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Argentinien: Heiliger Krieg gegen Homosexuelle (14. Juli 2010)

Argentinien: Heiliger Krieg gegen Homosexuelle - Foto: GlobovisionEs geht um nicht weniger als die Zurückdrängung eines „Projektes des Teufels, wofür die Kirchen Argentiniens einen ‘Krieg Gottes’ ausgerufen haben.” Der Senat des Landes debattiert heute über die Annahme eines Gesetzes, dass Homosexuellen im Land am Río de la Plata künftig die Eheschließung erlauben soll. In Argentinien ist eine Ehe nicht ausdrücklich als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert, so dass es den lokalen Behörden überlassen bleibt, Homosexuellen die Ehe zu gestatten oder nicht. Im Dezember vergangenen Jahres war in Ushuaia das erste schwule Paar des Landes getraut worden. Das neue Gesetz soll hier Rechtssicherheit schaffen. Im Kongress wurde das Projekt bereits befürwortet. Die Katholische Kirche betonte, sie werde all ihre Kräfte einsetzen, damit Argentinien nicht das erste Land Südamerikas werde, dass Personen des gleichen Geschlechts die Ehe erlaubt. Unter dem Motto „Die Kinder haben das Recht auf Mama und Papa“ demonstrierten gestern Nacht ca. 200.0000 Angehörige verschiedener kirchlicher Gruppierungen gegen die Homoehe. Zur gleichen Zeit veranstalteten Unterstützer des Gesetzes einen „Kochtopf-Marsch“. Vor allem von Seiten der Gegner herrscht mittlerweile ein harscher Ton. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, die zur Zeit auf Staatsbesuch in China weilt, fühlte sich „in die Zeiten der Inquisition“ zurückversetzt. Sie äußerte erstmals ihre ausdrückliche Unterstützung für dieses Gesetz (Bildquelle: Globovision).

Argentinien, Großbritannien: Neue Verhandlungen über Falklandinseln gefordert (19. Mai 2010)

Argentinien, Großbritannien: Neue Verhandlungen über Falklandinseln gefordert - Foto: NASA World Wind, The Blue MarbleDie argentinische Präsidentin, Cristina Fernández de Kirchner, sprach sich ein weiteres Mal für die Wiederaufnahme von Verhandlungen zum Status der Falklandinseln (Islas Malvinas) aus. Im Rahmen des VI. Treffens der Staaten Europas, Lateinamerikas und der Karibik in Madrid richtete sie an den britischen Premier, David Cameron, die Bitte, die Verhandlungen über die Unabhängigkeit der Inselgruppe wieder aufzunehmen und damit die UNO-Resolution von 1965 zu erfüllen. Es dürfe, so Kirchner, keine zwei Standards in den internationalen Beziehungen geben, den Resolutionen der UNO seien alle Mitgliedsstaaten unterworfen. Jeremy Browne, der britische Staatssekretär für Lateinamerika, erklärte in einem Kommuniqué, die Souveränität der Falkland-Inseln sei nicht verhandelbar, es sei denn, die Inselbewohner wünschten das. Großbritannien beruft sich in seiner Argumentation auf den Vertrag von Lissabon, der die Falklandinseln als britisches Überseeterritorium ausweist. Die Forderung Argentiniens, die das Land regelmäßig erhebt, bekommt eine besondere Brisanz wegen der von Großbritannien einseitig getroffenen Entscheidung, in den Seegebieten nahe der Inselgruppe Ölbohrungen zu erlauben. Nach dem Beginn der Erkundungsarbeiten im Februar erklärte Argentinien, es werde alle notwendigen Schritte einleiten, um diese nach internationalem Recht illegalen Aktionen zu stoppen (Bildquelle: NASA World Wind, The Blue Marble).


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