fluglinien Aerolíneas und Austral | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Das argentinische Abgeordnetenhaus hat letzte Woche (03.09.) der Wiederverstaatlichung der nationalen Fluglinien Aerolínaes Argentinas Austral zugestimmt. Nachdem Aerolínas vor 18 Jahren privatisiert wurde, geht sie nun wieder in die Hände des Staates über. Für immer, denn die Abgeordneten fügten ein Verbot der erneuten Privatisierung ein. Bestätigt werden muß das Gesetzt noch durch den Senat. Bisheriger Eigentümer von Aerolíneas (94,91%) und Austral (97%) war die spanischen Gruppe Marsans, der Minderheitsanteil gehörte bereits dem argentinischen Staat. Ein Kaufpreis muß jedoch noch ausgehandelt werden. Beide Fluglinien kontrollieren circa 80 Prozent des Inlandsmarktes befinden sich aber in einer Krise. Aufgrund von finanziellen Problemen können die Wartungskosten nicht mehr bezahlt werden, wodurch etwa 50% der 47 Maschinen von Aerolíneas und 40% der 21 von Austral am Boden bleiben. Das Schatzamt hatte in den letzten 3 MOnaten bereits 100 Milllionen Dollar beigesteuert, damit es überhaupt Inlandsflüge gibt. Während der Staat Marsans für die Krise (z.B. fehlende Investitionen) verantwortlich macht, gibt Marsans wiederum dem Staat die Schuld, dass dieser aufgrund zu staarer gesetzlicher Regelungen die Wirtschaftlichkeit der Fluglinien verhindert. Mit Sicherheit sind beide verantwortlich.


08. September 2008 | Bolivien: Flughafenbesetzung und Blockierung der Gasexporte | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien

Nach der vorläufigen Absage des Verfassungsreferendums durch das Nationale Wahlgericht und die darauf folgende Rechtsunsicherheit über das weitere Vorgehen, haben die oppositionellen Departements (Santa Cruz, Beni, Pando, Tarija y Chuquisaca) Bolivien ins Choas versetzt. Nachdem Morales angekündigt hat, das Referendum doch durchzuführen hatten die Präfekten ihre Zustimmung zur Abhaltung des Referendums verweigert und weitere Blockaden angekündigt. Unter anderem wurde der Militärflughafen von Cobija gestürmt (05.09.) und eine Maschine unter die Gewalt der Aufständischen gebracht. Gleichzeitig haben sie gedroht, die Exporte des Erdgases nach Argentinien und Brasilien, welche einen Großteil ihres Bedarfs durch bolivianisches Gas abdecken, stark zu kürzen.


05. September 2008 | Argentinien: Rückzahlung der Schulden beim Pariser Club | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Rückzahlung der Schulden beim Pariser Club (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)Argentinien hat angekündigt seine Schulden in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar beim Pariser Club, einem informellen Gläubigerclub von 19 Staaten in dem unter anderem Deutschland, Frankreich, die USA, Japan und Russland organisiert sind, zurückzahlen. Ziel dieser Maßnahme ist die Erhöhung der Kreditwürdigkeit, um somit bessere Konditionen bei der Aufnahme von zukünftigen Krediten auf dem internationen Finanzmarkt zu erhalten. Wie die argentinische Präsidentin Fernández de Kirchner ankündigte, sollen die Schulden aus den sich auf 47 Milliarden Dollar belaufenden Fremdwährungsreserven der Zentralbank beglichen werden. Die Währungsreserven konnten vor allem durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise erwirtschaftet werden. Bereits 2005/2006 hat Argentinien 9,8 Milliarden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Um das weitere Wirtschaftswachstum zu sichern, benötigt das Land unbedingt das Vertrauen ausländischer Investoren. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ecm)


28. August 2008 | Lateinamerika: Utopie des “Expreso del Sur” könnte Wirklichkeit werden | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Brasilien, Noticias Chile, Noticias Ecuador, Noticias Kolumbien, Noticias Lateinamerika, Noticias Paraguay, Noticias Peru, Noticias Uruguay, Noticias Venezuela

