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    Bolivien: Lithiumabbau soll zu 100 Prozent in staatlicher Hand bleiben (26. Februar 2010)

    Bolivien: Lithiumabbau soll zu 100 Prozent in staatlicher Hand bleiben. Foto: Maxim Karpilowski.Während die Medien und die Börsen dabei sind, Lithium zum neuen “Superrohstoff” und nächsten Anlegerhype aufzublasen, war in dieser Woche aus Bolivien zu vernehmen, dass der zukünftige Lithiumabbau zu 100 Prozent in staatlicher Hand bleiben soll. Anlass war ein Forum in La Paz zur regionalen Entwicklung des Altiplano, an dem auch Vertreter einer japanischen Wirtschaftsdelegation teilnahmen. Saúl Villegas, Leiter der Evaporit-Abteilung (Salzgesteine) der staatlichen Bergbaugesellschaft COMIBOL, sagte im Rahmen des Forums, dass andere Nationen es nicht von Anfang an begriffen hätten, dass Bolivien die Souveränität über seine Rohstoffe habe und der Lithiumabbau ein hundertprozentiges staatliches Unterfangen werden solle. Dass habe sich nun geändert, gab Villegas im Beisein der Japaner zu. Aus der Delegation um Chiaki Takahashi war bereits vorher zu hören gewesen, dass Japan unter der Vorgabe von Evo Morales “Partner nicht Herren” zu Investitionen in Bolivien bereit sei. Als Gründe für die staatliche Entscheidung nannte Villegas (1) die potentiell größten Lithium-Reserven der Welt, (2) nicht den historischen Fehler des Cerro Rico in Potosí zu wiederholen, (3) die langfristige Belieferung des Weltmarktes mit Lithium und (4) die Notwendigkeit eines “integralen Ansatzes”, der auch die bolivianische Umweltgesetzgebung mit einbezieht. Aufgrund des großen Interesses v.a. japanischer, südkoreanischer und französicher Firmen am Lithium im Salar de Uyuni war von Seiten der bolivianischen Regierung bislang hier und da auch schon einmal der Begriff Beteiligungsgesellschaft gefallen. Diese Idee scheint aber vorläufig wieder vom Tisch zu sein. (Bildquelle: Quetzal-Redaktion, Maxim Karpilowksi)

    Lateinamerika: Beginn des 21. Treffens der Rio-Gruppe in Cancún (22. Februar 2010)

    Eröffnung des 21. Treffens der Grupo de Rio in Cancún - Foto: José Almeida/Presidencia de EcuadorHeute beginnt im mexikanischen Cancún das 21. Treffen der Rio-Gruppe (Grupo de Río). Hauptthemen sind der Wiederaufbau Haitis, die Rückkehr von Honduras in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die Gründung eines regionalen Blocks lateinamerikanischer und karibischer Staaten ohne die USA. Dieses dritte Anliegen wird vor allem vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales vorangetrieben. Argentinien sucht auf dem Treffen in erster Linie Unterstützung bei den lateinamerikanischen Staaten in der Auseinandersetzung um die geplante Erkundung von Rohöllagerstätten vor den Falklandinseln (Malvinas) durch Großbritannien. Brasilien, das noch immer nicht die neue Regierung in Honduras anerkennt, möchte sich für eine Wiederaufnahme des zentralamerikanischen Landes in die OAS aussprechen, sobald Maßnahmen der Versöhnung durch Präsident Porfirio Lobo getroffen werden. Ecuador plant dagegen die Gründung einer lateinamerikanischen Organization zur Eindämmung von Geldwäsche und Bekämpfung der Finanzströme des Terrorismus (Grupo de Acción Financiera, Gafi). Die Rio-Gruppe wurde 1986 gegründet. Ihr gehören 22 Staaten und die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) an. Obwohl sie kein Sekretariat besitzt und in ihrer institutionellen Ausrichtung lediglich auf dem jährlichen Treffen der Regierungschefs beruht, sehen einige Politiker die Rio-Gruppe als Alternative zur OAS, weil die Konsultationen ohne die Vorherrschaft der USA erfolgen (Bildquelle: José Almeida/Presidencia de la República del Ecuador).


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  • Sonne, Salz und Sterne – Sonntag (14.03.10), 15:00 Uhr
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