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Der bittere Beigeschmack der Meisterschaften: Brasilien vor WM und Olympia

Autor:  | April 2012 | Artikel empfehlen

Brasilien: Ex-Nationalmannschaftstrainer Carlos Dunga mit Präsident Luiz Inacio Lula da Silva  und dem Fifa WM-Pokal - Foto: Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.„Die Bevölkerung hat den Eindruck, sie würde von den Veranstaltungen der Weltmeisterschaft profitieren, aber die Wahrheit ist, dass sie schonungslos unterdrückt werden wird“, versichert Roberto Morales, Berater des sozialliberalen Abgeordneten Marcelo Freixo (Partido del Socialismo y la Libertad). Die Vereinbarungen zwischen der Regierung Brasiliens und der FIFA beschränken den inoffiziellen Verkauf rund um die Stadien und sollen die Verkäufer innerhalb eines zwei Kilometer großen Radius um die Veranstaltungen vertreiben. „Die Weltmeisterschaft wird ein großes Geschäft für die Unternehmer der Sportbranche und die Vertreter der Gastronomie sein“, beklagt er sich.

Morales ist Mitglied im Comité popular de la Copa (Volkskomitee der Meisterschaft), welches während der Panamerikanischen Spiele 2007 in Rio de Janeiro gegründet wurde, als die Bevölkerung anfing, sich gegen die gewaltsame Umsiedlung, die im Zuge der Umbaumaßnahmen stattfanden, zu wehren. „Außerdem fingen wir an wahrzunehmen, dass die Räumungen nicht das einzige Problem der großen Veranstaltungen waren und bemerkten andere Aspekte, wie die Korruption. Die Bauarbeiten für die Panamerikanischen Spiele wurden auf 300 Millionen Reais geschätzt, kosteten aber 3.500 Millionen“; das entspricht etwa zwei Milliarden Dollar.

Eine Situation, die besonders für Rio de Janeiro Auswirkungen hat, welches einer der Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 sein wird. In den zwölf Städten, die Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft sein werden, haben sich Volkskomitees gebildet, die mit dem Slogan „Weltmeisterschaft und Olympiade unter Achtung der Menschenrechte“ werben und Anhänger mobilisieren.

Am 12. Dezember überreichten sie den Behörden der zwölf Städte einen Bericht mit dem Titel „Megaevents und Verletzungen der Menschenrechte in Brasilien“, in dem sie detailliert auf die Probleme eingehen, angefangen bei der Verletzung des Rechts auf Wohnung und der Arbeitsrechte bei den Bauarbeiten bis hin zum Mangel an Umweltverträglichkeitsstudien bei den Bauarbeiten aufgrund von Zeitdruck.

Das Recht auf Wohnung

Brasilien hat ein Wohnungsdefizit von fünf Millionen Wohnungen. Die Kosten der Bauarbeiten für die Weltmeisterschaft, von den Stadien bis zum Ausbau der Flughäfen und Autobahnen, werden sich insgesamt auf etwa 20.000 Millionen US-Dollar belaufen. Dies entspricht in etwa der Hälfte des Bruttoinlandsprodukts Uruguays, einzig und allein für eine Meisterschaft, die weniger als zwei Monate dauert. Eine riesige Summe, die durch die Steuern der Brasilianer aufgebracht werden soll, aber nur einigen wenigen Großunternehmern Gewinne bringen wird.

Obwohl die Regierung keine Informationen über die gewaltsamen Räumungen im Zuge der Bauarbeiten herausgeben will, wird die Zahl der betroffenen Personen auf circa 170.000 geschätzt. Die Volkskomitees haben eine Art Muster erfasst, das sich in allen Städten wiederholt, in denen es zu Räumungen kommt: „Der Mangel an Informationen und Vorankündigung erzeugt Instabilität und Angst bezüglich der Zukunft“, welche die Familien lähmt und sie den Mächtigen und Spekulanten hilflos ausliefert, stellt der Bericht der Volkskomitees fest.

