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Costa Rica: Tödlicher Natur- und Umweltschutz (03. Juni 2013)

Costa Rica: Die Eier der Lederschildkröte sind begehrtes Raubgut -Foto: rustinpc

Am vergangenen Wochenende wurde ein Umweltschützer an der karibischen Küste Costa Ricas ermordet. Der Umweltschützer überraschte in der Nacht Plünderer, wie sie gerade dabei waren, Schildkröteneier zu stehlen. Die Eier der Lederschildkröte werden auf dem Schwarzmarkt für viel Geld gehandelt. Ihnen wird eine aphrodisische Wirkung nachgesagt, so dass eine rege Nachfrage nach diesen Eiern besteht. Besonders in ärmeren Regionen – wie an der karibischen Küste Costa Ricas – bilden die Plünderungen neben dem Drogenhandel eine Möglichkeit ein Auskommen zu verdienen. Plünderer können an einem Abend mit den Eiern der Lederschildkröte etwa US$700 verdienen. Nicht zu Letzt auch deswegen sind die Bestände der Lederschildkröte (eine der größten Landschildkröten der Erde) in den letzten Jahren um 90 Prozent zurückgegangen. Der Kampf gegen die Plünderungen der Nester und zum Schutz der Eier ist nahezu aussichtslos. Wie involvierte Umweltschützer berichteten, sind die Räuber materiell besser ausgerüstet (moderne Pick-Ups, Nachtsichtgeräte und bewaffnet). Auch von der Regierung Costa Ricas sowie den Behörden auf lokaler Ebene ist keine Unterstützung im Kampf zu erwarten. Patrouillenfahrten und Kontrollen der relevanten Strandabschnitte werden nicht von der Polizei durchgeführt. Vielmehr sind die Umweltschützer Todesdrohungen, Überfällen und Verfolgungen mit Macheten ausgesetzt. (Bildquelle: rustinpc)

Costa Rica: Obama beim mittelamerikanischen Gipfel (06. Mai 2013)

Costa Rica: Logo Sistema de la Integración Centroamericana (SICA) - Foto: SICAUS-Präsident Barack Obama besuchte für drei Tage Mexiko und Costa Rica. Auf der Agenda standen die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen sowie die Zusammenarbeit bei der Einwanderung und im Anti-Drogen-Kampf. Nach einem Treffen mit dem mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto am Donnerstag reiste Obama nach Costa Rica weiter. In der Hauptstadt San José traf er sich am Freitag mit Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla. In seiner Rede würdigte der US-Präsident das mittelamerikanische Land als „ein Vorbild in nachhaltiger Entwicklung, freiem Handel und Demokratie”. Costa Rica, das sich seit längerem um eine Aufnahme in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bemüht, bringe deshalb gute Voraussetzungen dafür mit. Nach dem Treffen mit Chinchilla kam Obama zu einem Arbeitsessen mit den Staats- und Regierungschefs der sieben mittelamerikanischen Länder und der Dominikanischen Republik im Nationaltheater zusammen. Dort verwies er darauf, dass die Länder der Region im Kampf gegen den Drogenhandel nur gemeinsam eine Chance hätten. Zugleich machte er deutlich, dass er dabei nicht auf eine weitere Militarisierung setzen wolle. Am Sonnabend flog Obama in die USA zurück. Zuletzt hatte 1963 mit John F. Kennedy ein US-Präsident an einem Gipfel in San José teilgenommen (Bildquelle: SICA).


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