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Weinbau in Chile Teil III – Ökologische & wirtschaftliche Bedeutung

Autor:  | Oktober 2007 | Artikel empfehlen

Schon lange hat Wein aus Chile einen sehr guten Ruf. Da das Land durch seine Lage an der Westküste Lateinamerikas bis heute von Reblaus und Mehltau verschont geblieben ist, aber auch aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen kommen die Winzer mit deutlich weniger Pflanzenschutzmitteln aus. Darüber hinaus stammt chilenischer Wein vielfach von wurzelechten Reben, die aus dem französischen Bordeaux nach Chile gelangten. Bio-Weinbau spielt in deshalb Chile kaum eine Rolle, was nicht nur am Desinteresse der Konsumenten liegt, sondern eben auch am geringen Einsatz von Chemikalien. Auch wenn die natürlichen Bedingungen in Chile ideal sind, kostet die Umstellung auf ökologischen Weinbau und die Zertifizierung nach EU-Recht sehr viel Geld.

Der Export von Qualitätswein ist für Chile also nicht ungewöhnlich, jedoch liegt er fest in der Hand weniger großer Weinexporthäuser. Um allerdings gewisse soziale Standards zu erfüllen und den kleinen Weinbauern eine angemessene Existenz, auch im Verdrängungswettbewerb mit den großen Weingütern, zu sichern, spielen die Initiativen des fairen Handels eine zunehmende Rolle.

Die Weinbauern haben sich zusammengeschlossen, um die Abhängigkeit von Zwischenhändlern zur reduzieren und durch die gemeinsame Vermarktung ihrer Trauben bessere Preise zu erzielen. Hiervon werden zum Beispiel Weiterbildungen bezahlt und monatliche Abschlagszahlungen für die Bauern, die sich so in den erntefreien Monaten nicht verschulden müssen. Der Faire Handel unterstützt diese Projekte durch die Zahlung von Mindestpreisen, langfristige Lieferbeziehungen und bei Bedarf durch die Gewährung von Vorfinanzierung der Ernte. Für den Fairen Handel werden Mindestpreise festgesetzt, die in Absprache mit den Produzentenorganisationen und unabhängig von den Preisschwankungen auf den Märkten zu bezahlen sind. Sie decken sowohl die Produktionskosten ab, die unter menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen entstehen, als auch die alltäglichen Lebenshaltungskosten. Zusätzlich wird ein Bio-Aufschlag gezahlt.

Der Faire Handel garantiert, dass die Produzentengruppen in Chile pro Kilo Trauben mindestens 0,25 Euro erhalten. Zusätzlich wird ein Premium von 0,05 Euro pro Kilo zur Verwendung für Investitionen in die soziale, ökonomische und ökologische Weiterentwicklung der Organisation gezahlt. Für Bio-Trauben wird ein zusätzlicher Aufschlag von mindestens 0,026 Euro pro Kilo Trauben bezahlt. Die Produzentengruppen entscheiden selbst, wie sie den Mehrerlös aus dem Fairen Handel verwenden. Der Dachverband, die Fairtrade Labelling Organization (FLO), kontrolliert allerdings, ob die jeweiligen Beschlüsse satzungsgemäß, d.h. vor allem demokratisch, zustande kamen. Darüber hinaus gibt es Richtlinien für die Art der Projekte, für die der Mehrerlös verwendet wird.

Die folgenden vier Beispiele von Kooperativen, deren Weine in Deutschland teilweise über die Fair Handels-Organisation GEPA erhältlich sind, sollen aber verdeutlichen, dass in Chile verschiedene Anstrengungen hinsichtlich ökologischer und sozialer Standards unternommen werden.

Die Winzer des chilenischen Curicó haben sich schon 1943 zu einer zur Kooperative, der Vitivinicola Curicó zusammengeschlossen, die unter dem Namen Los Robles bekannt wurde. Ziel war es, über die selbständige Verarbeitung der Trauben bessere Preise für Wein erzielen zu können. Die etwa 100 Mitgliedsbetriebe der Kooperative sind genossenschaftlich organisiert. Sie bauen neben Wein auch Lebensmittel für den eigenen Bedarf an. Entsprechend der Traubenmenge, die die angeschlossenen Winzer jährlich durchschnittlich ernten, müssen sie Anteile an der Genossenschaft erwerben. Die Genossenschaft Los Robles gehört damit den Winzern selbst. Die grundlegenden Entscheidungen der Kooperative trifft ein gewählter Vorstand.