Die zweite Tatsache ist, dass fast alle Betroffenen in Gegenden mit niedrigem Einkommen und gewisser Unsicherheit leben. In der Region um Curitiba werden 1.173 Grundstücke betroffen sein, wenn es darum geht, den Corredor Metropolitano, eine Umgehungsstraße von 52 Kilometern, und die Eisenbahnanschlüsse zu bauen, sowie darum, den Wiederaufbau und die Erweiterung verschiedener Straßen und Autobahnen zu verwirklichen. Allein der Ausbau des Flughafens und seines Parkplatzes haben den Abriss von 320 Wohnungen zur Folge, ohne dass auch nur einer der Bewohner darüber informiert wurde, welche Entschädigungen er erhalten oder wohin er umgesiedelt werde.

In Belo Horizonte wird ein riesiges Immobilienprojekt mit dem Namen Vila da Copa gebaut, das 10.000 Hektar Grünfläche einnimmt. Dort sollen 75.000 Appartements errichtet werden, die zunächst als Unterkünfte für Delegationen, Touristen und Journalisten dienen sollen, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen. In Fortaleza werden 15.000 Familien betroffen sein, von denen fast 10.000 umgesiedelt werden sollen. Die Betroffenen wurden aber bis heute nicht informiert, wo sie fortan leben werden.

Der größte Teil der Betroffenen wird aufgrund des Neubaus oder der Ausweitung von Autobahnen umgesiedelt. Die Vía Expresa de Fortaleza durchquert 22 Stadtviertel, um die Hotelzone mit dem Stadtzentrum und dem Stadion Castelão zu verbinden. In diesem Fall können die Familien zwischen einer Entschädigung, einer Wohnung in einer Wohnanlage oder dem Tausch in ein anderes Gebäude in einem anderen Stadtteil wählen.

Obwohl 70 Prozent der 9000 betroffenen Familien sich für eine Wohnanlage entschieden hatten, hat der soziale Druck den ganzen Prozess gebremst, bis ein Alternativprojekt mit besseren Konditionen gefunden wird.

Hunderte von Häusern in der Peripherie von Fortaleza wurden mit grüner Farbe markiert, um dieses Jahr abgerissen zu werden, aber die Bewohner haben keine offizielle Auskunft darüber, wann der Abriss vorgenommen werden wird.

Die Volkskomitees der Meisterschaft bestätigen, dass der Staat in 21 Städten und den Slums von sieben Städten, die Austragungsorte der Weltmeisterschaft sein werden, „Kriegs- und Verfolgungsstrategien“ anwendet, „wie das farbige Markieren von Häusern ohne Erklärung, das Eindringen in Wohnungen ohne Gerichtsbeschluss, die Unterschlagung und Zerstörung von Eigentum“, sowie Bedrohungen und Einschränkungen von Dienstleistungen oder andere Einschüchterungen.

Die Bauarbeiten für die Weltmeisterschaft fördern eine Art „soziale Reinigung“, welche durch Spekulationen und die Vertreibung von Familien, die seit vier oder fünf Jahrzehnten diese Gebiete bewohnen, vorangetrieben wird. Dies geschieht beispielsweise in São Paulo durch den Bau des Parque Lineal Llanos del Tietê, ein Hochwassergebiet, aus dem 4000 Familien entfernt wurden und weitere 6000 vertrieben werden sollen.

Die Erfahrung vergangener sportlicher Megaevents zeigt nicht nur in Schwellenländern, sondern auch in der entwickelten Welt, dass sich die Lebenshaltungskosten in der Folgezeit erhöhen. Außerdem lösen sie Immobilienspekulationen aus, weil die Infrastrukturmaßnahmen einige Menschen vertreiben, diejenigen, die teurere Wohnungen bezahlen können, anlocken und viele in die Peripherie abschieben.

Ausnahmezustand

Das Parlament muss dem Gesetz Ley General de la Copa (2330/2011) zustimmen, welches die gesetzlichen Normen für den Konföderationen-Pokal, der im Juni 2013 ausgetragen wird, und der Weltmeisterschaft, die im Folgejahr stattfinden wird, festlegt. Nach mehreren Monaten zäher Verhandlungen hat noch nicht einmal die Sonderkommission der Abgeordnetenkammer zugestimmt, die extra zur Analyse des Gesetzes gebildet wurde. Der Sportminister, Aldo Rebelo, versprach dem Generalsekretär der FIFA, Jerôme Valcke, dass spätestens im März darüber abgestimmt werde.

