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Argentinien: Außenministerium fordert vor der UNO, den Kolonialismus im Südatlantik zu beenden

Autor:  | Juni 2021 | Artikel empfehlen
Kategorie(n): Noticias Argentinien

Noticias_Argentinien_Malvinas_Bild_Quetzal-Redaktion_solebWährend einer Sitzung des Entkolonialisierungsausschusses der Vereinten Nationen forderte der argentinische Außenminister Felipe Solá von Großbritannien erneut die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen über die usurpierte Souveränität der Malvinas bzw. Falklandinseln, Südgeorgiens und der südlichen Sandwichinseln. Der Sonderausschuss hat die Aufgabe, die Situation in Bezug auf die Umsetzung der Erklärung über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker (auch bekannt als Sonderausschuss für Dekolonisation – C-24), zu untersuchen. Die britische Präsenz auf dem Gebiet geht auf das Jahr 1833 zurück, als die britische Krone die seit seiner Unabhängigkeit 1816 zu Argentinien gehörenden Territorien besetzte. Solá nutzte auch die Gelegenheit, internationale Organisationen zu bitten, Großbritannien zur Einhaltung der Resolution 2065 der UN-Generalversammlung zu drängen. Diese im Jahr 1965 verabschiedete Entschließung basiert auf die Resolution 1514 aus dem Jahr 1960, welche das Ende des Kolonialismus anstrebt. Die Resolution 2065 fordert die Parteien, Großbritannien und Argentinien, auf, sich zu einem Dialog zusammenzusetzen und der UN-Generalversammlung über den Fortschritt der Verhandlungen zu berichten. Der argentinische Außenminister stellte nicht nur die Dialogverweigerung seitens Großbritanniens in Frage, sondern kritisierte auch die „ungerechtfertigte und übertriebene“ Militärpräsenz, die seit einem Jahrzehnt regelmäßig Manöver und Übungen durchführt. Er stellte auch die illegale Exploration und Nutzung von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen im umstrittenen Gebiet sowie die Verlängerung von Fischereilizenzen in den Gebieten um die Inseln in Frage. Im gleichen Sinne prangerte Solá an, dass die britische Usurpation des Archipels „im Einklang mit der Geißel des Kolonialismus“ stehe, mit der die oben genannten UN-Resolutionen Schluss machen sollen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_soleb).


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