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    Argentinien: Außenministerium fordert vor der UNO, den Kolonialismus im Südatlantik zu beenden (29. Juni 2021)

    Noticias_Argentinien_Malvinas_Bild_Quetzal-Redaktion_solebWährend einer Sitzung des Entkolonialisierungsausschusses der Vereinten Nationen forderte der argentinische Außenminister Felipe Solá von Großbritannien erneut die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen über die usurpierte Souveränität der Malvinas bzw. Falklandinseln, Südgeorgiens und der südlichen Sandwichinseln. Der Sonderausschuss hat die Aufgabe, die Situation in Bezug auf die Umsetzung der Erklärung über die Gewährung der Unabhängigkeit an koloniale Länder und Völker (auch bekannt als Sonderausschuss für Dekolonisation – C-24), zu untersuchen. Die britische Präsenz auf dem Gebiet geht auf das Jahr 1833 zurück, als die britische Krone die seit seiner Unabhängigkeit 1816 zu Argentinien gehörenden Territorien besetzte. Solá nutzte auch die Gelegenheit, internationale Organisationen zu bitten, Großbritannien zur Einhaltung der Resolution 2065 der UN-Generalversammlung zu drängen. Diese im Jahr 1965 verabschiedete Entschließung basiert auf die Resolution 1514 aus dem Jahr 1960, welche das Ende des Kolonialismus anstrebt. Die Resolution 2065 fordert die Parteien, Großbritannien und Argentinien, auf, sich zu einem Dialog zusammenzusetzen und der UN-Generalversammlung über den Fortschritt der Verhandlungen zu berichten. Der argentinische Außenminister stellte nicht nur die Dialogverweigerung seitens Großbritanniens in Frage, sondern kritisierte auch die „ungerechtfertigte und übertriebene“ Militärpräsenz, die seit einem Jahrzehnt regelmäßig Manöver und Übungen durchführt. Er stellte auch die illegale Exploration und Nutzung von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen im umstrittenen Gebiet sowie die Verlängerung von Fischereilizenzen in den Gebieten um die Inseln in Frage. Im gleichen Sinne prangerte Solá an, dass die britische Usurpation des Archipels „im Einklang mit der Geißel des Kolonialismus“ stehe, mit der die oben genannten UN-Resolutionen Schluss machen sollen (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_soleb).

    Argentinien: Zum Gedenken an die Veteranen und Gefallenen des Malvinas-Krieges (07. April 2021)

    Noticias_Argentinien_Malvinas_Bild_Quetzal-Redaktion_solebAm vergangenen Freitag, dem 2. April, wurde in Argentinien der Tag der Veteranen und Gefallenen des Malvinas-Krieges zum 39. Mal begangen. Damit wird an den Beginn des Militärkonflikts zwischen Argentinien und Großbritannien um die Malvinen bzw. Falklandinseln, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln im Jahr 1982 erinnert. Dieser begann nach dem Versuch Argentiniens, die Inseln mit militärischer Gewalt zurückzuerobern und endete zehn Wochen später mit der Unterzeichnung der Kapitulation Argentiniens vor den Streitkräften der Regierung Thatcher. Den kriegerischen Auseinandersetzungen fielen 649 argentinische und 255 britische Soldaten sowie drei zivile Inselbewohner zum Opfer. Die argentinische Souveränität über diese geopolitisch strategischen Gebiete geht auf die Unabhängigkeitserklärung Argentiniens 1816 über die bis dahin zur spanischen Krone gehörenden Territorien im Südkegel zurück. Die „Malvinas“, deren Name auf das von den Franzosen vergebene Toponym „Malounines“ (St. Maló) zurückzuführen ist, wurden kurz darauf, im Jahr 1833, von der britischen Krone (wieder) besetzt und offiziell in „Falklands“ umbenannt. Der Versuch der Militärjunta, die argentinische Flagge 1982 wieder auf den Inseln zu hissen, machte deutlich, dass ihr Hauptziel vielmehr darin bestand, nach sechs Jahren Staatsterror die Legitimation des Volkes zurückzugewinnen. Abgesehen von der mangelnden Eignung der militärischen Führung zeigten die argentinischen Machthaber ihre Skrupellosigkeit nicht zuletzt dadurch, dass sie die meisten Wehrpflichtige ohne militärische Ausbildung, angemessene Bewaffnung, geeignete Kleidung und ausreichende Versorgung an die Front schickte. Darüber hinaus wurde die willkürliche Anwendung von Folter als Bestrafung im Militär erlaubt. Gruppierungen von argentinischen Kriegsveteranen haben vor kurzem die öffentliche Kampagne Yo también hablo (dt.: Ich spreche auch) gestartet, mit dem Ziel, ehemalige Soldaten, die immer noch darüber schweigen, dass sie während des Krieges Opfer von Folterungen durch ihre eigenen Vorgesetzten waren, zu ermutigen, ihre Klage dem 2007 eröffneten Gerichtsverfahren hinzuzufügen. In diesem Fall werden mindestens 120 Folterhandlungen untersucht, an denen mehr als 95 Angehörige des Militärs beteiligt waren, die als mutmaßliche Folterer angegeben wurden. Für diese Verbrechen wurden bereits 2019 vier Militärangehörige angeklagt und sechs weitere werden in den kommenden Apriltagen vor Gericht aussagen müssen. Seit 1990 beansprucht der argentinische Staat auf diplomatischem Wege nicht nur seine Souveränität über die von Großbritannien besetzten Gebiete, sondern weist auch auf die Nichteinhaltung von Resolutionen der Vereinten Nationen durch die britische Regierung hin – u.a. die Existenz einer britischen Militärbasis auf den Inseln und die Usurpation des natürlichen Ressourcen des Südatlantiks, die dem argentinischen Volk gehören (Bildquelle: Quetzal-Redaktion_soleb).


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