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Argentinien: Regierung plant YPF Teil-Verstaatlichung (23. April 2012)

Argentinien: Cristina Kirchner bei den Wahlen 2009 - Foto: Presidencia de la Nacion ArgentinaDie Nachricht, die Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner vergangenen Montag (16.4.2012) verlauten ließ, verheißt nichts Gutes für Spaniens Wirtschaft. Das argentinische Staatsoberhaupt gab bekannt, einen Gesetzesentwurf zur Teil-Verstaatlichung des Erdölunternehmens YPF zu planen. Demnach sollen 51 Prozent der Gesamtanteile, die der spanische Erdölkonzern Repsol an seiner Tochterfirma YPF besitzt, in Zukunft dem argentinischen Staat gehören. Für Repsol würde eine solche Entscheidung einen Verbleib von lediglich 6 Prozent der Anteile und somit eine klare Minderheit bedeuten. Schon jetzt sind die ökonomischen Auswirkungen unverkennbar. Die Repsol- Aktie fiel bereits am Dienstag um bis zu 9 Prozent. Von spanischer Seite wird nun eine Entschädigung gefordert, die den Verlust der Anteile ausgleichen soll. Ob und in welcher Höhe eine solche Zahlung erfolgt, darüber soll das internationale Schiedsgericht urteilen. Der Grund für Kirchners Entscheidung ist nach eigenen Angaben das fehlende Engagement, das Repsol an den Tag lege, wenn es um die Erdölproduktion- und erforschung in Argentinien geht. Man will dafür sorgen, dass Argentinien zukünftig selbst ausreichend Erdöl produzieren kann, ohne auf teure Importe angewiesen zu sein. Derzeit wird allerdings vermutet, dass ein im Geheimen geplanter Verkauf aller Repsol-Anteile an den chinesischen Konzern Sinopec der wahre Auslöser des Geschehens ist. Die spanische Zeitung „El País“ bezeichnete ein solches Vorgehen indes als eine „ Erklärung wirtschaftlicher Feindseeligkeit“ und auch international betrachtet man die Vorkommnisse mit einem kritischen Blick. (Bildquelle: Presidencia de la Nacion Argentina)

Argentinien: Vor 30 Jahren begann der Falklandkrieg (02. April 2012)

Argentinien: Die Falklandinseln (Malwinen) - Foto: NASA World Wind (The Blue Marble)Heute vor genau dreißig Jahren eskalierte der Streit um die Malvinas zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Argentinien und Großbritannien. Der aberwitzige Ausflug der argentinischen Armee auf die am Südzipfel des argentinischen Festlandes gelegene Inselgruppe dient hierbei als ein Lehrstück einer aufgrund außenpolitischen Unvermögens hervorgerufenen Eskalationsleiter, aus der es letztlich kein Zurück mehr gab. Ausgehend von den langjährigen argentinischen Bemühungen, die Falklands für sich zu beanspruchen, ging die argentinische Militärdiktatur 1982 dazu über, den Konflikt um die Inselgruppe militärisch zu lösen, um damit letztlich die innergesellschaftliche Krise – wenigstens für einen kurzen Moment – zu kaschieren. Hochgerüstet mit amerikanischem, französischem und deutschem Militärgerät entschied sich die Militärjunta, auch aufgrund der (scheinbar) geringen geostrategischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Inselgruppe für Großbritannien, dazu, das Archipel am 02.April 1982 zu besetzen. Fungierte der Krieg somit letztlich für Argentinien nur als ein Symbol zur Wiederherstellung der nationalen Einheit, überraschte die heftige militärische Antwort Großbritanniens umso mehr. Die Kapitulation der argentinischen Armee am 14. Juni 1982 bedeutete für Argentinien sowohl eine außenpolitische Demütigung als auch den Beginn der Transition. Gleichzeitig markierte sie für Großbritannien die Zementierung der „eisernen“ Herrschaft einer Lady für weitere acht Jahre (Bildquelle: NASA World Wind, The Blue Marble).


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