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Paraguay: 35. Jahrestag des Attentats auf Somoza (17. September 2015)

Paraguay_FlaggeHeute vor 35 Jahren wurde der ehemalige Diktator Nicaraguas, Anastasio Somoza Debayle, in Asunción bei einem Anschlag getötet. Das Attentat wurde von Mitgliedern der argentinischen Revolutionären Volksarmee (Ejército Revolucionario del Pueblo, ERP) ausgeführt. Damit entschloss sich der bewaffnete Arm der Revolutionären Arbeiterpartei Argentiniens (Partido Revolucionario de los Trabajadores, PRT), einem Teil der lateinamerikanischen Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen. Somoza war Kopf eines Clans, der die Macht in Nicaragua seit 1934 innehatte. Sein Vermögen wurde auf 1.000 bis 5.000 Millionen Dollar geschätzt. Nach dem langen Kampf des nicaraguanischen Volkes und dem Stopp der Unterstützung der USA für Somoza floh dieser 1979. Obwohl er einer der besten Schülern Washingtons war, fand er kein politisches Asyl in den Vereinigten Staaten, sondern in Paraguay, das damals noch unter der Diktatur Alfredo Stroessners litt. Passend zu seiner dunklen politischen Geschichte wurde Somoza auf der „Straße der Generalísimo Franco“ von den Schüssen getroffen. Seine sterblichen Überreste wurden in den USA beerdigt. Das Attentat am 17. September 1980 leitete Enrique Gorriarán Merlo. Eine Volksbibliothek in Managua trägt heute seinen Namen.

Südamerika: Papst Franziskus on Tour (09. Juli 2015)

Südamerika: Papst Franziskus on Tour - Bild: Quetzal-Redaktion, gcPapst Franziskus begann am letzten Sonntag eine einwöchige Besuchsreise durch drei lateinamerikanische Länder. Am Sonntag landete er in Ecuador, Mitte dieser Woche wird er nach Bolivien fliegen und danach seine Reise mit einem Besuch in Paraguay beenden. Die Reise ist nicht nur deshalb von Bedeutung, weil Jorge Bergoglio das erste Mal spanischsprachige Länder besucht, seit er 2013 Papst wurde, sondern auch, weil die drei Zielländer derzeit eine angespannte politische Lage durchleben. Ebenso wie in Ecuador wird sich Franziskus auch in Bolivien und Paraguay mit den Präsidenten treffen sowie an sozialen Veranstaltungen teilnehmen. So wird er z.B. Gast beim Zweiten Welttreffen der Bevölkerungsbewegungen (Segundo Encuentro Mundial de Movimientos Populares) sein und dort auf Einladung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales einen Vortrag halten. In Ecuador führte der Besuch bereits im Vorfeld zu Spekulationen, einerseits über den Inhalt der Rede des Papstes, andererseits über eine mögliche Instrumentalisierung des charismatischen Kirchenführers durch die Regierung von Rafael Correa. In Paraguay fanden Demonstrationen statt, die die Regierung aufforderten, dem Papst die wirkliche Lage der Bevölkerung zu zeigen und nicht eine bloße Inszenierung. Obwohl der Heilige Vater sich in die politischen Angelegenheiten der besuchten Länder nicht einmischen soll, haben die zwei letzten päpstlichen Enzykliken einen zutiefst sozialpolitischen Inhalt. Während es in Evangelii gaudium (2013) um die Krise des gemeinschaftlichen Engagements und die Vergötterung des Geldes geht, spricht Laudatio si (2015) über die Umwelt und den Klimaschutz. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gc)


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