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Nicaragua: Nationaler Dialog für Mittwoch angekündigt (15. Mai 2018)

noticia_nicaragua_Menschen_Dietlind von Poblozki_amDie katholische Kirche kündigte für Mittwoch, 16.Mai 2018, einen nationalen Dialog an. Das Treffen wird im Seminar Nuestra Señora de Fátima in Managua stattfinden. Die Ankündigung erfolgte, nachdem die nicaraguanische Regierung Vertreter der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte nach Nicaragua eingeladen hat, um die Gewaltakte gegen die von der geplanten Rentenreform ausgelösten Proteste zu untersuchen. Bei den seit dem 18. April anhaltenden Auseinandersetzungen wurden mehr als 50 Menschen getötet. Kardinal Brenes betonte, dass die Bedingungen für den Dialog nicht die besten seien. Ziel des Dialogs muss es sein, institutionelle Veränderungen im Land anzustoßen, um den Weg für die Demokratie zu ebnen. Dafür seien grundlegende Vereinbarungen nötig, die in konkrete Entscheidungen münden müssten. Unbedingte Voraussetzung des Dialogs, so heißt es in der Erklärung, sei die Aussetzung der Gewaltakte und Plünderungen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Dietlind von Poblozki / am).

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Aus Sorge um die Entwicklung in ihrem Heimatland rufen in Halle an der Saale lebende Nicaraguaner für den 19.5.2018 ab 14 Uhr zu einer Demonstration auf dem Marktplatz der Stadt auf.

Nicaragua: Premio Cervantes 2017 an Sergio Ramírez überreicht (25. April 2018)

Nicaragua_Sergio_Ramirez_Bild_Centroamérica_cuentaIn Madrid wurde vorgestern der Cervantes-Preis, der bedeutendste Literaturpreis der spanischsprachigen Welt überreicht. Prämiert wurde mit dem Nicaraguaner Sergio Ramírez erstmals ein Autor aus Mittelamerika. Ramírez‘ Werk, begründete die Jury im November 2017, spiegele die „Lebendigkeit des Alltags wider, die Wirklichkeit in ein Kunstwerk verwandelt”. Es verbinde die Erzählung und die Poesie mit der Strenge des Beobachters und des Schauspielers. Die Bücher des Nicaraguaners wurden in 17 Sprachen übersetzt, sein Werk umfasst Erzählungen und Romane ebenso wie Zeitungskolumnen. Doch Ramírez prägte sein Land nicht nur als Autor, sondern auch als Politiker. Nach dem Sieg der Sandinisten hatte er wichtige politische Ämter inne, von 1985 bis 1990 war er unter Ortega Vizepräsident. 1995 verließ er die FSLN aus Protest gegen den Kurs der Partei und gründete eine eigene Partei, den Movimiento Renovadora Sandinista (MRS). Angesichts der massiven Proteste in seinem Land, die sich an der geplanten Rentenreform entzündeten, aber zunehmend das System Ortega angreifen, erinnerte der Schriftsteller an diejenigen, die getötet wurden, weil sie für Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen. Er widmete seinen Preis den „Tausenden Jugendlichen, deren Waffen nur Ideale sind und die dafür kämpfen, dass Nikaragua wieder eine Republik wird“ (Bildquelle: centroamerica_cuenta).


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