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Lateinamerika: Ausbreitung von COVID-19 im Vergleich

 | August 2020 | Artikel empfehlen
Kategorie(n): Noticias Lateinamerika

Noticias_Mexiko-Stadt_Foto Quetzal-Redaktion_pablo arocaWeltweit liegt die Zahl der Menschen, die sich bis heute mit COVID-19 infiziert haben, bei 20.223.306. Mit mehr als 5,1 Millionen Fällen sind die USA von der Pandemie am stärksten betroffen. Brasilien folgt mit 3.057.470 Infizierten und ist damit zugleich das Land mit den meisten Fällen in Lateinamerika. Rechnet man die Zahlen der USA und Lateinamerikas mit ca. 5,4 Millionen Fällen zusammen, dann entfallen auf den amerikanischen Doppelkontinent mehr als die Hälfte aller mit COVID-19 infizierten Menschen. Innerhalb Lateinamerikas sind Mexiko (492.522 Fälle), Peru (489.680 Fälle), Kolumbien (410.453 Fälle) und Chile (376.616 Fälle) nach Brasilien am stärksten betroffen. Im weltweiten Vergleich der nachgewiesenen Fälle liegen sie auf den Plätzen sechs bis neun. Indien (2.329.638 Fälle), Russland (895.691 Fälle) und Südafrika (566.109 Fälle) belegen in der globalen COVID-19-Statistik den dritten bis fünften Rang. Legt man die Mortalitätsrate zugrunde, dann sind Peru (66,7), Chile (57,9), Brasilien (47,4), Mexiko (40,4) und Ecuador (34,3) diejenigen Länder Lateinamerikas, auf die die meisten Todesfälle je 100.000 Einwohner entfallen. In der Region wurden bisher ca. 210.000 Menschen gezählt, die an COVID-19 verstorben sind, davon etwa die Hälfte (mehr als 100.000) in Brasilien. Weltweit geht die WHO von mehr als 740.000 Todesfällen aus, von denen die meisten (164.462 Tote) auf die USA entfallen. Dort liegt die Mortalitätsrate bei 50. Unter den Flächenländern weisen zwei europäische Länder Werte auf, die nicht nur über denen der USA liegen, sondern auch weltweit die höchsten sind: Belgien (86) und Großbritannien (69,3). Zwar haben Chile, das die zweithöchste Mortalitätsrate Lateinamerikas hat, und Schweden, das im europäischen Vergleich mit 57,8 noch hinter Spanien (61) und Italien (58,2) liegt, derzeit dieselben Werte. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass in Lateinamerika – anders als in Europa, wo die erste Welle seit Juni abgeflaut ist – der Höhepunkt der Pandemie erst noch bevorsteht. Angesichts der statistischen Dunkelziffer bei der Erfassung der Fallzahlen, des katastrophalen Zustandes der Gesundheitswesens, der schlechten Regierungsführung und der sozialen Missstände in den meisten Ländern steht der leidgeprüften Bevölkerung der Region offenbar das Schlimmste noch bevor (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_pablo_aroca).


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