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Kolumbien: Kongress hält die gesetzliche Ratifizierung des Escazú-Abkommens auf (18. Juni 2021)

Kolumbien_Bild_Quetzal-Redaktion_tejeGestern stimmte der Kongress über den Entwurf zum Abkommen von Escazú (sp.: Acuerdo de Escazú) ab. Umweltschützer:innen, Akademiker:innen, Wissenschaftler:innen und viele weitere Akteur:innen hatten bereits umfassende Demonstrationen organisiert, um die Gesetzgebung zu einer Ratifizierung dieses entscheidenden Dokuments zu bewegen. Herzstück des Abkommens ist der Schutz von Umweltaktivist:innen durch die Regierung. Umweltschützer:innen in Kolumbien befinden sich leider allzu oft in ständiger Lebensgefahr; die Zahl der Todesopfer ist schockierend. Laut einem Bericht von Global Witness kamen zwischen 2015 und 2019 vier Umweltschützer:innen pro Woche gewaltsam ums Leben. Kolumbien führt somit die traurige Statistik über Gewalt gegen Umweltaktivist:innen weltweit an; 212 Todesopfer gab es 2019 zu beklagen. Trotz der alarmierenden Zustände schiebt der Kongress die Unterzeichnung eines national bindenden Gesetzesentwurfs im Sinne des Abkommens immer wieder auf. Am Tag der Erde, den 22. April 2020, trat das lateinamerikanisch-karibische Abkommen von Escazú in Kraft. 2015 beteiligte sich Duque an den Verhandlungen, unterschrieb aber erst vier Jahre später. Im März 2020 zögerte er den Gesetzesentwurf zur Umsetzung des Abkommens auf nationaler Ebene erneut hinaus, bis Ende Juli 2020. Obwohl der Entwurf endlich in den Kongress gelangt ist, geht das nötige Verfahren nur stockend voran. Mehrere Kongressabgeordnete bekunden offen ihre Ablehnung hinsichtlich des Projekts. Als Grund wird häufig die angebliche „Unvereinbarkeit von Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ vorgeschoben. Für zahlreiche kolumbianische und internationale Umweltorganisationen wäre die legale Verankerung des Umweltschutzes ein Meilenstein (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_teje).

Kolumbien: Schriftstellerin Pilar Quintana mit Premio Alfaguara ausgezeichnet (26. Januar 2021)

Kolumbien: Friedensverhandlungen zwischen ELN und Regierung wieder aufgenommenDie kolombianische Schriftstellerin Pilar Quintana hat für ihr Werk “Los Abismos” (dt.: Die Abgründe) den Premio Alfaguara de Novela, den Preis des Verlags Alfaguara in der Kategorie Belletristik, erhalten. Mit dem Preis verbunden ist ein Preisgeld von 175.000 Dollar. “Los abismos” handelt von den Beobachtungen eines jungen Mädchens, das die schwierige Ehe ihrer Eltern beschreibt und die sich im Leeren verlaufenden Gesprächsfetzen oder Handlungen zwischen beiden mit Sinn zu versehen versucht. Jahre später, als Erwachsene, erfährt ihr ruhiges Leben eine dramatische Wendung. Intime Einblicke in das Innere von Frauen, die nicht aus ihrer Haut können, prägen den Roman. Die Jury hebt in ihrer Auszeichnung hervor, wie sprachlich gekonnt die Autorin die empfindsame, naive Welt eines Kindes mit der ihn umgebenden, erschütternden Realität verbindet. “Los abismos” ist Pilar Quintanas fünfter Roman und ihre dritter literarischer Preis. 2010 erhielt sie den Premio de Novela La Mar de Letras, 2018 erhielt sie den Kolumbianischen Preis für Narration für “La Perra”, eine Werk, das auch international Anklang bei Lesern gefunden hat und in 14 Sprachen übersetzt worden ist. “Los abismos” wurde in Kolombien unter Quintanas Pseudonym “Claudia de Colombia” veröffentlicht.


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