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Kuba: Aufruf gegen die Blockade in schwierigen Zeiten (01. Juni 2021)

Kampagne_Entferne_die_Blokade_Bild_eldiariodelatinoamerica.comNach Angaben der kubanischen Regierung benötigt das Land 20 Millionen Spritzen, um die Impfung der Bevölkerung abzuschließen. Wenngleich Kuba bisher fünf verschiedene Impfstoffe zur Bekämpfung von Covid-19 entwickelt hat (Soverana 01, 02 und Plus, sowie die sogenannten Abdala und Mambisa) und als erstes »Peripherieland« in der Lage sein könnte, seinen Bedarf mit Impfstoffen aus eigener Produktion zu decken, hat die Insel ernsthafte Schwierigkeiten, diese und andere medizinische Instrumente zu importieren. Das Embargo, das bereits 1960 von der US-Regierung des damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower eingeführt wurde, hindert Kuba immer noch auch daran, grundlegende Versorgungsgüter zu erhalten, um mehr Impfstoffe zu produzieren, um somit schnellere Fortschritte bei der Immunisierung seiner Bevölkerung zu machen. In dem von sozialer und wirtschaftlicher Rückständigkeit geprägten Kontext der Pandemie erreichten die Verordnungen und Bestimmungen, die von der US-Regierung erlassen wurden, um die Blockade zu verstärken, ein besonders hohes Ausmaß. Allein von der Administration des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wurden 243 Sanktionen gegen den Inselstaat verhängt. Unter dem Moto »die Blockade tötet – eure Solidarität tötet die Blockade« führen Solidaritätsgruppen aus mehreren Ländern eine internationalle Hilfskampagne durch, um Kuba mit Spritzen zu beliefern. Bislang sind von einer Bevölkerung von ca. 11,3 Millionen etwa 10 Prozent geimpft worden – was durch eine Mitte Mai von der kubanischen Regierung gestartete massive Gesundheitskampagne erreicht wurde. Am 23. Juni wird Kuba der UN-Vollversammlung den Bericht »Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade« zur Prüfung vorlegen (Bildquelle: eldiariodelatinoamerica.com).

Kuba: Impfstoffe gegen COVID-19 in Phase 3 (13. April 2021)

Noticias_COVID-Impfung_Bild_gencat_cat_publicdomainKuba kämpft zurzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. Täglich erhöht sich die Zahl der bestätigten Erkrankten um ca. 1.000 und am 12. April meldete das Gesundheitsministerium neun Coronatote; das ist die höchste Zahl, die seit Beginn der Pandemie an einem Tag zu beklagen war. Insgesamt sind bisher auf Kuba 476 Menschen an COVID-19 verstorben. Im Vergleich zu Deutschland mögen diese Zahlen sehr gering erscheinen, doch in Kuba ist man beunruhigt, dass es seit dem Ausbruch der dritten Infektionswelle nicht gelungen, diese zu beherrschen und die Zahlen der neuen Infektionen und Todesfälle zu senken. Umso größer ist die Hoffnung auf die Entwicklung von Impfstoffen. In Kuba gibt es bisher keine Impfungen gegen Corona, weil sich das Land allein auf die eigene Entwicklung von Vakzinen verlässt. Insgesamt arbeitet man an fünf Impfstoffen, von denen jetzt zwei, Soberana 02 und Abdala, die dritte Entwicklungsphase erreicht haben und an mehr als 40.000 Freiwilligen getestet werden. Bisher sind die Testergebnisse ermutigend. Derweil versicherten die Direktoren von BioCubaFarma, einer Unternehmensgruppe, zu der auch das Insituto Finlay gehört, in dem die Soberana-Impfstoffe entwickelt werden, dass die Kapazitäten vorhanden seien, um das Land zu versorgen. Bereits im Juli/August soll die Impfkampagne beginnen und im September die Hälfte der KubanerInnen geimpft sein. Bis Ende 2021 will man dann das Ziel, eine Impfung aller, erreicht haben. Neben den genannten Impfstoffen arbeiten kubanische WissenschaftlerInnen an Soberana 01 und Soberana Plus sowie Mambisa. Bei Abdala und Mambisa aus dem Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie handelt es sich um Medikamente, die über Nasensprays verabreicht werden. Und mit Soberana Plus entwickelt Kuba den ersten Impfstoff für COVID-19-Rekonvaleszenten. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) äußerte sich anerkennend und stolz über die Impfstoffproduktion in „einem kleinen Land wie Kuba“ und verwies auf die große kubanische Erfahrung bei der Herstellung von Impfstoffen. Kuba beabsichtigt, seine Vakzine zu exportieren; verschiedene Länder der Region haben bereits ihr Interesse angemeldet. Und Venezuela teilte in der letzten Woche mit, ein Labor in Caracas bereite sich auf die Produktion von Abdala vor (Bildquelle: gencat_cat_public_domain).


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