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    Kolumbien: FARC bestätigt Entführung des französischen Journalisten Roméo Langlois (07. Mai 2012)

    Kolumbien: FARC - Flagge: Public DomainAm Sonntag, den 6.5.2012, bestätigte die FARC in einem Videoband offiziell die Entführung des französischen Journalisten Roméo Langlois. Seit neun Tagen wird Langlois bereits vermisst. Der Auslöser dieser Festnahme war ein Anti-Drogen-Einsatz am 28. April 2012 im Verwaltungbezirk Caquetá, wobei mehrere Labore zur Herstellung von Kokain zerstört wurden. Romé Langlois befand sich unter dem kolumbianischen Militär, um diesen Einsatz zu filmen. Während der Auseinandersetzungen wurde der 35-Jährige Roméo Langlois als Kriegsgefangener von der FARC entführt. Langlois wurde dabei an der linken Schulter durch einen Schuss verletzt. Über Twitter bestätigte die FARC, dass der Journalist außer Lebensgefahr ist und verkündigt eine baldige Freilassung. Weiterhin klagt die Organisation die kolumbianische Regierung an, dass diese leichtsinnig mit dem Leben von Langlois umgeht. Der Reporter lebt seit 10 Jahren in Kolumbien und ist als Fachmann der FARC und erfahrener Journalist bekannt. Er arbeitet unter anderem für den französischen Nachrichtensender “France 24” (Bildquelle: Public Domain).

    Kolumbien: Lernt die FARC? (27. Februar 2012)

    Kolumbien: FARC - Flagge: Public Domain

    Die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo) hat gerade verkündet, dass sie bis auf Weiteres keine Entführungen mehr veranlassen will. Über die Bewertung dieser Verlautbarung wird in Kolumbien heftig debattiert. Beispielsweise bewertete die ehemalige Senatorin Piedad Cordoba die Ankündigung der FARC vollends positiv und forderte gleichzeitig die kolumbianische Regierung auf, einen Waffenstillstand mit der FARC abzuschließen. Demgegenüber äußerten sich Präsident Santos und die U.S.A. vorsichtig optimistisch, indem sie die Ankündigung als einen notwendigen, aber nicht hinreichenden Schritt für eine Aufnahme von Verhandlungen erachten. Sie fordern gleichzeitig die FARC auf, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Ob die FARC ihre etwa 420 Geiseln (manche Quellen sprechen sogar von etwa 720 Entführten) tatsächlich freilassen und in Zukunft auf weitere Geiselnahmen verzichten wird, bleibt abzuwarten. Einerseits ist schwer vorstellbar, dass sich die FARC freiwillig einer ihrer wichtigsten, vor allem auch finanziellen, Quelle beraubt – womit die Ankündigung wohl nur rein rhetorischer Natur wäre. Andererseits könnte es jedoch durchaus sein, dass die FARC mit der Ankündigung neuerdings auch vermehrt politische Taktiken in diesem Konflikt verfolgt und die gewalttätigen Strategien – vermutlich auch aufgrund einer militärischen Schwäche – an Attraktivität verlieren. (Bildquelle: Public Domain)


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