Das Projekt wurde von der Regierung vorgestellt. Ihm lagen Kriterien zugrunde, welche vom Verband festgelegt wurden. Am 6. Dezember wurde versucht, im Abgeordnetenplenum abzustimmen, aber dies musste verschoben werden, da mehrere Vertreter vermuteten, dass es den brasilianischen Rechtsvorschriften widerspricht. Beispielsweise ist in Brasilien der Verkauf alkoholischer Getränke in Stadien verboten, die FIFA fordert aber eine vollständige Liberalität. Dies könne jedoch Gewaltsituationen hervorrufen, vermuten viele Parlamentarier.

Brasilien: Dilma, Countdown für die Weltmeisterschaft 2014 - 1000 Tage - Foto: Blog do Planalto BrasilEin weiterer Konfliktpunkt betrifft die Rechte von Studenten, Rentnern, Begünstigten des Programmes Bolsa Familia sowie von Kranken, die nur den halben Eintrittspreis zahlen, was die FIFA ebenfalls ablehnt. Das Lei Pelé wird in den Spielen der Weltmeisterschaft auch aufgehoben. Dieses Gesetz begünstigt die Gewerkschaften der professionellen Sportler mit fünf Prozent der Einnahmen aus den Übertragungsrechten der Sportveranstaltungen.

Der Verband verlangt darüber hinaus, dass das Gastgeberland an alle Mitglieder der Delegationen, Gäste, Beamte der Konföderationen, Journalisten und an alle Zuschauer aus anderen Ländern, die Eintrittskarten gekauft haben, Visa und Arbeitsgenehmigungen sendet. Diese Sondergenehmigungen verfallen nach dem 31.12.2014, also sechs Monate nach dem Ende der Weltmeisterschaft. Kurzum, ein gewisser Anteil der nationalen Rechtsvorschriften wird ausgesetzt, um die Forderungen der FIFA zu berücksichtigen.

Der Bericht der Volkskomitees meldet darüber hinaus die Verletzung der Rechte von Arbeitern aus dem informellen Sektor (dies betrifft fast zwei Drittel der Brasilianer). Artikel 11 des Wettbewerbsgesetzes (Ley de la Copa) verbietet den Verkauf jeglicher Waren an den offiziellen Wettkampfstätten, in der näheren Umgebung und auf den Hauptzufahrtsstraßen ohne die Genehmigung des Verbandes.

Die genaue Definition sowie die Grenzen der „Exklusivzonen“ für den Verkauf von FIFA-Produkten sollen durch die Gemeinden gekennzeichnet werden. Die Gemeinden sollen den Forderungen der FIFA oder von Dritten, die durch die FIFA als geeignet angesehen werden, Gehör schenken. Straßenverkäufer werden ausdrücklich aus diesen Zonen ausgeschlossen. Wenngleich die genauen räumlichen Ausmaße, für die diese Bestimmungen gelten sollen, noch nicht bestimmt wurden, wird die Sperrzone auf etwa zwei Kilometer geschätzt.

Artikel 23 bestraft sogar die Bars, die vorhaben, die Weltmeisterschaftsspiele ohne entsprechende Genehmigung zu übertragen, falls sie darüber hinaus bestimmte, nicht genehmigte Marken anpreisen. Der nationale Handelsverband und andere genossenschaftliche Händlerorganisationen haben ihre Einwände gegen das Wettbewerbsgesetz (Ley de la Copa) kundgetan.

Das Schlimmste ist vielleicht, dass der Gesetzesentwurf durch Artikel 37 vorsieht, dass „Sondergerichte für die Prozessführung oder den Prozess von Gerichtsverhandlungen, die mit den Veranstaltungen zusammenhängen“, eingerichtet werden können. Abschließend weist Artikel 38 darauf hin, dass die FIFA, ihre legalen Vertreter, Berater und Angestellten „frei bleiben von Ausgaben, Einkünften, Bürgschaften, Honoraren und jeglichen anderen Ausgaben, die durch die Organe der Bundesgerichte, Arbeitsgerichte, Militärgerichte“ und andere brasilianische Einrichtungen entstehen.

