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Nicaragua: Gioconda Belli in Leipzig (10. März 2016)

Nicaragua: Gioconda Belli in Leipzig - Foto: Casa de AméricaDie nicaraguanische Autorin Gioconda Belli (*1948) befindet sich zur Zeit auf einer Reise durch Deutschland und Österreich. Sie ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Lateinamerikas, und ihre Gedichte und Romane betrachten die sandinistische Revolution in ihrem Land, das Leben und die Liebe durchweg aus einer weiblichen Perspektive. International besonders erfolgreich sind u.a. die „Bewohnte Frau“ und „Tochter des Vulkans“. Auf ihrer Lesereise hat sie ihren neuesten Roman „Mondhitze“ mit im Gepäck. Diesen wird sie nach Stationen in Bonn, Köln und Klagenfurt am 19.3.2016 um 19.30 Uhr in der Ev. Reformierten Kirche in Leipzig im Rahmen des Lesefestes „Leipzig liest“ vorstellen. Veranstalter ist der Leipziger Eine Welt e.V. Die Lesung findet auf spanisch und deutsch statt. Musikalisch begleitet wird sie vom Grupo Sal Duo. Gioconda Belli hat selbst lange Zeit im Exil gelebt, und so erhoffen sich die Veranstalter auch eine politische Diskussion mit der Schriftstellerin. (Bildquelle: Casa de América_)

Nicaragua: Trauer um Fernando Cardenal (25. Februar 2016)

Nicaragua: Fernando Cardenal - Foto: LucienFernando Cardenal war einer dieser lateinamerikanischen Priester, die ihr Leben ganz in den Dienst für die Armen stellten. Aus privilegierten Verhältnissen stammend, trat er dem Jesuitenorden bei, wurde Priester und engagierte sich im Kampf gegen die Somoza-Diktatur. Bekannt wurde der Befreiungstheologe als Leiter des „Nationalen Kreuzzugs für Alphabetisierung“, der im Jahr 1980 kurz nach dem Sieg der sandinistischen Revolution gestartet wurde. Fast eine Million Schüler und Studenten wurden mobilisiert, um das Alphabet auch in die entlegensten Orte zu tragen. Im Ergebnis konnte die Analphabetenrate im Land von mehr als 50 Prozent auf etwa 10 Prozent gesenkt werden. Von 1984 bis 1990 war Cardenal Minister für Kultur. Aufgrund seiner Nähe zu den Sandinisten und seiner Weigerung, auf das politische Amt zu verzichten, wurde er von Papst Johannes Paul II. von seinem Priesteramt entbunden. Das gleiche Schicksal traf drei weitere nicaraguanische Priester, darunter auch Fernandos älteren Bruder Ernesto. Auch den Jesuitenorden musste er verlassen. 1997, vier Jahre nachdem er der Sandinistische Front (FSLN) den Rücken gekehrt hatte, wurde er wieder in den Jesuitenorden aufgenommen – ein einmaliger Vorgang in der Societas Jesu. Seinem Engagement für die Armen blieb der Priester treu, er leitete die nicaraguanische Abteilung von Fé y Alegria, eine Organisation für Volksbildung und soziale Unterstützung, die in Nikaragua von den Jesuiten unterstützt wird. Am 20. Februar ist Fernando Cardenal im Alter von 82 Jahren in Managua gestorben. (Bildquelle: Lucien_)


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