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Panama: Arbeiter für die Erweiterung des Panamakanals kündigen Streik an (10. August 2015)

Panama: Arbeiter für die Erweiterung des Panamakanals kündigen Streik an - Foto: Panamakanal (Miraflores Schleusen), Chris SteveSaúl Méndez, Generalsekretär der Nationalen Union der Arbeiter der Bauindustrie und ähnlichen Branchen (SUNTRACS), gab am Sonntag bekannt, dass nach zwei Monaten der Verhandlungen für eine Lohnerhöhung mit dem Baukonsortium GUPC (Grupo Unidos por el Canal) der Vorstand der Gewerkschaft zum Streik aufrufe. Der Streik soll am kommenden Mittwoch 07:00 Ortszeit beginnen und auf unbestimmte Zeit erfolgen. Méndez erklärte, dass 6.000 Arbeiter ihre Arbeit niederlegen werden, um die jährliche Lohnerhöhung von 8%, welche im Juli 2014 in einem Tarifvertrag mit der panamaischen Baukammer ausgehandelt wurde, durchzusetzen. Méndez erklärte weiterhin, dass der Protest erst enden werde, wenn den Forderungen der Lohnerhöhung, welche rückwirkend zum 1. Juli in Kraft treten müsse, nachgegangen wird. Die Arbeiten an der Panama-Kanal Erweiterung müssen innerhalb von sechs Monaten nach den Prognosen von GUPC abgeschlossen sein, um die Öffnung für den Welthandel im April 2016 einzuhalten. Der Streik könnte die Fertigstellung der Expansion erheblich verzögern (Bildquelle: Chris Steve).

Panama: Überraschender Wahlausgang bei der Präsidentschaftswahl (05. Mai 2014)

Panama: Juan Varela siegt bei den Präsidentschaftswahlen - Foto: Quetzal-Redaktion, sscJuan Carlos Varela heißt der neue Präsident Panamas. Er löst Ricardo Martinelli ab, der laut Verfassung nicht zur Wiederwahl antreten durfte. Dieser hatte jedoch alles Mögliche versucht, weiterhin Einfluss auf die Politik des Landes auszuüben. Beispielsweise stellte er an die Seite des Regierungskandidaten der Partei Cambio Democrático (CD), José Domingo Arias, seine Ehefrau Marta Linares als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin auf. Umso überraschender fiel die Niederlage dieses Duos gegen Juan Varela aus, der noch 2011 Außenminister unter Martinelli gewesen war. Varela erzielte nach dem vorläufigen Endergebnis 39 Prozent der Stimmen, Arias 32 Prozent. Der neue Präsident profitierte damit sicherlich von dem starken Abschneiden des Drittplatzierten, Juan Carlos Navarro von der Partido Revolucionario Democrático (PRD), der 27 Prozent auf sich vereinigen konnte. Wichtigstes Thema bei der Wahl bildete die (gegenseitige Anschuldigung von) Korruption und der zunehmend autoritäre Stils Martinellis, der nach und nach seinen Einfluss auf die anderen Gewalten im Staat vergrößert hat. Varelas Wahlbündnis zwischen der Partido Panameñista und der Partido Popular kam auch bei den zeitgleich abgehaltenen Wahlen zur Nationalversammlung auf die meisten Stimmen, verpasste aber die absolute Mehrheit (Bildrechte: Quetzal-Redaktion, ssc).


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