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Peru: verschüttete Bergleute in illegaler Kupfermine kurz vor der Rettung (10. April 2012)

Peru: Bergbau Arbeiter - Foto: Quetzal-Redaktion, sscSeit Donnerstag (05.04.2012) warten neun verschüttete Bergleute auf ihre Rettung aus der Kupfermine “Cabeza de Negro”. Nach einer Explosion hatten sich die Kumpel in einen Nebentunnel retten können, in dem sie jetzt über ein Metallrohr mit Wasser, Essen und Sauerstoff versorgt werden. Die Mine befindet sich in der Region Ica, ca. 300 Kilometer südlich von Perus Hauptstadt Lima, und wurde bereits vor mehr als 20 Jahren stillgelegt. Auch wenn sich die industrielle Ausbeutung wirtschaftlich oft nicht mehr lohnt und die Minen bzw. Berge zumeist wie ein Schweizer Käse durchlöchert sind, so versuchen doch viele Männer durch den illegalen Abbau von verbliebenen Kupfererzen für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt zu erwirtschaften. In der Regel geschieht dies jedoch unter sehr riskanten Bedingungen und keinerlei Kontrollen seitens der Behörden. Gleichzeitig wird das Risiko, das Schächte zusammenbrechen, erhöht, da die Arbeiten verschiedener Bergleute nicht koordiniert werden. Aufgrund der hohen Rohstoffpreise lohnt sich der illegale Abbau, selbst von Kleinstmengen, mehr den je. Über 60 Prozent der peruanischen Exporte stammen aus dem Bergbau, zugleich ist dies der bedeutendste Wirtschaftssektor des Landes. Kritik wurde im Zuge des Grubenunglücks laut, dass trotz des hohen Stellenwertes keine spezialisierte Einsatztruppe für schnelle Rettungsmaßnahmen existiert. Nach Aussagen des Regierungschefs Oscar Valdés stehen die Kumpel trotzdem kurz vor Ihrer Rettung. Nachrutschendes Geröll hatte die Rettungsarbeiten jedoch deutlich länger hinausgezögert als angenommen. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc)

Peru: Drei Tote bei Protesten in Madre de Dios (15. März 2012)

Peru: Drei Tote bei Protesten in Madre de Dios - Foto: Quetzal-Redaktion, sscWie der peruanische Innenminister Lozada heute bestätigte, kamen bei Zusammenstößen zwischen illegalen Bergarbeitern und der Polizei in Puerto Maldonado (Madre de Dios) drei Personen ums Leben und 38 Personen schwer verletzt wurden. Die Proteste begannen nach dem Scheitern eines Dialogs zwischen der Regierung und Vertretern der illegalen Goldgräber. Diese fordern, dass die Regierung ein erlassenes Gesetz gegen illegale Goldsuche, nach dem den Betroffenen bis zu zwölf Jahre Haft drohen, außer Kraft setzt. Hintergrund für diese Gesetzesentscheidung war jedoch, dass das Ökosystem von Madre de Dios in den letzten Jahren schwer durch die illegalen Bergbauaktivitäten und Abholzungen geschädigt wurde. Der Umweltminister Manuel Pulgar Vidal wies darauf hin, dass die Regierung weiter den Dialog mit den illegalen Bergarbeitern suchen will. Sie bietet ihnen beispielsweise eine sozial und technische Beratung an, um sie zu formalisieren. Der Umweltminister legte aber auch unmissverständlich dar, dass die Regierung diese Aktivitäten nicht in den Pufferzonen von Naturschutzgebieten wie La Pampa (in der Nähe von Tambopata) zulassen werde (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


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