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Chile: Chile schließt Minen (27. August 2010)

Chile: Chile schließt Minen - Foto: desierto_atacamaDas Nationale Amt für Geologie und Minen Chiles hat eine Überprüfung von Schächten durchgeführt und die Schließung von 18 Minen aufgrund erheblicher Sicherheitsmängel angeordnet. Grund für die Schließung von Minen in Taltal, Tocopilla, Antofagasta und Calama war u.a. das Fehlen von unterirdischen Schutzräumen, Luftschächten und mindestens zwei Fluchtwegen. Die Prüfung ist eine Reaktion auf den Einsturz der Mine San José de Atacama bei Copiapó im Norden des Landes, bei dem am 5. August 33 Bergleute verschüttet wurden. Der schwere Unfall ist nicht wirklich überraschend; in dem betroffenen Bergwerk hat es bisher mehr als 80 Unfälle gegeben. Erst 2007 war San José nach einem ähnlichen Einsturz, der ein Todesopfer forderte, geschlossen worden. Das Amt für Geologie hatte den Betreiber seinerzeit beauftragt, eine Treppe in einer Lüftungsröhre zu bauen, damit die Bergleute den Schacht bei einem Unfall verlassen können. Die Mine nahm ein Jahr später die Arbeit wieder auf, ohne die Auflage erfüllt zu haben. Inzwischen wird intensiv an der Bergung der Verschütteten gearbeitet; Experten gehen davon aus, dass es bis Weihnachten dauern könnte, bis der Rettungsschacht fertiggestellt ist (Bildquelle: desierto_atacama).

Chile: Afrochilenen fordern ihre Anerkennung (30. Juli 2010)

Chile: Afrochilenen fordern ihre Anerkennung. Foto: Snapshot.Die Vereinten Nationen und die Organisation Amerikanischer Staaten haben 2011 zum Internationalen Jahr für Menschen mit afrikanischer Abstammung erklärt. Das ist besonders relevant für Länder wie Chile, wo die Nachfahren afrikanischer Sklaven ein weitestgehend marginales Dasein fristen, nicht in offiziellen Statistiken vorkommen und auch nicht als ethnische Minderheit gelten. Um diese “strukturelle Diskriminierung” zu beenden, bemühen sich afrochilenische Organisationen jetzt darum, als ethnische Gruppe anerkannt zu werden und im Zensus von 2012 präsent zu sein. Die Afrochilenen sind geografisch vor allem im Norden des Landes konzentriert, u.a. in den Städten Arica und Parinacota. Aktuelle Schätzungen von NGO’s gehen davon aus, dass allein in diesen beiden Städten 8.000 Menschen mit afrikanischen Wurzeln leben. Die Unsichtbarkeit von und Ignoranz gegenüber den Afrochilenen auf nationalem Level führt zu einem Ausschluss von der öffentlichen sowie der auf Minderheiten gerichteten Politik. Experten der UN Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) nehmen an, dass afrikanischstämmige Chilenen unter Armut und Marginalisierung zu leiden haben – wofür bislang aber kein statistischer Nachweis existiert. (Bildquelle: Snapshot aus Regierungswerbefilm)


Fernsehtipps:

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  • Chilenen aus dem Zilltertal – Freitag (3.09.10), 23:05 Uhr
  • Chile: Gerettet, aber eingeschlossen – Freitag (3.09.10), 23:30 Uhr
  • Die Osterinsel – Samstag (4.09.10), 17:45 Uhr

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