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Nicaragua: Regierung Ortega gesteht Unfähigkeit bei der Reduzierung der Armut ein (09. August 2010)

Armut ist immer noch ein weitverbreitetes Problem in Nicaragua - Foto: Quetzal-Redaktion, sscDie sandinistische Regierung von Daniel Ortega Saavedra hat am Wochenende offiziell ihr Unvermögen hinsichtlich der signifikanten Reduzierung der Armutsquote in Nicaragua eingestanden. In einem Kommuniqué der Regierung werden jedoch die Ursachen nicht primär im Versagen der eigenen politischen Strategien gesehen, sondern weit profanere Erklärungen wie beispielsweise kulturelle oder auch strukturelle Ursachen als Auslöser der Armut in Nicaragua angegeben. Als Hauptfaktor für die Probleme bei der Bekämpfung von Armut nennt der “nationale Bevölkerungsentwicklungsplan 2009 -2011″ (Plan Nacional de Desarrollo Humano Actualizado, PNDHA) die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise. Allein dadurch werde das BIP im Zeitraum von 2009-2011 um 4,8 Millionen US-Dollar sinken (nominales BIP 2007 = 5,7 Mio. US$). Aufgrund der zu erwartenden Einbußen hat die Regierung drei Haushaltsreformen beschlossen: Reduzierung der Staatseinahmen, der öffentlichen Investitionen und der Sozialausgaben. Weiterhin wird in dem PNDHA angeführt, dass Nicaragua im Zeitraum von 1990 bis 2009 insgesamt 12 Mrd. US$ durch verschiedene Kooperationen (u.a. mit Venezuela und durch direkte Auslandsinvestitionen) erhalten hat, der Effekt auf die Senkung der Armutsquote aber sehr gering ist. Deshalb konstatiert die Regierung, dass in den letzten knapp 20 Jahren trotz respektabler wirtschaftlicher Entwicklungsdaten und relativ hoher für die Armutsbekämpfung zur Verfügung stehender Mittel die politischen Strategien und Entscheidungen der nichtsandinistischen Regierungen nicht die erhoffte Wirkung auf die Reduzierung der Armut zeigten (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit (16. Juni 2010)

Mittelamerika: Programm für die Gesundheit - Foto: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de Estados Unidos MexicanosSalud Mesoamérica 2015 heißt ein neues Programm, das in den nächsten fünf Jahren die großen Unterschiede im Gesundheitszustand der Bevölkerung Mittelamerikas überwinden soll. Zwar hat sich die Gesundheit in der Region in den letzten Jahren verbessert, wie entsprechende Kennziffern belegen, doch kam diese Verbesserung offensichtlich nicht bei den Ärmsten an. Acht Millionen Menschen in Zentralamerika, das sind 20 Prozent der Bevölkerung von Panama, Costa Rica, Nikaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belice und der südlichen Bundesstaaten Mexikos, gelten als extrem arm. Vor allem die Frauen und Kinder in dieser Gruppe verfügen in der Regel über eine nicht angemessene oder über gar keine gesundheitliche Betreuung. Die Folgen sind sichtbar – sie betragen 6 cm. Das ist die Differenz der durchschnittlichen Körpergröße zwischen Fünfjährigen aus den ärmsten Schichten und Gleichaltrigen mit wohlhabenden Eltern. Diese 6 cm sind aber nicht nur ein Größenunterschied, sie verweisen auf grundlegende Rückstände in der körperlichen und geistigen Entwicklung armer Kinder. Die Gates-Stiftung, das Institut für Gesundheit Carlos Slim aus Mexiko und die spanische Regierung stellen jeweils 50 Millionen Dollar für das Programm zur Verfügung. Die Interamerikanische Entwicklungsprogramm (BID) zeichnet verantwortlich für Organisation und Kontrolle der Projekte in den einzelnen Ländern (Bildquelle: Alfredo Guerrero, Gobierno Federal de los Estados Unidos Mexicanos_).


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