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Interview mit Aram Aharonian
“Telesur müsste sich von 250 Leuten trennen”

Autor:  | Dezember 2008 | Artikel empfehlen

Ein Gespräch mit Aram Aharonian, dem Vizepräsidenten des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur

Aram Aharonian- Vizepräsident des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur (Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)Drei Jahre nach der Gründung von Telesur, dem ersten lateinamerikanischen Fernsehprojekt, zieht dessen Mitbegründer Aram Aharonian eine ernüchternde Bilanz. Die Dinge laufen nicht so wie sie laufen sollten, sagt er. Grund dafür seien äußere Entwicklungen wie die Festnahme des Journalisten Fredy Muñoz in Kolumbien und andere Bedrohungen. Es gebe aber auch interne Gründe. Aharonian geht deswegen besonders hart mit der eigenen Politik des Senders ins Gericht. Er kritisiert fehlende Flexibilität und Demokratie ebenso wie die Fehler der lateinamerikanischen Linken.

Telesur ist heute ein Kommunikationsmedium von Qualität, in Kontrast zu einem unkritischen und manipulierenden Presseumfeld. Aber sein geringer gesellschaftlicher Einfluss macht es zu einem marginalen Sender. Aharonian zufolge ist das größte Problem des Kanals, dass er in einem zunehmenden ökonomischen Wettbewerb nicht in der Lage war, sich zu einem Vertreter des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wandels zu machen, der sich in Lateinamerika gegenwärtig vollzieht.

In Caracas hatte Mundo Hispano die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Medienexperten. Amerika21.de dokumentiert das Gespräch erstmals für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser.

Telesur unterscheidet sich von den anderen Medien durch seinen menschlichen Ansatz …

Telesur ist ein revolutionäres Projekt – der Versuch, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Es ist der versuch, mit der 500jährigen Gewohnheit Lateinamerikas zu brechen, sich durch fremde Augen zu betrachten. Telesur will, dass sich Lateinamerika mit den eigenen Augen sieht, dass es die Interessen der eigenen Region repräsentiert. Die eigene lateinamerikanische Einschätzung wieder zu erlangen, das historische Gedächtnis wieder zu gewinnen und zu wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wenn uns das nicht gelingt, wird unser Schicksal immer von außen bestimmt werden. Dieses Vorhaben ist äußerst bedeutsam, denn es führt auch zu einem weiteren Punkt: der Definition einer Alternative.

Und was ist die Alternative?

Manch einer wollte uns davon überzeugen, dass die Alternative in einem marginalen Sender besteht. Dass die sozialen Bewegungen der Linken nur kleine Wochenblätter brauchen oder kleine Radiosender in den Gemeinden. Es ist das Paradigma des Marginalen, dem zufolge man als Gegengewicht zur Hegemonialmacht des Nordens nicht massiv auftreten muss, sondern als Randbewegung. Man sagt uns, dass wir weiterhin in dieser kleinen Nische bestehen sollen. Aber wenn wir eine echte Alternative zur vorherrschenden Meinungsbildung sein wollen, müssen wir eine Massenbewegung sein.

Das Problem ist also, dass die Linke die Chance nicht ergreift?

Es gibt noch ein zusätzliches Problem: Wir glauben immer noch, dass wir uns den angelsächsischen Medienangeboten angleichen müssen. Wir treten mit Anzug und Krawatte auf, obwohl wir wissen, dass wir Lateinamerikaner viel informeller sind.

