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    Brasilien: Die größte Gefahr in der Corona-Krise heißt Bolsonaro (12. Mai 2020)

    COVID-19_Brasilien_Creative_CommonsBrasiliens Parlament hat am 9. Mai eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer von COVID-19 angeordnet, deren Zahl 10.000 überschritten hatte. Das Land gilt als der neue Corona-Hotspot, die Zahl der Infizierten und Todesfälle steigt rasant an. Zusammengefasst stellt sich die aktuelle Situation im größten Land Lateinamerikas folgendermaßen dar: Die Johns Hopkins University ermittelt vom 25. Februar bis zum 11. Mai 170.021 bestätigte Fälle von COVID-19 und 11.701 an der Krankheit Verstorbene. Allein am 11. Mai wurden 6.895 neue Erkrankte und 530 Tote gezählt. Schwerpunkte der Pandemie sind die Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Ceará, Pernambuco und Amazonas. Nach einer britischen Studie erreichte die Übertragungsrate mittlerweile den weltweit höchsten Wert – 2.81. Es wird eine Verdopplung der Todesrate in nur fünf Tagen befürchtet. Die Hälfte der Intensivbetten befindet sich in Privatkliniken. Ein Viertel der Bevölkerung hat Zugang zu den Privatkliniken. Auf 100.000 Einwohner kommen drei Beatmungsgeräte. „Na und?“ So lautete kürzlich die Antwort von Präsident Jair Bolsonaro auf Fragen von Journalisten nach der schnell wachsenden Zahl von COVID-19-Fällen in Brasilien. (Bildquelle: CC_wiki).

    Brasilien: Morde an Umweltschützern bleiben meist straflos (18. September 2019)

    Brasilien: Abholzung des Amazonas-Regenwaldes - Foto: Agencia BrasilDer Rauch über dem deutschen Blätterwald, der die Brände am Amazonas beklagte, hat sich wieder etwas verzogen. Es gab sehr laute Überlegungen darüber, dass „unsere Lunge“ vernichtet wird und sehr leise darüber, ob „wir“ nicht auch Schuld tragen an diesem Inferno. Die Bundesrepublik sieht sich indes nach wie vor nicht veranlasst, das Freihandelsabkommen zwischen EU und Mercosur infrage zu stellen, da dieses zwar keine Handhabe gegen Brandrodungen biete, aber doch ein Kapitel über Nachhaltigkeit enthalte. Derweil gehen die Brandrodungen in Brasilien weiter, und die Morde ebenso. In der vergangenen Woche wurde im Amazonasgebiet ein Inspektor der Nationalen Stiftung für Indigene Funai durch zwei Schüsse getötet. Allein seit 2015 zählten NGOs 28 Morde und vier Attentate, von den zahlreichen Drohungen gegen Umweltaktivisten ganz zu schweigen. Nur zwei dieser Morde kamen vor Gericht. Die Polizei tut sich schwer mit den Ermittlungen und zeigt häufig keine Interesse an einer Suche nach den Tätern. Das politische Klima im Land ermutigt die Verantwortlichen für das illegale Abholzen offensichtlich noch, mit Gewalt gegen Umweltschützer vorzugehen. Schließlich propagiert Brasiliens Präsident Bolsonaro die forcierte wirtschaftliche Nutzung des Regenwaldes. Und um Störungen zu vermeiden, wird Umweltorganisationen die finanzielle Unterstützung gestrichen und die Arbeit der staatlichen Umweltbehörde Ibama massiv blockiert. Brasilien hat übrigens das Pariser Übereinkommen zum Klimaschutz unterzeichnet; und, so ließ das deutsche Landwirtschaftsministerium verlauten, das Land wird selbstverständlich auch nach Annahme eines Freihandelsabkommens an dessen Bestimmungen gebunden sein. Jair Bolsonaro zeigt heute schon, wie das geht (Bild: Agencia Brasil).


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