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Ecuador: Neuverhandlung der Gewinnverteilung bei Erdölfirmen (18. August 2010)

Ecuador: Neuverhandlung der Gewinnverteilung bei Erdölfirmen, Minister Wilson Pástor - Foto: Miguel Romero, Presidencia de la República del EcuadorDas Ministerium für nicht-erneubare Ressourcen wird ab nächster Woche neue Verhandlungen der Erdölverträge mit den im Land arbeitenden Firmen beginnen. Der Minister, Wilson Pástor, weist darauf hin, dass die Neureglung über die Gewinnverteilung individuell mit jeder Firma erfolgt, weil jede von ihnen andere Charakteristiken besitzt. Es geht insgesamt um 33 Verträge, die in 13 Neuverhandlungen unterteilt sind. Die Verhandlungen werden zwei Phasen haben: In der ersten Phase kommt es zur Festlegung der allgemeinen Vertragsbestimmungen, wobei im Vorfeld einige Klauseln bemerkenswert erscheinen. So müssen Firmen die Verfahren der Schiedsgerichtsordnung des UNCITRAL (Kommission für internationales Handelsrecht der Vereinten Nationen) und Chile als subsidiären Sitz von Den Haag akzeptieren. Außerdem führt die Nichtbegleichung von Verbindlichkeiten aus ökologischen Vergehen zukünftig zum Verfall der Verträge. Darüber hinaus sind die Firmen aufgefordert, Geld in einen Fonds zu zahlen, der für mögliche Umweltschäden aufgrund ihrer Erdöltätigkeiten einspringt. Ein weiterer Punkt, der nicht verhandelbar ist, bezieht sich auf die Höhe der Erdölrente, d.h. auf den Unterschied zwischen Produktions- und Verkaufspreis des Erdöls, von der die Regierung künftig nicht mehr 65 Prozent, sondern 85 Prozent beansprucht. Die zweite Phase betrifft schließlich die Verhandlungen zur Rentabilität, wobei drei Aspekte berücksichtigt werden: Kosten und Produktionskosten, Amortisierung und ein angemessener Gewinn. Entsprechend gibt es zwei Profittypen: einen für bestehende Produktionsfelder, die eine Rentabilität zwischen 15 Prozent und 18 Prozent haben können, und einen anderen für neue Produktionsfelder mit einer Rentabilität von 18 Prozent bis 22 Prozent. Die letzte Frist für die Neuverhandlung der Erdölverträge für die großen Firmen läuft bis zum 23. November diesen Jahres, für die kleinen Verträge dagegen bis zum 23. Januar 2011 (Bildquelle: Miguel Romero, Presidencia de la República del Ecuador).

Ecuador: Zuckerschmuggel versüßt Gewinne (21. Juli 2010)

Ecuador: Zuckerschmuggel versüßt Gewinne - Foto: Rufino UribeDer Mangel an Zucker in den Märkten von Guayaquil ist in den letzten Wochen ein Problem geworden. Die Ursache liegt nach Ansicht der Behörden darin, dass dieses Produkt illegal nach Kolumbien und Peru transportiert wird. In diesen Ländern beträgt der Preis für Zucker ungefähr 51 US-Dollar pro Sack (50 kg), im Gegensatz zum offiziellen Preis von 32 US-Dollar in Ecuador. Nach einer Sitzung mit den Polizeibehörden und den Zuckerproduzenten erklärte zudem der Agrarminister, Ramón Espinel, dass es ursächlich keinen Mangel an Zucker im Land gäbe, sondern lediglich die Spekulation und der illegale Handel zu der Verknappung führten. Die Zuckerproduzenten sicherten ihrerseits zu, dass das Spekulationsproblem in den nächsten Tagen beendet werde, denn in dieser Woche fangen die wichtigsten Zuckerindustrien des Landes, wie Valdez, San Carlos und Ecudos, an, ihre Zuckerproduktion zu erhöhen. Derzeit liegt die Produktionskapazität bei etwa 32.000 Tonnen täglich. Miguel Pérez, Präsident des Staatlichen Verbandes der Zuckerproduzenten (Federación Nacional de AzucarerosFenazucar), weist darauf hin, dass die Produktion möglicherweise sogar verdoppelt wird: „Wir wollen das Doppelte produzieren, was das Land monatlich braucht.“ Er schätzt, dass monatlich zwischen 25.000 und 30.000 Sack illegal außer Landes gehen. Die Zuckerschmuggler versüßen also ihre Gewinne um etwa 500.000 bis 600.000 US-Dollar pro Monat. Die Regierung hat bekannt gegeben, dass sie die Kontrolle über den Zuckerschmuggel sowohl auf den Landstraßen im Landesinneren als auch an der Grenze verstärken werde (Bildquelle: Rufino Uribe).


Fernsehtipps:

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  • Naturwunder Galapagos – Inseln, die die Welt veränderten – Sonntag (5.09.10), 16:30 Uhr
  • Indios gegen die Öl-Mafia – Montag (6.09.10), 21:00 Uhr

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