Mit diesem Unvermögen, uns mit unseren Eigenarten zu präsentieren, verzichten wir auf die Chance, in die Wohnzimmer der Menschen zu gelangen. Auf der anderen Seite ist CNN, obwohl einige Dummköpfe das Gegenteil behaupten, ein ausgezeichneter Fernsehsender. Er erfüllt voll und ganz seinen Auftrag, die Menschen zu informieren – oder eben zu desinformieren, wie Sie wollen. Der Irrtum besteht darin, dieses Projekt zu kopieren, zu glauben, dass wir nur wettbewerbsfähig sind, wenn wir die Ästhetik des Feindes nachahmen. Telesur weiß, dass sich innerhalb von wenigen Jahren vieles geändert hat. Anders als früher sendet CNN die Bilder aller lateinamerikanischen Präsidenten, auch wenn sie dem State Department nicht immer passen. Sie senden die Bilder der indigenen Zeremonien bei der Wahl von Evo Morales bis hin zu den Reden Daniel Ortegas vor der UNO. Warum? Weil CNN genau weiß, dass die Menschen Telesur einschalten, wenn sie diese Bilder bei CNN nicht sehen.

Sie schützen ihre kulturelle Hegemonie, um mit Gramsci zu sprechen.

Ein neuer Fernsehsender taugt nichts, wenn er nicht neue Inhalte und neue Formate anbietet. Wenn wir das nicht begreifen, sind wir dazu verurteilt, Walt Disney bis ans Ende unserer Tage zu sehen. Was fehlt, sind lateinamerikanische Inhalte. Die Leute brauchen Dokumentarfilme, Kinofilme, Kultur, Unterhaltung im besten Sinne des Wortes. Telenovelas und Sport aus einer lateinamerikanischen Perspektive. Zudem sind die Satelliten in den Händen der Feinde. Wenn wir uns nicht um eine Demokratisierung des Sendespektrums kümmern, werden wir nichts erreichen, wir werden im Stadium der medialen Selbstbefriedigung verharren. Statt 100 Millionen werden uns nur 100.000 Menschen sehen.

Eine kulturelle Elite?

Noch nicht einmal das, denn sie haben nicht einmal Zugang zur Kultur. Wir müssen die Zuschauer mit Programmen fesseln, die sie interessieren, indem wir zum Beispiel das Konzept einer reaktionären Telenovela in ein fortschrittliches verwandeln. Man verbringt ja nicht den ganzen Tag damit, Informationssendungen zu sehen. Es ist ein Fehler, dass man bei Telesur nur auf Informationssendungen setzt. Ich weiß nicht, ob das aus Mittelmäßigkeit oder aus Sabotage geschieht. In jedem Fall ist ein falsches Konzept.

Braucht Telesur Medienstars wie Maradonna?

Maradona könnte 15 Minuten Sendezeit wöchentlich bekommen. Oder der Subcomandante Marcos. Aber das geschieht nicht. In der Linken hat man immer geglaubt, dass es eine Frage des Geldes sei, eine Sendung zu produzieren, aber die Produktionskosten sind heutzutage stark gesunken. Daneben gibt es ein mentales Problem. Wir verbreiten revolutionäre Losungen in dem Glauben, das allein würde alles lösen. Die Herausforderung besteht aber darin, zu informieren und zu bilden. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten.

Indem wir informieren und bilden?

In Lateinamerika wissen wir nicht, was die Bildung des Bürgertums bedeutet. Wir sprechen von sozialen Bewegungen. Aber mit dem Kommunikationskonzept der Gringos, das wir jetzt haben, mit dem wir uns von den Schwarzen und den Indios abwenden, sehen wir Lateinamerika weiterhin mit fremden Augen. Einige glauben, dass eine Rede von Chávez oder Fidel alleine schon eine Alternative darstellt. Aber was wir brauchen, ist ein neuer Blick auf das Programm. Wir müssen das Modell kollektiver Arbeit stärken statt dem nordamerikanischen Modell von Stars und Individuen zu folgen, die in unserem Fall, eingelullt von revolutionärer Sprache und Losungen, gegeneinander arbeiten.

Aber sind drei Jahre nicht eine zu kurze Zeit, um einen effektiven Widerstand gegen die herrschende Desinformation zu schaffen?

Das stimmt, und es hat auch schon viele Irrtümer gegeben. Denn anstatt auf unseren Kontinent zu setzen, auf die Leute, die unsere revolutionären lateinamerikanischen Vorstellungen teilen, trifft man Vereinbarungen mit transnationalen Unternehmen wie dem spanischen Medienkonzern Mediapro oder dem ebenfalls spanischen Konzern Telefonica.