Dieses Vasallenverhältnis, das die FIFA den Gastgeberländern aufzwingt, kann die Anerkennung des Gesetzes verzögern und wird einige Probleme in der Basis der Verbündeten der Regierung und vielleicht sogar selbst in der PT (Arbeiterpartei) hervorrufen. Das Internationale Olympische Komitee stellt ähnliche Forderungen. 2009 trat das Gesetz 12.035 in Kraft, das zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen, die Abtretung von öffentlichen Immobilienbesitztümern, die Überlassung von öffentlichen Räumen und „die Zuweisung von finanziellen Mitteln, um eventuelle Defizite des Organisationskomitees der Spiele in Rio von 2016 auszugleichen“ einführte, um die Olympischen Spiele zu realisieren.

Das Gesetz, das die Olympischen Spiele regelt, legt fest, dass zwischen dem 5. Juli und dem 26. September 2016 die „abgehaltenen Verträge für die Nutzung öffentlicher Räume in Flughäfen oder wichtigen Bundesbereichen der Spiele in Rio von 2016“ außer Kraft gesetzt werden.

Die Sportverbände häuften in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel Macht an, die es ihnen ermöglicht, sich gegen Millionen von Bürger überall auf der Welt durchzusetzen. Die Bürger und die mächtigen Staaten aller Kontinente sind es, die sie in Wirklichkeit unterstützen. Aber es kommt nicht zu öffentlichen Debatten, in denen die Interessenverflechtung, die hinter all den Missbräuchen steckt, transparenter würde.

Die Gentrifizierung der Stadien

Über 203.000 Personen verfolgten das Finale 1950 im Maracanã-Stadion, für das 8,5 Prozent der Bevölkerung Rio de Janeiros umgesiedelt wurde. Die Eintrittskarten für „allgemeine“ und „populäre“ Plätze, wo das Volk die Ereignisse miterlebte, machten 80 Prozent des gesamten Publikums aus. Ein großer Anteil der Zuschauer verfolgte das Spiel im Stehen in einem Stadion, das 199.000 Personen Platz bietet.

Brasilien: Maracanã Umbau für die Weltmeisterschaft 2014 - Foto: Governo do Estado do Rio de Janeiro_Diese Stadien, in denen sich die unterschiedlichsten sozialen Bereiche vermischten, begannen sich in den 1990er Jahren zu verändern. In Brasilien war die Rechtfertigung für diese Art der „Europäisierung“ die Sicherheit und der Komfort als Teil einer weltweiten Kampagne, an der nicht nur die FIFA, sondern auch die lokalen Verbände teilnahmen, die durch die privaten Sponsoren angespornt wurden. Gegen Ende des Jahrzehnts stieg der Preis der Eintritte weltweit und machte es für Arbeiterfamilien und die untere Mittelschicht jedes Mal schwieriger, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Das Fassungsvermögen des sagenumwobenen Maracanã wurde nach einer Umgestaltung 1999 reduziert, um die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft im Jahr 2000 zu empfangen. Es hatten anschließend nur noch 103.022 Personen Platz, da im oberen Ring Einzelsitze aufgestellt wurden. Zwischen April 2005 und Januar 2006 war das Stadion aufgrund von Bauarbeiten für die Panamerikanischen Spiele 2007 geschlossen. Bei dieser Gelegenheit wurden die „allgemeinen Plätze“ abgeschafft, wo zuvor das Publikum den Spielen im Stehen folgte. Stattdessen wurden Einzelsitze, die verstellbar sind, eingebaut, die die Gesamtzahl der Plätze auf knapp 82.238 verringerte.

Bereits vor der derzeitigen Umgestaltung war Maracanã eine Mehrzweckarena, die neben Sportveranstaltungen auch Konzerte und Shows unterschiedlichster Art beherbergte. Über der Bühne wurden Kabinen gebaut, die weite Sicht auf das Feld bieten, und mit Glasscheiben versehen sind, die VIP-Teilnehmer vom Rest der Zuschauer abschirmen. Diese Kabinen verfügen über Bars, Fernseher und Klimaanlagen und werden meist von Firmen gemietet, die ihre Mitglieder und Funktionäre einladen. Diese haben das Privileg, dass sie direkt mit dem Auto über eine Rampe ankommen können, ohne auch nur in geringsten Kontakt mit dem gemeinen Volk zu treten.

