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Gipfeltreffen in Santiago: Raúl Castro neuer Präsident der CELAC (06. Februar 2013)

Lateinamerika: CELAC - Foto: CELACRaúl Castro, Regierungschef Kubas, ist am Montag (28.) in Santiago de Chile zum Präsidenten der Comunidad de Estados Latinoamerianos y Caribeños (Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten, CELAC) ernannt worden. Castro löst den Präsidenten Chiles, Sebastián Piñera, in diesem Amt ab. Die CELAC umfasst alle Festlandsstaaten Nord- und Südamerikas, abgesehen von Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika, dazu die meisten karibischen Staaten. Raúl Castro erklärte in Santiago, es sei für sein Land und ihn eine große Ehre, den Vorsitz über die CELAC zu übernehmen. Er akzeptiere die Präsidentschaft und werde sein Amt mit der Verpflichtung ausüben, Frieden, Gerechtigkeit und Verständnis zwischen den Völkern Lateinamerikas zu unterstützen sowie jederzeit in voller Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen und internationalem Recht zu arbeiten. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen übten Kritik an Kubas Präsidentschaft. So äußerte José Miguel Vivanco, Vorsitzender der Amerika-Abteilung von Human Rights Watch, die Ernennung sei ein Fiasko und werfe die Region zurück, in Kuba seien Menschenrechte und grundlegende Freiheiten nicht garantiert. (Bildquelle: CELAC_)

Kuba: Höchster Literaturpreis an Padura am 21. Dezember 2012 verliehen (21. Dezember 2012)

Kuba: Der Schriftsteller Leonardo Padura - Foto: Detlev EndruhnLeonardo Padura, ein auch international anerkannter und geehrter Autor, ist mit dem „Premio Nacional de Literatura de Cuba“ für 2012 ausgezeichnet worden. Der 1982 vom Kulturministerium und dem nationalen Buchinstitut gestiftet Preis gilt als höchste literarische Würdigung Kubas und wird an lebende, auf der Karibikinsel ansässige Autoren vergeben. Padura, der unter 18 Kandidaten von einer Jury ausgewählt worden war, ist nicht nur für sein Werk, sondern auch für seine kritischen Kommentare zur kubanischen Realität bekannt. Nachdem er 1980 sein Studium der Literaturwissenschaften an der Universität Havanna beendet hatte, arbeitete der 1955 geboren Padura lange Jahre als Journalist, unter anderen bei „Juventud Rebelde“, der Zeitung des kommunistischen Jugendverbandes. Seine Reportagen gehörten bald zu den meistgelesenen in Kuba. Nachdem er in den 1980er Jahren bereits mit Erzählungen und Essays auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde er im folgenden Jahrzehnt mit der Krimi-Tetralogie “Las cuatro estaciones”, die der Unionsverlag unter dem Titel „Das Havanna-Quartett“ auf deutsch herausbrachte, über Kuba hinaus bekannt. Sein umfangreicher Roman über Leo Trotzki, „Der Mann, der die Hunde liebte“ (2009 span.; 2011 dt.), setzt sich mit der Pervertierung sozialistischer Ideale auseinander. Beide Werke (wie auch „Der Schwanz der Schlange“) sind von uns rezensiert worden. Wer sich ein persönliches Bild von Leonardo Padura machen will, dem sei unser Interview mit ihm vom Dezember 2008 empfohlen (Bildrechte: Quetzal-Redaktion, Detlev Kuhn).


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