Ein falscher Stil?

Nein, was fehlt ist eine konsequente Haltung. Telesur sollte ein mehrstaatliches lateinamerikanisches Unternehmen sein, aber das ist es nicht. Es ist ein venezolanisches Unternehmen, das von Leuten geführt wird, die gerne mit Budgets und Projekten hantieren. Das Projekt hat mit den eigenen inneren Auseinandersetzungen in der Regierung Venezuelas zu tun. Telesur hat zuletzt großen Schaden erlitten, als sich die in Venezuela vorherrschende Meinung durchgesetzt hat, man könne mit Technologie alles lösen. Aber die Technologie leistet nichts aus sich selbst heraus. Wir haben nicht begriffen, dass es am wichtigsten ist, Kader zu bilden und gemäß unseren eigenen Richtlinien zu arbeiten.

Sie sagen also, dass bei Telesur Leute arbeiten, die nicht mit der Programmatik des Senders einverstanden sind: Wie kommt man denn zu einem Job bei Telesur?

Indem man die richtigen Freunde hat.

Eine schlechte Methode.

Durchaus, zumal man alles daran gesetzt hat, dass die besten Leute, die wir aus Lateinamerika geholt haben, wieder gegangen sind. Wir hätten ein Nährboden für junge Medienschaffende aus Lateinamerika schaffen können. Denn früher brauchte der Feind bewaffnete Kräfte, um seine Ideen durchzusetzen. Heute braucht er Kommunikationsmittel …

… für einen Kampf der Ideen?

Es geht darum, ein alternatives Projekt zum Neoliberalismus zu entwerfen. Die wahre Linke findet man heute in den sozialen Bewegungen Lateinamerikas, die mehr oder weniger reformistische Regierungen vor sich her treiben, die ihrerseits ohnehin nur zeitlich begrenzte Macht haben. Ihre Zaghaftigkeit ist der Grund dafür, dass einige Regierungen dem Spekulationskapital nicht die Stirn geboten haben. In Lateinamerika ist der Kapitalismus gescheitert, nicht der Sozialismus. Das letzte neoliberale Experiment hat 300 Millionen Lateinamerikaner von der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen ausgeschlossen, Menschen, die ohne Papiere und ohne Recht auf Bildung und Gesundheitsfürsorge oder Ernährung leben. Die Frage hier ist, ob man mit Hilfe eines Fernsehsenders eine Revolution machen kann. Eine mögliche Antwort ist, dass der Sender den Wechsel nicht herbeiführen, diesen aber sehr wohl unterstützen kann.

Telesur muss pluralistisch sein, er muss den Menschen vielfältige Informationen über ein Thema liefern, damit sie ihre eigenen Schlüsse ziehen können und die Fähigkeit erlangen, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden.

Aber das lernt man nicht an den Medienfakultäten der Universitäten.

In Lateinamerika sind Tausende von Korrespondenten ausgebildet worden, die jenseits der technologischen und gesellschaftlichen Realität ihres Landes leben. Es sind Männer und Frauen, die fünf Jahre lang die Universität besucht haben. Doch ihr Diplom in Kommunikationswissenschaften taugt nichts.

Wie sollte ein guter Korrespondent sein?

Vor allem muss er die Gesellschaft seines Landes kennen. Er muss die Bürger informieren und bilden wollen. Es gibt viele Dummköpfe unter ihnen, die glauben, Macht zu besitzen. Ein Journalist, der nicht in seiner Gesellschaft verwurzelt ist, taugt nichts. Er kann nur Losungen wiederholen.

Ein Korrespondent muss offen sein?