Zurzeit wird das Maracanã-Stadion erneut umgebaut, um das Finale der Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 auszutragen. Seit Mitte 2010 ist das Stadion aufgrund von Reformen geschlossen, die auf die „Chefin FIFA“ zurückgehen, welche verlangt, dass alle Örtlichkeiten überdacht sind, was dazu führt, dass das gesamte Dach verändert werden muss.

Tatsächlich wurde das Stadion entkernt und nur die äußere Fassade blieb erhalten. Sie wird als nationales historisches Erbe angesehen. Der Wiederaufbau wird Milliarden Reais kosten, also mindestens 600 Millionen Dollar, er wird an Privatunternehmer vergeben werden und es wird noch weniger Plätze geben, die jedes Mal teurer sein werden.

Es wird eher ein Theater sein als ein Fußballstadion, mit nummerierten Sitzen, von denen aus man dem Spiel nicht mehr im Stehen folgen können wird. Auf diese Weise wurden die Räumlichkeiten abgeschafft, in denen sich zuvor die Stimmung durch Fans, Unruhestifter und Chaoten aufheizte. Stattdessen bleibt nun nur noch die Möglichkeit vorgegebener Choreografien wie Stadionwellen und die geordnete Entfaltung von einzelnen Minifähnchen.
Im weltweiten Vergleich belegt Maracanã nur einen bescheidenen 14. Platz, weit hinter den zwei größten Stadien der Welt: das Rungrado May Day Stadion in Pyongyang (Nordkorea) mit einem Fassungsvermögen von 150.000 Zuschauern und das Salt Lake Stadion von Kalkutta (Indien) mit 120.000 Plätzen. Aber vor allem ist es nicht mehr ein Ort des Volkes, sondern hat sich in einen Träger von Geschäften und Spektakeln verwandelt, die nur noch wenig mit dem Volksgeist zu tun haben, den der Fußball einst hatte.

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Quellen:

  • Articulación Nacional de los Comités Populares de la Copa, “Megaeventos y violaciones a los derechos humanos en Brasil”, diciembre de 2011.
  • Entrevista a Roberto Morales, IHU Online, 11 de enero de 2012.
  • “Olimpíada e Copa vâo despejar até 170 mil”, Folha de Sâo Paulo, 13 de diciembre de 2012.
  • Proyecto de Ley General de la Copa Nº 2330/2011, Brasilia.

Bildquellen:

[1] Agencia Brasil, Marcello Casal Jr.
[2] Blog do Planalto Brasil
[3] Governo do Estado do Rio de Janeiro_

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Raúl Zibechi ist internationaler Analyst der Wochenzeitschrift Brecha aus Montevideo, Dozent und Forscher über soziale Bewegungen an der Multiversidad Franciscana de América Latina sowie Berater für verschiedene soziale Gruppen. Er schreibt den monatlichen Zibechi-Bericht für das Americas-Programm.

Der Artikel erschien bereits am 07.02.2012 bei www.cipamericas.org. Mit freundlicher Genehmigung des Americas Program.

Übersetzung aus dem Spanischen: Cora Puk


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21 Kommentare zu “Der bittere Beigeschmack der Meisterschaften: Brasilien vor WM und Olympia”

  1. Lucas Hille vom 17. Juni 2013 - 13:09 Uhr

    Zitat:”Über 203.000 Personen verfolgten das Finale 1950 im Maracanã-Stadion, für das 8,5 Prozent der Bevölkerung Rio de Janeiros umgesiedelt wurde.” Die 8,5 Prozent der Bevölkerung wurden nicht umgesiedelt, sondern nahmen daran teil. Quelle Friedrich Böll Stiftung Dossier “Menschenrechtsverletzungen”

  2. Anonymous vom 9. Mai 2014 - 09:00 Uhr

    krass was ne wm anrichten kann :/

  3. Anonymous vom 16. Mai 2014 - 09:08 Uhr

    augen zu benéhmen wie ein hayvan

  4. anonymous vom 21. Mai 2014 - 11:13 Uhr

    krass

  5. der geile jeness kennt es vom 21. Mai 2014 - 11:49 Uhr

    GNAMPF

  6. Anonymous vom 3. Juni 2014 - 16:23 Uhr

    -

  7. Anonymous vom 10. Juni 2014 - 08:17 Uhr

    schiss lade

  8. Anonymous vom 10. Juni 2014 - 08:17 Uhr

    das chas doch nid si huere seich

  9. Anonymous vom 10. Juni 2014 - 08:18 Uhr

    tammi siech hineaube

  10. Anonymous vom 10. Juni 2014 - 08:24 Uhr

    das ist scheisse diese leute verrecken und sie lachen dann noch so blöd mehhhhhhh!!!!!!!!
    huere seich

