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Kuba: Impfstoffe gegen COVID-19 in Phase 3 (13. April 2021)

Noticias_COVID-Impfung_Bild_gencat_cat_publicdomainKuba kämpft zurzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. Täglich erhöht sich die Zahl der bestätigten Erkrankten um ca. 1.000 und am 12. April meldete das Gesundheitsministerium neun Coronatote; das ist die höchste Zahl, die seit Beginn der Pandemie an einem Tag zu beklagen war. Insgesamt sind bisher auf Kuba 476 Menschen an COVID-19 verstorben. Im Vergleich zu Deutschland mögen diese Zahlen sehr gering erscheinen, doch in Kuba ist man beunruhigt, dass es seit dem Ausbruch der dritten Infektionswelle nicht gelungen, diese zu beherrschen und die Zahlen der neuen Infektionen und Todesfälle zu senken. Umso größer ist die Hoffnung auf die Entwicklung von Impfstoffen. In Kuba gibt es bisher keine Impfungen gegen Corona, weil sich das Land allein auf die eigene Entwicklung von Vakzinen verlässt. Insgesamt arbeitet man an fünf Impfstoffen, von denen jetzt zwei, Soberana 02 und Abdala, die dritte Entwicklungsphase erreicht haben und an mehr als 40.000 Freiwilligen getestet werden. Bisher sind die Testergebnisse ermutigend. Derweil versicherten die Direktoren von BioCubaFarma, einer Unternehmensgruppe, zu der auch das Insituto Finlay gehört, in dem die Soberana-Impfstoffe entwickelt werden, dass die Kapazitäten vorhanden seien, um das Land zu versorgen. Bereits im Juli/August soll die Impfkampagne beginnen und im September die Hälfte der KubanerInnen geimpft sein. Bis Ende 2021 will man dann das Ziel, eine Impfung aller, erreicht haben. Neben den genannten Impfstoffen arbeiten kubanische WissenschaftlerInnen an Soberana 01 und Soberana Plus sowie Mambisa. Bei Abdala und Mambisa aus dem Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie handelt es sich um Medikamente, die über Nasensprays verabreicht werden. Und mit Soberana Plus entwickelt Kuba den ersten Impfstoff für COVID-19-Rekonvaleszenten. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) äußerte sich anerkennend und stolz über die Impfstoffproduktion in „einem kleinen Land wie Kuba“ und verwies auf die große kubanische Erfahrung bei der Herstellung von Impfstoffen. Kuba beabsichtigt, seine Vakzine zu exportieren; verschiedene Länder der Region haben bereits ihr Interesse angemeldet. Und Venezuela teilte in der letzten Woche mit, ein Labor in Caracas bereite sich auf die Produktion von Abdala vor (Bildquelle: gencat_cat_public_domain).

Kuba: Kubaner arbeiten an vier Impfstoffen gegen Covid-19 (16. Dezember 2020)

Impfstoff_Testphasen_Bild_Quetzal-Redaktion_gtEntsprechende Informationen sind hierzulande nicht einfach zu finden, aber Kuba ist einer der Akteure im sogenannten Wettlauf um einen Impfstoff gegen Covid-19. Der Karibikstaat hat vier Kandidaten im Rennen: Soberana 01 und Soberana 02, Mambisa und Abdala. Wie das Instituto Finlay de Vacunas (Finlay Impfstoffinstitut/IFV) mitteilte, befindet sich Soberana 01 in der 2. Phase der Impfstofferprobung und soll bis Ende des Jahres in Phase 3 gehen. Diese Tests sollen in Kuba und im Ausland stattfinden. Auch an den anderen drei Alternativen wird intensiv gearbeitet, wobei man auf unterschiedliche Strategien der Virusbekämpfung setzt. Mit den Soberana-Varianten arbeitet Kuba an Totimpfstoffen mit Protein-Antigen, wohingegen es sich bei Abdala, das im Centro de Ingeniería Genética y Biotecnología (Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie/CIGB) entwickelt wird, um ein intranasal zu verabreichendes Medikament handelt. Die kubanische biomedizinische Forschung ist sehr erfahren, so stammt z.B. der weltweit erste Impfstoff gegen Meningokokken aus Kuba. Die Entwicklung dieser wissenschaftlichen Expertise wurde nicht zuletzt durch das US-Embargo forciert. Auch die Arbeit an den Impfstoffen gegen Covid-19 muss das Land weitgehend allein bewältigen. Hinsichtlich der s seiner Impfstoffe stößt Kuba zudem auf ein weiteres Problem, das aber der Qualität seines sehr effektiv arbeitenden, gemeindebasierten Gesundheitssystem geschuldet ist. Die Kubaner haben mit einer Inzidenz von unter 85 und einer Sterblichkeitsrate von 1,43 Prozent pro 100.000 Einwohner die Pandemie bisher weitgehend unter Kontrolle. Das bedeutet aber auch, dass Kuba, wie das Instituto Finlay betont, für Wirksamkeitsstudien zu wenige akute Fälle hat. Der Fahrplan der Biotechnologiegruppe BioCubaFarma sieht vor, dass bis Mitte 2021 ein Serum zur Verfügung steht. Dabei verweisen die Kubaner darauf, dass sie nicht ersten sein werden, die einen eigenen Impfstoff haben; aber Kuba will auf jeden Fall das erste Land sein, das die Impfung der gesamten Bevölkerung sicherstellt (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_gt).


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