lateinamerika - Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika




El Salvador

Letzte Artikel:

Kurznachrichten:

»» alle zu El Salvador

Zentralamerika: Mexikanischer Drogenbaron in Guatemala erschossen? (25. Februar 2013)

Mexiko: Drogenkrieg - Foto: Diego Fernandez, Public DomainGuatemaltekische Behörden können den Tod von Joaquín ‘El Chapo‘ Guzmán nicht bestätigen. Medien hatten zuvor darüber spekuliert, dass in einem Gefecht mit dem Militär der sogenannte Kopf des Sinaloa Kartells in der guatemaltekischen Provinz Petén getötet worden sei. Dieses Gerücht wurde besonders dadurch angeheizt, weil vermutet wird, dass ‚El Chapo‘ Zuflucht in der guatemaltekischen Grenzregion zu Mexiko gesucht hat. Nach dem 2006 begonnenen mexikanischen war on drugs gewinnt Zentralamerika in der öffentlichen Wahrnehmung des Drogenhandelproblems zunehmend an Bedeutung, so dass sich die politische Debatte in und über Zentralamerika vor allem darauf konzentriert: Mexikanische Drogenkartelle expandieren oder flüchten nach Guatemala und Honduras, um dort ihr Geschäft fortzuführen, was allerorts mit den Begriffen des Ballon- oder Kakerlaken-Effektes umschrieben wird. Zentralamerikanische maras und pandillas werden mit der organisierten Kriminalität bzw. konkret mit mexikanischen Kartellen – beispielsweise den Zetas – in Verbindung gebracht. Das hohe Gewaltniveau wird, besonders in den drei nördlichen zentralamerikanischen Ländern – tríangular norte: Guatemala, Honduras und El Salvador –, mit der Ausweitung des Drogenhandels und dem damit verbundenen Vordringen der mexikanischen Kartelle begründet. Gleichzeitig weisen zentralamerikanische Präsidenten – jüngst insbesondere der guatemaltekische Präsident Otto Perez Molina – darauf hin, dass Zentralamerika von der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Drogenhandel – trotz gegebener Vereinbarungen (beispielsweise im Rahmen der Central American Security Initiative oder der Grupo de Amigos de Centroamérica) – bisher nur sehr wenig unterstützt wurde. (Bildquelle: Diego Fernandez, Public Domain)

El Salvador, Guatemala, Honduras: Internationale Kampagne zur Rettung des Río Lempa gestartet (26. Juli 2012)

El Salvador: Versammlung über die Nutzung des Lempa Flusses -Foto: Nina KreuzingerEtwa hundert Delegierte von Basisorganisationen aus Guatemala, Honduras und El Salvador versammelten sich vom 13. – 15 Juli 2012, in Santa Marta, El Salvador, zum „Ersten Trinationalen Treffen zum Schutz des Flusses Lempa“. Der Río Lempa entspringt in Guatemala und fließt durch Honduras und El Salvador, wo er in den Pazifik mündet. Er ist eine der wichtigsten Wasseradern der Region, insbesondere El Salvadors, wo er fast 70% der Bevölkerung und die Hälfte der Bewohner der Hauptstadt San Salvador mit Wasser versorgt. Er ist durch Abwässer, Pestizide und phosphathaltige Düngemittel stark verschmutzt. Hinzu kommt die Anreicherung mit organischen Stoffen durch Staudämme sowie Kontamination durch Tagebaue. Das „Trinationale Treffen Honduras, Guatemala, El Salvador“ bildet den Auftakt für eine internationale Kampagne von sozialen Bewegungen der drei Länder zum Schutz des Río Lempa, seiner Zuflüsse, der zugehörigen Flusstäler und Ökosysteme sowie gegen eine Ausweitung der Minenwirtschaft und weiterer Megaprojekte in der Region. Längerfristig ist eine Vernetzung mit der guatemaltekisch-mexikanischen Kampagne zum Schutz des Grenzflusses Usumacinta geplant. Ein Vertreter des salvadoranischen Forschungszentrums CEICOM berichtete, dass im Quellgebiet des Rio Lempa in Guatemala – in der Nähe von Esquipulas – der Abbau von Uran geplant ist. Außerdem seien extrem negative Folgen durch einen neuen Gold- und Silbertagebau in Asunción Mitla zu befürchten, der in einer Zone mit Thermalquellen eröffnet werden soll. Allein für den honduranischen Teil des Rio Lempa und seiner Zuflüsse wurden im Zuge der landesweiten Flussprivatisierungen bisher 15 neue Konzessionen für Wasserkraftwerke vergeben, so Berta Cáceres, die Vorsitzende des Rates indigener Gemeinden COPINH. Cáceres warnte davor, dass im Zuge dieser Konzessionierungen auch die Planungen für das größte zentralamerikanische Wasserkraftwerk im Grenzgebiet zwischen El Salvador und Honduras wieder auf die Tagesordnung rücken könnten. Der Bau des Kraftwerk von „El Tigre“, an dem u.a. große deutsche Konzerne wie Siemens beteiligt waren, war bisher durch den gemeinsamen Widerstand der bäuerlichen und indigenen Gemeinden aus den beiden Ländern verhindert worden. (Bildquelle: Nina Kreuzinger)


Länderdaten:

(PDF)

1) Kurzportrait
2) Basisdaten
3) Geschichte
4) Politik
5) Präsidenten
6) Soziodemographie
  7) Wirtschaft
  8) Kultur
  9) Medien & Kommunikation
10) Internetlinks

Politik & Geschichte:
  • Chronologie (12/1993)
  • Kunst & Kultur:
  • Roque Dalton (12/1993)
  • Wirtschaft & Soziales:
    Ressourcen & Umwelt:
    Ethnien & Kulturen:
    weitere Themen:

    top