Mit dem Ziel, durch eigenständiges Herstellen, Abfüllen und Vermarkten des Weins die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern, nimmt die Kooperative auch Trauben von Nichtmitgliedern ab. Diese zahlen aber den doppelten Preis für die Verarbeitung ihrer Trauben. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Gepflogenheiten, nimmt die Kooperative garantiert die gesamte Menge Trauben ab. Die Bauern erhalten darüber hinaus einen monatlichen Abschlag von der Kooperative, statt nur einmal bei Abgabe der Ernte bezahlt zu werden. Sie haben auf diese Weise ein planbares festes Einkommen. Die Überschüsse aus dem Verkauf ihrer Weine nach Europa verwendet die Kooperative für die Modernisierung der gemeinsamen Verarbeitungsanlage, die landwirtschaftliche Beratung der Bauern und soziale Projekte.

Rund um Curicó, in einem der besten Weinbaugebiete Chiles, liegt auch das Dorf Sagrada Familia. Hier haben sich 26 Kleinproduzenten zur Sociedad Vitivinicola Sagrada Familia (Gesellschaft der Weinbauer von Sagrada Familia) zusammengeschlossen. Die Mitglieder zahlen eine Eintrittsgebühr in die Winzergesellschaft und dürfen ein Familienmitglied zur Aufnahme werben, das keinen Eintritt zahlen muss. Auf diese Weise sind auch junge Winzer integriert. Weinbau ist für die Kleinproduzenten ein wichtiges Zusatzeinkommen, das es ihnen ermöglicht, in die eigene Zukunft zu investieren (Ausbildung der Kinder, Alterssicherung). Die Winzergesellschaft vermarktet ihr Produkt selbst, wodurch die Weinbauer ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Die Arbeit auf den kleinen Rebflächen liegt in der Hand der Familien. Für die Zeit der Lese werden jedoch zusätzliche Pflücker engagiert, die ihren Lohn abhängig von der Erntemenge bekommen. Das sichert ihnen ein höheres Einkommen als den gesetzlichen Mindestlohn.

Elf Weinbauern haben sich in der Region Maule zur Kooperative Bodegas San Clemente zusammengeschlossen. Sie bewirtschaften mit 50 fest angestellten Mitarbeitern zusammen etwa 200 Hektar Rebfläche. Alle fest angestellten Mitarbeiter haben einen festen Arbeitsvertrag und verdienen mehr als durchschnittliche Facharbeiter in Chile. Für die Festangestellten trägt die Kooperative Kranken-, Renten- und Unfallversicherung. Die Saisonarbeitskräfte, die in der Haupterntezeit eingestellt werden sind für den Zeitraum ihrer Anstellung ebenfalls kranken- und unfallversichert. Sie bekommen den gleichen Lohn wie die Festangestellten. Die gemeinnützige Organisation Comparte, die sich für die Förderung kleiner Handwerksbetriebe in Chile einsetzt, wickelt den Export der Weine ab.

Mit dem Rotwein Las Lomas aus der Kooperative Covica wird in Deutschland erstmals ein fair gehandelter Wein mit Bio-Siegel angeboten, welcher auch schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Genossenschaft Viña Lomas de Cauquenes erzeugt diesen Wein aus der traditionellen chilenischen Rebsorte País, einer unveredelten, das heißt wurzelechten, Rebsorte die sehr widerstandsfähig ist. Die Kooperative wurde schon 1939 in der chilenischen Provinz Cauquenes gegründet. Die 305 Mitglieder der Kooperative produzieren zusammen 16 Millionen Liter Wein. Seit 1997 wird auch ökologischer Weinbau betrieben.

Wirtschaftlicher & gesellschaftlicher Stellenwert

Zunächst einmal eine generelle Einordnung des landwirtschaftlichen Sektors in Chile ehe darüber dann die Bedeutung des Weinanbaus bestimmt werden soll.

Laut Angaben der chilenischen Zentralbank lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2006 bei 145,8 Mrd. US-Dollar. Der Anteil von Land- und Forstwirtschaft am BIP betrug im Jahr 2004 (bei einem BIP von 94,1 Mrd. US-$) etwa 4,5 Prozent, Tendenz leicht steigend. Der Exportanteil von land- und forstwirtschaftlichen Produkten belief sich in 2006 auf 4,8 Prozent der Gesamtexporte in Höhe von 58, 1 Mrd. US-Dollar. [1]

Tab. 1: Tafelwein Produktion, Konsum, Export

1996 betrug der Anteil der Weinproduktion am BIP etwa 0,3 Prozent und vom gesamten Agrar-Nahrungsmittel-Sektor (gemessen am BIP) ca. 3 Prozent. [2],[3]

Vergleicht man die Werte für 1982 und 2006 aus Tabelle 1 so lassen sich signifikante Unterschiede in der Entwicklung feststellen. So hat die bewirtschaftete Fläche um ca. 10,5 Prozent zugenommen, die Produktion um 41,6 Prozent und der Export, gemessen an den Einnahmen, um 8.700 [sic!] Prozent. Dafür ist der Konsum im Land selbst um ca. 70 Prozent gefallen. Die Weinindustrie produziert somit vorrangig für den Export ins Ausland. 2006 betrugen die Rebflächen für die Weinproduktion insgesamt 116.792,5 Hektar. [4]

