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Mexiko: Migranten in Tijuana (09. Mai 2013)

mexiko-foto-quetzal-redaktion-glEtwa 3000 Migranten aus Mittelamerika und verschiedenen Regionen Mexikos leben unter unwürdigen Lebensbedingungen im Flussbett der Stadt Tijuana. Die Migranten wurden aus den Vereinigen Staaten abgeschoben und blieben gleich an der Grenze, um eine Rückkehr in die USA zu versuchen. In der Zwischenzeit halten sie sich in der Stadt Tijuana auf. Bis vor ein paar Monaten verfügten sie über provisorische Hütten aus Plastik und Pappe am Flussbett des Río Tijuana, aber die mexikanische Polizei hat alles verbrannt. Jetzt leben die Migranten unter unwürdigen Bedingungen in Tunneln in dem Flussbett. In den etwa 30 Tunneln bzw. pocitos wohnen die Migranten und schützen sich so vor der Polizei und der Kriminalität. Die pocitos sind 15 Meter lange Tunnel in ein Meter Tiefe und wurden von den Migranten selbst gebaut. Die lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen haben bereits mehrmals auf die Situation aufmerksam gemacht, ohne dass jedoch eine der drei Ebenen der mexikanischen Regierung eine entsprechende Reaktion gezeigt hätte (Bildquelle: Quetzal-Redaktion,gl).

Mexiko: Der Aztekische Jaguar (21. März 2013)

Mexiko Foto: Quetzal Redaktion glDie positive wirtschaftliche Entwicklung Mexikos spiegelt sich nicht in der Lebensqualität der Bevölkerung wider. Das Land zeigte 2012 eine Wachstumsrate von 4%, im Vergleich zu durchschnittlich 1,3% in der OECD, 2,2% in den USA und 0,6% in der EU. In Mexiko gibt es keine finanzielle Unterstützung für Arbeitslose. Deshalb müssen die Menschen immer eine Beschäftigung haben. Die Arbeitslosigkeit des Landes lag im letzten Jahr bei 4,4%, während die europäischen Länder eine Arbeitslosenrate von 11,7% und die USA von 7,8% aufwiesen. Aber das Problem Mexikos liegt darin, dass aufgrund der schwachen Regierungsstrukturen mehr als 60% der erwerbstätigen Bevölkerung in der ‘Schattenwirtschaft’ beschäftigt sind. In Mexiko ist diese Art der Arbeit nicht illegal. Die meisten arbeiten als Straßenhändler, die für die Nutzung der Straßen eine Art Steuer in die kommunale Finanzkasse zahlen müssen. Die Straßenhändler sind selbst von der Krankenversicherung und Rentenversicherung ausgeschlossen. Nach Angaben des Instituts für Statistik (INEGI) arbeiten lediglich 16 Millionen von 50 Millionen erwerbstätigen Personen in der formellen Wirtschaft, zudem ist der Mindestlohn des Landes der niedrigste von ganz Lateinamerika. Die Ergebnisse der Studie “Indikator der Armut der beschäftigten Personen” (Índice de Tendencia Laboral de la Pobreza, ITLP) des INEGI zeigen, dass immer mehr Mexikaner nicht im Stande sind, ihre Grundversorgung mit den Lohneinnahmen zu decken.(Bildquelle: Quetzal-Redaktion, gl)


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