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Kolumbien

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    Kolumbien: Deutsche Gefangene der ELN frei (10. März 2013)

    Kolumbien: Guerilla der ELN - Foto: Julian Ortega MartinezDie beiden deutschen Rentner Uwe und Günther B. befinden sich seit letztem Freitag (8. März) in Bogotá. Die Brüder wurden vor fast genau vier Monaten während ihrer Amerikareise von Rebellen der ELN in der Region Catatumbe entführt. Erst im Februar bestätigte die ELN die Entführung der Deutschen, die sich den Rebellen zufolge ohne Grund und Genehmigung in der Region aufhielten. Die guerilleros forderten Dokumente von Familie und Arbeitgeber, die den Verdacht widerlegen sollten, die beiden Rentner seien Spione. Ende Februar erhielt die Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos die Nachricht, die Rebellen ließen die Deutschen unter der Bedingung frei, dass eine humanitäre Mission in der Region genehmigt würde. Letzten Freitag wurden die Geiseln schließlich an das Internationale Rote Kreuz (IKRK) und eine humanitäre Kommission übergeben. Die Übergabe war bereits für den Donnerstag angesetzt, verzögerte sich jedoch aufgrund logistischer Probleme, wie das IKRK berichtet. Die Befreiung am Freitag wurde von einer Sperre des Luftverkehrs und der Unterbrechung aller Militäroperationen in der Region Catatumbe begleitet. Die leitenden Verhandlungsführer, Exminister Horacio Serpa Uribe und General Jaime Bernal Cuélla, beschreiben die gesundheitliche Verfassung der befreiten Männer als gut. Sie seien jedoch noch verängstigt. Der Tag ihrer Rückkehr nach Deutschland sei noch unklar, werde aber in naher Zukunft liegen, bestätigt Bernal. Details – etwa über Lösegeldzahlungen – gab er indes nicht bekannt (Bildquelle: Julián Ortega Martínez_).

    Kolumbien: Kaffeebauern streiken für höhere Preise (08. März 2013)

    Guatemala: Kaffee - Foto: Andreas BouekeSeit gut einer Woche haben tausende Kaffeebauern in Kolumbien auf unbestimmte Zeit ihre Arbeit niedergelegt. Zusammengeschlossen zu der Protestbewegung „Movimiento por la Defensa y por la Dignidad de los Cafeteros de Colombia“ setzen sie sich landesweit unter anderem für eine Erhöhung und Stabilisierung des internationalen Kaffeepreises, höhere Subventionen sowie den Importstopp von Kaffee ein. Ebenso spielt die Forderung nach einem Verbot von Megabauprojekten eine wichtige Rolle, da diese zu einer Verunreinigung und Verknappung des Trinkwassers führen und die Bodenqualität beeinträchtigen. Der Streik ist Ausdruck der großen Unzufriedenheit der Kleinbauern sowohl mit der Regierung als auch in mit der Kaffeeföderation (Fedecafé). Dieser wird Regierungsnähe vorgeworfen, weshalb sich viele Kaffeebauern im Stich gelassen und ihre Interessen in Zeiten der Krise nur unzureichend repräsentiert sehen. Ursache für die schlechte Situation der Cafeteros ist der niedrige Kaffeepreis. Der Kaffeepreis war im vergangenen Jahr um 35 Prozent gesunken, was unter anderem durch die Aufwertung des kolumbianischen Pesos sowie die hohen Produktionskosten begründet ist. Mit dem Erlös für ein Kilo Kaffee kann derzeit nicht einmal dessen Herstellung finanziert werden. Teil des Streiks ist die Blockade von 21 Verkehrspunkten der Panamericana, der wichtigsten Handelsstraße Kolumbiens, um den Transport von Kaffee und anderen Rohstoffen zu unterbinden. Die Regierung hat den 140.000 Demonstranten mittlerweile eine Fortsetzung der Verhandlungen für den Fall angeboten, dass sie die Proteste beenden. (Bildquelle: Andreas Boueke_)


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