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Costa Rica: Carlos Alvarado wird neuer Präsident (03. April 2018)

Wahlen_Foto_Redaktion_solebiasattiCarlos Alvarado von der Regierungspartei Acción Ciudadana (PAC) hat am Sonntag in der Stichwahl mit knapp 61 Prozent einen deutlichen Sieg errungen. Der 38-jährige Kandidat konnte sich damit gegen seinen gleichnamigen, aber nicht verwandten Konkurrenten Fabricio Alvarado vom Partido Restauración Nacional (PRN) durchsetzen. In der ersten Wahlrunde am 4. Februar, in der auch das neue Parlament gewählt worden war, hatte letzterer mit 24,9 Prozent der abgegebenen Stimmen noch vorn gelegen. Wie vor zwei Monaten dominierte der Evangelikale Fabricio Alvarado mit seiner Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe auch diesmal die Agenda des Wahlkampfes, ohne sich jedoch durchsetzen zu können. Carlos Alvarado, der bereits im Februar offen die Gegenposition vertreten hatte, konnte mit seinem sozialdemokratisch orientierten Programm das höchste Amt des zentralamerikanischen Landes erringen. Allerdings verfügt seine Partei in der Asamblea Legislativa nur über 10 der 57 Sitze. Der neue Präsident steht als politischer Erbe seines Vorgängers Luis Guillermo Solís, der vor vier Jahren erstmals das höchste Staatsamt für die Mitte-Links-Partei PAC erobert hatte, vor enormen Herausforderungen. Neben dringenden Reformen in Bildung, Verkehr, Sozialwesen und Wirtschaft stellt vor allem die ausufernde Kriminalität ein ernsthaftes Problem dar. Mit einer Rate von 12,1 Morden pro 100.000 Einwohnern erreicht das einst als „Schweiz Zentralamerikas“ geltende Land einen traurigen Rekord. Damit nähert sich Costa Rica an die übrigen Länder der Region an, in der mit El Salvador und Honduras die derzeitigen „Mordweltmeister“ zu finden sind (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Sole Biasatti).

Costa Rica: Erwartetes Resultat bei der Stichwahl um das Präsidentenamt (07. April 2014)

Costa Rica: Luis G. Solís ist Sieger bei den Präsidentschaftswahlen - Foto: Quetzal-Redaktion, sscBei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Costa Rica am Sonntag, 06.04.2014, gab es das erwartete Ergebnis: Luis G. Solís setzte sich mit 77,9 Prozent der Stimmen klar gegen Johnny Araya, der 22,1 Prozent erhielt, durch. Nur knapp 1,6 Millionen Wähler gingen zu den Wahlurnen. Die Wahlbeteiligung lag damit bei lediglich 56,8 Prozent. Allerdings war diese schlechte Wahlbeteiligung bereits im Vorfeld der Stichwahl erwartet worden. Denn Johnny Araya, Kandidat der bislang regierenden Partei der Nationalen Befreiung (Partido Liberación Nacional, PLN), hatte bereits Anfang März angekündigt, seine Wahlkampagne einzustellen, da schon damals die Umfragen Solís weit vorn sahen. Um kein Geld zu verschwenden, wollte Araya gar von der Stichwahl zurücktreten. Das ist aber laut costa-riguanischer Verfassung verboten. Und so wurde die Stichwahl zur Farce. Araya gestand seine Niederlage bereits ein und gratulierte dem neuen Präsidenten. Der Universitätsprofessor Luis G. Solís erhielt im Gegensatz zum ersten Wahlgang nun in allen Provinzen eine klare Zustimmung. Allerdings wird seine Regierungszeit nicht einfach. Denn im Parlament verfügt seine Partei der Bürgerlichen Aktion (Partido Acción Ciudadana, PAC) über gerade ein Viertel der Sitze. Koalitionen sind also notwendig, wobei auch Araya eine Zusammenarbeit angeboten hat. Mit Blick auf Solís’ Hauptprogrammpunkt, die Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung, wird dies eine schwierige Aufgabe. Laura Chinchilla, Präsidentin des Landes von 2010 bis 2014, durfte sich laut Verfassung nicht zur Wiederwahl stellen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, ssc).


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