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Brasilien: Raduan Nassar erhält den “Prêmio Camões” (06. Juni 2016)

Brasilien_Premio-Camoes-an-Raduan-Nassar-Foto_ Antonio CruzAgencia BrasilDer jährlich ausgelobte Preis für portugiesisch-sprachige Literatur wird in diesem Jahr an den Brasilianer Raduan Nassar verliehen. Die Jury des Preises wird von Schriftstellern und Literaturschaffenden aus Portual, Brasilien, Macau und Mosambik gestellt. Der Preis ist auf 100.000 Euro dotiert und wurde 1988 von der portugiesischen und brasilianischen Regierung gemeinsam ins Leben gerufen. Preisträger waren bisher unter anderem Jorge Amado (1994), José Saramago (1995), António Cândido de Mello e Sousa (1998) und Mia Couto (2013). Nassar hatte sich seit dem Höhepunkt seines Schaffens zu Beginn der 1980er Jahre aus dem Literaturbetrieb zurückgezogen und nur noch 1994 eine Sammlung von Kurzgeschichten veröffentlicht. Aufsehen erregte in diesem Kontext, dass er sich am 31. März diesen Jahres gemeinsam mit weiteren Künstlern und Intellektuellen solidarisch mit Dilma Rousseff im Regierungspalast in Brasilia zeigte, als der damaligen Präsidentin das Amtsenthebungsverfahren drohte. Die Preisvergabe kann somit auch als politisches Zeichen betrachtet werden. Seine beiden Romane und die Kurzgeschichtensammlung sind auf Deutsch unter folgenden Titeln erschienen: “Das Brot des Patriarchen”, “Ein Glas Wut” und “Mädchen auf dem Weg”. (Bildquelle: Antonio Cruz, Agencia Brasil)

Brasilien: Brasilianische Präsidentin suspendiert (12. Mai 2016)

Brasilien: Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva mit Präsidentin Dilma Rousseff - Foto: Agencia Brasil, Ricardo StuckertNach einer fast 21-stündigen Debatte votierte der brasilianische Senat mit 55 gegen 22 Stimmen für eine Suspendierung der amtierenden Präsidentin. Senatspräsident Renan Calheiros sorgte dafür, dass die Marathonsitzung weitgehend ruhig verlief und nicht wie die Abstimmung im Kongress im Chaos versank. Unter Leitung des Obersten Gerichtshofs hat der Senat jetzt 180 Tage Zeit, die gegen die Präsidentin erhobenen Vorwürfe – Buchhaltungstricks und Regelverstöße beim Umgang mit Staatsfinanzen – zu untersuchen. Das erklärte Ziel der Rousseff-Gegner ist es, im Anschluss an die Untersuchungen die Präsidentin endgültig ihres Amtes zu entheben. Wie die Abstimmung zeigt, scheint es dafür die notwendige Zweidrittelmehrheit zu geben. Kommentatoren verweisen darauf, dass die Vorwürfe gegen Rousseff nur vorgeschoben sind, es ginge allein darum, die Regierung der Arbeiterpartei zu stürzen. Generalstaatsanwalt José Eduardo Cardoza betonte als letzter Redner im Senat, die Regierung solle für etwas bestraft werden, dass alle Regierungen machten. Immerhin fast 54 Prozent der Kongressabgeordneten und 60 Prozent der Senatoren haben oder hatten Probleme mit der Justiz. Während der Suspendierung Rousseffs mit minimalem Bezügen wird Michel Temer vom Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB), Vizepräsident und Rousseff-Gegner, die Staatsgeschäfte übernehmen. Auch gegen verschiedene seiner Parteigänger, die er bereits für sein künftiges Kabinett ins Gespräch brachte, wurden bereits Korruptionsvorwürfe erhoben. (Bildquelle: Agencia Brasil).


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