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Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft (04. Juli 2010)

Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft (Foto: US Marshals Service)Nachdem der frühere De-facto-Machthaber Panamas, Manuel Noriega, seine Auslieferung aus den USA in Richtung Frankreich im April 2010 nicht verhindern konnte, drohen ihm nach den Verhandlungstagen in Paris zu Beginn letzter Woche (28. – 30. Juni 2010) bis zu zehn Jahre Haft. Mit einem Urteil wird jedoch erst Ende Herbst diesen Jahres gerechnet. Dem ehemaligen General wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den 80er Jahren etwa 3,15 Millionen US-Dollar an Drogen- und Staatsgeldern auf französischen Bankkonten bzw. mit dem Kauf von Immobilien gewaschen zu haben. Noriega selbst behauptet dagegen, dass die Gelder aus Gehaltszahlungen des US-Geheimdienstes CIA und aus Familienerbschaften stammen. Darüber hinaus beschuldigt Manuel Noriega die USA, den Vorwurf der Geldwäsche lediglich konstruiert zu haben, um sich endgültig vom ihm zu lösen, nachdem er durch die US-Invasion 1989 in Ungnade gefallenen war. Bereits im Juli 1999 wurde der Ex-Militärmachthaber in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 11,2 Millionen Euro verurteilt. Durch seinen Einspruch gegen dieses Urteil beginnt der Fall nun von Neuem. Vor den Verhandlungen hatte Noriega immer wieder versucht, als Kriegsgefangener eingestuft zu werden, so dass es zu einer direkten Auslieferung nach Panama kommt. Trotz einer zu erwartenden und im Vergleich länger andauernden Haftstrafe wegen Mordes hätte er aller Voraussicht nach aufgrund seiner mehr als 70 Jahre dort nur Hausarrest zu erwarten (Bildquelle: US Marshals Service).

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit (16. Juni 2010)

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit - Foto: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de Estados Unidos MexicanosSalud Mesoamérica 2015 heißt ein neues Programm, das in den nächsten fünf Jahren die großen Unterschiede im Gesundheitszustand der Bevölkerung Mittelamerikas überwinden soll. Zwar hat sich die Gesundheit in der Region in den letzten Jahren verbessert, wie entsprechende Kennziffern belegen, doch kam diese Verbesserung offensichtlich nicht bei den Ärmsten an. Acht Millionen Menschen in Zentralamerika, das sind 20 Prozent der Bevölkerung von Panama, Costa Rica, Nikaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belice und der südlichen Bundesstaaten Mexikos, gelten als extrem arm. Vor allem die Frauen und Kinder in dieser Gruppe verfügen in der Regel über eine nicht angemessene oder über gar keine gesundheitliche Betreuung. Die Folgen sind sichtbar – sie betragen 6 cm. Das ist die Differenz der durchschnittlichen Körpergröße zwischen Fünfjährigen aus den ärmsten Schichten und Gleichaltrigen mit wohlhabenden Eltern. Diese 6 cm sind aber nicht nur ein Größenunterschied, sie verweisen auf grundlegende Rückstände in der körperlichen und geistigen Entwicklung armer Kinder. Die Gates-Stiftung, das Institut für Gesundheit Carlos Slim aus Mexiko und die spanische Regierung stellen jeweils 50 Millionen Dollar für das Programm zur Verfügung. Die Interamerikanische Entwicklungsprogramm (BID) zeichnet verantwortlich für Organisation und Kontrolle der Projekte in den einzelnen Ländern (Bildquelle: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de los Estados Unidos Mexicanos_).


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