Lateinamerika: Utopie des Expreso del Sur könnte Wirklichkeit werden (Foto: Agência Brasil)Anfang August haben sich der venezulanische Präsident Hugo Chávez, Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) und Christina Kirchner (Argentinien) getroffen, um über eine gemeinsame Transport-Allianz zu sprechen. Es ging zum einem um eine gemeinsame Flugline, zum anderen um eine Eisenbahnverbindung, welche alle drei Länder verbindet. Diese sogenannte “Utopie” eines “Expreso del Sur” könnte nach Aussage von Chávez Wirklichkeit werden. In einer Pressemitteilung wurde der Beginn von Machbarkeitsstudien angekündigt. Die Eisenbahnlinie, welche sich von Caracas bis zum Mar del Plata erstreckt, könnte eine Länge von bis zu 9.000 Kilometern haben. Auf einem Kongress von Spezialisten gab es bereits ein Brainstorming zu technischen Schwierigkeiten, sowie zu (umwelt-)politischen und finanziellen Gesichtspunkten. Eine Idee, aber 2 Möglichkeiten der Umsetzung. Eine Variante geht direkt durch die drei Länder und den Amazonas, was zwar günstiger, aber negativ für die Umwelt und den gesellschaftlichen Nutzen ist. Variante 2 macht einen Bogen über die Andengemeinschaft ist dadurch zwar teurer, integriert jedoch weitere Länder. Eine Umsetzung des “Expreso del Sur” ist noch in weiter Ferne und bedarf eines langfristigen politischen Willens aller Länder – unabhängig von Wahlen. (Bildquelle: Agência Brasil)


07. August 2008 | Bolivien: Treffen zwischen Morales, Chávez und Kirchner aus Sicherheitsgründen abgesagt | Kategorie(n): Bolivien Tagebuch, Noticias, Noticias Argentinien, Noticias Bolivien, Noticias Venezuela

Kurz vor dem am 10. August geplanten Referendum über die mögliche Amtsenthebung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales kommt es im Land zu zahlreichen Unruhen. Davon betroffen war nun ebenfalls ein zwischen Cristina Kirchner (Argentinien), Evo Morales (Bolivien) und Hugo Chávez (Venezuela) geplantes Treffen über eine verstärkte Zusammenarbeit in Energiefragen. Das Treffen sollte im oppositionellen Departement Tarija, dass sich erst vor kurzem mit großer Mehrheit für eine weitgehende Autonomiein ausgesprochen hat und in welchem sich 85 aller bekannten Erdgasvorkommen Boliviens befinden, stattfinden. Die Demonstranten versammelten sich am Flughafen, um die Landung der Gäste zu verhindern. Auch Morales konnte durch Auseinandersetzungen in einem Bergwerk (2 Tote und zahlreiche Verletzte) der Stadt Caihuasi nicht anreisen. Vor allem für Argentinien war das Treffen enorm wichtig, denn das Land benötigt aufgrund der Energieknappheit dringend das bolivianische Erdgas.


30. Juli 2008 | Argentinien: Erhöhung des Mindestlohns um 27 Prozent auf 1240 Pesos | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Erhöhung des Mindestlohns um 27 Prozent auf 1240 Pesos, Kabinettsrunde (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)Der argentinische Mindestlohn, welcher seit Juli 2007 bei 980 Pesos (ca. 320 US-Dollar) liegt, wird ab August auf 1200 Pesos (394 US-Dollar) und ab Dezember 2008 auf 1240 Pesos (408 US-Dollar) erhöht. Dies wurde gestern (29.07.) von Carlos Tomada, dem Minister für Arbeit und soziale Sicherheit bekannt gegeben. Auf diese Erhöhung um 27 Prozent hatten sich zuvor der Gewerkschaftsdachverband (CGT), die Gewerkschaftszentrale (CTA), die Industrie-Vereinigung (UIA), die Handelskammer und die Bautenkammer verständigt. Zum Vergleich: der Mindestlohn in Brasilien beträgt ca. 265 Dollar, in Chile 316, in Mexiko 150 und in Venezuela 373. Weitere Daten: Die Arbeitlosenquote liegt in Argentinien derzeit bei 8,4 Prozent; der Anteil der Schattenwirtschaft am BIP beträgt 27,2% (2004/05). (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)


25. Juli 2008 | Argentinien: Sergio Massa neuer Kabinettschef | Kategorie(n): Noticias, Noticias Argentinien

Argentinien: Christina Kirchner und ihr neuer Kabinettschef Sergio Massa (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)Nach den monatelangen Protesten der argentinischen Bauern gegen eine Erhöhung der Exportsteuern und der Abstimmungsniederlage im Senat, sind der Kabinettschef Alberto Fernandez und der Landwirtschaftsminister Javier Maria De Urquiza zurückgetreten (23.07.). Der Rücktritt von Fernandez wurde von der amtlichen Nachrichtenagentur Telam, der Rücktritt von De Urquiza durch die Regierung bekannt gegeben. Während der Posten des Landwirtschaftsministers noch nicht vergeben ist, wurde mit Sergio Massa bereits der neue Chef des Kabinetts von Christina Kirchner bekannt. Massa war seit Dezember 2007 Bürgermeister der Stadt Tigre (Provinz Buenos Aires) und zuvor Direktor der Sozialversicherung ANSES. Christina Kirchner hat unterdessen angekündigt, den Erlass 125 vom 10. März, welcher die progressive Besteuerung der Ausfuhr von Soja- und Sonnenblumenerzeugnissen festlegte, aufzuheben. (Bildquelle: Presidencia de la Nación Argentina)


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