Tab. 1: Weinproduktion nach Ländern

Chile war 2003 weltweit elftgrößter Wein-Produzent mit 6,7 Millionen Hektolitern und fünftgrößter Wein-Exporteur weltweit mit 4 Millionen Hektolitern (vgl. Tab. 2). Legt man die Zahlen für 2006 aus Tabelle 1 zu Grunde (8,5 Mill. HL Produktion/5,2 Mill. HL Export) könnte sich der Rang Chiles unter den weltweiten Weinproduzenten durchaus (um mindestens einen Platz) verbessert haben, ein geringeres Wachstum oder eine Stagnation der anderen Produktionsländer vorausgesetzt. Was die Wachstumszahlen bis zum Jahr 2003 angeht, so liegt Chile an dritter Stelle hinter China [sic!] und Australien (Vgl. Tab. 2). Betrachtet man die Wachstumswerte für die „direkten“ Konkurrenten nach Produktionsziffern, wie Südafrika, Deutschland und Portugal, so hat Chile diese allesamt überflügelt und konnte in der Weinproduktion ab 1990 um 67,5 Prozent wachsen. Allerdings lag man 2003 noch um fast 50 Prozent des Produktionsvolumens hinter dem unmittelbaren Nachbarn Argentinien zurück.

Tab. 3: Die wichtigsten Weinexportländer

Auch die Wachstumsziffern für das Exportvolumen chilenischer Weine sind beeindruckend. Nur Australien hat zwischen 1990 und 2003 ein noch größeres Wachstum hingelegt. Damit hat Chile, was das Exportvolumen angeht so renommierte Weinbauländer wie die USA (Kalifornien), Portugal, Deutschland, Südafrika und auch den östlichen Nachabern Argentinien hinter sich gelassen. Die erhöhte Nachfrage nach Weinen aus Chile dürfte nicht zuletzt der gestiegenen Qualität und der im internationalen Vergleich noch relativ niedrigen Preise für gute und Spitzenweine geschuldet sein. Letztere werden sich mit der Zeit aber sicherlich ändern, und zwar nach oben.

Tab. 4: Chilenische Tafelweinexporte nach Ländern

Wie sich aus Tabelle 4 entnehmen lässt, ist Großbritannien der Hauptabnehmer für chilenische Weine, in einigem Abstand gefolgt von den USA, Kanada, Deutschland etc. Nach Regionen sind die Hauptimporteure Europa und Nordamerika; allein der prozentuale Anteil der vier größten Hauptabnehmer beläuft sich auf ca. 46,2 Prozent der Gesamtexporte. In Lateinamerika fallen lediglich Venezuela und Brasilien als Importeure chilenischen Weins ins Gewicht.

Die Neuorientierung der Absatzmärkte ab 1980 lässt sich am Beispiel Lateinamerika besonders gut verdeutlichen: 1980 gingen noch 88 Prozent der Exporte in die Nachbarländer Lateinamerikas, 1990 waren es nur noch 37 Prozent, 2003 waren es nur noch 7,5 Prozent. Der Trend nach Europa dagegen verhält sich reziprok. Wurden 1980 lediglich zwei Prozent nach Europa exportiert, waren es 2003 56,8 Prozent. Der Anteil für USA/Kanada/Mexiko betrug 2003 20,1 Prozent und für Asien/Ozeanien 12,5 Prozent. [5]

Allerdings mussten die Exporterfolge in den letzten Jahren mit einer Ausdehnung des Fassweingeschäftes und über Preisnachlässe erkauft werden: zwischen August 2006 und Juli 2007 machten die Flaschenweinausfuhren nur noch 55,4 Prozent (2000: 71%) der Gesamtausfuhren aus, 40,6 Prozent (2000: 28 %) wurden als Offenware und 3,6 Prozent (2000: <1%) in Tetrapacks ausgeführt. Der Durchschnittspreis der Fassweine lag im vorgenannten Zeitraum bei 52 US-Cent/Liter (FOB), während er im Zeitraum 1997 bis 1999 über 100 US-Cent/Liter gelegen hatte. [6]

Extrem niedrige Lohnkosten bei der Ernte im internationalen Vergleich sorgen für kompetitive Preise der chilenischen Weine. Leider ließ sich nicht feststellen wie die soziale Lage der Pflücker und anderer an der Weinernte und –produktion Beteiligten ist. Die zunehmende Mechanisierung und Technologisierung der anfallenden Arbeitsschritte wird in Zukunft wahrscheinlich (saisonale) Arbeitsplätze wegfallen lassen. Sollten die teilweise hohen Investitionen in Ernte- und Produktionstechnologie aber gescheut werden, würde, bei weiterhin niedrigen Löhnen, logischerweise auf saisonale Kräfte bei der Ernte zurückgegriffen werden müssen.

