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    Lateinamerika: Beginn des 21. Treffens der Rio-Gruppe in Cancún (22. Februar 2010)

    Eröffnung des 21. Treffens der Grupo de Rio in Cancún - Foto: José Almeida/Presidencia de EcuadorHeute beginnt im mexikanischen Cancún das 21. Treffen der Rio-Gruppe (Grupo de Río). Hauptthemen sind der Wiederaufbau Haitis, die Rückkehr von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die Gründung eines regionalen Blocks lateinamerikanischer und karibischer Staaten ohne die USA. Dieses dritte Anliegen wird vor allem vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales vorangetrieben. Argentinien sucht auf dem Treffen in erster Linie Unterstützung bei den lateinamerikanischen Staaten in der Auseinandersetzung um die geplante Erkundung von Rohöllagerstätten vor den Falklandinseln (Malvinas) durch Großbritannien. Brasilien, das noch immer nicht die neue Regierung in Honduras anerkennt, möchte sich für eine Wiederaufnahme des zentralamerikanischen Landes in die OAS aussprechen, sobald Maßnahmen der Versöhnung durch Präsident Porfirio Lobo getroffen werden. Ecuador plant dagegen die Gründung einer lateinamerikanischen Organization zur Eindämmung von Geldwäsche und Bekämpfung der Finanzströme des Terrorismus (Grupo de Acción Financiera, Gafi). Die Rio-Gruppe wurde 1986 gegründet. Ihr gehören 22 Staaten und die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) an. Obwohl sie kein Sekretariat besitzt und in ihrer institutionellen Ausrichtung lediglich auf dem jährlichen Treffen der Regierungschefs beruht, sehen einige Politiker die Rio-Gruppe als Alternative zur OAS, weil die Konsultationen ohne die Vorherrschaft der USA erfolgen (Bildquelle: José Almeida/Presidencia de la República del Ecuador).

    Kolumbien, Ecuador: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen geplant (04. November 2009)

    Ecuador: Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen geplant, der Außenminister von Ecuador Fander Falconí - Foto: Presidencia de la República del EcuadorDie Regierungen von Ecuador und Kolumbien wollen ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen. Nach einer Tagung der „Comisión de Consideraciones Sensibles“ im ecuadorianischen Cotacachi, die unter Schirmherrschaft von José Miguel Insulza, Generalsekretär der OAS, stattfand, formulierten gestern die Außenminister Fander Falconí (Ecuador) und Jaime Bermúdez (Kolumbien) die nächsten Schritte für den Annäherungsprozess: die Festlegung von Mechanismen für die binationale Grenzkommission (Combifron), die Benennung von Verhandlungsführern bis spätestens 15. November und die Fortführung des Dialogs der „Comisión de Consideraciones Sensibles“. Ecuador hatte die Beziehungen zu Kolumbien im März 2008 nach einem Angriff der kolumbianischen Armee auf ein geheimes Lager der FARC auf ecuadorianischem Boden abgebrochen. Ein erstes Treffen der Combifron fand nach 19 Monaten Pause am 19. Oktober in Ibarra (Ecuador) statt. Im Vorfeld dieses Treffens hatte der ecuadorianische Staatssekretär für Verteidigung, Jorge Peña Cobeña, eine neue Qualität in der künftigen Arbeit von Combifron gefordert, gekennzeichnet durch mehr „Vertrauen, Offenheit, Transparenz“. Die Kommission, die sich um Fragen der Grenzsicherheit kümmert, wird von den Verteidigungsministern beider Länder geleitet. Beide Minister nahmen an dem Treffen in Cotacachi teil und kündigten eine weitere Zusammenkunft in Kolumbien an; ein Datum nannten sie noch nicht (Bildquelle: Presidencia de la República del Ecuador).


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