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Venezuela: Knapper Wahlsieg für Maduro (15. April 2013)

Venezuela: Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Wie der Wahlrat CNE gestern 23:20 Uhr Ortszeit in Caracas bekanntgab, hat Interimspräsident Nicolás Maduro die Wahl mit 50,66 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden können. Für ihn stimmten 7.505.338 Venezolaner. Der Einheitskandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski erhielt 49,07 Prozent. Mit einer Differenz von 235.000 Stimmen fiel das Ergebnis unerwartet knapp aus. Im Vergleich zu den Wahlen im Oktober des Vorjahres, die noch von Hugo Chávez bestritten worden waren und mit dessen eindeutigen Sieg endeten, konnte das anti-chavistische Lager zusätzlich 600.000 Wähler für sich gewinnen. Die Wahlbeteiligung lag mit 78,71 Prozent knapp unter der von 2012. Die Wahl war von zahlreichen Hackerattacken gegen den CNE und Websites der Regierungsparteien begleitet. Capriles hat bereits eine Neuauszählung der Wahlergebnisse gefordert, während Maduro vor Anhängern erklärte, dass das Volk entschieden habe und er deshalb eine Überprüfung nicht fürchte. Die Amtszeit des neugewählten Präsidenten ist bis 2019 datiert und soll am kommenden Freitag beginnen. Mit Maduro beginnt die neue Ära des Chavismo ohne Chávez. In den nächsten sechs Jahren werden seine Nachfolger beweisen müssen, dass die Bolivarische Revolution auch ohne ihren charismatischen Führer Bestand hat und wie sie unter schwierigeren Bedingungen fortgesetzt werden kann. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)

Venezuela: Aktuelles eine Woche vor der Wahl (08. April 2013)

Venezuela: Vicepräsident Nicolás Madura auf Kuba - Foto: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela

Der Wahlkampf in Venezuela befindet sich eine Woche vor der Abstimmung am 14. April in der heißen Phase. Erneut zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die politische Stimmung im Land ist zwar nicht erst seit dem Tod von Hugo Chávez angespannt, doch bedienen sich derzeit vor allem die beiden größten politischen Lager anscheinend aller verfügbaren Mittel, um die Stimmen noch unentschlossener Wähler für sich zu gewinnen. Einige prominente Beispiele: Übergangspräsident Maduro sprach in den vergangenen Tagen von Mordkomplotten der ‘Imperialisten’ sowie ‘rechtsgerichteter Kräfte aus El Salvador’ gegen ihn, weiterhin beschuldigte er die Opposition unter Herausforderer Capriles, für mehrere Sabotageakte, beispielsweise des Stromnetzes, verantwortlich zu sein, welche das Land destabilisieren sollen. Zu guter Letzt soll ihm außerdem der Geist von Chávez in Gestalt eines Vogels erschienen sein und ihm seinen Segen für den Wahlkampf erteilt haben. Die Opposition weist die Vorwürfe natürlich strikt zurück und fürchtet Wahlmanipulationen durch die Regierung sowie die Einmischung des Militärs. Als Reaktion auf Maduros spirituelle Begegnung mit Chávez bezeichnete ihn Capriles mehrfach als ‘nicht ernstzunehmend’. (Bildquelle: Ministerio del Poder Popular para la Comunicación y la Información Venezuela)


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