Viele Korrespondenten haben Fremdenfeindlichkeit und eine Abschottung verinnerlicht. Das muss sich ändern. Ich bin Uruguayer und lebe seit zwei Jahrzehnten hier in Venezuela. Ich verstehe die Gesellschaft hier, aber ich leugne meine Nationalität nicht. Ich nenne Ihnen drei Beispiele für dieses Denken: Beim Staatsstreich gegen Chávez im April 2002 sind die Leute in Caracas auf die Straße gegangen, um die Rückkehr des Präsidenten zu fordern. 640 private Radio- und 47 private Fernsehsender haben diese Nachricht nicht gesendet. Sie haben entschieden, stattdessen Musik und Zeichentrickfilme zu senden. Sie glaubten, dass so niemand etwas davon erfahren würde. Aber die Mund-zu-Mund-Propaganda, Internet und Handys haben viel mehr erreicht. Sie haben geglaubt, wenn das Fernsehen etwas nicht zeigt, dann existiert es auch nicht. Das hat sich als falsch herausgestellt. Zweites Beispiel: Die bolivianischen privaten Zeitungen haben Evo Morales wegen seiner ethnischen und sozialen Herkunft diskriminiert. Trotzdem hat er 53 Prozent der Stimmen erhalten. Drittes Beispiel: In Ecuador, einem der Länder, in denen am meisten Telesur gesehen wird, hat Correa gewonnen, obwohl alle Medien privatisiert wurden und für seinen Gegner Noboa warben. Die Lügen dieser Medien fallen in sich zusammen, wenn sie mit der täglichen Lebenswirklichkeit der Menschen zusammentreffen. Die Menschen haben gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen.

Wenn es Telesur gelingt, dies zu verstehen, wird es dann ein Fernsehen für die gesamte Bevölkerung werden?

Ja. Wir sind Völker mit unterschiedlichen Realitäten und Positionen. Diesen Pluralismus zu begreifen bedeutet nicht, dem Feind eine Tribüne zu geben, sondern all denen, die sich der Sache des Volkes und dem Anliegen der Integration annehmen. Die Verantwortlichen im nordamerikanischen Außenministerium haben die Gefahr, die Telesur bedeuten kann, verstanden. Bevor wir etwas herausbringen konnten, haben sie es verboten. Sie haben die Bedrohung genau gesehen. Ihre Reaktion darauf war, dass sie die Kriterien von CNN geändert haben. Telesur hat sich auch geändert. Telesur wird nicht nur von außen bekämpft, sondern auch von innen. Von Leuten, die die wirkliche Bedeutung dieses Senders nicht verstehen.

Meinen Sie, dass in Telesur Leute arbeiten, die auch bei CNN sein könnten?

Es gibt zumindest Mitarbeiter mit einer CNN-Mentalität, die auch sofort dorthin gehen würden, wenn sie gerufen würden. Es gibt andere bei Telesur, die jedoch sehr isoliert sind, die glauben, dass ihre Arbeit mehr ist als nur Broterwerb, nämlich der Versuch einer Demokratisierung. Die Sendung, die am Morgen am häufigsten gesehen wurde, “Agenda del Sur“, wurde als langweilig diffamiert und abgesetzt. Es gibt sehr gute Leute bei Telesur, die den Themen auf den Grund gehen, die aber jetzt machtlos sind, weil sie keinen Sendeplatz mehr bekommen.

Es scheint, als ob bei Telesur ein Hausputz nötig ist.

Das Haus muss komplett entkernt werden. Telesur wird geführt von Unfähigen und Konterrevolutionären im weitesten Sinne des Wortes: Leute, die Losungen und Schlagwörter brauchen, um revolutionär zu erscheinen, die aber keinerlei Vorstellung davon haben, worum es wirklich geht.

Leute, die nicht selbständig denken können.

Wenn die Revolution nur eine Losung ist, dann ist sie gar nichts.

Sehen Sie noch eine langfristige Perspektive für Telesur?

Nein. Wenn sich nicht eine Menge ändert, wird es ein internationaler Sender der venezolanischen Regierung sein, nicht aber ein Unternehmens vieler Staaten. Es ist nicht in Ordnung, wenn der Informationsminister von Venezuela gleichzeitig Präsident des Senders ist und ihn nach Belieben führt.

