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Panama / Kolumbien: Politisches Asyl für ehemalige DAS – Direktorin (22. November 2010)

Logo DAS [Departamento Administrativo de Seguridad] (Foto: Public Domain)Über das politische Asyl für die ehemalige Direktorin des kolumbianischen Geheimdienstes DAS [Departamento Administrativo de Seguridad] Maria del Pilar Hurtado, wird, laut der Ankündigung des panamaischen Präsidenten Ricardo Martinelli, bald entschieden werden. Er begründete dies damit, dass Panama gegenüber politisch verfolgten Menschen, ganz gleich welcher Couleur, von jeher sehr liberal gegenüberstand und all jenen politisches Asyl angeboten hat. Dies wird auch, so der Präsident Panamas weiter, nicht zu diplomatischen Konfrontationen zwischen Panama und Kolumbien führen, der am Wochenende mit Juan Manuel Santos, Präsident Kolumbiens, telefonierte. Unterdessen lies die Außenministerin Kolumbiens, Maria Angela Holguin, verlautbaren, dass man sehr wohl über eine diplomatische Protestnote gegenüber Panama bezüglich des Asylantrages Hurtados nachdenke. Maria del Pilar Hurtado, die sich seit Anfang November in Panama aufhält, erwartet in Kolumbien einen juristischen Prozess hinsichtlich ihrer Tätigkeit als Direktorin vom DAS von 2007 bis 2008. In dieser Zeit wird dem Geheimdienst DAS vorgeworfen unter ihrer Führung vor allem Mitglieder des Obersten Gerichtshofes und der Opposition, sowie Journalisten systematisch ausspioniert und bespitzelt zu haben.(Bildquelle:Public Domain)

Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft (04. Juli 2010)

Panama: Ex-Machthaber Manuel Noriega drohen in Frankreich zehn weitere Jahre Haft (Foto: US Marshals Service)Nachdem der frühere De-facto-Machthaber Panamas, Manuel Noriega, seine Auslieferung aus den USA in Richtung Frankreich im April 2010 nicht verhindern konnte, drohen ihm nach den Verhandlungstagen in Paris zu Beginn letzter Woche (28. – 30. Juni 2010) bis zu zehn Jahre Haft. Mit einem Urteil wird jedoch erst Ende Herbst diesen Jahres gerechnet. Dem ehemaligen General wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den 80er Jahren etwa 3,15 Millionen US-Dollar an Drogen- und Staatsgeldern auf französischen Bankkonten bzw. mit dem Kauf von Immobilien gewaschen zu haben. Noriega selbst behauptet dagegen, dass die Gelder aus Gehaltszahlungen des US-Geheimdienstes CIA und aus Familienerbschaften stammen. Darüber hinaus beschuldigt Manuel Noriega die USA, den Vorwurf der Geldwäsche lediglich konstruiert zu haben, um sich endgültig vom ihm zu lösen, nachdem er durch die US-Invasion 1989 in Ungnade gefallenen war. Bereits im Juli 1999 wurde der Ex-Militärmachthaber in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 11,2 Millionen Euro verurteilt. Durch seinen Einspruch gegen dieses Urteil beginnt der Fall nun von Neuem. Vor den Verhandlungen hatte Noriega immer wieder versucht, als Kriegsgefangener eingestuft zu werden, so dass es zu einer direkten Auslieferung nach Panama kommt. Trotz einer zu erwartenden und im Vergleich länger andauernden Haftstrafe wegen Mordes hätte er aller Voraussicht nach aufgrund seiner mehr als 70 Jahre dort nur Hausarrest zu erwarten (Bildquelle: US Marshals Service).


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