  11. Hans Peter vom 12. Juni 2014 - 11:16 Uhr

    HHHHAAAAAAAAAAAAAAAAAAA GGGGGGGGGGAAAAAAAAAAAAAYYYYYYYYYY

  12. Hans Peter vom 12. Juni 2014 - 11:19 Uhr

    IHR STINKIT AUIIII !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  13. Hans Peter vom 12. Juni 2014 - 11:19 Uhr

    hallo

  14. Hans Peter vom 12. Juni 2014 - 11:20 Uhr

    Scheiss site!!

  15. ´huiuj vom 18. Juni 2014 - 11:32 Uhr

    HAhHAh

  16. uiiEDHZ vom 18. Juni 2014 - 11:33 Uhr

    WAT IS DENN LOS MIT DIR

  17. Manfred van Bergen vom 20. Juni 2014 - 10:42 Uhr

    IHR KÖNNT ALLE MEINE EIER SAUGEN IHR LUTSCHAHHHHHHHHHHHHHH

  18. awdbiga vom 10. Juli 2014 - 19:47 Uhr

    grrrr

  19. Anonymous vom 17. Juli 2014 - 13:10 Uhr

    ich find das krass was sone wm ausmachen kann und mir tuhen die leute in brasilien zimlich leid…..aber leider kann man da nichts mehr gegen machen es war total unnötig die wm da statfinden zu lassen da brasiliens vereine wder in der ersten noch in der zweiten liga spielen also ist das teuerste stadion der welt für eine einmalige sache gebaut worden und das ist alles andere als inordnung…
    Jeder der meint sich über sowas lustig machen zu müssen müsste selber mal nach brasilien in so ein slam wo die leute behandelt werden wie dreck..alleine die tatsache das die polizisten die leute in den slams oder in den armen virtel einfach erschossen haben…sowas gehört echt bestraft..aber einigen leuten war mal wider nur das geld wichtig

  20. Olympia heißt (noch mehr) Überwachung! | Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] vom 22. April 2015 - 08:51 Uhr

    […] Mit eigens geschaffenen Sonderzonen (je 2 km um jede (!) Sportstätte) wird nicht nur der Verkauf nicht IOC-lizensierter Produkte verhindert, sondern auch „Gefahrengebiete“ ausgeweitet. Protest wird damit nahezu verunmöglicht. Grundrechte wie das Versammlungsrecht werden eingeschränkt und potentielle Demonstrant_innen auch einfach mal in Haft genommen. In London 2012 setzte das Internationale Olympische Komitee ein umfassendes Demonstrationsverbot durch. In dessen Rahmen erhielt die Polizei beispielsweise das Recht bei Verdacht auf „illegale Werbematerialien“ in Privatwohnungen einzudringen. Diejenigen Demonstrationen, die sich dennoch in die Nähe des Olympiageländes wagten, wurden eingekesselt, rabiat von Sicherheitsbehörden aufgelöst und Demonstrant_innen verhaftet. In Sotschi beklagte Human Rights Watch 2014 die Missachtung der Rede- und Versammlungsfreiheit. Zahlreiche Menschen wurden während der Spiele verhaftet oder tagelang in Polizeigewahrsam gehalten und teilweise unter Gewaltanwendung “befragt”. Für die Spiele in Rio de Janeiro 2016 trat bereits 2009 ein Gesetz in Kraft, das u.a. die Abtretung von öffentlichen Immobilienbesitztümern und die Überlassung von öffentlichen Räumen einführte. Es sichert ab, dass während der Spiele die „Verträge für die Nutzung öffentlicher Räume in Flughäfen oder wichtigen Bundesbereichen der Spiele in Rio von 2016“ außer Kraft gesetzt werden4. […]

  21. hans wurst vom 10. Juni 2015 - 12:51 Uhr

    Weltmeister simma den pott hamma ihr opfaaaaaaa

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