Weil es zwei konträre Positionen sind?

Er unterschreibt die Schecks. Welche Autonomie kann Telesur da noch haben?

Man hat angesichts der Kritik von einer Verschwörung gegen dieses Projekt gesprochen. Tatsächlich gibt es eine Verschwörung gegen das Projekt eines vielstaatlichen, pluralistischen Unternehmens, das Telesur sein wollte.

Chávez muss sich doch darüber klar sein, dass Telesur nicht gerade erst gestartet ist und die Anfangsprobleme überwunden haben muss.

Er liest die Berichte, die man ihm gibt. Der Sender hat 100.000 Zuschauer täglich und er spricht von 50 Millionen.

Mit dem spanischen Unternehmen Telefonica hat man eine Abmachung über mehr als eine Million Euro jährlich getroffen, die schließlich gescheitert ist. Die Berater alleine haben abkassiert. Die Beraterkosten für das ebenfalls spanische Unternehmen Mediapro sind auf über eine halbe Million Euro gestiegen. Verlorenes Geld, denn es hat nichts gebracht. Ich respektiere die Leute von Mediapro, ab er sie haben absolut nichts mit Telesur zu tun.

Weil sie allein finanzielle Interessen haben.

Wenn die Integration Lateinamerikas ihnen Gewinn bringt, dann interessiert sie die Integration. Aber sie sehen nicht mit lateinamerikanischen Augen. Die spanische Gesellschaft unterscheidet sich sehr von der lateinamerikanischen. Die Realität eines Mitarbeiters von Mediapro hat nichts zu tun mit der Realität in Venezuela, Kolumbien, Argentinien oder Brasilien. Telesur ist aber entstanden, um ein revolutionäres Medium zu sein.

Welche Lösungen sehen Sie?

Telesur müsste sich von 250 Leuten trennen. Das ist die einzige Möglichkeit, den Sender zu verändern. Es ist ein kleiner Sender mit 450 Leuten. Der Grad der Ausbildung beträgt minus zehn.

Ist nicht auch die Bürokratie ein Problem?

Ja, denn es gibt hohe Funktionäre die glauben, dass Information statisch und nicht dynamisch ist. Einen Minister bei einem Sender um Erlaubnis fragen, bevor man etwas unternimmt? Das kann nicht der richtige Weg sein!

Man hat also Fehler begangen.

Ich bin jetzt 62 Jahre alt. Als wir Telesur gegründet haben, habe ich gesagt, dass ich zwei oder drei Jahre dabei bleiben werde. Das erste, was der Minister und Präsident des Senders getan hat, war, die Leute raus zu werfen, die Telesur gegründet haben und die aus ganz Lateinamerika gekommen waren. Und er hat sich mit venezolanischen Bürokraten umgeben, die ihm zu Diensten waren und die vom Privatfernsehen kamen.

Sie sind noch Vizepräsident. Können Sie die Dinge nicht ändern?

Ich bin Vizepräsident eines Direktoriums, das nie zusammengerufen wird und das ausgetauscht werden kann, wenn der Minister es will. Sein Ministerium alleine hat die Handlungshoheit. Mich interessieren Ämter nicht, mich interessieren Projekte. Vor Jahren hat man gesagt, ein lateinamerikanisches Fernsehen zu machen sei die Idee von Verrückten, ein Traum. Wir haben bewiesen, dass es möglich ist. Vielleicht waren wir uns nur nicht darüber im Klaren, dass der Feind nicht nur außen steht.

Das oben stehende Gespräch mit Aram Aharonian wurde leicht gekürzt und bearbeitet. Die vollständige spanische Variante finden Sie auf der Internetseite Rebelion.org.

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Übersetzung aus dem Spanischen: Christa Grewe

Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von amerika21.de, wo dieses Interview bereits am 6. Dezember 2008 erschien.


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