Der Eigenverbrauch lokaler Weine in Chile ist seit den 70er Jahren bis 2002 stetig gefallen. Während im Jahr 1972 der Eigenkonsum noch 59 Liter pro Einwohner ausmachte, fiel dieser Wert in 1982 auf 52 Liter pro Kopf und erreichte 1988 den bis dahin historischen Tiefstand von 30 Liter. Im Jahr 2000 wurde nach einer zweijährigen Erholungsphase dieser Trend fortgesetzt und der Eigenverbrauch erreichte mit 14,9 Liter den zweitniedrigsten Wert der letzten 10 Jahre. Seit dem Jahr 2002 steigt der Weinkonsum gering, aber kontinuierlich wieder an und im Jahre 2004 verzeichnete man einen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 16 Liter. [7]

Der gesellschaftliche Stellenwert des Weines ist schwierig zu bewerten. Der Pro-Kopf-Verbrauch im internationalen Vergleich ist eher gering. Während der Durchschnitt im Jahr 2003 in 23 Erzeuger- und größten Konsumentenländern bei 27,2 Liter/Kopf im Jahr liegt, nehmen sich die 16 Liter/Kopf in Chile doch verhältnismäßig gering aus (zum Vergleich: Luxemburg = 55,8 Liter/Kopf, Deutschland = 24,4 Liter/Kopf). [8]

Das Wein eine eher untergeordnete Bedeutung spielt, kann an vielen Faktoren liegen. Wichtige Ursachen sind natürlich Preis und Qualität. Unterdurchschnittliche Weine, auch im Tetra-Pak, sind in Chile zu sehr geringen Preisen erhältlich und werden vor allem von jungen Leuten auf verschiedenen Festivitäten konsumiert. Allerdings muss beachtet werden, dass in Chile etwa doppelt soviel Bier wie Wein konsumiert wird [9] und Bier vom Preis-Leistungs-Verhältnis die günstigere Alternative und unter allen Altersschichten sehr beliebt ist. Dazu kommen dann noch Mix-Getränke in denen Pisco enthalten ist, ein Weinbrand und chilenisches (und peruanisches) „Nationalgetränk“.

(Hoch)Qualitativer Wein ist für Chilenen mit unter- bzw. durchschnittlichem Einkommen eher weniger erschwinglich und taucht teilweise gar nicht im Handel auf, da er für den Export bestimmt ist. Trotzdem ist das Angebot in großen chilenischen Supermärkten beinahe unüberschaubar. Gute und teurere Weine werden eher in der gehobenen Mittel- oder Oberschicht konsumiert und sollen natürlich auch einen gewissen Lebensstil darstellen.

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[1] Quelle: Chilenische Zentralbank und Nationales Statistikinstitut.
[2] Zwar lag der relative Anteil der Land- und Forstwirtschaft am BIP 1996 bei 4,2 Prozent und ist damit in der Höhe vergleichbar zu 2004, leider liegen für die jüngste Vergangenheit aber keine exakten Zahlen zum Anteil der Weinproduktion am BIP oder am Agrar-Nahrungsmittel-Sektor vor.
[3] Vgl. ODEPA: Panorama de la Agricultura Chilena –Edición 2005.
[4] Vgl. División Protección Agrícola – SAG / Subdepartamento Viñas yVinos: Catastro Viticola Nacional 2006
[5] Vgl. SAG : La vitivinicultura mundial yla situación chilena en 2004. S. 21, Tab. 18
[6] Quelle: Export-Statistik von winesofchile.org
[7] Quelle: USDA Foreign Agricultural Service. Zitiert nach Sociedad Nacional de Agricultura und Banco Central.
[8] Quelle:Deutsches Weininstitut, nach Angaben des Office International de la Vigne et du Vin, Paris, 2003.
[9] Vgl. http://www.planetavino.com/reportajes/detalle.asp?id=200

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Quellen:

Müller, Katrina: Chile vitivinícola en pocas palabras. 2004.
Nickenig, Rudolf: Chile: Woran denken Sie? In: Der Deutsche Weinbau Nr. 22 (07.11.2003)
www.chilevid.cl/estudios_y_documentos.php
www.deutscheweine.de (Deutsches Weininstitut Statistik 2006/07)
www.odepa.gob.cl (Oficina de Estudios y Políticas Agrarias)
www.oeko-fair.de/oekofair.php/cat/96
www.sag.gob.cl (Chilenisches Landwirtschaftsministerium)
www.weinexoten.de/Laenderinfo-Chile.html
www.winesofchile.org


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