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Venezuela: Carvativir – macht es Corona den Garaus? (02. Februar 2021)

Venezuela_Academia_Nacional_de_Medicina_LOGOAm 24.01.2021 verkündete Präsident Maduro, dass Wissenschaftler seines Landes ein wirksames Mittel gegen COVID 19 gefunden hätten. Es handele sich um ein antivirales Medikament, um keine Impfung also: Sein Taufname ist „die wundersamen Tropfen des José Gregorio Hernández“ (der Name geht auf einen venezolanischen Mediziner zurück, der dieses Jahr vom Papst selig gesprochen werden soll), die pharmazeutische Bezeichnung – Carvativir. Alle vier Stunden zehn Tröpfchen davon unter die Zungen – und schon sei die Heilung des Infizierten hundertprozentig perfekt, selbst die der Schwerkranken, und alles ohne Nebenwirkungen. Sechs Monate sei daran geforscht worden. Das dafür entscheidende, aus Thymian- bzw. Oregano-Öl isolierte Molekül mit der Bezeichnung DR-10 sei bereits zur Behandlung von Hepatitis C, humanen Papillomviren und Ebola genutzt worden. Sämtliche Information darüber würde nun an die WHO gegeben, mit dem Ziel, dass das Mittel zertifiziert werde. Bald beginne Venezuela mit seiner Massenproduktion und dem Export. Wie aber wird nun von den Medien mit dieser Nachricht umgegangen? Die Maduro-nahen „Kanäle“ sind logischerweise voller Euphorie. Viele andere Medien, darunter die kubanischen, berichten dagegen sachlich-kommentarlos. Und wie man erwarten konnte, sind da auch einige Nachrichtensender schnell mit der Behauptung bei der Hand, dass das, was aus dem heutigen Venezuela komme, ja a priori nicht gut sein könne. Wem dürfen wir glauben? Am ehesten wohl Wissenschaftlern. Zunächst: Solcherart antivirale Mittel gibt es schon viele, zum Beispiel US-amerikanische oder auch kubanische. Deren vornehmliches Problem war, dass sie nicht oder nur in Kombination mit anderen Mitteln oder nicht über einen längeren Zeitraum wirkten. Drei Tage nach seiner euphorischen Ankündigung ging dann Maduro auch einen Schritt zurück und räumte ein, dass das Medikament nur komplementär wirke. Die Academia Nacional de Medicina de Venezuela selbst war es interessanterweise, die anregte, auch dann doch lieber noch auf Beweise zu warten: Die Medizin habe bisher weder die drei üblichen Erprobungsphasen durchlaufen noch sei über sie bereits ein Artikel in einer peer-reviewten medizinischen Zeitschrift erschienen. Viel zu früh sei es daher, schon eine Massenproduktion anzukündigen (Bildquelle: Logo_AcademiaNacionaldeMedicina).

Venezuela: Krisensituation durch Stromausfall verschärft (13. März 2019)

Noticias_Stromausfall_Bild_Quetzal-Redaktion_solebiasattiSeit dem 07. März 2019 hat die venezolanische Bevölkerung unter den tragischen Folgen eines verheerenden Stromausfalls zu leiden. Hervorgerufen wurde die Katastrophe durch Schäden am größten Stromkraftwerk des Landes, der Central Hidroeléctrica Simón Bolívar („El Guri“). Achtzig Prozent der landesweiten Energie werden dort normalerweise produziert. Mit dem Versagen des Stromnetzwerks können mehrere Krankenhäuser ihre Patienten nicht mehr versorgen, Lebensmittel verfallen, da Kühlschränke nicht mehr funktionieren und die Wasserversorgung wird immer eingeschränkter, weshalb einige Einwohner sogar auf verschmutztes Wasser zurückgreifen müssen. Noch dazu ist die Metro als wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel lahmgelegt. Festnetz wie Handy sind nicht mehr zu gebrauchen. Die zwei politischen Lager schreiben sich gegenseitig die Schuld an der Krise zu (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_solebiasatti).


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