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Mexiko: Wirtschaftsbeziehungen zu den USA mit Herzlichkeit und Verständnis (14. September 2022)

Noticia_Mexico_Zocalo1_Quetzal-Redaktion_gelherUm die „Chancen beider Länder“ für eine nachhaltige Energiezukunft hervorzuheben, wurde die lange Liste der Meinungsverschiedenheiten beim 2. Treffen in diesem Jahr des Wirtschaftsdialogs auf hoher Ebene von vornherein bewusst außen vor gelassen. Das Gespräch zwischen Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador und US-Außenminister Antony Blinken in Mexiko-Stadt verlief produktiv und freundlich, wie von mexikanischer Seite verlautete. Man sprach dem Vernehmen nach nur am Rande über die Energie, d.h. über die von den USA und Kanada abgelehnte Absicht Mexikos, die Rolle staatlicher zulasten privater Energieversorger zu stärken und so Energiesouveränität zu erlangen. Und der anhaltende Unmut der USA über das Fernbleiben des mexikanischen Präsidenten beim Gipfel der Amerikas aus Protest gegen die Ausladung von Venezuela, Kuba und Nicaragua spielte ebenso wenig eine Rolle wie seine Unterstützung für die Freilassung von Julian Assange; López Obrador hat diesen sogar zum diesjährigen „El Grito“, dem mexikanischen Nationalfeiertag, eingeladen. Der Wirtschaftsdialog konzentrierte sich stattdessen auf die Produktion von Halbleitern, sauberer Energie und Elektroautos sowie sicheres Internet. Bliken lud Mexiko ein, sich dem Plan der USA zur Herstellung von Halbleitern und zur Förderung der Elektromobilität anzuschließen. Man wolle die Volkswirtschaften integrieren, um Nordamerika zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt auszubauen. Damit, so Bliken, solle der Einfluss Chinas zurückgedrängt werden. López Obrador informierte Bliken seinerseits über den Sonora-Plan, der die nationale Ausbeutung von Lithium und sauberer Energie in Sonora vorsieht, die, wie die Dinge bisher stehen, zusammen mit einem chinesischen Konsortium erfolgen. Weitere Gesprächsthemen bei dem Treffen auf hoher Ebene waren der Sicherheitsdialog im Oktober in Washington und der Gipfel der nordamerikanischen Staats- und Regierungschefs gesprochen haben, der voraussichtlich im Dezember in Mexiko stattfinden wird. (Bild: Quetzal-Redaktion_gelher)

Mexiko/Kolumbien: Im Nachlass von Gabriel García Márquez weitere Briefe entdeckt (21. Juni 2022)

Gabriel_Garcia_Marquez_Bild_wiki_cc„Passend“ zum 40jährigen Jubiläum der Verleihung des Literatur-Nobelpreises an ihren Vater bzw. Großvater, haben Gabriel García Márquez‘ Nachkommen 150 bislang unbekannte Briefe an ihren berühmten Vorfahren gefunden. Sie befanden sich in einer Plastikschachtel in einem Schrank, in dem lediglich Fotos vermutet wurden. Dabei war man doch davon überzeugt gewesen, dass sich der Nachlass des berühmten Vaters und Großvaters – längst und in Gänze – im Harry Ranson Center der Universität Texas in Austin befindet. Die neu entdeckten Briefe stammen aus der Zeit zwischen 1972 und 2013. Seit dem 16. Juni 2022 (und noch bis August des Jahres) werden sie nun nicht mehr nur im letzten Wohnhaus von Gabo, heute Casa de la Literatura Gabriel García Márquez, ausgestellt, sondern auch im Museo de Arte Moderno der mexikanischen Hauptstadt. Die Absender der Briefe an den Schriftsteller sind illuster: Pablo Neruda war einer der ersten. Zur Verleihung des Nobelpreises gratulierten ihm dann Bill und Hillary Clinton, der Schauspieler Robert Redford, die mexikanischen Expräsidenten Ernesto Zedillo und Enrique Peña Nieto, der Schriftsteller Carlos Fuentes, Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan wie auch Ex-Premier Israels Simon Peres. Besonders vertraut klingen die Beziehungen zwischen Absender und Adressat in den Briefen von Fidel Castro (1987) oder Subcomandante Marcos aus den Bergen in Chiapas (1994): Ersterer bittet Gabo um einen Prolog für sein Interview mit dem italienischen Journalisten Gianni Miná, letzterer um dessen Besuch bei den Zapatisten, beide mit sehr viel Respekt für mögliche Zeitprobleme des Schriftstellers. Nachdem dann, 1999, bei García Márquez Lymphdrüsenkrebs festgestellt wurde, boten insbesondere ihm Filmregisseur Woody Allen und der Photograph Richard Avedón jegliche Unterstützung an. Anders als der Hauptheld eines seiner ersten Romane, dem 1957 erschienenen „Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt“, hatte Gabo also stets und bis zuletzt jemanden, der ihm schrieb. Gewiss, dieser Vergleich hinkt ein wenig, denn nur der Oberst aus dem Buch wartete ja auf einen ganz bestimmten Brief – den mit seinem Pensionsbescheid. (Bildquelle: wiki_cc)


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